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Mission accomplished, Achievement unlocked

Dieses Foto stand tatsächlich auf meiner New York To-Do Liste:

[x] Mit Nygmobblepot-Fans am Gotham-Set auf die Schauspieler warten und wenn möglich ein Foto erhaschen.

Wie kam es dazu?

Zwei Anläufe waren notwendig. Der erste fand am Montag statt, einem Nachtdreh mit Sean Pertwee (Alfred) bei eisiger Kälte. Die Crew war weniger von meinem Dasein begeistert, auch wenn ich mich ruhig verhalten und genau so gut ein Baum hätte sein können. Nach 4 Stunden und ausreichend Film- und Fotomaterial dachte ich mir: Immerhin sah ich das Set und filmte eine Szene. Dazu aber mehr, sobald die Folge tatsächlich läuft.

Der zweite Anlauf war deutlich einfacher. Wir waren zu dritt und suchten erneut in der Kälte das Set (folgten den Hinweisen, die sagten „SET“ oder den Zetteln, in denen die Anrainer darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass am jeweiligen Datum die Straße zu räumen ist). Wir warteten vielleicht 2-3 Stunden, die Crew war freundlich – und alsbald die Schauspieler das Set verließen, mussten wir die Gelegenheit ergreifen und nach einem Foto fragen. Zum Glück rechtzeitig, bevor ich auf meinen Flug Richtung Europa musste, der um 22 Uhr startete – und ich dort mein Telefon (und 5000 Fotos) liegen ließ (aber das ist eine andere Geschichte, und wird ein ander mal erzählt).

Erwähnenswert:

  • Ich war froh meine beiden Komplizinnen (Alex und Amy) dabei zu haben. Zu dritt kommt man sich wirklich weniger dämlich vor und traut sich eher etwas zu sagen, als wie wenn man alleine ist.
  • Catwoman (Camren Bicondova) hatte sich Zeit genommen und war sehr freundlich. Sie wirkte weder gestresst noch in Eile und unterhielt sich kurz mit uns.
  • Lucius Fox (Chris Chalk), der von Alex gerufen wurde, kam nochmal zurück. Ich hatte nur Jim Gordon gesehen und war ihn quasi angesprungen, ohne den Rest zu sehen. Und wir wissen jetzt: Jim Gordon, Lucius Fox, Catwoman und Poison Ivy, die wir nicht mehr gesehen haben, sind offenbar gemeinsam in einer Szene. Spoiler!
  • Die Bodybuards der Schauspieler kannten meine beiden Begleiterinnen bereits.
  • Und sogar an mich erinnerte sich ein Crew-Mitglied, ob ich nicht schon letzte Woche beim anderen Set gewesen wäre.
  • Last but not least: Jim Gordon (Ben McKenzie) antwortete auf „I’m a huge fan!“ mit einem grinsenden „I know“.

Fazit: Eine sehr nette Begegnung. Ich muss wieder nach New York und werde auch beim nächsten Besuch wieder einen oder zwei Tage investieren. Und man weiß ja in etwa, wann gedreht wird: Gegen 1 bis 4, von 4 bis 7 und von 8 bis 11 Uhr Abends. Warum auch nicht? Manch einer wartet ewig beim Empire State Building und ich am Set. Wer wissen möchte, welche Serie wo (in den Staaten) gedreht wird, der besuche die Seite: On Location Vacations.

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Ein Kommentar

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„Wonder Woman“

Nach den Misserfolgen von Man of Steel oder Batfleck vs. Superman, schafft Wonder Woman den Absprung mit Farbe, etwas Naivität und Entschlossenheit, und reiht sich, so könnte man fast sagen, in die Marvel’sche Tradition ein.

So gut wie Spoilerfrei.

Die anfängliche 97%ige Wertung bei Rotten Tomatoes sank mittlerweile auf 93% was trotz alle dem immer noch verdammt hoch ist. Der Film bricht mit der düsteren Videoclip Ästhetik und setzt auf eine eindeutige Botschaft, die mich gegen Ende tatsächlich an Das letzte Einhorn erinnerte. Ein Film, den ich mir als kleines Mädchen gewünscht hatte. Ein Film, der zielgerichtet die Geschichte voran treibt, sich nicht mit Kleinigkeiten aufhält und gegen Ende den Big Bad besiegt.


Und wie so viele andere, fragte auch ich mich was das große Geheimnis ist, dass Wonder Woman so erfolgreich werden lässt. Ein Beitrag, der vor ein paar Tagen in meiner Mailbox landete, erklärt es ziemlich gut: Wonder Woman ist so, wie ein Superhelden-Film sein sollte: Positiv und Hoffnungsvoll. Die Heldin ist kein Jammerlappen, die beim Versuch Leben zu retten, die Hälfte dabei umbringt und ihre Kraft als Fluch sieht, sondern sie tut, was gemacht werden muss. Mehr noch, sie geht darin auf, ohne aber arrogant oder selbstgefällig zu werden. So stehen auch nicht die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund, das Techtelmechtel mit Steve ist lediglich (und nachvollziehbares) Beiwerk, sondern die Geschichte Dianas und ihr Werdegang zu Wonder Woman selbst. Anderseits wurde in der Vergangenheit gerade auch die zwischenmenschliche und menschliche Darstellung der Superhelden gelobt, bis dies bei Man of Steel und Batfleck vs. Superman grandios kippte und ins Lächerliche abdriftete.

