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„Gotham“, S03E16

Und weiter geht es. Achtung Spoiler.

Der Court of Owls hat einen Plan und laut Uncle Frank gelang es ihnen schon zweimal die Stadt zu zerstören. Der Penguin muss sich neue Freunde suchen und Jim.. Jim ist ein „Jon Snow“. Willkommen in Gotham! Wo es düster und grausam und dunkel und neblig und grau ist, und fast nie die Sonne scheint, außer bei Beerdigungen.

„Gotham must fall“

Mittlerweile hat Gordon heraus gefunden, dass Carmine Faclone den Anwalt des betrunkenen Fahrers, der für den Tod von Jims Vater verantwortlich war, bezahlt hatte. Es war also ein kein Unfall. Und wer bestellte den Tod des Vaters? Während Jim Carmine Falcone besucht, finden wir heraus, dass Uncle Frank den Anstoß dazu gab. Und warum? Weil der CoO ein Risiko sah. Gordon sucht Uncle Frank auf und predigt, er wolle Gerechtigkeit und das wollte auch sein Vater. „You’re under arrest!“ Doch Frank wehrt sich. Er braucht Zeit! Eine schreckliche Waffe solle nach Gotham geliefert werden.

Zwischensequenz: Als Gordon das Grab seines Vaters besucht, sieht er Lee am Grab von Mario stehen, dass, wie sie ihn wissen lässt, sie öfters besuche. Ab und an sieht sie einen Mann, der bestimmt 90 sein muss und der lächelnd beim Grab seiner Frau verweilt. Warum lächeln die Leute auf einem Friedhof? Und dann bemerkte sie: Weil sie das gesamte Leben zusammen verbracht haben. Gordon entschuldigt sich und das Rehlein kann es nicht fassen wie Gordon einfach so drüber hinweg schauen kann. Zwischensequenz Ende.

Gordon informiert derweil Harvey, dass die GCPD nicht in das Geschehen involviert werden darf und setzt Barbara auf die Sache an, die wie eine Königin auf einem Thron ihre Szene eröffnet und mit dem spitzen Absatz ihres Schuhes einen Untertanen verprügelt. Es könnte übrigens sein, dass sich meine Annahme, Barbara könne sich in Harley Quinn transformieren, wahr ist. Bestätigen oder falsifizieren wird uns dies eine der letzten Folgen.

Die Waffe ist bereits in Gotham und wird vom maskierten Ninja-Typen bewacht. Der Court of Owl erkundigt sich bei Frank was Jim weiß und rät ihm Gordon zu beseitigen: „Jim Gordon must be killed!“ Frank beordert seinen Neffen zu sich und erwartet ihn angetrunken mit Waffe. Das epische Gespräch läuft wie folgt ab: „I’m supposed to kill you!“ Was dazu führt, „I need someone to replace me!“, was bedeutet Jim muss dem Court beitreten und Uncle Frank töten. Aber wollten sie ihn nicht tot? Eh, aber viel lieber wollen sie, dass er beitritt. Da Jim gewissermaßen Jon Snow ist, tut Uncle Frank ihm den Gefallen und suizidiert sich. Jim soll beenden, was er (Frank) angefangen habe. Seine letzten Worte: Der Vater wäre stolz auf ihn gewesen und er hat seines Vaters Stärke.

Der Court ruft an, Jim hebt ab. Sie sollten sich treffen – „Agreed“, die Limousine wartete bereits und Jim schreitet dem Schicksal dramatisch und in Zeitlupe entgegen.

Note: Don’t call Penguin a freak

„You know plants make better friends than most people. And some of them actually save your life.“ (Ivy)

Penguin erwacht bei Ivy, die er sogleich als „crazy plant lady“ und Freak bezeichnet. Er ist wütend und möchte Rache üben. Revenge and an Army! Sogleich trägt er ihr auf, sie solle doch bitte Gabe kontaktieren, er sei immer so loyal gewesen. Gesagt getan. Der loyale Untertan freut sich so gleich Penguin heil und am Leben zu sehen, ja was er denn vorhabe? Gotham zurück zu erobern! Doch Ivy traut ihm nicht – Zurecht. Denn sogleich tauchen ein Haufen Ganoven auf, und es geht darum, dass derjenige, der am höchsten bietet, Penguin schlussendlich töten darf. Noch zuvor hatte der Penguin zu Ivy gesagt: „I do not trust you!“ und alsgleich sitzen sie beide geknebelt nebeneinander.

