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„La La Land“

Bevor ich in (rain) und (sadness) zu ertrinken drohe, die mir tagtäglich an den Kopf geworfen werden, werfe ich den Beitrag ins digitale Geflecht des WorldWideWebs.

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„Du fandest La La Land solide“ sagte Madame (8) zu mir, als ich ihr eine kurze Zusammenfassung schickte. Folgend debattierten wir über den Sinn und die Botschaft des Filmes, „alternative Enden“ und was die jeweilige von uns tun würde.

Als „Liebesgeschichte“ an sich funktionierte La La Land gut, als „sich leidenschaftlich Liebende“ funktionieren Emma Stone und Ryan Gosling nur (mehr) bedingt. In Crazy Stupid Love wurde die Idee der „wahren Liebe“ noch eher vermittelt, das Zusammenspiel hier gleicht einer engen Freundschaft.

Warum der Film ein „solide“ bekommt, liegt weder an den Schauspielern, noch an der Idee, die satirisch und gleichzeitig tragisch komödiantisch inszeniert wurde. Es liegt an der technischen Umsetzung. Wobei ich sagen muss, dass an Across the Universe und an die Buffy-Musical Folge „Once more with Feeling“, so schnell nichts heran kommt. I touch the fire and it freezes me.. I look into it and it’s black..

* Das Playback war deutlich als solches erkennbar war und wirkte authentisch und störend. Lieber ginge ich die Gefahr ein, dass der eine oder andere etwas schief klingt, als dass es aufgesetzt und künstlich wirkt. Die Stimmen waren dünn, schwach, wenig differenziert und ohne Ausdruck – auch wenn die Sänger zu Gegenteiligem in der Lage gewesen wären. Wollte man eine eventuelle Kreischchorgie vermeiden aufgrund der vielleicht besseren oder schlechteren Kinosaalausstattung? Ich weiß es nicht. Es war ein störendes Element. Wenn man natürlich sehen mag, dass erst mit dem letzten Rest Emmas Stimme voll ausgenutzt wird, in dem sie DIE Chance ergreift, dann sei es so. Dies erklärt dann jedoch nicht, warum alle anderen Sänger so sangen.
* Üblicherweise tauchen in einem Musical-Film die Tänzer immer wieder in Nebenrollen auf, man bemerkt sie zwar, aber sie fallen nicht ins Gewicht. Sie sind Statisten. Wie auf einer Bühne schlüpfen Statisten verschiedene Rollen, um das Gesamtbild zu perfektionieren.Eine Bühne ohne Statisten wirkt leer und langweilig. Diesen Aspekt vermisste ich etwas.
* Ebenso zog sich der Musical-Aspekt nicht durch den ganzen Film. Er war zu Beginn greifbar (Alltagsszenen werden gesungen und getanzt) und am Ende. Währenddessen wurde lediglich etwas musiziert.

„Aber es war eine Musical-Hommage!“ rief Madame (8) mitten in der Diskussion. Mag sein, aber als Hommage hatte es dann wieder zu viele Musical Teile – oder war es nur deswegen eine Hommage weil es eben so gezielt eingesetzt wurde? Ein fader Nachgeschmack bliebt. Ich fand, es war eher eine Hommage an das alte, glamouröse Hollywood. War also die Kohärenz der Elemente nicht gegeben, weil Mia vielleicht gerade zu Beginn und gerade am Ende in einer speziellen Lebenslage gezeigt werden mochte? Die erfolglose Schauspielerin, die mit einem Song besungen wird, der Höhepunkt mit Ryan Gosling und gegen Ende ihren Erfolg? Ergibt das Sinn?

Was war nun der Sinn? Was war die Botschaft?