/fem-mode on

Wonder Woman bewegt sich zwischen dezenter Kritik am Patriarchat und zieht gleichzeitig die stereotypen Geschlechterklischees des 20. Jahrhunderts ins lächerliche. So lässt sich Diana von Steve weder sagen, was sie zu tun oder lassen hat, bemerkt so ganz nebenbei, dass man auch ohne Männer zurecht kommt und begutachtet interessiert Korsagen, die sie für Rüstungen hält. Und trotz dessen, dass Diana dank ihrer Herkunft weitaus mächtiger ist, als all die Männer, die nach ihr aufs Feld stürmen, bleibt Gleichwertigkeit zwischen Frau und Mann bestehen: Steve Trevors Fähigkeiten werden nicht minimiert, um Dianas Stärke zu demonstrieren, denn auch er wird als Held inszeniert und in keiner Weise als „schwach“ dargestellt. Eines nur: Vielleicht hätte man die letzte seiner Szenen etwas anders lösen können.

Ebenfalls positiv sticht hervor, dass zwar Wonder Womans ikonisches Kostüm beibehalten wurde, aber die gesamte Szenerie auf eine sexualisierte Darstellung verzichtet. Nicht „sexy“, sondern ästhetisch. Sicherlich sieht man Beine und Dekolletees bei den Amazonen, aber das ist in Ordnung. Schon alleine aus praktischen Gründen: Einerseits scheint Themyscira sehr warm zu sein, andererseits kann eine Vollkörper-Ausrüstung behindernd wirken, je nach dem, was man sich für einen Kampfstil aussucht. Was hätte man stattdessen als Rüstung verwenden sollen? Wehende Kleider? Einfache Lumpen? Die einzige Problemzone, die ich aus Sicht einer ehemaligen (Mittelalter-)Schwertkämpferin sehe, sind die fehlenden Träger. Doch das Kostüm scheint ausreichend hoch geschnitten, um ein gewisses rutschen zu verhindern.

Fight!

Die Kampfszenen waren interessant choreographiert. Ich hätte auch mit einem Film, der aus dem Quasi Vorspann und der Vorgeschichte bestanden hätte, viel Freude gehabt und genoss die Abwesenheit männlicher Protagonisten zu Beginn gänzlich. Es hat tatsächlich etwas befreiendes und ein gewisses „empowerment“, eine starke Frau unter vielen anderen starken zu Frauen zu sehen, was in der Filmgeschichte relativ selten passiert. Denn häufig sehen wir nur eine, manchmal auch zwei oder auch drei starke Frauenfiguren neben- aber oftmals gegeneinander, und keine homogene Armee. Was aber natürlich auch durch die Inszenierung – Akrobatisch zu Pferd, im Kampf und im Training – besonders zur Geltung kommt. Wie gern hätte ich da mitgemacht. Ich rieche eine Marktlücke für einen Freizeitpark: „Amazon-Camp: Girls and Women only“: Auf dem Plan stehen täglich Reiten, Schwertkämpfen, Bogenschießen, voltigieren (turnen am Pferd), Lasso werfen und Katzen streicheln. Oder so.

Interessant und auffällig ist die Inszenierung von Professor Lupin als Ares, den Kriegsgott, den Big Bad, der gegen Ende in einer bombastischer Feuerschlacht vernichtet wird. Auch wenn oft kritisiert und als unnötig empfunden, erhält Diana dadurch eine Fülle an tollen Szenen, unterlegt mit farbiger, emotionaler Musik – die sie nochmal konkret in den Mittelpunkt stellen und erneut verdeutlichen: Eine neue Ära an bricht an. Professor Lupin aka Ares als Big Bad hält also, so möchte man meinen, als Alibi her, sodass jede Möglichkeit, Diana Prince als Ikone zu stilisieren, wahrgenommen werden kann.

Comic-Ästhetik

Diese kommt auch bei Wonder Woman wieder zu tragen, wirkt aber in diesem Falle weniger deplatziert – vielleicht weil mit kräftigen Farben unterlegt? Oder, weil sie erst gegen Ende so richtig in Szene gesetzt wird? Ich überlegte und kam zum Entschluss, dass es vielleicht die frontale und statische Aufnahme ist, die Comichafte Szenen in Zeitlupenoptik vielleicht etwas banal wirken lässt. Wären diese dynamisch, und bewege sich die Kamera um die Szene herum, könnte man eher schwer einen Bezug zu einer 2D-Szene herstellen. In diesem Falle nützt Farbe und positive, emotionale Musik doch einiges, um mit der Darstellung nicht ins Lächerliche zu segeln.

Manko

Der Trailer hatte bereits vorgewarnt: Ästhetische Action-Szenen werden von Zeit zu Zeit aus ihrer dynamischen Perfektion gerissen und durch Zeitlupenoptik ersetzt. Zack Synders Handschrift eben. Was ich in 300, der pompösen Slideshow, mochte, hasste ich in allen anderen Filmen. Qualität vor Quantität: Ab und an, und wohl eingesetzt, können diese tatsächlich Wunder und Staunen bewirken, in übertriebenen Maße und zur falschen Zeit, zerreißen sie den Fluss der Szene. Aber das ist auch das einzige und große Manko des Filmes, was ich leider anmerken muss. Es nervte mich tatsächlich, dass kaum eine Kampfszene ohne dieser Handhabung auskam (*). Man muss aber auch nicht ins Gegenteil verfallen, und die Szenen in 1,5facher Geschwindigkeit abspielen. Gut choreographiert und gut geschnitten und jede künstliche Veränderung wird obsolet.

