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Vier Monate Pokémon Go → Ingress!

Es sind inzwischen ca. vier oder fünf Monate vergangen, seit ich die App geladen und mich in die Welt der kleinen Tierchen begeben habe. Dabei habe ich mittlerweile Lvl 26 erreicht und konnte nun auch ein Magikarp Weibchen in eine hübsche Garados Dame entwickeln. Ich nannte sie Cute Nessie. 400 Candys! Der Dank geht an den Pokéstop in Barcelona, der mir via Lure-Modul, binnen weniger Minuten mehrere Fische spendierte. Der Kilometerzähler für die Eevee-Candies, dass ich folgend auf meiner Schulter spazieren trug, kam erst danach. Es folgte das Halloween Event mit doppelten Candies und Staub und XP und nur mehr wenige und der Kälte trotzende Menschen, starrten gebannt mit Ladekabel zum Akku-Pack in der Hose, auf ihr Display. Nostalgisch erinnerte ich mich an den Sommer, als wäre es erst gestern gewesen.

Ich weiß gar nicht mehr, welche Updates derzeit im Gange sind, doch meine Arenen sind corrupted. Error-Meldungen, Netzwerk-Fehler. Nein, so macht das keinen Spaß mehr. Und auch die frostige Kälte, die die Finger abfriert.. Was war grad nochmal Ingress? Ich erinnerte mich an einen höhnenden Menschen, der sagte: „Es solle noch Menschen geben, die Ingress spielen“ – Ingress. Hm?

Moment. Was ist das? XM? Materie? Was sind diese Punkte? Warum ist da alles blau? Und die leuchtenden Dinger? Da sind Schnüre! Warum? Und Felder! Zugegeben, ich wollte jener Fraktion zum Sieg verhelfen, die die Menschheit versklavt und aus Versehen trat ich dann dem Widerstand bei. Der Resistance. Aber das ist okay. Jetzt bin ich eben eine blaue Kreatur.

Und ja, ich war die erste Zeit extremst überfordert, bis man mir den Tipp gab 60 Seiten über Wie, Wann und Wo und Was durchzulesen. Ich überflog sie, und entschloss nach alt bewährtem Prinzip vor zu gehen: Learning by doing.

So lernte man also, nicht zu lange Linien zu legen, da sie den Weg zu anderen Portalen versperren und freut sich doch kurz mal, wenn ein Link in die Unendlichkeit ausschlägt. Und ja, es gibt Links, die gehen bis über den Atlantik.

ingress-map

Folgend eine kleine Galerie meiner Erfolge. Mittlerweile habe ich auch schon die nächsten Schritte geplant um während des Busfahrens die nächsten Felder zu legen. Noch gibt es wenig Konkurrenz, aber es gibt sie. Täglich.

Fazit bis jetzt: Es gefällt mir. Was mir nicht gefällt ist die Kälte, die es bald unmöglich machen wird, draußen herum zu laufen. Mal sehen, wie lange ich durchhalte und dem Winter ins Gesicht lache. Der Wind, der von den Bergen hinab bläst ist kalt. Sehr kalt.

Wtf? Jemand hat meine Arbeit über Nacht zunichte gemacht!

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Verzweiflungslevel: Team Instinct

Gerade eine Arena eingenommen, laufen eifrige Kinder vorbei.
Ich: „Gebt mir 5 Minuten!“ Und sie schauen mich irritiert an.
Ich: „Ihr spielt Pokémon, oder?“
Sie: „Ja.“
Ich erneut: „Ich bin Team Gelb, 5 Minuten! Gebt mir 5 Minuten, um die Coins zu holen.“
Und die Kinder: „Wir sind auch Team Gelb!“
Erleichterung setzte ein.
Im Hintergrund hört man meine Arbeitskollegen lachen. Ein boshaftes Lachen.
Resultat: 2 Arenen. Immerhin etwas – die nach 20 Minuten wieder weg sind. Thug Life.

