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„The Walking Dead“, S07E15 und S07E16

Seasonfinale! Spät aber doch. Was mir von den beiden Folgen noch stark in Erinnerung geblieben ist, ist die Musik. Die teilweise an die 1980er erinnernden Instrumentalstücke, die so gänzlich surreal und so .. entfernt und distanziert wirkten.

Oceanside

Es kam wie es kommen musste und Tara hatte das Versteck der Frauen von Oceanside preisgegeben. Erwartungsgemäß fühlte sie sich schlecht. Zurecht. Binnen kürzester Zeit erreicht eine Gruppe das Lager und Tara hatte sich im Haus versteckt. Offenbar ohne Probleme. Cindy (meine Güte, die ganzen Namen) ist wütend, sie hätte sie gleich von Anfang an töten sollen. Hätte sie. Aber Tara hatte keine Wahl: Sie brauchen ihre Waffen. Entweder jetzt oder die anderen (unter der Leitung Ricks) greifen ein. Aber die Frauen von Oceanside sind davon überzeugt, dass es kein Gewinnen gibt – der Schmerz über den Verlust sitzt noch immer tief. Zu spät. Rick löst Explosionen aus und stürmt das Lager. Taras Waffe war übrigens leer, denn wieso solle sie jemanden verletzen wollen? „No one needs to get hurt!“ – einer von Ricks Lieblingssätzen, bis er sämtliche Leute im Kampf verliert. Nach und nach können weitere Amazonen für den Endkampf gewonnen werden und als die alte Frau nicht möchte und sich weigert und mit einer Waffe droht, wird sie von Cindy nieder geschlagen. Die Freiwilligen ziehen mit Rick und den erbeuteten Waffen von dannen.

Hilltop

Bosslady Maggie regiert Hilltop und Gregory weiß das. Schlimmer noch, dass manche seiner Leute Zeuge wurden, wie Maggie ihn vor einem Zombie retten musste und lässig sagte: „Er übt noch“- Gregory hat sein Gesicht verloren, endgültig. Maggie for president! Maggie, die immer wieder in Sashas Tagträumen auftaucht, in Rückblenden oder Erinnerungen. Maggie, die schwanger ist und deren Kind sich bald zu Judith gesellen und damit Cooral mit Enit zum Babysitten verdonnert.

Sasha

Sasha, wir erinnern uns, zog es vor gegen Negan alleine an zu treten und landet in Daryls alter Zelle. Negan, freundlich wie eh und je, erledigt den Fast-Vergewaltiger und gibt ihr ein Messer. Sie kann ihn damit töten, sich selbst oder den bald erwachenden Walker. Oder: Sie hilft Negan. Negan, der sie eben gerettet hatte. Aber Sasha zieht den Suizid mit Eugenes Hilfe vor, auch wenn er ihr dazu rät, das Angebot anzunehmen. Man könne schließlich nicht ewig rennen. Natürlich nicht! Und besonders dann nicht, wenn man sich eine hervorragende Position erschummeln konnte. Die Tabletten, die er einst für die Mädchen von Negan entwickelt hatte, gibt er nun Sasha – die in einem Sarg in Richtung Alexandria anreist – und dort, erwartungsgemäß als Zombie heraus klettert. Live long and prosper!

Alexandria

Zu Beginn der letzten Folge stellte sich Dwight Rick gegenüber, der sich aus Negans („I am Negan, we’re all Negan“) umklammernden Griff befreit hatte und nun für die Freiheit unter Ricks Führung kämpfen möchte. Denise (deren Freundin er erschossen hat) möchte ihn tot sehen und Daryl ist drauf und dran ihr diesen Gefallen zu tun. Aber lässt es schlussendlich. Dwight wird eingespannt bei Negan zu spionieren.

Dass der vorbereitete Plan Negan eine Falle zu stellen natürlich daneben gehen muss, ist klar. Was wäre eine ganze Season Vorbereitung ohne Fail? Alle sind in Position und Eugene steht auf dem Truck. Wird Rick Eugene erschießen? Und als die vorbereitete Bombe nicht zünden will.. kommt es wie es kommen musste.. Jadis und die Schrottplatzkids sind und bleiben Trash. Negan hatte ihnen ein besseres Angebot unterbreitet, was diese bereitwillig angenommen hatten.