Wir debattierten und diskutierten und ich war der Ansicht, dass im „alternativen Ende“ das zu Letzt gezeigt wurde, der „Was wäre wenn“-Szenerie, Mia und Sebastian mehr Lebensqualität vermittelten, als wie das reale Ende. Madame (8) jedoch war anderer Ansicht. Zwar gestand sie ein, dass Sebastian gegen Ende traurig war, aber Mia in beiden Szenen gleich glücklich wirkte. Dass, wie ich es nannte, „alternative Ende“, sei eine Wunschphantasie, eine romantische Träumerei. Aber von wem, von ihr? Von ihm? Von mir? Und wo liegt die Botschaft des Filmes? In diesem Falle sagte sie: „Der Film sagte, man soll sein Leben nicht mit pseudoromantischen Phantasien vergeuden und den eigenen Träumen folgen und manche Beziehungen sind eben nur für eine Zeit richtig, aber nicht fürs Leben“.

Doch La La Land beherbergt auch eine feministische Botschaft – oder gibt zu verstehen: Gib deinen Traum nicht wegen einem Mann auf – denn sie wurde auch mit einem anderen glücklich und erreichte ihren Traum. Und das Missverständnis, der Missglauben in seinem Falle sagt (wir erinnern uns an die Szene in der Mia mit ihren Eltern telefoniert): Kommuniziere! Nachdem er also ein Gespräch belauscht hatte, hatte er geglaubt, sie wolle das er erfolgreich ist, einen Job hat, Geld verdient und so weiter. Man sah was dabei heraus kam.

Madame (8) hat vermutlich mit ihrer Interpretation recht – wenn man eine der letzten Szenen betrachtet, in denen sie sich ansehen und Mia wortlos sowas sagt wie: „Es war schön, jetzt ist es vorbei, aber ich bin froh, dich gekannt zu haben. Danke und machs gut“ wohin gegen er, nach wie vor alleine, aber seinen Traum lebend, den Verlust spürte – und sich vermutlich gleichwohl bewusst war: „Wäre ich mitgegangen, wäre ich nicht hier.“ Und erneut: Man kann darüber streiten, ob er dann nicht glücklicher gewesen wäre.

Interessanterweise ist das genau die romantisch-verklärte Gosling Figur, die wir auch schon aus The Notebook kennen, die im Jugendalter Suizid androht, wenn die Auserwählte nicht mit ihm ausgeht. Und mittlerweile weiß auch ich, dass Leute, die dir jeden Tag Liebesbriefe schreiben, Songs dichten und sich aufopfern, unterm Fenster etwas vorspielen und der gleichen, wohl eher in sich selbst, beziehungsweise in die Verliebtheit zu dir verliebt sind, als wie in dich. Das Objekt der Begierde ist austauschbar, die Euphorie der Verliebtheit lässt sich auf alles anwenden.

Fazit: 5 von 9 Autobahnen auf denen getanzt wird und 4 von 9 Musical-Elemente. Erneut: Solide und unterhaltsam.

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„The Boss“, Sneak Preview

Die erste Regel des Sneak Preview: Niemand verlässt den Raum, egal wie schlecht der Film ist.
Die zweite Regel des Sneak Preview: Niemand verlässt den Raum, egal wie schlecht der Film ist.

Spoilers, Sweet… nope, not really, forget it and continue..

Man könnte dieses höchst subjektive Review so anfangen: some kind of sassy, Bitches! oder aber: Typischer Hollywoodklamauk, der mit Will Ferrell’s Unterstützung, aus dem Hirn der ungeliebten Melissa McCarthy selbst entflohen ist; folgend ebenjene als Ober-Bitch, die als ungeliebte Waise es schaffte Millionen zu erwirtschaften, vom monogamen ungeliebten Tyrion hintergangen wurde, um dann mit Keksen wieder erfolgreich zu werden, auf Kosten von Ana-Sprecherin und Sloth-Liebhaberin Kristen Bell. Oder so.

Man fahre fort, dass manche der Witze zwar geschmacklos sind, aber – wie ich immer sage, wenn man sich darauf einlässt – einem doch einen kurzen Lacher abringen, um dann jedoch einen Tick, manchmal auch zwei oder drei Ticks zu lange ausgelotet werden, bis vom Witz selbst nichts mehr übrig ist und man sich denkt: Okay.. Jop. Ist gut. Und manche waren wirklich originell, wie die Zähne am Anfang, oder die Brüste, aber.. eben.. ein Tick zu viel. Und sei der Witz zu geschmacklos oder zielt er lediglich auf die affektive Reaktion ab, dass ist in diesem Falle egal: Das Ziel, der Lacher, die Mundpropaganda, Reviews und dergleichen folgten und Tada! Entschlüsselt ist die Werbestrategie. Same old same. Ich schreibe eben an einer Arbeit über schwarzen Humor in der Werbung. Man solle ja erlerntes, sofern möglich, immer gleich anwenden.

