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„The greatest Showman“

Ich hatte keine Ahnung was auf mich zukommt. Das Plakat sprach von „Zirkus“ und „Wolverine“ und „Indie-Queen“. Als ich dann im Sessel saß und die Musik erklang, war es klar: Ein Film-Musical!

Man kann das Genre entweder hassen oder lieben. Ein dazwischen gibt es selten, und meist haben Liebhaber dieses Genres bereits einen Favoriten, an dem alle anderen gemessen (und vermutlich) verlieren werden. Across the Universe ist mein Favorit und vermutlich wird in den nächsten Jahrzehnten nichts produziert werden (können), dass dem auch nur irgendwie nahe kommen kann und wird.

Drum herum

„Wie fandest du ihn?“ fragte meine Begleitung und ich musste überlegen. Die Musik hatte mich gut unterhalten, der Inhalt war Pastellfarben. Es wunderte mich, dass Taylor Swift nicht maßgeblich an der Produktion beteiligt war, denn der Sound klang, als hätte man Taylor Swift, irgendwo zwischen „Red“ und „Reputation“ mal kurz einer Disney genormten Gehirnwäsche unterzogen und sie fröhliche, pastellfarbene Songs schreiben lassen. Sie sind simpel, sing- und tanzbar – was aber vermutlich daran liegt, dass die Ohren hinter La La Land dahinter stecken, Benj Pasek und Justin Paul. Und als jemand, der selbst gerne zuhause tanzt und post mortem die Hauseigens aufgenommene Scheibe „Life is a Musical“ veröffentlichen wird (Hauptsächlich ich und mein Telefon auf Aufnahme meist auf der Suche nach etwas) mit Songs wie „Where are my socks, socks, socks“ oder „I need something to eat, there is nothing in the fridge“, habe ich meine gewisse Freude mit Musicals oder auch Film-Musicals. Und manchmal wäre es auch angenehm, könnte man Konflikte mit Tanz und Gesang lösen.

Aber.

So sehr die Musik in die Ohren kriecht und der große Banner „Wir sind alle gleich, wir sind eine Familie! Ganz gleich wie anders artig! Yay! Happy World!“ über der Story leuchtet, desto mehr bleibt der bittere Schlag, nicht Geschmack, Schlag, der Realität hängen, der weder durch Miniaturaufnahmen eines gerade entstehenden und sauberen New Yorks im 19. Jahrhundert, noch Weichzeichner und einem ständig grinsenden und singenden Wolverine gemildert werden kann.

Worum ging es?

Der Träumer Finn möchte mehr als das Leben eines Schneidersohnes und verliebt sich in die hübsche und wohl geborene Charity (Indie Queen Michelle Williams). Es ist ein Musical. Sie heiraten, tanzen bekommen Kinder, und Finn erfüllt sich seinen Traum: Ein Zirkus! Während seine Frau ihn unterstützt. Zunächst mit „Freaks“ (einzigartigen Menschen, wie eine bärtige Frau, den größten Mann der Welt, dem schwersten Mann der Welt, dem kleinsten Mann der Welt, …) und später mit farbigen Artisten. Um noch mal eines drauf zu setzen, bandelt er mit Zac Efron an, der zu diesem Zeitpunkt bekannt, berühmt und beliebt ist. Die Einnahmen boomen, das Volk liebt den schrägen Zirkus, der Kritiker weniger und der Pöbel hasst ihn. Sie werden zur Queen geladen, und Finn lernt die schwedische Opernsängerin Jenny Lind (Rebecca Ferguson) kennen (die allerdings keine einzige Arie schmettert, sondern die Sängerin Loren Allred ihr die Stimme leiht). Der Rest läuft in vorhersehbaren Bahnen.

Kritik (dezente Spoiler)

Als ob das Zirkus-Leben schön und sauber gewesen wäre, toll und glamourös wie der Film es vermitteln mag. Als ob das Leben als Freak, damals als auch heute, so einfach gewesen und durch einen Mann mit einer Vision zur Besserung geführt, und als ob auf das aufstrebende New York allen Bürgern eine Chance auf Besserung versprochen hätte! Als ob!