Als der große Kampf mit berittener Kavallerie und einem CGI Tiger (der Coooral vor Lucile rettet) und einer ganzen Menge Mannes- und Frauenkraft (Carol!! Maggie!!) von statten ging, spürte auch ich, die immer höhnisch und sarkastisch lästert, eine Träne in meinen Augen. Ja wirklich! Meine Augen wurden feucht vor Freude. Diese liebevolle und zugleich starke Inszenierung des endgültigen… wtf? Negan lebt noch immer? Es geht weiter? Das war erst der Anfang? Ich Naivchen, hatte ich doch tatsächlich geglaubt, der Kampf gegen Negan fände nun sein Ende..

Auf zu Season 8! Die vermutlich in kürze, also im Oktober 2017 bei AMC zu sehen sein wird. Yay! Derweil begnügen wir uns mit Fear the Walking Dead in seiner aktuell dritten Runde. Und ich gebe offen und ehrlich zu: Der Ableger gefällt mir um einiges besser, und nicht nur – weil eine Frau mittleren Alters (geb. 1965) die Hauptrolle mimt, sondern weil.. dazu kommen wir noch. In einem eigenen Beitrag. Demnächst.

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„Game of Thrones“, S06E10

Season Finale! Spoiler. Und da die Gier größer als die Bequemlichkeit war, quälte ich mich bereits früh morgens aus dem Bett, und Stunden später bin ich immer noch angetan. Lag es an den frühen Morgenstunden? Der intensiven und epischen Musik? Der sanften, ruhigen Inszenierung? Dass man der Stimmung ausreichend Zeit zu atmen ließ, ohne jedoch zu ermüden? Ein jede Sekunde war perfekt auf die andere abgestimmt. Well done.

Queen Cersei against the World! Die Endszene gebührte Daenerys und ihrer Flotte mit schwarz-roter Wappenflagge, zig Schiffen, Theon und Yara, inklusive der Unterstützung der Tyrells und den Sandschlangen aus Dorne, die sich gemeinsam gegen die Lannisters verbündeten und etwas Hilfe benötigen könnten: „Fire and Blood“ – Danke Varys. Und doch fürchte ich um Daenerys Wohlergehen. Wie Tyrion richtig bemerkte, spielt sie nun unter den Großen.

Als die Schiffe bereit sind, weist Daenerys Daario an, in Meeren zu bleiben, denn sie braucht Allianzen. Aber er liebt sie. Weder Ruhm noch Reichtum noch der Thron seien wichtig, sie sei es. Sie aber schließt andere Allianzen nicht aus. Durch Heirat? Möglich, aber nicht zwangsläufig. Daario soll in der „Bay of Dragons“ Ordnung halten. Sicherlich, Tyrion hatte ihr dazu geraten, aber Daenerys würde nichts tun, was ihr nicht selbst richtig vorkäme. Es beängstigt sie jedoch, dass sie bei Daarios Abschied nichts empfunden hatte – und auch wenn er mir gegen Ende dann doch Leid tat, versuchte man zu verzweifelt ihn männlicher als männlich wirken zu lassen, und schlussendlich war er immer nur ihr Schoßhündchen. Schade eigentlich. Tyrion erzählt Daenerys, er habe noch nie an etwas geglaubt, aber an sie glaube er. Er wird zur „Hand of the Queen“ und kniet nieder. Armer Daario, dann heißt es wohl ab nach Kanada (danke Nerdist.com, ich hätte es schon fast wieder vergessen).

Die Folge beginnt mit dem Trial. Sir Loras gesteht und ergibt sich den sieben Göttern. Cersei und Tommen bleiben dem Prozess fern. Margaery wittert bereits Cerseis Hinterhalt und ehe man es sich versieht, und ein halbes dutzend Kinder auf die Sektenführer einstechen, entflammt das Gebäude in grünen Flammen und reißt einige mächtige Namen mit sich in den Tod. Sir Loras darf dafür im Marvel-Universum sein Unwesen treiben. Immerhin etwas.

Cersei trinkt und singt ihre Arie über Genugtuung, „Shame“ und welche verwerfliche Dinge sie tat, einfach deswegen, weil sie sich gut anfühlten. Die Nonne auf dem Tisch gebunden, mit Wein ge-waterboarded, ist bereit für die Götter. Heute? Nein, heute wird sie nicht sterben, sagte Cersei beinahe belustigt. Der Mountain betritt den Raum. In einem anderen Zimmer, fern von Keller und Rache, legt Tommen die Krone nieder und springt aus dem Fenster. Wtf? Lol. Ok.

