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„Doctor Who“, S10E03, S10E04 und S10E05

Je mehr es dem Ende entgegen geht und Peter Capaldi sich in einen neuen, noch unbekannten und sicherlich (tragischerweise!) nicht in einen von Katherine Parkinson gespielten Doctor regenerieren wird, desto mehr beginne ich ihn zu mögen. Kaum zu glauben aber wahr, nach dem 10. Doctor brauchte ich 2,5 Seasons um mit Matt Smith warm zu werden und als er ging, war es ein trauriges Ereignis. Sie wachsen einem ans Herz und dann gehen sie.

Folge 3

Wir befinden uns im London des 19. Jahrhunderts (1814). Die Themse ist zugefroren und in der Ferne ist ein Elefant zu sehen.

„The TARDIS is always looking for trouble, a bad girl“ so der Doctor über sein blaues Gefährt. Und Bill frägt sogleich: „Now we do stay out of trouble“? Ha! Never. Aber was sind die Regeln? „Stop worring about it!“ sagt der Doctor mit seinem unglaublich charmanten schottischen Akzent. Hakuna Matata, it means no worries.. for the rest of your days.. Erneut werden unsere Erinnerungen etwas aufgefrischt und das mitnehmen eines Flyers wird noch keinen Butterfly-Effect auslösen. Und sicherlich wirkt sich alles auf die Zukunft aus, so wie auf jeden einzelnen Tag ein anderer Tag folgt. Und gibt es irgendwelche Nebenwirkungen vom Zeitreisen? So wie die Lichter unter den Füßen? Und was ist mit seinem „Magic Wand“? Bei aller Ehre, aber „Magic Wand“? It’s a Sonic Screwdriver! Und sogleich wird dieser von diebischen Straßenkindern stibitzt. Wir erfahren in dieser Folge, dass das London des 19. Jahrhunderts multikultureller war, als die „weiß gewaschenen“ Geschichtsbücher einem vermitteln wollen.

Und siehe es da, sogleich stirbt ein Kind und der Doctor kann nichts ausrichten und die Lichter kreisen unter dem Eis herum. Bill nimmt das sehr mit. Sie hatte noch nie jemanden sterben sehen. Und der Doctor sagt, dass die Optionen was getan werden könnte, eher limitiert seien. Hat der Doctor schon Menschen getötet? Sie hätte mit dem 10. Doctor keine Freude gehabt. Der Doctor bejaht. Wie viele?

Back to Topic. Es gibt nur eine Möglichkeit den Lichtern auf die Spur zu gehen. Der Doctor organisiert Tauchanzüge, sie tauchen in die Tiefe der Themse hinab und erblicken sogleich ein armes Tier, dass klägliche Laute von sich gibt und einsam ist. Wir erinnern uns an eine ganz spezielle und grausame Torchwood-Folge, in der Alienkreaturen bei lebendigem Leibe von Menschen geplündert wurden. Laut dem Doctor war die Kreatur schon immer da. Aber was passiert nun ihr? Man muss sie frei lassen, aber wie? Bill soll die Anweisung geben, sie gibt die Richtung vor. „Save her.“ Gesagt getan, der große Fisch darf frei sein und zieht nach Grönland. Der Lärm auf der zugefrorenen Themse hatte die Lebewesen, die sich darunter finden, gestört.

Zurück auf der Universität klopft es hinter der Tür. Nardole ist wegen des Vorfalles entrüstet. Nach einen kurzen Disput treffen sie die Übereinkunft: Der Doctor darf weiterhin in die Freiheit.

Folge 4

Bill und ihre Freunde ziehen in ein wunderbares, altes, knarrendes Geisterhaus. Ein Haus, wie es sich wohl ein fast jeder von uns wünschen möchte wenn man jung und aktiv ist. Große Zimmer, mystisch und gespenstisch. Hervorragend für eine WG geeignet. Der Vermieter ist freundlich und ein wenig erinnert die Geschichte an das Märchen mit dem Westflügel, der nicht betreten werfen darf (in dem sich dann die Köpfe der einstigen Geliebten befinden, die sich nicht daran gehalten haben). Der Turm ist verboten. Der Doctor ahnt bereits etwas und stellt sich als Onkel vor wird als Großvater vorgestellt.