Also ja. Es störte mich, dass die Realität so durchgewaschen und mit hellen Farben beklascht und zum verträumten Sozialromantischen Märchen umgekrempelt wurde.  Sicherlich, The Greatest Showman ein Musical-Film und in Musicals hat die Realität nichts verloren, aber selbst Moulin Rouge wirkte authentischer. Natürlich gab es Kuriositäten-Shows mit entstellten und besonderen Menschen. Immerhin, soviel Realität bleibt, nützt er sie aus,  versucht Gewinn aus ihrer Andersartigkeit zu schlagen, was auch funktioniert und lässt sie, als der Traum ihn weiter lockt, links liegen.

Dass Tiere, wenn auch CGI, zur Schau gestellt werden, wenn auch nur am Rande, lässt allerdings dem etwas reflektierten Menschen erahnen, dass durch Zirkus und Theater der Tierquälerei im Zirkus erst Tür und Tor geöffnet wurde.

Und warum gab sich Michelle Williams für die Story her, die anfänglich von einem weißen Jungen, dann plötzlich zwei handelt, und sie nicht mehr als die artig, unterstützende Ehefrau ist?

Der Hintergrund

Interessant und vor allem um einiges perfider wird es, recherchiert man kurz, wer denn dieser Barnum überhaupt war, der gegen Ende auch zitiert wird. Geboren um 1810 als Sohn eines Schneiders und in Armut aufgewachsen, hatte er im 19. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Industrialisierung, die Unterhaltungsbranche quasi mechanisiert. Als Erfinder des Zirkus aus dem Geist einer Freakshow. So wurde der schwarze Mitbürger im Käfig als Link zwischen Affe und Mensch dargestellt oder Kinder aus einem Heim für geistig behinderte als „Aztekenkinder“ ausgegeben. Barnum war kein Showmann, sondern ein Blender (was aber auch im Film spielerisch, locker und amüsant thematisiert wird): Als Präparat einer angeblichen Meerjungfrau hatte er einem Affentorso einen Fischschwanz montiert. Ein klarer Fall für Tim Burton.

Auch interessant, danke Wikipedia: „Der Barnum-Effekt ist ein Begriff aus der Psychologie. Er bezeichnet die Neigung von Menschen, vage und allgemeingültige Aussagen über die eigene Person so zu interpretieren, dass sie als zutreffende Beschreibung empfunden werden. Dieses psychologische Phänomen wird auch als Forer-Effekt oder Täuschung durch persönliche Validierung (englisch personal validation fallacy) bezeichnet.“

Fazit: Ein pastellfarbenes Märchen mit einem singenden Wolverine.

Fazit 2: Versucht es nicht. Versucht es einfach nicht. Es gibt keinen Musical-Film der an Across the Universe herankommt, nicht einmal La La Land.

Quellen

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Was tun, wenn man zu viel tun möchte?

Sich zu entscheiden, womit man sich gerade beschäftigen möchte ist schwierig. Vor allem wenn es so viele Dinge sind, die man tun möchte. So fing ich vor einigen Tagen mit „No Man’s Sky“ an, weiß aber, dass wenn ich zu viel Zeit ins spielen investiere, ich nicht zum Schreiben komme – was ich seit geraumer Zeit mit viel Investition und Fleiß verfolge. Von anderen Dingen wie Taylor Swift Songs auf der Gitarre lernen oder Karikaturen für mein Kinderbuch zu malen (denn freundliche Bilder funktionieren bei diesen Geschichten nicht) ganz abgesehen..

Es sind hauptsächlich Kurzgeschichten und zwei Romane. Es stellt sich dann natürlich auch die Frage: Wie damit weiter verfahren? Interessiert sich jemand für Fortsetzungsgeschichten auf einem Blog? Oder Kurzgeschichten generell? Und wie veröffentlicht man Kurzgeschichten? Als Sammlung? Liest das wer? Kann man sich via Patreon finanzieren lassen? Und wenn ja, wie? Einen Verlag zu finden, daran mag ich aktuell noch gar nicht denken. Und es scheint mir, dass viele Autoren davon absehen, ihre Kurzgeschichten auf einem Blog zu verwerten, während viele auch der Meinung sind, dass Kurzgeschichten sowieso Schwachsinn sind und Potential verschleudere. Manche andere allerdings schaffen auch so den Sprung, was aber Werbung und Geschick erfordert und vor allem Glück. Wie also vorgehen? Selfpublishing ist zwar eine interessante Idee, benötigt aber für Lektor, Korrektorat, Cover und Umsetzung mindestens 3000€ wenn nicht mehr. Und woher nehmen, wenn nicht stehlen? Und wo gute Lektoren finden? Fragen über Fragen.