Aber sie kann helfen. Und was will sie dafür? „I want you to be nice!“ sagt sie und das ist alles was sie möchte. Der Penguin willigt ein und Ivy wendet den Parfüm-Trick an – wir erinnern uns an den Vorfall in der Bruce-Mansion? Ein unwichtiger Statist darf ihr hörig sein und erschießt auf ihren Befehl hin alle, bis auf Gabe. Aber der Penguin möchte ihn nicht töten und will den Grund für diese Aktion wissen. Gabe sagt, er war dort, als Penguins Mutter getötet wurde, aber niemals hatte der Penguin auch nur ein einziges an ihn gedacht. Oh, armer Gabe.

Der Penguin frägt, ob er denn nochmal loyal sein könne? Ohja! Ja! Das kann er! Aber unter dem Einfluss von Ivys Parfürm kommt die Wahrheit zum Vorschein. Er war nie loyal und folgte ihm nur aus Angst. Wie all die anderen.

„Fear and respect“ sind ausreichend für den Penguin und falle unter „Management 101“. Respekt? Ha! Never. Niemand respektierte ihn, er war immer nur der kleine Freak mit einem lächerlichen Schirmchen. Die Miene des Penguins verfinstert sich, er greift nach einem spitzen Werkzeug und ersticht Gabe in Rage. Das Blut spritzt an die Wände. Welcome back Penguin!

Später gibt er zu, dass er vielleicht ein wenig über reagiert hatte.  Und er realisiert, dass er Gotham nicht alleine zurück erobern und gegen Barbara, Ed Nygma und all die anderen vorgehen kann. Ivy lächelt und erzählt ihm, dass die Katze ihr einst von ein paar schrägen Leuten aus Indian Hill erzählte. Wie wäre es mit einer „Army of freaks!?“

Ivy: „Words always hurt me more than sticks and stones.“
Penguin: „Yeah, me too.“

Team Up!

Batbruce, II

Zwar wissen wir immer noch nicht, wo sich Bruce befindet, aber es sieht so aus als beginne eine Art Training? Die Tür öffnet sich, Bruce ergreift die Flucht und landet nach einigen Korridoren wieder bei der offenen Tür. Der Zen-Meister Shaman empfängt ihn. Der CoO sei nur ein „Tool“ – aber sein Ziel liegt darin, Bruce zu helfen. Warum?

„Shall we begin“ frägt der Zen-Meister und spricht in Rätseln. „It’s time to pick a direction!“ Und er stellt Bruce die Frage was ihm Angst bereitet? Was hat der Zen-Meister zu bieten?

„One is always inside their own mind. Pretending we are separate from it, that is the falsehood.“ (Shaman)

Der Zen-Meister bringt ihn via Halluzinationen zurück nach Gotham, zu jenem Zeitpunkt, als seine Eltern ermordet wurden und Bruce hatte diesen Ort nie verlassen. Es ist der Schmerz, der ihn zurück hält und den er aber ablegen muss, wenn er dort hin soll, wo der Zen-Meister ihn bringen möchte. Zu einem anderen Zeitpunkt bringt er ihn wieder dort hin. Bruce stellt sich dem Zen-Meister entgegen und fängt sich einen blutigen Kratzer ein – der über die Halluzination hinaus wirkt. Magic!

Und auch hier haben wir, parallel zu Gordon ein episches Gespräch über Schicksal und Tat.

„I have so much to teach you!“ Werden wir am Ende der Season doch noch Batman zu Gesicht bekommen? Oder zumindest seine Idee, sowie die Idee des Jokers, denn der Zen-Meister fährt fort: Menschen haben Angst und wenn Menschen Angst haben, herrscht Hoffnungslosigkeit. Was will er? Frägt Bruce. Der Zen-Meister sagt: Schmerz blockiert ihn und diesen muss er ablegen, wenn er das werden soll, was er sein muss und was Gotham braucht: „A protector!“ Epische Musik folgt.