Es folgen brachiale School-Scouts Schlägereien und es gibt Katanas! Und gegen Ende, natürlich, wird alles gut. Yay.

Fazit: Wenn man sich darauf einlässt, dann…

Gute Nacht.

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„The Huntsman – Winter’s War“

Real Life Frozen! Beinahe, fast – aber nicht ganz. Es folgt ein subjektives Review. Inkl. Spoiler.

Die Schlange mit den Blümchen und die Schildkröte mit den Blümchen und die winzigen, offensichtlich geschlechtslosen Feen (?). Ach du meine Güte, war der Film putzig. Die Kostüme waren ansehnlich und auch die Regie ordentlich. Die Schneeflocken! Es fehlte zwar noch das gewisse Etwas, aber ich mochte den Film. Ja, ich mochte ihn wirklich. Lästig waren lediglich die Besucher, die sich zwei Sitze weiter, permanent in Zimmerlautstärke unterhielten und mit ihren Handys spielten. Ich würde solchen Leuten sofort Hausverbot erteilen. Und ich mag definitiv kein Parade-Beispiel für Anstand sein, aber sowas? Ernsthaft? Diese Dreistigkeit. Sie konnten sich glücklich schätzen, dass ich nichts zu werfen hatte. Und Angst, aus dem Kino geschmissen zu werden, da es das einzige in näherer Umgebung ist, dass nicht nur Independent OV-Filme zeigt.

Anyway.

Die Musik war ab und an, im Vergleich zur Szene etwas schwach, die Story gewöhnlich und da es ein Märchen war, natürlich auch vorhersehbar. Kann es sein, dass eine Szene aus dem Trailer fehlte? Ein Prequel und Sequel zur gleichen Zeit. Aber alles in allem sehenswert, vorausgesetzt man mag Fantasy. In diesem Falle wurde sogar der 3D Effekt adäquat verwendet. Wenn er bspw. bei Batfleck V Superman absolut katastrophal war, gab es hier nichts zu bemängeln. Keine doppelten Ränder, keine ungewollte Unschärfe. Es schwebten sogar kleine Schnee-Partikel im Raum herum. Generell aber möchte ich an dieser Stelle festhalten, dass man auf 3D verzichten kann und sollte. Bei Animations-Filmen lass ich es mir noch einreden. Gut, in diesem Falle… Man versteht meine Aussage.

Als ehemalige (Mittelalterliche) Schwertkämpferin empfand ich die Choreographien als äußert gelungen. Die der Kinder, sowie die Gruppen-Fights. Etwas Schmerz und Wehmut krochen aus meinem Herzen, da ich keine Möglichkeit mehr habe, diese selbst nachzustellen und damit aufzutreten.

Aber man erkläre mir bitte eines: Warum zum Teufel ließ man einen Australier schottisch sprechen? Warum zum Hades so künstliche Akzente? Gab es einen speziellen Grund dafür? Es wirkte seltsam und unfreiwillig komisch. Übrigens, Lense Flairs – besser, weil weniger, aber dafür wenn, dann sehr deutlich.

Die Zwerge waren großartig. Und auch wenn sie sich nur derben britischen Pub-Slang um die Ohren schmissen, wirkte es sympathisch und amüsant. Und dass die derbe Zwergin dann gegen Ende doch nachgibt, darf dem Grundton der Geschichte nicht übel genommen werden. Es ist eben ein Gut gegen Böse Märchen.

Charlize Theron, Aoen Flux und Furiosa als böse Königin war erneut sehr gelungen, auch wenn man ihr zu wenig Spielraum gegeben hatte. Sie ist großartig. Dieser bitterböse Blick. Der verzweifelte Blick. Der laszive Blick. Und. Und. Und. Sie kann es einfach.