Wie dem auch sei, die Frage, um die es eigentlich geht, ist:

Spielen oder schreiben? Es wäre nicht so, dass ich an Schreibblockaden leiden würde und mich deswegen anderweitig beschäftigen sollte/wollte – vor allem da ich der Meinung bin, dass es keine Schreibblockaden gibt und der zugehörige Beitrag ist quasi schon geschrieben – aber es ist die Zeit, die nur begrenzt verfügbar ist. Die Qual der Wahl und zwar wirklich.

Die Idee „Zwei Stunden schreiben und zwei Stunden spielen“ ist lächerlich. Als Discovery-Schreiberling (wir planen nicht und unsere Geschichten entstehen im „Flow“ und nicht einmal wir wissen, wie sie enden) setzt man sich nicht einfach zwei Stunden davor. Oft sitzt man drei, vier, sechs oder acht Stunden und tippt sich die Finger wund. Und man setzt sich nicht einfach zwei Stunden vor ein Spiel wie „No Man’s Sky“ und loggt sich zwei Stunden danach wieder aus. Sowas passiert nicht. Nicht in der Realität. Das Problem ist ein reales!

Was also tun? Immerhin lässt mir die Arbeit aktuell etwas Zeit, mich um meinen Blog zu kümmern und längst vergessene Beiträge raus schmeißen, deren Relevanz schon lange kaum mehr gegeben ist. Was aber tun? Mag ich spielen? Ja! Mag ich schreiben? Ja! Was mag ich lieber? Ich weiß es nicht.

„Kümmere dich weniger um deinen Blog und schreib!“ wäre eine Idee, aber ausgeschlossen. Auch die neugierige Katze und ihre Leser verdienen Aufmerksamkeit. Außerdem sitze ich in einem öffentlichen Raum. Hinter mir könnten Menschen stehen. Und beobachten was ich schreibe. Nicht jetzt, aber sonst. Oder gelegentlich. Außerdem fehlt die Ruhe.

Ich verbleibe unschlüssig.

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„The Walking Dead“, S07E14

„Es tut sich was“ – als ich dies, dreifach wiederholt, im letzten Beitrag schrieb – den ich Wochen zuvor verfasste (aber nicht online gestellt) hatte – ahnte ich nicht, dass nur mehr zwei Folgen ausstehen. Zwei Folgen! Nein, es wird keinen Krieg diese Season geben. „Aber das war doch abzusehen!“ möchte man mir sagen, und man hat ja recht. Vermutlich wird es noch den einen oder anderen Toten geben, aber auch die letzten zwei Folgen werden sich gemütlich dem Ende zu winden, wie eine fette Katze, die sich aus Faulheit zum Futternapf robbt, anstatt auf allen Vieren zu spazieren.

Und auch in dieser Folge wird mit dem Vorschlaghammer klar gemacht, wie wichtig Musik ist. Jeder Szene ihr eigenes Genre. Warum auch nicht?

Die Folge eröffnet mit Vorbereitungen in Hilltop. Sasha und Maggie beim Ultraschall, Maggie und Enid gemeinsam am Tisch. Sasha, die Enid für das Kind ein Armband gibt, und Jesus Kickass Christ, der versucht Sasha zurück zu halten. Gut, soll sie gehen, aber zumindest Maggie sollte davon erfahren. Auch Daryl ist da.

Maggie, Daryl und Mr. Winselmeyer

Mr. Winselmeyer, der Bürgermeister von Hilltop, Gregory mit Namen, bekommt erneut Besuch von den Saviours, von Simon, die nach Daryl suchen, der sich sogleich mit Maggie in der Fresskammer verstecken muss. Ein abwegiger Saviour findet den Eingang und Daryl ist bereit den Dieb zu massakrieren. Aber nein, Maggie hält ihn zurück und es folgt ein Gespräch. Seit er in Hilltop ist, hat er weder Wort noch Blick mit ihr gewechselt. Warum? Er gab sich die Schuld für Glenns Tod. Und Maggie sagt: „You’re one of the good things in this world“, denn das dachte Glenn. Und auch Glenn war eines der guten Dinge in der Welt. Maggie will Negan ebenfalls töten, jeder will das, aber sie müssen gewinnen. Und weil sie gewinnen müssen, wird die Season unnötig in die Länge gezogen, denn das geht nicht in einer Season, sondern braucht mindestens fünf. Daryl weint und sie umarmt ihn. Ja, starke Männer dürfen/können/sollen auch Weinen dürfen/können/sollen.