Aber Batbruce erkennt, dass er das nicht kann, „not by myself“ – Doch er kann zu einem Symbol gegen Angst werden und „Gotham can be reborn!“ Denn der Zen-Meister macht sich Sorgen um Gotham.

Fazit: Mhm. Next!

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„Gotham“, S02E20

Eine Zusammenfassung, ein Review, eine Liebeserklärung.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Material Gotham in zwei Seson bereits untergebracht hat. Es ist wohl dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass die Serie aus 22 Folgen besteht, anstatt die mittlerweile üblich geizigen 10 oder 16. Ebenso fiel mir auf, dass mir Social Media relativ wenig über Gotham spoilert, was mich zur Konklusio nötigt, dass die Serie absolut unterrepräsentiert ist. Ich „like“ beinahe jeden Beitrag der offiziellen Gotham-Like-Page, so dürfte der Algorithmus kaum dafür verantwortlich gemacht werden. Er findet einfach nichts. Ein jeder schreibt über The Walking Dead oder Game of Thrones, aber Gotham entzückte offensichtlich noch nicht die wählerischen Gemüter. Warum nur?

Wie dem auch sei. Eine epische Folge. Spoiler ahead.

„Jim, a little tipp for next time: Always bring the right tools“

Yeah Baby! :D My precious Oswald Cobblepot aka The Penguin is back! Welcome home!

Aber von vorne:

Der Riddler stellte Jim Gordon eine Falle: der zornige Jim, der von Gotham gebrochene Jim, der nur mehr mit verbissener Stimme spricht, als wolle er während den Buchstaben die Knochen seiner Widersacher zermalmen. Er wird inhaftiert. Well played, Riddler, well played. Interessierte sich Jim zu sehr für Ms. Kringle? Dem kann geholfen werden und Dexter lässt grüßen. Irgendwie musste die Story ja voran getrieben werden.

Gordon wurde inhaftiert und via Geschick und Mut wieder befreit. Er könnte fliehen, er könnte Gotham hinter sich lassen, aber er entscheidet sich dafür, seinen Namen wieder rein zu waschen. Das Rehlein verlor ihr gemeinsames Kind. Sie bleibt abstinent. Und so kommt es, dass der Riddler nach Arkam Asylum gebracht wird und dort durch seinen Charme die Insassen bezaubert. Seine Neugier und Klugheit treibt ihn in die dunklen Kammern des Dr. Hugo Strange.. er flüchtet durch den Schacht und trifft Selina, die ihre Freundin Bridget retten will. Wir erinnern uns, das Mädchen, dass ihre Brüder in Flammen setzte.

Armer Penguin – er wurde gequält und gefoltert, nachdem er in Arkam eingewiesen wurde. Therapie sagten sie, habe er sich doch schon so gut angestellt, nur noch ein paar Therapien, nicht wahr Oswald? Du möchtest doch wieder gesund werden? Ja, das möchte er. Gewalt liegt ihm nun fern. Er erhält eine Urkunde, die bezeugt, dass er wieder „sane“ ist und darf zurück in die Freiheit.

So im Rückblick gesehen, führte die Familienzusammenkunft nur dahin, dass Cobblepot eine Unterkunft bekommt und seine Diabolik wieder zurück gewinnt. Den Vater traf er am Grab der toten Mutter, die Schwiegermutter schikanierte ihn, der Vater wollte ihm das Erbe überschreiben, die Schwiegermutter vergiftete aus Versehen den Vater. Ein Blitzen! Ein Aufbegehren. Und siehe da. Der Penguin verfüttert der Schwiegermutter Kinder an dieselbe. Danach haust er im Chaos. Die Leiche rottet vor sich hin.

Es folgte auch Mr. Freeze, seine Geschichte war schnell erzählt. Tat er doch alles nur aus Liebe um seine Frau zu retten, die er fälschlicherweise ermordet, nachdem sie seinen Versuch sie zu retten als Möglichkeit zum Suizid ergreift.

Und siehe da.. Galavan schlummert in einem Tank vor sich hin. Sowie auch Fish und viele andere. Wir erinnern uns auch hier: Der Penguin tötete Galavan mit einem Schirm, während Gordon zusah. Yes!

