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Woche #2401 (2018)

Ein Eintrag aus dem Jahre 2018.

Weils ja bald so weit ist: Ich muss noch ein professionelles Passfoto anfertigen lassen. Bestenfalls beim Fotografen und ihn bitten großzügig mit Photoshop das Alter zu retouchieren.

Kurz vor der ersten, theoretischen Prüfung (zu der man ein Passfoto benötigt), bemerkte ich, dass ich die Passfotos, die ich damals für den Pass machte, irgendwo hin verlegt habe (weil sie so hässlich sind, hatten sie keine Berechtigung offen rum zu liegen und wurden gut verstaut. So gut, dass ich sie wohl nie wieder finden werde. Zusammen mit dieser Pass-Bestätigung…).

So nahm ich den Bus kurz vor zehn und eilte im Schneefall zum Automaten. Das Foto, welches es nach dem Xten Versuch in die engere Auswahl schaffte, nagt noch heute an meinem Insta-filter geschultem Ego. Aber Twitter bestärkte mich: Jeder muss auf Passfotos hässlich sein; zur Bestätigung, dass es auch real ist, weil in der Realität alles scheiße ist. I love you, Twitter. Man gab mir dann natürlich auch recht: „stimmt, wenn man normal aussieht gilt der Führerschein nicht!“ (I miss you, btw).

*

Wisst ihr warum der Sommer einfach toller ist? Man muss weniger waschen. Hot Pants? Zieh ich locker eine Woche an, zwei wenns sein muss. Lockeres Shirt? Drei Tage, easy! Fünf, wenn ich nichts drauf patze. Im Winter hingegen brauche täglich eine neue Strumpfhose, ein Untershirt, ein normales Shirt und fette Pullover, die dann genau so oft gewaschen werden müssen, wenn das Deo glaubt, wieder mal versagen zu müssen – was es im Winter gerne tut.

Und! Im Sommer braucht es auch keine Socken! Sooooviele Socken die zu waschen sind. Die herum liegen, sinnlos und Staub fangen, weil wer hat Zeit sie immer in den Wäschekorb zu schmeißen – oder aufzuräumen.

[Das Thema ist auch heuer wieder aktuell.. ich hasse den Winter.]

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„Du kannst dich dagegen wehren, dann wirst du aber nicht im Radio gespielt. Wirst du im Radio gespielt, wirst du automatisch normalisiert. Die Normalisierungsmaschine kennt keine Gnade, sie ist die Welt selbst“ meinte jemand auf Twitter. Gut, ich habe den Tweet aus dem Zusammenhang gerissen und der Autor meinte sicher etwas ganz anderes damit, aber es erinnerte mich an den schrecklichen Moment, als ich im Radio ein, zwei Songs meiner Super-Indie-WinterMood-Spotify-Liste hörte. Entweder kategorisiert Spotify Mainstream als Indie, damit dieser konsumiert wird – oder dieser Sender, der nicht FM4 war, spielt neuerdings Indie-Zeugs.

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Den Marker zu lange offen liegen lassen, dann merken, dass er halb ausgetrocknet ist, schnell mit der Zunge befeuchten und dann merken, dass es seltsam kribbelt. Und sich dann daran erinnern, dass man den Marker aus einem Benutzerraum mitgenommen hat. Sollte ich demnächst an zig unterschiedlichen Krankheiten sterben – wissen wir jetzt warum (Info: Dieser Vorfall ereignete sich vor ein paar Wochen, aber ich finde, der sollte trotzdem noch das Licht das Welt erblicken und auf ewig im Netz zu finden sein).

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The secret of Life:

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Von der Illusion etwas gut zu können und dieses nutzen zu müssen

„Jeder kann etwas gut! Auch du!“ Geh schleich di.

„Du kannst das so gut. Mach was draus!“ Seriously, get the f*ck off my business.

Ihr kennt diesen Spruch, oder? Leute, die meinen, dass wenn man sich nur ganz fest mit etwas beschäftigt, man es auch richtig und besonders gut könne. Du musst dich nur damit befassen! Ein wenig Talent gehört natürlich dazu, und ein Vermögen, und gewisse Fähigkeiten, und Veranlagungen und so,- aber jeder, der es wolle, schaffe es auch und sowieso, ist jeder in etwas gut!

Nein.

Schlimmer noch, Leute, die erkannt haben oder glauben zu erkennen, dass man etwas wirklich gut könne und dazu raten, doch etwas damit machen zu müssen, weil es wäre ja vergeudet und verschwendet, nicht zu Nutzen was einem gegeben wurde!

Dafuck? Nein.

Über Talente und Fähigkeiten

Da gibt es die, die besonders gut zeichnen und malen können, andere schreiben super, wiederum andere haben das Talent, ihren Körper mit Takt zu bewegen und andere singen wie Germany’s Future Dschungelcamp-Kandidat. Und sicherlich, zu einem gewissen Grad ist alles erlernbar, was es zumindest, „gut“ in den Augen anderer macht, die das eben gar nicht können – und das ist ja okay. Aber nur, weil man etwas „gut“ in den Augen derer kann, die es gar nicht können, bedeutet das nicht, dass man tatsächlich „gut“ darin ist und auch damit etwas machen kann. Kann man nicht. Nicht immer.

Sicherlich, man kann es erlernen: Wie das schreiben. Wir sollen aktive Verben und keine passive verwenden, wenige Adjektive und beschreibend schreiben, nicht erzählend. Eh klar. Und dann gibt es die Leute, die nicht lernen müssen, wie man fesselnd schreibt, die, die wissen, wie man eine Geschichte richtig gut zu Papier bringt. Und natürlich kann ich Tanzschritte und Bewegungen lernen – werde aber nur Mittelmaß sein, weil mir das Talent fehlt. Und das ist okay!

Das Mittelmaß ist okay!

Wisst ihr was? Es ist vollkommen in Ordnung! Man darf auch Mittelmaß sein. Auch wenn man etwas „besser“ kann als manche andere und trotzdem weiß, dass man nicht „gut“ ist, auch wenn die Aussagen anderer was anderes sagen, dann bedeutet das nicht, dass man damit was machen muss! Als Hobby ist es auch vollkommen okay und man kann sich viel leichter daran erfreuen? Denn wie heißt es: Mach nie zu deinem Beruf, was du liebst. Ich liebte Geschichte und Philosophie. Nach dem Studium. Not so much anymore. True Story.

Ich sage immer: Es muss auch Menschen der Mittelklasse geben, der Mittelmäßigkeit, die, die halt nicht auffallen, die, die gewisse Dinge können, aber eben nicht ausreichend um richtig „gut“ darin zu sein, oder es gar für Ruhm und Reichtum verwerten zu können. Und das ist okay!

