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Gesundet? Fast!

Und so verbrachte ich die letzte Woche mit einem auf- und ab- und auf- und ableben kränklicher Gesinnung. Nein, es war kein Covid, der PCR-Test war negativ (mein erstes Mal übrigens), Schleimbatzen krochen aus Hals und Rachen empor, um kurz mal Hallo zu sagen, nur um dann wieder in die Dunkelheit zurück zu kehren, aus der sie ursprünglich kamen. Denn sie sind noch nicht groß genug, hinaus in die Welt zu gehen. Ihre Konsistenz noch zu schleimig, nicht fest und kräftig, wie sie eigentlich sein sollten.

Kopfweh folgte und auch die kränkliche Schwäche blieb mein stetiger Begleiter. Das aufhängen der Wäsche setze mir bereits zu und ich kam zum Entschluss, dass es nichts nützte: Ruhe geben.

Kein Stall. Gut, mit den Ponys war ich eine kurze Runde spazieren – und mit Gobbolino. Viel Tee. Viel Knoblauch. Und irgendwann, irgendwann nach 7, 8 Tagen setzte eine Art Gesundung ein. Die Schleimbatzen waren nun ausgewachsen und bereit, das Licht der Welt zu erblicken, und hüpften fröhlich aus meinem Rachen hinaus.

Aber.

Es ist wieder an der Zeit, den Stress hinter sich zu lassen. Das bedeutet – jeder Schritt wird bewusst und langsam getätigt, denn ich neige dazu, zu eilen, zu hasten, und alles binnen Rekordzeit zu erledigen. Kein Wunder, dass eine gemeine Erkältung mich so nieder strecken konnte. Der Körper sagte wohl: Hervorragend! Herein spaziert gnädige Frau, darf ich Ihnen was anbieten? Kekse? Tee? Ja ja, der Winter, grauslig ist es, aber es freut mich dass sie mich besuchen kommen! Jetzt muss die (und ich meine damit die kleine Kreatur da oben, die, nein, ich sags Ihnen, ich versteh nicht warum, aber wer kam auf die Idee dieser Kreatur alle Entscheidungsgewalt zu geben? Nein, wirklich, ungeheuerlich sowas. Wäre ich da am Hebel, gesund speisen würden wir, und sowieso, dieses Gift, Cola nennen sie es, pfui Spinne!) Frieden geben! Ja ja Zeit wirds. Aber sagen Sie, wie lebt es sich so? Ich hörte die blasse Influenza ist ganz traurig, dass sie immer weniger Leute findet, die sie bewirten kann. Ich weiß, ich weiß, und alles nur wegen dem kleinen Rotzbengel Covid, aber mei, gnädige Frau, seiens ihm nicht bös, er ist ja noch so ein junger Virus und weiß nicht wohin mit sich. Wir sind ja schon alte Bekannte.

Und so ist es nun: Alles mit Ruhe. Und Frieden. Ruhe. Und Frieden. Keine Hast. Keine Eile. Und viel Wasser trinken. Und gut speisen.

Und ihr wisst ja gar nicht wie anstrengend das ist, ohne Hast und Eile die Dinge mit Weile und Zeit zu erledigen.

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