Etwas lästig war vielleicht auch das Ver-englischen der deutschen Sprache, wenn unter Deutschen englisch gesprochen wurde, aber das kann man vernachlässigen, und wir entschuldigen auch Dianas perfektes Aussehen am Morgen, als sie die Nacht am freien Boot verbracht hatte. Aber das ist in Ordnung: Comic-Verfilmungen und Helden-Epen brauchen diese Form von Realismus nicht. Auch wenn dies wieder eine andere Kritik war, die James Gunn mit dem ersten GotG parodierte. So oder so, gewollte Kritik findet ihren Weg.

Fazit: Eine neue Ära hat begonnen, lasst uns das auf diesem Niveau weiter führen.

* Anmerkung: Nachdem ich mir den Film heute Abend nochmal ansehe, werde ich beobachten, ob mir diese Szenen erneut so negativ ins Auge stechen und bei einem zweiten Beitrag, vielleicht etwas Recherche mit einbeziehe.

PS: Ich finde es übrigens sehr positiv, dass eine nicht-US-amerikanische Schauspielerin in der Titelrolle steht, und so ein weiteres Stück der US-amerikanischen „one of us“-Tradition aufbricht.

Lesenswert und gut recherchiert:

Zu guter Letzt:

5 Kommentare

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Wonder Woman, Warner Bros. und die Verzweiflung

Bemerkung: Beitrag wurde vor Ewigkeiten erstellt und irgendwie.. übersehen. There you go.

Überlegungen, Befürchtungen, Spekulationen.

Warum bin ich von diesem Trailer nicht ganz so überzeugt?

Den ersten Trailer, den wir zu Gesicht bekamen, war jener der SanDiego Comic Con. Er war gut. Er machte Stimmung und ich dachte mir: Yes! Kann was! Er vermittelte trotz angedeuteter Love-Story doch etwas mehr und erzählte weniger. Und das ist gut: Trailer, die den gesamten Inhalt des Filmes inklusive Pointe verraten, sind schlecht. Bestes Beispiel: Passengers (Pratt/Lawrence, 2017). Andererseits kann das aber auch bedeuten, dass der Film schlecht ist und sich hinter einem guten Trailer versteckt. Aber die Musik ist gut.

Trotzdem hege ich gewisse Befürchtungen..

Als ich spät Nachts aus dem Kino schlenderte (Doctor Strange), fragte ich mich sogleich: Warum schaffen es Disney/Marvel die Konsumenten in ihren Bann zu ziehen und gute Unterhaltung zu liefern, während jeder einzelne Versuch von Warner/DC nur ein müdes Lächeln der Enttäuschung hervor ruft?

DC ist nicht per se schlechter als Marvel, DC ist anders. Und wie man an Nolan’s Trilogie sah, können mit dem Stoff gute und vernünftige Filme entstehen. Und wenn man sich ansieht was FOX aus Gotham machte, dann gibt der Stoff, besonders für die Gegenspieler, ausreichend Material zur Verwertung. Also woran liegt es, dass soviel Potential in so wenig Ergebnis mündet? Man of Steel, Batfleck Vs Superman und sogar Suicide Squad – alle drei waren im Endeffekt eine Katastrophe bis hin zu „zumindest besser, als“.

Dennoch frage ich mich Warum? Warum produzieren Disney und Marvel die, meiner Meinung nach, unterhaltsameren Filme? Warum? Manche sagen, Marvel ist was für Kinder und Jugendliche, während DC was für Erwachsene ist und das Zielpublikum hauptsächlich Teenager sind, während Erwachsene kaum ins Kino gehen? Nein. Zumindest nicht mehr. Woran liegt es also? Liegt es daran, dass Disney Marvel freie Hand lässt? Liegt es tatsächlich daran, dass Warner sich einmischt und verschiedene Schreiberlinge und Editoren einfach so mal zusammenpfercht um am Erfolg des Superhelden-Genre teilhaben zu können? Es kann nicht am Fangirling liegen, denn selbst eingeschworene DC Fans gestehen, dass die Filme nicht so ganz das versprechen, was man sich erhoffte. Und dabei kann es auch nicht daran liegen, dass Szenen 1:1 aus dem Comic übernommen wurden (Anspielung auf Batfleck Vs. Superman), denn bei TWD und Marvel funktioniert es auch. Woran also?

Liegt es also tatsächlich am verkrampften Versuch an Marvels/Disneys Erfolg anzuknüpfen? Ist die Gier nach Geld ausschlaggebend für deren Versagen? Superhelden-Filme sind immer noch „in“, wenn auch langsam Abnutzungserscheinungen auftreten, aber das Konzept funktioniert, noch. Und The Dark Knight war sehr gut. Also was spricht dagegen? Und rational betrachtet spräche auch nichts dagegen. Nur, das wie und vielleicht auch das warum hinterlassen einen üblen Geschmack. Aber sicherlich, jeder von uns wird ins Kino laufen und sich immer und immer wieder davon selbst überzeugen wollen, insofern werden wir, die Konsumenten, ausreichend Geld einspielen um deren Eifer zu rechtfertigen. It’s a never ending story..

Es häuften sich also Berichte bezugnehmend auf zahlreiche Probleme bei der Wonder Woman Produktion bis hin zu multiplen Schreiberlingen, wo jeder für sich eine Story basteln soll. Ich fürchte um das Wohlergehen eines Filmes, der die Geschichte einer starken Frau thematisiert. Und es wäre nicht Hollywood, wenn nicht eine Liebesgeschichte darin verstrickt wäre. Und Liebesgeschichten sind ja nichts schlechtes, ich mag gute Liebesgeschichten – aber eben in entsprechenden Liebesfilmen. Ich hoffe also auf das, was die Trailer bisher versprechen, und Diana andere Sorgen als Männer hat. Aber ja, ich sollte dankbar sein, dass es überhaupt (wenn auch lediglich für den Justice League Auftakt) einen Film über eine Comic-Heroine geben wird und Gal Gadot war leider auch der einzige Lichtlick bei Batfleck Vs. Superman. Und immerhin gibt es bald Captain Marvel und She-Ra! 2020 oder so..

