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Happy Birthday!

Nun bist du 30 Jahr. Dem Menschen seit deiner Geburt feindlich gesinnt und nur die Tiere hast du gern. Strahle weiter, gutes Tschernobyl, für eine tierfreundliche und menschenleere Zukunft!

 

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Diese netten Urzeit-Pferdchen wurden 1998 in der „Todeszone“ ausgesetzt und vermehren sich seither ständig. Einzige Gefahr: Wilderer.

 

Offensichtlich sind der Mensch und dessen Auswirkungen auf die Natur schwerer zu verdauen als wie radioaktive Strahlung. Was nicht bedeutet, dass Strahlung den Tieren gut tut, aber die Urbanisierung fügt offensichtlich mehr Schaden zu, als wie Radioaktivität. So tummeln sich inzwischen mehr als hunderte von bedrohten Tierarten in dem Gebiet, dass von der Ukraine und Weißrussland mittlerweile als „radioökologisches Reservat“ unter Schutz gestellt wurde. Wolf und Wild nahmen zu, das Betretungsverbot bietet hervorragende Voraussetzungen. Auch Bären wurden gesichtet.

 

Interessante Links

Umweltschutz: Strahlendes Paradies? (Spektrum d. Wissenschaft)
Tschernobyl: Die Todeszone lebt (Spiegel.de)
Die Natur kehrt zurück: Seltene Tiere bevölkern Region um Tschernobyl (tt.com)
Tiere in Tschernobyl: Trotz oder wegen der Strahlung? (Spektrum d. Wissenschaft)
Kernschmelze: Ist Tschernobyl heute eine Wildtierheimat? (Spektrum d. Wissenschaft)
Wildnis: Bären kehren nach Tschernobyl zurück (Spektrum d. Wissenschaft)
Katastrophen-AKW: Tschernobyl Vögel profitieren von der Radioaktivität (Spiegel.de)
In Tschernobyl leben jetzt mehr Wildtiere denn je (Welt.de)

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Eingeordnet unter Just about Life, So sei es

„Batman V Superman“

 

Robo-Batfleck versus The Man of Steel und etwas Wonder Woman. Wonder Woman war gut. Die E-Gitarren Untermalung ihrer Szenen war gut. Aber das wars schon. Man freut sich auf den 23. Juni 2017. Lense Flares? Wirklich? Haben wir nichts aus Star Trek gelernt? Etwas Aquaman (Khal Drogo, Ronon Dex) und etwas Flash und etwas Cyborg zeigten die Aussichten auf die künftigen Pläne im Hause DC. Alles andere müssen wohl diverse Referenzen auf verschiedene Graphic Novels gewesen sein. Und was genau war Lex Luthors Motivation?

Und ich überlege seit einer bald 90 Minuten was ich dem Film noch hinzuzufügen hätte, aber da kommt nichts. Einfach gar nichts. Nichts, das die Muse kitzelt oder sie zwingt, zumindest etwas von sich zu geben. Ich war gelangweilt, wippte mit den Füßen und gähnte öfters. Da war nichts was mich mit riss, bis auf Wonder Woman, die erstaunlich gut in Szene gesetzt wurde, sofern(!) sie alleine im Bild war.

Fazit: Meh.

Wen eine gute Kritik interessiert: Die Kritik vom Filmstarts.de trifft es so ziemlich und die englische Variante davon auf Ars Technica. Und der Sad Affleck darf natürlich nicht fehlen.

 

Dafür könnte man etwas anderes kurz anreißen:

Wonder Woman

Kurz nachdem bekannt war, dass Gal Gadot die Rolle der Wonder Woman übernehmen sollte, wurde Kritik über ihren schlanken Körperbau geäußert. Sie sei zu dünn, zu süß, zu jung. Man kannte Wonder Woman als eher ‚kurvige‘ Frau, als Amazone – Sicherlich, der Sexismus der Comic-Branche, lässt es kaum anders zu, dass Frauen mit überdimensionalem Busen, Wespentaille und spanischem Hinterteil ausgestattet werden. In diesem Falle könnte man den Einsatz einer schlanken und jungen (Gal Gadot, *1985;  für Hollywood-Verhältnisse wiederum alt (30+)) Schauspielerin einerseits als Bruch mit den althergebrachten Traditionen sehen oder aber lediglich als Widerspiegelung des derzeitigen Schönheitsideals. Aber vermutlich interpretiere ich zuviel.

Ich selbst war ebenfalls etwas kritisch. Ich kannte Gal Gadot nicht und recherchierte. Eine sehr hübsche und sehr schlanke Frau. Aus Trainings-Videos ließ sich kämpferisches Potential erschließen und auch die Tatsache, dass die gebürtige Israelin zwei Jahre der israelischen Armee diente, schenkte der Wahl mehr Glaubwürdigkeit.

Bevor ich heute Abend im Kino war, hätte ich der Version von George Miller mit Megan Gale (beide Mad Max: Fury Road) den Vortritt gegeben. Sie wirkte auf mich schon eher wie eine erfahrene und reife Wonder Woman, die bereits weit aus länger wie 30 Jahre unter den Menschen weilt. Und vielleicht hätte es (fast) jede werden können, wie ein jede eine Daisy Ridley sein hätte können. Wobei man der hübschen Israelin das gewisse Etwas zu Gute halten muss. Sie hat es. Sie hat es wirklich. Ja, sie war eine gute Wahl.

Fazit: Schlussendlich bin ich sehr zufrieden, dass die Wahl auf eine natürlich-schlanke Frau gefallen ist, was sehr gut verdeutlicht – blendet wenn man den Aspekt des zeitgenössischen Schönheitsideals aus und fokussiert sich lediglich ihre Qualitäten und Wirken – dass auch eine schlanke, zerbrechlich-wirkende Frau kämpferisches Potential haben kann, darf und soll. Eine Frau die kämpft, muss nicht zwangsläufig eine Xena oder Ellen Ripley sein.

Erneut, ich bin zufrieden und freue mich sehr auf Juni 2017.

Kritisch betrachtet werden könnte dies jedoch im Hinblick auf eine weitere Objektifizierung, eine Kriegerin in so wenig Kleidung und Rüstung wie möglich zu stecken, sowie die Tatsache, dass der Film auch dazu dient, die  Justice League  im November 2017 zu unterstützen.

Allerdings, so empfinde ich als Semi-Feministin, sollte man froh über darüber sein, dass sie überhaupt einen eigenen Film bekommt und(!) die Hauptdarstellerinnen alle über 30 sind und zumindest nicht der Hollywood geliebten Jugend frönen.

Entweder ist die Muse heute nicht willig oder der Zombie Jesus fraß sie auf.

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