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„Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Rocket!

2014 flimmerte ein Film über die Leinwand, mit dem kaum jemand gerechnet hatte: Weder mit der Musik, noch den humorvollen Dialogen, noch mit dem Setting. Und das liegt vermutlich auch darin begründet, dass, nach James Gunns eigenen Angaben (in zahlreichen Facebook-Postings und Live-Chats), Marvel wie Disney ihm freie Hand ließen und lassen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er auch beim dritten Teil Regie führen und die nächsten zehn Jahre bei Marvel-Produktionen involviert sein wird.

Ich sah den Film zweimal und fand ihn beim zweiten mal noch besser. Sofern man Kritik üben möchte: Man hing zu Beginn etwas in der Luft, was wohl die Handlung sein mochte. Vor allem die Auswahl des Soundtracks verführt zum mitwippen. Southern nights.. have you ever felt a southern night.. Gerade noch, dass man keine Pirouetten dreht oder Ausfallschritte im täglichen Gang der Realität tätigt. Wobei das mittlerweile gelegentlich vorkommt.

Im Endeffekt wirkt auch GotG2 wie „James Gunn and friends make a Movie“ und in diesem speziellen Falle wie: „Rocket and Drax having fun“ – Und ich finde das großartig! So großartig, dass ich mir überlege, den Film noch ein drittes Mal zu sehen. I can still hear you saying… You would never break the chain (Never break the chain)..

Während der erste Teil sich mit der Einführung der Charaktere und dem Aufbau eines Universums beschäftigte, welcher von absolut, in der jeweiligen Situation, sinnlosen (aber amüsanten) Dialogen lebt (wie auch in GotG2 – wir wissen mittlerweile warum Groot keine Hüte mag), ist der zweite Teil ein Familienfilm. Aber mehr wird dazu nicht verraten. If you ever change your mind… About leaving, leaving me behind… Oh, oh, bring it to me..

Was ich nun möchte? Eine Serie aus der Hand von James Gunn und einen friedlichen Trash Panda als Haustier. Rocket ist definitiv, neben Yondu, mein Liebling. Zugegeben, ich hatte nie gedacht, dass Baby Groot so putzig sein kann. I am Groot? I am Groot! I am Groot!? Sun is shinin‘ in the sky.. There ain’t a cloud in sight… It’s stopped rainin‘ everybody’s in a play…

Fazit: 7 von 5 Trash Pand.. Racoons und 6 von 5 Treecreatures, 8 von 5 Spacefights und 7 von 6 sinnlosen Dialogen. 10 von 10 für die Musik-Auswahl, die mittlerweile in Dauerschleife läuft. Generell: 12 von 10 Punkten.

Weiterführende Informationen, Erklärungen und eventuelle Spoiler (mit freundlicher Genehmigung von Mr. Raymond):

  • „Stallone spielt Stakar Ogord (Starhawk). Er war einer der Guardians of the Galaxy aus dem 31. Jahrhundert in den Comics, zu denen auch Yondu gehörte. Andere Mitglieder des Teams waren in der Credit-Scene mit Stallone. Martinex ist leicht zu erkennen (der kristallene Typ), der schwarze, breit gebaute wird vermutlich das Gegenstück zu Charlie-27 sein. Das Mädel Aleta. Und surprise, surprise Krugarr (das rote Alien)“.
  • „Howard the Duck natürlich auch wieder in einem Cameo dabei mitten im Film. Cosmo leider nur in den Endcredits“.
  • „Man sieht Goldblum in seiner Rolle als Grandmaster aus dem bald kommenden Thor: Ragnarok – in einer tanzenden Szene“ Anmerkung: Ich sah ihn nicht.
  • „Stan Lee mit den Watcher, die wie es ihre Regeln besagen nicht eingreifen. Beobachten ist OK, aber niemals aktiv etwas machen. Helfen nicht mal dem alten Mann zurück auf die Erde zu kommen.“ Theory confirmed.
  • „BTW Ego ist keiner der Celestials in den Comics, aber da er einer ist in den Filmen. In Guardians of the Galaxy sah man die Celestials die Infinity Gems verwenden als der Collector die Historie der Steine beleuchtet. Ego ist also einer von denen und wurde vermutlich zurück gelassen weil er verrückt ist. Andere Celestials haben enorme Rüstungen. Knowhere aus Teil 1 ist der Kopf eines Celestials.“
  • „Taserface ist in den Comics Mitglied einer Spezies, die ihre Kultur auf der Technologie von Tony Stark aufbauten und sich darum auch Stark nennen.“
  • „Ayesha und Adam Warlock sind in den Comics von den gleichen Wissenschaftlern erschaffen worden. Es war klar, dass Adam irgendwann auftauchen wird und es passt in Guardians 2.“