„Nur der Fleiß machts!“

Oh, fuck off you stupid little c*nt! (Frei nach Sandor Cleagane)

Man kann sich auch fragen: Was ist denn „gut“ und an und mit welchem Maßstab messen wir „gut“?

Dann wird ein anderer sagen: Aber mit Fleiß kann man gut werden! Ja, einer aus einer Million vielleicht. Diese Leistungs- und Fleißgesellschaft geht mir so dermaßen auf die Eierstöcke; wer Menschen nur anhand ihres Fleißes misst, misst mit dem Maße des Kapitalismus – wollen wir das? Willst du das? Deine Talente mit kapitalistischen Farben anstreichen, nur damit wer anderer das große Stück des Kuchens bekommt? Willst du das? Eben, nein, das willst du nicht! The cake is a lie!

Lass es liegen!

Und selbst wenn wir in etwas „nur“ gut sind, selbst wenn wir tatsächlich etwas können, also so richtig, bedeutet das nicht, dass wir es Nutzen müssen. Wir können und dürfen unser Talent auch liegen lassen, wenn uns nicht der Sinn danach steht. Sicherlich ists schade, sagen manche. Mach was daraus! Die anderen. Aber ganz im ernst, why? Wir könnens auch als Hobby behalten. Is eh viel g’scheiter.

Dieses dahin pushen, dass jeder in etwas „gut“ sei, und selbst wenn dem dann so ist – dazu nötigen, es bitte auch anständig zu verwerten und was daraus zu machen; dieses vehemente Nahelegen, mit etwas Übung und Fleiß und Disziplin könne man Großes erreichen! Echt nit.

Ich hasse es, wenn Leute das tun.

Ich weiß, ihr meint es gut

Ja, sie meinen es gut. Ja, sie wollen mir Komplimente machen, und ja, ich singe vielleicht „besser“ als der durchschnittliche Karaoke-Sänger, und zeichne vielleicht besser als jemand, der nur Strichmandeln kann, und schreibe vielleicht auch ganz adäquat, aber lasst mich damit in Ruhe, dass ich das alles Nutzen sollen und was daraus machen. Es nervt!

Zu sagen, ich soll dies und jenes nutzen, erlegt mir die Mühseligkeit auf, mich um noch mehr in meinem Leben kümmern zu müssen. Ihr steht nicht da und sagt, „Du, I hilf da, gib mir X und Y“, nein ihr meint es nett und gut und nehmt mir vielleicht sogar einen Teil der Arbeit ab, wie Korrektur lesen oder applaudieren, aber mehr kommt da nicht, weil wozu? Ihr bekommt ja auch nichts dafür raus. Seht ihr. Ich verstehe euer Anliegen, wirklich! Und ich danke für die Komplimente, und trotzdem…

Wir, die in euren Augen ja etwas „gut“ können, sollen uns darum kümmern. So funktioniert das nicht. Nicht bei allen.

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Was du in deinen 30ern erreicht haben solltest

Erste und ultimative Antwort: Gar nichts.

Es geht niemanden einen Scheißdreck an, was du nach welchen Standards erreicht haben solltest. Wobei doch, wenn du geschafft hast, dir bisher nicht das Leben zu nehmen: Gratulation!

Madame (8) meinte einst: „Warum willst du mit 30 aussehen wie 20? Willst du die alte, creepy Frau in der Disco sein, die du damals mit Anfang 20 belächelt hast?“ – selbst wenn, who cares? (Okay, wenn wir ehrlich sind: Niemand will die creepy, alte Frau/(und schlimmer noch) der creepy, alte Dude sein, der in der Disco herum hampelt und sich an die jungen Mädels ran macht. Niemand. Übrigens, gehen wir nicht mehr in Discos. Wir besuchen Salsa-Abende. Oder Konzerte. Wenn überhaupt. Meistens ist es doch nur mehr Karaoke oder Kino. Wenn überhaupt. Die Couch ist auch okay. Oder das Bettchen. Mit Twitter. Vollkommen ausreichend.

Trotzdem. Was kann ich dafür, dass die Abstinenz von Alkohol und Tabak meine Haut noch nicht ganz so arg altern lassen haben, wie bei manchen anderen? Und hätte ich regelmäßig Sonnencreme verwendet, gäbe man mir sicher noch die Anfang 20. Merke: Verwendet auch tagsüber eine Creme mit mindestens LSF15! Und vergesst nicht, diese ab und an nachzutragen. Und hätte ich mich besser ernährt, mehr auf Obst und Gemüse geachtet, ginge ich sicherlich noch als 18jährige durch. Und hätte ich regelmäßig Sport betrieben, dann .. nun gut, lassen wir das.

Nachdem ich in den 1980ern geboren bin und jeder, der in den 1980ern geboren ist, dieses Jahr 30 oder darüber sein wird, muss auch ich erkennen, dass die feinen, aber kleinen Schwindeleien (die mir übrigens außerordentliche Freude bereiten) irgendwann nicht mehr ganz aufgehen werden, bestehe ich weiterhin darauf, als Mitte 20jährige durch zugehen. Irgendwann ist die Rechnerei nicht mehr spannend, sondern mühsam. Irgendwann stimmen Details nicht mehr miteinander überein und irgendwann macht einfach alles keinen Sinn mehr. In den 90ern geboren zu sein und einen Teil der Jugend ohne Internet und Handy verbracht haben? Nicht unmöglich, aber schwierig. In den 90ern geboren zu sein, und sagen können: „Ja, das waren halt die 80er! I’ve been there!“ You get the point.

Und natürlich stellt sich zeitweise die Frage, was man in seinen 30ern erreicht haben muss/sollte.

Die einen lassen sich scheiden, bei anderen ist das zweite Kind bereits unterwegs, mei nett! Das dritte auch? Ja! Aber meine Frau mag nicht so wirklich; die Jugend hat sich noch nicht ganz unter den Stirnfalten verkrochen, und man zockt gelegentlich das eine oder andere Spiel; der Job wird immer mühsamer, der Chef war auch schon netter, die Überstunden machen zu schaffen, die Bandscheiben, ja, das Kreuz auch, und ausgehen ist auch nicht mehr so wie früher, 3 Bier, dann ist genug! Mei, die Kinder, holst du sie am Freitag von der Kita? Aber Schatz, ich wollte doch.. nein, ist gut, ich verzichte gerne auf mein Leben. Ist in Ordnung. Und unter all diesem Gedöns und Getöse unterschiedlicher Aussagen diverser 30- bis 40jähriger, steht man auf weiter Flur und überlegt: „I’m a f*cking loser! Wait, but, why?“ Bis man realisiert: „It’s not me! It’s them! All of them!“

„Du kannst aber nicht ewig Kind sein!“ – „Doch kann ich.“

Es wird immer Leute geben, die dir sagen werden: „Mit 30 ist das Leben vorbei! Mit 40 musst du was erreicht haben. Da kannst du nichts mehr ändern. Da solltest du gefestigt sein!“ Und natürlich hinterlassen diese Sätze Unsicherheit sowie gewisse Fragen: Muss ich das tatsächlich? Was wenn nicht?

