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Woche #2808

Nachtrag.

Wenn man sich mit jemanden im Disput befindet, über etwas, dass einem lieb und teuer ist, sollte man wohl hinter jede Nachricht einen 😊 setzen, um zu zeigen, dass man gar nicht wütend ist und es einen gar nicht trifft und alles sowieso ok ist – weil die Konsequenzen, die aus Wut folgen, wären auch nicht die, mit denen man leben möchte und somit versucht man sich eben zu mäßigen und auch einen Schritt zurück zu treten und ab zu warten.

Aber so einfach ist das alles nicht, besonders nicht wenn man, selbst diagnostiziert, cholerisch ist. Ayayay, mittlerweile sammeln sich die Selbstdiagnosen. Dezent cholerisch, sicherlich auch teilweise ADHS habend, eine Akalkulie (Rechenschwäche, Umgang mit Zahlen gestaltet sich schwierig) lässt sich sicher auch noch finden, Misophonie auf jeden Fall (Geräusche! Knistern, Trommeln, Murmeln, Kaugeräusche!) und natürlich, meine Links-Rechts-Schwäche, die manche Dinge, wie Autofahren, gar nicht so leicht machen. Maushand, Tastaturhand ergibt dafür Sinn. Ergibt das für irgendjemand ein Muster?

Ah! Und eine gewisse kommunikative, soziale Inkompetenz: Ich hatte also einen neuen Zahnarzt angerufen (ich hasse es so sehr mit fremden Leuten zu telefonieren) um einen Termin auszumachen und brauchte mehrere Minuten und Anläufe meine Telefonnummer korrekt anzugeben, die ich zwischendurch x Mal vergessen hatte, wieder falsch angab bis es irgendwann geklappt hat – oder auch nicht. Vermutlich stimmt wieder irgendwas nicht. Erkennt hier jemand ein Muster?

„Internet-Krankheit. Zig selbst diagnostizierte Scheiße und eigentlich bist nur krass verplant und konzentrierst di nit genug!“ Danke, das wirds sein.

Anyway. Ich versuche mich also in Freundlichkeit und Schlichtung anstatt Streit und Wahnsinn. Das ist ein gutes Zeichen. Madame (8) meinte, warum ich denn nicht in Nachrichten an sie so freundlich sein könnte (als ich ihr ein Beispiel schickte, zu wie viel Freundlichkeit ich fähig sein kann) und ich meinte, es reiche aus, wenn ich zu den Leuten freundlich bin, die nicht mag oder es sein muss, weil gesellschaftliche Normen und Konventionen das so wollen – da wolle ich doch bei Leuten die ich mag, so sein können wie ich tatsächlich bin.

(8): „Und freundlich sein ist nicht Teil dessen wie du bist? LOL“
Ich: „Nein, ich bin keine freundliche Person.“
(8): „Und Stattdessen?“
Ich: „Ein ‚verantwortungsloser Schlechtmensch ohne Zivilcourage‘ D“ *

* Meinte einst ein junger Mann zu mir und erklärte hinter her, er wollte mir damit imponieren. Running Gag since 2009. Plot Twist: Madame (8) war mit gemeint.

Aber ja, die Freundlichkeit. Man hat auch nicht immer Lust freundlich zu sein. Ich hege großen Respekt vor all den Menschen im öffentlichen Dienst, die jeden Tag mit Smiley-Face herum laufen (müssen), obwohl sie alles zutiefst ankotzt. Ich könnte das nicht. Ich würde wohl tatsächlich entnervt explodieren, alles hinschmeißen und den Laden anzünden. Moment, lässt sich da eine gewisse Neigung zur Soziopathie erkennen?

Jedenfalls: 😊 😊 😊 Die drei Lebensretter. Ob sich das dann subversiv ins Unterbewusstsein schleicht? Man soll ja auch gelassener sein, wenn man Botox spritzen lassen hat, weil der mürrische Ausdruck blockiert wird. Hat jemand zufällig 300€ übrig? Botox statt Antidepressiva (nein, ich nehme keine, verurteile aber auch niemanden der damit angenehmer durchs Leben kommt) – wäre sicherlich sinnvoller: kein aufgeschwemmtes, sondern ein glattes Gesicht und es gibt keinen Filter, der sich über Emotionen legt, sie werden einfach weniger transportiert. Win Win. Gut. Botox ist nach wie vor Gift, AD aber auch, wenn wir uns ehrlich sind. Ein Waldspaziergang wäre also viel sinnvoller! Kenntnisse in Pyrotechnik aber auch.