Predictions:

  • „Nebula’s Plan Thanos zu töten könnte Teil des nächsten Avengers Film werden.“ Anmerkung: GotG Vol. 3 spielt zwischen Infinity, ebenfalls unter Gunn’scher Kontrolle.

Gestrichen:

  • „Adam Warlock war nicht der einzige der gestrichen wurde. Es wurde eine Szene mit Nathan Fillion (Space Barbarian!) gestrichen, der vermutlich als einer der Ravagers gesehen worden wäre. Ich las mal, dass er Simon Williams (Wonder Man) spielen sollte.“

Lesenswert:

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„Star Trek: The Next Generation“ S01E01 und S01E02

Gute 30 Jahre ist es her seit Star Trek – The Next Generation die Herzen von jung und alt eroberte. Und so sahen Madame (8) und ich uns die ersten zwei Folgen der ersten Season an, die 1987 in den USA und 1990 in Deutschland debütierte. Folgend muss auch die gesamte erste Season und dann alle Seasons geschaut werden. Bestenfalls alle 703 Folgen. Und wenn wir damit fertig sind, dürfte dann auch Star Trek Discovery erschienen sein.

Episode 1

Die Doppelfolge und Eröffnung der ersten Season hinterließ Faszination, verknalltes Gebrabbel bis zur Übereinstimmung, dass Picard der bessere Captain als Kirk ist. Das wussten wir zwar davor schon, aber es ist immer wieder nett, im eigenen Glauben bestätigt zu werden.

TNG zeigte uns bereits Touchscreens, aber mit festem Interface. Und wenn man zurückblickt, agierte Data zu Beginn noch sehr in Spock’scher Tradition, während sein Name auch etwas seltsam anmutet. Jedoch nicht so seltsam wie Riker ohne Bart. Madame (8) meinte irgendwann, auf der Enterprise sei alles so autoritär, so militärisch, aber eine Basisdemokratie würde wohl eher nicht funktionieren: „Captain, wir werden angegriffen!“ – „Moment, lasst uns darüber abstimmen, was als nächstes zu tun ist. Wer stimmt für Angriff?“ 4 Hände heben sich. „Wer stimmt für Kommunikationsaufnahme?“ 4 andere Hände ragen in die Luft. „Wer enthält sich?“ 19 Hände zeigen auf.

Es stellte sich auch die Frage, wie dazu mal die Rezeption im Bezug auf Diversität war. Wurde es einfach als gegeben hingenommen, dass schwarz, weiß, Frau, Mann, Kind bunt gemischt sich miteinander die Enterprise teilten, und erst heute ein Tam Tam darum gemacht wird, weil damals der Blick für die Problematik fehlte oder als Marketing Strategie noch nicht entdeckt wurde? Sicherlich bei TOS, Season 3 und dem ersten „interracial kiss“ wurde die Sendung boykottiert, aber bei TNG in den 80ern? Man müsste recherchieren..