Es amüsiert mich auch immer wieder die Tatsache, dass ein Bustier wie Gal Gadot es trägt, sie vermutlich im Ernstfall töten würde, plus sieht das gesamte Kostüm verdammt unbequem zum kämpfen aus – und als ehemalige Mittelalter-Schwertkämpferin weiß ich wovon ich spreche.

Soviel also zu meinen Befürchtungen, ich hoffe diesbezüglich enttäuscht zu werden. Ich lade gerne zur Diskussion warum Marvel mit seinen Filmen (gefühlstechnisch) mehr Erfolg hat als DC.

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„Suicide Squad“

Spät, aber doch.

Suicide Squad ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie der Trailer auf ein Event hyped und die Geschichte dahinter dann eine komplett andere ist, als wie der Sneak Peak vermuten lässt. Gefühlt fehlten über die Hälfte der Trailer-Szenen im eigentlichen Film, was daran liegt, dass via DVD/Blu-Ray und den „Extras“ nochmal kräftig der Verkauf durch „Special Editions“ angekurbelt werden soll. Preiset den Kapitalismus!

Wurde im Trailer vermittelt, dass all die Fieslinge und Übeltäter und Diebe gemeinsam gegen andere Fieslinge, Übeltäter und Diebe kämpfen, so war das nicht so wirklich der Fall.  Ja, was war denn eigentlich der Fall? Die Geschichte war konfus und meiner Meinung weder gut durchdacht noch geplant. Schade, denn die Einführung gelang und man war gespannt, doch dann folgte eine 20 bis 30 Minütige Schießerei und man ist im Hauptquartier, das zufällig dort gelegen war und plötzlich: der Endfight. Es war jedenfalls angenehmer anzusehen als wie Batfleck V Superman.

Studio-Issues und Joker Fail

Im Gegenzug dazu, was der Trailer versprochen hatte, hatte der Joker, auf dem die Hoffnungen aller ruhten, sehr wenig Screentime und diente lediglich als liebeskranker Wahnsinniger um die Geschichte um Harley Quinn zu bereichern. Wenn also manche Leute auf eine ikonenhafte Szene hofften, die einen neuen Kult Joker gebären möchte, so wurden diese enttäuscht und jede Szene die Will Smith in diesem Film zuviel hatte, fehlten in Independence Day Ressurgence.

Aber dies lag vor allem daran, dass es zwei Fassungen gab: Eine Fassung des Regisseurs persönlich und eine des Trailer Teams und Warner Bros., die die erste Fassung als zu wenig Humorvoll empfanden. Really? Are you f*cking kidding me?

Nerdist fasst die Situation besser zusammen: „There were a LOT of problems with Batman v Superman: Dawn of Justice, which WB has tried to course-correct, but it seems their correction for Suicide Squad has been much more about damage control than making a good movie.“

Suicide Squad musste also lustiger sein, eben wie es der Trailer versprochen hatte. Und wenn die Studios unbekannte Namen verheizen, so mag es einfach deren Schuld sein, wenn ein Film nicht gelingt.

Im Zuge des Nachdrehs und der Version, an welcher mehrere Editoren ihre Finger im Spiel hatten, wurde der Film lustiger und der Joker verschwand beinahe komplett. Es war jene Fassung, in denen die Charaktere früh eingeführt wurden und grelle Lichtspiele den Sieg davon trugen. Meiner Meinung nach erklärt das wohl am besten, warum sich der Film so verdammt unstimmig anfühlte. Er war okay, sicherlich. Er war unterhaltsam zu einem gewissen Punkt, aber gewaltig unstimmig. Es wundert also in diesem Falle kaum, wenn Fans beginnen Studios zu verklagen und ja, einer der Trailer machte einen deutlich anderen Eindruck.

Was ebenso einen fahlen Beigeschmack lieferte, war die Tatsache, dass Popmusik der 1990er verwendet wurde. Was bei Guardians of the Galaxy funktionierte funktioniert nicht überall. In jenem Fall nahm die Musik Einfluss auf die Entwicklung des Protagonisten und war im Film sehr wohl positioniert eingesetzt. Die Musikwahl in Suicide Squad hingegen fühlte sich, trotz wippen des Fußes, etwas verloren an.

Suicide Squad – vermutlich ein Opfer des Krieges um die Gunst der klingenden Kasse.

Übersexualisierung der Frauencharaktere /fem-mode on

Harley Quinn und die weibliche Belegschaft waren dramatisch übersexualisiert. Und damit beziehe ich mich weniger auf deren Kostüme, als wie auf deren Darstellung in der Geschichte. Zieht man in Betracht, dass Fieslinge und Bösewichte sicherlich wenig Wert auf eine korrekte und dem Feminismus gerechte Umgangsweise mit Frauen legen, könnte man dies zumindest von den Verantwortlichen erwarten. Im allgemeinen kann ich diesen Artikel von TheDailyBeast nur empfehlen, etwas extrem, aber sicherlich stimmig, aus dem auch einige Denkanstöße genommen wurden.