Kurz darauf wollte ich, weil Montag war und mich alles so unfassbar genervt hatte, und ich obendrein Zahnschmerzen hatte und die Schmerztabletten nicht wirkten, einen Amazon-Frustkauf tätigen. Und natürlich werden die vergünstigten Ms Marvel- und Rocket-Racoon Comics von Zweitanbietern nicht nach Österreich geliefert. Natürlich nicht! Lustigerweise wird GAR nichts nach Österreich geliefert, was ich mir bestellen wollte, auch nicht „Populismus für Anfänger“, welches auf Twitter empfohlen wird.

„Was is denn heut bitte falsch mit der Welt?“ schrieb ich auf Twitter und wurde ignoriert. Wo liegt der Sinn darin? Achja, dazu ist gerade ein Beitrag in Arbeit. Ja, meine lieben Leser – ich verspreche euch baldigst neue Gotham-, und Timeless-Reviews. Und Auskunft über den Fortgang von Aberration und Ragnarok (Ark Survival) – mit tollen Screenshots. Mittlerweile wurde auch der erste Boss besiegt, die Broodmother. 7 Rexe von 15 mussten ihr Leben lassen. Rest in Peace, Soldiers, you served your masters well. Und vielleicht eine Zusammenfassung von Supergirl. Supergirl ist wirklich großartig. Es wirkt zwar teilweise wie 90er Jahre Trash, aber es ist wirklich großartig. Eine Art Feel-Good Serie, aber nicht aufdringlich. Wusstet ihr, dass bei CatCo über 90% Frauen in Führungspositionen sind? Ich auch nicht!

Und ja, ich weiß, Amazon ist böse und ich sollte in eine Buchhandlung gehen und drei Wochen warten, weil niemand englische Comics verkauft und die erst bestellt werden müssen. Vermutlich bei Amazon. Ja, Amazon und Google und Co sind eben die großen Firmen und nein, es gibt keinen Wettbewerb mehr. Amazon und Google werden so lange das Zepter in der Hand halten, bis irgendwann, irgendwer den Stecker der Oasis zieht und uns zwingt wieder im 18. Jahrhundert zu leben. Der Gedanke, zwangsläufig gebären zu müssen (oder im Kindbett zu sterben), möchte man nicht Keusch leben, erschreckt mich dabei am meisten..

Zumindest war die Shaka gestern brav und motiviert zu gehen. Shaka ist der Haflinger, der gerne stehen bleibt. Um Shaka kümmerte sich letztes Jahr niemand und bis Dorena wieder da ist – und sollte sich niemand finden, kümmere ich mich derweil um sie. Und auch wenn sie den Marshmallow-Test noch nicht bestehen würde, halte ich sie für sehr intelligent.

Nun, sie bleibt gerne stehen. Auch für 30 Minuten. Oder mehr. Ist ihr wurscht. Geht zwei-drei Schritte zum nächsten Grasbüschel und das wars. Und belustigt damit alle Zuschauer um sich herum: „Will er nit, ha?“, „Musst di durchsetzen!“ Fehlt nur mehr: „Tierquäler! Wenns nit will, dann wills nit!“ Und sie ist eine Dramaqueen sondergleichen: Man sitzt auf ihr, die Zügel nicht berührend und ihre Mimik sagt: „NA GEH BITTE, SCHAUTS WAS SIE MIR ANTUT!!! GEHEN MUSS ICH!! GEHEN! VOM GUTEN GRAS WEG!!! ZU HILF!“ Nein, sie hat keine Schmerzen. Sie will einfach nicht. Ist aber ok. Ich will auch nicht jeden Tag das tun, was von mir verlangt wird. Gestern war sie dafür motiviert und brav, ging gut im Galopp (der so schrecklich hart und holprig ist, selbst ohne Reitpad) und wieherte kein einziges Mal – was sie manchmal tut, um die anderen zu rufen. Es gefiel ihr. Und heute hat sie frei. Ich werde Holzspäne aus meinem Strick zupfen und den Tieren beim grasen zu sehen. Bonding-Time und Teil der Herde sein ist ebenfalls wichtig. Bis mich die Fohlen im Übermut überrennen und ich an Ort und Stelle sterbe.