Googelt man kurz, finden sich zig Artikel, dass man auch mit 40 oder 50 sein Leben noch komplett neu ausrichten kann. Oder mit 60! Und besonders unsere Generation, von denen die wenigsten (so zumindest mein Eindruck) tatsächlich erwachsen geworden sind, nagen an der Definition von „Erwachsen-sein“. Erwachsen-sein, einst definiert als die Elterngeneration, dieses biedere, langweilige Dasein, ohne Wahnsinn durchs Leben schreiten, rationale Entscheidungen treffen, Versicherungen verstehen und ohne Angst wo anrufen zu können. Die Generation, die keine Fehler macht und sich nicht mit diesen Halbgaren Memes identifizieren mag. Erwachsen-sein, definiert durch: sein Leben im Griff zu haben und zu wissen, wohin man möchte und sich zu kennen, das Leben zu akzeptieren, weil man hat ja mit 30 bereits gefestigt sein müssen und da wäre unschicklich, jetzt noch an allem zu zweifeln!

Who are these people?

Ich hasse Fragen, die einen zwingen sich mit dem eigenen Selbst auseinander zu setzen. Das, was ich in meinen 20ern noch gern getan habe, da das Selbstbewusstsein groß und fern jeglicher Kritik stärker strahlte als Tschernobyl, geriet irgendwann immer mehr in den Hintergrund. Sicherlich, selbst in meinen 20ern war mein Selbstbewusstsein angeknackst, aber zumindest konnte man sich die Fehler schön reden. Und sicherlich, in den 30ern fällt alles auf eine gewisse Narrenfreiheit zurück, während man in den 20ern ausprobieren konnte, und nichts (von all dem, oder das wenigste zumindest) kleben blieb.

Und es stellt sich die Frage: Wer sind diese Leute? Die, die alles auf die Reihe kriegen. Wer sind sie? Und gibt es sie tatsächlich? Sind sie nicht vielleicht nur ein Mythos der Eltern-Generation, der in das Unterbewusstsein ihrer Kinder tradiert wurde und kontinuierlich wird, weil sie selbst nichts auf die Reihe brachten, um so den Schein zu wahren? So wird es sein!

Die Alten, unsere Eltern, und die Jungen, diese Digital-Natives, Generation Laptop (nicht Stand-PC, wie wir), die Streamer (und nicht alten CD-Gamer), die jungen, dynamischen Start-Up Menschen, nicht wir, die wir Schiss vor einem Anruf bei der Krankenkasse haben, um irgendwas Belangloses in Erfahrung zu bringen. Die, die hinaus ins Leben schreiten, sich optimiert selbst präsentieren und damit massiv Kohle scheffeln.

Werden wir je deren Level erreichen, oder werden wir ewig die creepy Zwischengeneration sein, die weder dies noch das ist. Wer sind wir? Und existieren wir tatsächlich? Sind wir nicht nur Einbildung unseres gekränkten Selbst, dass in die Welt geworfen wurde und in der Zerworfenheit der Generationen keinen Ausweg mehr findet?

„Du musst erwachsen sein!“

Wir sind erwachsen (glauben wir) und haben Verpflichtungen (die wir hassen) und kommen diesen nach (lol, ja genau), ohne darüber zu jammern (haha, nice try), weil jeder die gleiche Last zu tragen hat, manche sogar noch mehr. Aufgrund der etwaigen Diskriminierung bestimmter Gesellschaftsmodelle verzichte ich an dieser Stelle auf Beispiele.

Irgendwo im Zuge meiner Recherchen las ich, dass man in den 30ern erkannt hat, dass die Erwachsenen, vor denen man soviel Respekt und Ehrfurcht hatte, gar nicht soviel wissen, wie man einst glaubte. Im Gegenteil, den wohl höchsten allgemeinen Bildungsgrad haben Maturanten, Menschen zwischen 18 und 20. Die wissen über Mathematik, Biologie, Politik und Geschichte Bescheid. Danach fokussiert man sich auf Spezialgebiete, wenn überhaupt. Will ich damit sagen, dass wir zunehmend verdummen? Natürlich!

Back to the roots

Ja, fellow friends, die 30er sind angebrochen – nicht nur bei uns selbst, sondern auch in der weltpolitischen Lage scheint alles wieder dorthin zurück zu kehren, wo das Übel einst begann, von dem sich das kollektive Gedächtnis noch nicht erholt hat und die Schuld noch immer mit sich trägt (und offenbar nichts daraus gelernt hat, weil, ja.. kollektives Schuldgefühl und so, und den gleichen Fehler, am besten noch zur gleichen Zeit, noch fünfmal machen muss um daraus zu lernen.. whatever).

Und trotz dessen sind wir mittlerweile die Alten, fern ab von den jungen Influencer und smarten Start-Up-Gründern, die ihre Mitzwanziger richtig geil fetzen lassen. Könnten wir auch, aber wir sind die Generation in between. Weder Digital-Native, noch Digital-Immigrant. Verloren in der Zeit.

Wie will man also von uns erwarten, dass wir jemals erwachsen werden, gemessen an den Standards der Elterngeneration vor uns, deren Ideale nicht mehr anstrebbar sind, beziehungsweise sein wollen und auch nicht angestrebt werden können, weil es schlicht und einfach nicht mehr möglich ist (aus allerlei Gründen)? Und wir auch nicht wissen, wie sich die Nachfolge Generation verhält, wenn diese erwachsen ist – derer wir auch kein Vorbild sein können; wenn überhaupt nur als Karikatur dienlich sind, die sie lässig beiseite schieben, weil sie soviel toller sind und soviel mehr erreicht haben als wir, vor allem, weil sie viel mehr Möglichkeiten und das besonders wichtige, die Jugend dafür besitzen!

Tja, ihr lieben Leute, die in den 1980ern geboren sind:

Wir sind die seltsamen Between’ers, die schrägen Alten, die Generation, die nicht erwachsen werden will (oder kann!). Generation XYZ Whatever. Generation „I don’t give a fuck und jeder sagt mir, was ich zu tun habe und ich mag eigentlich nur am Strand liegen und meine Ruhe haben“, Generation „Schleich di mit deiner deppaten Erwartungshaltung; geh, mach ein Bild für Instagram für dein Start-Up für Wasserflaschen für Armlose“, Generation „Geh mir nit auf die Eierstöcke!“ und zu guter Letzt: Generation „I don’t give a fuck.“ Oder so.