Das Haus stammt aus den 1930ern, es gibt keine ordentlichen Steckdosen und sowieso kaum Technik. Der Doctor ist fasziniert. Bill macht klar, dass ihr „Großvater“ nicht erwünscht ist. Er sei zu alt und zu seltsam. Ihre Freunde allerdings sehen das anders. Bis auf einen, der ständig in seinem Zimmer sitzt.

Und es ist, wie es in einem klassischen Horrorfilm immer ist: Türen und Fenster schließen sich abrupt, Alienkäfer kriechen heraus und das Holz saugt die sich wundernden und ängstlichen Menschen ein. Es knarrt und krächzt, alle geraten in Panik und manche rennen die Treppen hinauf. Natürlich! In diesem Falle sogar gerechtfertigt, denn die Enkelin befindet sich im Turm – und diese gilt es aufzusuchen. Immer und immer wieder finden sich Hinweise. So erfahren wir die scheußlich grausame Geschichte dahinter: Es gibt weitere verschwundene, 6 an der Zahl: Alle 10 Jahre nährt sich das Haus von jungen Menschen!

Der Vermieter macht die Käfer mit einer Stimmgabel gefügig. Groots Freundin kristallisiert sich hinter dem Kasten hervor. Die Tochter braucht Menschen um zu überleben. Und irgendwann kommen wir drauf, es ist nicht mehr der Vater, es ist der Sohn, der die Mutter retten wollte und die Larve konnte das (Shit happens – falsche Alienrasse, die Tok’ra wären in diesem Fall sinnvoller gewesen). Doch die hölzerne Mutter sieht die Sinnlosigkeit und gibt die anderen, heute gefressenen, wieder zurück. Sie umarmt ihren Sohn und beide sterben gemeinsam. Das Haus bricht zusammen.

Am Ende sehen wir, wie der Doctor in den Tresor geht. Ein Piano erklingt: „We’re both Prisoners.“

Folge 5

“Space … the final frontier. Final because it wants to kill us. Sometimes we forget that, start taking it all for granted — the suits, the ships, the little bubbles of safety — as they protect us from the void. But the void is always waiting.”

Space Zombies! Die 5. Folge der 10. Season leitet mit einem Zitat aus Star Trek ein: The Final frontier – it wants to kill us.Und der Doctor belehrt uns in Physik beziehungsweise Astronomie, dass man sicherlich 12 Sekunden im Luftleeren Raum überleben kann, aber nur wenn man atmet, da der Druck sonst die Lungen zerreißen würde. Druck sei das Hauptroblem: 15 Sekunden Maximum, 19 – dann ist man tot. Ich würde wirklich gerne seine Lehrveranstaltungen besuchen.

„You’re missing space“ stellt Nardole fest und der Doctor antwortet: „Going to space is exactly like camping.“ Exactly!

Währenddessen werden uns Space-Zombies vorgestellt. Sie laufen, wie Zombies eben laufen: Langsam und trottend und sie sind tot. Man muss leider auch sagen, dass Nardole als ziemlicher Spielverderber auf den Plan tritt. Er mahnt den Doctor erneut, dass er sich einer speziellen Aufgabe verpflichtet hat und diese auch ausführen soll. Aber der Doctor braucht das Abenteuer, den Notruf und die Gefahr! Und genau deswegen braucht er einen Companion, der ihn zurück hält – aber das wussten wir beim 10. schon – denn auch (Doctor) Donna riet ihm dazu. Bis auf Clara. Gegen Ende war es Clara, die das Abenteuer suchte und vielleicht wird sie deswegen bei allen so genannten Fans verhasst, weil sie, mehr oder weniger, nach dem Abenteuer suchte und sich dadurch von der Nebenrolle zur Hauptrolle entwickelte. Ganz gleich. Ich liebte Clara.

Gut. Wir befinden uns im Weltraum und die Station hat durch die TARDIS ausreichend Atmosphäre bekommen. Unlicensed oxygen detected. Doch wir finden heraus, dass man eigentlich für die Luft bezahlen muss. Man soll nur soviel nutzen, wie man auch tatsächlich braucht. Da die Maschine aber heraus gefunden hatte, dass das System nicht ausreichend Profit abwirft, wird die Station abgeschaltet und die Leute nach und nach getötet.