Zwischenzeitlich kümmerte sich die Katze um die Fledermaus. Bruce will auf der Straße leben. Er muss, er hat keine andere Wahl. Wie die Kreaturen Gothams, die nicht in den Genuss seines privilegierten Status‘ kamen. Nachdem er den Mörder seiner Eltern zur Rede stellte, welcher sich dann mit seiner Pistole in den Kopf schoss, kehrt er jedoch wieder Nachhause zurück. Der Bub spielt gut, immer wieder lässt er (oder das Drehbuch) kleine Funken von Batman auf seinem Gesicht tanzen. Zu Schade nur, dass Batman in Gotham nicht thematisiert werden soll. Die Information übrigens bekam er in einem Club.

Tank-Girl als neuer Joker in diesem seltsamen Club? Ein kurzer aber interessanter Auftritt. Barbara Keen ist zurück, aus ihrem Koma erwacht und offensichtlich geheilt. Sie wird sofort entlassen. In der Zwischenzeit erweckte Dr. Strange Galavan wieder zum Leben inklusive der Gehirnwäsche, er sei der Krieger Azrael. Er tötet den Direktor, er tötet seine eigene Schwester, die immer wieder an Martha Jones (Doctor Who) erinnerte.

Und wir sind bei E20. Wäre der Herr Butler nur 20 Jahre jünger, mein durchtriebenes Herz würde dem britischen Charme erlegen sein. Galavans nächstes Ziel ist Bruce, dem er im Haus auflauert. Gut gekennzeichnet durch das weit offen stehende Fenster und den wehenden Vorhängen. Showdown: Jim Gordon als Retter der Stunde, verschießt sein gesamtes Magazin in den Körper von Galavan der nieder bricht. Und wieder aufsteht..

„Jim, a little tipp for next time: Always bring the right tools“ sagte der Penguin und Butch erledigt ihn mit einem Raketenwerfer. Galavans Körper zerfetzt es in alle Himmelsrichtungen. Yeah! Vielleicht hat er bei Orphan Black mehr Glück..

Was für eine geniale Episode! Und ich dachte es wäre das Seasonfinale, falsch gedacht. Selina wurde von ihrer Flammen werfenden Freundin erwischt, die ebenfalls einer Gehirnwäsche unterzogen wurde. Nicht mehr Bridget, sondern Firefly! Dr. Strange und die skeptische Peabody beobachten sie aus einem anderen Raum. Lauf Katze!

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„Batman V Superman“

 

Robo-Batfleck versus The Man of Steel und etwas Wonder Woman. Wonder Woman war gut. Die E-Gitarren Untermalung ihrer Szenen war gut. Aber das wars schon. Man freut sich auf den 23. Juni 2017. Lense Flares? Wirklich? Haben wir nichts aus Star Trek gelernt? Etwas Aquaman (Khal Drogo, Ronon Dex) und etwas Flash und etwas Cyborg zeigten die Aussichten auf die künftigen Pläne im Hause DC. Alles andere müssen wohl diverse Referenzen auf verschiedene Graphic Novels gewesen sein. Und was genau war Lex Luthors Motivation?

Und ich überlege seit einer bald 90 Minuten was ich dem Film noch hinzuzufügen hätte, aber da kommt nichts. Einfach gar nichts. Nichts, das die Muse kitzelt oder sie zwingt, zumindest etwas von sich zu geben. Ich war gelangweilt, wippte mit den Füßen und gähnte öfters. Da war nichts was mich mit riss, bis auf Wonder Woman, die erstaunlich gut in Szene gesetzt wurde, sofern(!) sie alleine im Bild war.

Fazit: Meh.

Wen eine gute Kritik interessiert: Die Kritik vom Filmstarts.de trifft es so ziemlich und die englische Variante davon auf Ars Technica. Und der Sad Affleck darf natürlich nicht fehlen.