Anyway, was ich damit sagen will, falls sich jemand angesprochen fühlt und am gelebten Leben zweifelt, wenn die Erwartungshaltung anderer regelmäßig an die Tür klopft, in die Timeline gespült und unter die Nase gerieben wird:

Du musst gar nichts erreicht haben.

Und viel wichtiger: Don’t give a fuck.

Wenn du in deinen 30ern noch ein Studium anfangen willst, who cares. Wenn du auf 26m2 lebst und glücklich damit bist, so what? Und wenn du einfach nur faul sein und schlafen willst, do it!

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158 Entwürfe und so wenig Zeit!

Ich meine, es liegen Beiträge da, die könnte man raus schicken. Könnte, wäre man nicht perfektionistisch veranlagt und unterliege nicht der Annahme, dass gut Ding Weile braucht. „Lass es ruhen“ – für die nächsten 3,5 Jahre. Eilt ja nicht. Haben alle Zeit der Welt! Der März, ein Monat in dem nichts gebloggt wurde – weil eben keine Zeit und Energie und Motivation. Wobei ich die Redeweise „keine Energie haben“ bereits dezent im esoterischen verorte. Sicherlich hätte ich die Energie gehabt, wenn ich wollte, habe sie aber stattdessen auf Twitter verplempert. Vielleicht werde ich den einen oder anderen Beitrag zeitlich „faken“, damit der März nicht gar so traurig ist. Immerhin befinden wir uns im Internet und im Internet ist alles fake.

TikTok

Ich habe übrigens eine interessante App gefunden: TikTok. Man kennt sie vom Hören-Sagen, verschrien als Teenie-App, und zugegeben, 90% des Contents ist wirklich seltsam. So seltsam, dass der Wortlaut „Enough Internet for Today!“ tatsächlich eines Abends präsent wurde.

Das spannende dabei ist: Die meisten Videos gibt es im Hochformat. Jahrelang versuchte man sich an 16:9 Kinooptik, um jetzt, will man die App am geeignetsten nutzen und einsetzen, den Blickwinkel ändern muss. Ich finde das interessant. Auch von der Idee und Bedienung her ist es spannend, weil die Umsetzung eines Kurzfilms, hat man die Story/Idee im Kopf, nicht viel Know-how oder Zusatz Apps braucht, da mit Schnitt aufgenommen werden kann.

Needless to say, bisher hatte ich noch nicht die zündende Idee oder Motivation etwas umzusetzen.

Twitter

Wenn unser Buali Bundeskanzler auf Twitter postet, rückt die gesamte linke Twitter-TaskForce an, um ihn mit bissigen Kommentaren zu zerfetzen. Ich finde das großartig! Nirgendwo sonst gibt es soviel Solidarität als auf Twitter, wenn sich die Linke zusammenfindet um gegen das große, grausame Übel zu twittern. Traurig aber auch, dass der Trend um 10 Uhr in Österreich bei: Nazis, Regierung, Partei und Gewalt liegt, aber hey, vielleicht schaffen wirs ja noch bis in die 2030er die Geschichte zeitgleich wiederholen zu lassen. ¯\_(ツ)_/¯

Tierchen

Alles bestens. Zwei Hengstfohlen sind angekommen, zeitlich aber zu weit auseinander, als dass sie bereits miteinander spielen. Auf ein drittes wartet man gespannt. Die Stute mag nach knapp einem Monat auch wieder gern hinaus, ist gerade zu ungeduldig; der kleine gestaltet sich oftmals als sehr lästig, knabbert, stupst, zwickt, ist neugierig. Aber kuscheln tut er gerne.

Soweit von mir derweil. Bald sollte sich wieder mehr Zeit erübrigen, um euch mit Beiträgen zu erfreuen!

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#2018

Neben der verschissenen Führerschein-Vorprüfung (ich hatte 75% und der nächste Antritt ist am 4. Jänner) und einer gewissen Lustlosigkeit, die mich dieses Jahr begleitete, gibt es natürlich auch Highlights. Und sie haben diesmal nichts mit Serien oder Filmen zu tun; aber dächte ich intensiver nach, oder recherchierte ich etwas darüber, was dieses Jahr alles im Kino gespielt wurde, käme sicher die eine oder andere Erinnerung zum einen oder anderen Film zurück.

Aber derweil muss diese Liste warten.

Highlights

  • Das Vertrauen des Pferdes zu besitzen, welches ich seit einem Jahr reite.

Wir reiten mittlerweile nur mehr Gebisslos und ohne Sattel. Ich kenne sie und weiß, wie sie wann und wo reagiert. Sie spricht mit und meldet sich zu Wort, wenn etwas nicht passt. Darauf kann ich vertrauen.

Sie duldet mich auf ihrem Rücken, auch wenn sie grad frei hat. Zusatz, sie passt auf mich auf, wenn sich die Herde in Bewegung setzt und trägt mich mit. Sie könnte mich locker runter buckeln, binnen weniger Sekunden von ihrem Rücken werfen. Tut sie aber nicht. Eines Nachmittags trabte die Herde an mir vorbei, ich hielt sie an (und habe nicht gedacht, dass es wirklich funktioniert), schwang mich auf ihren Rücken (sie blieb artig stehen) und ließ mich von ihr ein Stückchen mittragen. Und nein, sie geht, wenn weder Halfter noch sonst was oben ist, nicht in die Richtung, in die ich möchte. ;)

Wir sind also noch weit entfernt von Freiheitsdressur und das, was man halt so auf Instagram sieht. Halsring reiten klappt beispielsweise überhaupt nicht. Aber dazu gehört auch mehr, als wie nur ausreiten und es fein haben. Dazu gehört Training und Arbeit. Aber wir sind an einem guten Punkt.

  • Campen in Korsika

Der Campingplatz war richtig geil: Er besaß nur das mindeste was man braucht, sowie Meersicht vom Zelt aus. Kein sonstiger Schnickschnack wie Pool oder Animation oder sonst irgendwas. Das Meer war klar, der Strand fast Menschenleer und privat. Oben ohne liegen und schwimmen gehen war für alle Gang und gäbe. Es war heiß und windig. Manchmal gab es auch Wellen.

Kurz: Es war großartig. Richtig großartig. Und sehr entspannend.

Jeden Abend konnte man den Aufgang des Mars beobachten, den Jupiter, sowie die Milchstraße. Ich hasse diese Lichtverschmutzung bei uns.

2018 in Numbers

  • ca. 800€ für Pferdezubehör ausgegeben, für ein Pferd, welches nicht mein eigenes ist.
  • 8009 Menschen besuchten diesen Blog.
  • und riefen diesen 12 188 x auf.
  • 0 Zoobesuche.
  • 7 Kurzgeschichten eingeschickt und keine gefiel ausreichend..

Best of 9 #instalife

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Let’s fun things up! #2019 #Hashtag

Ich glaube, 2019 einen Perspektivenwechsel zu machen.