„Captialism at its best.“

Jeder Suit hat eine gewisse Anzahl an „breathes“ verfügbar und Luft muss gekauft werden. Sie treffen auf die letzten Überlebenden. Es wird geredet, erklärt und einen Ausweg gefunden. Die Geschichte neigt sich dem Ende zu und Bills Anzug, den sie davor noch finden hatten können, funktioniert plötzlich nicht mehr. Nun ist es Zeit die Lektion, die der Doctor gelehrt hatte auch anzuwenden: Sie soll nicht ihre Luft anhalten, oder ihre Lungen explodieren. Der Doctor setzt ihr gegen Ende den Helm auf, Bill überlebt. Doch der Doctor ist erblindet.

Next!

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Doctor!? Explain?

Gefunden, darüber amüsiert und geteilt:

Zugegeben, als ich den 12. Doctor mit Sonnenbrille und Gitarre erblickte, konnte ich die Sache nicht ganz so ernst nehmen. Als ich dann recherchierte und heraus gefunden hatte, dass Peter Capaldi in seinen jungen Jahren in einer Punk-Rock-Band Leadsänger/Gitarrist war.. sah die Sache schon anders aus. Fotografien finden sich hier.

Hörbeispiele hier:

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„Doctor Who“, S10E01 und S10E02

DOCTOR? EXPLAIN?!

Wenn die Medienberichte melden, die ersten Einschaltquoten zur neuen Season seien nicht gerade erfreulich (im Vergleich zu Season 9), so darf angenommen werden, ob nicht die lange Sendepause damit zu tun haben könnte. Zumindest ist das die Meinung einiger Quellen, die mir auf diversen Social Media Portalen immer eingeblendet wurden. Die Pause tat der Serie nicht gut, und vielleicht sollte dem Zugpferd die nächsten Jahre etwas Erholung gegönnt werden, während sich eine neue Produktion, ein Spin-Off um Clara, der Öffentlichkeit zuwenden könnte. Wunschdenken. Aber, Clara-Spoiler gibt es hier.

In den ersten beiden Folgen wurde uns die TARDIS erklärt, der Doctor lehrt alle möglichen Dinge an der Universität und ist unter anderem der Meinung dass Physik und Poesie ein und das gleiche sind und ich wette 99% aller anständigen Physiker würden dieses Statement unterschreiben. Der Doctor hat nebenbei einen gewissen Tresor zu bewachen und darf die Erde nicht verlassen. Aber hielt sich der Doctor je an irgendwelche Regeln? Nein. Warum und weshalb er den Tresor bewachen muss, wissen wir nicht. In der zweiten Folge erfahren wir nur soviel: „A long time ago, a thing happened. As a result of the thing, I made a promise. As a result of the promise, I have to stay on Earth, guarding a vault.“

Und wir lernen Bill als emotionale und praktische Frau kennen, die ebenso praktische Fragen stellt wie: Wenn der Doctor zwei Herzen hat, hat er dann auch einen hohen Blutdruck? So werden in der ersten Folge Bill (und ihre sexuelle Neigung) eingeführt und grundlegende Dinge erklärt (um offenbar den neu anvisierten Zuschauern den Einstieg zu erleichtern), und ebenso knappe und bekannte Szenen (EXPLAIN!) eingefügt, um die alten Fans zu besänftigen.

Zitate-Konglomerat

The Doctor: „What you are standing in is a technological marvel. It is science beyond magic. This is the gateway to everything that every was. Or ever can be.“
Bill: „Can I use the toilet?“

Und so wird die TARDIS mit einer Küche verglichen und sowieso, woher weiß die TARIDS, wenn man sie nicht lenkt, wohin sie gehen muss?

Nardole [about the TARDIS]: „First, you have to imagine a very big box fitting inside a very small box.“
Bill: „Okay!“
Nardole: „Then, you have to *make* one! It’s the second part people normally get stuck on.“

Ich mag Nardole und erwarte mir ausreichend britischen Humor in dieser Season. Zugegeben, während ich die Zitate durchlese, gab es doch einige amüsante Momente. Sicherlich, der Doctor ist großartig und Bill macht einen sympathischen Eindruck, aber ich meine etwas fehlt. Nur was?