Dass die Quallen Aliens zum Ende der ersten Folge friedlich von dannen ziehen durften, ist auch etwas, was Star Trek immer auszeichnete. Man landete auf einem fremden Planeten, begegnete einer fremden Spezies und man verhielt sich vernünftig und versuchte auch die fremde Lebensform zu verstehen und nicht selten war es dann der garstige Mensch, der das arme Ding geknechtet und gequält hatte. Wir stimmten überein, dass das Quallenhafte Alien sehr entzückend war.

Fazit: Eine glückliche Reise in die Kindheit..

Episode 2

Fazit: „it never happend“

Kurzfassung: „Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern“ schrieb Madame (8) zu Beginn und gegen Ende sollten wir wissen, warum wir sie wohl verdrängt hatten. Ab und an mochte man den Eindruck gewinnen, Patrick Stewart denke sich entweder: „Omg, wozu habe ich mich vertraglich verpflichten lassen“ oder „Omg. Wie genial!“ Fun Fact: Sexroboter Data!

Alles in allem muss wohl eine Hommage an TOS gewesen sein, als Kirk und Co auf diesem seltsamen Liebes-Planeten landeten und Spock glücklich und verliebt herum spazierte. Die Folge allerdings fand ich wiederum nett.

:D

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„Doctor Strange“

Folgende Gedanken zu Master Strange, wenn auch massiv verspätet. Man gebe universitären Pflichten die Schuld.

Zu Beginn noch etwas skeptisch, dann jedoch zunehmend erfreuter und zu guter Letzt glücklich und zufrieden. Fazit: Ein angenehmes Filmerlebnis. Die andächtigen Mitbestauner waren ruhig und flüsterten. So wie Kino sein sollte. Wenn Civil War schon etwas ermüdete und eben gerade die neuen Charaktere für frischen Wind sorgen, so bestätigt sich dieses Gefühl bei Doctor Strange noch einmal. Doctor Strange wirkt!

Man braucht zu Sherlock aka Khan nicht all zu viel sagen: Der Mann ist hoch begabt, auch mit amerikanischen Akzent. Ich mochte die asexuelle und androgyne Tilda Swinton und wenn im Vorfeld Buh-Rufe bezüglich des Whitewashings laut wurden, so hätte eigentlich seit der Bekanntgabe Ruhe herrschen müssen. Spätestens jedoch nach der Sicht des Ergebnisses: Tilda ist keine weiße Frau, sie ist Tilda Swinton. Sie wirkt zeitlos, gelassen und auch zerbrechlich.

Könnte ich bitte auch ein Kleidungsstück haben, dass mir die Tränen wegwischt? Lesetipp: Aldous Huxleys „The Doors of Perception.“ sowie eine kleine Auffrischung über die Infinity Gems.

Insiderinfos von Mr. Raymond, die sicherlich interessanter sind als meine Euphorie über Cumberbatch und den Film selbst, sowie zufriedenstellender Ruhe im Kino:

„Der Time-Gem lässt grüßen. Der letzte Infinity Gem wird sich also vermutlich in Thor: Ragnarok sehen lassen (wer könnte den wohl brauchen.. to Hel with you). Überraschend, da der bekannteste Besitzer des Soul Gems in den Comics einer der Guardians of the Galaxy ist aber AFAIK hat sich Gunn schon zu Wort gemeldet, dass kein weiterer Infinity Gem in Guardians 2 zu sehen sein wird und das obwohl die Freundin von Adam Warlock schon bestätigt ist für den Film. Him and Her. Oder eben Adam Warlock und Ayesha. Ayesha aka Kismet aka irgendwelche Namen, den sie von Aliens bekam – es wird komplett anders sein im Film, aber Adam Warlock’s Kokon, oder zumindest einer der jenem ähnlich sah, war in der Sammlung des Collectors im ersten Guardians Film zu sehen. Gunn hat aber auch da dementiert, dass es Adam Warlock’s Kokon war.