Geht man davon aus, dass Harley Quinn aus einer extrem gestörten und gewalttätigen Beziehung kommt, beziehungsweise daraus geboren wurde und folgend Gewalt frivolisiert, hinterlässt die Vision der treuen Ehefrau und Mutter als Ziel doch ein gewisses What the F*ck und degradiert sie dadurch zum Anhängsel des Jokers, anstatt sie selbstständig in der Geschichte stehen zu lassen, und zwar unabhängig vom Mann. Und so erging es auch den anderen, weiblichen Charakteren wie der Enchantress oder Katana. Und wenn eine Frau, wie Amanda Waller, alleine die Fäden in der Hand hält, wurde kaum eine Möglichkeit auszulassen, zu verdeutlichen, dass sie wohl wahnsinnig und „evil“ sein musste.

Die New York Times’  beschrieb es folgendermaßen: “a frat boy’s idea of what a feminist action heroine might look like.“

Fazit: Harley Quinn hätte eine großartige Heroine werden können und wurde als „Babydoll“ sozusagen verschossen. Der Film war an gewissen Stellen unterhaltsam und sicherlich besser als seine Vorgänger, trotzdem bleibt die zweifelnde Stirnfalte.

Quellen:

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„Captain America: Civil War“

Es gibt Filme, bei denen schreibe ich noch am selben Abend ein zig-Seiten Review und bessere lediglich Uhrzeit bedingte Konzentrationsfehler aus; und es gibt Filme, wo es mir schwer fällt überhaupt etwas zu schreiben. Dies betrifft besonders Filme, auf die ich mich freute, denen ich entgegen fieberte und die dann nicht so ganz meinen Vorstellungen entsprachen. Ich sitze da und warte. Schreibe. Lösche. Schreibe. Recherchiere. Frage nach dem Warum. Menschen, Blogs, Social Media, bis ich glaube eine Antwort gefunden zu haben.

Aufgrund meiner fangirligen Liebe zu Marvel wollte ich es nicht so recht wahr haben, dass mich dieser Film nicht so berührte wie ich es mir erwartet oder sogar erhofft hatte. Zugegeben, der Captain war nie mein Favorit, und auch Winter Soldier verfehlte die Wirkung, sowie auch Age of Ultron. Nur warum? Ich mag die Comics, die Helden und auch die Kino-Adaptionen. Den Cast! Eine charakterliche Diversität, derer es bei DC-Helden mangelt.

Verzweifelt suchte ich nach den Gründen und ich glaube sie gefunden zu haben. An dieser Stelle eine flauschige Katze für meinen Informanten.

Annahme 1: Joss Whedon ist Schuld, u.a.

Die Alieninvasion als Start-Event her zunehmen war unklug. Mit einem außerirdischen bzw. göttlichen und hoch charismatischen Gegenspieler zu beginnen war suboptimal. Und doch waren nur sechs Avengers von Nöten um Loki in die Knie zu zwingen.

Und folgend war meine Erwartung an künftige Filme sehr hoch. Und Guardians of the Galaxy machte es mit seinen satirischen und selbstironischen Elementen nicht besser. Im Gegenteil. Außerdem: Aliens! Und ein Waschbär! Eine Planze! Und ich fürchte, deswegen berührten mich der Winter Soldier, so auch Age of Ultron eher wenig. Ich fand beide etwas.. langweilig. Da fahren sie halt. Da kämpfen sie halt. Da sind sie halt. Jo mei. Eine K.I.? Meh. Sicherlich, es lag und liegt an meiner Erwartungshaltung, an meiner Einstellung. Und sicher, Infinity (oder wie auch immer der Name sein mag) steht bevor und wir haben Thanos. Das Problem: Thanos ist nicht Loki. Damn you Tom Hiddelston! Thanos könnte vielleicht funktionieren. Ich bleibe skeptisch.

Tragen also wirklich Whedon und die Art der Inszenierung von Loki die Schuld?

Age of Ultron hatte das Problem, dass die künstliche Intelligenz – die eigentlich mächtig genug sein kann um in Angst und Schrecken zu versetzen – mit schlechtem Witz beseelt wurde. Wenn ein System ausreichend intelligent ist um ein Eigenleben zu entwickeln, dann sollte auch die Art des Humors entweder intelligent sein oder diese Abstand davon halten, da sich eine K.I. gewiss nicht auf die Stufe eines Affen begeben wird. Ich dichte jeglicher künftiger K.I. Hochmut an. Wenn die Vermenschlichung eines künstlichen Systems bei Wall-E oder Her funktionierte, so auch bei I, Robot und A.I. Artificial Intelligence, bedeutet das nicht, dass es immer gelingt. Im Falle eines diabolischen Systems, läge es nur nahe den Menschen leise zu vernichten. Die K.I. dächte nicht nach, sie machte keine Witze. Sie agierte einfach. Tat sie aber nicht. Sie würde vermutlich die Atmosphäre vergiften und somit fiele der Showdown weit weniger gigantisch aus, als es uns manche SF-Autoren verkaufen möchten.

Fazit: In jedem Film, in denen ein gewöhnlicher Mensch der Gegenspieler sein soll, besteht eine höhere Gefahr, dass er (der Film) verliert. In diesem Falle denke ich mir, dass lediglich eine größenwahnsinnige und charismatische Figur den Film hätte „retten“ können.

Annahme 2: Die Gegenspielenden

Oftmals wird Civil War mit der Waffenkontrolle in den USA verglichen. IronMan steht hierbei für den vernünftigen Umgang mit Waffen, die dann ihren Einsatz verlangen, wenn eine übergeordnete Instanz diese fordert. Captain America hingegen ist davon überzeugt, dass ein Avenger frei agieren und nach Belieben eingreifen können soll. Ultimative Frage: War der Captain böse? Sicherlich nicht so Heldenhaft (und langweilig) wie üblich, denn alleine die brachiale Gewalt und der emotionale Beiklang kratzte an seinem Glanz. Ambivalenz Herrschaften! Also war er in seinem eigenen Film der Bösewicht? Mein Informant spricht sich dafür aus.

