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Fragen ohne Antwort #206

Danke an Gina von Passion of Arts für die Nennung. Mein Vorname bleibt derweil geheim und hüllt sich in mysteriöses Schweigen. Die Kategorie ist tatsächlich interessant, kann man doch allerhand Nonsense oder gar Wichtiges ins Web entlassen – und muss dabei nicht all zu viel recherchieren Kurz: es geht leicht von der Hand. Die Fragen für diese Woche stammen aus der aktuellen Vogue, erstellt von der deutschen Fechterin Britta Heidemann.

1. Wieso schießen einem so viele Fragen durch den Kopf, wenn man gerade nichts zu tun hat?
Hmm. Ich empfinde es eher umkehrt. Immer wenn ich wichtige, andere Dinge tun sollte, stellen sich die wirklich wichtigen Fragen des Lebens. Habe ich hingegen gar nichts zu tun, bleibt auch mein Kopf leer und ich grüble, was ich denn wohl tun könnte und habe zu nichts Lust. Wobei, nicht immer. Manchmal weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll, mit all den Dingen, die ich tun will und der Tag vergeht, dass ich nichts davon getan habe. Meh.

2. Hättest du Lust zum Mars zu fliegen? Wann glaubst du wird es soweit sein?
Sofort. Wann geht mein Flug? Allerdings nur unter der Bedingung, dass ich nicht als Gebärmaschine verwendet werde. Wann? Ich schätze 2033.

3. Oder sollte man davor lieber doch erst mal in ein ordentliches Mobilnetz investieren, auch in der Bahn und auf dem Land?
Gratis Internet für alle wäre ein Anfang.

4. Können wir die Erde noch vor uns retten?
Nope. Der Klimawandel ist, meiner Meinung nach, nicht mehr aufzuhalten. Selbst wenn wir Flüge, Schiffsfahrten (Kreuzfahrten, Container, Fähren) und den alltäglichen Verkehr massiv verringern würden, brächte es keine Verbesserung mehr. Zumindest nicht für uns und die nächsten paar Generationen. Die Erde wird uns früher oder später schon noch auslöschen, einige wenige werden vielleicht überleben, aber der Großteil wird weg sein.

5. Was denkst du, wie die Weltgemeinschaft mit dem Problem der Überbevölkerung umgehen sollte?
„Haben wir denn nicht mehr genug Platz auf diesem schönen Planeten? Hochhäuser aufstocken? Nicht so ein Tamtam darum machen, wenn Menschen Kinder adoptieren wollen?“ Ich schließe mich Ginas Antwort an. Besonders in Österreich können bis zu 5 Jahre vergehen, bis Paare Kinder adoptieren dürfen. Zudem müsste man lediglich die „dritte Weltländer“ am Wohlstand der westlichen Welt teilhaben lassen und die Geburtenzahl würde auch dort sehr schnell zurück gehen.

6. Werden wir noch erleben, dass es überall Eco-Cities gibt – Städte, deren Energie ausschließlich aus erneuerbaren Ressourcen stammt und die harmonisch mit der Umwelt verschmelzen?
Schwierig. Vielleicht schaffen es manche Dörfer und Kommunen, aber nicht auf großer Skala.

7. Viele kennen ihre Rechte, wenige ihre Pflichten. Kann eine Gesellschaft so funktionieren?
Von welchen Pflichten sprechen wir da?

8. Dein Lieblingsland? Was magst du dort vor allem?
Schwierig. Schottland, weil es soviel Platz gibt und selbst zur Hochsaison man niemanden beim spazieren gehen über den Weg läuft. Und einfach die Landschaft atemberaubend ist und man sich fühlt, als wäre man ganz woanders (Realitätsflucht eben). Italien, wegen des guten Essens und den feinen Stränden, die natürlich, überfüllt mit lauten Italienern sind, aber dort ist es okay.

9. Sind andere zu hungrig oder sind wir zu satt?
„Wir sind zu satt. Es gibt genug für alle auf dieser Erde, es ist nur einfach ein System, das Arm und Reich generiert. Prinzipiell müsste niemand hungern. Außerdem wenn ich so sehe, was andere alles wegschmeißen, dann haben wir eindeutig zu viel.“ Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

10. Gretchenfrage 2.0: Wie hälst du es mit sozialen Engagements?
Schwierig. Ich meide Menschen so gut es geht. Und bei Tieren verfange ich mich emotional zu schnell und zu intensiv. Aber wenns wer kann, soll ers machen.

