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Serienmittwoch #93

Der aktuelle Serienmittwoch von Corly frägt heute nach den „Lieblingsseriencharakteren (männlich)„:

5 übliche Verdächtige

1. Oswald Cobblepot aka The Penguin (Gotham). Vergesst Jim Gordon oder Batman. Vergesst den Joker. Wenn der Penguin in jeder filmischen Adaption so gespielt werden würde wie in Gotham, würde niemand mehr nach einem Joker lechzen.
2. The Doctor (Doctor Who). Nummer 10 und 12.
3. John Chrichton (Farscape). Danke Aequitas et Veritas, ich hätte ihn komplett vergessen. Eine Serie übrigens, die absolut unterbewertet wird und viel mehr Achtung verdient. In diese Kategorie fällt dann wohl auch Cpt. Sheppard aus Stargate: Atlantis. Und ja, ich mochte Stargate: Atlantis.
4. Data und Mr. Spock aus dem Star Trek Universum. Man muss sie mögen. Wobei auch Q seine Vorzüge besitzt.
5. Spike (Buffy – The Vampire Slayer). War offensichtlich. Hier sind wohl auch Daryl Dixon (TWD) und Sawyer (LOST) zu nennen. Niemand kann Jack ernst nehmen, Jack war einer der schrecklichsten Seriencharaktere die je erschaffen wurden. Bitte um einen Serienmittwoch mit: „Schrecklichste männliche Seriencharaktere“.

4 gern Vergessene

6. Charlie Kelly (It’s always sunny in Philadelphia). Dayman! Fighter of the Nightman!
7. Moss (IT Crowd). Man muss ihn mögen. Moss war großartig!
8. Elliot (Mr. Robot). Statt Schülern sinnloses Programmieren bei zubringen, sollte man Mr. Robot zu einer Pflichteinheit machen.
9. Sylar (Heroes). Ohne Worte.

Ich könnte sicherlich noch eine Menge mehr aufzählen.. aber belassen wir es bei 9.

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„Star Trek: Discovery“, S01E01 und S01E02

Keine Kritik, nur ein paar Gedanken.

Ich kann mir nicht erklären, warum die meisten Kritiker und Konsumenten die Serie so schrecklich finden – zugegeben, ich habe nicht aktiv recherchiert, sondern nur via scrollen und hören-sagen-drüber lesen irgendwo mitbekommen, dass DSC ganz fürchterlich sein soll und Roddenberry sich im Grabe umdrehen wolle.

Madame (8) und ich fanden die ersten zwei Folgen nett. Wir fanden sie sogar richtig gut. Die bemängelnswerten Effekte konnten ganz klar als eine Hommage an TOS gedeutet werden, sowie die Lense Flairs ganz klar auf JJ Abrams Konto gingen. Dass zwei Frauen in den Hauptrollen besetzt sind/waren, fanden wir ebenfalls sehr gut. Dass man dafür eine afro-amerikanische und asiatische Schauspielerin wählte, die beide im TV etabliert sind, mag zwar wie ein Zugeständnis an SJWs wirken (damit auch der „Diversity“ gedient ist) – muss es aber nicht. Warum? Weil es gute Schauspielerinnen sind! Und ganz ehrlich, was ist so schlimm an Diversity? Ich mag es schon gar nicht mehr aussprechen, weil es mir zu dämlich wird, weil ich es toll finde. Ich bin begeistert davon, dass die beiden Hauptdarstellerinnen nicht weiß sind.

Ich verstehe aber auch, warum manche der Kritiker sagen, DSC beiße sich mit Roddenberrys Vision einer friedlichen Erkundung des Weltraumes, wenn Sonequa Martin-Green alias 1st Commander Michael Burnham aufgrund ihrer quasi vulkanischer Ausbildung und Korrespondenz die Klingonen angreifen möchte, um das Leben der gesamten Crew zu retten. Denn Vulkanier machen nie denselben Fehler zweimal. Als eines ihrer Schiffe zerstört wurde, taten sie das, was notwendig war: Sie griffen die Klingonen an und verschafften sich Respekt in dem sie in deren Sprache „Hey! How are you!“ sagten.