Thor war ausnahmsweise nicht oben ohne („Sei nicht so sexistisch!“), aber dafür trug er die selbigen zwei Gesichtsausdrücke und grinste wie eh und je. Emily Blunt aka Elsa aka The Ice Queen war gut besetzt, wird sie ja als neue „Action-Heldin“ gefeiert (Edge of Tomorrow, Sicario). Ich kann mir allerdings nicht helfen, dass ich bei Jessica Chastain, nachdem ich den nun .. sicher vierten Film mit ihr sah, immer noch überlegen musste: Kennt man die? Ich weiß nicht woran es liegt, aber sie bleibt mir einfach nicht im Gedächtnis. Dabei gibt es an ihr nichts auszusetzen.

Notiz am Rande im Bezug auf „junges Hollywood“. Alle Darsteller waren über 30. Nein, ich störe den Lesefluss nicht via „gendern“, das geschieht schon durch meine unglücklichen und der späten Stunde zu verdankenden Satzkonstruktionen; und ja, damit meine ich auch die Frauen. Emily Blunt, die noch jüngste mit 33, Chastain mit 39(!) und Theron mit 40 Jahren. Lediglich eine der Zwerginnen war 28. Und was die Kleinwüchsigkeit betrifft, führt Chastain mit nur 1,63.

Fazit: 7,5 von 10 Let it goooo’s.. 9 von 10 Do you wanna build a Snow-owl? für die Eis-Eule. Und 7 von 10 Its the first time in forever für die Liebesgeschichte sowie 8 von 10 Lifes too short, für eine Mutter deren Kind ermordet wurde, und deren verstoßenes, zerbrochenes Herz schlussendlich doch noch die Liebe akzeptierte.

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„Batman V Superman“

 

Robo-Batfleck versus The Man of Steel und etwas Wonder Woman. Wonder Woman war gut. Die E-Gitarren Untermalung ihrer Szenen war gut. Aber das wars schon. Man freut sich auf den 23. Juni 2017. Lense Flares? Wirklich? Haben wir nichts aus Star Trek gelernt? Etwas Aquaman (Khal Drogo, Ronon Dex) und etwas Flash und etwas Cyborg zeigten die Aussichten auf die künftigen Pläne im Hause DC. Alles andere müssen wohl diverse Referenzen auf verschiedene Graphic Novels gewesen sein. Und was genau war Lex Luthors Motivation?

Und ich überlege seit einer bald 90 Minuten was ich dem Film noch hinzuzufügen hätte, aber da kommt nichts. Einfach gar nichts. Nichts, das die Muse kitzelt oder sie zwingt, zumindest etwas von sich zu geben. Ich war gelangweilt, wippte mit den Füßen und gähnte öfters. Da war nichts was mich mit riss, bis auf Wonder Woman, die erstaunlich gut in Szene gesetzt wurde, sofern(!) sie alleine im Bild war.

Fazit: Meh.

Wen eine gute Kritik interessiert: Die Kritik vom Filmstarts.de trifft es so ziemlich und die englische Variante davon auf Ars Technica. Und der Sad Affleck darf natürlich nicht fehlen.

 

Dafür könnte man etwas anderes kurz anreißen:

Wonder Woman

Kurz nachdem bekannt war, dass Gal Gadot die Rolle der Wonder Woman übernehmen sollte, wurde Kritik über ihren schlanken Körperbau geäußert. Sie sei zu dünn, zu süß, zu jung. Man kannte Wonder Woman als eher ‚kurvige‘ Frau, als Amazone – Sicherlich, der Sexismus der Comic-Branche, lässt es kaum anders zu, dass Frauen mit überdimensionalem Busen, Wespentaille und spanischem Hinterteil ausgestattet werden. In diesem Falle könnte man den Einsatz einer schlanken und jungen (Gal Gadot, *1985;  für Hollywood-Verhältnisse wiederum alt (30+)) Schauspielerin einerseits als Bruch mit den althergebrachten Traditionen sehen oder aber lediglich als Widerspiegelung des derzeitigen Schönheitsideals. Aber vermutlich interpretiere ich zuviel.

