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#Polizeigewalt

Niemand sucht sich dessen Hautfarbe, sexuelle Orientierung oder sozialen Status aus. Ob man aber in einem (durchaus bereits bekannt) rechten Regime arbeiten möchte, das sucht man sich aus. Man weiß es. Man weiß es einfach. Und man weiß, worauf man sich einlässt.

Ich kenne eine, die wollte wirklich aus Überzeugung zur Polizei. Aufgrund der vielen negativen Berichte aber hat sie sich dagegen entschieden. In die Hundestaffel wollte sie. Verständlich. Ist sicherlich toll mit Hunden zu arbeiten, und sie für das Gute im Kampf gegen das Böse auszubilden, nur was, wenn du bereits im Umfeld des Bösen bist und das Böse, das bekämpft werden soll, den Mary-Jo-Boy, der ein paar Gramm zu viel hat, eigentlich nicht im Ansatz das Böse sein kann, welches du dir geschworen hast zu bekämpfen?

Das System kann nicht von innen geändert werden

Der Naivität zu erliegen, man könne ja das System von innen ändern, entlockt mir ein müdes Lächeln. Erst kürzlich kam der Vergleich, aber was, wenn Lehrkräfte versuchen, mit guten Intentionen das System zu ändern? Ja dann gut so! Vielleicht fruchtet der eine oder andere fabelhafte Gedanke in dem einen oder anderen Kinderkopf – wenn er nicht von der Realität, dem Umfeld, den Eltern und den Enttäuschungen des Lebens, noch in seiner Saat vernichtet wird. Aber, wenn du das Lehr-System generell ansprichst, dir eine generelle Änderung erhoffst, dafür kämpfst, dass auch der Bub aus schlechten Verhältnissen genau so akzeptiert wird, wie das Mädel aus reichem Elternhaus – dann solltest du nicht Lehrer werden, sondern in die Politik gehen, und bestenfalls was ganz anderes oder auch gar nicht studiert haben, aber gut-freund mit dem Zuständigen sein. Ja, so einfach ist es! Weil dann, dann kannst du vielleicht, wenn ausreichend Sponsoren auf deiner Seite sind, etwas ändern. Aber nicht von innen heraus.

Das rechte Regime

Aber wie möchtest du in einem rechten Regime etwas und genau jenes von innen ändern? Eben, es funktioniert nicht! Nein, wirklich. Das geht nicht. Entweder wirst du korrumpiert, wie Geld und Macht korrumpieren oder du wirst raus gemobbt. Und das Regime ist rechts. Natürlich werden auch gerne entsprechende, junge Menschen angeworben. Natürlich gerne auch jene, die eher schwächlich und leicht zu beeinflussen sind, denn das Militär, die Polizeiakademie oder ganz gleich, macht sie zu starken, richtigen Männern. Zu rechten Männern mit den rechten Gedanken und der rechten Einstellung, ihr seht das hervorragende und inhaltliche Zusammenspiel der Worte? Herrlich, nicht? Der Herr dankt.

Bisher waren es nur die eh schon durchgeknallten Amis, die durch Polizeigewalt negativ auffielen – aber ja eh, war nur Amerika. Der widle Westen, da passiert das halt, das ist weit weit weit weg von uns: Ja na eh, hab ma auf You Tube gesehen, ja na eh, ständig sterben Menschen. Is halt so. Schwarze, Kinder im Meer, generell überall. Is halt so. Kann man nichs machen, ne?

