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„Star Trek: The Next Generation“ S01E05 und S01E06

Nach der Semi-Wissenschaftlichen Ausführung von Folge 3 und 4, wenden wir uns der Polemik zu, dem Amüsanten und dem Trash: Wesleys Pullover. Wesleys offensichtlich einzigem Pullover. Wir vermuten, dass man Wesley ab der dritten Season aus der Geschichte geschrieben hat, aus welchem Grund auch immer. Erinnern können wir uns nicht.

Enttäuschend in Episode 5 ist, dass Cpt. Picard, nachdem sie in einem unbekannten Sektor landen, nur mehr Nachhause will. Wie schon im letzten Beitrag kurz angesprochen: Warum möchten sie heim? Weil sie verantwortungsvolle Wissenschaftler und keine Cowboys sind? Madame (8): „Nein, weil sie lahmarschige Schnarchnasen sind und langweilig.“

Jedenfalls befinden sie sich am Ende des Universums und die Episode handelt von Tests über Beschleunigung. Ein Reisender besucht sie. Was ist sein Ziel? Die Neugier! Wir nähern uns Star Trek. Oder auch nicht. Denn gleich darauf macht Picard klar, dass „Neugier“ keine Antwort sei. Gibt die Sternenflotte nur vor, den Weltraum zu kolonisieren? Verstehen wir Star Trek komplett falsch?

„Thought is the essence of where you are now!“ sagt das Wesen, übrigens von weißer Hautfarbe, und Picard versteht die Gefahr. Die Gedanken der Crew werden zur Wirklichkeit und Picard sagt: „Chaos is what happens.“ Der Beweggrund des Aliens war es, zu beobachten. Nein, sie sollten eigentlich nicht hier sein, wenn sie nicht gelernt haben, ihre Gedanken zu kontrollieren.

Eigentlich eine kluge Episode, die Idee ist sehr nett: Gedanken erschaffen Realität. Was ja auch der Wahrheit entspricht. Und Gedanken werden via Sprache zum Ausdruck gebracht. Wittgenstein lässt uns 1921 im Tractatus wissen: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Und auch Ideen schaffen Realität, denen die Medien sich annehmen und gleichzeitig eine neue Welt konstruieren. Stichwort: Agenda Setting und Framing. Auch wenn eine Parodie sondergleichen, Dirk Gently behält recht wenn er sagt: Everything is connected.

Interessanterweise kam das Alien, weil Wesley so außergewöhnlich ist. Eine Storyline, die TNG nicht weiter verfolgte. Warum? Warum wurde aus Wesley kein Genie?

„Es tut mir immer so weh, die Zukunft nicht erleben zu können“ sagte Madame (8) und ich kann dem so mit fühlen. Vielleicht mochten wir TNG deswegen. Ein kindlicher Blick in die Zukunft. Wie bei Jules Verne und Robert Heinlein und Isaac Asimov. Doch ein Funken Zukunft zwinkert uns zu, indem Menschen mit ihren Gedanken Geräte steuern können. Nichts desto trotz wurden wir zu früh geboren. Immerhin braucht man sich um Altenpflege keine Sorge mehr machen: Wenn unsere Generation alt ist, werden wir von Robotern gepflegt – und wenn wir uns an Humans erinnern, muss das nicht unbedingt was positives sein..

Episode 6

In Episode 6 begegnen wir weniger menschenartigen Aliens, die wie Argonier (Skyrim) aussehen. Diese liegen im Clinch mit katzenartigen Aliens (Khajiits!). Beide befinden sich am Bord der Enterprise und versuchen auf schrecklichste (und trashigste) Art und Weise, sich gegenseitig zu massakrieren. Aber darum geht es nicht. Sondern um ein Alien, dass aus Versehen aus seinem Lebensumfeld (übrigens ein weißer Nebel, eine „energy cloud“) heraus gerissen wurde. Die Crew führt sich, wieder einmal, seltsam auf (von der Entität des Wolkenwesens besessen), bis Sherlock Data den Fall lösen kann, inklusive Pfeife. Wie ging es aus? Picard transportierte sich unter Einfluss der Entität selbst hinaus in die Wolke, Troi kann seine Essenz feststellen und Data schafft es, den Transport mehr oder weniger rückgängig zu machen, aber ohne die Entität der Wolke und Picard ist wieder heil an Bord, allerdings ohne Erinnerungen an den Vorfall.

