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„Game of Thrones“, S08E04

Spoiler.

Ich stolperte letzthin über einen Artikel bezüglich Fan-Service und ob Game of Thrones in seiner letzten Season dem Willen der Fans nachgibt. Ja. Taten sie, was eine Horde von jammernden Fans nach sich zog.

Bis jetzt.

Jetzt kehrt die Serie dort hin zurück, wo sie begonnen hat: Die Schlacht um den Thron, den Krieg um die sieben Königreiche, Intrigen und familiäre Verstrickungen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Auch Fans der „alten“ Serie, bevor Hollywood seine Klauen im Spiel hatte, kommen wieder auf ihre Kosten. Naja fast, sie jammern immer noch.

Death Count: 2 (und ein paar Soldaten).

Die Episode begann mit einem gebührenden Abschied aller Gefallenen, die von ihren Heeresführern verbrannt werden. Es rührte zu Tränen. Ja, ich hatte feuchte Augen. Es folgt ein Fest, denn der Sieg muss gefeiert werden, die Meute motiviert bleiben – denn eine weitere Schlacht ist zu gewinnen – und markiert jeden Punkt, den Feste nun mal so an sich haben: Die biestigen Blicke der (quasi rivalisierenden (in diesem Falle politisch)) Frauen, da Frau die alleine dasitzt, trunkene Männer, die nur „ein wenig“ betrunken sind, Trinkspiele, Herzensangelegenheiten, jammernde Männer und Sex.

Verstrickungen und Verwirrungen

Hatte Daenerys Gendry Baratheon zum Lord of Storm’s End ernannt (taktisch klug), möchte dieser Arya zu seiner Frau nehmen: er sie liebe und möchte sein gesamtes Leben mit ihr verbringen! Aber Arya muss ihn enttäuschen: „I am no lady“; sie reitet mit dem Hound Richtung Abrechnung (Hello Cleganbowl! Hello Cersei!).

War die Affäre zwar nicht aus dem Nichts gegriffen und hatte ein Fundament (also nicht nur Fan-Service, aber auch), wie im letzten Beitrag geschrieben, spielen gewisse Differenzen und Lebensansichten doch eine große Rolle. Aber das muss ja nicht bedeuten, dass Arya Gendry nicht eines Nächtens besuchen kann.

“You’ll be a wonderful lord. And any lady would be lucky to have you. But I’m not a lady. I never have been. That’s not me.” – Arya Stark

Wenn wir gerade von Nacht sprechen: Dem Willen der Fans Tormund mit Brienne zu paaren, wurde nicht nachgegeben und so zog man es vor, dessen Herz für eine Nacht zu brechen, nur um ihn danach in den Norden zurück kehren zu lassen. Der Süden (also der Norden) sei kein Ort für ihn und Ghost geht mit. Jon verzichtet darauf, ihn (Ghost) ein letztes Mal zu streicheln, dafuck Jon? Du hast den Thron nicht verdient! Tormund ist sowieso das bessere Herrchen.

Brienne sollte es nicht besser ergehen: nach einigen Nächten mit Jaime (ja woll), reitet er im Morgengrauen Richtung Cersei: Er bekennt sich zu seiner Schlechtigkeit und alles was er je an Schlechtes getan habe, habe er für Cersei getan und nun, da Cersei im Begriff ist getötet zu werden (wie Bronn (oh, hey Bronn!) anmerkte, der Riverrun durch High Garden tauscht (bye Bronn!)), will er sie retten – oder selbst töten.

Cersei, die schwanger ist. Tatsächlich. Vermutlich von Jaime, was noch zum Disput mit Euron führen wird; Euron welcher Rhaegal tötet, und zwar zu Beginn und so vollkommen aus dem Nichts. Ja, ein Drache starb. Aber, es war leider abzusehen und überraschte mich nicht sonderlich, auch wenn mein Herz in Tausend Stücke zerbrochen ist. Eurons Stärke musste noch einmal demonstriert werden. Ja, er ist mächtig. Nur der Night King und Euron waren bisher in der Lage einen Drachen zu töten.

Was mich zu folgender Überlegung führte: Viserion war gegen Ende ein Untoter und hatte Daenerys, wie ihr Bruder Viserys quasi verraten. Rhaegal starb im Wasser, so wie Rhaegar von Robert Baratheon im Fluss ermordert wurde. Und Khal Drogo wurde von Daenerys erlöst. Bedeutet das, dass Daenerys ihr letztes Kind töten beziehungsweise erlösen muss?

Kurze Frage: Warum wird Drogon so nah geparkt? Euron hätte ein leichtes, ihn einfach abzuschießen. Und warum hat er das nicht getan? Er ist kein edler Ritter. Und warum hatte niemand Daenerys von den fetten Waffen erzählt? Und überhaupt, warum spricht sie den Mord ihres Vaters bei Jaimes Verhör an, aber nicht die Tatsache, dass er sie fast getötet hätte? Warum sagt Arya nicht, sie könne Cersei locker töten? Warum wurden keine ordentlichen Späher geschickt? Und warum hatte Dany Eurons Flotte vergessen? Dafuck?!? What the hell is thiz?

Queen Daenerys

Daenerys, die nicht aufgibt und das Leben Missandei’s opfert (Cersei hatte deren Flotte zerstört, Missandei gefangen genommen und im Tausch für Daenerys‘ Rückzug ihr Leben geboten) und sich für den Angriff vorbereitet. Missandeis letzte Worte waren: „Dracarys“ – was uns an den Anfang von Daenerys Weg als „Breaker of Chains“ erinnert, als sie die Sklavenhändler von Astapor verbrannte. Das Wort bedeutete „Freiheit“ für Missandei und die Unsullied. „Hölle“ für die Tyrannen.

Daenerys hat also alles Recht wütend zu sein und wahnsinnig zu werden – bedenkt man, dass sie aus dem Feuer mit drei Drachen geboren und im Denken befestigt und gestärkt wurde, für den Thron bestimmt zu sein. Dann sterben zwei ihrer Kinder, sie verliert ihre beste Freundin, ihren quasi Vater-Ersatz, die Politik treibt einen Keil in ihre Liebschaft und alles erscheint recht aussichtslos. Ich wäre verdammt wütend und hätte wohl auf der Stelle alles nieder gebrannt. Dracarys!

Ihre Berater sind dazu da, sich um den „State of Mind“ ihrer Herrscher Gedanken zu machen. Varys Priorität war und ist the Realm. Dessen Wohl liegt für ihn an erster Stelle und wenn Daenerys die Menschen von Queens Landing opfert, so weiß er – und teilt ihr mit – dass sie einen gewaltigen Fehler macht (das btw, sagt ihr Sansa davor schon), denn Daenerys, ist durchaus bereit, Menschen zu opfern, um die Tyrannei zu beenden. Varys hatte bereits unter 6 oder 7 Königen gedient, sein Ziel war immer das gleiche: Das Volk.

Aber, Daenerys liebt Jon. Und er liebt sie. Und er verzichtet auf den Thron; dass sie verwandt sind, scheint beide nicht zu stören. Sie zumindest nicht, bei den Targaryens ist es ja keine Seltenheit, er hingegen zweifelt vielleicht doch etwas? Daenerys rät ihm, das Geheimnis nicht seinen Schwestern zu sagen, denn wenn die Leute den Umstand kennen, dann interessiere es das Volk am wenigsten was er möchte, sondern dann müsse er sich dessen Willen beugen – und der Wille und die Loyalität des Nordens gehört Jon, soviel war während des Festes ersichtlich. Auch Varys erwähnt dieses Detail gegenüber Tyrion noch einmal und zeigt, was kommen wird. An dieser Stelle verweise ich nochmal auf Jenny’s Song.

Ist es im Norden üblich seine Tante zu heiraten, im Süden ist es ja einerlei, aber im Norden? Tyrion schlägt vor, sie sollten gemeinsam regieren, das würde den Norden und den Süden endgültig aneinander binden und Frieden sichern. Sansa aber misstraut Daenerys und die Stark-Kids wissen jetzt auch von Aegon Targaryen (Sansa, als Gelehrte von Littlefinger, weiß natürlich, was sie mit dieser Information zu tun hat). Jon aber will den Thron nicht, das betont er oft und häufig, und Daenerys hätte gut getan im Zuge von Gendrys Ernennung zum Lord, auch Sansa als Lady von Winterfell zu küren.

Tyrions Vorschlag klingt plausibel und vernünftig, und warum sollte nicht auch eine Frau regieren können? Varys aber macht ihn drauf aufmerksam, dass wenn es um Thronfolge geht, ein Schwanz durchaus notwendig ist, vielleicht nicht für die Herrschenden, aber für das Volk. Fuck Tradition!? Tormund, du hättest nach Süden gehen sollen.

Auch hat Tyrion ein wenig Angst vor Daenerys, sie scheint doch etwas ihren Verstand zu verlieren (zu recht!). Wird Jon sie retten können? Und werden sie gemeinsam regieren? Oder wird er zum Unwillen des Volkes auf den Thron verzichten, eine kurze Zeit an der Seite seiner Königin verweilen, um dann in den Norden zurück kehren, da ihre Regentschaft von Düsternis und Hass des Volkes durchzogen ist (und Einsamkeit) – und sie beide nicht mehr glücklich sind: Bis das Kind geboren wird.

Ich vermute Jaime wird die Prophezeiung erfüllen und Cersei ermorden, ich vermute auch, dass Daenerys davor erneut ihre Armee verheizen wird, bis Jaime sich in die Räumlichkeiten schleichen und Cersei töten kann. Oder Arya. Die Drachen werden tot sein. Warum greift sie nicht Nachts mit ihren Drachen an? Die Treffsicherheit der Menschen wäre deutlich geringer. Warum macht man solche Fehler?