Easter Eggs für die Fans: Der alte, einarmige Zauberer Hamir ist in den Comics der Vater von Wong, dem Bibliothekar im Film. Der Typ der über das Sanctum Sanctorum in New York wachte war Daniel Drumm, der Bruder und geistige Begleiter von Brother Voodoo. Überhaupt hat das Sanctum Sanctorum in NY die selbe Adresse wie in den Comics. Yay Bleeker Street 177A.

Mordo war klar, dass er am Ende keiner mehr der Good Guys sein wird, weil er in den Comics die Rolle von Kaecillius aus dem Film hat. Mordo war der Verräter, der mit Dormammu kollaborierte. Schlug einen anderen Weg im Film ein, aber als Hexenjäger macht er sich sicher auch gut. Kaecillius ist einer von Mordo’s Untergebenen in den Comics und auch wenn sein Gefolge nicht benannt wurde im Film (nicht einmal auf IMDB) könnte zumindest eine davon Adria sein und einer Demonicus heißen. Durch das Prequel Comic weiß ich, dass Tina Minoru letztlich auch eine kleine Rolle im Film hatte. Dank Youtube weiß ich jetzt, dass sie mit dem Staff of One unter den Trainees in Kamar Taj war. Sie ist die Mutter von Nico Minoru (Runaways Serie ist in Arbeit…. vielleicht sieht man Tina dort wieder und wegen der kleinen Rolle im Film nicht mal recastet?! Hoping!).

Christine Palmer, die Ärztin, die Strange so unterstützte war die Hauptfigur einer kurzlebigen Serie aus den 70er Jahren mit dem Namen Night Nurse. Ungefähr 20 Jahre zu spät die Idee. In den 50ern waren Romance Comics sehr beliebt und es war die Hochzeit von Patsy Walker und Co. bei Marvel. Mädchen hatten ihre Mädchen Comics, die sie zu braven Hausfrauen erzogen. Aber in den 70er Jahren noch sowas rausbringen…. wow. Kein Wunder, dass sie nur 4 Ausgaben überlebte. Wie man beim Marvel Appendix sieht, hat sie später (in einer wirklich guten Serie) mit Nightcrawler abgehangen. In den Comics hat Strange eine gewisse Zeit eine Beziehung mit Night Nurse, aber nicht mit Palmer, sondern Linda Carter deren Job vergleichbar ist mit dem was Rosario Dawson’s Claire Temple in den Netflix Serien. Superhelden ärztlich helfen.

Damn you, Stephen! West, der Arzt, dessen Uhr zu laut war und gerne mal aus dem Snack Automaten was klaute war Strange’s Gegner in der Miniserie „Doctor Strange: The Oath“ (lesenwert). Er ist ein neidischer Bastard in den Comics.

Ich hoffe, dass jeglicher Backlash wegen dem Swinton casting jetzt verstummt. Die Alternative wäre gewesen einen Typen wie Hamir zu casten. Asiate mit Fu Manchu Bart und mystischen Kräften. Der witzige Twist, dass nicht er der Ancient One ist, sondern sie war gut.“

Thx!

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„Westworld“, S01E04

Science Fiction gilt als Spiegel der Gesellschaft. Isaac Asimov bereitete uns mit seinen zahlreichen Robotergeschichten kontinuierlich auf emotionale Roboter vor. Philip K. Dick führte 1968 mit Do Androids Dream of Electric Sheep? (aka Blade Runner) in das Bewusstsein von Androiden, bis auch Westworld (1973) von Michael Crichton, daran anknüpfte und gleichsam dem Western-Hype der 1970er, auch die Bedürfnisse der Menschen nach Abenteuer zu befriedigen versuchte. Und hervorragend die aktuellen Diskussionen um intelligente Kühlschränke, dem manischen Hype um die „Künstliche Intelligenz“ sowie Sexrobotern und Virtual Reality betreffend, stellt Westworld, in diesem Zusammenhang und gewohntem Format, die alten Fragen nach Freiheit und Selbstbestimmung.