Und ja, ich akzeptiere eh schon ihre Meinung, dass wir keinen Sattel und Pad mehr verwenden weil sie Gurte nicht mag. Irgendwie mag kein Pferd Gurte kommt mir langsam vor. Und seitdem geht sie aber auch brav. Abwärts gehn wir zu Fuß, damit sie lernt, dass man auch spazieren gehen kann. Vielleicht kennt sies einfach nicht. Manche andere Leute sind der Ansicht, dass Pferde manchmal gern ihre Menschen tragen. Eh, wenns heimgeht und der Mensch zu langsam ist.

Die Zahnschmerzen sind heute übrigens nicht mehr da. Nachts noch. Jetzt nicht mehr. Das bedeutet, dass ich nicht in die Uniklinik muss. Und niemand zu mir sagen wird: „Wir müssen Ihnen mitteilen, dass sich ein Wurm eingenistet hat und somit müssen alle Zähne raus. Nein, die Krankenkasse übernimmt das nicht. Was, Sie sind nicht auf Zahnwürmer versichert? Ohh.“

Zahnwürmer!

Aktueller Ohrwurm:

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Woche #3001

Es ist noch immer Winterszeit im Bergdorf, Nebel kommt und geht, die Sonne bleibt, Schnee wird zu Matsch und dann wieder zu Eis. Da ich durch meine Reitbeteiligung (kurz: RB) öfters Zeit im Freien verbringe, nehme ich die Unterschiede natürlich viel intensiver wahr. Erst gestern war es gegen Mittag warm und friedlich, die Pferde dösten in der Box und ich beobachtete eine der Schwangeren beim wegschlafen, bis sie durch ihren zurückfallenden Kopf selbst wieder aufschreckte. Gegen drei war es allerdings wieder eisig kalt und meine Finger froren. Erfolg im Misserfolg: Beinahe alle Schafe, auch die jungen, lassen sich mittlerweile streicheln und kraulen (zu Beginn nur zwei) und drängeln sich nun gegenseitig weg, sodass es fast schon mühsam ist, jedem die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken.

Dass ich kein Menschen-Mensch bin, dürfte dem Leser meiner Texte wohl bekannt sein. Dass sich dies auch bis in die Onlinewelt zieht, war mir zwar in gewissem Ausmaß bekannt, wurde mir aber anhand einer mittlerweile amüsanten Diskussion in aller Deutlichkeit (wieder mal) bewusst. Nein, ich bin offenbar kein Gruppenmensch. Anyway, es gibt eben Menschen, die über ein gewisses Herdenverständnis verfügen und sich dementsprechend unterordnen können, und manche eben nicht. Trotzdem finde ich Gruppendynamiken immer wieder spannend, einerseits auch weil offensichtlich wird, wie wenig Diversität und Vielfalt eigentlich erwünscht ist, und auch nur dann, wenn es den Kanon nicht verletzt oder die Hierarchie bedingungslos akzeptiert wird. Im großen Stil ist das natürlich in der Politik zu beobachten: Ein homogenes Dorf am Land will keine Geflüchteten. Städter sind für Migration und Integration, sprich Diversität, generell offener. Führte man der Vergleich weiter, hinkt er natürlich, trotz dem sind in einer größeren Gruppe auch unterschiedlichere Leute zu finden, während eingeschworene Teams nur ganz, ganz selten einen Neuling aufnehmen, der sich dann zuerst beweisen muss, und hebt er seine Stimme zu schnell, sagt etwas, was den Meistern nicht gefällt, sinkt er tief in der Gunst aller Beteiligten. So zumindest meine Erfahrungen.

Ansonsten verkrieche ich mich hinter unzähligen Serien (wie Wynnona Earp, Frontier, die dritte Season von Misfits, The Marvelous Mrs Maisel) und versuche zu meinen Blog am laufen zu halten. Bald gibt es Fortsetzungen von The Handmaid’s Tale und Gotham und The Expanse und Star Trek: DSC. Das Kino zeigt sich aktuell von seiner weniger interessanten Seite.