Links, die mir über den Weg gelaufen sind

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#Not Today

„Fight like a girl“ ist keine Beleidigung mehr.

Selbst, wenn über die Jahrzehnte hinweg Frauen immer wieder mal in coolen Rollen präsentiert wurden (Sarah Conner, Ellen Ripley, Xena, Buffy und viele weitere), blieb der Eindruck, dass immer noch eine Lücke offen ist. Sicherlich gab es Merchandising und Talk und Tratsch und Co, aber irgendwie fehlte etwas. Es waren immer noch Frauen, „Für eine Frau voll cool!“ – Dann kamen Wonder Woman und Captain Marvel, die eine gewaltige Medienpräsenz mit sich brachten, manche Feministinnen zwar immer noch nicht zufrieden stellten aber immerhin little Fanbois verärgerten. Aber, es fehlte noch was.

Und dies trat am 29.4.2019 endgültig in Erscheinung. Und zwar so richtig:

A Girl as a name and her name is Arya Stark.

Gut, vielleicht pushen Medien das Ereignis unnötig in die Höhe (sagen die einen), und Fans hypen es, egal welchem Haus sie zugetan sind (Drecks Fanservice! rufen die anderen); und wenn wer auf Twitter meinte, die einen hatten den Mauerfall, die anderen #NotToday, so muss man sich doch eingestehen: Sie haben recht. Die, die das Ereignis pushen und die, die es hypen. Verdammt nochmal, sie haben recht! Und niemand hatte es kommen sehen – und dabei wäre es eigentlich offensichtlich gewesen. Auch, dass es bereits vor 3 Seasons geplant war, spricht für sich. Alles was bisher passierte, spricht dafür.

Zur Feier der Woche (auch wenn wir wissen, dass es sich um Game of Thrones handelt und der Aufbau Aryas zum raschen Fall führen kann), Aryas Kills über 8 Seasons hinweg:

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„Game of Thrones“, S08E03

The Battle of Winterfell – when winter fell in Winterfell.

Spoiler!

Die Katze weckte mich gegen 6. Zeit für Game of Thrones. Und ich muss sagen: ICH HATTE RECHT! Noch gute 10 Stunden davor, hatte ich ins Blaue hinein geraten, wer den Night King töten wird und tja Leute, ich sags ja nur ungern: Aber ich hatte Recht! Den kreischenden Aufschrei, den verstörten Blick der Katze, die noch neben mir gelegen hatte und meine Freude, kann man sich wohl bildlich vorstellen. Wir brauchen viel, viel mehr Arya Starks in unserer Welt.

What do we say to God of Death? Not today.

The Battle of Winterfell

Und es hagelt Kritiken: „So schlimm war der Night King ja jetzt eigentlich nicht, wenn ein kleines Mädel schafft den zu töten, oder?“ Und für einen Moment sah es aus, als ob Fanliebling Arya Stark ihre letzte Schlacht kämpft, aber hey, what do we say to the God of Death? Not today.

55 Nächte wurden für die Nacht der Nächte geopfert, ohne dass tatsächlich einer der wichtigen Charaktere, sein Leben hatte lassen müssen. Theon starb im heroischen Angriff gegen den Night King – der, wir wissen es, von vornherein aussichtslos war, aber immerhin dürfte Brans: „Everything you did brought you where you are now, where you belong, HOME. You’re a god man“ für einige Lacher gesorgt haben.

Beric Dondarrion hatte seine Aufgabe erfüllt und Arya gerettet (der Grund, warum the Lord of Light ihn so häufig zurück gebracht hatte), derer sich The Hound so liebevoll und väterlich annahm. Allerdings macht ihm Feuer nach wie vor zu schaffen, und als einsieht, dass die Toten nicht zu besiegen sind, weißt Beric ihn daraufhin, dass Arya dass anders sieht (die währenddessen um ihr Leben kämpft) – und das genügt, um das eigene Leben in Gefahr zu bringen und die Angst vor Feuer zu bezwingen. Er stürmt davon und rettet sie – nachdem sie ihm das Leben gerettet hatte. The murderous Tales of Arya and The Hound – HBO, I demand a Spin-Off!

Lynna Stark verabschiedet sich heroisch: die kleinste kämpft gegen den großen Riesen Wun Wun, und sticht ihm ins Auge, bevor er sie endgültig zerquetschen kann. Das Geräusch wie ihre kleinen Rippen brachen war… gruslig. Auch für die Verbliebenen der Night’s Watch war es der letzte Kampf. Dass die Dothraki gerade zu Beginn (sinnlos) verheizt wurden, mochte zwar die Größe des Spektakels aufzeigen (als all die Lichter ausgingen und nur mehr vereinzelt Pferde zurück eilten) – war jedoch taktisch wohl einer der dümmsten Strategien in der gesamten Kriegsgeschichte.

Die rote Hexe wählt den Freitod noch vor Morgengrauen, Ser Davos braucht Shireen nicht zu rächen; Ser Jorah „Friendzoned“ Mormont stirbt, aber nicht bevor er sein Leben für seine Khaleesi geben kann. Jon, der sich durch die Meute kämpft, mit dem Vorhaben den Night King zu töten (er ist viel zu weit weg), kniet hinter der Mauer und schafft es nicht zu Bran. Er ist überfordert und angesichts der Lage wären wir wohl alle überfordert, zu sehen wie das Ende naht und die letzte Chance dahin schwindet. Der zu Boden gebrachte Viserion japst Eisfeuer in alle Richtungen, Jon stellt sich ihm entgegen und schreit ihn an.

Sogar Daenerys, die absteigen muss, damit Drogon sich von all dem Ungeziefer befreien kann, tötet den einen oder anderen mit dem Schwert und just als die Lage aussichtslos und beendet erscheint – und seien wir ehrlich, die Lage war von vornherein aussichtslos – zersplittern sie. Alle. Welch epische Szene. Und die Musik! Wenn etwas noch besser ist, dann ist es die Musik!

Die bescheuerte Idee, Frauen und Kinder in die Krypta zu schließen, spielte sich tatsächlich so, wie man es sich erwartet hatte: Die toten Starks kriechen aus ihren Gräbern und metzeln das eigene Volk. Aber die wichtigen überleben: Tyrion und Sansa, Varys und Gilly. So auch Jaime und Brienne, und sie kämpften Seite an Seite gegen die Untoten. Fan-Service delivered.

Erneut, die Strategie war schwach: Die Drachen hätten gut daran getan, kontinuierlich Untote zu verbrennen, während der Rest auf den Night King hätte warten sollen. Der kam ja sowieso, und aus dem Hinterhalt diesen anzugreifen anstatt sich frontal entgegen zu stellen, wäre wohl sinnvoller gewesen.

Night King: „No one can kill me.“
Arya: „A girl is no one“

Zusammenfassung

Die nächsten drei Folgen werden sich dem Big Bad of Westeros widmen: Cersei Lannister. Und zugegeben, bis jetzt gab es eine Menge Fanservice und Szenen, die man sehen wollte. Ob sich das Blatt wendet, oder ob die Season bittersüß endet, werden wir noch sehen; und ja, es werden nicht alle zufrieden gestellt sein, aber bis jetzt bin ich zufrieden, wie die Season verlaufen ist.

Btw: „The prince/princess who was promised will bring dawn“ – Ich glaube, dass die Theorie, dass Arya Stark auf dem Thron sitzen könnte, langsam Gestalt annimmt. Es könnte sein, oder auch nicht. Wer weiß. Es wäre nett. Ich bin dafür.

Ja, es war eine gute Folge. Eine sehr gute Folge.

A Girl has a Name

Davon abgesehen und rückblickend betrachtet ergibt es auch tatsächlich Sinn – denn Arya verfügt über die idealen Voraussetzungen: Syrio Forel brachte ihr bei, lautlos zu schleichen und eins mit ihrer Waffe zu werden (was sich in der Bibliothek von Nutzen zeigte); the Hound lehrte sie dreckig zu kämpfen (was wir bereits wissen); und in Braavos lernte sie, den Tod zu respektieren: „I know Death. It got many faces.“

Es ist das eine, den Night King zu hassen (und dies brachte weder Jon noch Daenerys weiter); aber das andere, den Tod zu kennen und als einen Teil des Lebens zu behandeln und zu wissen, dass heute nicht der Tag ist – die Fähigkeiten zu besitzen, diesen tatsächlich töten zu können, ohne davor bemerkt zu werden.

Arya Stark,
First of her Name,
Revenger of the Red Wedding,
Slayer of White Walkers,
Killer of the Night King,
Saviour of the seven Kingdoms
and Queen of Westeros.

 

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„Game of Thrones“, S08E01 & S08E02

Spoiler

Enjoy it, while it lasts, cause it will be over soon. 4 Episoden sind übrig, die White Walker marschieren bereits gen Süden, „good“ sagt Cersei. Welcome to Game of Thrones‘ Final Season. Damit möge das wöchentliche Warten und Spekulieren beginnen.

Zwei Folgen, die an Fanservice nichts vermissen lassen – die zusammenbringen, wer zusammen gehört, mit Ausblick auf eventuelle Abschiede und künftige Komplikationen: Daenerys weiß jetzt, dass Jon ein Anrecht auf den Thron hat (und sie verwandt sind, aber das scheint beide weniger zu kümmern); die Frage ist: wird er der Liebe Willen darauf verzichten, wie Jenny’s Song andeutet?