Laut Wikipedia übrigens Episode 7. Was halten wir von der Episode? Der Nebel musste sterben, weil die Crew unvorsichtig war? Und ich fragte Madame (8): „Warum die nicht menschlichen Aliens?“ Und sie: „Weil in jeder Episode primitive tierarige Aliens vorkommen müssen.“

Fazit: Gespannt auf die nächsten Folgen.

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„Star Trek: The Next Generation“ S01E03 und S01E04

Inhalt der Kritik: Die Darstellung von Aliens

Episode 3

Gleich zu Beginn der dritten Folge, stellten wir (Madame (8) und ich) uns die Frage: Ist es rassistisch, wenn die in traditionell-afrikanisch anmutenden Gewänder tragenden (von Afroamerikanern/Afrikanern dargestellten) Aliens, Frauenfeindlich sind? Bezieht man das heutige Verständnis und den Blick für die Problematik mit ein: Vermutlich! Und das aufgreifen einer Tatsache, dass viele Frauen in afrikanischen Gegenden wenig Rechte haben beziehungsweise viel Gewalt erfahren und dies in einer Sendung zu thematisieren? Ha! Got ya! Und wäre es rassistisch, wenn man gerade aus aktueller Sensibilität zur Problematik, auf diese Darstellung verzichtet hätte? Es wäre sensibel und eine Reaktion auf bestehenden Rassismus gewesen, so Madame (8).

Und die nächste Frage: Warum wählte man ausgerechnet Schwarze und steckte sie in traditionell-afrikanisch anmutende Gewänder? Weil in den 80ern die Problematik (vermutlich) anders lag: Erinnert man sich noch an die AIDS-Kampagnen, die afrikanische Kinder mit großen Augen zeigten – und gerade in dieser Episode geht es darum, den Aliens einen Impfstoff zu Teil werden zu lassen. Die Problematik für Rassismus war offenbar medial noch nicht so greifbar, oder wurde anders bewertet. Wir kommen noch dazu.

Eventuelle weitere rassistische Tendenzen dieser Folge: die „schwarzen“ Aliens nahmen Impfstoff von „weißen“, beziehungsweise boten die „weißen“ den „schwarzen“ das Allheilmittel an.

Interessant auch, dass Cpt. Picard zwar den Kulturimperialismus im Bezug auf Werte anspricht, aber nicht auf die Technik? Folgend tauchte die Frage auf: Wird Technik als wertfrei im Star Trek Universum betrachtet? Die Menschheits-Geschichte wird einerseits von Technik-Euphorie, andererseits von Technik-Kritik begleitet. Q kreidete in der ersten Folge ja bereits die Primitivität der Menschen an.

Holger Götz, der einen Beitrag in Faszinierend! Star Trek und die Wissenschaften, Band 1 (2009) publizierte, bemerkt zur Thematik folgendes (S. 249-261) und bestätigt damit unsere Annahmen:

  • Im Kontakt mit Fremden wird oft nicht das Anderssein angesprochen, sondern das Gleichsein. Was zur Annahme anregt, dass jede intelligente Spezies, irgendwann eine Kultur hervorbringt (bringen muss), die den Menschen ähnelt
  • Die Kultur einer direkten Spezies wird direkt an deren genetischen Ausstattung rückgebunden: Die genetische Ausstattung einer Spezies ist die Grundlage ihrer Kultur. Mit in dieses Klischee fallen die Ferengi. „Die Hinterhältigkeit zeigt sich bereits in ihrer gebeugten Haltung […], und deren Aggressivität durch ihr Raubtiergebiss konnotiert wird.“
  • Zwar wird innerhalb der Serie immer wieder darauf verwiesen, dass man eine Spezies nicht nach ihrem Erscheinungsbild beurteilen soll, trotzdem bleibt das Äußere als „Marker des Charakters“ erhalten.
  • Auch interessant ist, dass jene Spezies, die den Menschen überlegen sind, weiß sind: Die Aldeaner („When the bough breaks“ S01E17) oder auch Q.
  • Auch die charakterliche Prägung, dass beispielsweise „alle“ Klingonen aggressiv und „alle“ Ferengi habgierig sind, deutet wieder auf eine genetische, als wie durch eine Kultur geprägte Veranlagung. Man wird im Folgenden vermehrt darauf achten. Ersichtlich wird das Beispiel an Lt. Worf, der von menschlichen Eltern aufgezogen wurde, aber trotzdem Züge zur klingonischen Kultur aufweist: Er spricht perfekt klingonisch, praktiziert die klingonische Religion und ist ein guter Nahkampfkämpfer. Götz merkt an, dass sich das Wie und  Warum nicht erklären lassen. Es wird damit begründet, dass er eben einer anderen Spezies angehört und sich zu dieser Kultur hingezogen fühlt, aber sich in beide, weder die menschliche, noch klingonische integrieren kann.