Ich selbst war ebenfalls etwas kritisch. Ich kannte Gal Gadot nicht und recherchierte. Eine sehr hübsche und sehr schlanke Frau. Aus Trainings-Videos ließ sich kämpferisches Potential erschließen und auch die Tatsache, dass die gebürtige Israelin zwei Jahre der israelischen Armee diente, schenkte der Wahl mehr Glaubwürdigkeit.

Bevor ich heute Abend im Kino war, hätte ich der Version von George Miller mit Megan Gale (beide Mad Max: Fury Road) den Vortritt gegeben. Sie wirkte auf mich schon eher wie eine erfahrene und reife Wonder Woman, die bereits weit aus länger wie 30 Jahre unter den Menschen weilt. Und vielleicht hätte es (fast) jede werden können, wie ein jede eine Daisy Ridley sein hätte können. Wobei man der hübschen Israelin das gewisse Etwas zu Gute halten muss. Sie hat es. Sie hat es wirklich. Ja, sie war eine gute Wahl.

Fazit: Schlussendlich bin ich sehr zufrieden, dass die Wahl auf eine natürlich-schlanke Frau gefallen ist, was sehr gut verdeutlicht – blendet wenn man den Aspekt des zeitgenössischen Schönheitsideals aus und fokussiert sich lediglich ihre Qualitäten und Wirken – dass auch eine schlanke, zerbrechlich-wirkende Frau kämpferisches Potential haben kann, darf und soll. Eine Frau die kämpft, muss nicht zwangsläufig eine Xena oder Ellen Ripley sein.

Erneut, ich bin zufrieden und freue mich sehr auf Juni 2017.

Kritisch betrachtet werden könnte dies jedoch im Hinblick auf eine weitere Objektifizierung, eine Kriegerin in so wenig Kleidung und Rüstung wie möglich zu stecken, sowie die Tatsache, dass der Film auch dazu dient, die  Justice League  im November 2017 zu unterstützen.

Allerdings, so empfinde ich als Semi-Feministin, sollte man froh über darüber sein, dass sie überhaupt einen eigenen Film bekommt und(!) die Hauptdarstellerinnen alle über 30 sind und zumindest nicht der Hollywood geliebten Jugend frönen.

Entweder ist die Muse heute nicht willig oder der Zombie Jesus fraß sie auf.

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„The Revenant“

 

Folgendes sind persönliche Eindrücke, die alsbald nach Beendigung der Vorstellung festgehalten wurden, ohne von Kritik oder dergleichen gefärbt.

 

Ein Weasly! Dachte ich mir und war erfreut. The only redhead in Hollywood, it must be a Weasly then. Mad Max aka Bane spielte wie immer solide und Leo-never-wins-an-oscar performte ebenfalls, wie nicht anders gewohnt. Der von Schmerz gepeinigte Blick, die zerrissenen Lippen, das Krächzen, die Narben, das „rotten“ Fleisch, vielleicht heimst er sich diesmal die Statue ein.

Interessant war jedoch zu beobachten, wie lange man in eisiger Kälte, ohne richtigem Essen, ständig nassen Füßen und Beinen, schweren Verletzungen, unsauber genähten Wunden und mit Sturz auf einen Baum, überleben kann. Sicherlich, hätte Pawnee ihn nicht „gerettet“, wäre der Herr sicherlich früher zu seiner ermordeten Frau zurück gekehrt. Unser eins wird ja schon nach einem Einbruch ins Eis beinahe ins Krankenhaus geliefert..

Next. Die berühmte Bär-Szene.. Die verdammte Bär-Szene rang mir doch ein Lachen ab. Aber selbst ohne von zahlreichen Usern diverser Plattformen darauf hingewiesen worden zu sein, hatten manche Stellen einen unfreiwillig amüsanten Nebeneffekt. Und dabei wollte das Tier lediglich seine Kinder schützen. Die armen Bärenkinder.. Eine tatsächliche und stille Vergewaltigung erwartete man jedoch nicht.