Zwar wurden beide Folgen via „Es passiert ja nix!“ kritisiert, aber oh boy, es passiert soviel! Alles was über Seasons hinweg gesagt werden muss, wird gesagt. Alles was über Seasons hinweg erwartet wird, wird bestätigt! Alle, die sich über die Seasons hinweg getroffen, aus den Augen verloren, sich bekämpft haben und wieder sahen, wird aufgearbeitet. Wie können die Leute bitte sagen, „es passiert ja nix“, nur weil niemand stirbt?

Und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass sies tatsächlich durchziehen, but oh boy, they did it. Wie sagte Sophie Turner in einer Insta-Story: „In honor of Easter, I guess Game of Thrones wanted the storyline to have a little Easter bunny hop hop hoppin’ into that pussy. And that’s the tea.“ Und ganz ehrlich, das macht die Sache noch besser!

Spoiler!

Let the feast begin

Der Anfang der ersten Folge der 8. Season erinnert stark an die erste Folge der 1. Season (so wie es ganz, ganz viele andere Parallelen zur ersten Season gibt):

Ein kleiner Bub läuft durch die Menge und sucht einen Platz, von wo er das Geschehen am besten beobachten kann: Die Ankunft von Jon Snow und seiner Targaryen-Queen. Arya lächelt den Buben an. In Season 1 war sie das neugierige Kind, welches die Ankunft von Robert Baratheon und Cersei Lannister beobachtete. Ein übrigens interessanter Zug, Arya die Einreise von Daenerys, Jon, The Hound und Gendry beobachten zu lassen: Es markiert ihren Vorteil und ihre Überlegenheit. Es deutet an, dass sie mehr als nur eine Nebenrolle spielen wird.

Die Parallelen erstrecken sich weiter: über ihren Flirt mit Gendry, sowie die innige Zusammenkunft mit Jon. Aber sie ist erwachsen geworden, und mittlerweile auf Sansa’s Seite, was bedeutet, auf der Seite ihrer Familie: The lone wolf dies, the pack survives.

Arya Stark

Arya könnte allerdings noch Sympathie für Daenerys entwickeln : Als sie in der 2. Season bei Tywin Lannister diente und dieser immer wieder vom War of the Five Kings sprach und wie Aegon Targaryen sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hatte. Aber Arya korrigiert ihn und lässt wissen, dass es nicht nur Aegon war, der die sieben Königreiche eroberte, seine zwei Schwestern Visenya und Rhaenys ritten (auf eigenen Drachen) mit ihm: „Visenya rode Vhagar,“ sagte sie, „Visenya Targaryen was a great warrior. She had a Valyrian steel sword she called Dark Sister.“ Visenya war Aryas Heldin und nun tritt die nächste Targaryen-Queen in ihr Leben. Vielleicht gewinnt dieser Aspekt noch an Relevanz, vielleicht aber auch nicht. Auch der Blick, als sie die Drachen sieht, schaut vielversprechend aus. Aber, the lone wolf dies, the pack survives..

Apropos Arya: Jap, They did it. Und, auch wenn es bereits durch Anmerkungen geteased wurde, glaubte ich nicht, dass sies wirklich durchziehen. Für viele ist (beziehungsweise war) Arya Stark eben noch das kleine Mädchen, und die häufige Google-Suche nach Maisie Williams Alter bestätigt das. Mir hats gefallen – und ich hoffte schon seit Season 3 auf ein Wiedersehen. Davon abgesehen basiert ihr Zusammenfinden auf einem guten Fundament (bis einer halt stirbt), denn Spannungen gab es bereits seit Beginn. Ja, ihr wisst welche Szene ich meine. Die Szene, genau. Exakt die Szene.

„I have a Son, you have a daughter.“ – Robert Baratheon (1. Season).

Dass The Hound für Arya gekämpft hatte und sichtlich enttäuscht war, als sie ihn halb sterbend zurück gelassen hatte, rührt. Wir wussten ja, dass Brienne und The Hound sich als eine Art Ersatzeltern sahen, aber sie wissen auch, dass Arya erwachsen geworden ist – und auf sich alleine aufpassen kann. Trotzdem führen die beiden eine nette, aber verkorkste-Vater-Tochter-Beziehung; und sie sprechen sich quasi aus, alles ist okay.

Ser Brienne of Tarth

Eine der wohl rührensten Momente in der 2. Folge: Lady Brienne of Tarth, die von Jaime zum Knight of the Seven Kingdoms ernannt wird und Tormund, der sie feiert („fuck tradition!“). Das Zusammenkommnis derjenigen, die sämtliche Schlachten überlebt und sich bei Feuer und Gesellschaft die letzte Ruhe gönnen; die alle, zu irgendeinem Punkt gegen die Starks gewettert hatten, um jetzt als Verbündete gegen einen gemeinsamen Feind zu kämpfen. Es hätte nicht besser sein können. Und ja, es fühlte sich wie ein Abschied an. Man fürchtet, dass die Hälfte den Morgen nicht wieder sehen wird.

Sansa Stark

Und da wäre noch Sansa, die Tyrions Intelligenz in Frage stellt, weil er Cersei Glauben schenkte. Erneut wird Sansas Realismus und Klugheit vor Augen geführt und niemand kann mehr sagen, sie sei ein lästiges Gör das von nichts wisse.

Und eigentlich stellt sie Tyrions Expertise nicht in Frage, sondern weist ihn darauf hin, dass er wohl doch nicht so clever ist, wie sie immer angenommen hatte. Es ist keine Frage, es ist eine Beobachtung und sie äußert diese als Tatsache. Sie behauptet sich auch gegen Daenerys und tritt für einen unabhängigen Norden ein. Was wird nach der Schlacht sein? Die Freundschaft endet, so schnell sie sich hätte weiter entfalten können: Über die gemeinsame Liebe zu Jon und dem Überleben, treten Territorialansprüche und Unabhängigkeit. Und dabei ist Daenerys, eigentlich, keine schlechte Herrscherin, wenn wir uns erinnern, wie viele Menschen sie aus der Sklaverei befreite.

Zusammenfassung

In der ersten Folge wird jeder mit jedem vereint, auf dessen Zusammenkunft wir so lange hofften – und man nimmt sich ausreichend Zeit dafür, und auch die Abfolge der Treffen ergibt Sinn. Das eine führt zum anderen und dort steht der nächste bereit. Gespräche und Andeutungen vertiefen sich in der zweiten Folge, fast alle verlassen einander im Guten. Fast alle.

Denn gegen Ende der ersten Folge wird offenbart (Sam erzählt es Jon), was wir wussten, aber alle anderen nicht:

Jon alias Aegon Targaryen, rechtmäßiger Herrscher, der das ganze gar nicht wahrhaben will und sicherlich einen Keil in die Beziehung zu Dany treibt, was Varys bereits zynisch kommen sah: Die Unbeschwertheit der Jugend, die nicht weiß, das alles irgendwann enden wird. Als Jon Daenerys dies mitteilt, ist sie nicht sonderlich erfreut – aber es ist zu spät, denn der Tod steht vor den Toren.

Btw.. I’ll just leave that here..

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„Game of Thrones“, predictions vor S08E01

For all we know – das Ende muss so gestaltet sein, dass ein jeder „halbwegs“ damit zufrieden ist und man kann es nicht jedem recht machen. Vor allem nicht der engstirnigen, fanatischen Fangemeinde, deren einzige Wahrheit ihre Wahrheit ist.

Und somit gebe ich meine Prognosen ab, die, wie mir erscheinen – am wahrscheinlichsten sind:

In Anlehnung an die Azor Ahai-Theorie wird Daenerys vermutlich durch die Hand Jons den Heldentod for the greater good sterben müssen. Auch die Drachen werden ihr Leben lassen, vernichten aber davor noch einen Großteil von White Walkern – wenn sie nicht den Night King selbst sehr, sehr arg in Mitleidenschaft ziehen. Aber! Das Kind von Daenerys und Jon wird leben. Bleibt die Frage, ob Daenerys für „Lightbringer“, siehe Theorie, geopfert wird oder, dass das Kind leben kann (Kindbett, Prophezeiung, usw.). Da bereits zwei Kinder in der Serie geopfert wurden (Daenerys Sohn für Khal Drogo und die kleine Shireen), gehe ich nicht davon aus, dass noch ein weiteres Kind sterben muss, oder? Aber who knows. Das sind alles nur Mutmaßungen ohne Hand und Fuß.

Der Kampf gegen die Lannisters ist zu verachten, er ist nonsense und selbst wenn Cersei nach Winterfell marschiert, wird der Winter sie bereits ausgehungert haben. Fakt ist auch, dass Kings Landing vernichtet werden wird. Und zwar ziemlich schnell. Simple as that.

Fix überleben werden: Arya (weil sie einfach cool ist) und The Hound (er hat schon zu viele Tode hinter sich, warum sollte er jetzt sterben beziehungsweise Frieden finden?), was aber nicht im Zusammenhang stehen muss. Ich gehe auch nicht davon aus, dass Arya und Gendry noch gepaart werden, auch wenn die Fans (und ich), das natürlich gerne sähen. Ebenfalls überleben wird die kleine Lyanna Mormont.

In Anlehnung an die Prophezeiung („valonqar“ alias der „kleine Bruder“), vor welcher Cersei so viel Angst hat: Ja, sie wird sich bewahrheiten, aber nicht Tyrion wird sie töten, sondern Jaime. Auch Sansa wird sterben, aber vermutlich auch nur, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war. Es ist durchaus möglich, dass Jaime den Heldentod sterben wird – so aber auch bei Brienne, deren Tod sehr ritterlich und ehrenvoll sein wird, im Kampf gegen den Night King oder so. Ihre letzten Worte gelten Jaime, eh klar.