Götz fasst zusammen, dass TNG einen „deutlichen Kommentar zur Integration von Angehörigen anderer Kulturkreise in die dominante (Mittelschichts-) Kultur der US-amerikanishcen Gesellschaft ab [gibt].“ Und: „Damit bewegt sich TNG in einem neokonservativen biologistischen Diskurs, der der genetischen Veranlagung deutlich das Übergewicht für die Entwicklung der entscheidenden Wesensmerkmale eines Individuums zuweist und der kulturellen Prägung bestenfalls modifizierende Funktion zugesteht.“

Weil es gerade spannend ist, fahre ich fort:

  • Der offizielle Diskurs, der jeder intelligenten Spezies und ihrer Kultur die gleiche Wertigkeit zugesteht, hinkt im Narrativ etwas hinter her: Die Förderation steht an der Spitze, während die Individuen nur aufwärts-kompatibel sind. In Season 4 Episode 4, wenn wir es bis dahin schaffen, wird uns das Thema erneut begegnen.
  • Falls wir es nicht bis dahin schaffen, da uns der Tod ereilte oder die Welt einer Apokalypse zum Opfer fiel, hier eine kurze Ausführung: Das Menschenkind Jono wird von Talarianer aufgezogen und weist, nachdem er in einer Rettungsaktion an Bord genommen wurde, keine Affinität zu den Menschen auf. Somit zeigt sich, dass, was für alle anderen Spezies gilt, nicht auf den Mensch zutrifft: Die menschliche Kultur wird somit auf eine Stufe gehievt, die außerhalb dieser „genetischen Prädetermination“ liegt. Was heißt: Die symbolischen Handlungen der Menschen sind eine Kultur-Leistung. Somit wird unsere Kultur-Frage oben ansatzweise angerissen. Es ist anderen Wesen im Star Trek Universum schlicht und einfach nicht vergönnt via Kultur anders als genetisch bedingt, zu agieren – und das aus einem Herkunftsland, dass all seine Kultur aus Europa mitgebracht hatte. Ha!
  • An Jono wird nicht nur die Überlegenheit der menschlichen Kultur demonstriert, der menschlichen Rasse, sondern auch jene der menschlichen Gene: Während Worf zeigte, dass er sich aufgrund seiner Gene nie ganz in die menschliche Gesellschaft integrieren kann, ging Jono in der talarianischen Kultur auf. Mensch darf. Alien darf nicht. Aliens haben Integrations-Probleme. Menschen nicht. Nicht, dass uns das irgendwie bekannt vorkommt.

Zusammengefasst sagt Götz, dass TNG eine Abwärtskompatilbilität der Menschen konstruiert: Das Fremde kann sich nie vollständig in die menschliche Kultur integrieren, aber Angehörige der menschlichen Kultur haben keine Probleme sich in die Fremde zu integrieren. Mischlinge sind nur in der Lage, sich in eine „minderwertigere“ Kultur zu integrieren (Am Beispiel von K’Ehleyr) und bei Menschen wird deutlich Überlegenheit zelebriert (Riker in „A matter of honor“ S02E08) – aber dazu kommen wir noch.

Götz bemerkt, abschließend, dass TNG eine „kuriose Doppelstrategie“ anwendet. Einerseits, wird bei ethnisch abweichenden Menschen jede rassistische Thematik vermieden: Die Gesellschaft an Bord der Enterprise zeigt sich als Musterbeispiel einer „egalitären Homogenität“ – trotzdem sind diese noch unterpriviligiert. Zwar werden Homosexualität, Abtreibung und Sterbehilfe angesprochen, Rassismus aber vermieden. TOS selbst setzt sich in den 60ern deutlicher mit der Thematik auseinander, als TNG in den 80ern. Ich bin gespannt, wie STD (oder auch DIS/DSC?) dies im Jahr 2018 handhaben wird.  Im Gegensatz also Rassismus im Inneren der Gesellschaft zu thematisieren, überträgt TNG die Problematik auf Aliens. Eine andere Spezies ist aufgrund ihrer „genetischen Disposition“ nicht kompatibel mit der dominanten Kultur und vermittelt, dass bei einem Integrationsversuch zu „mental instabilen“ Persönlichkeiten führt.