Anstatt zu überlegen und konsequent alles schlüssig sehen zu wollen und danach zu handeln, werde ich jene Antwort und Reaktion wählen, die am wenigsten Sinn ergibt. Bestenfalls eine Antwort wählen, oder noch besser, aus dem heiteren Himmel heraus eine Reaktion liefern, die nicht einmal mit dem Thema etwas zu tun hat, aber eben als Antwort auf dieses jeweilige Thema.

Gut, bei der wohl überlegten Antwort, die am wenigsten Sinn ergibt, könnte man mir passiv-aggressive Tendenzen nachsagen, bei der Impulsreaktion hingegen, die irgendwas ist, aber nicht das, was man sich erwartet, und auch nichts mit dem Thema zu tun hat, könnte es sich um ein fortschreitendes Stadium von Verstandesverlust handeln.

Auch okay.

Und warum das ganze? Weils eigentlich egal ist was man macht. Die Dinge werden weder besser, noch wirklich schlechter dadurch. Sicherlich, je nach Beispiel, lässt sich dieser Satz widerlegen und rufen: „Tu das nicht! Dein Leben! Nein! Wirf es nicht weg!“ – Und nein, ich habe nicht vor, mich in den Freitod zu stürzen oder sonst etwas zu machen, wo die Konsequenzen mit meiner Bequemlichkeit interferieren könnten. Wirklich nicht.

Ich rede nur von diesem kleinen Stück Wahnsinn, dass man sich zurück holen muss. Und damit rationalisiere ich meinen Vorsatz, der eigentlich nicht rationalisiert werden möchte und beende diesen Beitrag. Ihr wisst, was ich meine, oder?

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Führerschein: Es geht (wieder) weiter..

Ja. Es geht dem Endspurt zu. Am 17.12 ist Prüfung. Und ich lerne. Etwas. Am 14.12 davor ist Vorprüfung. Sollte ich bei dieser über 80% haben, und bei der Prüfung aber dennoch versagen, kann ich mich kostenlos erneut anmelden. Meine Fahrschule machts möglich.

Ich versuchte gestern auch (nach ca. 3 Tagen lernen) die simulierte Prüfung zu bestehen und erzielte einmal 30% von erforderlichen 80% und einmal 25%. Nein, ich hätte die Prüfung nicht mal Ansatzweise bestanden. Und die Zeit läuft davon. Ende Jänner sollte alles unter Dach und Fach sein.

*

Beim lernen merke ich, dass ich eine Aufmerksamkeitsspanne von 10 bis 15 Minuten habe. Danach lese ich ungenau oder brauche deutlich länger, die Frage oder Antworten zu verstehen und korrekt zuordnen zu können. Ich glaube, ich verblöde langsam. But, why? Oder ist das normal? Selbstzweifel, hello darkness my old friend.

Wie zum Teufel hab ich damals auf Prüfungen gelernt? Wie zum Teufel habe ich die Prüfungen bestanden?

*

In einem Buch zur theoretischen Führerscheinprüfung, dass ich mir für 9€ als Ebook kaufte, und in welchem ein Formatierungsfehler den nächsten jagt (in der Printversion hätte es 40(!)€ gekostet), steht an einer Stelle:

„Möchte ein Kind die Fahrbahn überqueren, hat es quasi so eine Art Zauberschutzweg vor sich, der sich überall vor dem Kind über die Fahrbahn breitet und dahinter wieder verschwindet.“

ZAUBERSCHUTZWEG!

Seriously?

*

Meiner Meinung nach eine der wtf-Fragen:

„Sie fahren 30km/h und können vor einem Hindernis gerade noch anhalten. Mit welcher Geschwindigkeit würden Sie gegen das Hindernis prallen, wenn Sie mit 40km/h gefahren wären?“

WHAT? Zur Auswahl stehen: 10, 20, 30 und 40km/h.

Es handelt sich bei dieser Frage, um den Bremsweg und dennoch ergibt sie, wie sie gestellt ist, für mich keinen Sinn. Die Antwort lautet übrigens 30. Was noch verwirrender ist. Auch habe ich massive Probleme folgende abstrakte Begriffe einzuordnen: „halber Sicht“, „Gefahrensicht“ und „ganzer Sicht“.

Auf Twitter wurden mir die Sachen dann erklärt:

„Die Frage soll veranschaulichen dass zu schnell fahren gefährlich ist. Am längsten dauert beim Bremsvorgang die richtige Reaktion und die Verzögerungen ist dann Physik. Je schneller du fährst desto mehr Meter legst du in der Reaktionszeit zurück und desto massiv schneller bist du“

Oder, wie jemand anders meinte:

„das mit den 30 is ja wann anders. also Frau X fährt mit 30 km/h und bleibt gerade noch vor Hindernis stehen. was wäre wenn sie statt 30 40 km/h gefahren wäre (also zum gleichen Zeitpunkt zu bremsen begonnen hätte)“

und

„und die Antworten sind ja nicht die Geschwindigkeiten VOR dem Bremsen sondern die Geschwindigkeiten beim Hindernis. also Fall 1: 30km/h und dann 0 km/h und Fall 2: 40 km/h und ? km/h.“

Trotzdem ist es sehr kompliziert, so wie die Frage gestellt ist.

Und:

„Ganze Sicht ist wenn du nur für dich schaust, halbe Sicht wenn du für den Gegenverkehr auch schaust, gefahrensicht wenn du jeden Moment ein Hindernis erwartest dass dich zum totalen Stillstand bringen kann.“

Zugegeben, es ergibt durchaus Sinn – irgendwo. Aber trotzdem! Ja, sowas sind dann halt die Fragen, die man auswendig lernen muss. Immerhin verstehe ich nun die Verkehrsschilder und weiß jetzt, dass die runden mit dem roten Kreis Verbote darstellen. Ich dachte bisher, sie seien Gebotszeichen, sowas wie „da musst du aufpassen und genau das tun“ …

Seit ich mir diesem Faux-Pas bewusst bin, lerne ich tatsächlich aufmerksamer..

*

Eigentlich ist es ja dumm mit der App zu lernen: Die meisten Fragen rate ich und murmle zeitenweise:

„Wtf, warum? Des is ja deppat.“

Aber gut, ich werde alles so oft durchgehen, bis ich alle Fragen richtig habe. Ich hoffe, es ist in zwei Wochen zu schaffen. Hoffe.. Erneut, die Zeit läuft davon. HELP!

*

MERKE: Von zwei Antworten, nimm immer die, die am unrealistischsten ist: Man bleibt hinter einem langsamen Fahrzeug, und überholt nicht. Zumindest sieht man dieses Verhalten täglich im Straßenverkehr..

MERKE: Von vier Antworten, nehme immer die, die am ausführlichsten formuliert ist.