Simon derweil hat eine Menge Aspirin da gelassen, was Mr. Winselmeyer so gar nicht freut. Hat er sich doch immer an die Abgaben gehalten, die Leute müssen ihm doch vertrauen, sonst.. Sonst? Rein hypothetisch betrachtet könnte sich eine Gruppe ihm entgegenstellen.. Wenn das der Fall wäre, so solle er ihn, Simon, doch bitte aufsuchen. Simon nimmt den Doktor mit, dessen Bruder im Ofen gelandet ist. Gegen Ende der Folge droht Mr Winselmeyer Jesus Christ.

Love Affairs, No. 2934

Sasha wird von Rosita gefragt, beinahe aufgefordert, eher wird ihr keine andere Wahl gelassen, den quasi gemeinsamen Lover zu rächen. Ein trauriger Moment huschte über die Scheibe, der uns wieder an die Realität erinnert, dass selbst wenn man sich in einer Postapokalyptischen Welt befindet, es trotzdem noch sowas wie Liebes-Glück und Leid gibt, als die Kamera Rositas Blick einfängt, die die Kette, die sie für Abraham gemacht hatte, nun an Sashas Hals baumeln sieht: „Like it? I made it.“

Rosita will nicht reden, aber irgendwann kommt dann doch das Gespräch – in einem Lagerhaus, dass direkt gegenüber der Zombiehalle von Negans Saviour-ville ist. Rosita will reingehen, Sasha will draußen bleiben: „Stay outside, make it clean. Make it out alive“. Aber Rosita ist das egal. Sie beide wollen ihn töten, aber Sasha gebührt die Ehre – so die Bedingung, dass sie mit geht.

Sasha bemerkt, und so wird auch uns nochmal verdeutlicht, dass Rosita nicht nur Eye Candy ist, sondern auch was auf dem Kasten hat: Bomben entschärfen, Autos kurzschließen, Knoten machen. Und irgendwann sprechen sich die Frauen dann doch aus. Rosita lernte von Männern, die sie zwar beschützen wollten, aber es schlussendlich nicht vermochten. Der gute Sex war Nebensache, aber Rosita lernte, bis sie die Lover überholt hatte. Und der rote Soldat? „I fell with him because he saw I can handle my shit“. Sie hasste Sasha und doch war sie glücklich, dass Abraham glücklich war und vielleicht hasste sie Sasha auch deswegen, weil sie zuerst bemerkte, dass er im gemütlichen, friedlichen Alexandria nicht glücklich war und den Kampf brauchte. War Rosita glücklich? Ja, sagt sie. Dann tritt Negan auf, der auch sogleich wieder verschwindet. It’s too late baby now.. it’s too late..

Sie beobachten Eugene aus der Entfernung der Anweisungen gibt und alsbald sich die Möglichkeit der Flucht ergab, sagt er: Nein. Er hat nicht gefragt gerettet zu werden. Hätten wir auch so gehandelt? Einen guten, erlogenen Platz aufgegeben, um auf ewiger Flucht zu sein und bei Festnahme im Ofen zu landen? Hätten wir? Wären wir mit gegangen? Wären wir? Wozu Hunger und Spott leiden, wenn man einen gefüllten Magen und Anerkennung haben kann? Ein weiches Bett und Kuscheltiere? Wir sahen wie Rick schlief: Auf hartem Boden.

Am Ende der Folge sperrt Sasha Rosita aus und Rosita kehrt frustriert zurück, während sich Sasha einen Kampf auf Leben und .. nunja, Tod liefert. Wir können also davon aus gehen, dass Sasha das Zeitliche segnen wird, da sie im Moment in Montreal STD dreht. Es handelt sich hierbei nicht um einen Film, der „Sexual Transmitted Diseases“ thematisiert, sondern um Star Trek Discovery.

Rosita wird von Daryl oder Dwight (the rage of the internet!) beobachtet/abgeholt.

Fazit: Es wird sich nicht mehr viel tun..

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Jammern auf höchstem Niveau: Diablo III

Es gäbe Prüfungen zu bestehen und einige (Blog)Beiträge stehen noch offen, was könnte ich tun? Schauen wir doch mal, was sich in Diablo III getan hat.