Man stellt sich die Frage: wann Freiheit für den Menschen erreicht ist? In einer Welt wo es keine Konsequenzen gibt? Und wann ist diese für Androiden erreicht? Bei autonomer Selbstbestimmung? Wie selbst bestimmt ist der Mensch denn generell? Und gäbe es keine Konsequenzen für sein Handeln, wäre er dann tatsächlich frei?

Ford sagte, es sei kein Themenpark, keine Geschäftsinvestition, sondern eine eigenständige Welt und diese Welt weiß alles über die Hosts, dessen Personal sowie aber auch deren Gäste. So erklärt der schwarz Behütete Logan dem guten William: „Come on. You really think it’s a coincidence that the only thing you even smiled at in Sweetwater just happened to drop into your lap?“ Während im Hintergrund bereits die neue Storyline Gestalt annimmt und existierende Storylines massiv durcheinander bringt.

Der Man in Black muss eine gewisse Verbindung zu Arnold besessen haben, denn wie er zur Schlangen-Frau* sagte, brach Arnold seine eigene Regel: „He died, right here in the park. Except I believe he had one story left to tell — a story with real stakes, real violence.“ Und Arnold war laut Ford „mad“. Der Mann, der seit 30 Jahren in den Park kommt, sucht nach dem Ursprung, einem Geheimnis? HBO tanzt uns schadenfreudig auf der Nase. Ich glaube, ich bin auf der komplett falschen Spur. Westworld wird mittlerweile auch als „neues LOST gehandelt. Die Geister scheiden sich darüber, ob dies was tolles oder schlechtes ist.

Der Titel „Dissonancy Theory“ zielt auf die in der Psychologie bekannte Kognitive Dissonanz ab, in der ein „unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten –, die nicht miteinander vereinbar sind.“

„Why would I want that? Pain, their loss, is all I have left of them. You think your grief will make you smaller inside, like your heart will collapse in on itself but it doesn’t. I feel spaces opening up inside of me, like a building with rooms I’ve never explored.“

Dolores erinnert sich in dieser Folge nach wie vor an den Tod ihrer Eltern. Ob Bernard ihr diesen Schmerz nehmen soll? Nein. Bernard navigiert Dolores in Richtung „Maze“ und er sagt: „The goal is to find the center of it, if you can do that, then maybe, you can be free.“ Wie also der Man in Black taucht nun auch Dolores in den Irrgarten ein. Und auch Maeve, die Prostituierte, ist sich den unstimmigen Vorgängen immer mehr bewusst. Die Kugel einer früheren Schießerei, die aus Hast nicht richtig entfernt wurde, wird, nicht ganz unsexy, von Hector aus ihrem Bauch gezogen, bevor beide in einem leidenschaftlichen Kuss niedergeschossen werden.

Fazit: Geniale Folge!

Links:

* Nett finde ich die allmähliche Auflösung einiger Quests. Hier Beispielsweise: Finde die Schlangenfrau, befreie den feschen Hector nach drei Tagen aus dem Gefängnis um dann den Inhalt des Safes im Brothel via Schießerei in der Stadt zu stehlen. Nice. Auch die Erwähnung Logans bezüglich dem Upgrade der Waffe und dem Easter-Egg, dass man wohl den einen Quest annimmt, dann aber eine gewisse Handlung vollführt um zum anderen Quest zu kommen, erinnert großartig an RPGs. Like it!

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„Gotham“, S03E04 und S03E05

Es braucht nicht zwangsläufig eine intelligente oder begabte Geschichte. Es braucht keine verzwickte und doch nachvollziehbare Handlung. Die aktuellen Folgen von Gotham bewiesen wieder einmal folgendes:

Charaktere, wie sie gespielt werden und besonders auch die Chemie zwischen den Darstellern ist oft schon ausreichend um einer üblichen Folge mit üblicher Geschichte und üblicher Handlung das gewisse Etwas zu verleihen. Zugegeben, die Folge „Anything for you“ musste gnadenlos übertreiben, dennoch war sie großartig.

