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Woche #3004

Die Temperaturen bleiben sommerlich, aber etwas kühler. Das Schwimmen-gehen gestern hatte sich kaum rentiert, denn alsbald ich im Wasser war, war es windig, kühl und bewölkt. Nur zwischendurch lösten sich die Wolken etwas auf – und trotz alledem frägt man sich ständig: Ist es warm genug für kurze Hosen und ist es kühl genug um Nachmittags reiten gehen zu können? Denn die Tiere sind höchst unmotiviert, wenn es zu warm ist – oder zu spät. Denn um fünf bis halb sechs wird meist gefüttert und macht man sich dann auf den Weg, hat man einen höchst unwilligen Begleiter unter sich.

Übrigens, wie dämlich und Hirnverbrannt kann/muss man sein, mit einer Drohne frontal auf Pferd und Reiter zuzufliegen – besonders, wenn man bemerkt, dass das Pferd nervös wird. Meine fellige Gefährtin tänzelte und trabte – aber losrennen ist nicht (mehr) ihr Ding. Schon beim Hinweg fiel mir dieses Ding auf – und machte sie den gesamten Weg über leicht nervös und schreckhafter. Die Frage ist, wenn mir das Ding zu Nahe kommt und ich es mit der Gerte erwische – und kaputt mache – wer muss für den Schaden aufkommen? Ich, die dadurch versucht hat ein durchgehendes Pferd zu verhindern (was sonst weitere Verletzte mit sich ziehen könnte: Mich, das Pferd, eventuelle Passanten) oder sie, weil es Idioten sind und andere damit belästigt und eventuell in Gefahr gebracht haben? Selbst das Geländer-sicherste Pferd kann einen schlechten Tag haben und durchgehen – sollte die Argumentation jene sein, dass ich mein Pferd unter Kontrolle haben muss. Vielleicht befindet sich unter meinen Lesern, der eine oder andere Rechtsgelehrte. Was ich gerade in Erfahrung brachte diesbezüglich ist, dass man mich nicht, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis filmen darf.

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Stichwort Demotivation. Gerade überkommt mich eine Art Demotivation, fraglich woher. Zählt dieses Befinden noch zur Frühjahrs-Müdigkeit oder ist es eine generelle Unlust, die ab und an auftritt, ganz ohne Vorwarnung und einen Rat- und Tatenlos zurück lässt?

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Übrigens war ich wieder einmal seit langem Karaoke singen. Etwas, dass ich vor Jahren sehr regelmäßig tat – und was irgendwie in Vergessenheit geraten ist. Und ich muss sagen, nichts hat sich verändert – und das ist gut so. Es gibt die mit Herz- und Seele-Sänger, die keinen Ton treffen und jene, die versuchen alle Töne zu treffen (ich, also). Die Cola/Mineral-Wasser und „Überraschungs-Pago“-Trinker (ein Pago-mit Leitungswasser nach Auswahl der Kellnerin) sind die gleichen, so auch die übertrieben Betrunkenen, ebenso die durchmischte Klientel, die von 20 bis 50 angesiedelt werden kann, sowie die gewohnte Traube an Italienern, die zu fünft vor dem Mikrophon italienische Songs zum besten geben. Herrlich.

Mittlerweile ist das Lokal wieder zum Nichtraucher Lokal erklärt worden, trotzdem finden sich die einen oder anderen Raucher. Man bittet sie höflich, die Zigarette auszumachen oder hinaus zu gehen. Einer davon stellte Fragen, ob ich hier angestellt sei und ob ich das zu bestimmen habe und was ich mich aufrege. Ich bat ihn erneut und wies ihn daraufhin, energischer, dass dies ein Nichtraucher-Bereich ist. Nach dem dritten Mal schnappte ich mir die Zigarette und drückte sie am Boden aus. „Di Alte isch aggressiv!“ rief er und beschwerte sich noch einige Minuten bei seinem Kollegen – was ich mitbekam (und mich zugegeben amüsierte), da er sich direkt neben dem Damen-WC aufgehalten hatte. Dumm, dass ich nicht daran gedacht habe, das Getränk noch gleich mit zu vernichten. Das nächste Mal dann.

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Ich sah gestern Avengers: Infinity War, das Review ist bereits geschrieben – aber ich warte noch auf die zweite Sicht ab, denn meine ängstliche Bekannte möchte ihn auch noch sehen. Ich habe neben deren Namen eine Schere und Füße als Icons angebracht – denn es gab mal eine Szene, in welcher einem Mann eine Zehe (Film: Gringo – wir waren die einzigen im Kino – trotzdem schlief ich während des Filmes ein) abgeschnitten wurde und sie hasst solche Szenen. Seitdem schicken wir uns Scheren und Fußspuren oder Schuhe.

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