 

Was ich mich jedoch unmittelbar nach Ende des Filmes fragte: Warum zum Teufel wurde dieser Film für 12 Oscars nominiert? Wenn man davon ausgeht, dass die Oscars das Highlight der Filmschaffenden Menschen ist.

Warum? Ich verstehe es nicht. Aber vielleicht ging der tiefere und kreative Sinn an mir vorbei.

Der Film dauerte ca. 150 Minuten. Er war lang. Keine gefühlten drei oder vier Stunden und/oder bei welchen man sich beim Endkampf denkt „Endlich…“ (Vgl. Man of Steel). Aber er war Lang. Aber damit rechnete man, man hatte sich davor darauf eingestellt.

 

Die Naturszenen waren nett – die Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen, die Sonnenstrahlen durch den Schnee, die Sonnenstrahlen zwischen den Wolken und die Sonnenstrahlen zwischen  den Bäumen. Ich folgte einer ästhetisch in Szene gesetzte Natur, die mich jedoch nicht zu bestaunen vermochte. Was aber vermutlich mit meiner persönlichen Abneigung gegen Winter und Kälte zu tun hat. Sicherlich, aber nicht nur. Es muss auch an der Zweckentfremdung gelegen haben, denn sie (die Bilder) trugen nichts zur Untermalung einer Szene/Geschichte/Emotion bei, sondern existierten alleine für sich. Was ja auch nichts Negatives sein muss – aber für mich persönlich – in diesem Zusammenhang – unstimmig war.

Des weiteren gibt es Charaktere, die agieren, Körperteile verlieren und Emotionen zeigen. Aber in keinem Fall wäre mir vorkommen, als werde der Zuschauer wohin geführt um schlussendlich dem einen oder anderen Empathie entgegen zu bringen. Nein, auch nicht die Rückblenden nach Native-America-Town. Es wird einfach keine Verbindung hergestellt. Aber vielleicht war eben genau das die Intention? Dass ein jeder für sich steht? Live alone, die alone? Der Zuschauer alleine im Raum sitzt wie die Protagonisten auf der Leinwand?

Es hätte mir um keinen Leid getan. Die Tiere taten mir Leid. Die Pferde, der Bär, die Bärenkinder, das Bison das von den Wölfen getötet wurde, die Wölfe vom Mahl verscheucht wurden.

 

Meinetwegen soll ein höherer Unterton in diesen Sonnenstrahlen klingen. Und soll das Western-Genre den adaptiv-romantischen Touch verlieren und auf das runter gebrochen werden, was es ist: Ein blutiges Auslöschen des Schwächeren durch den Stärkeren. Und sollen die Darsteller ungewöhnlich ins Bild gesetzt werden, um weg vom Mainstream und hin zu einem „anderen“ Blick gehen und meinetwegen..

Aber wenn es die Intention gewesen sein soll, diverse Naturästhetiken ohne Sinn und Zweck aneinander zu heften; Geschehnisse ohne wirkliche Story einfach schreiten/fließen zu lassen, ohne eine zusammenhängende Geschichte/Fabel zu entwickeln, die in Erinnerung bleibt und die Inszenierung der Charaktere einen unberührt lässt, weil … bitte beliebige Theorie einsetzen … dann könnte man den Film als künstlerisch interessant betrachten und sicherlich einen tieferen Sinn erkennen.

Aber soll es sein, dass Nordamerika auf die Inszenierung ihrer eigenen Geschichte bedacht ist, und deswegen diesem Film 11 Oscars verliehen werden, und ausgerechnet dem Hauptdarsteller nicht, nur um den Herrn DiCaprio erneut zu foppen. Wer weiß das schon. Dieser Zirkus kann nicht ernst genommen werden.

 

Fazit: Der Film war .. mäßig. Ein Film, den ich mir Sonntag Nachmittag ansehen würde, aber kein 2. Mal. Er war nicht überwältigend und langatmig. Oftmals auch Langweilig. Es wurden Bilder einer Geschichte aneinander geheftet, ohne diese allerdings zu erzählen. Aber wer weiß, vielleicht war das die Intention. Wer weiß.. und natürlich: R-Rated, was auch sonst.

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