11. Warum fühlt sich nach dem Training k.o. zu sein so gut an?
Ich vermute, weil der Körper einfach fertig ist und, wenn man zur Ruhe gelangt, einfach froh darüber ist, dass man Ruhe hat?

12. Schon mal daran gedacht, mit dem Fechten anzufangen?
Nein, aber ich habe vor ca. 10 Jahren mittelalterlichen Show-Schwertkampf betrieben und war über Jahre auch bei Auftritten dabei, die allesamt ziemlich spaßig, aber auch anstrengend waren. Am besten waren jene, die bei Matsch und Regen stattgefunden haben, weil man sich nicht nur gern im Matsch rollt (angenehmer als auf Kies), sondern weil auch das Publikum leidenschaftlich dabei ist.

13. Hilft ein roter Faden uns im Leben?
Nope.

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Fragen ohne Antwort #205

Eine interessante Blogparade am Dienstag. Ich sollte ins Bett. Aber who cares. Ich hab meine Freiheit wieder. Ich genieße sie. Und bleibe auf, solange ich will, selbst wenn mich das Schlaf kosten wird. Wohlverdienter, guter Schlaf, dem ich seit Mittags entgegen sehne. Dammit..

Ursprünglich bei Moviepilot (erfordert Login), entdeckt bei Passion of Arts.

1. Isst du lieber Brot oder Brötchen?

Brötchen? I guess? I don’t know. Kommt drauf an. Denke ich.

2. Essen vom Vortag in der Mikro bzw. auf dem Herd warm machen oder kalt essen?

Warm machen. Eindeutig. Kalt ist eklig.

3. Wenn du in einen Zug oder Bus steigst und es ist kein freier Doppelsitz mehr da, zu wem setzt du dich?

Ich bleibe stehen.

4. Eine Katze und ein Kind sind auf je einer Seite der zweispurigen Fahrbahn ohne Seitenstreifen: Wohin lenkst du, wenn du nicht mehr bremsen kannst?

Gerade aus?

5. Hängen in deiner Wohnung Poster, Fotos und/oder Gemälde?

Si, Signore.

6. Was wäre dein Slogan als Politiker?

„But, why?“ Oder auch: „We do what we must, because we can!“ (Käme aber sicherlich nicht so gut an…)

7. Verwendest du bei technischen Geräten Sprachsteuerung?

Nope. Aber ich zeichne gerne Sprachnachrichten auf. Sie sind soooviel schneller gesendet, als getippt und man weiß hinterher nie, worum sich das Gespräch ursprünglich gedreht hatte.

8. Lotto oder Sportwette?

Weder noch. Aber ich hätte gerne mehr Geld.

9. Was würdest du für deinen besten Freund tun?

Hmm.. Ich glaube, es gibt einen Deal zwischen Madame (8) und mir, dass wenn eine von uns jemals physisch/psychisch derart am Ende ist, dass man sich nicht einmal mehr rühren/was sagen kann*, dass wir die andere von diesem Leben erlösen. Das würde ich für sie tun.

*Und nein, damit rede ich keine Form des Lebens schlecht oder werte die eine oder andere Lebensweise ab, sondern sage lediglich, dass es für mich keine Option wäre.

10. Sessel oder Sofa?

Kommt drauf an.. Was sind das für Fragen? Es ist unmöglich, sich für das eine oder andere zu entscheiden.

11. Was möchtest du deinem schlimmsten Feind antun?

Do you really wanna know? Seriously?

12. Bleibtreu oder Schweig(höf)er?

Who?

13. Was war das Schlimmste, was du einem Menschen verzeihen konntest?

Wtf… Warum mach ich da grad nochmal mit? Stimmt, weil ich ums verrecken auf bleiben will.. Freiheit und so. Selbstbestimmung. Autonomie!

14. Bremsen oder zurück schalten?

Hahaha. Die Frage ist ernst gemeint oder? So eine Frage kam beim Führerschein aber nicht vor.