Noch immer wünsche ich mir ein Spin-Off, wobei Gotham meinen beiden Lieblings Protagonisten ausreichend Screentime lässt. Ich gebe mich also mit einem Team-Up zufrieden. Oder nicht? Erblickte ich etwas? Die Eifersuchts-Dreieck Beziehung findet vorläufig in der fünften Folge ihren Höhepunkt und Butch tat mir sogar etwas leid.

Übrigens, darf ich mit Freuden verkünden: Oswald Cobblepot aka The Penguin ist nun rechtmäßig gewählter Mayor/Bürgermeister von Gotham! Und das ganz ohne fremde Hilfe oder Bestechung! Denn der Riddler vereitelte Butchs Versuch seinem Freund und Meister die Wähler finanziell zu erwerben. Sie wählten ihn also auf ehrliche Weise. Und auch in der nächsten Folge versucht Butch wieder eng an die Seite des Penguins zu gelangen. Man erinnere sich, der Penguin schlug ihm einst die Hand ab. So organisiert Butch Chaos durch die Red-Hood-Gang und plant den heroischen Akt, diese selbst vor den Augen des Gönners zu erledigen. Dies jedoch wird von Nygmas scharfsinnigem Verstand vereitelt und er stiftet ihn an, den Penguin stattdessen zu töten. Aber der Riddler, um noch mehr in die Gunst Oswalds zu gelangen, lässt Butch auflaufen, in dem er ihm Platzpatronen gab. Folgend wird er vom Hintergangenen fast zu Tode erwürgt. Oswald wirft sich über seinen bewusstlosen Freund und schreit gen Himmel, umarmt ihn zärtlich, sei er doch das einzige was er habe. Großartige Szene, Melodramatisch bis ins Detail. Nein, sie gefiel mir wirklich :D

Etwas später schimmert das Kaminfeuer, und wenn Oswald zu Beginn noch meinte, er brauche jemanden mit dem er das alles teilen kann und Ed ihn dankbar ansieht, so lässt sich nur eines vermuten. Und für wenige Sekunden sitzt man mit einem kindlichen Geschenke-Grinsen, ein Polster fest umklammert im Sessel und fiebert dem Moment entgegen. Doch sie umarmen sich nur.

Das düstere Gotham lässt die Protagonisten mit ihrem Liebesleben kämpfen, warum auch nicht. Vor allem, wenn es eine gewisse Story erfüllt:

Über drei Seasons hinweg entwickelte sich die zunächst kindliche, dann jugendliche Beziehung zwischen Klein Batman und der Katze. Der Umstand mit Posion Ivy mag zwar nicht geplant gewesen sein, fällt hier jedoch wunderbar ins Konzept. Oder umgekehrt: Die keimende Liebesbeziehung passt perfekt zum Ivy-Plot, die schlussendlich den jungen Batman verführen soll – wobei wir in Season 2 schon mal so etwas ähnliches mit der Nichte von Galavan hatten.

„Is that why you’re angry? Because I was pretending to be you, or that I spent the day with Selina?“ frägt der Klon (Five) den verwirrten Bruce in der vierten Folge. Five, die wohl interessantere Version von Bruce, hatte zuvor Selina geküsst. Bruce konsultiert darauf daraufhin Alfred im Bezug auf seine Gefühle, doch dieser ergreift sogleich die Flucht. Dem ganzen verleiht Jim Gordon, der selbst eben in einer Zwickmühle mit Valerie Vale und dem Reh (Lee) steckt, noch etwas Antrieb: „I think it’s chivalrous you doing this for Selina. How long have you two been a thing?“ Warum? Bruce hatte sich auf die Suche nach Ivy gemacht, die spurlos verschwunden war. Gegen Ende der Episode erblickt man sie kurz im grünen Kleid. Selina erkennt ihre Freundin nicht und Ivy, sichtlich belustigt, belässt es vorerst dabei. Jim rät Bruce mit der Katze zu reden. Gesagt, getan: „You are the real Bruce, because nobody else would be this boring“ antwortet sie und küsst ihn, worauf hin er sagt: „So do you have feelings for me? I’m confused“ – „Good.“