Was nahmen wir aus der Folge noch mit, außer der eben angesprochenen Thematik? Yar’s „basic male interest“ und wir gingen davon aus, dass Völker, die entwickeltere Technologien benutzen, auch ein entwickelteres Verständnis für Gleichberechtigung haben müssten. Der Blick in die ferne und fiktive Zukunft verblendet, denn ein Blick auf die Gegenwart zeigt uns, dass dem nicht so ist.

Was wäre die Lösung für diese Episode gewesen? Die Heranziehung von grünen Aliens mit Tentakeln am Kopf? Zusammengefasst kann gesagt werden: Vor dem Hintergrund eines Science-Fiction Universums war die Idee wenig überlegt (oder gerade, nach dem Text zu urteilen, sehr überlegt) – oder gerade mit Absicht gewählt den Blick darauf zu lenken und Diskussion zu schaffen (eher nicht – oder schon?). Wir diskutieren immerhin.

Next!

Episode 4

Gegen Ende der Sicht der vierten Folge, als fauchende Ferenigs hinter Riker hin und her hüpfen, während dieser aufrecht stehend philosophiert, kommt das zu tragen, was ich oben so lange ausführte: Nicht wie in der ersten Folge und heute Kanon, sind es übermächtige, uns all überlegende Wesen, sondern dumme, primitive Tiere. Der Mensch damals fühlte sich überlegen und mächtig, heute regiert Furcht und Angst. Überlegene Aliens können nur durch eine Reihe glücklicher Zufälle ins All katapultiert werden oder mit menschlichen Emotionen zur Gesinnung gebracht werden: Nicht alle Menschen sind so!

Ebenfalls ist es unlogisch, dass die Crew der Enterprise einen Planeten findet, aber gleichzeitig überrascht ist. Ist es nicht deren Ziel und Aufgabe nach fremden Welten zu suchen? Madame (8) fragte mich zwischendurch: „Warum haben wir das damals weiter geschaut? Weil es im TV lief und wir nicht mehr Sender hatten?“ Oder weil die Enterprise hübsch war? Weil wir Raumschiffe mochten? Und Abenteuer?

Man muss leider sagen, dass die Ferengis wirklich als seltendämliche, primitive und sexistische Rasse eingeführt werden – was einem als Kind null auffällt. Null. Nada. Sie fauchen und schleichen in Fellen herum.

Was blieb hängen bei Folge Vier: Die dezente sexuelle Anspannung zwischen dem Captain und Dr. Crusher. Die eindeutige TOS-Kulisse und Rikers rechtes Auge.

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3 Shows: Eine Timeline

Gestern Abend triggerte mich Social Media durch eine Meldung, dass The Expanse und TNG zur gleichen Zeit spielen. Folgend suchte ich mir die Eckdaten dreier Science-Fiction-Serien zusammen und ordnete die Ereignisse chronologisch und in unterschiedlichen Farben. Ein nächster Schritt wird sein – Tech, Gesellschaft und generelle Entwicklung genauer zu vergleichen – in dem ich mir eine Periode heraussuche, die in allen drei Serien thematisiert wird.

Kurze Klärung der Zeitlinie in The Expanse

Die Einschätzung, wann das Geschehen in The Expanse ansetzt, ist schwierig, da das Autorenteam, das unter dem Pseudonym „James SA Corey“ schreibt und auf die Frage nach einer Timeline folgendes klärte: „The Wikia doesn’t have it because we deliberately do not specify the passage of time, or the dates of anything. Anything someone gives you will be what they are making up. It ain’t canon.“ Trotzdem gelang es Fans in etwa eine Timeline zu schaffen (die ab sofort bei Lektüre/Sicht der Serie gegen geprüft und aktualisiert wird).