15. Wann hast du zuletzt bis zur Erschöpfung gearbeitet/Sport getrieben/….?

Gestern. Wenn Prüfungen als Hirnsport zählen.. Der Kreislaufkollaps war auf jeden Fall fast dabei. Viel hätte nicht mehr gefehlt. Aber vermutlich auch nur, weil ich aufgrund der ganzen Aufregung vergessen hatte zu Atmen. Es kommt manchmal vor, dass ich aus, welchem Grund auch immer, unwissentlich die Luft anhalte, und mich dann wundere warum die Sicht seltsam ist..

16. Wie oft räumst du deine Wohnung bzw. Arbeitsplatz auf?

Ohhh, welch tolles Wetter draußen ist! Schneesturm! Erneut! Ich hasse Winter. Und Schnee. Und Schneestürme. Und Kälte. Das Bergdorf verwandelt sich in f*cking Hoth nur ohne Tauntauns..

17. Hättest du zurzeit lieber mehr Geld oder mehr Freunde?

Die Frage ist ernst gemeint, oder? Geld natürlich.

18. Könntest du zurzeit eher mit weniger Geld oder weniger Freunden zurecht kommen?

Weniger Freunde. Shut up and give me money!

19. Hand auf´s Herz: Nutella-Stulle mit oder ohne Butter?

What? Was ist eine Stulle?

20. Stellst du dir die richtigen Fragen im Leben?

Nope. Never. Niemals.

So, das waren die Fragen ohne Antworten – dieser Beitrag verlässt auch sogleich den Entwürfe-Ordner. Habt Spaß daran!

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Twitter’esk und ohne #, No.01

Die Hitze machts tatsächlich nicht einfach sich anständig konzentrieren zu können. Und teilweise, so meine ich, sehe ich doppelt. Ob meine Augäpfel anfangen sich aufzulösen?

Ich scrolle also, neben dem täglich Broterwerb, stattdessen Twitter. Das erfordert weder viel Kompetenz noch Konsequenz und schon gar keine Aufmerksamkeit. Trotzdem, amüsant ists auf jedenfall.

Twitter ist ein Phänomen, von dem man dachte „Ja, is da. Geht bald weg. Sein lei 140 Zeichen, who cares“ – so auch James Gunn, dem seine provokanten Tweets vor zehn Jahren zum Verhängnis wurden. Seit 2006 kann man auf Twitter sein Unwesen treiben, ich selbst stieg 2009 mit ein, twitterte aber selten. Wozu? Was soll man mit 140 Zeichen groß aussagen können? Ihr kennt meine Beiträge. Es braucht mindestens 10.000 Zeichen um auf den Punkt zu kommen. Trotzdem bewundere ich Menschen, die es schaffen, bissige und gute Tweets zu verfassen. Wenn ich zufällig über meine Tweets stolpere, huscht manchmal der Gedanke vorbei: „What the.. Wer? Oh, okay. Dammit. Daran müssen wir noch arbeiten.“

Trotzdem, es war schon bei Seminararbeiten eine Qual sich kurz fassen zu müssen. Soviele Worte, und man darf sie alle nicht verwenden. Wozu also so viele Worte? Der Möglichkeit wegen! Ja, dann gib sie mir! Nein! Warum? Zu lang und zu viel!

Wenn ich einen tollen Beitrag sehe, dann keimt das Verlangen, etwas genau so tolles zu antworten und bemerke, nach x-mal umformulieren, dass es keinen Wert hat. Weder für mich, noch für wen anderen. Dann lösche ich. Übrigens sind mir von 89 Follower zwei entfolgt, nachdem ich gepostet hatte, dass ich den Aachensee viel lieber mag, als die grüne, warme Grütze. Ich fragte dann, ab wann ich mir Sorgen machen müsste beziehungsweise, wann das Gefühl wieder verschwindet, was falsch gemacht zu haben. Jemand antwortete: Wenn nur mehr 19 übrig sind. Mittlerweile sinds 93. Jemand meinte, unter 100 Followern seis so, als rufe man in einen Wald und von irgendwo her raschelt was. Immerhin etwas. Und das kann alles sein: Eine Maus, ein aufgeschrecktes Reh oder sogar ein Dinosaurier! Manchmal fischt man sich auch einen Troll heraus, und manchmal Kampfposter und dann gerät man ins Licht der Öffentlichkeit und wird kritisiert und gehated und geshitstormed und… Ja. Der übliche Internet-Wahnsinn halt.