 

Dafür könnte man etwas anderes kurz anreißen:

Wonder Woman

Kurz nachdem bekannt war, dass Gal Gadot die Rolle der Wonder Woman übernehmen sollte, wurde Kritik über ihren schlanken Körperbau geäußert. Sie sei zu dünn, zu süß, zu jung. Man kannte Wonder Woman als eher ‚kurvige‘ Frau, als Amazone – Sicherlich, der Sexismus der Comic-Branche, lässt es kaum anders zu, dass Frauen mit überdimensionalem Busen, Wespentaille und spanischem Hinterteil ausgestattet werden. In diesem Falle könnte man den Einsatz einer schlanken und jungen (Gal Gadot, *1985;  für Hollywood-Verhältnisse wiederum alt (30+)) Schauspielerin einerseits als Bruch mit den althergebrachten Traditionen sehen oder aber lediglich als Widerspiegelung des derzeitigen Schönheitsideals. Aber vermutlich interpretiere ich zuviel.

Ich selbst war ebenfalls etwas kritisch. Ich kannte Gal Gadot nicht und recherchierte. Eine sehr hübsche und sehr schlanke Frau. Aus Trainings-Videos ließ sich kämpferisches Potential erschließen und auch die Tatsache, dass die gebürtige Israelin zwei Jahre der israelischen Armee diente, schenkte der Wahl mehr Glaubwürdigkeit.

Bevor ich heute Abend im Kino war, hätte ich der Version von George Miller mit Megan Gale (beide Mad Max: Fury Road) den Vortritt gegeben. Sie wirkte auf mich schon eher wie eine erfahrene und reife Wonder Woman, die bereits weit aus länger wie 30 Jahre unter den Menschen weilt. Und vielleicht hätte es (fast) jede werden können, wie ein jede eine Daisy Ridley sein hätte können. Wobei man der hübschen Israelin das gewisse Etwas zu Gute halten muss. Sie hat es. Sie hat es wirklich. Ja, sie war eine gute Wahl.

Fazit: Schlussendlich bin ich sehr zufrieden, dass die Wahl auf eine natürlich-schlanke Frau gefallen ist, was sehr gut verdeutlicht – blendet wenn man den Aspekt des zeitgenössischen Schönheitsideals aus und fokussiert sich lediglich ihre Qualitäten und Wirken – dass auch eine schlanke, zerbrechlich-wirkende Frau kämpferisches Potential haben kann, darf und soll. Eine Frau die kämpft, muss nicht zwangsläufig eine Xena oder Ellen Ripley sein.

Erneut, ich bin zufrieden und freue mich sehr auf Juni 2017.

Kritisch betrachtet werden könnte dies jedoch im Hinblick auf eine weitere Objektifizierung, eine Kriegerin in so wenig Kleidung und Rüstung wie möglich zu stecken, sowie die Tatsache, dass der Film auch dazu dient, die  Justice League  im November 2017 zu unterstützen.

Allerdings, so empfinde ich als Semi-Feministin, sollte man froh über darüber sein, dass sie überhaupt einen eigenen Film bekommt und(!) die Hauptdarstellerinnen alle über 30 sind und zumindest nicht der Hollywood geliebten Jugend frönen.

Entweder ist die Muse heute nicht willig oder der Zombie Jesus fraß sie auf.

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„Gotham“, S02E11 und S02E12

Lasst uns über Gotham reden. Eine solide Adaption eines ausgeschlachteten Mythos, dessen filmisches Hoch-Niveau nie wieder erreicht werden kann. Bittersüßen Dank an Nolan.

Gotham beschäftigt sich aus der Sicht von Detective James Gordon und einer düsteren gleichnamigen Stadt. Und auf ihr Element reduziert, handelt es sich um eine bodenständige Polizei-Serie in welcher die Menschen keine Superkräfte besitzen. Es gibt keine richtigen Science-Fiction Technologien und die Handlungen der Protagonisten sind nachvollziehbar, beinahe klassisch. Gut gegen Böse. Durchtrieben und Käuflich. Sie alle gehen miteinander Hand in Hand durch verruchte Gassen. Die einzige Ablenkung besteht darin, dass man die Figuren bereits kennt und sie mit Interpretationen aus anderen Filmen vergleicht. Thanks Nolan, you bastard.. Gotham erzählt das Warum und Wie es überhaupt erst dazu kam.