Trotz diversen Änderungen im Set – nicht, dass ein komplettes gehabt hätte, spielte sich Rotkäppchen (Mein DemonHunter mit roter Kappe) wie eh und je. Do you want more! Heute startete ich, etwas verspätet, mit einem Seasonal Character, und zwar mit WitchyWitch, dem weiblichen WitchDoctor, von dem ich zwar nicht überzeugt bin, aber keine favorisierten Skills (Fähigkeiten) habe – was mich offener sein lässt und vielleicht sogar empfänglich, so zumindest meine Annahme, für den einen oder anderen Build. Was ist ein Build? Ein Build ist ein Gräuel, welches einem nahelegt, was zu tragen und wie zu spielen ist, wenn man effizient sein möchte. Oftmals gibt es davon nur ganz wenige, deren Skillvorschläge, gefühlt, absolut nicht zusammen passen und die Spiellaune verdirbt, da man sicherlich 500 Stunden Spielzeit damit verbringt, die passenden Items zu suchen.

Anders als beim Magier, der zugegeben ziemlich cool ist, wie er mit schwarzen Löchern und so hantiert, mir aber etwas zu „fancy“ wirkt und dem DemonHunter – bei denen ich meine Skills und mich daran gewöhnt habe, und von allem anderen nichts wissen will, weil dieser oder jene Skill, meiner Meinung nach, nicht spielbar ist. Finge ich also einen weiteren Magier oder anderen DemonHunter an, würde ich diese vermutlich ähnlich spielen. Der Mönch langweilte mich damals etwas – nicht zuletzt wegen des Hypes, und auch Tanks wie der wüste Barbar oder der Kreuzritter sahen mich nicht so an. Außerdem sei der WitchDoctor aufgewertet worden, sagt zumindest das Internet.

Kurz darauf ließ ich mich gemeinsam mit meinem Spielpartner hochlevlen und war nach kurzer Zeit wieder frustriert, weswegen ich immer frustriert bin bei Diablo III, denn man ahnt es schon: „Du brauchst genau das Set und diese Skills! Es mag vielleicht weniger Damage am Papier machen, aber im gesamten machst du mehr!“ How about… no? Ich weiß. Diablo III spielt man nicht individuell. Diablo III spielt man vorgegeben, nach Builds, und zwar genau so und nicht anders, weil nur dann.. Und ja, viele dieser Spiele, spielt man nicht individuell. Und dann? Dann wirds langweilig.

Das leveln selbst war dafür wieder recht unterhaltsam: Man läuft zuerst bei Torment VI und wenig später bei Torment XIII mit und farmt XP, Gold, Legendaries und Set Items. Im Sekundentakt steigen die Levels, dann die Paragons, sodass der Zähler Schwierigkeiten hat zu folgen.

Konklusio: Ich werde mich also wieder einmal damit abfinden müssen, dass weder mein WitchDoctor, noch mein fancy pancy Magier, noch mein Stöckelschuh-tragendes Rotkäppchen je stark genug sein werden… Außerdem wäre es dringend an der Zeit, neue Klassen einzubringen. Ich schlüge etwas Katzenartiges vor! Laut Hören-Sagen-über-10-Ecken soll mit dem nächsten Update eine weitere Klasse dazu kommen.

Zu guter Letzt entschuldige ich mich noch für das Ausbleiben von (diversen) Beiträgen. Ich blicke zu dir, Madame (8) und beuge Schuldbewusst mein Haupt. Bitte keine Regenwolken (rain) oder Traurigkeit (sadness) mehr, es stimmt mich sonst viel zu traurig um zu schreiben; willst du das? Willst du das wirklich? Vermutlich willst du das. Dass ich mit Tränen dasitze und den Beitrag zu La La Land tippe – aber du hast ja recht.

Ich schiebe die Angelegenheit auf universitäre und schreib-technische Pflichten, schiebe es auf.. ja, auf was denn? Den fehlenden Stress? Je weniger Serien, desto weniger pünktlich die Reviews? Ich gelobe Besserung.

PS: Es gibt neue Pokémons! Fun Fact: Ich hatte einst ein Oddish mit der Zahl 666, dass ich Seed of Evil nannte und Arenen trollte. Jetzt hat es 670 oder so.

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„The Walking Dead“, S07E05, E06 und E07

Wir befinden uns einen Beitrag vor dem Mid-Season-Finale, dass 90 (also vermutlich 60) Minuten dauern soll. Verzeiht die lange Wartezeit, hier nun eine kurze Zusammenfassung der letzten drei Episoden.