„Confess. Confess. Confess. Confess: It felt good, beating me. Starving me. Frightening me. Humiliating me. You didn’t do it because you cared about my atonement. You did it because it felt good. I understand. I do things because they feel good. I drink because it feels good. I killed my husband because it felt good to be rid of him. I f–k my brother because it feels good to feel him inside me. I lie about f–king my brother because it feels good to keep our son safe from hateful hypocrites. I killed your High Sparrow and all his little sparrows, all his septons, all his septas. All his filthy soldiers. Because it felt good to watch them burn. It felt good to imagine their shock and their pain. No thought has ever given me greater joy. Even confessing feels good, under the right circumstances.“

Jaime und Lord Frey politisieren, feiern ihren Sieg und ehe man es sich versieht, lässt Cersei sich krönen. Samwell betritt eine große Bibliothek, der Frauen den Zutritt verwehrt. Und während Lord Frey, der Kellnerin auf den Hintern klopft und richtig erkennt, dass sie keine von „seinen“ ist, und sich nach seinen Söhnen erkundigt, entpuppt sich diese als Arya Stark, die ihm auch sogleich, nachdem sie ihm seine Kinder zum Mahl vorgesetzt hat, die Kehle durchschneidet. Team Arya! Assassin Stark! Nett :)

„Winter is here“

Es schneit in Winterfell. Sir Davos zwingt die Hexe ihre Taten zu gestehen. „I was wrong“ sagt sie, aber Jon Snow sei hier und jetzt, weil der Lord of Light es wollte. Doch dieser schickt sie gen Süden und droht mit Exekution, kehre sie zurück. Sansa entschuldigt bei Jon, sie hätte es ihm mitteilen sollen. Ob sie Littlefinger traut? Natürlich nicht. Aber dieser sieht sich selbst mit ihr an seiner Seite auf dem Thron. Es bleibt spannend.

Einige Szenen später: Sämtliche Häuser haben sich versammelt um die White Walker-Situation zu diskutieren. Die Boltons sind besiegt, es besteht kein Grund mehr hier zu bleiben, am besten man hält die Stellung in den eigenen vier Wänden. Doch die putzige Lady Mormont meldet sich zu Wort <3:

„Your son was butchered at the Red Wedding, Lord Manderly. But you refuse the call. You swore allegiance to House Stark, Lord Glover. But in their hour of greatest need, you refuse the call. And you, Lord Kerwin, your father was skinned alive by Ramsay Bolton, still, you refuse the call. But House Mormont remembers. The North remembers. We know no king but the King in the North whose name is Stark. I don’t care if he’s a bastard. Ned Stark’s blood runs through his veins. He’s my king, from this day until his last day!“

The White Wolf! King of the North! King of the North! King of the North! Und nach dem seine Herkunft endlich verifiziert ist und er offensichtlich das Resultat von Ice und Fire ist – frägt man sich, wie die Geschichte von Daenerys und Jon noch gesponnen wird. Dass der Norden sich mit Daenerys verbündet scheint offensichtlich und gegen Ende der siebten Season heißt es vermutlich für wahr: Cersei against the World.

Interessante Links, kein Clickbait!

Und:

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„Gotham“, S02E21 und S02E22

Season Finale!

Dadurch, dass die vorletzte Folge wirklich großartig war, empfand ich die letzten beiden als eher mäßig.

Was geschah? Die Katze schmeichelte sich bei ihrer alten Freundin Firefly ein, denn die von Hugo Strange ernannte „Göttin“ brauche einen Untertanen. Jim, Lucius Fox und Klein-Batman verfolgen einen Plan. Bruce soll Strange ablenken, während Lucius nach der Geheimtür sucht, diese markiert und Jim sich einschleicht. Strange jedoch, immer einen Schritt voraus, fängt sie und sperrt alle ein. Der Riddler stellt Strange seine Hilfe zur Verfügung.

Im Grunde genommen werden die Geschichten im Seasonfinale gebündelt und aufgelöst. Ein jeder hat eine Szene. Die Szenen wechseln sich schnell ab. Es gibt reichlich Action und ein wenig Spannung.

Fish, die offenbar manipulierende Kräfte via Hautkontakt entwickelte, macht sich Miss Peabody gefällig und der Gordon-Klon, dessen Gesicht aus einer modellierbaren Masse besteht, kehrt zur Station zurück. Alles sei in bester Ordnung. Zwinker.

Nein, ich bin nicht wirklich zufrieden. Versuchte man ein grandioses Ende einzuleiten oder gezwungener Maßen alle Fäden der Geschichte miteinander zu verknüpfen oder aufzulösen? Es funktionierte jedenfalls nur bedingt. Es wird notwendigerweise gemacht, was gemacht werden muss.

