Schlagwort-Archive: kekse

Empirisches Experiment: Weihnachtskekse

Ich hatte vor einer Woche beim Aufräumen Keksdosen gefunden. In diesen befanden Zimtbatzen und Rumkugeln und Kokosbusserln von vor zwei Jahren. Und ich fragte mich, ob man diese noch essen kann? Sie schauen gut aus, sind nicht verschimmelt, waren luftdicht abgepackt und bestehen zu 98% aus Zucker.

Natürlich habe ich sie probiert.

Die Rumkugel schmeckte etwas trocken. Der Zimtbatze (keine Sterne, Batzen) war knusprig und der Kokosbusserl sehr trocken. Aber sie schmeckten noch so, wie vor zwei Jahren. Der Zucker wird sie sicher konserviert haben, denke ich, oder? Vielleicht sterbe ich auch demnächst, weil sich mittlerweile Alienwürmer darinnen eingenistet und nur darauf gewartet haben, die Weltherrschaft zu übernehmen. Oder so.

Aber sollte ich sterben, ist wohl der Zuckerschock wahrscheinlicher, als machtgeile Alienwürmer.

Tags darauf hatte übrigens ich keine Nebenwirkungen von den wenigen Keksen, die ich probiert hatte; auch die Verdauung war in Ordnung, so auch mein Wohlbefinden. Ich würde aber, glaube ich, trotzdem nicht die gesamte Dose auf einmal verzehren. Auch eine Woche danach bemerkte i9ch noch immer nichts. Jemand meinte, man bemerke Wurmbefall erst nach 3 Wochen. Mittlerweile gibt es jedoch frische Kekse. Das Internet sagt, dass Rumkugeln bereits nach 3 Tagen deutlich an Geschmack verlieren und nach 2 Wochen kaputt seien. Nunja…

Aber wir wissen jetzt:

Weihnachtskekse, die in einer luftdichten Metalldose aufbewahrt wurden, sind nach 2 Jahren noch verzehrbar. Ich übernehme keine Verantwortung für etwaige Todesfälle durch den Verzehr von abgelaufenen Weihnachtskeksen.

Sollte demnächst ein atomarer Krieg ausbrechen und gewisse Lebensmittel für Kekse fehlen, hätte man, bewahrt man die übrig gebliebenen auf, die nächsten Weihnachten immer noch Kekse. Allerdings sollten die Kekse, laut Tradition und Überlieferung, bis spätestens 7. Jänner aufgegessen sein, sonst folgt Unglück. Es steh außer Frage, welches Unglück schwerer wiegt: Der atomare Krieg und die etwaige Lebensmittelvergiftung durch abgelaufene Kekse oder jenes Unglück, welches Geister und Dämonen, Kobolde und Elfen über den Haussegen verhängen könnten. Und wer sagt, dass das eine das andere nicht bedingt? Weil 100 Menschen ihre Weihnachtskekse nicht aufgegessen haben, gibt es einen nuklearen Winter. Vielleicht ist es ja auch eine Verschwörung der Leute, die die Sommer zu warm finden, und sie denken sich, ein nuklearer Winter bringe die erwünschte Kälte. Who knows..

Fazit:

Ich rate also allen, im Falle eines Krieges, Kekse aufzubewahren, sodass die nächsten Weihnachten im Bunker auch tolle Weihnachten werden! Mit Keksen und so! Wenn man schon keine Geschenke bekommt (außer das Geschenk, noch am Leben zu sein und hoffentlich nicht verstrahlt), dann zumindest Kekse. Und eine eventuelle Lebensmittelvergiftung, aber immerhin: Kekse!

Werbeanzeigen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Just about Life

Dinosaurier Kekse!

Aktuell am Strand in Korsika (bis zum 21.), wurde ich vor wenigen Tagen fündig: Neben Schnorchel Ausrüstung, Strohhut und Eulen Shirt, nun auch Dinosaurier Kekse! Wer mag, darf mir gerne auf Instagram folgen und dem täglichen Strandleben beiwohnen. Auch toll: Täglicher Sonnenaufgang und Nachts die Milchstraße beobachten. Schaut raus, Mars ist zu sehen und wird am 27. zur Mondfinsternis der Erde ganz nah sein. Lästig: Mücken.. Das Schreiben beschränkt sich daher auf die frühen Morgenstunden bis ich eine Lösung gefunden habe. Das bloggen muss warten. Gelesen wird endlich „Calibans Krieg“ und ich mag Buch-Holden weniger als Film-Holden, aber Buch-Amos lieber als Film-Amos, oder wait.. Schwierig. Trotzdem, #TeamBobbie.