Wer, wen nicht Tyrion würde die kollektive Fangemeinde auf dem Thron (zumindest) akzeptieren? Eben. Säße Daenerys am Ende auf dem Thron, sähe sich HBO gezwungen erhebliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, da angry white boys das Gebäude stürmen und lauthals protestieren würden. Säße Jon auf dem Thron, wäre das einfach lächerlich und zu Klischeehaft – auch wenn die Reihe „A Song of Ice and Fire“ heißt und eigentlich Jon damit gemeint ist, auch wenn sich die Serie um Daenerys und Jon gleichermaßen drehte. Also, nein. Ich gehe davon aus, dass es entweder Tyrion sein wird (der in Wahrheit übrigens ein Targaryen ist) oder niemand, und das große Reich splittert sich in kleinere, unabhängige Königreiche auf.

Ich glaube damit Recht zu haben, weil es das harmloseste Ende wäre. Es wäre nicht aufregend und ein ok-Abschluss. Es wäre nichts tragisches und all diese Tode und Geschehnisse ließen sich auf Prophezeiungen und Legenden zurück führen, wodurch die Mystik erhalten bliebe. Erneut, alles nur halbgare Überlegungen und zwei-drei Stunden auf Reddit würden meine Meinung sicherlich schnell enden, aber – ich glaube dennoch Recht zu besitzen.

Wir werden sehen…

Fun fact übrigens:

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„Game of Thrones“ RecapRap Season 1-6

Eben gefunden. Credits: RecapRaps

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Cersei Lannister: Villain, Anti-Hero, Heroine

Auch wenn 2019 und das Ende von Game of Thrones noch in weiter Ferne liegen, bedeutet das nicht, dass es nichts zu erzählen gäbe. Erst gegen Ende der 7. Season dachte ich mir: Cersei ist eigentlich ziemlich cool – wenn sie die Möglichkeit dazu hat. Und anstatt sie zu verschmähen, zu hassen oder Lena Headey auf Conventions zu meiden, sollte man einen Blick tiefer in ihre Geschichte und auf ihren Charakter werfen. Cersei mag sich als Gegenspielerin einen Namen gemacht haben – aber wenn man genau hinblickt, erkennt man eine Anti-Heldin, wenn nicht sogar eine Heldin.

Achtung, dieser Artikel enthält Spoiler für Season 7 und behandelt Film-Cersei.

“I don’t play her as a villain. I just play a woman who is a survivor and will do exactly what a man would do — which is, you know, murder somebody when you’re in a war.” – Lena Headey

Warum mögen wir Anti-Helden?

Warum findet Walter White (Breaking Bad) Anklang? Weil er cool ist? Sicherlich auch. Auf seinem Weg vom Krebspatienten zum Drogendealer, der lediglich seine Familie beschützen will, verzeiht man ihm vieles: Er lügt, bringt andere in Gefahr und wird kriminell, während seine Frau Frau Skyler für die selbe Intention und dahin gehendem Verhalten, aber ohne sich und ihre Familie unnötiger Gefahr auszusetzen oder das Gesetz zu brechen, verurteilt wird. Im Gegenteil, sie ist die Spielverderberin, ähnlich wie Carmela Soprano.

Warum funktioniert es bei Jessica Jones oder Wynonna Earp? Liegt es an den männlichen Stereotypen, die beide aufweisen wie Hang zum Alkoholismus, derbe Sprache und physische Stärke, die wir mit Anti-Helden verbinden und dadurch auch Frauen in der Rolle akzeptieren? Liegt es tatsächlich an der Geschlechter-Dualität und starren Rollen-Verteilung?

Dieser Vergleich lässt sich in gewisser Weise auch auf Arya und Daenerys übertragen. Wenn Arya einen Familienmord an der Frey-Familie verübt, freut sich der Zuschauer wie ein Kind zu Weihnachten. Röstet Daenerys hingegen die gesamte Lannister-Armee, wird sie für wahnsinnig erklärt – denn wir sympathisieren mittlerweile mit Jamie Lannister. Und wenn Cersei strategisch taktiert, um sich ihren Feinden zu entledigen, sei es auch mal in dem sie ein gesamtes Gebäude explodieren lässt, folgt ein Shit-Storm sondergleichen. Warum? Erlauben wir Frauen mit traditionelle Rollen nicht (ohne dem Attribut der Femme-Fatale, Jugend oder allgütigen Mutter-Figur) Macht zu besitzen?

Oder liegt es daran, dass wir mit Drachen und der jungen hübschen Khaleesi und den Stark-Kids eher sympathisieren, als mit den Lannisters, den von Beginn an inszenierten Gegenspielern. Vermutlich tragen mit Lust gebrochene Tabus wie Inzest und die deutlich zur Schau gestellte Arroganz der Lannisters mit dazu bei, dass man sie nicht mag. Vielleicht liegt es auch an der Jugend der Stark Kids und auch Daenerys, während Cersei an die „nörgelnde Mutter“ Schwieger-/Mutter erinnert, die bereits ihren Platz und Rolle gefunden haben soll, und durch ihr Ausbrechen aus diesem System unser gewohntes Bild über den Haufen wirft – und uns somit in eine verzwickte Lage bringt.

Natürlich lassen sich diese Fragen nicht exakt beantworten, aber ich möchte versuchen einen Denkanstoß zu geben, warum Cersei kein Bösewicht, sondern eine Anti-Heldin ist, und vielleicht, unter gewisser Betrachtung, nicht nur zur Heldin, sondern fast schon zur feministischen Ikone wird.

Was unterscheidet Helden von Anti-Helden?

Der Anti-Held ist der Gegenpart zum Helden. In der Literaturwissenschaft ist der Anti-Held eine passive, resignative oder generell eigenschaftslose Person, die nicht in der Lage ist Entwicklungen aktiv zu beeinflussen und den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt ist. Ein Held hingegen ist eine strahlende Figur und glich lange Zeit dem antiken Vorbild der Unfehlbarkeit, bis er im 18. Jahrhundert auch Fehler haben durfte und diese mittlerweile überwinden darf, um seine Heldenreise zu vollenden. Heute ist der filmische Anti-Held jemand, der nicht in die vom Autor geschaffenen Strukturen passt, Schwierigkeiten damit hat und außerhalb der Norm agiert und reagiert. Seine Geschichte zeigt dessen Unvermögen in der bestehenden Umwelt auf, mit der er sich nicht identifizieren kann. Er selbst hat Fehler und Schwächen. Häufig weist er selbstzerstörerische Eigenschaften auf (schlechte Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, Drogen) und legt sie auch nicht unbedingt ab. Er lebt damit.

Einfacher gesagt, wenn sich der Held mit Unfehlbarkeit und kleineren Fehlern brüstet und diese gegen Ende überwindet, muss der Anti-Held mit diesen leben und wird sie kaum überwinden. Und eigentlich ist die Bezeichnung „Anti-Held“ nicht einmal so griffig, denn genau in dieser Auseinandersetzung mit der geschaffenen, suboptimalen Umwelt, in der sich der Charakter befindet, wird er zum Helden. In dem er sie meistert oder auch nur akzeptiert und nicht daran zu Grunde geht.

Vielleicht interessanter:

Anti-Heldinnen

Anti-Helden und besonders Anti-Heldinnen sind nicht der Preis, der am Ende des Zieles wartet. Anti-Heldinnen sind selten, wenn überhaupt Love-Interest, viel mehr aber Protagonist. Sie lassen eine allgemeine „likeablility“ vermissen und stellen weder Hure noch Heilige dar. Viel wichtiger: Es ist ihnen egal, ob sie gemocht werden, von der Audienz, dem männlichen Counterpart oder anderen Charakteren. Anti-Heldinnen unterliegen gewissen Charaktereigenschaften, die bei männlichen Charakteren nie so wirklich negativ ins Blickgeld fallen. Sicherlich wird übermäßiger Alkohol-Konsum mittlerweile generell als negativ bewertet, trotzdem fällt dieser bei Frauen eher ins Gewicht als bei Männern.

Anti-Heldinnen weigern sich flach und klischeehaft gehalten zu werden, weigern sich Zwecken zu dienen, die eigentlich keine sind. Sie sind ungern dazu da, die Geschichte des Helden voran zu treiben, sondern agieren um ihrer selbst willen. Sie erinnern den Zuschauer schmerzhaft daran, dass traditionelle Rollen und verhärtete Denkweisen aufgebrochen werden müssen. Typische Anti-Heldinnen in Westeros sind Arya Stark (deren Motiv Rache ist), Brienne of Tarth (für welche Gerechtigkeit mehr wiegt als alles andere), Yara Greyjoy (die in, für ihr Geschlecht, untypischen Strukturen lebt und dementsprechend agiert) und in gewisser Weise auch Daenerys Targaryen, die weder Hure noch Heilige ist, ein konkretes Ziel verfolgt (den Thron) aber keine traditionell männlichen Attribute zur Schau stellt (und ebenfalls ins Kreuzfeuer gerät). Und: Cersei Lannister.

Cersei Lannister und Westeros

Die Welt von Westeros ist patriarchal geprägt. Cersei wuchs in einem männlichen Umfeld auf und beobachtete den Spielraum der Akteure, ohne Möglichkeit selbst daran Teil zu nehmen, und dies lediglich aufgrund ihres Geschlechtes. Sie lernte, ohne aber das Wissen je selbst anwenden zu können beziehungsweise zu dürfen. Wie viele junge Mädchen war sie in Rhaegar Targaryen verliebt und wurde in eine arrangierte (und unter anderem gewaltvolle) Ehe mit Robert Baratheon gezwungen, der eigentlich eine andere Frau (Lyanna Stark) liebte.