Digitale Immigranten

Aber darauf wollte ich nicht hinaus. Ich habe in den letzten Tagen tatsächlich einige gute Tweets gelesen, und darauf geantwortet und fühle mich fast in die Community integriert. Manchmal wird auch ein Tweet von mir geliked. Ich meine, hey. Das ist doch was, oder? Gut, es fehlt mir noch an der optimalen, tollen Selbstbeschreibung. Und am passenden Content. Aber hey, ein Like ist ein Like. Jemanden hat gefallen, was ich schrieb. It’s something!

Was ich bis jetzt nicht wusste war: Es gibt „Digitale Immigranten“, die Eltern der „Digital Natives“. Was ich amüsant finde, dass Natives den Immigrants den Platz auf einer Ebene streitig machen, welche die ältere Generation ins Leben gerufen hat. Manchmal läufts eben verkehrt.

„Wenn ein dreißigjähriges Pärchen ein Kind bekommt, ist dieses ein Digital Native, während das Pärchen selbst wohl eher zu den Digital Immigrants gezählt werden kann, da sie nicht mit digitalen Technologien aufgewachsen sind“ so Gründerszene.de.

Fraglich also, ab wann man digitaler Immigrant ist und ab wann Native. Was zählt zu digitalen Technologien? Spielekonsolen und Computer auch schon, oder lediglich das Internet.

„Die digitalen Immigranten haben sich langsam an die von den digitalen Eingeborenen – den Digital Natives – dominierte Gegenwart assimiliert. Digital Immigrants – das sind alle vor ungefähr 1980 Geborenen, groß geworden mit Kassettenrekorder und Schallplatte, vertraut mit Kleinbildfilm und VHS-Bändern“ schreibt Herr Haber von den Zeithistorischen Forschungen. Und weiter: „Digital Natives hingegen sind mit Spielkonsole, Computer, Internet, Handy und MP3 aufgewachsen.“

Und da setzt meine Frage an: Was ist mit denen, die dazwischen sind? Denen Spiele im DOS nicht unbekannt und („Nein, das darfst du nicht spielen, da sieht man Blut!“ – Aber ein sterbendes Pferd ist vollkommen zumutbar, okay…) und in frühen Jugendjahren noch über die Blume gechattet haben? Was ist mit denen? In the void. Im Upside Down. Im Dazwischen. Ungeliebt, ignoriert und nicht beachtet. Vergessen. The Lost Generation.

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Woche #0612

Falls sich einer meiner treuen Leser wundert, warum aktuell 8 oder mehr Beiträge pro Woche eintrudeln: Keine Sorge, das ist kein Dauerzustand. Das Erwirtschaften des täglich Brots lässt es zu, dass ich mich anderweitig beschäftige – und viele der Beiträge existieren seit Monaten. Wurden fertig geschrieben, drüber gelesen, für noch nicht Veröffentlichungswert/reif befunden und gerieten somit wieder in der Versenkung. 62 Entwürfe! Filme und Serien, anderweitiges Zeug und teilweise sogar interessante Recherchen oder Vorträge. Alles liegt rum und wartet auf eine neutrale Sicht, die x-te Korrektur oder eben das „Schluss jetzt, ab damit“.

Des weiteren ist es kalt. Sehr kalt. Und neblig, was für das Bergdorf selten ist. Ich mag Nebel, hasse aber Kälte.

Auch ein Grund zum Feiern gibt es: Ich beendete letzten Sonntag meinen wohl ersten „Roman“ – mit ca. 42 000 Worten und 250 000 Zeichen darf man zwar nicht wirklich von einem Roman sprechen, aber mit einer Formatierung eines gewöhnlichen Taschenbuches ist man auf 200 Seiten. It’s something! Kurz danach entdeckte ich, dass die Fertigstellung von drei (!) weiteren nicht mehr soviel abverlangt wie zunächst gedacht. Kurzgeschichten ftw! Aktuell befinde ich mich in der lästigen Phase des Überarbeitens. In die Flow-Fassung wird Struktur gebracht, korrigiert, erweitert oder gekürzt und vereinheitlicht. Ob die Geschichte dann in die weite Welt entlassen wird, wird sich im letzten Lvl des „allgegenwärtigen Selbstzweifels“ beim Bossfight „Das ist Scheiße!“ und „Niemand wird das je lesen!“ und „Hahaha, ernsthaft? Vergiss es!“ zeigen. Und ob ich einen neuen Blog für meine Werke anlege und diesen mit den gängigen Social-Media Portalen verknüpfe und quasi ein Lichtlein auf den wohligen Schatten des Pseudonyms, der Sicherheit des Unbekannten, werfen mag.. Fragen über Fragen. Kennt jemand die Antworten? Ich wäre sehr dankbar dafür.