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Ein Text über die Höflichkeit, oder so

 Hö̱f·lich·keit, Substantiv [die]
1. das Höflich sein
„jemanden mit besonderer Höflichkeit begrüßen“
2. Kompliment.
„Zu Beginn wurden nur Höflichkeiten ausgetauscht.“

Und Wikipedia teilt mir mit: „Die Höflichkeit oder Zivilisiertheit ist eine Tugend, deren Folge eine rücksichtsvolle Verhaltensweise ist, die den Respekt vor dem Gegenüber zum Ausdruck bringen soll. Ihr Gegenteil ist die Grobheit oder Barbarei. Sozial gehört sie zu den Sitten, soziologisch zu den sozialen Normen. Das Wort hat sich aus dem Begriff „höfisch“ entwickelt, das die Lebensart am frühneuzeitlichen Hof bezeichnete.“

Und je nach Kultur, Zeit, Region und Erziehung bedeutet „Höflichkeit“ immer etwas anderes. Es gilt also, sich die sozialen und sittlichen Normen anderer Völker und Länder, die Do and Don’ts einzuprägen und auf ein gutes Miteinander zu hoffen. Aber bleiben wir im Westen. Bleiben wir im deutschsprachigen Raum. Und bleiben wir am Land.

Und bitte versteht mich nicht falsch, ein höfliches und freundliches Verhalten wird von aller- und Jedermann geschätzt und erleichtert die geflogene Konversation ganz allgemein. Man sagt „Bitte“ und „Danke“ und bringt eben jene wohlwollende Attribute zum Ausdruck, seien sie mit ernst gesprochen oder einfach nur verbal hingeworfen, hier: Friss sie. Man begegnet einander mit Respekt und Demut, auch wenn sich dahinter Zorn und Wut verbergen. Respekt und Demut, Ruhe und Frieden.

Und doch hat sich in so mancher Götterländer die Sitte, der, ja ich möchte meinen, die Form einer „übertriebenen“ Höflichkeit eingebürgert. Wie das? Kann man denn übertrieben höflich sein? Und warum unter Apostroph? Höflichkeit ist doch immer gut? Was meint sie jetzt?

Lasst mich anhand zweier Beispiele veranschaulichen, was mir auf der Seele kriecht; das räudige Biest, sitz!

Beispiel 1: Etwas weniger geeignet, aber ok:

A: „Darf ich ein Stück vom Kuchen haben?“
B: „Aber freilich! Hier bitte!“
A: „Darf ich noch ein Stück vom Kuchen haben?“
B: „Aber natürlich, Nimm! Schmecken solls.“
– Und der Kuchen schmeckt mir immer noch.
A: „Darf ich vielleicht noch ein Stück haben?“
– Gut, in meinem Falle soll das spindeldürre Mädel doch essen.
B: „Aber freilich!“
A: „Darf ich noch eines haben?“
– Verdammt, der Kuchen ist so richtig, richtig gut! Und so geht es weiter.

Frage an die Leserschaft? Ist es unhöflich von A den gesamten Kuchen alleine zu verspeisen? Hierzu fehlen uns folgende Angaben: Wieviel Kuchen gibt es und wieviele Leute wollen noch ein Stück Kuchen. Im äußersten Fall könnte man mir Gier und im besten höchstes Lob an den Bäcker, die Bäckerin attestieren.

Beispiel 2: Etwas deutlicher:

Es sitzt eine Familie am Tisch: Mutter, Vater, zwei Kinder und Ich. Die Mutter hat Kuchen gebacken. Jeder bekommt ein Stück. Gegen Ende liegen nur mehr drei Stück Kuchen am Tisch:

A: „Darf ich noch ein Stück haben?“
– Die Mutter ist hoch erfreut und reicht mir ein gutes Stück Kuchen. Der Vater schnappt sich das nächste und grinst zufrieden. Nachdem ich den Anfang gemacht und den Bann des Schweigens gebrochen hatte, konnte er ohne Probleme und ohne unter den Verdacht zu fallen, gierig zu sein, zugreifen.
– Ich blicke auf das letzte Stück. Der Kuchen war wirklich verdammt gut. Marzipan mit Kokos und feinster Füllung. Ich starre das Kuchenstück an. Dann überwinde ich mich. Aber wie beginnt man in solch einer Situation?
A (1): „Möchte dieses Stück Kuchen noch jemand?“
– Ich biete es an, bringe aber gleichzeitig durch meine Frage zum Ausdruck, dass ich es möchte/gerne hätte.
A (2): „Darf ich das letzte Kuchenstück haben?“
– Ganz schlecht. Ganz, ganz schlecht. Niemand, dem höfliche Manieren beigebracht wurden, kann jetzt noch sagen: „Nein, das geht nicht, weil..“. Nein. Damit bringe ich nämlich die Leute in eine missliche Lage, sie müssen mir quasi das letzte Stück überlassen, denn es gelte wohl als unhöflich, mir das dritte Teil zu verweigern, schließlich bin ich Gast. Wir gehen also mit Option 1.
– Die Runde schweigt, die Mutter sagt:
B: „Bitte gern, Nimm ruhig.“
A: „Wirklich?“
B: „Ja, wenn es dir geschmeckt hat, dann nimm es.“ (3)
A: „Wirklich, ich möchte es nur, wenn es sonst niemand mehr mag.“
– Was eine glatte Lüge ist, ich würde töten für dieses saftige und perfekte Kuchenstück.
B: „Ja nimm!“ Und vielleicht folgt noch: „Es freut mich, dass es dir schmeckt“
– Die Blicke am Tisch ignoriert man. Welche Blicke? Es gibt nur mich und das letzte Kuchenstück. Saftig und Füllig.
A: „Ist es wirklich in Ordnung?“
B: „Natürlich!“
– Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich es mir nehme, nach 3 – wenn nicht sogar 4 – 5x nachfragen. Ich nehme es und esse es. Ich bin zufrieden, gesättigt und bedanke mich zig Tausend mal. Alsbald A und C das Haus verlassen..

