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Happy Birthday Star Trek!

Ich hatte gestern sogar noch daran gedacht, etwas bezüglich Star Treks 50 jährigem Jubiläum zu posten, beließ es dann aber doch bei einem Instagram-Post und ein paar guten alten TOS Folgen. Danke Netflix.

 

Es ist tatsächlich erstaunlich, dass die Serie seine ersten paar Folgen überlebte. Denn betrachtet man TOS heute, fern von Kindheitserinnerungen und jugendlichem Gezeter, dass Mr. Spock eindeutig der coolere Charakter als Kirk war – ich kenne übrigens keine(!) Frau, die Kirk attraktiver als Spock gefunden hätte, denn vergleicht man die Reaktionen mit Stargate hatten sowohl MacGyver als auch Daniel Jackson eine große weibliche Fanbasis – ist die Serie, und vor allem die deutsche Synchronisation sehr… sehr… trashig. Aber genau das, und die Kindheitserinnerungen, machen vermutlich den Charme aus. Ganz abgesehen von der Musik, den Farben, den Geschichten, den Absurditäten und natürlich: Der Enterprise. Ich sehe, es wird wieder Zeit TOS durch zu schauen. Der Dank geht an meine Mutter, die mich damals vor den Fernseher setzte und sagte: „Schau! Der hat spitze Ohren!“ Oder so. Und ja, zu jener Zeit war es offensichtlich noch in Ordnung Kinder vor den Fernseher zu setzen, ohne dass aus allen Seiten ein „Bad Parenting!“ gekrochen kam.

Dank den Fans dauerte TOS drei Seasons und stärkt seit je her einem großen Fandom den Rücken. Während man in den 1980ern und 1990ern noch schief angesehen wurde, darf sich Star Trek heute großer Beliebtheit und einem festem Kultstatus erfreuen. Dies liegt nicht nur am cinematischen Reboot, sondern auch dem aktuellen „80er Jahre Revival“ in der Popkultur, die alles heraus fischt, was in den 80ern und 90ern in Film und TV so anzutreffen war wie Jurassic Park, Mad Max, Independence Day, Star Wars, die Clinton Ära, und so weiter.

Oftmals und gerne verweise ich auch oft auf die fehlgeleitete Meinung, Star Wars sei Science-Fiction und erkläre beharrlich, dass die Welt um die Ewoks und Co „der Macht“ wegen gänzlich der Science-Fantasy zuzuordnen sind, während Star Trek sich an Wissenschaft und Technik, fremden Planeten und außerirdischen Lebensformen sowie der Idee einer besseren Welt orientiert. Star Wars ist eine Filmreihe über Abenteuer, Liebe und Gut gegen Böse, die eben im Weltraum spielt. Die Crew von Star Trek katalogisiert und untersucht und wird oftmals durch unvermeidliche Zwischenfälle unterbrochen, die dem Captain unvergleichbare und Gazellenartige Bewegungen entlocken. Und weil sich beide auf gänzlich andere Dinge fokussieren und eine gänzlich andere Geschichte erzählen, ist es möglich und vollkommen legitim, beides zu mögen – entgegen der verbreiteten Meinung, man könne nur dem einen oder dem anderen Fandom angehören.

(Platzhalter, falls mir Nachts während dem Einschlafen noch wertvolle Informationen und Anekdoten einfallen.)

In diesem Sinne: Live Long and Prosper!

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R.I.P Bud Spencer

*1929-2016

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Ich erinnere mich – ich muss so im Kindergarten-Alter gewesen sein, als ich draußen beim Spielen zwei Buben die Köpfe zusammen gedonnert hatte und mich dann wunderte, warum sie heulend davon liefen und einige Zeit nicht mehr mit mir redeten. Ich sah nichts verwerfliches darin, Bud Spencer machte das auch immer..

Gute Reise, Held meiner Kindheit :(

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„Eddie the Eagle“, Sneak Preview

Die erste Regel des Sneak Preview: Niemand verlässt den Raum, egal wie schlecht der Film ist.
Die zweite Regel des Sneak Preview: Niemand verlässt den Raum, egal wie schlecht der Film ist.