*

Jemand meinte: Wenn ich die Zeit, die ich auf Twitter investiere, ins lernen investieren würde, hätte ich den Führerschein vermutlich schon längst. Aber erneut. Geringe Aufmerksamkeitsspanne und so..

 

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Woche #1110

Heut aber! (vor einer Woche ca.)

Der Kaffee-Automat an der Architektur funktionierte nicht, was mich dazu brachte ins Bauingenieur-Gebäude zu gehen und mir dort einen zu holen. Zumal sich zig Architekturstudenten in meinem kleinen Büro befanden, das Licht somit eingeschaltet sein musste (was ich in der früh hasse wie die Pest) und sie laut quasselten ohne Sinn und Zweck. Kurzum: Es nervte mich. Im Bauingenieurs-Gebäude sprang mir sogleich ein Poster ins Auge, dass ich haben musste. Glück im Unglück. Unglück im Glück: Ich weiß nicht wo aufhängen..

Lustig auch, dass ich erneut eine Rechnung einer Versicherung bekam, die ich bereits im Juni (!) gekündigt habe. Es ist sooo mühsam der Erwachsenen-Welt Folge zu leisten, nach deren Regeln spielen und deren Lefzen lecken, dass ich es verstehe, wenn der Geist sich in einer Art konstruierter Kindheit zurück zieht, aber dafür auch Freiheitsentzug in Form einer geschlossenen Anstalt in Kauf nimmt. Ich kanns nachvollziehen.

Als ich dann ein Let’s Play schneiden wollte (die letzten drei geplanten konnten aufgrund fehlender Tonspur beim Video nicht verwendet werden – so ein guter Cave!) bemerkte ich, dass der Content soooo langweilig war, dass ich mein Vorhaben aufgab. Zumal auch eine wichtige Sequenz fehlte (die ich verpasst hatte aufzunehmen) und es sonst keinen wirklichen Sinn ergab. Gut, es sind erst 3 Tage seit dem letzten vergangen. Dennoch. Ich startete ein anderes Spiel, aber die Technik verweigerte sich diesem ebenso. Und als ich mir dachte, gut, dann halt Minecraft, muss irgendwas mit der Grafik passiert sein, dass es mir gänzlich (für heute) die Lust raubte, auch nur irgendwas zu spielen. Morgen vielleicht wieder. Oder nächste Woche.

Dann wollte ich dank diesem Tweet hier, folgende Serie anschauen – natürlich wird sie erst im Oktober veröffentlicht!

Manchmal geben Tage einem deutlich zu verstehen, dass sie dich heute nicht mögen und alles daran setzen, um dir diese 12-24h besonders unfein zu gestalten.

Pferdecontent

Ich bin gestern mit der Herde ohne Sattel/Pad/Zaumzeug einen Hang hoch galoppiert. Ein kleiner Kindheitstraum hat sich erfüllt.

Auf dem Grundstück, auf dem sie grasen dürfen, schließt eine Wiese an, die weiter unten liegt, und nicht ihrer zugehörig ist. Ratet, wo sie sich in letzter Zeit gerne befinden: Auf der unteren Wiese.

Ich hatte mich heute im Zuge eines Shootings (leider war zuviel Sonne) schon mal ohne allem auf sie gesetzt, glaubte aber, sie werde mich eh runter werfen. Nein, tat sie nicht. Sie trabte zwar nicht dahin, wo ich wollte (an den Bein- und Gewichtshilfen müssen wir also noch üben – oder sie wollte einfach nicht), aber immerhin warf sie mich nicht ab. Als sie wieder das fremde Grundstück infiltrierten, dachte ich mir: Setz dich doch drauf und treib sie hoch. Natürlich lief sie zur Leitstute, diese aber dann doch hoch – und siehe da. Sie duldet mich tatsächlich auf ihrem Rücken. Einfach so. Ich glaube, sie mag mich. Oder ist gehorsam geworden (wobei nein – beim Spazieren gehen, grast sie ständig obwohl sie weiß, dass sies nicht darf).

Stichwort Spazieren gehen: Nachdem wir die letzten Tage viel geritten sind, hatte ich vor, nur gemütlich im Wald spazieren zu gehen. Welch nobler Gedanke und welch mühsames Outcome. Ständig steckte ihr Kopf im Gras und saß ich auf ihr, liefs perfekt. Dann eben reiten, dumm halt, dass wir nur mit Stallhalfter und Strick am Weg waren, was etwas unsicher und gefährlich und ich glaube, nicht mal ganz legal ist.

Eine Freundin meinte, spazieren gehen wird ihr wohl zu langweilig sein, weswegen sie sich eine andere Beschäftigung sucht und grast. Wenn ich reite, kann sie selbst die Geschwindigkeit regeln und ist damit zufriedener, so ist sie unzufrieden und sucht nach Verbesserungen. Argh!

Und ich habe versucht mit Shaka Schafe zu treiben (Achievement unlocked!), die sich unerlaubt an der Pferdewiese zu schaffen machten, nachdem sie wieder mal eine Möglichkeit gefunden hatten, den Zaun zu umgehen. Aber sie haben keine Angst vor Pferden. Im Gegenteil. Sie waren neugierig. Als ich dann klatschte, eilten sie hoch, Shaka verlor die Lust daran und wollte grasen. Recht hatte sie.

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But, why?

Zig neue Beiträge angefangen und nichts wird veröffentlicht. Warum? Warum muss man ich alles Zehn-Hundert-Trilliarden Mal durchlesen, bevor ich sage: Jo, passt. Warum?

Woher kommt diese Selbstkritik und dieser Perfektionismus, wobei man doch ganz genau weiß, dass es sinnlos ist. Warum? Es ist Freizeit und trotzdem. Trotzdem macht man sich Mühe, recherchiert und fasst alles in tolle Worte und ist zufrieden und Yay. Aber nein, der glückliche Yay-Moment kommt erst gar nicht zustande, da nach den tollen Worten die „I lass es mal ruhen“-Zeit kommt, die durchaus… Jahre betragen kann. Mein LOST-Review liegt immer noch rum, der lobende Beitrag zu Enderal (der kostenlose Skyrim-Mod) genau so. Sie liegen halt da. Und dann schreibt man was neues. Und was neues. Und noch was neueres. Und irgendwann. Irgendwann sieht man sich gezwungen alles auf einmal zu veröffentlichen. Auch wenns noch so out of date ist. Jop, that’s me. Welcome to my world.

Und wie schaffen es die Leute, überhaupt etwas fertig zu machen? Gibt es dafür einen Namen, wenn man Dinge anfängt und wieder sein lässt? Ich diagnostizierte mir einst selbst ADHS, allerdings meinte ein befreundeter Arzt, dies sei eine Modekrankheit und vermutlich ists was ganz anderes. Und eigentlich habe ich keine Ahnung, weil ich nach der Intensiv-Recherche nicht mehr weiter gesucht habe.