Wir freuten uns, Maggie wohlauf in Hilltop zu sehen. Gleich zu Beginn wird der Seher der Frage entlassen, ob das ungeborene Kind überlebt hat. Ja, hat es. Doch sie braucht Ruhe. Gregory aber will sie so schnell wie möglich aus Hilltop weg haben: Durch Rick wurde alles nur noch viel schlimmer. Negan, der vermutlich Ricks Geschichte mit Maggies Tod nicht ganz geglaubt hatte, schickt Handlanger vorbei die sich via Feuer und akustischer Zwangsbeglückung ankündigen. Badass-farmgirl Maggie aber weiß ganz genau was zu tun ist und führt die hilflose Meute an. Nach dem Zwischenfall und dem tatsächlichen Auftritt des Untertanen, werden Maggie und Sasha von Jesus versteckt. Dieser wählte jedoch einen anderen Schrank aus, als wie Gregory vorgeschlagen hatte und so bleiben sie unbeschadet. Negans Handlanger nehmen nochmal die Hälfte von allem mit sowie die gesamte Kiste Wein. Armer Gregory.

Währenddessen sammelt Rick Abgaben, die Negan wöchentlich (oder öfters) verlangt. Es gibt keine Flucht vor Steuern, nicht einmal am Ende der Welt. Cooral kommt der kleinen Enid näher, sie fahren Rollerblades, küssen sich und tun das, was halt Teenies während einer Zombie Apokalypse tun. Enid möchte eigentlich Maggie besuchen und Coooral hat andere Pläne.

In der nächsten Folge lernen wir eine neue Gruppe Überlebender kennen, denen die Saviors massiv zugesetzt haben. Als Tara sich nach fehlgeschlagener Erkundungstour (mit Heath) und Zombieangriff an einem seltsamen Strand wiederfindet und von einer hübschen Frau aufgepäppelt wird, vermutet man ein kriegerisches Amazonenvolk, dass dicht versteckt im Wald haust. Später klärt sich jedoch der eingeschlechtliche Umstand auf: Alle Männer ab 12 wurden von den Savoirs getötet. Neue Verbündete? Tara muss versprechen, dass sie nie wieder zurück kommt, entgeht einer Exkution nur fast und schweigt in Alexandria (noch).

Und irgendwie machen sich alle separat auf die Suche nach Negan: Cooral und Sasha. Rosita besitzt nun eine Kugel (dank an Eugene) und auch Michonne ist auf dem Weg zu Negan. Der Sohn der ehemaligen Alexandria Tante hat ein Gespräch mit dem Priester, denn er mag Rick nicht. Rick sieht man die letzten Tage recht wenig.

In der letzten Episode wohnten wir dem Aufeinandertreffen von little-badass Cooral mit happy-face Negan bei – der, neben Kniefall von seinen Jüngern auch noch einen ganzen Harem besitzt. Jesus und Cooral sprangen gerade noch in den Wagen und während Jesus rechtzeitig absteigt, fährt Coral ins Innere der Negan Fabrik. Dort enttarnt, schießt zwei Männer nieder. Negan zwingt ihn die Augenbinde abzunehmen und meint, so sähe er doch viel böser aus. Oh, ist das nicht toll? Sagt er irgendwann, als ob er mit einem großen Geburtstagsgeschenk spricht. Gegen Ende provoziert ihn Cooral, denn wenn er was täte, hätte er schon was getan, aber er spräche nur leere Worte. Sie fahren nach Alexandria und am Ende der Folge gibt Negan seinem Brutpflegetrieb nach, vergisst all die Grausamkeiten und nimmt Judith auf den Arm. Er wartet auf Rick.

Negan macht in dieser Folge deutlich, wie wichtig Regeln seien. In dieser Geschichte erfahren wir von einem Paar, dass getrennt in Negans Lager wohnt. Sie, die als Haremsdame dient, könne gehen wann sie wolle und bei ihrer Familie wohnen – aber offensichtlich will sie das nicht. Und er hätte er jemals eine von ihnen geschlagen? Nein. Und was sollen sie nicht tun? Cheaten! Er brennt ihrem Freund/Liebhaber/Mann mit einem alten Bügeleisen das Gesicht an. So wie bei good-old Dwight. Oh hey, Daryl! Daryl lebt noch. Warum? Weil er einen guten Soldaten abgeben wird.