Aber Captain Philippa Georgiou alias Michelle Yeoh ist dagegen, was am Ende ihren (vermutlichen?) Tod bedeuten soll. Commander Burnham wird für ihre Missachtung der Befehle vor Gericht gestellt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Wo genau wird jetzt Roddenberrys Vision massakriert? Und warum glaubt jeder am besten zu wissen was Gene Roddenberry wollte? Vielleicht hätte ihm die Serie gefallen, who knows?

Man könnte natürlich einwerfen, dass Star Trek nur mehr Effektspielerei ist, einfältige Geschichten präsentiert und die Gender-Race Debatte auf ganz neue Podeste stellt um ja keinem Rassismus oder Sexismus Vorwurf zu unterliegen. Was hätte man sich als „Hardcore to death Star Trek“-Fan denn erwartet? Eine Kopie von TOS? TOS sollte nach der zweiten Season abgesetzt werden. Als TNG auf den Markt kam, wurde genau so gelästert, es sei kein Star Trek mehr und unterscheide sich zu sehr vom Original. Dasselbe Mimimi gab es bei DS9 und Voyager. So auch jetzt. Und wird es auch beim nächsten Ableger geben und beim nächsten und nächsten, bis die Leute kapieren was Star Trek ist: Ein Spiegel seiner Zeit, eine Momentaufnahme und Reflexion.

Und genau das ist es, was ich (öfters wiederholend) meine, wenn ich sage, dass Fans Pest und Cholera für eine Serie sind. Zu einem gewissen Teil für den Hype und den Erfolg verantwortlich, entwickelt sich immer ein toxisches Verhältnis, dass nicht nur andere Fans abschreckt, sondern auch Produzenten und Filmschaffende in die Enge treibt. Sollen wir den Forderungen nachgehen oder „Fans“ verlieren? Vermutlich sind es sogar „Fans“, die schlimmer sind als jedes Studio, dass ebenfalls seine eigenen Vorstellungen hat. Fazit: „Fans“ wissen alles besser. „Fans“ akzeptieren keine Änderungen und sind in ihren (oftmals verblendeten) Erinnerungen an die Serie, wie sie doch einst war (oder gewesen sein soll), festgefahren.

Seid froh, dass wir aktuell eine richtige und eine quasi Star Trek Serie (The Orville, dazu komme ich noch) haben, die Filmwelt Science Fiction entdeckt und nach Comics daraus Profit zu schließen versucht. Immerhin bekommt man so den Content, den man sich über Jahre gewünscht hat. Dass die Filmwelt so aussieht wie sie aussieht heute ist, ist ein Zeitobjekt und Schuld daran sind wir: Die Konsumenten. Wir rennen ins Kino, wir kaufen Blu-Rays und DVDs, wir unterstützen diese Art des Films. Auch ich. Wir dürfen uns also nicht beschweren, wenn aus einer klugen Science-Fiction Vorlage Pop-Corn-Kino gemacht wird. Immerhin gibt es dadurch schöne Raumschiffe und, wie auch in DSC, wirklich bezaubernde Bilder.

Weitere Notizen

# Ich finde es nach wie vor seltsam, dass die Serie 10 Jahre vor TOS, und nicht in der Kelvin Zeitlinie spielen soll. Damit werden der Storyline Möglichkeiten beraubt und auch Inszenierung, Technik an Bord, Uniformen und Verhalten sind nicht mehr ganz so stimmig. Aber vielleicht muss man DSC einfach als eigenständige Serie betrachten und kein Prequel. TOS würde heute nicht mehr funktionieren. Es funktionierte auch damals nur knapp. Und wenn man nicht gerade mit TOS in der Kinderstube bekannt gemacht wurde und mit seltsam geformten Steinen, Farben und Musik kindliche Erinnerungen verbindet, kann ich es sogar nachvollziehen, wenn man heute den Kopf schüttelt. Selbst TNG hat seine seltsamen Momente, die man nur dann zu schätzen, oder auch zu wundern weiß (Zitat: „Wie konnten wir das gut finden?“ – „Wir waren Kinder…“), wenn man damit aufgewachsen ist.