Netflix nennt das Jahr, in dem The Expanse ansetzt, das 23. Jahrhundert, was leicht möglich und ohne Recherche anzunehmen ist, da die Serie mit „spielt 200 Jahre in der Zukunft“ beschrieben wird. Reddit User weisen darauf hin, dass eine ganz bestimmte technologische Entwicklung nach der Kolonisation des Mars zustande kam, und die Events in den Büchern ca. 150 Jahre später spielen. Je nach dem, von welchem (die technologischen Entwicklungen betreffenden) Zeitrahmen man ausgeht, landet man Ende des 23. Jahrhunderts oder Mitte des 24. Wobei letzteres, fokussiert man sich auf die serielle Umsetzung, im 24. Jahrhundert spielen muss, da eine Brennerei eine bestimmte Sorte Alkohol, den Ganymed-Gin, seit 2307 herstellt. Thx Reddit!

Anyway – ich gehe, bis ich absolute Sicherheit besitze, vom Fan-Kanon aus, der sich auf das RPG bezieht, welches Buch wie Serie voraus ging, und um 2350-2360 angesiedelt ist – sowie der exzellenten Beobachtungsgabe diverser Reddit-User. Und nach dem das geklärt ist, lasst mich beginnen – mit einigen zeitlich nahe beinander liegende Meilensteine dreier grandiosen Science-Fiction Serien: The Expanse, Star Trek und Doctor Who.

In etwa um das Jahr 2035 wird der Mars anvisiert und folgend kolonisiert (The Expanse). Zwei Jahre davor, 2032, trifft John Marc Kelly, Kommandant der Ares-IV-Mission, als erster Mensch auf eine Raumanomalie (Star Trek: Raumschiff Voyager, Folge 6.08 „Ein kleiner Schritt“). Etwa 10 Jahre später treffen der zwölfte Doctor und Clara bei einem Besuch der Snowcap University eine andere Version Claras (Blood and Ice). 2049 verschmelzen die Vereinigten Staaten und Kanada ihre Währungen zum „North American Dollar“ (The Expanse), im Jahre 2054 gibt es endlich Heilung gegen Krebs durch Nanomedizin (The Expanse). Um den 21. November 2059 landet der 10. Doctor auf dem Mars und besucht die Bowie Base One, die allerdings in wenigen Stunden zerstört werden wird (The Waters of Mars). Vom Jahre 2373 reist die Enterprise-Crew ins Jahr 2063 zurück, um den Plan der Borg, die Entstehung der Vereinten Föderation der Planeten zu verhindern, auf zu halten (Star Trek: Der erste Kontakt). Zeitreisen! Bleiben wir optimistisch, so könnte der Mars um das Jahr 2050 bereits bewohnbar sein.

Während im Jahre 2155 eine Massenimmigration aufgrund des instabilen Ökosystems der Erde auf den Mars statt findet und die Kolonie eine Population von 12.4 Millionen erreicht (The Expanse), beginnt im Jahre 2156 (nur ein Jahr darauf!) der Irdisch-Romulanische Krieg (TOS: Spock unter Verdacht, ENT: Die dunkle Seite des Spiegels, Teil II). Ein wenig später, nämlich im Jahre 2164 treffen der erste Doctor und seine Begleiter auf ein London, dass seit gut Zehn Jahren von den Daleks beherrscht wird. Sie schließen sich einer Gruppe von Widerstandskämpfern an und gemeinsam verhindern sie die Zerstörung des Erdkerns und besiegen die Invasoren (The Dalek Invasion of Earth). Doch nur drei Jahre davor wird 2161 die Vereinigte Förderation der Planeten in San Franscico durch Menschen, Vulkanier, Andorianer und Tellariten gegründet. Ihre primäre Aufgabe besteht darin, das Unbekannte zu suchen und zu erforschen. Sie sind bestrebt, ihre friedliche Expansionspolitik fortzusetzen und neue Mitglieder auf zunehmen. Gegen Ende des 22. Jahrhunderts wählt Mars sich in die Unabhängigkeit (The Expanse). An und für sich nichts schlechtes, aber was zeigt uns das? Nationen, die zur Abspaltung tendieren, verlieren (mehr oder weniger). Es folgt eine Invasion der Daleks und womöglich schlimmeres!