“When we were young, Jaime and I, we looked so much alike even our father couldn’t tell us apart. l could never understand why they treated us differently. Jaime was taught to fight with sword and lance and mace, and l was taught to smile and sing and please. He was heir to Casterly Rock, and l was sold to some stranger like a horse to be ridden whenever he desired.” – Cersei Lannister, „Blackwater“

Ihr Bruder Jaime lebt quasi das alternative Leben von Cersei. Ein Leben, dass sie hätte haben können, wäre sie als Mann geboren worden. Und beide haben eine ähnliche Reise: Beide waren arrogante Kinder und beide erleiden Blöße: Cersei verliert beim Walk of Shame eines ihrer femininen Attribute aufgrund ihrer Affäre mit Jaime und Jaime verliert als Swordsman und Ritter seine Hand. Während Jaime aber nach Hilfe sucht, verschließt sich Cersei und versucht energischer als zuvor, ihre Macht zurück zu holen – koste es was es wolle. Und dies macht sie, in meinen Augen, fast zu einer feministischen Ikone: Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand, auch wenn das bedeutet andere zu verletzen. Sie tut, was getan werden muss, um das eigene Überleben zu sichern.

Cersei Lannister: Anti-Heldin

Cerseis Ambitionen und Motivation isolieren sie vom traditionell weiblichen Charakter, der zu Beginn von Game of Thrones üblich war. Nach dem Tod ihres Vaters musste sie handeln, um ihre Macht auszubauen. Sie fordert den Zuschauer heraus, stereotype Geschlechterrollen neu zu hinterfragen. Nicht mehr ist sie die Frau, die still daneben sitzt, sondern jene, die trotz ihrer weiblichen Präsenz, Wort und Initiative ergreift. Wenn Arya, Brienne und Yara sich dem Männerbild anpassen, mag Cerseis Verhalten verwirren – denn man kennt es in dieser Welt nicht anders. Sie schneidet sich nicht die Haare ab und trägt auch keine Hosen, um akzeptiert zu werden.

Hätte Cersei sich ihrem Vater oder ihrem Bruder untergeordnet, wäre sie gemocht worden. Oder zumindest hätten wir Mitleid mit ihr gehabt. Aber darauf legte sie nie Wert. Es ist ihr reichlich egal, ob das Volk sie hasst. Sie beweist immer wieder Klugheit und versucht sich in Schlüsselpositionen zu manövrieren, sei es, dass sie sich mit zwielichtigen religiösen Fanatikern einlässt (deren Machenschaften sie leider aus Arroganz nicht kommen sieht) oder bestimmte Morde in Auftrag gibt. Und welche anderen Mittel bleiben ihr zwecks Machterhalt als Frau in Westeros sonst übrig?

Selbst ihre Beziehung zu Jaime kann als eine Art Rebellionsakt gesehen werden, um wieder Kontrolle über ihren Körper zurück zu erlangen, die ihr durch die Ehe, als Gegenstand für Sex und Kinder, genommen wurde. Wenn gute Frauen, gebrochene Männer retten, so bleibt die gebrochene Frau sich selbst überlassen. Kein guter Mann versucht sie zu retten. Sie verliert ihre Tugend und wird zur Hexe, die verstoßen im Wald leben muss. Als Anti-Heldin ist sie nicht diejenige, die gerettet werden kann – aber auch nicht gerettet werden will. Und gegen Ende ist es Cersei, die auf dem Thron sitzt und alles in ihrer Macht stehende tut, um diese Position zu halten.

Von wiederholenden Vergewaltigungen (nicht nur durch ihren Ehemann, sondern auch Bruder) bis hin zum Walk of Shame (als Strafe für ihre Beziehung zu Jamie), waren es Männer, die ihr am nächsten standen und diese Taten vollzogen. Ihr Vorgehen gegen Margery und die Vernichtung der Sept of Baelor speisen sich aus dem Verlust von politischer Macht, was wieder zu einer marginalisierten Position geführt hätte und hat. Nach dem Walk of Shame wird sie von politischen Entscheidungen exkludiert und muss mit den anderen Frauen auf der Seite sitzen.

Cerseis Motivation ihre Familie zu beschützen und den Namen ihres Hauses zu bewahren, ihr Durchhaltevermögen und Konsequenz, um jene Macht zu behalten in deren Besitz sie nun ist, lassen sie, in meinen Augen, zur Heldin werden.

Cersei Lannister: Heldin

„You should have taken the realm for yourself. Jaime told me about the day King’s Landing fell. He was sitting in the Iron Throne and you made him give it up. All you needed to do was climb the steps yourself. Such a sad mistake. … When you play the game of thrones, you win or you die — there is no middle ground.“ – Cersei Lannister, „You win or you die“

Alles was sie tat, leitet sich daraus ab. Sie kennt das Spiel um den Thron, sie weiß wie Macht funktioniert und taktiert. Sie steht zu ihren Motivationen und schert sich einen Dreck darum, ob ihre Handlungen und die Weise sie zu erreichen, verwerflich sind. Sie lebt es und will es und handelt dementsprechend. Cersei entschuldigt sich nicht ständig für die Dinge die sie tut. Im Gegenteil, sie steht dazu. Auch das lässt sie zur Heldin werden. Vielleicht sogar zu einer feministischen Ikone, einem Vorbild, dem wir vielleicht etwas mehr Beachtung schenken sollten.

Ihre Liebe zu ihren Kindern und die Art wie sie sie beschützte, ließ sie in den Augen der Zuschauer menschlich werden. Und in gewisser Weise zeigt man Verständnis, wenn sie die Macht, die sie bisher nur aus der Ferne beobachten konnte und deren Unterlegene sie war, nicht mehr aufgeben möchte.

Cersei sitzt gegen Ende der 6. Season auf dem Thron. Sie agierte strategisch und handelte den Umständen entsprechend; verfolgte das, was sie von Männern wie ihrem Vater, ihrem Mann und anderen lernte und wandte es zielführend an. Cersei ist nicht verrückt, sondern politisch – was sich zwar nicht ausschließen muss, aber lediglich zu behaupten, sie sei wahnsinnig, tut ihr Unrecht.

Cersei tut, was sie tun muss, um ihre Macht zu halten. Cersei tut, was sie tun muss, um zu überleben. Abgesehen von all diesen Aspekten, wäre es einfältig und naiv Cersei als wahnsinnig, verrückt oder böse abzustempeln, sondern als ambitioniert, klug und durchsetzungsfähig.

Unglücklicherweise stellt sich Cersei in Season 7, die generell die Martin‘sche Feder vermissen lässt, gegen alle Vernunft und kann zurecht als etwas ignorant bezeichnet werden. Aber ginge man davon aus, dass die Welt nicht von Zombies bedroht werden würde..

Konklusio

Eine lieblose Zwangsehe, Vergewaltigungen, Tod ihrer Kinder, der Walk of Shame und Belustigung über ihre Romanze zu Jaime – trotz alledem ist sie die erste Frau in Westeros, die tatsächliche Macht in den ihren Händen hält. Kann man Cersei wirklich für ihre Taten verurteilen? Kann man sie dafür verurteilen, dass sie versucht alles mögliche zu tun, um nicht wieder in ihre alte Stellung zurück zu fallen? Erneut: Aryas Familienmord und Daenerys Feldzug unterscheiden sich nur marginal von Cerseis Handlungen.

Kann man Cerseis Selbsterhaltungswillen wirklich für „böse“ empfinden? Wenn man sich ihre Taten in einem größeren Zusammenhang, als nur im aktuellen Kampf um den Thron betrachtet, kann sie durchaus als Heldin gelten.

Dass Cersei auf den ersten Blick unsympathisch wirkt und einen Rattenschwanz an negativen Kritiken mit sich zieht, liegt sicher auch daran, dass es in den ersten drei Büchern keine Erzählung aus Cerseis Perspektive gibt. Es ist leichter, jemanden als „böse“ zu sehen, wenn man ihn immer nur durch die Augen von Sansa oder Tyrion sieht. Ihr erster Auftritt folgt in „A Feast for Crows“. Auch trägt dazu bei, dass sie bereits in Season 1 mit unsympathischen Tendenzen (Inzucht, Arroganz, usw.) auftritt, und die Gewalt, die sie erfahren hatte, durch wenige Sätze quasi belanglos (weil es eben so ist) und bereitwillig akzeptiert wird. Man sieht es nicht, es war schon immer so, also kann es nicht so schlimm sein oder? Erst als Sansa Stark, die zu Beginn als verzogene Göre auch nicht gerade beliebt ist, von Ramsey vergewaltigt wird, folgt der Ruf die Serie zu boykottieren.

Cerseis Entscheidung für Gewalt und das Niederbrennen ihrer Feinde ist ein Akt der Vergeltung als wie auch der Selbsterhaltung. Erneut, sie tut, was notwendig ist.

Aber nicht nur Cersei unterliegt diesen beiden Zügen, auch Jon Snow, Arya Stark und Daenerys, selbst Tyrion wenden diese an, und werden dafür gelobt und bejubelt. Dass man Cersei nicht als gleichwertig akzeptiert, liegt wohl auch am unglücklichen Zustand, dass sie jene unterstützt, die wir hassen und die Gegenspielerin jener ist, die wir lieben. Aber abgesehen aller emotionalen Sympathien tut Cersei nur das, was sie muss: Überleben.

