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Woche #0510

First things first: I’m still alive! And the cake is no lie!

Ich hatte mich die letzte Woche in Kreta eingefunden und soweit mir möglich war, bis auf Instagram, auf Social Media und Internet verzichtet. Auf Instagram finden sich dafür ein Haufen Urlaubsfotos.

Kreta ist für diese Jahreszeit bei guten 22-25° noch ausreichend warm, um mit Kleid und kurzen Hosen den Tag zu genießen. Es kann aber durchaus abkühlen und regnen. Das Meer war dank dem Nordwind etwas kälter (in Südfrankreich nennt man ihn Mistral, der von einem Tag auf den anderen das Meer mehrere Grade erfrischen kann) aber trotzdem noch beschwimmbar. Am Strand von Komos sah ich eine Babyschildkröte im Meer paddeln (Ende Sommer ist Brutzeit; 2-3 von 1000 überleben). Ganz in der Nähe liegt Mátala, die „Hippie“-Stadt (hauptsächlich an den kleinen Modell-VW-Bussen und Straßenmalerei zu erkennen) in dessen Höhlen um die 1970er herum Hippies lebten und Joni Mitchell ihren Song „Carey“ schrieb.

Knossos bei Heraklion ist no-na-ned touristisch überlaufen, trotzdem interessant, da ein gewisser Herr Arthur Evans sich damals (zu Beginn des 20 Jh.) unterschiedliche Geschichten zu den archäologischen Überbleibseln ausgedacht und es somit der modernen Forschung etwas erschwert hatte. An den meisten Stränden gab es Wellen und ganz Kreta beherbergt Streunerkatzen (aber weniger Hunde). Natürlich habe ich sie gefüttert und mich gleich nach einer Organisation erkundigt, die für Kastration und Fütterung zuständig ist und dieser gespendet. Die Babykatze. Die kleine knochige Babykatze. Beide kleinen Babykatzen hausen in einer Papiertüte in einem unfertigen Haus. Geschützt, aber trotzdem. Wer möchte, der Spende bitte an Cretan Animal Protection. 50€ für die Kastration eines Weibchens, 35€ eines Männchens. Es kann natürlich auch weniger sein. Für die Fütterung im Winter ist gesorgt. Wobei man sagen muss, dass die eine oder andere Katze nicht schwanger, sondern vermutlich nur fett ist. Wie die wohlgenährten Streunerhunde in Salento (Kolumbien).

Des weiteren ist es herbstlich im Bergdorf, and Winter is coming. Ich fürchte die Kälte. Ich hasse Kälte. Wirklich. Ich schlafe am besten bei 24° und finde 30° die wohl feinste Temperatur. Und es ist auch quasi bewiesen, dass 24° für Frauen die angenehmste Temperatur ist, 22° bei Männern – welche oft in Büroräumen herrscht (da die Norm für Klimaanlagen damals anhand eines erwachsenen Mannes eingestellt wurden).

Gestern jährte sich zum 60. Mal der Tag, als Sputnik (der kleine sowjetische Satellit) in den Himmel geschossen wurde. Mein Beitrag wurde mehr schnell als recht fertig gestellt und veröffentlicht, die Müdigkeit war überwältigend. Ich fand allerdings die Tatsache nett, wenn auch unterschiedliche Dinge, dass ich gerade am 4. Oktober fliegen durfte. 60 Jahre nach dem Start von Sputnik, befand auch ich mich in der Luft. Bei Sonnenaufgang.

Ich weiß, der Umhang sieht schon etwas ramponiert aus – die Übernahme der Weltherrschaft ist eben doch mühsamer als gedacht.

Soviel dazu. Die Woche werde ich wohl mit schreiben, der einen und anderen RL-Verpflichtung, hoffentlich bloggen (vor allem die Altlasten, die noch ausständig sind) und Serien schauen verbringen. Vermutlich auch mit dem einen oder anderen Spaziergang, bevor ich mich im Winter im wohlig warmen Heim verkrieche.

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #23

Die 5 besten Schneefilme

Ha! Das ist einfach, Danke! Ich hasse Schnee und Kälte wie die Pest und hasse es jedes Jahr aufs neue, sich derart einzwiebeln zu müssen, dass man sich kaum mehr bewegen kann. Villeicht fiel es mir sogar deswegen einfach, weil sich Schrecken, Abneigung und Horror über Jahre hinweg tief eingenistet haben. Ob es die besten sind, darüber kann man streiten: Die ersten drei gefielen mir tatsächlich gut. Beim vierten erinnere ich mich, dass ich als Kind die Kälte im Nacken spürte und der letzte bewegte mich tatsächlich sehr.