Auch interessant und eine neue Herausforderung: Es könnte sein, dass ich Freitags zum ersten Mal einer Reitbeteiligung nachgehe. Annonce gesehen und mir gedacht: Warum nicht? Es wäre in der Nähe. Als kleines Mädchen lernte ich voltigieren, bekam Reitstunden mit 10 und ritt ein paar Jahre später mit einer Schulfreundin wie kleine Mädchen eben ritten: Ohne Sattel und Helm (und niemand kümmerte es), den ganzen Tag und bis spät in die Nacht auf 20jährigen Kutschenpferden. Die Reitbeteiligung kostet 90€/Monat für „so oft wie du willst“ auf vier Haflingerstuten (Haflinger…). Aber davor gibt es zu klären: Wie sind sie geritten? Englisch? Western? Ist Liberty-Work überhaupt erwünscht? Und was, wenn man sich emotional zu sehr auf das Tier einlässt (ich denke immer noch abundzu an die kleinen Babykatzen in Kreta) und dann wieder gehen muss? Been there, done that. Es brach mir mein kleines Herz als Rocky, ein dreijähriger Oldenburger-Friesenmischling, vom Besitzer verkauft wurde, da er zum wiederholten Male in der Box randaliert hatte. Es war eine der besten Freundschaften die ich je hatte, trotz anfänglicher Schwierigkeiten.

So oder so: Ich sehe mir die Sache an und überlege dann. So oder so, erneut drückte ich mich vor der Arbeit. Und so oder so, wollte ich Madame (8) heute die dezent korrigierte Flow-Fassung zukommen lassen..

Procrastination, running circles in my head
While you sit there contemplating,
You wound up left for dead (left for dead)
Life is what happens while you’re busy making your excuses
Another day, another casualty
And that won’t happen to me..
(Simple Plan – When I’m gone)

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Antwort auf: „Alkohol: 40 Fragen, die nüchtern schwer erträglich sind“

Redakteure der ZEIT stellten vor kurzem einen „interessanten“ Artikel zusammen, nachdem es eine ernsthaftere Umfrage über Drogen gab: 40 Fragen widmen sich dem Thema Alkohol. Fragen, die nüchtern nur schwer erträglich seien – offenbar. Und eigentlich wäre der Artikel nicht weiter beachtenswert, zöge man das Thema „Alkoholismus“ nicht ins Lächerliche und verharmlose es dadurch – wie eben in jenem Artikel.

Am Wochenende einen Schwips zu haben oder in jungen Jahren öfters einen drauf machen, ist etwas komplett anderes, als wenn erwachsene Menschen (oft mit Familie) sich 3-4x die Woche in ein Lokal setzen und richtig viel Alkohol konsumieren – und das bereitwillig akzeptiert, in manchen Fällen auch als Norm gesehen wird. Und dabei braucht es nicht einmal ein Lokal sein. Ein aufgeschnapptes Zitat eines Mannes mit Baby: „Jetzt kann i no trinken, jetzt merkt ers no nit.“ Kein Einzelfall.

Und schon alleine aus dem Grund, dass man in gesellschaftlicher Runde immer noch mit seltsamen Blicken beworfen wird, bestellt man sich einen Orangensaft und nur dann quasi Akzeptanz findet, wenn derjenige der verzichtet, „fahren“ muss, muss ich diese lächerlichen Fragen beantworten, um zu zeigen, dass das Problem, so sehr man „Spaß macht“, real ist. Nicht nur real, sondern omnipräsent. Immer, und überall. Nur gehört es eben zum Alltag. Denn sofern man nicht mit einer Alkoholvergiftung auf der Straße liegt, ganz gleich ob die Gruppe gute Überredungsarbeit geleistet hat oder ein ärgeres Problem dahinter steckt, ist alles in bester Ordnung. Nur wenn der Alkoholismus sichtbar zu Tage tritt, wird man gemieden und ignoriert. Was, glaubt ihr die betrunkenen Obdachlosen machen das freiwillig? Glaubt ihr, der alte Sack am Tresen sitzt gerne dort? Wir meiden sie. Auch ich. Keiner von uns ist besser.