4 Kommentare

Eingeordnet unter Just about Life

„Killer Cookies from Outer Space“ – eine Weihnachtsgeschichte

Vorsicht: Kann Spuren von Splatter enthalten.

killercookies3

Sibirien. Sibirischer Winter. Um Mitternacht. Tante Olga hatte wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit Kekse gebacken. Wenn auch mit wenig Zucker versehen, waren sie köstlich geworden. Nach und nach, ganz behutsam, gab sie die unterschiedlichen Sorten in die geerbten Dosen. Der garstige Geist der Urgroßmutter Natascha klebte daran und ließ sie jedes Jahr aufs neue wissen, wie unzureichend die Kekse, und ganz besonders die ihren, doch waren. „Nastrovje!“ sagte Tante Olga und toastete der gerahmten Fotografie der Urgroßmutter, die grimmig über die Küche wachte, zu.

Der Wind zischte um das alte Haus und mit ihm schlüpfte ein Killer Cookie nach dem anderen in den angenehm warmen Wohnraum. Tante Olga hatte eben die letzten Kekse eingepackt, da entdeckte sie noch weitere. Sie waren weiß, wie die Unschuld selbst und ihr flockiger Körper erinnerte an einen Südseetraum, weit weg von der unfreundlichen und kalten Eiswüste. Fern von Väterchen Frost.

„Na sowas, wo kommt ihr denn her?“ fragte sie belustigt und klaubte eines nach dem anderen auf. Sie hatte sie bereits alle in ihrer großen Hand, da öffnete sich ein Loch in der Mitte eines jeden Keks und entblößte sich als roter Schlund. Die Kekse kreischten. Tante Olga war entsetzt. Was ist das? Sie hüpften auf ihren Arm, hoch zum Gesicht und fraßen sich in die Wangen, durch den Mund hinab in den Körper bis die arme Frau tot um fiel.

Wohl genährt, aber nicht satt zogen sie ihren Weg fort. Strategisch gut positioniert platzierten sie sich auf einem Teller im Wohnraum. Sohn Dimitri kam sogleich und griff nach den Keksen. Er war ein hungriger Bub. Die Kekse sprangen auf ihn und fraßen ihm die Augen aus den Höhlen bis sie sich am Gehirn labten. Er fiel tot um.

Onkel Pavlov trat ins Haus. Als gleich er seine Frau und den Sohn, tot und angenagt daliegen sah, nahm er Axt und Beil. Wo war der Mörder? Er suchte und durchforstete jeden Raum. Das Schloss an der Tür war nicht gebrochen, die Fenster fest verschlossen. Hinter der Couch lauerten sie. Sie lachten und kicherten. Der Angriff formierte sich. Der Onkel horchte auf. Langsam ging er in die Nähe aus der das Lachen kam. Da läutete das Telefon. Die Vibration deutete eine Nachricht an. Doch er ignorierte die Information.

Ein kleiner Keks lag auf dem Tisch. Verlassen und einsam, unschuldig und köstlich. Der Onkel richtete sich auf und steckte ihn ohne zu zögern in den bärtigen Mund. Sogleich verzerrte er das Gesicht vor Schmerzen. Blut quoll aus dem Mund heraus. Der Killer Cookie hatte ihm die Zunge aufgefressen und biss sich durch die Wange in die Freiheit. Weitere Kekse stürmten heraus. Sie schrien und jubelten. Er schwang das Beil. Er schwang die Axt, doch verfehlte er die lieblich, weißen Kekse jedes mal. Sie hüpften. Eines biss ihm sein Ohr ab. Andere machten sich an den Beinen zu schaffen. Bis auch er tot um fiel. Sie hatten gesiegt.

Stille herrschte. Nach und nach kamen mehr Kekse in den Wohnraum, verängstigt und unsicher. Kleine Kekskinder setzten sich zitternd vor den Baum, der bereits herrlich dekoriert war. Sie blickten mit ihren großen, schneeflockigen Augen auf und fragten was denn nun passieren würde? Bekäme man das Raumschiff wieder in Gang? Ein großer Killer Cookie bejahte und tätschelte das Kind. Er wusste nicht, wie lange sie wohl auf diesem Planeten sein würden. Aus der Küche kamen Geräusche.

Einige der anderen kamen mit verpackten Geschenken wieder. Es waren Finger, Ohren, Nasen und Zehen, eingewickelt in hübschem weihnachtlichen Geschenkspapier. Die Kinder hatten eine Freude mit dem menschlichen Fleisch und nagten genüsslich daran. Hier und da schlürften sie etwas Blut. Ein kleiner Keks rülpste, kicherte und schlief zufrieden ein. Weihnachten war für Familie Kokosbusserl noch einmal gerettet.

Doch wie sieht wohl die Zukunft aus? Werden sie auf der Erde überleben können? Und was sind das für leblose Körper in den Dosen? Welch schrecklicher Ort. All dies und noch viel mehr in Kürze.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Kreatives, Kurzgeschichten, So sei es