Etwas muss angesprochen werden: Etwas, dass keine Frau im Falle eines Beziehungs-Chaos wie dem von Lee und Jim Gordon hören möchte, ist: „The past is the past. There’s nothing I can do to change that.“ Nein. Man sagt: „I’m sorry, I love you. I had to/I thought it was right. Take me back!“ Oder so. Das Reh ist nun übrigens mit dem Sohn von Falcone liiert und bereit in Gotham neu zu starten. Aha.

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Elder Scrolls V: Skyrim

Die kalten Winternächte ziehen langsam aber doch spürbar in die bergige Landschaft ein. Es fröstelt mich. Ich starte Skyrim, dass ich seit geraumer Ewigkeit nicht mehr gespielt habe und fühle mich trotz Kälte und Schnee gleich wieder wie daheim: Welcome Home, Khajiit! Ein Bericht, der längst überfällig war.

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145 Stunden waren es, die ich, ein reudiges Khajiit Mädchen in den fast unendlichen Weiten und verworrenen Dungeons verbracht hatte. Ich bekämpfte Drachen und Trolle, Säbelzahntiger, Wölfe und allerhand was sich mir in den Weg stellte. Erzmagier und Barde bin ich, Haupt der Diebesgilde und eine Nachtigall; ein Werwolf und so Anführer der Gefährten in Weißlauf. Ich spielte es auf Deutsch, weil, ich weiß nicht einmal mehr wieso. Nur einer der Hauptquests, ob ich nun der kaiserlichen Armee beitreten solle oder nicht, reizte mich so gar nicht, denn beide Parteien waren mir unsympathisch.

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Ich verschaffte Barbas seinen rechtmäßigen Platz am Fuße seines Herren und kehrte der dunklen Bruderschaft den Rücken, als ein wehrloser Ork, sich verängstigt hinter Fässern versteckte und vor mir kniend mit den Händen über seinem Kopf um Gnade bettelte. Ich bin freundlich. Ich dachte nie daran Paarthurnax zu töten, er ist ein guter und weiser Drache. Eher war ich schockiert darüber. Doch Alduin besiegte ich mit dem Wabbajack! Ich war schon immer eine eher unkonventionelle Spielerin. Geskillt auf Zerstörung, schwere Rüstung und Einhand-Waffen. Man darf sich guten Gewissens an den Kopf greifen, ich bin nicht böse. Bereits in Diablo III weigerte ich mich gegen Sets, die mir nicht gefielen, ganz gleich ob es sie in dieser Version effektiv waren oder nicht.

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Ich besitze ein Haus in jeder Stadt und nach vielen Monaten weiß ich nicht mehr, wo die Häuser stehen. Macht aber nichts, ich baute mir bereits mein eigenes. Der Mod, der alle Pferde die ich in allen Städten besitze, an einer Stelle versammeln soll, streikt jedoch. Und wie so oft bevorzuge ich den Ritt, anstatt den schnellen Weg zu nehmen, denn die Landschaft und die netten Sidequests waren und sind die Reise allemal wert. Das Pferd Schattenmähne behielt ich trotz des offenen Quests, was wie ich annehme der Grund sein dürfte, warum es mit dem Pferde-Mod nicht ganz so funktioniert, da ich das Pferd noch nicht zu 100% besitze. Lediglich ein garstiger Wicht würde es wagen zu behaupten, ich hätte den Quest nur des Pferdes wegen überhaupt erst angenommen. Merke: Skyrim ist kein Pferde-Simulator. Aber, Arvak!