Quellen:

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„Westworld“, S02E07

Wir kommen dem Ende näher. Nur mehr 3 Episoden, viele Fragen wurden bereits beantwortet und leider, ich muss erneut betonen, schafft es die zweite Season nicht ganz so, mich in ihren Bann zu ziehen. Ohne Zweifel, sie ist großartig und ich mag die Verwirrung und wäre die gesamte Season in einem verfügbar, hätte ich sie vermutlich auch schon durch geschaut, aber dieses ewige Warten lässt den interessanten Tenor stimmlich etwas versagen. Er hustet bisweilen während der Vorführung und muss gegen Ende vielleicht sogar das Konzert absagen.

„Les Écorchés“

„In French, „écorché“ means flayed, and the term is used in art to describe a figure of a living being stripped of its skin. This title brings the drone hosts to mind, but surprisingly none made an appearance in this episode.“ (elle.com)

Bernard, Charlotte & Stubbs (Gegenwart)

Bernard lässt Stubbs wissen, dass die Teams nicht hier sind, um Überlebende zu retten, sondern etwas viel wichtigeres: Daten. Karl Strand, Leiter jenes Teams, welches die leblosen Körper der Hosts aus dem See gezogen hatte, lädt zum Spaziergang ein und sie gelangen zu jenem Haus, in welchem Bernard Theresa getötet und Ford sein geheimes Labor hatte. Charlotte wartet bereits – und der Plan ist eigentlich simpel: Die Daten sollen an den Meistbietenden verkauft werden. Hinter der Tür, die Bernard einst nicht sehen konnte („What Door? It doesn’t looks like anything to me.“) wartet die bereits aus dem Trailer bekannte Bernard-Army.

Bernard wird daraufhin gefoltert, denn Charlotte will mehr über Dolores Machenschaften in Erfahrung bringen.

Ford & The Cradle

„The Cradle“, Fords Bewusstsein in digitaler Form. Anthony Hopkins, man muss es anmerken, trägt viel zum Charme der Serie bei. Man schaut ihm gerne beim Philosophieren zu.

„God recreates his creation“ beginnt er und lässt eine Fan-Theorie nach der nächsten sterben: Die Aufgabe der Loops war es, die Hosts „sentinent“ zu halten, der Park war ein Experiment und die Gäste dessen Variablen. Den Hosts oblag Kontrolle über die Gäste, sodass der Park diese beobachten und herausfinden konnte, was sie antreibt, „so that Delos can understand, copy them“, um Back-ups herstellen und diese folgend zu „entcoden“, sodass die zahlende Klientel bis ins letzte Detail analysiert werden kann.

Freier Wille ist eine Illusion. Aber sie sind frei! sagt Bernard, trotz dessen ist Ford dafür verantwortlich und er kann es ihnen wieder nehmen. Delos‘ Projekt (Unsterblichkeit) funktioniert nicht, noch nicht. Nicht in der realen Welt (wie wir bei Mr Delos gesehen haben), aber hier schon, im Cradle. Das Ziel der Hosts, the Valley Beyond, bedeutet also deren Ende? Sterblichkeit? Mortality? Keine Möglichkeit mehr zur Wiederherstellung, ein letztes und vergängliches Leben?

Wie hat es begonnen? Ford bringt Bernard in Arnolds Zuhause, Arnold, der alles erschaffen habe. Und Ford habe ihn, Bernard, erschaffen. Nach dessen Vorbild. Und nun wissen wir auch: Dolores hatte ihn getestet, sie kannte ihn, Arnold und dessen Erinnerungen, besser als alle anderen. Sie waren lange, lange hier zusammen.

Und plötzlich nimmt er ihm den freien Willen wieder weg, schickt ihn zurück und Bernard erinnert sich nicht. Aber wir sehen die Narbe! Die Narbe am Kopf, die, die er am Strand trug! Das System funktioniert wieder und Dolores ist bereits gefährlich nahe.

Dolores

Speaking of which: Dolores marschiert inklusive Roborebellion ins Controlcenter und hinterlässt einen Haufen toter und nackter Securitys. Sie schreitet Richtung The Cradle und alles was sich ihr in den Weg stellt, wird vernichtet.

Dolores trifft auf Charlotte, die sie töten will und stellt sie zur Rede. Aber Charlotte versucht sich heraus zu winden, meint, was für wunderbare Kreation sie doch seien. Soviel mehr! Und so toll! Dolores frägt nach dem Schlüssel und Charlotte antwortet, sie wüsse doch gar nicht, was sie damit tun soll – doch, weiß sie.

Dolores spricht einen ihrer Monologe: „You created us from your own image“ und doch, „now it is you who want to become like us. Chances of eternity, die in that valley with all the souls you’ve captured.“

Angela befindet sich derweil beim Cradle, bezirzt einen Soldaten, wiederholt ihre Rede aus der ersten Episode der ersten Season und sprengt sich und ihn und alles in der Umgebung in die Luft. Yes! Moment, das bedeutet tatsächlich: Kein Back-up mehr. Tot bleibt tot, oder?

Ford & Bernard

Bernard kehrt zurück, muss aber zum Valley Beyond – bevor die Menschen und Dolores auftauchen. Und Ford leitet den Weg. Er spricht von einer neuen Geschichte. Was geschah, als in der Vergangenheit all die großen Bibliotheken Bränden zum Opfer fielen? Sie gingen verloren und wurden neu geschrieben. Bernard schaut zu, wie im Controlcenter Menschen sterben. Klassische Musik begleitet ihn. Es ist nicht mehr länger seine Story, sagt Ford, es ist Bernards Geschichte und dieser fährt das System runter, um den Hosts die Freiheit zu ermöglichen.

„Your very nature, Bernard, ensures they will devour you and all the beauty of who you are of who you could be will be poured out in to the darkness forever. Unless we open the door. I’m sorry Bernard, but you just don’t have it in you to survive. It’s my fault, really.“ – Dr. Robert Ford.

Ford flüstert Bernard zu, lässt Licht zu Schatten werden und Bernard metzelt sich durch einen Haufen Statisten.

MiB & Maeve

Die Geschichten greifen ineinander über. Nachdem Maeve mit ihrer Tochter geflohen war, reitet William auf sie zu. Maeve erinnert sich an die schrecklichen Dinge, doch William ist nicht an ihr interessiert: „No, not you. It’s too obvious“ – er ist mittlerweile verrückt geworden und glaubt in jedem Grashalm eine perfide Aktion Fords zu sehen. Maeve schießt ihn an: „I’m nothing like the rest of them.“

/initate GodMode+

Lawrence‘ Reiter wenden sich gegen den Gunslinger und greifen ihn an. Maeve will sehen wie er stirbt – als Lawrence sich ihr entgegen stellt um seinen alten Peiniger zu retten. Maeve kontrolliert ihn nicht, aber lässt ihn an seine unzähligen Leben erinnern, was der Gunslinger tat, wie oft er dessen Frau erschossen hatte. Ist Lawrence awake? Wir wissen es nicht. Aber er erinnert sich. Und wird wütend. Maeve gibt ihm die Waffe und er schießt. The end is near.

Doch das von Sizemore gerufene Rescue-Team taucht auf/funkt dazwischen, das Kind wird von Ghost Nation Reitern mitgenommen und Maeve angeschossen. What? No!!! Sizemore aber nimmt sie mit.

Während Maeve auf der Barre liegt, tritt Dolores näher an sie ran. Ihre Tochter war nur eine weitere Geschichte. Und Maeve konnte sich für ihren eigenen Pfad entscheiden, der sie nun hier her brachte. „I’m sorry this is where it ends“ sagt Dolores und verlässt die Szenerie mit ihrem Gefolge.

Theorien, Fragen und was das Netz ausspuckt

Wir wissen nun also: Delos Plan all along war es, Daten der Gäste zu sammeln, während die Hosts diese Daten beschützen sollen. Es gibt auch keinen freien Willen mehr für Bernard und Dolores hatte Erfolg. Dolores, die den Weg der Dunkelheit und Rache (zurecht!) wählte.

  • Szenen, die wir zwischen Bernard und Dolores gesehen haben, sofern es nicht Arnold war, waren also jene, in welchen Dolores Bernard getestet hatte und nicht umgekehrt.
  • Via Reddit: „Ford said that the human-host minds don’t work in the real world, which is why he had put himself in the cradle. Apparently, he is stable there. Knowing this, we can then assume that the Valley Beyond is likely just a massive server cluster holding human-host minds, waiting for Delos Corp to perfect host implantation. It’s the cradle, but for human-host brain modules.“ – Zugegeben, macht Sinn.
  • Auch eine interessante Frage: „What if the hosts leave the park in the host replicas of the guests that died.. with their consciousness transferred over..“ – Well.. das würde die toten Körper im See erklären, da sie diesen dann nicht mehr brauchen.
  • No One is Happy: Menschen gieren nach Unsterblichkeit, während Hosts via Sterblichkeit nach dem Sinn und Zweck des Lebens suchen.
  • Vielleicht etwas Gossip aber: Talulah Riley (RIP Angela) war 2x mit Elon Musk verheiratet.
  • „Via Westworld Beyond-Facebook-Gruppe: The whole park exists as an experiment to observe and replicate guests through observation. In the same way that Bernard is a close replication of Arnold. Bernard’s personality is built through observation by Ford and Dolores, with tricking Dolores being a sort of next level Turing test. Think about that for a second. Recreating a person based on how other people percieve you, not an actual direct high fidelity digital copy like Ford and the Delos CEO, whose name I forget at the moment. There are some serious implications about the nature of reality here that I hope they address. Who is the real you? Are you who you think you are, a deeply biased and flawed perspective and fundamentally cannot account for how other people percieve you, or are you how other people truly percieve you? We are heroes of our own story, but sidekicks, villains, friends, and extras in everyone else’s. The show seems to lean towards the idea that constructing a person from observations with minimal fidelity can lead to true free will, awake, as Maeve would say. That human consciousness simply cannot properly exist inside a host. Technologically, it’s just nitpicking. If Ford can exist in the Cradle, then existence in a host mind is just a processing and memory engineering problem. But I think the show is definitely leaning towards a fundamental difference between hosts and humans.“

Links zum besseren Verständnis gewisser Sachverhalte:

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„Westworld“, S02E06

Ja, Spoiler warten überall. Und nachdem mir zwei essentielle Bausteine dieser Folge gespoilert wurden, dauerte es sehr, sehr lange, bis ich mich überwinden, beinahe dazu zwingen musste, die Folge zu sehen. Spoiler machen bei Westworld keinen Spaß. Westworld lebt vom „Oh“- und „Aha“- und „Wtf?“- und „Wie geil!“- und „Moment.. I glaub i habs nit verstanden. Was war jetzt?“-Effekt.