Gab es einen mächtigen Gegner? Nein. Zemo war kein Gegner und lenkte, wenn es die politische wie moralische Auseinandersetzung betraf, die in einem mächtigen Kampf endete, davon ab. Schlussendlich war er nur der Lotse der IronMan und den Captain an einen Ort bringen sollte, damit sie sich bekriegen und ein visuelles Finale stattfinden kann. Es hätte 5 Winter Soldiers geben können, aber nein, der Endkampf lag auf dem Captain und IronMan. Und auch interessant ist die Frage: Sind die Avengers in ihrem Inneren so zerrüttet, dass sie durch eine derartige Auseinandersetzung zerbrechen können? Zitat meines Arztes: „Können Sie nicht einmal etwas hinnehmen, müssen Sie ständig alles hinterfragen?“

Fazit: Entscheide dich für eines oder integriere die beiden Handlungsstränge so, dass sie sich selbst nicht beeinträchtigen.

Annahme 3: Inflationärer Verschleiß von Superhelden?

Man wird den bitteren Beigeschmack nicht los, das Ant-Man, der BlackPanther und Spiderman nur deswegen zum Einsatz kamen, um auf ihre eigenen Filme aufmerksam zu machen und wie jemand auf IMDB meinte, „bloated micro-advertisments (…) to keep us baited until the next movie comes along“? So wie: Spider-Man: Homecoming (2017), Black Panther (2018) und Ant-Man and the Wasp (2018).

Und doch waren genau diese drei Charaktere das erfrischende Element, von denen man gerne mehr gesehen hätte. Spiderman war übrigens großartig besetzt, sogar ich, die nur an der Oberfläche kratzt, weiß, dass Spiderman seinen Beginn im Teenager-Alter hatte. Nein zu Andrew Garfield. Tobey war gut. Tobey wirkte „nerdig“ genug. Tobey war eine gute Wahl. Und Ant-Man war amüsant. Auflockernd. Ich mag Ant-Man, er nimmt sich selbst nicht zu ernst.

Mittlerweile bekommt vermutlich auch Black Widow ihren eigenen Film.

Waren es also „zuviele“ die schlussendlich gegeneinander kämpfen? Die Choreographien und Kämpfe waren allesamt sehr gut. Lag es also an der großen Kollaboration, die das persönliche Gefühl und die kleineren Geschichten beiseite schob – so auch eine Identifikation mit einer Person fast vereitelte, auch wenn man die Hälfte aus ihren eigenen Filmen bereits kannte? Es wäre mir fast egal gewesen wenn der Captain gestorben wäre. Wirkt sich etwa der Stil von TDW und GoT auf unsere Erwartungshaltung aus?

Fazit: Es war ja in Ordnung, nur.. der Beigeschmack.

Nebenbei bemerkt: Scarlet Witch hat Potential

Laut meines Informanten ist Scarlet Witch mächtig, aber instabil. Es wurde sehr deutlich gemacht, dass sie eine Menge Potential besitzt. In den Comics wurde sie irgendwann wahnsinnig, dass sie gleich mehrere Avengers tötete und beinahe alle Mutanten auslöschte. Übrigens ist sie auch in den Comics mit Vision liiert, die beiden haben sogar Zwillinge! Die angedeutete Sympathie war also Fan-Service. Ich bemerkte nur die Sympathie. Aber man erinnere sich: Scarlet Witch ist eigentlich die Tochter von Magneto (wobei sich das in den Comics immer wieder ändert), einem Mutanten aus den X-Men Comics, dessen Rechte bei FOX liegen, während sie hier Mitglied der Disney Avengers ist. Und deswegen musste auch Kick-Ass‘ Quicksilver sterben. Sinn? Komplett sinnlos. Übrigens spielte er auch den russischen Love-Interest von Keira Knightley in Anna Karenina. Jap, ich hatte ihn auch nicht erkannt. Der Mann ist ein Chamäleon.

Fazit:

Die Lacher lagen bei Spiderman (jung, frisch, hyperaktiv, nervös, talentiert) und Ant-Man (tolpatschig, humorvoll, sympathisch). IronMan wirkte bedrückt, schließlich hatte Pepper ihn quasi verlassen. Und Captain America war traurig, da Peggy Carter eben gestorben war. Alle wirkten etwas verstimmt, sicherlich, nachdem ein russisches Dorf fast vollständig zerstört wurde, ist das nur verständlich. Und dann tritt die Spaltung ein: IronMan, der den Vertrag unterzeichnete und Captain America, der für Freiheit kämpfte. Es hätte funktionieren können; aber NUR dann, wenn der Twist, der Zwiespalt und die Geschichte dahinter OHNE Bösewicht und WENN, dann einen Mächtigen und Wahnsinnigen.

Vielleicht muss ich mir alle drei Filme nochmal gemeinsam ansehen und versuchen The Avengers aus meinem kleinen Herzen zu verbannen.

Tante May ist übrigens heiß. Marisa Tomei: nach wie vor unheimlich sympathisch und die perfekte Kombination zwischen süß und sexy.

Klicke hier für ein sehr gelungenes Review.

Und eine weitere sehr gute und lange Darstellung über Comic und Film (Sehr Informativ!)