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Der einzige Kritikpunkt ist die begrenzte Auswahl an Optionen an Konversationen, sowie die eigentliche Flachheit und Eindimensionale Gestaltung der Charaktere. Und auch wenn mir der Tod von Lydia sehr nahe ging, die Begleiter sind doch austauschbar. Ich wünschte mir öfters mehr Dialoge mit mehr Interaktionsmöglichkeit und Handlungen mit Konsequenzen.

Dennoch: Ich mag Skyrim, nach wie vor.

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„Westworld“, S01E01 und S01E02

Grobe, gesamt inhaltliche Spoiler für Episode 1 und 2.

Man stelle sich einen Themenpark vor, der genau das hält was er verspricht: Reale Erlebnisse, ganz ohne rechtliche Konsequenzen. Vorbei sind die Zeiten mit Wochenend-Besuchen auf Mittelalter Lagern, die nur verschwommen das Gefühl der dunklen Zeit, wieder zu geben vermögen, wenn zum Beispiel das Gewand kratzt oder so. Weg mit den LARP-Events bei denen mit Schaumstoffwaffen aufeinander eingeprügelt wird. Man stelle sich einen Park vor, wo all die grenzenlose Freiheit real ist, nur mit der sicheren Ausnahme, dass dem einzelnen nichts passieren kann. Weder Tod noch Verletzung oder Haft. Man schlachtet den Schmied ab und vergewaltigt seine Frau, who cares? Man nimmt an besonderen Ereignissen und Erlebnissen Teil und wenn die Zeit vorüber ist, kehrt man zurück in seine gute Welt.

Und nun transferiere man den Themenpark in den wilden Westen Nordamerikas. Indianer, Cowboys, Salons, Pferde und Schießereien! Man kreiere Androiden die als programmierte Mitspieler aka Hosts funktionieren, deren Gedächtnis über Nacht gelöscht und die Körper wieder instand gebracht werden. Bis am nächsten Tag das Spiel von vorne los geht und die Besucher durch verschiedene Storylines unterhält.

Welch wundervolle Welt, nicht? Aber was wäre, wenn diese Mitspieler, diese Hosts, ein Gedächtnis und sozusagen ein Bewusstsein entwickeln würden, sprich sich an vergangene Leben erinnern könnten? Was, wenn sie gelernt hätten, aufzuwachen?

„Can you imagine how f*cked we’d be if these poor assholes remembered what the guests do to them?

Willkommen in Westworld!

Nur der Furchtlose wagt weiter zu denken, was passiere gäbe man einem Computerspiel Helden ein Bewusstsein und ließe ihn über seine vielen Tode referieren. Denn Westworld erinnert an vielen Stellen an ein herkömmliches RPG und es wirkt dezent natürlicher die Hosts als NPCs zu bezeichnen und gewisse Erlebnisse als Quests: Warte in der Bar bis der alte Mann dich anspricht, und du findest am Ende des Tages Gold! Und wie jeder weiß: Zu viele (schlechte und schnelle) Updates schaffen mehr Scherereien als wie sie nützlich sind. So auch hier. Den Kundigen wundert diese Entwicklung also gar nicht.

Die von HBO adaptierte Serie des 1973 erschienen Filmes Westworld von SF-Autor Michael Crichton geschrieben und ins Leben gerufen, verspricht das neue Game of Thrones zu werden, wenn man die Serie auf Gewalt gegenüber Frauen und Nacktheit reduzieren möchte. Doch sie hat (vermutlich) mehr zu bieten: Neben Science-Fiction und Mystery sowie zahlreichen Verweisen auf Popkultur wie Blade Runner (1982) und Literatur wie Herr der Fliegen, Shakespeare oder auch Faust; finden sich auch altbekannte Musikstücke, die, auf von einem Honkytonk Klavier gespielt, zunächst zum rätseln einladen. Über die schauspielerische Leistung eines Anthony Hopkins, eines Ed Harris oder gar einer Evan Rachel Wood braucht nicht viel gesagt werden.

Fazit: Sehenswert und gespannt auf mehr.

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