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2016: Pastell-ish. Ein Selbstversuch

Nachdem ich mir überlege, die Spitzen tatsächlich violett zu färben, ein Rückblick auf einen Beitrag, den ich damals nicht veröffentlicht habe – keine Ahnung warum eigentlich… Und nein, die Länge ändert sich wohl nicht mehr ;)

Nach Einstieg in den Hypetrain Richtung Pokéville, warum gleich ein weiteres Experiment starten: „Pastellcity“

Natürlich ist klar, dass es keine klassische „Pastellfarbe“ im Hinblick auf den aktuellen Trend werden wird, da ich von einer Blondierung absehe.

Ausgangshaarfarbe sowie Work in Progress

Vorgang: Ich wusch meine Haare wie gewöhnlich, verzichtete aber auf Spülung oder anderweitige Pflegeprodukte. Danach mischte ich die Farbe mit Balsam: Violett (Schwarzkopf LIVE Purple Punk 94) mit etwas Blau (Schwarzkopf LIVE Turquoise Temptation 96). Die Haare waren nass, und auf die Spitzen trug ich die Farbe teilweise ohne Balsam auf. Die Einwirkzeit war bei ca. einer bis 1,5 Stunden.

Das Resultat

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Die Zwischenräume sind heller und nahmen (vermutlich wegen dem Balsam) weniger Farbe an als die Spitzen, die direkt mit Farbe in Kontakt kamen und daher intensiver sind. Wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man sogar, wo sich das Violett mit Blau mischte. Je nach dem wie stark das Produkt die Haare beansprucht, folgt der nächste Versuch mit etwas mehr blau. Die Spitzen sind, soweit ich sehe, noch in Ordnung.

Interessant: Kamera und Lichtverhältnisse
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Ich bin immer wieder selbst erstaunt, wie unterschiedlich die Ergebnisse sind. Selbst bei der Collage oben mit der Naturhaarfarbe sieht es in jedem Licht anders aus. Kamera, Kameraposition, Licht und Wetterverhältnisse tragen allesamt dazu bei, verschiedene Eindrücke zu erzeugen. Man muss sich dessen einfach immer bewusst sein, und sicherlich, wir wissen es, aber wem sind die Dinge ständig präsent und wem entflieht nicht kurz ein andächtiges: „Ohhh“ und erst dann realisiert man: „Ah.. okay..“

Wenige Tage später…

Das Resultat nach der 1. Haarwäsche

Die Inhalte des Internets sind oftmals einfach eine große, große Lüge.Wenn ich auf die Bilder blicke denke ich mir: „Wow.. tolle Haare“ – Sieht das jeden Tag so aus? Nein. Nachtrag: Mittlerweile gibt es auch die Volumen-Spülung nicht mehr..

Und so verkommt das tolle „Rainbow-She stole a Unicorns hair!-Haar“ nach drei mal waschen, mit ungünstigem Licht, weniger Filter und kaum Styling zu „Oh it’s a dead Unicorn..“ Dennoch wird es in den schönsten Farben und kreativsten Mustern präsentiert, sodass dem einfach Gesinnten nichts anderes übrig bleibt als dem nachzueifern.

Oder die wirklich tollen Pastell-Haare, die wie schmackhafte Bonbons aussehen, der feuchte Traum eines jeden Karies; die Samtigkeit versprechen und zur Kopie aufrufen, nur um danach drauf zu kommen: F*ck, die Blondierung kostete mich 2 Jahre Länge (deswegen blondiere ich nicht) und wenn nicht ständig nachgefärbt wird, erinnert es an Schimmel. Bilde ich die Ausnahme? Nein. Niemand tut das. Bilder sind immer eine subjektive Auswahl. Aber auch selbst wenn ich wollte, könnte ich kein adäquates Ergebnis liefern. Deswegen kann ich die Mittel nur reduzieren: Einfaches Tageslicht, im Idealfall künstliches Licht und keine Filter (ich tippte eben ‚Folter’…).

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Hier also das Ergebnis: Die Wellen entstanden dadurch, dass ich sie Nachts irgendwie zusammenband. Diese Methode um Wellen zu bekommen funktioniert … selten. Vor allem dann nicht, wenn man es mit Absicht versucht. Ich wusch die Haare wie gewohnt, jedoch nur den Schopf (was auch ausreichend ist) und behandelte den Rest wie gewohnt mit Balsam und Feuchtigkeits-Haarmilch (beides von Balea).