Fazit: Negan hat eindeutig viel zu viel Screentime. Er lacht, meiner Meinung nach, immer noch zu viel. Man zeigt seine grausame Seite, doch kurz darüber nachgedacht, kann man seine Handlungen dennoch irgendwo verstehen. Wer würde nicht größenwahnsinnig werden? Und Regeln sind wichtig. Trotzdem wirken die Szenen immer noch zu gestellt und zu übertrieben, selbst wenn der Kniefall des Volkes und der Vorfall mit dem Bügeleisen, am ehesten jedoch der Harem mit den heraus geputzten Frauen, mehr Spuren beim Seher hinterlassen als mit sympathischem Lachen vollzogene Gewalt.

Fazit 2: Wir werden sehen was passiert, vermutlich wird das Mid-Season Finale die ganze Folge nichts passieren und gegen Ende mit einem Cliffhanger beendet werden. Wie immer.

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Wonder Woman, Warner Bros. und die Verzweiflung

Bemerkung: Beitrag wurde vor Ewigkeiten erstellt und irgendwie.. übersehen. There you go.

Überlegungen, Befürchtungen, Spekulationen.

Warum bin ich von diesem Trailer nicht ganz so überzeugt?

Den ersten Trailer, den wir zu Gesicht bekamen, war jener der SanDiego Comic Con. Er war gut. Er machte Stimmung und ich dachte mir: Yes! Kann was! Er vermittelte trotz angedeuteter Love-Story doch etwas mehr und erzählte weniger. Und das ist gut: Trailer, die den gesamten Inhalt des Filmes inklusive Pointe verraten, sind schlecht. Bestes Beispiel: Passengers (Pratt/Lawrence, 2017). Andererseits kann das aber auch bedeuten, dass der Film schlecht ist und sich hinter einem guten Trailer versteckt. Aber die Musik ist gut.

Trotzdem hege ich gewisse Befürchtungen..

Als ich spät Nachts aus dem Kino schlenderte (Doctor Strange), fragte ich mich sogleich: Warum schaffen es Disney/Marvel die Konsumenten in ihren Bann zu ziehen und gute Unterhaltung zu liefern, während jeder einzelne Versuch von Warner/DC nur ein müdes Lächeln der Enttäuschung hervor ruft?

DC ist nicht per se schlechter als Marvel, DC ist anders. Und wie man an Nolan’s Trilogie sah, können mit dem Stoff gute und vernünftige Filme entstehen. Und wenn man sich ansieht was FOX aus Gotham machte, dann gibt der Stoff, besonders für die Gegenspieler, ausreichend Material zur Verwertung. Also woran liegt es, dass soviel Potential in so wenig Ergebnis mündet? Man of Steel, Batfleck Vs Superman und sogar Suicide Squad – alle drei waren im Endeffekt eine Katastrophe bis hin zu „zumindest besser, als“.

Dennoch frage ich mich Warum? Warum produzieren Disney und Marvel die, meiner Meinung nach, unterhaltsameren Filme? Warum? Manche sagen, Marvel ist was für Kinder und Jugendliche, während DC was für Erwachsene ist und das Zielpublikum hauptsächlich Teenager sind, während Erwachsene kaum ins Kino gehen? Nein. Zumindest nicht mehr. Woran liegt es also? Liegt es daran, dass Disney Marvel freie Hand lässt? Liegt es tatsächlich daran, dass Warner sich einmischt und verschiedene Schreiberlinge und Editoren einfach so mal zusammenpfercht um am Erfolg des Superhelden-Genre teilhaben zu können? Es kann nicht am Fangirling liegen, denn selbst eingeschworene DC Fans gestehen, dass die Filme nicht so ganz das versprechen, was man sich erhoffte. Und dabei kann es auch nicht daran liegen, dass Szenen 1:1 aus dem Comic übernommen wurden (Anspielung auf Batfleck Vs. Superman), denn bei TWD und Marvel funktioniert es auch. Woran also?

Liegt es also tatsächlich am verkrampften Versuch an Marvels/Disneys Erfolg anzuknüpfen? Ist die Gier nach Geld ausschlaggebend für deren Versagen? Superhelden-Filme sind immer noch „in“, wenn auch langsam Abnutzungserscheinungen auftreten, aber das Konzept funktioniert, noch. Und The Dark Knight war sehr gut. Also was spricht dagegen? Und rational betrachtet spräche auch nichts dagegen. Nur, das wie und vielleicht auch das warum hinterlassen einen üblen Geschmack. Aber sicherlich, jeder von uns wird ins Kino laufen und sich immer und immer wieder davon selbst überzeugen wollen, insofern werden wir, die Konsumenten, ausreichend Geld einspielen um deren Eifer zu rechtfertigen. It’s a never ending story..