James Gunn, der in Ungnade Gefallene und vermutlich wirklich nicht zurückkehrende GotG-Regisseur, meinte einst: Mach es fertig. Wenn du was anfängst, mach es fertig. Und dann mach was neues. Isaac Asimov gibt gegenteiligen Rat: Wenn man wo feststeckt, beginnt man mit etwas neuem. Asimov schrieb über 500 Kurzgeschichten, Gunn produzierte die wohl besten Marvel Filme überhaupt. Sie haben beide Recht. Recherchiert die Quellen dieses Absatzes bitte selbst.

Übrigens, dem einzigen, dem ich zutraue GotG halbwegs sehenswert umzusetzen ist Taika Waititi (verantwortlich für den letzten Thor). Aber eigentlich bin ich davon überzeugt, dass GotG ohne James Gunn nichts wird. Und nein, es war nicht der Tweets wegen – Disney wusste von den Tweets laaaange bevor rechte Idioten sie wieder ausgegraben haben, weil Gunn (wiederholend und diesmal massiv) Trump kritisierte. That’s it. Wer glaubt, Disney hätte nichts davon gewusst (es gab bereits 2012 einen Vorfall und Gunn entschuldigte sich dafür), und es toll findet, dass nun auch James Gunn im Zuge von #metoo dank seiner Vergangenheit beruflich krepieren soll, dann seis halt so.

Gäbe es die alten IRC-Chatprotokolle noch, wie viele von uns würden heil davon kommen? Keine Rechtfertigung. Und es muss nicht einmal böse Absicht gewesen sein, denn wir wussten es nicht besser. Unwissenheit schützt nicht vor Verurteilung, wissen wir auch. Dank Twitter bemerke ich erst jetzt, was eigentlich alles Rassismus ist. Verdammt viel. Napster war auch mal cool, mittlerweile ist es uncool illegal Musik zu laden. Die Sicht auf Dinge ändert sich. Irgendwann sind auch die Toten-Baby-Witze nicht mehr lustig. Und bei näherer Betrachtung sind sie es auch gar nicht. Anyway.

Dass Vorfälle via #metoo aufgedeckt und sichtbar gemacht werden, war längst überfällig. Denn ich fragte mich schon damals, was aus Asia Argento geworden ist (Girl Crush und so) oder Ashley Judd – warum man sie nie wieder gesehen hat, sie war gut. Jetzt weiß man was passiert ist.

Dass dadurch der Blick auf eigene Privilegien zur Reflexion zwingt und somit die eigene Sicht sich ändert – auch das musste sein. Und das ist gut so. Nur so schaffen wir klare Veränderungen und Verbesserungen. Und ja, viele müssen jetzt halt für die Ausnutzung ihrer Privilegien büßen, aber provokante (und dumme) Tweets damit gleich zu setzen? Und da scheiden sich die Meinungen: Die einen sagen Ja, die anderen Nein. Madame (8) findet es gut, dass er rausgeworfen wurde – ich finde es schade, weil er gut war. Aber ich hätte wohl wie Madame (8) reagiert, hätte ich seine Filme (auch die davor) nicht gemocht. Aber ich mochte sie. Insofern darf ich mir eigentlich keine Aussage zu diesem Thema erlauben. Shit happens.

Back to Topic: Es gibt ein paar Gründe, die das bloggen (und leider auch das Schreiben) aktuell tatsächlich erschweren.

1. Hitze

Es war heiß. Und ich ziehe Hitze immer der Kälte vor. Immer. Auch schwüle Hitze – auch wenn mich schwüle Hitze ins Nichtstun verleitet; ins Dahin vegetieren versinken lässt, und darauf warten, dass ein Gewitter einbricht und der nächste Tag frisch und warm beginnt, mir zu lächelt und sagt: Komm! Wir gehen schwimmen! In die grüne, warme Grütze, für die du eine Saisonskarte gelöst hast! Komm! Schnell! Vielleicht ist auch Barry die Schildkröte, wieder mal da. Eile!

Jede Bewegung hinterlässt fiebrigen Schweiß, man will sich nicht bewegen, man mag nur liegen. Man mag nicht mal was anschauen, weil es ist ja so gutes Wetter und wir müssen das nützen, denn bald ist wieder Winter und es ist kalt und grauslig, und dann verkriecht man sich doch nur in der Wohnung, weils einfach zu hart ist. Vor 10 Jahren, easy. Vor 20, geh komm, nochmal 10 Grad drauf. Aber jetzt? Nein. Jetzt schlägt mich die Hitze nieder, 1:0.

2. Twitter

Jop. Das Prokrastinieren hat seinen Höhepunkt bei Twitter erreicht. Und gelegentlich 9Gag. Und gelegentlich Instagram. Manchmal spiele ich noch „2048“ (thank me later). Und ja, ich habe sogar einen Beitrag zu Twitter anfangen und ihn nicht einmal vervollständigt. Oder doch? Wenn ja, dann schmeiße ich ihn heute noch raus. Ohne wenn und aber. Einmal drüber lesen, vielleicht ein zweites mal in der Vorschau.

Oh Gott. Es ist sogar noch schlimmer, ich habe noch einen zweiten angefangen. What the heck?

3. Viren und Bazillen

Vermutlich aber eher Viren.

Die letzte Woche verbrachte ich tatsächlich nur im Bett. Leidend. Kränkelnd. Krank. Keine Pferde, aber Hamlet dafür (die fotogene Katze, auf die ich aufpassen durfte), mit etwas Fieber. Ca. 38,1 Grad. Ich schrieb Madame (8): „Was wenn ich sterbe?“ Und meinte kurz daraufhin, dass man das vermutlich nicht öffentlich schreiben dürfte (gemeint ist Twitter), weil dann von irgendwo her ein Krebskranker käme und antwortete: „Ja, passiert mir in drei Wochen.“ So wie mir ein twitterliches Faux-Pas passiert ist und ich meinte, als jemand die Frage stellte, ob sie ihre kaputten Organe spenden solle, dass ich es mir gern selbst aussuchen würde, wem ich sie gäbe und sie sicherlich keinen Drogensüchtigen und Alkoholikern gäbe, immerhin ist meine Leber in gutem Zustand. Und sie antwortete: Siehst, ich bin Alkoholikerin. Stille. Unwohlsein. Aber woher hätte ich das wissen sollen? Ich entschuldigte mich für meine Äußerung und hätte sie, wohl getätigt, aber in gemäßigtere Worte gefasst. Und ja, in Österreich ist man automatisch Organspender. Wenn ich also morgen sterbe, könnte es durchaus sein, dass ein Nazi meine Organe bekommt. Ich hoffe, sie begehen dann langsam und qualvoll Suizid. Oder so: Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, your body rejected the transplant and you died.