Für die erste Wäsche bin ich zufrieden, war aber vorsichtig. Der Vorgang ist also nicht zu 100% authentisch, da ich mit Achtsamkeit vorging um das Ergebnis länger zu behalten. So werde ich es künftig für den Rest der Aufzeichnung ebenfalls machen.

Die Spitzen sind leicht heller und weniger kräftig, der Rest scheint noch in Ordnung zu sein.

Das Resultat nach der 2. Haarwäsche

Wie man sieht hat sich nicht so viel verändert, außer dass sich dezent die Farbe auswäscht. Der große Schock bleibt also aus, und das rötlich-violette – ich glaube man nennt es Koralle? – wird zunehmend Pastell’ischer. Soweit so gut.

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Nach der 3. Haarwäsche

Die rötlichen Strähnen oben haben sich also ausgewaschen. Generell ist die Farbe heller und weniger intensiv, auch die Spitzen bleichen aus, die Detailaufnahme zeigt eher ein erdiges Fuchsrot.

Nach der 4. Haarwäsche

Gestern dachte ich mir noch: Langsam wirds mühsam. Aber so im Nachhinein gesehen, bin ich froh, dass ich mir kurz die Zeit genommen habe, Ergebnis und Verfall zu dokumentieren. Dieses mal mit etwas Sonne.

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Nach der 5. Haarwäsche

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Erneut: Je nach Licht, Winkel und wie man es gerade möchte.. erscheint die Farbe kräftiger oder auch nicht, inklusive Shirtwechsel.

Nach der 6. Haarwäsche

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Bei Abendlicht dürfte man den Zustand fast schon „Pastell-ish“ schimpfen. Die Farbe ist noch vorhanden, aber sehr ausgebleicht. Nur noch ein, zwei Strähnen, die ich länger mit der Farbe bearbeitete, sind noch etwas kräftiger: Daher, wenn man eine kräftige Farbe möchte, dann kräftig einmassieren, bearbeiten und nochmal massieren.

Nach der 7. und 8 Haarwäsche

Wir haben zweimal den Zustand nach der 6. Haarwäsche und es muss wohl am Volumen Shampoo liegen, dass sie so unglaubig fluffig und flauschig wirken. It’s so fluffy! Beim Resultat nach der 7. Haarwäsche (ganz rechts) tut sich mittlerweile auch beim Waschgang selbst kaum mehr was, einmal Indoor und einmal draußen, sowie einmal mit Sonne.

Nach der 9. und 10, der 11. und 12. Haarwäsche

Schuld und Sühne über mich des Lichtes wegen nach der 9. und 10. Haarwäsche (ganz links), man wird etwas nachlässig mit der Dokumentation. Nun, wie wir sehen hält lediglich nur noch ein kleines rotes Überbleibsel unten die Stellung, der Rest ist teilweise wieder blond-braun, braun-blond. Das Bild in der Mitte zeigt den Zustand nach der 11. und Bild rechts zeigt das Resultat nach der 12. Haarwäsche.

Nach der 13. Haarwäsche

Haare14Bald ist nichts mehr übrig, die Spitzen sind schon wieder ausgebleicht. Vermutlich hält der minimale Rest noch bis zur 25. Haarwäsche durch. Man muss offensichtlich wirklich die Farbe kräftig einmassieren und nicht nur auftragen, sodass es sich ganz in die Haarstruktur frisst. Nichts desto trotz wäscht es doch relativ schnell wieder aus.

Nach der 14. und 15. Haarwäsche

Letzter Eintrag: Nach der 16. Haarwäsche

Back to blond-ish, brown-ish. Man könnte es fast sogar Ombre nennen: Oben dunkel, unten hell. Manche geben dafür ein Vermögen aus, Sonne und wachsen lassen hilft auch.

Das, was man noch auf den Bildern sehen mag, ist auch noch nach der 17. Haarwäsche da. Ein Hauch einer Farbe die sich irgendwo unten im Haar noch verfangen hat. Ich verzichte auf weitere Beobachtung, es war müßig ein jeden zweiten bis dritten Tag zu fotografieren ;)

Fazit: Der ganze Zirkus dauerte etwas mehr als einen Monat, ca. 34-36 Tage und 17 Haarwäschen. Die Spitzen wurden durch die Prozedur natürlich etwas mitgenommen, was jedoch auch an Sommer, Sonne und etwas vernachlässigter Pflege liegt.

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