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Eurovision Songcontest 2017 #ESC

Ich war nie ein Fan, und werde auch kein Fan mehr. Der einzige Grund, warum ich mir den Songcontest ansah, war derStandard.at -LiveTicker und die zahlreichen Kommentare, die wirklich unterhaltsam ist. Ich rate jedem dazu, ab und an einen Blick darauf zu werfen und mit zu kommentieren. Eine nette, feine Runde. Manch ein Satz mag vielleicht vom Ticker inspiriert worden sein. Man vergebe mir.

Der Songcontest ist etwas sehr seltsames. Als Conchita die Krone an sich riss, verweilte ich in Irland: „The Dragqueen!!! She won!!!“ rief mir jemand zu. Heuer war der Songcontest interessant, kurios und erheiterte durch die vielen WTF-Momente. Mein Favorit war der Kroate. „My Friend“ – ein Duett mit sich selbst. Forever Alone. Großartig. Aber zu gut für den Songcontest.

Fassen wir kurz zusammen: Gesundheitliche und familiäre Probleme, sowie ausdrucksstarke und schauerliche Mimik wie Gestik siegen beim Publikum. Kurios: Ein rappender Ungar mit Bauchtänzerin; ein Kroate, der italienisch singt und eine jodelnde Rumänin. Ist es eine Art Voraussetzung, dass man davor beim regionalen Casting mitgemacht haben sollte? Nett fand ich, dass Australien wieder mit machen durfte. Auch interessant: 0 Punkte des Publikums gingen an Österreich. Nicht mal die Auslandsösterreicher haben offenbar ausreichend für Österreich angerufen. Deutschland bekam 3. Auch nicht besser.

Die einzelnen Kandidaten im Überblick, nur sinnvoll für jene, die den Songcontest auch sahen, hier nochmal die Teilnehmer, man vergisst sie so schnell. Was für eine schrecklich schnelllebige Welt.

Quelle: https://9gag.com/gag/awnjrWD

Israel: Please break into pieces! Na, wirklich nit, punktet aber sicherlich bei der Regenbogencommunity. Das Grinsen war Angst einflößend.
Polen: Eine blonde Frau im weißen Kleid, mit einer sehr, sehr guten Stimme. Zu Gut. Man wird sich leider nicht an sie an erinnern.
Belarus/Weißrussland: Die Hippiehipsters am Boot, eh ganz nett. Sie haben sich dann geküsst? Romantisch. Der Song hat Ohrwurmqualitäten, wäre ich 18 gewesen, hätte mir das Lied sehr gut gefallen.
Österreich: Unnötig. Leider. Es war nicht gut. „Machs besser!“ – „Gern, bring mich rein!“
Armenien: Etwas.. ruhig?
Niederlande: Oh! En Vouge! 90er Jahre Soul! Was habe ich den vermisst. Der Song war sehr nett, eine sehr tragische Geschichte, besonders zum Muttertag. Nein, kein Sarkasmus.
Moldavien: Ein Muttertags-Song mit Elektropop aus den… 90ern? Auch bekannt als die „Wadenkratzer“ oder auch „Sax guy!“
Ungarn: schickte einen rappenden Roma mit leidender Bauchtänzerin. Zugegeben, nett.
Italien: WTF.. der Affe.. der Schnauzer?
Dänemark: sang auch gut. Leider auch zu gewöhnlich. Es war die Frau mit den langen, blonden Haaren im roten Kleid und auch einer guten Stimme.
Portgual: „The country which must not be named“ – Nein! Never! Ich verstehe es nicht. Es muss die Herz-Geschichte gewesen sein. Anders kann ich mir das nicht erklären.
Aserbaidschan: Modern.
Kroatien: Ich mochte den Kroaten. So gespalten, so „forever alone“, so schizophren. Der Stimmwechsel war wirklich mal was anderes.
Australien: Atreyu? Is that you?
Griechenland: Dancetrance ’99.
Spanien: WTF? „Do it for your lover, baby!“ Wtf? Bitte, was?
Norwegen: Der Tontechniker mit einem Nazgul am Keyboard.
United Kingdom: Sie litt sehr. Wirklich.
Rumänien: So außergewöhnlich der Song war, so sehr die Ohren danach bluteten, bin ich wirklich, wirklich froh, dass es dieser Song nicht geschafft hat.
Deutschland: Sie war sehr heiser beim Finale, sodass die gepresste Stimme wirklich den Ohren weh tat. Aber zugegeben, nach dem 10. Karaoke-Song hör ich mich auch so an.
Ukraine: Offenbar stimmt die These, dass das Gastgeberland versucht, die schlechteste Performance abzugeben, um den Contest nicht nochmal austragen zu müssen: Gestatten: Backstreet Boys meets Pseudo-Metal.
Belgien: Lana del Rey? Nein.
Schweden: Ich war zeitweise wirklich froh, dass mich die Kommentare im Standard die meiste Zeit davon abgehalten haben, dem Geschehen tatsächlich „mit eigenen Augen“ zu folgen. Schweden war wirklich… Warum zum Teufel? Warum gestikuliert man so? Lernt man das bei Castings? „Flirte mit der Kamera! Sie muss Angst vor dir haben!“
Bulgarien: war der kleine Bub, sang aber gut. Aber auch leidend.
Frankreich: war nett..

Portugal macht von sich reden: 2016: EM Sieg, 2017: ESC Sieg, 2018: Gibts da noch was mit Euro? Porxit vielleicht? …Ba’dum’tss.

Soviel von mir. Wenn Taylor Swift mir einen Song schreibt und produziert – und Österreich dazu bringt, mich ins Finale zu wählen – bin ich dabei ;)

Wer sah den Songcontest noch? Was waren eure Favoriten? Hattet ihr Favoriten? Fandet ihr alle schrecklich? War der Sieg gerechtfertigt? Werdet ihr den Songcontest nächstes Jahr wieder ansehen?

Quelle: https://9gag.com/gag/awnjrWD

Bildquellen: 9Gag.

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