C: „Spinnst du komplett? Was ist mit dir bitte falsch?!“ Werde ich angeschrien.
A: „Warum?“
C: „Du hattest schon zwei, und nahmst dir einfach das dritte?“
A: „Ich habe extra mehrmals gefragt?“
C: „Es war sehr unhöflich von dir zu fragen, du hattest schon zwei. Du hättest nicht fragen dürfen!“
A: „Warum? Niemand wollte es mehr.“
C: „Vielleicht wollte es meine Mutter?“
A: „Warum hat sie es dann nicht gegessen?“
C: „Weil sie höflich ist, im Gegensatz zu dir!“
A: „Dann hätte sie das sagen können!“
C: „Nein, sie ist höflich. Sowas tut man nicht!“
A: „Wtf?“
– Person C ist sehr verärgert und spricht den ganzen Abend nicht mehr mit Person A, mit mir.

Nach einer wahren Begebenheit.

Der aufmerksame Beobachter wird Option 3 bemerkt haben. Um diesem Missgeschick aus dem Weg zu gehen, greife ich beim ersten Nachfragen zu und stelle provokant die Frage: „Das war doch nicht unhöflich, oder?“ Womit ich allerdings diejenigen Personen wieder in die Richtung einer einzig, möglichen Antwort dränge, aber ihnen den Diskurs anbiete – und mein Tun rechtfertigen kann, wenn notwendig. Ich meine es ist Kuchen! Guter Kuchen! Marzipan-Kokos-Kuchen mit cremiger Füllung..

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Happy Birthday!

Nun bist du 30 Jahr. Dem Menschen seit deiner Geburt feindlich gesinnt und nur die Tiere hast du gern. Strahle weiter, gutes Tschernobyl, für eine tierfreundliche und menschenleere Zukunft!

 

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Diese netten Urzeit-Pferdchen wurden 1998 in der „Todeszone“ ausgesetzt und vermehren sich seither ständig. Einzige Gefahr: Wilderer.

 

Offensichtlich sind der Mensch und dessen Auswirkungen auf die Natur schwerer zu verdauen als wie radioaktive Strahlung. Was nicht bedeutet, dass Strahlung den Tieren gut tut, aber die Urbanisierung fügt offensichtlich mehr Schaden zu, als wie Radioaktivität. So tummeln sich inzwischen mehr als hunderte von bedrohten Tierarten in dem Gebiet, dass von der Ukraine und Weißrussland mittlerweile als „radioökologisches Reservat“ unter Schutz gestellt wurde. Wolf und Wild nahmen zu, das Betretungsverbot bietet hervorragende Voraussetzungen. Auch Bären wurden gesichtet.

 

Interessante Links

Umweltschutz: Strahlendes Paradies? (Spektrum d. Wissenschaft)
Tschernobyl: Die Todeszone lebt (Spiegel.de)
Die Natur kehrt zurück: Seltene Tiere bevölkern Region um Tschernobyl (tt.com)
Tiere in Tschernobyl: Trotz oder wegen der Strahlung? (Spektrum d. Wissenschaft)
Kernschmelze: Ist Tschernobyl heute eine Wildtierheimat? (Spektrum d. Wissenschaft)
Wildnis: Bären kehren nach Tschernobyl zurück (Spektrum d. Wissenschaft)
Katastrophen-AKW: Tschernobyl Vögel profitieren von der Radioaktivität (Spiegel.de)
In Tschernobyl leben jetzt mehr Wildtiere denn je (Welt.de)

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