Zwischen 2230 und 2270 wird in The Expanse das Sonnensystem ausgekundschaftet sowie kolonisiert. Die Kolonisation von Ceres, ein Zwergplanet sowie Massereichstes Objekt im Asteroidengürtel, welcher zwischen Mars und Jupiter liegt, findet 2247 statt; nachdem im Jahre 2202 der besonders wichtige Epstein-Drive entwickelt wurde, während etwas später Cpt. Kirk und Co sich 2285 dem Zorn des Khan aussetzen. Davor jedoch, um etwa 2262, beschließen Erde und Mars in Koalition eine Navy zu gründen, die als ultimative Polizei des Sonnensystems gilt (The Expanse), während sich in einem alternativen Universum eine neue Enterprise Crew zusammen rauft (Star Trek Beyond). Im Oktober 2307 beginnt die Produktion des Ganymede Gin (The Expanse) während die Enterprise NCC-1701-C bei der Verteidigung eines klingonischen Außenpostens 2344 zerstört wird (TNG: Die alte Enterprise).

Ca. 2350 spielt die aktuelle Zeitlinie von The Expanse und die Hauptzeitlinie von Cpt. Picard und seiner Crew, die bereits in den unbekannten Weiten des Alls unterwegs ist und großartige Abenteuer an Bord der Enterprise erlebt. 2367 nähert sich ein unbekanntes Raumschiff der Erde und die ISA (Indian Space Agency) bitten den elften Doctor (Matt Smith) um Hilfe (Dinosaurs on a Spaceship).

Die Abenteuer der Voyager nehmen im 25. Jahrhundert Platz, während im Verlauf des Jahres 2400 der Heimatplanet der Daleks im Sonnensystem der Erde auftaucht und die Menschen den ersten Kontakt zu den Daleks haben (Invasion of the Daleks). Doctor? Explain!

Bei all dieser Recherche, die ich gestern Abend zusammen stellte und heute noch durch ein paar Quellen ergänzte, wurde mir immer wieder schmerzhaft bewusst: Ich werde nie das 23. Jahrhundert erleben. Nicht einmal das 22. Jahrhundert. Wenn ich Glück habe, lebe ich vielleicht bis Ende des 21. Jahrhunderts und beobachte die Kolonisation des Mars am Schirm, weit weit weg vom eigentlichen Geschehen. Die Tatsache stimmt mich wirklich traurig. Zu früh geboren um das All zu erkunden, zu spät, um die Erde zu erforschen..

Anmerkung: Fehler bezüglich der Zeitangaben (und generell) dürfen gerne gemeldet werden.

Quellen:

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„Star Trek: The Next Generation“ S01E01 und S01E02

Gute 30 Jahre ist es her seit Star Trek – The Next Generation die Herzen von jung und alt eroberte. Und so sahen Madame (8) und ich uns die ersten zwei Folgen der ersten Season an, die 1987 in den USA und 1990 in Deutschland debütierte. Folgend muss auch die gesamte erste Season und dann alle Seasons geschaut werden. Bestenfalls alle 703 Folgen. Und wenn wir damit fertig sind, dürfte dann auch Star Trek Discovery erschienen sein.

Episode 1

Die Doppelfolge und Eröffnung der ersten Season hinterließ Faszination, verknalltes Gebrabbel bis zur Übereinstimmung, dass Picard der bessere Captain als Kirk ist. Das wussten wir zwar davor schon, aber es ist immer wieder nett, im eigenen Glauben bestätigt zu werden.

TNG zeigte uns bereits Touchscreens, aber mit festem Interface. Und wenn man zurückblickt, agierte Data zu Beginn noch sehr in Spock’scher Tradition, während sein Name auch etwas seltsam anmutet. Jedoch nicht so seltsam wie Riker ohne Bart. Madame (8) meinte irgendwann, auf der Enterprise sei alles so autoritär, so militärisch, aber eine Basisdemokratie würde wohl eher nicht funktionieren: „Captain, wir werden angegriffen!“ – „Moment, lasst uns darüber abstimmen, was als nächstes zu tun ist. Wer stimmt für Angriff?“ 4 Hände heben sich. „Wer stimmt für Kommunikationsaufnahme?“ 4 andere Hände ragen in die Luft. „Wer enthält sich?“ 19 Hände zeigen auf.

Es stellte sich auch die Frage, wie dazu mal die Rezeption im Bezug auf Diversität war. Wurde es einfach als gegeben hingenommen, dass schwarz, weiß, Frau, Mann, Kind bunt gemischt sich miteinander die Enterprise teilten, und erst heute ein Tam Tam darum gemacht wird, weil damals der Blick für die Problematik fehlte oder als Marketing Strategie noch nicht entdeckt wurde? Sicherlich bei TOS, Season 3 und dem ersten „interracial kiss“ wurde die Sendung boykottiert, aber bei TNG in den 80ern? Man müsste recherchieren..