Es häuften sich also Berichte bezugnehmend auf zahlreiche Probleme bei der Wonder Woman Produktion bis hin zu multiplen Schreiberlingen, wo jeder für sich eine Story basteln soll. Ich fürchte um das Wohlergehen eines Filmes, der die Geschichte einer starken Frau thematisiert. Und es wäre nicht Hollywood, wenn nicht eine Liebesgeschichte darin verstrickt wäre. Und Liebesgeschichten sind ja nichts schlechtes, ich mag gute Liebesgeschichten – aber eben in entsprechenden Liebesfilmen. Ich hoffe also auf das, was die Trailer bisher versprechen, und Diana andere Sorgen als Männer hat. Aber ja, ich sollte dankbar sein, dass es überhaupt (wenn auch lediglich für den Justice League Auftakt) einen Film über eine Comic-Heroine geben wird und Gal Gadot war leider auch der einzige Lichtlick bei Batfleck Vs. Superman. Und immerhin gibt es bald Captain Marvel und She-Ra! 2020 oder so..

Es amüsiert mich auch immer wieder die Tatsache, dass ein Bustier wie Gal Gadot es trägt, sie vermutlich im Ernstfall töten würde, plus sieht das gesamte Kostüm verdammt unbequem zum kämpfen aus – und als ehemalige Mittelalter-Schwertkämpferin weiß ich wovon ich spreche.

Soviel also zu meinen Befürchtungen, ich hoffe diesbezüglich enttäuscht zu werden. Ich lade gerne zur Diskussion warum Marvel mit seinen Filmen (gefühlstechnisch) mehr Erfolg hat als DC.

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„The Walking Dead“, S07E04

Wo soll das denn noch hinführen? Negan ist nach wie vor ein freundlicher Charakter: Er lächelt (wenn auch übertrieben häufig), er ist oft gut gelaunt und achtet auf seine Gruppe. Sicherlich, in einer postapokalyptischen Welt muss man gewisse Statements setzen. Und ja, er mag ein Sadist und grausam sein, und es mag ihm Spass bereiten, Leute zu quälen und sie zu schikanieren. Fakt ist: Er wirkt sehr sympathisch, freundlich und auch etwas Klischee gay. Seine schlacksige Figur, die tänzelnden Schritte, der Oberkörper der sanft mit den Bewegungen hin und her schwingt, machen einen fetten Strich durch das Klischee vom massiven Bully. Negan ist ein intelligenter Psychopath, der dem Klischee des Psychopathen in Anzug und Krawatte so gar nicht entspricht. Er ist sich seiner Taten bewusst und kontrolliert die Welt um sich herum. Negan könnte ein ganzes Dorf nieder brennen und wenn er tänzelnd um das Feuer hüpfte und lachte und Witze machte, würde man ihm vermutlich verzeihen. Er muss ja auf seine Leute achten, Rick täte sicherlich das gleiche! Nein, Jeffrey Dean Morgan ist ein zu sympathischer Schauspieler.Vielleicht liegt es auch daran, dass er Negan doch überzeichnet darstellt? Ich brauche die Comics..

Und Rick? Rick ist gebrochen. Rick möchte Frieden und als Negan ihm befiehlt alle Waffen abzugeben, während Matratzen und Einrichtungsgegenstände mitgenommen werden, gibt er zu verstehen, dass die Welt nun so läuft. Und Michonne, wie es sich für eine Amazone ziemt, möchte kämpfen. Sie akzeptiert den Zustand nicht. Und es gibt schon die ersten deutlichen Anzeichen dahingehend, dass sich die Gruppe spaltet. Zumindest ist eine Art Handlung für kommende Folgen gelegt.

Es fehlt eindeutig eine Carol. Carol hätte Negan vermutlich vergiftet oder ihm Lucille über den Kopf gezogen während sie ihn mit ihrem Hausfrauen Lächeln angeschmachtet hätte. Ich mag Carol. Es fehlt der Bad-Ass, denn Negan ist es nicht. Negan, der freundliche Balletttänzer von Nebenan.

Fazit: Kann bitte irgendwas passieren? Ich verstehe, dass Negan böse sein soll, und grausam und all dass – aber, kann bitte etwas passieren? Immerhin gab es ein paar Quotenzombies bei Rosita.

Edit: Morsecode? Wtf?

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