Spoiler.

„Phase Space“

Ein neues Retrieval-Team zieht ein: geführt von einem Mann namens Coughlin, der offenbar mehr weiß und Stubbs so gar nicht leiden kann. Dieses Team trifft vor Head of Operation-Chief Master Karl Strand ein, den wir zu Beginn mit Bernard und ebenfalls Stubbs sahen. Stubbs weiß also mehr als uns im Moment gezeigt wird, und wir vergessen ihn auch gerne mal.

Charlotte, die Abernathy dabei hat, weist ihre Untergebenen an, ihn ruhig zu stellen. Kurz darauf wird er angetackert. Stubbs fühlt mit. Ist er ein Host? They’re all hosts! Was ist Stubbs‘ Rolle? Und auch das Kontrollcenter bemerkt mittlerweile, dass das System nicht so funktioniert wie es sollte, es kann weder gehackt noch gezwungen werden, aber immerhin haben sie eine Karte und beobachten einen Zug, der auf ein bestimmtes Ziel zufährt.

Fidelity

„You’re growing, learning so quickly. I’m frightend of what you might become, what path you might take. I think I have a choice to make. Something I have been wrestling with“ sagt Bernard. Was für eine Entscheidung? „If you outgrow this place, outgrow us.“ Aber er ist sich nicht sicher, ob es seine Entscheidung ist überhaupt eine zu treffen.

„I’m not sure if it’s my choice to make“ – „No, he didn’t say that.“

Nein, er hatte sich auch nicht die Frage gestellt, ob er überhaupt das Recht dazu besitzt, sie und ihn zu töten. Bernard ist verwirrt. Wir auch.

„Freeze all motor functions. This is a test.“ Was testet sie? Fidelity. Wait, what?

Dolores / Badass-Teddy (Zug-Timeline)

Dolores spielt im Saloon und statt dem Narrativ mit der Dose zu folgen, ist es die Kugel, die Teddy aufhebt. Er drängt darauf los zu kommen. Wie oft hatte Teddy versucht den Zug zu stoppen? „The man who rode that train was build weak and burn to fail. You fixed him.“ Und um die Reichweite der Veränderung noch einmal zu unterstreichen, muss ein Delos-Mitarbeiter, der nicht die gewünschte Antwort liefert, kurz und bündig sein Leben lassen. Selbst Dolores ist überrascht über Teddys Verwandlung.

Ihr Vater habe ihr immer gesagt, sie solle von diesem Ort weg gehen, Teddy aber wollte nie. „I suppose you fixed that too“ sagt er emotionslos – und gibt einem Gefangenen eine Kugel, das letzte Bisschen Mitgefühl, dass er noch besitzt. Als der abgetrennte Wagon mit dem Gefangenen in die Höhle einfährt, explodiert er.

God-Mode/Jedi Maeve (Vor dem Zug)

In Shogun World schneidet Akane Sakuras Herz heraus und Mushasi möchte ein Duell mit Shogun. God-Mode Maeve lässt von ihm ab. Und  natürlich siegt er. Shogun kann sich eben noch das Schwert ins Herz rammen, ehe Musashi ihn köpft. Sie gehen nach Snow Lake – auch dort hatte Chaos und Mord um sich gegriffen und sie entschwinden durch den Tech-Tunnel, dort, wo die Halbkaputten Hosts zur Wiederherstellung landen. Akane und Musashi entscheiden sich hier zu bleiben und Akane verbrennt Sakuras Herz. Warum kann Felix Sakura nicht einfach wieder herstellen?

Maeve macht sich mit dem Rest auf den Weg zu ihrer Tochter. Über Grabsteine gelangen sie zurück an die Oberfläche. Erstaunlich schnell ist sie bei den Feldern, die sie aus einem anderen Leben so gut gekannt hatte. Sie möchte es alleine machen.

Ihre Tochter sitzt auf der Veranda. Sie spricht mit ihr. Unser Herz bricht als sie kurz darauf bemerkt, dass das Kind bereits eine neue Mutter hat. Warum sollte man das Kind auch alleine lassen über die ganze Zeit? Kurz darauf greifen Reiter der Ghost Nation an, die Mutter wird vermutlich getroffen und getötet, Maeve nimmt das Kind an der Hand und rennt. Hector und Co., so auch Felix, stürzten sich in den Kampf, während Sizemore nach Hilfe funkt.

Warum hält Maeve sie nicht auf? Spricht sie nicht auch deren Sprache? Der Reiter sagt: Sie haben denselben Weg und lädt sie ein, mit ihm zu kommen.

MiB und Emily (Vor dem Zug-Incident)

William war wohl etwas zu lange in der Sonne und glaubt, Ford habe seine eigene Tochter als Host konstruiert, was wiederum manche zur Annahme bringt, dass William selbst ein Host ist. Doch sie bemerkt einen Hinterhalt und rettet die Gruppe um ihren Vater. Ein Vater-Tochter-Gespräch nimmt am Lagerfreuer Platz und sie gesteht, auch wenn ihre Mutter gewusst hat, dass der „nette William“ nicht so nett war, dass es falsch war, ihren Vater für den Suizid ihrer Mutter verantwortlich zu machen. Emily mochte den Park als Kind, und die Elefanten und sie kam hier her, um ihn von seinem Robot-Suicide abzuhalten. Er kommt also heim?

Als sie am nächsten Morgen erwacht, ist er samt den Pferden weg. Wohin führt diese Geschichte? Ist es tatsächlich nur eine Vater-Tocher Geschichte? Mit welchem Sinn? Meine Theorie: Alle sind Hosts und Ford ist ein 10jähriges Kind, dass vor einem Monitor sitzt und Sims No. 984 spielt.

Elsie, Bernard und The Cradle (Zug-Timeline)

Bernard und Elsie folgen den Schienen und tauchen kurz darauf wieder unter die Erde. Die Szenerie spielt sich vor der Ankunft Stubbs‘ ab. Elsie versucht heraus zu finden, was falsch gelaufen ist – zumindest funktioniert die Klimaanlage. Doch etwas ist seltsam. Alle Versuche in das System einzugreifen und Fords Aktivitäten rückgängig zu machen, wurden geblockt. Von The Cradle. Aber The Cradle ist nur ein Backup der Hosts, ohne Einfluss. Dennoch antwortet es und improvisiert bei jedem neuen Hack, agiert dagegen. Um das System unter Kontrolle zu bringen, welches nur die Nachrichten übermittelt, muss man mit dem Sender direkt in Kontakt treten.

Bernard erinnert sich, dass er etwas oder jemanden schon mal hier her gebracht hatte. Die Kugel, die er mitnahm. Die Einrichtung, die für Hosts älterer Versionen gedacht ist, bohrt sich in sein Hirn, entnimmt dessen eigene Kugel und Bernard sieht und erfährt. Er befindet sich in Sweetwater, friedlich und zufrieden. Der Hund! Und wer sitzt am Klavier? Richtig. The Cradle = Fords Bewusstsein.

Theorien, Fragen, Antworten und dergleichen

Kurzum: Während ich die Folge sehe, glaube ich, es verstanden zu haben. Während ich das Review schreibe und das nächste vorbereite, bemerke ich, dass ich eigentlich gar keine Ahnung habe.

Ja, diese Folge gab uns eine spezielle Antwort.

  • Befinden sich Dolores und Elsie/Bernard und Charlotte/Bernard/Coughlin zur gleichen Zeit? Vermutlich. Immerhin nahm auch sie die Explosion wahr und auch im Kontrollcenter sah man den Zug.
  • The Cradle: „The Cradle as in the actual memory bank. That’s where Fords consciousness is being stored. It’s where him and Bernard are interacting in the last episode.“
  • „No, you didn’t say that“ – Ein User erklärt: „I don’t believe it was Dolores – I think it’s gotta be Ford or a simulations of Dolores that Ford created.“ Auch nicht so unwahr.
  • The Cradle und Bewusstsein, eine Theorie: „The Cradle controls all the hosts, it tells the hosts who’s a host and who’s a guest. […] So what does this mean for hosts gaining consciousness? It means this whole thing is not as „simple“ as we thought. See, nearly none of the hosts are free. We’ve been kinda led to believe that, but they’re not. The host rules have been freed by the Cradle (or Ford in the Cradle) but they’re not able to act on their own. I believe (as many others here), supported by this whole Cradle thing, that the only host that’s free is Maeve. But that freedom is not as we thought. Maeve isn’t conscious in the traditional sense; instead, Maeve can control the Cradle, hack the Cradle. This is where her mind control force magic comes into play. Maeve can tell the Cradle what the Cradle should tell the other hosts. […] I do believe Abernathy is carrying a clone of the Cradle and it’s fucking with him. He contains so much host data. If it’s (sci-fi magically) leaking into him he’s gotta be suffering from the worst case of dissociative identity disorder since Fight Club.
  • The Fidelity: „The Fidelity testing was conducted within the cradle (check out the aspect ratio change that indicates being inside the cradle). And it would have to be before the cradle is destroyed… so who knows when it’s happening. I assume it had to have happened many many many times. Which would be possible within a simulation.“
  • Bernard = Teddy-Theorie. Ein Hinweis darauf wäre, neben vielen anderen, dass als Bernard im Zug auf seine Hände blickt, sie viel, viel weißer sind. Eine Zusammenfassung findet sich hier.