Ich bin kein Winter-Fan. Ich hasse die Kälte. Auch an Sport-Events bin deutlich desinteressiert. Am ehesten noch Tanz und Kampfsport. Kein Fußball, kein Tennis, kein Basketball, kein American Football. Als ich 6 war glaubte meine Mutter, dass es sicherer sei auf einem Pferd zu turnen als es selbst zu reiten, weil es ist ja angeleint, da kann ja nichts passieren. Ich voltigierte bis ich 10 war, dann bekam ich normale Reitstunden. Als ich 12 war spielte ich Volleyball in der Schülerliga („Mila, kann lachen…“) und übte Karate aus. Einer meiner tollsten Triumphe war, als ich meine garstige Cousine, die bereits Gelb trug als ich immer noch ein jämmerlicher Weißgurt war, bei einem Turnier 5:0 besiegte. Nimm das, B*tch! Als ich 17 war wechselte ich zu Taekwondo. Der Meister riet mir: „Moatle, gang Ballett tanza, des hoat koan Sinn“ und er hatte recht. Kurz darauf begann ich mit Ballett, Jazz-Dance, Modern-Dance, Hiphop, Bauchtanz und dergleichen…

Anyway. Ich kann und konnte mir nichts langweiligeres vorstellen, als wie einen Film über Wintersport anzusehen. Wobei ich einst einen Bergsteiger-Film über die Eiger Nordwand sah und die Dramaturgie höchst spannend fand, besonders als einer der Protagonisten gegen Ende am Seil den Kältetod erlitt.. 5 Meter vor seiner Rettung in Gestalt eines hübschen Mädchens entfernt, dass es so in der richtigen Geschichte nie gegeben hatte. Ja, ich recherchierte sogar.

Anyway.

Es war britischer Film. Der Junge wollte unbedingt bei den olympischen Spielen mitmachen und versuchte sich an jeder noch so erdenklichen Sportart. Du meine Güte, ein Sportfilm. Der Vater war dagegen, die Mutter gütig und unterstützend. Seine Beine waren nicht ganz so toll und er wirkte etwas schusselig. Dann begann er mit Wintersport. Ach herrje. Er gewann Medaillen und Pokale mit Skifahren und schlussendlich: Ski-Springen – nachdem man ihm die Reise zu den olympischen Spielen via Skifahren verwehrte. Oder so. Meine Stimmung befand sich auf dem Kälteniveau von Schnee. Aber gut dachte ich mir, gib dem Film eine Chance. Es geht um einen jungen Mann, der seinen Traum verwirklichen will! Und es ist ein britischer Film. Der Darsteller ist sympathisch. Und Wolverine als Klischee-Ami ist dabei.

Also schaffte der schusselige Brite es nach Garmisch zum Ski-Springen um sich für Olympia zu qualifizieren. 15 Meter, kein Problem. Auf zu den 40, und der Fall kommt stets nach dem  Mut. Eine gut gealterte Iris Berben warf sich dem jungen Mann binnen Sekunden an den Hals. Sie muss ein verruchtes Mädel zu ihrer Zeit gewesen sein. Wolverine als ehemaliger Weltklasse Ski-Springer mit Erz-Engel Gabriel bzw. dem kopflosen Hessen als Trainer weigerte sich zunächst Eddie zu trainieren, tut es dann aber doch. Klassiker. Dirty Dancing! Ja, ich habe von Ski-Sprung-Training keine Ahnung. Laut meiner Begleitung, trainiert man jedoch so. Wie in Dirty Dancing also? Wolverines beste Szene war wohl eindeutig jene, in welcher er in super-cooler Ami-Manier mit Zigarette und Flachmann, nur in Jeans und Hemd gekleidet die 90 bei Nacht springt, begleitet von 80er Jahre Musik. Pathetisch, großartig. Ja, man musste lächeln. Man könnte es belächeln. Aber es ist Wolverine, er darf das. Und der Film spielt in den 80ern, da ist es ebenfalls okay.

Die Songs des Soundtracks wurden von Musikern, die u.a. ihren Höhepunkt in den 80ern hatten, und Gary Barlow (Take That) im Stil der 80er neu produziert. Man merkt die Differenz.

Ich ertappte mich dabei, wie ich mir wünschte mehr Filme aus diesem Jahrzehnt zu sehen, die Musik war und ist der Inbegriff von Guilty Pleasure! Zu Schade, dass nur wenige Filme 80er-Jahre Themen aufgreifen. Ich fand auch den Soundtrack von Guardians of the Galaxy großartig.

Meine Begleitung kannte Eddie und erklärte mir, dass das V-Springen erst in modernen Zeiten, nach den 80ern entstanden sei. Aber offensichtlich haben sie keinen mehr gefunden der parallel springen kann. Michael Edwards sei als einer der schlechtesten Ski-Springer der Welt als „heroic failure“ bekannt geworden – auch wenn er einen britischen Rekord von 61 Metern aufstellte. Und wie er sich freute. Wie er tanzte und die Menge jubelte und freute sich mit ihm. Mein Herz sprang mit. Nein, es war sehr nett. Es war wirklich sympathisch. Es gibt demzufolge auch die „Eagle-Rule„, dass bei den olympischen Spielen härter geprüft wird und eine gewisse Leistung erbracht werden muss.