Der Detective, ein mutiger und ehrlicher Mann. Ein ordentlicher Polizist und dem Gesetz treu unterstellt. Getrieben von Ehre und Gerechtigkeit. Und genau letztere fordert das Dunkle, dass in allen Kreaturen Gothams inne wohnt, immer wieder aufs Neue heraus. Nehmen wir die Situation aus „Worse than a crime“ (S02E11). Gordon weiß, dass Galavan abgrundtief böse ist; er weiß, dass einzig allein der Rachemord gerecht wäre. Und Gordon weiß, dass Galavan, selbst wenn er mit sämtlichen Beweisen in der Hand gefunden würde, er frei käme. Er weiß es und wusste es. Er hatte es schon immer gewusst. Gordon kennt Gotham. Gordon ist Gotham.

Nein, das Gesetz wird verhandeln. Und der kluge Penguin wirft Gordon pathetische Worte an den Kopf. Natürlich wird sich das Gesetz um ihn kümmern, er, der die finanziellen Möglichkeiten und das Gericht besitzt. Natürlich soll er eine anständige Verhandlung haben, der Mann, der fast das Leben des Rehs (Deadpools Big Love/Sgd. Brodys Frau) auf dem Gewissen hatte. Nein Gordon, überlege es dir gut, Gordon. Überlass dem Gesetz die Arbeit, Gordon. Schnitt. Es folgt der Rachemord. Yes Baby, do it. Und damit trat auch Gordon endgültig unter die dunklen Gestalten Gothams.

Mr. Freeze! Mr. Freeze, der aus Liebe und einzig aus Liebe um seine Frau zu retten (versehentlich) Menschen tötet. Er meint es nicht böse, will er doch nur seine Frau vor dem Tod bewahren. Aber extreme Maßnahmen, das versteht sich von selbst, müssen auch an adäquaten Objekten getestet werden – auch wenn diese dann zu brauner Grütze zerfließen. Vielleicht etwas egoistisch. Wenn Gotham mal keine romantische Serie ist. Und Edward Nygma, der Riddler! Welch Romantiker. Er machte der biederen Miss Kringle Komplimente und hatte nur Augen für sie. Alles hätte er für einen Spaziergang mit ihr im Mondlicht gegeben. Und da sag noch einmal wer, Disney projiziere unrealistische Vorstellungen von Romantik in die Köpfe wehrloser Konsumenten. Und der Mord war lediglich ein Versehen. Naja, in gewisser Weise. Also ja, weil, er war ja nicht sich selbst. Also eigentlich.. Egal. Die Brille steht ihm hervorragend und klug ist er, ein intelligenter Mann. Und wenn wir schon dabei sind: Der Penguin, Oswald Cobblepot, der sympathische Soziopath. Vielleicht etwas zu sehr dem Narzissmus erlegen. Und wenn nicht diese enge Bindung zur Mutter gewesen wäre.. Dennoch ist er ein pragmatischer Mann. Er gibt und nimmt, und nimmt und gibt. Wer dem Penguin sein Vertrauen schenkt, der bekommt seines  retour. Ein anständiger Geschäftsmann, dieser Oswald Cobblepot. Und dieser Wahnsinn. Dieser fein geschliffene Wahnsinn in seinem Gesicht. Es ist mir immer wieder aufs neue eine Freude gewissen Episoden zu folgen. Besonders das Team-up des Penguins und Riddlers war eine Köstlichkeit sondergleichen. Zwei so wahnsinnige und sympathische Charaktere, beide für sich einnehmend. Spin-Off! Und nun sitzt der hübsche Penguin in Arkham Asylum. Ich fürchte um sein Wohlergehen. Armer Oswald Cobblepot. Er ist nicht kriminell, er ist nur wahnsinnig. Man darf ihm das nicht übel nehmen. Und Nygma? Nygma tut sich immer schwerer den Schein aufrecht zu erhalten, arbeitet er ja als Forensiker im ansässigen Police Departments.