Vielleicht zur Erheiterung noch diese ansehnliche Darstellung die gänzlich auf CGI verzichtet:

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„Batman V Superman“

 

Robo-Batfleck versus The Man of Steel und etwas Wonder Woman. Wonder Woman war gut. Die E-Gitarren Untermalung ihrer Szenen war gut. Aber das wars schon. Man freut sich auf den 23. Juni 2017. Lense Flares? Wirklich? Haben wir nichts aus Star Trek gelernt? Etwas Aquaman (Khal Drogo, Ronon Dex) und etwas Flash und etwas Cyborg zeigten die Aussichten auf die künftigen Pläne im Hause DC. Alles andere müssen wohl diverse Referenzen auf verschiedene Graphic Novels gewesen sein. Und was genau war Lex Luthors Motivation?

Und ich überlege seit einer bald 90 Minuten was ich dem Film noch hinzuzufügen hätte, aber da kommt nichts. Einfach gar nichts. Nichts, das die Muse kitzelt oder sie zwingt, zumindest etwas von sich zu geben. Ich war gelangweilt, wippte mit den Füßen und gähnte öfters. Da war nichts was mich mit riss, bis auf Wonder Woman, die erstaunlich gut in Szene gesetzt wurde, sofern(!) sie alleine im Bild war.

Fazit: Meh.

Wen eine gute Kritik interessiert: Die Kritik vom Filmstarts.de trifft es so ziemlich und die englische Variante davon auf Ars Technica. Und der Sad Affleck darf natürlich nicht fehlen.

 

Dafür könnte man etwas anderes kurz anreißen:

Wonder Woman

Kurz nachdem bekannt war, dass Gal Gadot die Rolle der Wonder Woman übernehmen sollte, wurde Kritik über ihren schlanken Körperbau geäußert. Sie sei zu dünn, zu süß, zu jung. Man kannte Wonder Woman als eher ‚kurvige‘ Frau, als Amazone – Sicherlich, der Sexismus der Comic-Branche, lässt es kaum anders zu, dass Frauen mit überdimensionalem Busen, Wespentaille und spanischem Hinterteil ausgestattet werden. In diesem Falle könnte man den Einsatz einer schlanken und jungen (Gal Gadot, *1985;  für Hollywood-Verhältnisse wiederum alt (30+)) Schauspielerin einerseits als Bruch mit den althergebrachten Traditionen sehen oder aber lediglich als Widerspiegelung des derzeitigen Schönheitsideals. Aber vermutlich interpretiere ich zuviel.

Ich selbst war ebenfalls etwas kritisch. Ich kannte Gal Gadot nicht und recherchierte. Eine sehr hübsche und sehr schlanke Frau. Aus Trainings-Videos ließ sich kämpferisches Potential erschließen und auch die Tatsache, dass die gebürtige Israelin zwei Jahre der israelischen Armee diente, schenkte der Wahl mehr Glaubwürdigkeit.

Bevor ich heute Abend im Kino war, hätte ich der Version von George Miller mit Megan Gale (beide Mad Max: Fury Road) den Vortritt gegeben. Sie wirkte auf mich schon eher wie eine erfahrene und reife Wonder Woman, die bereits weit aus länger wie 30 Jahre unter den Menschen weilt. Und vielleicht hätte es (fast) jede werden können, wie ein jede eine Daisy Ridley sein hätte können. Wobei man der hübschen Israelin das gewisse Etwas zu Gute halten muss. Sie hat es. Sie hat es wirklich. Ja, sie war eine gute Wahl.

Fazit: Schlussendlich bin ich sehr zufrieden, dass die Wahl auf eine natürlich-schlanke Frau gefallen ist, was sehr gut verdeutlicht – blendet wenn man den Aspekt des zeitgenössischen Schönheitsideals aus und fokussiert sich lediglich ihre Qualitäten und Wirken – dass auch eine schlanke, zerbrechlich-wirkende Frau kämpferisches Potential haben kann, darf und soll. Eine Frau die kämpft, muss nicht zwangsläufig eine Xena oder Ellen Ripley sein.

Erneut, ich bin zufrieden und freue mich sehr auf Juni 2017.

Kritisch betrachtet werden könnte dies jedoch im Hinblick auf eine weitere Objektifizierung, eine Kriegerin in so wenig Kleidung und Rüstung wie möglich zu stecken, sowie die Tatsache, dass der Film auch dazu dient, die  Justice League  im November 2017 zu unterstützen.

Allerdings, so empfinde ich als Semi-Feministin, sollte man froh über darüber sein, dass sie überhaupt einen eigenen Film bekommt und(!) die Hauptdarstellerinnen alle über 30 sind und zumindest nicht der Hollywood geliebten Jugend frönen.

Entweder ist die Muse heute nicht willig oder der Zombie Jesus fraß sie auf.

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„Gotham“, S02E11 und S02E12

Lasst uns über Gotham reden. Eine solide Adaption eines ausgeschlachteten Mythos, dessen filmisches Hoch-Niveau nie wieder erreicht werden kann. Bittersüßen Dank an Nolan.

Gotham beschäftigt sich aus der Sicht von Detective James Gordon und einer düsteren gleichnamigen Stadt. Und auf ihr Element reduziert, handelt es sich um eine bodenständige Polizei-Serie in welcher die Menschen keine Superkräfte besitzen. Es gibt keine richtigen Science-Fiction Technologien und die Handlungen der Protagonisten sind nachvollziehbar, beinahe klassisch. Gut gegen Böse. Durchtrieben und Käuflich. Sie alle gehen miteinander Hand in Hand durch verruchte Gassen. Die einzige Ablenkung besteht darin, dass man die Figuren bereits kennt und sie mit Interpretationen aus anderen Filmen vergleicht. Thanks Nolan, you bastard.. Gotham erzählt das Warum und Wie es überhaupt erst dazu kam.