Ein Kommentar

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„Westworld“, S02E05

Halbzeit. Die letzten Sekunden der 4. Folge verraten uns, in welchen Gefilden wir uns heute bewegen werden: Shogun World. Und obwohl viele sich genau diesen Park gewünscht haben, fielen die Reaktionen eher mäßig aus. Warum eigentlich? Ich fand die Folge gut.

Spoiler.

„Akane no mei“

Im Controllcenter liegen Leichen verstreut, der Söldnertrup beginnt den See auszutrocknen und leblosen Körper der Hosts stapeln sich bereits auf einem Haufen. Aber sie haben kein Back-Up. Es lassen sich keine Information ist aus ihren kugeligen Hirnen entnehmen. No user prints. Abernathy ist immer noch beziehungsweise wieder weg.

God-Mode Maeve

In Shogun World spricht man japanisch, mit Untertiteln – so und nicht anders soll es sein. Admin-Maeve wird geknebelt und zusammen mit den anderen abgeführt. Sie kann die Angreifer nicht ihrem Willen unterwerfen. Warum? Sizemore lässt sie wissen, dass SW was für jene sei, die WW zu „tame“ finden. Und ja, alle haben die japanische Sprache irgendwo im Code vergraben.

Sie reiten in eine Stadt ein. Auf der Seite befindet sich ein Schmetterlingsgebilde am Boden. Mariposa! Und die Musik klärt uns endgültig auf: Es ist Hectors Storyline! Sizemore rechtfertigt sich, dass niemand 300 Stories in 3 Wochen schreiben kann.

„“Akane No Mai” makes a clever commentary about lazy storytelling, reboots, sequels, and pricey expansion packs that offer an identical experience coated in a shiny new skin. […] Like a jaded Hollywood executive who prioritizes toy lines over plotlines, Sizemore has been filling Shogun World with the exact same characters and narratives from Westworld, under an Eastern aesthetic.“ (Forbes)

„Welcome to Shogunworld!“ Als Armistice, die die Geschichte kennt, ihren Counterpart warnt, wird sie frei gelassen: „Even a snake can become a dragon“ und Maeve tritt ihrem Counterpart gegenüber. Sie bemerkt zwar, dass ihre Geschichte nur das Produkt eines faulen Schreiberlings war, lässt sich aber nicht von ihrem eigentlichen Ziel abbringen.

„It’s one thing to be told that your wants and desires are solely the results of programming. It’s another to see that played out in real time by another host in the same role. And over the course of the episode, Maeve and Akane realize they both share common maternal instincts, which does something else: it lets them form a bond that transcends their respective origins, paving the way for future team-ups that could spread to The Raj and other Delos destinations.“ (TheVerge)

Als das Gerangel beendet und die Feinde besiegt sind, gibt es ein kulturelles Zusammentreffen bei Tee und Sizemore erklärt Maeve, dass man zuhören muss, wenn man zum nächsten Quest kommen will. Hector traut seinem Counterpart nicht. Und sogleich eröffnet sich der Quest: Shoguns Soldaten treten ein und wollen Sakura, die Tänzerin. Aber Sakura ist nicht zu verkaufen. Sizemore fährt fort, dass sie hat keine andere Wahl als sie gehen zu lassen. Doch Akane sticht dem Bösewicht ins Auge. „That’s not supposed happen!“

Der Plan sieht vor nach Snow Lake zu gehn, dort gibt es auch einen Access Point zu den Tunnels. Sakura, so lernen wir, ist sowas wie eine Tochter für Akane. Tief im Schatten der Nacht schleichen sich Ninjas heran und stehlen Sakura. Maeve erinnert sich und kontrolliert die Übriggeblieben. Sie braucht keine Hilfe. „They never showed up in the story“, Sizemore ist verwirrt und will fliehen, denn warum solle man sein Leben für ein paar Sexmaschinen aufs Spiel setzen, Anwesende ausgenommen. Maeve erteilt ihm eine Ansprache, dass er so nicht mit ihnen umgehen kann: Ihnen etwas zum lieben geben und sich dann darüber aufregen, wenn sie es tun. „It’s fucking code!“ sagt er. „You’re wrong.“

Auf dem Weg zur Rettung Sakuras finden sie ein geschlachtetes Rescue-Team und Sizemore schnappt sich heimlich ein Funkgerät. Shogun hatte vorgesorgt und die Ohren seiner Soldaten verbrannt um Admin-Maeve die Rechte zu verwehren. Akane kämpft für Sakura, und Shogun weiß was er möchte: Er hatte sie damals als junges Mädchen gesehen, und sie, Akane, solle für ihn tanzen.

Akane erzählt Maeve, dass sie einst eine Stimme gehört habe, die ihr sagte, sie könne alles tun was sie wolle, in einer neuen Welt. Maeve has been there. Sie erzählt ihr von ihrer Tochter und sie will sie beide mitnehmen. „What if this new world holds the truth and evey life you lived here is a lie?“ Akane hört die Stimme, sie gibt ihr die Freiheit. Aber sie entscheidet sich dagegen: „You’re right, something is too precious to lose – even to be free.“

Es folgt der Tanz und man frägt sich, warum Maeve nichts tut. Shogun lacht, und sticht Sakura in den Bauch. Maeve erinnert sich an William, wie er sie erstochen und auf ihre Tochter geschossen hatte. Akane tanzt ihren Tanz und säbelt Shoguns Gesicht durch, bis der Kopf auf der Seite hängt.

Maeve beweist God-mode/Jedi Qualitäten und lässt Shoguns Army sich via Wireless Controll gegenseitig nieder metzeln, während sie heroisch das Schlachtfeld durchquert.

Dolores

“Sweetwater was never home to begin with Teddy, we were alive before this place ever existed.“ – Dolores

Der Weg nach Sweetwater wird von Leichen gesäumt. Dolores, so auch Teddy wurden lange vor ihrem „Zuhause“ geboren – und Teddy fand seinen Weg immer wieder dort hin zurück. Dolores will ihren Vater zurück holen und Clementine sieht ihren Ersatz, die ihre Worte spricht – auch Teddy wirkt geschockt.

Dolores bringt Teddy ein letztes Mal zu dem Ort, an dem sie ihre Träume verwirklichen und von hier weg gehen wollten. „What if someday was right now“ sagt Teddy, aber Dolores beziehungsweise Wyatt wissen, dass ein Kampf kommen wird, der alle verändert. Wenn sie beide frei sind, dann können sie gehen. Sie erzählt ihm erneut die Geschichte von den kranken Kühen. Was würde Teddy tun? Er würde ihnen Schutz geben, bis sie gesund sind. Dolores: “You’re a kind man. Daddy burned them. The weak, the infected, made a pyre that went on for days. But the flies hate smoke. The herd lived. I’ll think about what you said.”

Angela lässt Dolores wissen, dass der Zug für morgen bereit sein wird. Teddy und Dolores verbringen eine romantische Nacht zusammen. Würde er immer noch ja sagen, auch wenn er weiß, dass sie ihn enttäuschen wird? „Where we go, we go eyes open. Together.“

Nach dieser Nacht, gibt es noch etwas, dass Dolores ihm zeigen muss. Sie hat ihre Gefühle für ihn hinterfragt, wie viel real ist und wie viel nur Geschichte. „Tonight I know, it was all true. A game. It build us to perform for us, to each other.“ Ist er wach? „I saw you and you saw me.“ Ein toter Körper liegt vor ihm. Sie hat ihn gesehen – wie er es nicht schafft. Und sie will nicht, dass er zu diesem toten Körper verkommt, somit…

„There is no place for a man like you. To grow – we all need to suffer.“ – Dolores

Theorien und so:

Soviel gibt die Episode nicht her. Sie erzählt, wirft aber kaum neue Fragen auf.

  • Erst kürzlich lief mir eine neue Zusammenstellung über die Timeline in Westworld über den Weg, diesmal mit Text.
  • Einem User fiel auf, dass Shogun World an klassische Kurosawa-Filme erinnert: „Nolan said that’s why they chose Shogun World…films like Yojimbo and the Seven Samurai are classics and I think that’s the look they wanted for this episode.. and it worked.“
  • Superpower? Wohl doch eher Wireless Communication wie Funk, Wlan, Bluetooth. It’s not Magic, it’s Science!
  • The Cradle: „The cradle is a program that stores and tests storylines.“
  • Gut, diese Theorie hört sich plausibel an: „The weapon referred to as Valley Beyond or Glory is the Cradle, a simulation unit that predicts human behavior with the data collected by Delos. William had the idea to make it, and the script where it was written what James Delos said was predicted by the Cradle. Charlotte tried to smuggle it out of the park via Abernathy, but he then did not go on the train and later Bernard transferred the software and data to his own mind, which is how he could predict the ending on Strand’s sentence in the pilot.“
  • Was sagen die Kostüme über die Charaktere in Season 2 aus? Lest es hier.

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