Klein-Batman und Lucius bekommen vom Riddler Fragen gestellt und erliegen später einem Betäubungsgas während Strange Jim ein Wahrheitsserum spritzt und seinen Wissensstand abfrägt. Strange steht unter Stress. Laut Maskengesicht Madame, darf keines der Monster die er geschaffen habe, jemals wieder das Tageslicht erblicken. Mit einer Bombe inklusive radioaktiven Material, soll er Beweise vernichten und die Monster woanders hinbringen. Jim fühlt sich schuldig und Strange mit Götterkomplex spricht ihn davon frei. Ok.

Währenddessen beobachten Butch und Barbara wie der Penguin den Kopf der ermordeten Stiefmutter als Trophäe auf einem Tisch platziert. Ein Stückchen weiter nach links, sie solle ja nicht den gesamten Raum einnehmen, wirft Barbara ein. Der Penguin mag sie.

Bruce also Klein-Batman, Lucius und Jim wachen im gleichen Raum auf. Die Katze erzählt bei einem Besuch von der Bombe. Nachdem Fish folgend Peabody unter Kontrolle gebracht hatte, flüchtet Strange, drückt den roten Knopf (no na nit), während Harvey und der Butler skeptisch werden. Fake-Gordon ist seltsam und schließlich ist es Barbara die ihn entlarvt, indem er abfällig über das Reh spricht und sich ihr anbietet. Aha. Barbara macht sich gut.

Wer auch immer diese Folge geschrieben hat, tat es unter Eile. Die Szenen, die Handlungen, alles geschieht unter Zeitdruck. Schnell, zu Ende. Wir haben nur begrenzte Zeit. Und gut muss es sein! Seasonfinale, dann Feierabend!

Mr. Freeze und Firefly treten gegeneinander an, als Strange die Katze aus dem Weg räumen will. Firefly beschützt sie, sie sei ihre Freundin. Wtf? In der letzten Folge wusste sie nicht mal was das Wort bedeutet. Aus Versehen gerät Strange dazwischen. Ge“fried-freezed“ oder Ge-„freeze-fried“ also. Aber er überlebt und flüchtet erneut. Jim und Lucius versuchen die Bombe zu entschärfen. Achja, der Riddler wird kurz eingespannt. Aber nur kurz.

„Water“ ruft Miss Peabody als der Ticker auf 00:15 steht. Jim gießt Wasser in das System und das System bleibt bei 00:01 stehen. Seriously? Nein, ihr hätte man was Wasser bringen sollen. Wtf? Nein. Nein. Nein, so leid es mir tut. Wer hat sich das bitte ausgedacht? Im Schreiberraum: „Und dann! Entschärfen wir eine Atombombe mit Wasser! Ohja, aber eigentlich ist das Wasser für Peabody gedacht!“ und der Chef schaut grimmig: „Fein…“

Ich mag die Klischeehaften Inszenierungen sofern sie stimmig sind. Fish’s Finger, wie sie versucht Peabody zu krallen, das herunter gekommene Haus in dem der Penguin haust. Aber das? Das ist nicht mal eine anständige Hommage an MacGyver, sondern.. Verzweiflung.

Aber mit einem hatte Strange Jim vielleicht einen Gefallen getan: in dem er von der Liebe sprach. Gordon hätte nicht nach Gotham zurück kommen sollen (no na nit). Er verlässt Harvey, den neuen Chief, und macht sich auf die Suche nach dem Rehlein. Schokolade! ruft die Katze. Frauen mögen Schokolade.

So. Fish floh also mit all den Monstern im Gepäck. Und auch wenn der Truck im Weg stehende Autos überrollt, denkt man sich: Hmm.. Ok. Die Mannschaft vom Penguin sucht das Weite. Fish macht sich bemerkbar und der Penguin, fassungslos, fällt in Ohnmacht. Eine alte Frau, die das kratzen und stöhnen aus dem Wagen hört, öffnet die Tür. Heraus kriechen die Mutanten und Monster.. sowie auch.. Bruce. Oh, nett. Sie trauen dem Jungen also einen Doppelrolle zu? Bei Jim funktionierte es … fast. Was eine Tatiana Maslany kann, kann nicht zwangsläufig jeder.

Und während der Butler resigniert und Klein-Batman zur Seite stehen wird, so wie vermutlich auch die Katze, um die Geheimnisse des „Secret Council“ zu lüften, frage ich mich.. Wo sind Mr. Freeze und Firefly geblieben?

War die erste Season auf normale Feinde und Menschen reduziert, gab es in der zweiten Season „enhancte“, also verbesserte Menschen. Season drei ist bereits bestätigt und bestellt. Wir sind gespannt.

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