Gut. Ich sah mir ein, zwei Pferde-Filme an, die dann weniger Pferdefilm waren und eher meh – und entdeckte eine Perle.

Ich fragte mich, warum ich bisher noch nicht darauf gestoßen bin. Oftmals drüber gescrollt, aber nie wirklich beachtet, weil „girl“ und Teenager und so. Und es wirkte auch Trashig. Außerdem.. DC. Aber wirklich, Supergirl ist großartig. Und sie kritisiert die Namensgebung sofort. Warum „girl“, wenn es doch Super“man“ heißt. Sollte sie nicht Super“woman“ heißen? Daraufhin ihre toughe Chefin, gespielt von Ally McBeal: „And what do you think is so bad about ‘girl’? I’m a girl. And your boss. And powerful and rich and hot and smart. So if you perceive Supergirl as anything less than excellent, isn’t the problem you?“ Ja, auch darüber lässt sich streiten und wir wissen auch, warum die Bezeichnung „girl“ für erwachsene Frauen, was Kara definitiv ist, suboptimal ist – trotzdem.

Die Serie ist feministisch (aber nicht mit der Keule, sondern fließend), schlagfertig und Melissa Beniost ist unfassbar sympathisch. Man mag sie sofort. Wie Clara. Ich vermisse Clara.

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Woche #2406

Eben wollte ich einen Beitrag erstellen und darüber berichten (jammern), wie traurig mich die Tatsache jedes Jahr stimmt, dass mit Sommerbeginn (21. Juni) die Nächte wieder länger werden und musste kurz darauf feststellen, dass bereits drei Tage seit des traurigen Datums vergangen und die Nächte bereits wieder länger sind als zuvor, aber immer noch kürzer als die Tage. It’s something!

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Die Hälfte des Jahres ist um – höchste Zeit, um sich Gedanken zu machen, was dieses Jahr unbedingt noch erreicht werden muss, weil es bald zu spät ist und wir alle tot. Anyway, tatsächlich habe ich weniger geschrieben als die Jahre zuvor, bin aber durch die tägliche Reiterei mittlerweile so fit, dass 1000 Höhenmeter auf normalen Wanderwegen kaum mehr ein Problem darstellen. Sicherlich, meine Asthmatiker-Lunge beschwert sich nach wie vor, aber die Beine tragen mich recht gut ans Ziel. Again, it’s something!

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In New York (bei Coney Island) fand am 16. Juni die Mermaid-Parade statt. Interessant, denn erst vor kurzem kaufte ich mir „Mermaid Nailpolish“ im Bipa, nachdem ich die Werbung dazu gehört hatte, die großspurig meinte, dass Einhörner Out (What?!) und stattdessen Meerjungfrauen- und Männer In seien. Was ist so besonders an diesem Nagellack? Er schimmert Permutfarben – wie manch anderer von anderen Firmen. Allerdings ist er durchsichtiger und lässt sich daher gut als zweiten Aufstrich verwenden, möchte man einen schimmernden Effekt haben. Ja. In diesem Falle bin ich ein Werbeopfer. Marketing done right.

Allerdings verfärben sich helle Farben im Kontakt mit Sonnencreme gelblich (nicht nur beim Meerjungenfrauen-Lack sondern generell), insofern…

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Ebenfalls interessant: Ich beginne eine neue Serie (Timeless) und siehe da, es wird keine dritte Season geben. 16 Folgen für die erste Season und 10 für die zweite (Timeless wurde ja schon mal gecancelt, aber von Fans wiederbelebt), ein geplanter Film soll die losen Enden dann noch miteinander verknüpfen. Irgendwie wird jeder Blödsinn verlängert (wie The Magicans, ich quälte mich durch 7 Folgen und kam aus dem WTF nicht mehr heraus) und gute Serien (wie The Expanse – mittlerweile gerettet) abgesetzt. Warum?

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Ich nahm übrigens an, dass ich eine der wenigen (quasi) Erwachsenen bin, die Dinosaurier mögen. Bin ich nicht – denn als ich vor kurzem ein paar Paläontologie- und Dinosaurier-Gruppen auf Social Media beitrat, durfte ich zu meinem erfreulichen Erstaunen feststellen, dass nicht nur ich unter dem Genozid und Tierquälerischer Handhabung der Dinosaurier in Jurassic World: Fallen Kingdom litt, sondern auch andere. Und, dass es noch ganz viele, viele Menschen gibt, die an den großen Echsen interessiert sind.

Madame (8) meinte: „Glaubst du, es gäbe die Filme, wenn du die einzige wärst die Saurier möge?“ Offenbar nicht, allerdings handelt es sich ja auch um Hybrid-Dinosaurier (seit dem ersten Film übrigens), die im dritten (!) Teil nicht mehr der Fall sein sollen, wobei hier Kreaturen wie Indoraptor und Indominus Rex gemeint sind, die erfolgreich von der Rexdame und Blue getötet wurden. Fraglich, wie die Geschichte weiter gesponnen werden soll, nachdem die gemeine und schießwütige Bewölkerung vermutlich alle freilebenden Dinosaurier binnen kürzester Zeit abgeschlachtet haben wird.

Vielleicht geht es auch so weiter:

Ich habe meine Blue in Ark Survival übrigens auf Nahkampf gelevelt, während Raptora, der Rennraptor, mittlerweile tatsächlich eine gute Geschwindigkeit hinlegt – was praktisch ist, will man schnell von einem Taming-Pit zum anderen und wieder zurück, weil man Mutton-Meat (bestes Zähmungsfleisch) vergessen hat und noch einen Sattel herstellen muss. Man möchte das neue Tier schließlich sogleich reiten, selbst wenn es nur wegen seiner Fähigkeit Eier zu legen, aus der freien (gefährlichen!) Natur gestohlen (gerettet!) wurde. Und wir wissen, aus Eiern lässt sich Kibble herstellen, die die kleinen Neugeborenen (gezüchteten) Dinos manchmal bevorzugen, bestenfalls Kibble aus Eiern von Dinosauriern, die noch nie nie nie gesichtet wurden..

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Und trotz Sommeranfang, ist das Wetter kalt. Als ich gestern Abend noch am See lag, fröstelte es mich. Und ich glaube, mich sogar etwas erkältet zu haben. Aber ich erinnere mich an die Festspiele vor X Jahren, bei welchen ich einst für ein paar Produktionen als Statist mitwirkte, dass es immer drei Wochen während den Aufführungen gab, die eisig kalt waren. In dieser Zeit bettelten wir um zusätzliche Kleidung „Das sieht man doch unter dem Kostüm nicht!“ und tranken Glühwein Tee.

Ein Kommentar

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