Mittlerweile passiert das auch in Deutschland, und ja, was soll ich sagen: Ich habe vor der Polizei mehr Angst, als vor dem Kleinkriminellen, der mir jetzt die 10€ aus der Tasche raubt. Zumal als Frau immer noch der „Was hatten Sie denn an?“-Sager dazu kommt, sie dich zur Täterin stigmatisieren und du dir, in gewissen Vorfällen, einfach keine Hilfe erwarten kannst. Und natürlich geht man zur Polizei, wenn man ausgeraubt wird, lässt Protokoll schreiben und als Weißer hat mans da auch einfach, oder als heller Schwede oder als heller Franzose. Aber wie viele dunklere Menschen haben reichlich Probleme mit? Dunklere Menschen, deutsche Staatsbürger ohne Akzent? Ich meine, come on. Auch Deutschland, wie Österreich („Aber die Migranten! Sie nehmen uns unsere Jobs weg! Na, aber des woll ma nit arbeiten! Gibt ja Saisonshelfer! Die verdienen da gut!“) haben ein Rassismus-Problem, und nein, ich bin definitiv kein Sprachrohr für Rassismus, denn als weiße Frau kann ich eigentlich nur über misogyne Dinge sprechen, niemals aber über Rassismus an sich. Deswegen: Hört auf die, die davon betroffen sind und euch sagen: das ist rassistisch.

Zusammenfassend

Nein, die Polizei ist (oft) kein Freund und Helfer mehr. Zumindest nicht so, wie sie sich aktuell präsentiert. Sie wird assoziiert mit Gewalt, Schlägen, Autorität und Angst. Und ich sehe aktuell wenig Möglichkeiten, wie die Polizei an sich aus diesem Debakel wieder heraus kommen könnte.

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Well, well, well

Die Bundespräsidentenwahl, No. 2, in Österreich steht bereits in den Startlöchern, die Gesichter grinsen von den Plakaten und eigentlich mag man nicht. Man mag nicht erneut wählen gehen, man wählte bereits und eine Neuauszählung der betroffenen Bezirke wäre ausreichend gewesen.

Zur Erinnerung: Die Verliererpartei (FPÖ) forderte eine Wahlwiederholung, da unter den gegebenen (und wie seit jeher bekannten österreichischen schlampigen) Umständen, die Möglichkeit eines Betruges gegeben war. Man konnte zwar keinen Betrug feststellen, aber der Klage wurde stattgegeben, die Wahl wird wiederholt. Und kurz darauf ein Sprecher, sinngemäß: Wir wiederholen so lange, bis das Ergebnis passt.

Man mag sich an den Kopf gegriffen haben, als man erfuhr, dass der Brexit das Resultat eines schief gelaufenen internen Machtspieles gewesen war. Und man mag nur den Kopf schütteln, wenn man sich den amerikanischen Kandidaten Trump ansieht und hoffen, dass er irgendwann die Bühne betritt und sagt: „Ihr Idioten, ihr wählt jemanden wie mich? Wie bescheuert seid ihr eigentlich?“ Wunschdenken. Jedenfalls finde ich immer noch die Idee unterhaltsam, dass Trump die Mauer zu Mexiko baut, mit Nordkorea einen Atomkrieg startet, der Norden Amerikas dem nuklearen Winter heimfällt, die Einwohner zu Zombies verkommen und Südamerika zu Westeros und Europa zu Essos wird, während Vögel zu Drachen mutieren. Aber das ist eine andere Geschichte und mag ein andermal erzählt werden.

Und dann blickt man verwirrt nach Österreich und frägt sich, warum die Schlachtlämmer die Metzger wählen, solange diese „Ausländer raus!“ schreien, warum Rassismus über Feminismus triumphiert und die Beschneidung eigener Privilegien zwecks Nationalismus in Kauf genommen wird. Wtf? Warum wiegt der gekränkte Stolz der Verlierer-Partei mehr als wie gültige Wahlen und Demokratie?

Interessant: Der Kandidat der Verliererpartei rief folgend auf, die Briefwahl aufzuheben. Just in diesem Moment tauchten zahlreiche Meldungen von Defekten Wahlkarten auf. Kann das Zufall sein? Kann es?

Empfehlung: Öffnet euch eine richtig schlechte Flasche Wein, folgt den verlinkten Artikel und kotzt. Kotzt soviel ihr könnt und dann erfreut euch über den glücklichen Umstand, dass wir zumindest wählen dürfen. /Ironie off

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