Der Detective, ein mutiger und ehrlicher Mann. Ein ordentlicher Polizist und dem Gesetz treu unterstellt. Getrieben von Ehre und Gerechtigkeit. Und genau letztere fordert das Dunkle, dass in allen Kreaturen Gothams inne wohnt, immer wieder aufs Neue heraus. Nehmen wir die Situation aus „Worse than a crime“ (S02E11). Gordon weiß, dass Galavan abgrundtief böse ist; er weiß, dass einzig allein der Rachemord gerecht wäre. Und Gordon weiß, dass Galavan, selbst wenn er mit sämtlichen Beweisen in der Hand gefunden würde, er frei käme. Er weiß es und wusste es. Er hatte es schon immer gewusst. Gordon kennt Gotham. Gordon ist Gotham.

Nein, das Gesetz wird verhandeln. Und der kluge Penguin wirft Gordon pathetische Worte an den Kopf. Natürlich wird sich das Gesetz um ihn kümmern, er, der die finanziellen Möglichkeiten und das Gericht besitzt. Natürlich soll er eine anständige Verhandlung haben, der Mann, der fast das Leben des Rehs (Deadpools Big Love/Sgd. Brodys Frau) auf dem Gewissen hatte. Nein Gordon, überlege es dir gut, Gordon. Überlass dem Gesetz die Arbeit, Gordon. Schnitt. Es folgt der Rachemord. Yes Baby, do it. Und damit trat auch Gordon endgültig unter die dunklen Gestalten Gothams.

Mr. Freeze! Mr. Freeze, der aus Liebe und einzig aus Liebe um seine Frau zu retten (versehentlich) Menschen tötet. Er meint es nicht böse, will er doch nur seine Frau vor dem Tod bewahren. Aber extreme Maßnahmen, das versteht sich von selbst, müssen auch an adäquaten Objekten getestet werden – auch wenn diese dann zu brauner Grütze zerfließen. Vielleicht etwas egoistisch. Wenn Gotham mal keine romantische Serie ist. Und Edward Nygma, der Riddler! Welch Romantiker. Er machte der biederen Miss Kringle Komplimente und hatte nur Augen für sie. Alles hätte er für einen Spaziergang mit ihr im Mondlicht gegeben. Und da sag noch einmal wer, Disney projiziere unrealistische Vorstellungen von Romantik in die Köpfe wehrloser Konsumenten. Und der Mord war lediglich ein Versehen. Naja, in gewisser Weise. Also ja, weil, er war ja nicht sich selbst. Also eigentlich.. Egal. Die Brille steht ihm hervorragend und klug ist er, ein intelligenter Mann. Und wenn wir schon dabei sind: Der Penguin, Oswald Cobblepot, der sympathische Soziopath. Vielleicht etwas zu sehr dem Narzissmus erlegen. Und wenn nicht diese enge Bindung zur Mutter gewesen wäre.. Dennoch ist er ein pragmatischer Mann. Er gibt und nimmt, und nimmt und gibt. Wer dem Penguin sein Vertrauen schenkt, der bekommt seines  retour. Ein anständiger Geschäftsmann, dieser Oswald Cobblepot. Und dieser Wahnsinn. Dieser fein geschliffene Wahnsinn in seinem Gesicht. Es ist mir immer wieder aufs neue eine Freude gewissen Episoden zu folgen. Besonders das Team-up des Penguins und Riddlers war eine Köstlichkeit sondergleichen. Zwei so wahnsinnige und sympathische Charaktere, beide für sich einnehmend. Spin-Off! Und nun sitzt der hübsche Penguin in Arkham Asylum. Ich fürchte um sein Wohlergehen. Armer Oswald Cobblepot. Er ist nicht kriminell, er ist nur wahnsinnig. Man darf ihm das nicht übel nehmen. Und Nygma? Nygma tut sich immer schwerer den Schein aufrecht zu erhalten, arbeitet er ja als Forensiker im ansässigen Police Departments.

Ja, ich mag Gotham. Es ist eine gute und nüchterne und bodenständige Serie. Das düstere Wetter in diesem Fall – dass der Stimmung jegliche Hoffnung raubt und klein Bruce Wayne, weit weg von Batman, aber auf gutem Weg dorthin. Selina Kyle, ein intelligentes Mädel, trotzig und eigenwillig. Talentiert und geschickt. Die Katze, die die Fledermaus beschützt. Und dann ist da noch das Reh und Barbara Kean – die einst als Harley Quinn gehandelt wurde im Team-up mit Jerome, dem inszeniertem Joker, der aber nur eine Version davon war? Wohl zu versucht? Trampelte er zu sehr in Heath Ledgers Fußstapfen? Vom Hype gefressen? Es endet mit seinem Tod und der Joker verstreut sich über ganz Gotham. JEDER könnte der Joker sein und Barbara starb ebenfalls. Ich hätte, als sie aus der Stadt fuhr, nicht damit gerechnet, dass dieser Charakter in besonders dieser Weise noch einmal zurück kommen wird. Erfrischend!

Nun befinden wir uns erst Mitte der zweiten Season und soviel schon ist passiert. Man muss jedoch auch bedenken, dass Gotham nur mehr einige der wenigen Serien ist, die gute 22 Folgen für eine Season produzieren, anstatt wie es derzeit gängig ist, lediglich 12 bis 13 Folgen.

Wir werden sehen was folgt..

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