Der Artikel beginnt mit: „Gestern wieder „ein Glas Wein“ trinken gewesen? Wir haben 40 Fragen, auf die jeder am liebsten antworten würde: „Will ich gar nicht wissen.““

  1. Bitte ein … ? Bitte einen Orangensaft.
  2. 0,33 oder 0,5? 0,5 mit Leitungswasser.
  3. Fährst du betrunken Auto? Wer das tut, dem gehört zu Recht der Führerschein entzogen. 1,5 Bier sind in Österreich erlaubt. Und ich weigere mich zu jemanden ins Auto zu steigen, wenn dieser auch nur ein halbes Bier darüber ist und fühle mich unwohl, wenn überhaupt etwas konsumiert wurde. Auch, wenn derjenige die Straße kennt. Auch, wenn es spät nachts und niemand am Weg ist. I don’t f* care.
  4. Aber Fahrradfahren ist okay? Nein. Tat ich aber in meiner Jugend auch schon. Trotzdem ist die Reaktionsfähigkeit vermindert.
  5. SCHÖNTRINKEN? Ein Mythos. Selbst wenn man betrunken ist, ist die andere Person, die man im nüchternen Zustand unattraktiv fand, immer noch unattraktiv. Es ist einem nur egal – oder man ist verzweifelt, aus welchem Grund auch immer.
  6. Wärst du manchmal nüchtern gern so, wie du betrunken bist? Ich bin nüchtern viel besser, als wie wenn ich betrunken bin. Ich habe mehr Spaß – und das beste, ich erinnere mich! Auch 7 Jahre später noch und nicht jede Story beginnt mit „Woasch no, wo ma so bsoffen waren!“
  7. Warum bist du’s dann nicht? Warum sind es die Leute nicht? Ich weiß es nicht. Weil Alkohol-Konsum zum geselligen Beisammensein gehört? Weil Alkoholismus (außer man landet im Krankenhaus) immer noch verharmlost wird? Weil Gruppenzwang auf manche wirkt und/oder man ausgestoßen wird oder als Loser gilt? Weil der Lieblingscharakter meiner Lieblingssendung Whiskey wie Wasser trinkt? I don’t know. People are strange.
  8. Wie viel Geld hast du diese Woche schon für Alkohol ausgegeben? „So geil Alter, geschtern hob i 100€ im XY liegen lassen!“ Aber wenn ich mir ein Computerspiel für 60€ kaufe, werde ich verachtet und blöd angeschaut. Dann heißt es: „60€! Is des nit a bissl viel?“ Mit einem guten Spiel kann ich mich 150 bis 200 Stunden beschäftigen, wenn nicht mehr. Oder anders gesagt: 100€ kostet mich der Transport via Bus und Billigflieger in eine andere Stadt.
  9. Was traust du dir nur betrunken zu? Nichts, was ich mir nicht auch nüchtern zutraue.
  10. Heute ein König? Ein was?
  11. Wann hast du das erste Mal getrunken? Mit 13 oder so? Gruppenzwang. Der Zwang, cool sein zu müssen. Hat sich aber schnell wieder gelegt.
  12. Wann dürfen deine Kinder das erste Mal trinken? Zöge ich es in Erwägung Kinder zu haben oder welche in die Welt zu setzen – dann, wann sie glauben, dass sie es müssen.
  13. WIE VIEL PROMILLE SIND EIN PROZENT? 10.
  14. Wann hast du dich das letzte Mal von Alkohol übergeben? Sicher schon x-Jahre her, kam aber vor und ich bin nicht stolz darauf.
  15. War das trotzdem ein guter Abend? So wie jeder andere, wenn man zuviel Alkohol trinkt. Irgendwann wird es lächerlich und banal.
  16. Wie viele Quadratmeter Regenwald hast du schon gerettet? Es gibt einen Zusammenhang zwischen Regenwald retten und Alkohol?
  17. HAT EINER DEINER FREUNDE EIN ALKOHOLPROBLEM? Ich gehe davon aus, dass viele der Leute die ich kenne ein Alkohol Problem haben. Offiziell gilt, wer jeden Abend (wenn auch nur ein Bier/ein Glas) trinkt, der ist gefährdet. Wer trinken muss, der hat eindeutig ein Problem.