Hier also die/meine 5 besten am Donnerstag:

1. Frozen (2013) – trotz Schnee und digitaler Umsetzung (als Zeichentrick hätte ich ihn vielleicht noch netter gefunden) mag ich Film wie Soundtrack. Und auch der (von Andersen) stibitzten Geschichte wegen, die sich aus feministischer Perspektive betrachtet, vom traditionellen Disney-Film deutlich abhebt. Nicht mehr der Prinz ist das Ziel (was auch parodiert wird), sondern die Liebe zweier Geschwister zueinander (Warum dachte ich jetzt instinktiv an Cersei und Jaime?). Ich finde es schade, dass es Life’s too short nicht in den Film geschafft hat – aber vermutlich hatte Disney Erbarmen mit dem Gehör der Eltern, wenn die Kinder tagein-tagaus „Let it goooo“ kreischen. Oder dem der Gäste beim Karaoke, oder dem der Nachbarn wenn entsprechende Personen im Bad ausgiebig trällern…

2. Edward Scissorhands (1990) – und am Ende schneite es..

3. Snowpiercer (2013) – Postapokalyptisch. Praktisch. Gut.
Auszug aus Wikipedia:
„2014 wurde auf den Beschluss von 79 Ländern damit begonnen, mithilfe des Versprühens von chemischen Kältemitteln namens CW-7 in der oberen Erdatmosphäre die globale Erwärmung zu stoppen. Das Experiment schlug jedoch fehl und zog stattdessen eine globale Eiszeit nach sich, in der alles Leben auf der Erde erfroren ist. 17 Jahre später, im Jahr 2031, ist der Planet immer noch eine leblose Eiswüste. Lediglich etwa tausend Menschen haben überlebt und sind auf engstem Raum im Snowpiercer zusammengepfercht, einem überlangen Zug, der seit Beginn der Apokalypse als ratternde Arche rund um den Planeten reist und durch ein Perpetuum mobile angetrieben wird.“

4. Das Ding aus einer anderen Welt (1982) – es wird nicht wärmer…

5. Nordwand (2008) – Ich muss gestehen, ich mag auch Berge nicht sonderlich (Hügel, ja – aber hohe Berge?), obwohl ich am Fuße eines Berges hause. Den Film sah ich eher zufällig, muss jedoch ehrlich zugeben, dass er mich mitgerissen hatte. Vor allem das Ende. Die Geschichte wird sehr emotional und menschlich erzählt.

Spontan fiel mir noch The Day after Tomorrow ein, fand diesen jedoch unglaublich schlecht – und ich mag Katastrophenfilme in denen die Menschheit und deren Bauwerke (in dramatischen Bildern mit epischer musikalischer Begleitung) zerstört werden. Schade, aber ein weiterer Schnee- beziehungsweise Eis-film. Einst erwischte ich im Sneak ebenfalls einen Schneefilm über den britischen Skispringer Eddie the Eagle, welcher auch recht sympathisch war, trotz meiner – man wird es kaum glauben – Abneigung gegen Winter-Sport. Nein, ich bin kein Wintermensch.

Zum ultimativen Schneefeeling rate ich allerdings zu The Elderscrolls V: Skyrim. Wann immer meine Khajiit Dame in den Norden wandert, fröstelt es mich auch tatsächlich in der realen Welt, Zuhause auf dem Stuhl kauernd mit Decke über den Schultern.

Soviel zum Schnee, jetzt ist mir kalt.

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Die wichtigen Fragen im Leben #145-6

1456 zog der Halleysche Komet seine Runde und Nikolaus von Kues verfasste die Denkschrift über die Rechtsgeschichte von Buchenstein. Der Wiener Astronom Georg von Peuerbach entdeckte gemeinsam mit Regiomontanus Unterschiede zwischen Mondfinsternissen und dem Erscheinen von Kometen. Danke Wikipedia.

„Warum verwendest du keine Bilder in deinem Blog?“ fragte mich erst kürzlich eine bekannte Person.