Bill: „Can I ask you a personal question?“
The Doctor: „No.“
Bill: „Can I anyway?“
The Doctor: „Yes.“
Bill: „Are you from space?“
The Doctor: „No, of course not. Nobody’s from space. I’m from a planet like everybody else.“
Bill: „This planet?“
The Doctor: „No, not specifically this one.“

Auch interessant:

„Time is a structure relative to ourselves. Time is the space made by our lives, where we stand together forever. Time and relative dimension in space. It means life.2

„Time. Time doesn’t pass. Time is an illusion. And Life is the magician. Because Life only lets you see one day at a time. You remember being alive yesterday, you hope you’re going to be alive tomorrow, so it feels like you are traveling one to the other, but nobody’s moving anywhere! Movies don’t really move. They’re just pictures, just lots and lots of pictures, all of them still. None of them moving, just frozen moments!“

Episode 2

In der zweiten Folge macht sich der Doctor mit Bill auf den Weg in die Zukunft, einem „happy place“ und das moderne „City of Arts & Science Museum“ in Valencia sichert sich erfolgreich seinen Platz in diversen Geek-Reiseführern: „Visit the Colony World Gliese 581 D from Doctor Who Season10!“

Nicht gewusst, aber durch Recherche erfahren, zitiert der Doctor („I’m happy, hope you’re happy too“) eine Textzeile aus David Bowies Hit „Ashes to Ashes“ aus dem Jahre 1980.

Auffallend ist, wie viel Bezug auf aktuelle Technologien genommen wird, wenn einerseits die Roboter in der Zukunft offenbar via Emojis am Display mit den Menschen zu kommunizieren scheinen und in zweiter Linie, wie sehr das Smartphone Bill begleitet und selbst der Doctor Bezug darauf nimmt.

Die wenig grazilen Roboter eliminieren jeden, dessen Gesicht (und Smiley im Rücken) eine andere Emotion als „Smile“ zeigt. Warum? Wir erfahren, dass die Erde ihre ersten Kolonisten auf den fremden Planeten geschickt hatte. Während Bill in einem digitalen Buch blättert, erfährt sie schreckliches: Krieg und Zerstörung! Eine Evakuierung! Es sind die letzten Menschen überhaupt. Das Schiff ist bereits angekommen und die Neuankömmlinge schlafen noch, bis ihre Heimat bewohnbar ist. Aber wo ist die Set-up Crew? Irgendwer musste doch das ganze installiert haben? Der Plan des Doctors, das Schiff zu sprengen, muss warten. Nach und nach stellt sich heraus, dass der ganze Komplex aus lebenden, selbstbewussten Microbots besteht.

Aber es wäre nicht Doctor Who wenn alles böse wäre: „Hardly anything is evil. But most things are hungry. Hungry looks very like evil from the wrong end of the cutlery. Or do you think your bacon sandwich loves you back?“ Aber es liegt ein Missverständnis vor, denn die Roboter wissen nicht was Trauer ist und identifizieren Trauer als Plage und unglückliche Menschen sind der Feind, der getötet werden muss.

Mittlerweile erwachen die Menschen und liefern sich, wie Menschen nun mal sind, einen Kampf auf Leben und Tod mit der gänzlich unbekannten Lebensform. Aber der Doctor erklärt den Sachverhalt und aktiviert den Reset-Knopf.

Somit wurde das Gedächtnis der Roboter gelöscht und stellt die Roboter als die indigene Lebensform des Planeten vor. Er frägt sie höflich, ob die Menschen hier mit ihnen leben dürfen? Der Roboter ist sich unsicher, willig aber in den Versuch ein.

Happy Place!

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„Doctor Who“, S10E00, Christmas Special

Es heißt: Man lernt die Dinge erst dann zu schätzen, wenn man sie verloren hat. Wir hatten den Doctor zwar nicht verloren, aber er war weg. 24 Jahren um genau zu sein. Vielleicht nicht ganz 24 Jahre, sondern nur ein Jahr, aber zumindest fühlte es sich wie eine lange, lange Zeit an. Und ich bemerkte nach den ersten fünf Sekunden, wie sehr ich den Doctor vermisst hatte. Zur Hölle mit Game of Thrones und Westworld und The Walking Dead. Zur Hölle damit! Gebt mir den Doctor zurück, gebt der Menschheit den Doctor zurück! Man sieht was passiert, wenn der Doctor nicht in der Umgebung ist. Doctor? Explain! Aber dabei muss er sich nicht erklären, denn wir wissen, wo er die letzten 24 Jahre, die letzte Nacht verbracht hatte..