Dass die Quallen Aliens zum Ende der ersten Folge friedlich von dannen ziehen durften, ist auch etwas, was Star Trek immer auszeichnete. Man landete auf einem fremden Planeten, begegnete einer fremden Spezies und man verhielt sich vernünftig und versuchte auch die fremde Lebensform zu verstehen und nicht selten war es dann der garstige Mensch, der das arme Ding geknechtet und gequält hatte. Wir stimmten überein, dass das Quallenhafte Alien sehr entzückend war.

Fazit: Eine glückliche Reise in die Kindheit..

Episode 2

Fazit: „it never happend“

Kurzfassung: „Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern“ schrieb Madame (8) zu Beginn und gegen Ende sollten wir wissen, warum wir sie wohl verdrängt hatten. Ab und an mochte man den Eindruck gewinnen, Patrick Stewart denke sich entweder: „Omg, wozu habe ich mich vertraglich verpflichten lassen“ oder „Omg. Wie genial!“ Fun Fact: Sexroboter Data!

Alles in allem muss wohl eine Hommage an TOS gewesen sein, als Kirk und Co auf diesem seltsamen Liebes-Planeten landeten und Spock glücklich und verliebt herum spazierte. Die Folge allerdings fand ich wiederum nett.

:D

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Happy Birthday Star Trek!

Ich hatte gestern sogar noch daran gedacht, etwas bezüglich Star Treks 50 jährigem Jubiläum zu posten, beließ es dann aber doch bei einem Instagram-Post und ein paar guten alten TOS Folgen. Danke Netflix.

 

Es ist tatsächlich erstaunlich, dass die Serie seine ersten paar Folgen überlebte. Denn betrachtet man TOS heute, fern von Kindheitserinnerungen und jugendlichem Gezeter, dass Mr. Spock eindeutig der coolere Charakter als Kirk war – ich kenne übrigens keine(!) Frau, die Kirk attraktiver als Spock gefunden hätte, denn vergleicht man die Reaktionen mit Stargate hatten sowohl MacGyver als auch Daniel Jackson eine große weibliche Fanbasis – ist die Serie, und vor allem die deutsche Synchronisation sehr… sehr… trashig. Aber genau das, und die Kindheitserinnerungen, machen vermutlich den Charme aus. Ganz abgesehen von der Musik, den Farben, den Geschichten, den Absurditäten und natürlich: Der Enterprise. Ich sehe, es wird wieder Zeit TOS durch zu schauen. Der Dank geht an meine Mutter, die mich damals vor den Fernseher setzte und sagte: „Schau! Der hat spitze Ohren!“ Oder so. Und ja, zu jener Zeit war es offensichtlich noch in Ordnung Kinder vor den Fernseher zu setzen, ohne dass aus allen Seiten ein „Bad Parenting!“ gekrochen kam.

Dank den Fans dauerte TOS drei Seasons und stärkt seit je her einem großen Fandom den Rücken. Während man in den 1980ern und 1990ern noch schief angesehen wurde, darf sich Star Trek heute großer Beliebtheit und einem festem Kultstatus erfreuen. Dies liegt nicht nur am cinematischen Reboot, sondern auch dem aktuellen „80er Jahre Revival“ in der Popkultur, die alles heraus fischt, was in den 80ern und 90ern in Film und TV so anzutreffen war wie Jurassic Park, Mad Max, Independence Day, Star Wars, die Clinton Ära, und so weiter.

Oftmals und gerne verweise ich auch oft auf die fehlgeleitete Meinung, Star Wars sei Science-Fiction und erkläre beharrlich, dass die Welt um die Ewoks und Co „der Macht“ wegen gänzlich der Science-Fantasy zuzuordnen sind, während Star Trek sich an Wissenschaft und Technik, fremden Planeten und außerirdischen Lebensformen sowie der Idee einer besseren Welt orientiert. Star Wars ist eine Filmreihe über Abenteuer, Liebe und Gut gegen Böse, die eben im Weltraum spielt. Die Crew von Star Trek katalogisiert und untersucht und wird oftmals durch unvermeidliche Zwischenfälle unterbrochen, die dem Captain unvergleichbare und Gazellenartige Bewegungen entlocken. Und weil sich beide auf gänzlich andere Dinge fokussieren und eine gänzlich andere Geschichte erzählen, ist es möglich und vollkommen legitim, beides zu mögen – entgegen der verbreiteten Meinung, man könne nur dem einen oder dem anderen Fandom angehören.