Ich könnte klug und philosophisch argumentieren, dass der Bildausschnitt immer nur ein Teil des Eigentlichen ist, und es keinen adäquaten Zuschnitt gibt, der den Inhalt gerecht widerspiegelt, sodass ich ihn mit meinem Gefühl für Authentizität vereinbaren könnte. Und so ziehe ich es vor, Worte sprechen zu lassen. Auch bestehen Medien wie Blogs, Online-Zeitschriften und dergleichen zunehmend aus Bildmaterial. Auch in den Print-Medien ist dieser Trend zu beobachten. Also wozu sollte ich diesem Trend folgen? Und die Person möchte sagen: „Damit es interessanter wird! Anschaulicher!“ Mhm. Wäre eine Idee. Aber nein. Die ehrliche Antwort ist: Ich bin zu faul ständig und für jeden Beitrag ein geeignetes Bild finden zu müssen, Worte müssen ausreichen.

Aber hier, unzufriedener Leser, nimm eine Katze die ich vor x-Jahren in einem Photoshop Kurs machte:

katze drei augen

Cease to resist, giving my goodbye. Drive my car into the ocean. You’ll think I’m dead, but I sail away…

Übrigens: „(…) ist dieser Trend zu beobachten“ und „Werbung soll Aufmerksamkeit erregen“ sind wohl die häufigst verwendeten Sätze in Medien-Lehrveranstaltungen. Es ähnelt in dieser Hinsicht einer Art Gehirnwäsche. Werbung. Aufmerksamkeit. Trend. Werbung. Aufmerksamkeit. Werbung. Trend. Werbung. Vermutlich wird sich eines Tages eine Armee von Medienwissenschaftlern erheben, durchdrehen und irgendwas im Kollektiv in Brand stecken. Brrr.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die nächste Stufe des Journalismus: Drohnen via Kamera ausgestattet und per VR-Brille steuerbar. Man fliege also in Kriegsgebiete und berichte direkt vor Ort, während Einheimische mit Steinen danach werfen oder eine feindliche Drohne diese abschießt. Die Zukunft kriecht in Richtung Drohne vs. Roboter vs. Hacker. Wozu also noch herkömmlichen Militärdienst? Eventuell sollte man anfangen, gleichzeitig spezielle IT-Kurse ins Pflichtprogramm des Wehrdienstes mit aufzunehmen. Hmm..

Übrigens hasse ich Kälte. Ich sitze mit etlichen Kleidungsschichten in der Wohnung. Es gibt lediglich 3 Monate warm in diesem verdammten Land und 9(!) Monate kalt. Juni und August, während sich Mai und September den dritten Monat teilen. Der Juli wird aufgrund alljährlichem Wettertief ausgeschlossen. Armer Juli :(

„So definiere doch mal warm?“ mag der gewitzte Mensch hämisch grinsend fragen und ich antworte: „Wenn ich Rock, Kleid oder Hot Pants ohne Strumpfhose anziehen kann.“ Also ab 20+. Jetzt mag mir der eine andere oder andere mit Statistiken kommen, dass es vielleicht doch sogar 4 Monate über 20 Grad hätte, wenn nicht 5! Argh! Nein. 3 Monate. Drei. Tres. Ein Trio aus fröhlichem Sonnenschein, unbändiger Hitze und glücklichem Sommerregen! Außerdem mag der Basilikum, der mittlerweile seit über(!) einem Jahr lebt, Kälte nicht. Ja, er lebt noch. Er ist noch grün. Man kann ihm ab und an ein bis zwei Blätter abzupfen..

Und warum beruhen so viele Dinge auf ungeraden Zahlen? Clickbait Artikel locken mit „13 Gründe, warum..“ oder „7 Dinge die Sie noch nicht..“ oder „23 Geheimnisse, um..“. Offensichtlich interessieren 12 Gründe oder 8 Dinge oder 22 Geheimnisse nicht ausreichend.. Es muss wohl noch eines weniger oder eines mehr sein, damit die Neugier erweckt wird. Liegt es daran, dass man auch in der Kunst dazu rät, sich an ungerade Zahlen zu halten, da sie interessantere Ergebnisse bescheren? Blumensträuße sollen bei der Beerdigung ungerade sein? Danke Internet: Präzise Beträge wie 23 oder 13 suggerieren offensichtlich, dass man sich etwas überlegt haben muss, wobei 20 oder 70 eher willkürlich wirkte. Same same bei Gehaltsfragen oder Verkaufsangelegenheiten. Und nochmal ein Link diesbezüglich.

Es ist 19:25, Zeit für das Abendprogramm: Es gilt ein Referat über die Risiken von Castingshows zu recherchieren und 7 Fragen zur Wissenschaftsethik auszuarbeiten. Es endet nie. Nie. Nie. Nie.

Hier nochmal eine Katze, diesmal dreist aus dem Internet gestohlen:

seltsam_katze

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