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Pokémon Go, ca. zwei Monate danach

Es gibt sie noch, die die noch immer spielen und um Arenen kämpfen, die noch lange nicht alle Kreaturen gefangen oder gar gesehen haben. Jene, die das Leid zwischen zu vielen Pokébällen und zu wenig Revive-Crystals kennen, oder umgekehrt. Es gehört nicht nur fangen, sondern auch kämpfen dazu, und umgekehrt! Ich wage mich mittlerweile ohne peinliche Berührtheit die App auf belebter Straße offen zu halten und eile geraden Weges zu meinem Ziel; doch die Kommunikation zu anderen Spielern blieb nach wie vor aus. Ich beobachte, lausche, amüsiere und freue mich für meine lustig gestimmten Mitspieler. Mittlerweile habe ich Lvl 24 erreicht, 90 gefangen und 91 gesehen.

Ab und an verbringt man Abende in der Stadt. Mitunter tummeln sich Kinder, (auch ältere) Erwachsene und Mütter wie Väter mit ihren Kindern. Alle spielen, die Lockmodule gehen nie aus, doch das Wetter wird, wie diverse Meldungen, etwas kühler.

Vor einigen Abenden meinte eine Mutter neben mir: „Schau Daniel, es Dratini! Des suchst doch scho die ganze Zeit. Des war grad da!“ Der Sohn war ganz enttäuscht, war er derweil an einem anderen Ort gewesen. Es folgt Geschrei und zig Menschen laufen (nach wie vor) in eine Richtung: Ein Aerodactyl! Ich gehe mit, etwas mulmig angespannt, nach wie vor. Ich fange es (CP 1300), es bricht aus und verschwindet. Ein Kind bemerkt meinen Ärger und meint: „Isch es ausbrochen? Isch da Rauch kemmen?“ Und ich sage ja. Es schaute mich, die vergleichsweise alte Frau, mitfühlend an: „Des kimmt sicha wieder!“ Und ich sage „Nein, heute nicht mehr“ – Und es nickt betrübt. Plötzlich zählt neben mir ein Jugendlicher das 7ner einmal-eins auf und ruft ganz freudig: „I kann die 7ner Reihe!“ – Habe ich was verpasst?

Nun, um Team Gelb Ehre zu machen, und nicht nur, wie uns immer vorgeworfen wird, in der Ecke Klebstoff zu fressen, beschloss ich eine Kursänderung. Es dauert oftmals nur wenige Minuten, selten ein paar Stunden, bis die eroberte Arena wieder vom anderen Teams besetzt wird. Und so dachte ich mir, wenn im Alleingang (der mich bei einer von Blau besetzten Arena Lvl 7 in anhaltende Revive-Crystal Not brachte) nur mehr schwache und einfache Pokémon zu verwenden. Laut Legende sollen es Magikarps mit CP10 sein, um die Gegner zu verhöhnen, allerdings mag ich den Fisch. Weedle und Co. tun es genau so. Wenn jedoch die Arena bereits von zwei gleichen Pokémon besetzt ist, so folgt man dem aktuellen Trend, und stellt ein gleiches dazu.

Doch der Hype klingt langsam ab, immer weniger Menschen blicken auf ihre Telefone und versuchen in letzter Sekunde einem Pfosten oder anderen Menschen auszuweichen. Man hofft auf Features, die (vermutlich) nie kommen werden und meint den Hohn der Entwickler in den letzten Updates zu erkennen. Ich gebe dem Spiel vielleicht noch bis Wintereinbruch, dann werden sich auch die letzten Spielenden (vermutlich) davon verabschieden. Aber wer weiß..

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Pokémon Go

Aber naturalmente nahm ich den Hypetrain Richtung Overkill und kreierte ebenfalls eine Pokémon Trainerin: DaisyCatnip. Eingestiegen am 14.7.2016, am 25.7 auf Level 17. Mein bestes Pokémon ist derzeit ein Jolteon und besitzt ca. 922CP.