Ein war ein gutes Special, eine humorvolle Persiflage und gelungene Hommage an das Superhelden-Genre das uns inflationär auf den Tisch gestellt wird. Clark ist Grant und Lois Lane ist Lucy, Grants große Liebe seit 24 Jahren, die von seinem besten Freund geschwängert und verlassen wurde. Klischee. Seitdem ist er Nanny für Tochter Jennifer und männliche Nannys kann es nie genug geben. Ernsthaft, was ist falsch daran? Der junge Grant schluckt einen Edelstein und bekommt seinen Wunsch erfüllt: Ein Superheld zu sein, inklusive Fliegen, übermenschliche Kraft und Röntgenblick. Der Rest ist Geschichte und eine gute Episode. Ich rufe „mehr“! Aber niemand hört mich. Sogar Krang aus der Animationsserie Super Mutant Ninja Turtels bekommt einen kleinen, aber feinen Auftritt – zumindest erinnert das Gehirn doch stark daran. Wir haben Aliens, wir haben einen Screwdriver (keine Sonnenbrille, sondern einen richtigen Sonic Screwdriver!) und viel wichtiger, wir haben einen Doctor!

Und wenn gewollt wird, dass der Doctor wieder jung, Tennant-esk (es kann nur einen geben!), mit ebenso junger Begleiterin ausgestattet werden soll, um auch das jüngere Publikum anzusprechen – und wenn schon nach einem jungen Doctor gesucht wird, so empfehle ich Domhnall Gleeson (ein Weasly, man sah ihn auch u.a. in Ex Machina) –  lasst mich euch sagen: Das ist nicht notwendig. Die harmonische und perfekt aufeinander abgestimmte Beziehung zwischen dem Doctor und Nardole (River Songs Angestellter aus dem Christmas Special 2015) würde locker ausreichen um ganze Seasons zu füllen! Und zugegeben, als Tennant-Fangirl tat ich mir – nach Wibbly Wobbly-Matt Smith – mit einem plötzlich alten, E-Gitarren spielenden und Sonnenbrillen tragenden Doctor schwer – doch mittlerweile möchte ich den alten Kauz nicht mehr her geben. Niemals mehr. Ich will keinen neuen Doctor. Soviel also dazu und zuviel Emotionen gegen Ende des Jahres, ich wünsche erholsame Feiertage.

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„The Lady in the Van“, Sneak Preview

Die erste Regel des Sneak Preview: Niemand verlässt den Raum, egal wie schlecht der Film ist.
Die zweite Regel des Sneak Preview: Niemand verlässt den Raum, egal wie schlecht der Film ist.

„Sneak Preview“- UK Release war 1999…

Positiv: Irgendein Vögelchen muss den Film gezwitschert haben, da die Vorstellung wenig besucht und somit angenehm leise und erholsam war.

Maggie Smith spielt eine alte, kranke Frau die seit Jahren auf der Flucht vor der Polizei ist. Mehr oder weniger. Die Geschichte ist so halbwahr, so der schizophrene(?) homosexuelle Autor Alan Bennett, der gegen Ende des Filmes sogar einen kurzen Cameo auftritt hat. Maggie Smith verkörperte diese Rolle laut kurzer Recherche auch schon im gleichnamigen Theaterstück 1999.

Die alte Dame die in einem Bus haust bzw. wohnt, lebt seit gewisser Zeit in einer bestimmten Gegend für linke Intellektuelle im London der 1970er und wird von den Bewohnern mehr oder weniger akzeptiert. So wird sie gefüttert, zu Weihnachten gibt es Geschenke – und die Handlung brauchte ewig um diese Tatsache eindeutig werden zu lassen. Sie war einst Nonne und/oder Pianistin. Eines Tages bekommt sie einen Strafzettel, dass sie hier nicht bleiben kann. Nach längerem hin und her und dies und jenes, entschließt sich der Autor, sie auf seinem Parkplatz kurzzeitig überwintern zu lassen. 15 Jahre vergehen, aber der Autor weigert sich über sie zu schreiben, vergleicht sie mit der Mutter, die während des Filmes ins Altersheim gebracht wird und alles in allem, beißen sich Spott und Tragik gegenseitig in den Schwanz.

Fazit: Unterhaltsam, aber etwas mühselig, britisch, aber etwas langatmig.

 

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