Fein, gut. Ich gab dem Film eine Chance und fieberte in der Geschichte um einen jungen Mann mit, der etwas erreichen wollte, koste es was es wolle. Ganz gleich ob jeder ihm sagte: „Das wird nichts“ oder die Presse ihn auslachte. Scheiss drauf. Er wollte bei den olympischen Spielen antreten und schaffte es auch – trotz Sabotage der eigenen Landsleute. Zwar sprang er nur 70m als er zum ersten mal die 90 sprang, aber hey: Britischer Rekord ist britischer Rekord – da Großbritannien bis 1987 noch kein britisches Ski-Springer Team hatte. Es kommt auf die Sichtweise an.

Der Film endet damit, dass er schlussendlich antritt, die 90 landet und Erzengel Gabriel ihm persönlich gratuliert und sich wieder mit Wolverine gut stellt, weil natürlich und wie denn sonst, der hochtalentierte Springer eben null Disziplin mit sich brachte und sich lieber der Flasche hingab. Du meine Güte.. selbst wenn er lächelt, wirkt Herr Walken schauerlich und creepy. Alt ist er geworden.. und laut  IMDB basieren 10% des Filmes auf wahren Begebenheiten. Dennoch wars nett.

Fazit: Ein netter Film über Wünsche die in Erfüllung gehen und in ihrem brachialen Scheitern zelebriert werden. Illusion of hope: restored.

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Disney f*cked up your life

“Bambi was already a pretty traumatic movie thanks to one scene where a certain hunter shot a certain mother deer, and also killed every child’s sense of innosence.”1

And a human beeing was born..

So oder auch anders könnte die Geschichte beginnen und lass mich vorausschicken, wir alle vergossen Tränen als Artax starb, wir alle waren schockiert als Simbas Vater starb und ja, Bambis Mutter. Bambis verdammte Mutter die niedergeschossen, und Bambi, der  allein gelassen wurde. Mensa übrigens heute: Wild. “Oh, schau mal, Bambi!” Warum neige ich dazu, Bambi mit “ie” zu schreiben?

Und sicherlich, wer würde denn nicht morbid werden bei all den Geschichten die einem als kleines Mädchen/kleinem Bub erzählt wurden: Abgeschnittene Zehen und Blendung durch Dornen der Liebe wegen! Unterdrückung, Arme, Waisen, alles Waisen, Oliver war Waise verdammt nochmal! Batman und Spiderman sind Waisen! Muss man denn wirklich Waise sein, um sich zu vermarkten?! An dieser Stelle eine ehrliche Entschuldigung an alle Waisen, aber die Koinzidenz in der Unterhaltungsindustrie ist nicht zu leugnen.

Hier ein paar sehenswerte Blogeinträge:

Nett:

Und auch ganz Wissenswert: Eine Disney Timeline (9Gag)

Disney schaffte es, gemeinsam mit russischen Märchen, die Vorstellungen von Liebe in den Köpfen junger Mädchen so zu verdrehen, dass Verlierer zu Helden wurden. Aladdin war ein Dieb! Das Biest, ein hässliches, selbstsüchtiges Tier. John Smith ein Kapitalist! Nicht, dass Kapitalismus unbedingt was schlechtes sein muss, er brachte “the States” und somit US-Serien wie Junkfood ins kulturelle Europa. Und man erinnere sich an Eric, der ein halbnacktes und stummes Mädchen das am Strand liegt, einfach mit nimmt und dann wieder fallen lässt? Ernsthaft? Was für eine liebevolle Geste! Nein. In der verdrehten Welt von Kindern wo Unschuld vorherrscht vielleicht. Aber betrachtet man die Geschichten aus semi-erwachsenen Blickwinkel, sind sie seltsam und teilweise etwas fragwürdig.

Disney just f*cked up your life!

Und trotzdem trällern wir die Songs “Caaaaan you feeel the loove tonight!” oder singen fröhlich “Hakuna Matata!” Und was soll falsch daran sein? Schließlich darf man auch im zarten Kindesalter nicht vor Illusion und Falschmalerei bewahrt werden und die Songs sind zugegeben wirklich großartig. “Let it go! Let it go!”

Und ja, die Filme werden immer wieder gerne geschaut: Erst kürzlich: Aristocats, aber später dazu mehr..


1) http://diply.com/trendyjoe/scary-disney-origins/127189

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