 

Eine Woche danach

  • Fast jeden Abend verschicke ich verschiedene Tierchen (hauptsächlich Zubats, Weedles, Pidgeys und Traumatos), um „Candy“ zu bekommen. Die besten werden zur Entwicklung bereit gehalten, die dann erfolgt, wenn ein Glücksei zur Verfügung steht um schneller zu leveln, ergo, um bessere Tierchen zu bekommen.
  • Prinzipiell macht es jedoch nichts aus, da die Arenen sowieso nicht haltbar sind. Wenn man sie für 10 Minuten hält, ohne dass das Spiel ständig neu gestartet werden muss, hat man doch viel erreicht.*
  • Freezing und Bugs nerven zwar nach wie vor, aber man akzeptiert sie. Eine halbe Stunde ohne Bug ist in Ordnung.
  • Mittlerweile gehen die Pokébälle regelmäßig aus, das Inventar ist viel zu winzig und so verfüttere ich auch an den niederen CP-Viechern Beeren.
  • Während der Busfahrt werden mehr denn je Pokéstops abgewischt, denn die Anzahl eher sinnloser Items steigt, während die Zahl der Pokébälle sinkt.
  • Und ständig stellt sich die Frage: Mache ich es überhaupt richtig? Kämpfen wie Entwicklung wie sammeln.
  • Und transferierte ich schon eigens gelaufene, daher ausgebrütete, Pokémon? Vermutlich.. Das letzte was ich ausbrütete war, man wird es kaum glauben, ein Weedle! Wtf? Immerhin bekam ich auch schon Pikachus mit CP11..
  • Allerdings wird der Fun-Factor etwas beeinträchtigt: Pokévision und Services wie Evovle-Calculator machen das Spiel mehr zu einer Competition über Wissen und Zeitinvestition, als wie dass es dem ursprünglichen Sinn des Spieles diente: Draußen herumlaufen und Viecher fangen.

* Heute Beispielsweise hielt ich die Arena neben meinem Büro, mehrmals für ca. 10 bis 15 Minuten und manchmal aber auch nur zwei Minuten. Und so sehr man dem Spiel die soziale Interaktion anrechnen möchte, bleiben die Gruppen unter sich. Manchmal wirft man sich einen Blick zu, lächelt, ohne jedoch miteinander ins Gespräch zu kommen.
** Am Tag an dem der Beitrag online ging, war die Arena von einmal 1200CP und zweimal 1500CP-Monstern besetzt. Sinnlos.

Ein Suchtfaktor alá Skyrim bleibt jedoch aus. Aber immerhin treibt es die Jugend raus in die frische Natur und manche kündigten sogar ihre Jobs! Natur und Initiative. Das ist doch mal ein Konzept. Allerdings gab es auch schon Todesfälle. Ein weiterer Erfahrungsbericht findet sich hier. Und sicherlich, all die Diskussionen über Datenschutz und so weiter, denn sogar Mr. Robot himself spielt Pokémon Go.

Mittlerweile entdeckte ich drei Arten von Spielern:

  • Gruppe 1. Ich nenne sie die „Die Freizeit-Spieler“

Unkonventionelle Menschen, oftmals Stundenten die zwecks Spaß an der Freude und Neugier in Gruppen über den Campus ziehen und dabei wirkten, als folgten sie keinem bestimmten Ziel. Waren sie in den ersten Tagen noch an „Meeeiiiiiiii!! Schau, da is der Hund („Fuchs..“)! Es Iiiiivvviiii. Na is des liab. Meiiiii und da is die rosa Kugel. Meiiiiiiii!!!“ erkennbar, verteidigen sie heute mit kühlen Gesichtern die Arena am Campus.

  • Gruppe 2. „The real Deal“

Kinder und vor allem Gruppen von jungen Männern, denen es hauptsächlich um „Competition“ und Erfolg geht. Da hörte ich: „Geh, I gea doch ka halbe Stund für des blöde Vieh!“ oder las im Gruppenchat von Erfolgen und wo man welches Pokémon zu welcher Uhrzeit finden kann. Diese jungen Herren sind es auch, die Facebook-Gruppen gründen, Maps erstellen und schließlich Massen-Lure-Events ins Leben rufen.

  • Und dann gibt es Gruppe 3, die „Die Single-Player“

Während der Busfahrt werden Pokéstops gewischt, am Weg zur Arbeit gibt es Pausen und ab und an werden Arenen verteidigt. Diese Spieler, entweder introvertiert oder ohne Zugang zu anderen Spielern, weil im Freundeskreis niemand spielt, sind daran erkennbar, dass sie alleine durch die Gegend marschieren und sich bei Events eher am Rande beteiligten. Sie hätten gerne wen, aber dann bemerken sie, dass sie Team Gelb sind, und niemand mag Team Gelb. Ich bin Team Gelb.

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