Ja, ich mag Gotham. Es ist eine gute und nüchterne und bodenständige Serie. Das düstere Wetter in diesem Fall – dass der Stimmung jegliche Hoffnung raubt und klein Bruce Wayne, weit weg von Batman, aber auf gutem Weg dorthin. Selina Kyle, ein intelligentes Mädel, trotzig und eigenwillig. Talentiert und geschickt. Die Katze, die die Fledermaus beschützt. Und dann ist da noch das Reh und Barbara Kean – die einst als Harley Quinn gehandelt wurde im Team-up mit Jerome, dem inszeniertem Joker, der aber nur eine Version davon war? Wohl zu versucht? Trampelte er zu sehr in Heath Ledgers Fußstapfen? Vom Hype gefressen? Es endet mit seinem Tod und der Joker verstreut sich über ganz Gotham. JEDER könnte der Joker sein und Barbara starb ebenfalls. Ich hätte, als sie aus der Stadt fuhr, nicht damit gerechnet, dass dieser Charakter in besonders dieser Weise noch einmal zurück kommen wird. Erfrischend!

Nun befinden wir uns erst Mitte der zweiten Season und soviel schon ist passiert. Man muss jedoch auch bedenken, dass Gotham nur mehr einige der wenigen Serien ist, die gute 22 Folgen für eine Season produzieren, anstatt wie es derzeit gängig ist, lediglich 12 bis 13 Folgen.

Wir werden sehen was folgt..

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Disney f*cked up your life

“Bambi was already a pretty traumatic movie thanks to one scene where a certain hunter shot a certain mother deer, and also killed every child’s sense of innosence.”1

And a human beeing was born..

So oder auch anders könnte die Geschichte beginnen und lass mich vorausschicken, wir alle vergossen Tränen als Artax starb, wir alle waren schockiert als Simbas Vater starb und ja, Bambis Mutter. Bambis verdammte Mutter die niedergeschossen, und Bambi, der  allein gelassen wurde. Mensa übrigens heute: Wild. “Oh, schau mal, Bambi!” Warum neige ich dazu, Bambi mit “ie” zu schreiben?

Und sicherlich, wer würde denn nicht morbid werden bei all den Geschichten die einem als kleines Mädchen/kleinem Bub erzählt wurden: Abgeschnittene Zehen und Blendung durch Dornen der Liebe wegen! Unterdrückung, Arme, Waisen, alles Waisen, Oliver war Waise verdammt nochmal! Batman und Spiderman sind Waisen! Muss man denn wirklich Waise sein, um sich zu vermarkten?! An dieser Stelle eine ehrliche Entschuldigung an alle Waisen, aber die Koinzidenz in der Unterhaltungsindustrie ist nicht zu leugnen.

Hier ein paar sehenswerte Blogeinträge:

Nett:

Und auch ganz Wissenswert: Eine Disney Timeline (9Gag)

Disney schaffte es, gemeinsam mit russischen Märchen, die Vorstellungen von Liebe in den Köpfen junger Mädchen so zu verdrehen, dass Verlierer zu Helden wurden. Aladdin war ein Dieb! Das Biest, ein hässliches, selbstsüchtiges Tier. John Smith ein Kapitalist! Nicht, dass Kapitalismus unbedingt was schlechtes sein muss, er brachte “the States” und somit US-Serien wie Junkfood ins kulturelle Europa. Und man erinnere sich an Eric, der ein halbnacktes und stummes Mädchen das am Strand liegt, einfach mit nimmt und dann wieder fallen lässt? Ernsthaft? Was für eine liebevolle Geste! Nein. In der verdrehten Welt von Kindern wo Unschuld vorherrscht vielleicht. Aber betrachtet man die Geschichten aus semi-erwachsenen Blickwinkel, sind sie seltsam und teilweise etwas fragwürdig.

Disney just f*cked up your life!

Und trotzdem trällern wir die Songs “Caaaaan you feeel the loove tonight!” oder singen fröhlich “Hakuna Matata!” Und was soll falsch daran sein? Schließlich darf man auch im zarten Kindesalter nicht vor Illusion und Falschmalerei bewahrt werden und die Songs sind zugegeben wirklich großartig. “Let it go! Let it go!”

Und ja, die Filme werden immer wieder gerne geschaut: Erst kürzlich: Aristocats, aber später dazu mehr..


1) http://diply.com/trendyjoe/scary-disney-origins/127189

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