  18. Hast du mal gefragt? Die Antworten sind immer dieselben: „Nein“ oder auf die Frage „Versuch mal einen Abend nichts zu trinken“ kommt meistens: „Kann i schon, mag i aber nit.“
  19. Wie entscheidest du dich vorm Weinregal? Den Wein, den ich trinken würde, wird im gewöhnlichen Sortiment nicht verkauft. Er nennt sich Kirschwein und ist meist nur auf Mittelalter-Lagern erhältlich.
  20. Wie viel kostet ein Wein, den du zu einem Geburtstag mitbringst? Ich bringe keinen Wein mit.
  21. Wie viel kostet ein Wein, den du allein trinkst? Nichts.
  22. Wann wolltest du zuletzt ein Glas Wein trinken gehen? Ich mochte den typischen Wein- oder Biergeschmack nie. In dem Fall wäre es Gin-Tonic oder eines dieser spanischen Biere, die nicht nach Bier schmecken.
  23. Wie viele Gläser hast du am Ende getrunken? Eines, max. zwei. Ich kann mit dem sinnlosen Betrunkenseins nichts anfangen.
  24. Welche gute Idee kam dir mal betrunken? Keine. Meine besten Ideen hatte/habe ich immer nüchtern.
  25. Shoooots? Thank you, but no thank you.
  26. Nie mehr Alkohol oder nie mehr Sex? Ersteres.
  27. Wann hattest du das letzte Mal nüchtern Sex? Was bitte ist das für eine dämliche Frage?
  28. Oder wenigstens ein gutes erstes Date? Gegenfrage: Wann hattet ihr das letzte Mal nüchtern ein gutes erstes Date?
  29. Wie war eigentlich die letzte Weihnachtsfeier? Weihnachtsfeiern sind immer langweilig. Chefitäten und Mitarbeiter spionieren sich gegenseitig aus, es gilt sich aufzuführen, das Buffet zu loben und den endlosen Reden zu lauschen. Wer glaubt, sich besonders bei der Weihnachtsfeier abschießen zu müssen..
  30. WAS SAGST DU ZU DEINEN FREUNDEN, WENN SIE NICHT TRINKEN WOLLEN? Gut so!
  31. Hättest du noch Freunde, wenn du morgen aufhören würdest zu trinken? Ich beschränke die Anzahl der Menschen in meinem Umfeld auf ein Minimum. Und denen ist es egal.
  32. Würdest du gern mehr vertragen? Die Fragen richten sich an Erstsemester oder? Man könnte auch so fragen: Würdest du gerne mehr Geld in Alkohol investieren? Würde du gerne einen Teil deines Gehirnes ausschaben und irgendwelchen Krähen zum fressen geben wollen? Warum haben die Leute, die diesen Artikel verfasst haben bei einer renommierten Zeitschrift einen Job und ich nicht?
  33. Bist du schon mal neben einem Döner aufgewacht? Indirekt. Nicht direkt daneben, nein. Manchmal war nach dem Ausgehen ein ganzer Döner zuviel. Entweder wird er verpackt und im Kühlschrank gelagert oder weggeschmissen.
  34. Hat dich schon mal ein Arzt gefragt, wie viel du trinkst? Vermutlich? Ärzte stellen solche Fragen. Rauchst du. Trinkst du. Machst du Sport. Sowas passiert.
  35. Hast du gelogen? Warum sollte ich? Warum sollte da jemand lügen? Etwa, weil es ihm oder ihr peinlich ist? Oder die Auswirkungen derart sichtbar sind? Und das gibt niemandem zu denken? Ernsthaft? 
  36. Mit wem trinkst du am liebsten? Einen Fruchtsaft mit Madame (8) ist mir immer willkommen.
  37. Mit wem trinkst du besser nicht? Wenn jemanden dazu neigt, in Gesellschaft (viel) zu trinken, gibt es tatsächlich Leute (mit entsprechendem Ruf), von denen man sich fernhalten sollte.
  38. Mit wem musst du trinken? What?
  39. WILLST DU WIRKLICH WENIGER NICHTS TRINKEN? Ja!
  40. Welche Frage hast du übersprungen? Keine.

That’s it. Have fun.

Interessant wäre noch die mediale Inszenierung von Alkohol zu betrachten sowie deren Auswirkungen. Nicht selten tritt auch das Nachahmer-Phänomen auf.