(Platzhalter, falls mir Nachts während dem Einschlafen noch wertvolle Informationen und Anekdoten einfallen.)

In diesem Sinne: Live Long and Prosper!

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„Star Trek Beyond“

Bewaffnet mit einem überteuerten „Limited Edition“ Getränk inklusive der U.S.S Franklin oben drauf, ausgestattet mit einem unauffälligen und für den Kinogang adäquaten blauen Kleid sowie einem Star Trek Science-Pin, fieberte ich dem Einlass entgegen.

Geeknation fasste die Atmosphäre des Filmes perfekt zusammen:

„Star Trek Beyond is not the best Star Trek movie in the franchise, and it’s certainly not the most intellectual or politically-relevant by any means either. But what Beyond manages to do that Into Darkness and its morbidly boring title didn’t, is capture the same sense of wonder and heart that made the Original Series such a milestone when it first arrived. Yes, there are explosions aplenty and yes, it all does come down to a final battle with some very muddled motivations like in both of the previous two films, but at least this time, when Captain Kirk throws a punch, we know why he’s doing it and we feel the emotion behind it.“

Und natürlich schmerzte es mich in den ersten Minuten mit ansehen, wie die Enterprise (wieder einmal) zerstört wurde, in diesem Falle war es jedoch zielführend, um dem Zuschauer zu verdeutlichen: Es geht auch anders. Die Crew muss ohne Enterprise auf einem fremden Planeten zurecht kommen. Die Abfolge der Geschichte – der Alltag im All, der Hilferuf und dann natürlich der Kampf auf einem fremden Planeten, sowie die Inszenierung – bei der zwischen Ereignis A und B nicht eine Szene eingesetzt wurde, um die Geschichte zu zeigen, sondern einfach Ereignis A auf B folgen zu lassen, ohne großartig Zeit zu verschwenden – verlief im Stil der alten Serie. Sogar die Kostüme glichen TOS mehr als wie in den ersten beiden Filmen, die sich offensichtlich erst mit und durch moderne Umsetzung beweisen mussten. Auch das Gedenken an Leonard Nimoy wurde gebührend eingebracht, denn so wie im realen Leben, verstarb auch Ambassador Spock. Jaylah aka „Lassie“, eine der 50 neuen Lebensformen, zeigt Präsenz und darf gerne im vierten und bereits bestätigten Teil erweitert werden.

Die homosexuelle Auslegung von Sulu erfuhr jedoch von George Takei Kritik.

Simon Pegg antwortete im The Guardian darauf:

„He’s right, it is unfortunate, it’s unfortunate that the screen version of the most inclusive, tolerant universe in science fiction hasn’t featured an LGBT character until now. We could have introduced a new gay character, but he or she would have been primarily defined by their sexuality, seen as the ‘gay character’, rather than simply for who they are, and isn’t that tokenism?“

George Takei publizierte wenig später einen offenen Brief auf Facebook, in dem er klarstellte, dass bereits der Kuss zwischen Kirk und Uhura heftige Reaktionen ausgelöst hatte. Er und Gene Roddenberry hatten damals über einen homosexuellen Sulu gesprochen, aber man kam zum Entschluss, es bei einer Andeutung zu belassen:

„Gene made a conscious decision to make the main characters heterosexual, and worked within those parameters to tell incredible stories that still challenged many cultural values of the time. So the lack of gay characters was not some oversight by him; it was a conscious decision with which he grappled. I loved Gene as a friend, and I respected his decision and the context under which he created these stories.“

Fazit: Sehenswert. Beyond ist durch und durch eine gelungene Hommage im Stil von TOS zum 50. Jubiläum von Star Trek.

 

Interessante Links:

Bezüglich der Diskussion zwischen Reboot und der Vision von Roddenberry, empfehle ich folgende drei Artikel. Es ist immer wieder interessant zu sehen, worauf man nicht achtete: Die Science Fiction und Philosophie hinter Star Trek. Star Trek ist eben deswegen Science Fiction, nicht nur um der Wissenschaft Willen und der Technik die vorherrscht – die schlussendlich und gemeinsam das Gute zum Vorschein bringt – sondern eben auch wegen den komplexen Fragestellungen im ehrlichsten Sinne einer klassischen SF.

R.I.P Leonard Nimoy und Anton Yelchin.

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