PS und Nachtrag: Wer möchte, der kopiere diese 40 Fragen, schreibe einen Beitrag dazu, beantworte sie und poste den Link hier in die Kommentar-Sektion.

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Woche #1406

Folgende Absätze beziehen sich nicht aufeinander, und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Heute ist der 165. Tag des gregorianischen Kalenders, somit bleiben noch 200 Tage bis zum Jahresende. Es bleibt noch ausreichend Zeit für großartige Taten! 1962 wurde an diesem Tag  in Paris die Europäische Weltraumforschungsorganisation (ESRO) gegründet, die ausschließlich friedlichen Zwecken dienen soll. 1965 machte sich die NASA-Raumsonde Mariner 5  auf den Weg zur Venus. 1975 präsentierte die australische Regierung die Idee, Eisberge aus der Antarktis zur Bewässerung der australischen Wüsten zu nutzen. Im gleichen Jahr startete die Sonde Venera Mission der Sowjetunion Venera 10 und erreichte am 25. Oktober 1975 die Venus. Der Lander arbeitete sogar 63 Minuten lang auf der Planetenoberfläche. Danke, Wikipedia.

Ich entschuldige mich, dass Film- und Serienkritiken derweil nur so spärlich eintreffen, der Juni entwickelt sich zu einem Magengeschwür. Nun, nicht der Juni selbst, der gnädig und warm zu mir ist und mir die Möglichkeit einräumt, mich im örtlichen Baggersee und dem (noch) kühlen Nass treiben zu lassen. Aber all jenes, was anfällt und an meiner Unachtsamkeit lag, mich früher darum zu kümmern, weil: Man hat ja noch Zeit. Oder: Was soll denn dazwischen kommen? Und schlussendlich häuft sich der Berg an To Do’s und Abgabe-/ und anderen Terminen und Deadlines und so weiter. Von anderen lästigen Dingen ganz abgesehen.

Ich frage mich, wie man sich als LV-Leiter fühlen muss, die (vermutlich) laut Lehrplan gewünschten Referate und Präsentationen halten lassen zu müssen (in diesem Falle geblockt) und dabei festzustellen, dass fast alle der Anwesenden in ihre Laptops, Telefone und Unterlagen starren und sich nur ganz wenige auf das eigentliche Thema konzentrieren. Zur Verteidigung mancher anderer, sie arbeiten fleißig an anderen universitären Dingen. Warum arbeite ich nicht an meiner MA-Arbeit und bereite das Referat für nächste Woche vor? Zu viele Stimmen, zu wenig Konzentration – plus neige ich dazu während der Recherche Geräusche von mir zu geben, wie Fauch- oder Knurrgeräusche, rhetorische Fragen an mich selbst gerichtet oder tatsächliche Fragen und Aussagen, ebenfalls an mich selbst gerichtet. Manchmal sing-summe ich Taylor Swift dabei oder meine Mimik nimmt Überhand, gefolgt einem „Wtf?“ oder „Ohja!“ und die sofortige Infragestellung meines eben gefassten Gedankens. Und so weiter. Aber ich lausche und notiere was der Herr LV-Leiter sagt.

Und weil mich mein Email-Account gerade benachrichtigt: Die Petition, dass Nygmobblepot in Season 4 Kanon werden soll, erreichte 1000 Unterschriften. Nett. Nein, ich rief sie nicht ins Leben, aber ich setzte meine Unterschrift darunter. Aber wäre es dann noch Gotham, wenn manche der Protagonisten tatsächlich Liebe und Zuneigung fänden, ohne dass sogleich Chaos und Ungunst über sie herein bräche? Nicht mal in Orange is the new Black ist es ihnen vergönnt auf Dauer glücklich zu sein. Ich mag den Konjunktiv II.

Nachdem ich 2-3 Wochen versuchte allen Wonder Woman Spoilern aus dem Weg zu gehen, wird es heute Abend endlich soweit sein. Trotzdem fürchte ich fast, dass meine dank dem Hype gepushte Erwartungshaltung, vielleicht doch nicht ganz erfüllt werden wird? Wer denkt sich so unterschiedliche Startzeiten aus? Social Media, Leute! Und dann wundert man sich, warum Onlinegut geraubt wird. Und ich sah eben nach: Das Kino ist fast voll. Immerhin ist die zweite Sicht bereits geplant und reserviert.

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