# Ein Mansplainendes Alien… aber wirklich bei jeder Gelegenheit.

# Sonequa Martin-Green tat gut daran The Walking Dead für Star Trek zu verlassen. Ihr Charakter wirkt interessant.

# Und ja, die Klingonen sehen schrecklich aus. Das Feuer an Bord ließ sie sogleich noch primitiver wirken und wie Madame (8) richtig erkannte, konnten wir uns an keine weißen Klingonen erinnern.

# Unweigerlich erinnerte die erste Szene an Star Wars. Nicht die Fußstapfen, aus denen in weiter Entfernung ein erkennbares großes „We are here“ getreten wurde, sondern die Kleidung. Eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich nicht leugnen. Aber vielleicht sind diese Stoffwickeleien für diverse Wüstenplaneten einfach nur praktisch.

Fazit: Wenn Pseudo-Fans und Möchtegern-Kritiker, die alles bemängeln müssen was sich älteren Kults annimmt, die Serie nicht komplett zerstören, dann freue ich mich auf ein baldiges fortbestehen. 15 Folgen, mit einer Pause ab Mitte November. Why?

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#SDCC: Science-Fiction geht in Serie

Erst vor wenigen Jahren fiel mir auf, dass Science-Fiction wieder Saloon-fähig gemacht wurde. Zukunftsangst und Technik-Euphorie tragen ihrerseits sicherlich dazu bei, dass Science-Fiction wieder an Popularität gewinnt und dienen gleichzeitig als Spiegel ihrer Zeit. Star Trek und Prometheus und erwiesen dem Genre ihren Dienst, es folgten weitere Filme wie Ex Machina und Arrival, wie The Martian und Passengers oder Edge of Tomorrow und Interstellar und viele, viele mehr.

Star Trek: Discovery (CBS)

Mit Star Trek: Discovery (STD – nein, die offizielle Kürzung soll DSC oder DIS sein) wird uns eine weitere Star Trek Serie vorgelegt, die sich wie TNG von TOS und wie DS9 von TNG abhebt. Und jedesmal wird erneut gejammert es sei kein Star Trek mehr und man gehe von der Linie ab. Sicherlich verständlich: Die Uniformen schauen stark nach Kelvin-Zeitlinie aus, was sie aber nicht ist, die Klingonen sehen gänzlich anders aus (taten sie mit jedem seriellen Neustart ebenfalls) und auch die Lense Flares sind so gänzlich neu und modern. Den Kritikern leuchtet hoffentlich ein, dass eine Serie wie TOS nicht mehr produziert werden könnte, da sie keine Abnehmer mehr fände – und damals schon Schwierigkeiten hatte, weiter auf Sendung zu bleiben – die dritte Season wurde lediglich auf Drängen leidenschaftlicher Fans produziert. Star Trek war und ist ein Produkt seiner Zeit: Themen, Ausstattung und Szenerie. Punkt.

Mit der Veröffentlichung des Trailers waren auch erstmals die Darsteller in der Serie zu sehen. Michelle Yeoh (Crouching Tiger, Hidden Dragon) spielt Captain Philippa Georgiou und Sonequa Martin-Green (The Walking Dead) ist die erste Offizierin Michael Burnham, die beide auch im Trailer sehr präsent sind. Mit diesen beiden Frauen, haben wir erstens zwei Minderheiten in Führungspositionen (eine asiatische, wie eine afroamerikanische Frau) und die zweitens, so wie ich das bisher sehe, nicht in Stereotype verfallen. Damit ist dem popkulturellen Feminismus (wenn man es so bezeichnen mag) schon mal gedient.

The Oville (FOX)

Daneben haben wir The Orville von und mit Seth Mc Farlanne. Von vielen gehasst, war er mir nur als Schöpfer von Family Guy bekannt, dass ich vielleicht einmal gesehen und für schrecklich befunden hatte. Einerseits wirkt die Serie wie ein billiger Abklatsch von Space Balls und (T)Raumschiff Suprise – Periode 1, andererseits, so fern sie tatsächlich amüsant werden könnte, fürchte ich eine ähnlich dämliche Wendung wie in The Last Man on Earth, welche gut und interessant anfing aber ziemlich schnell in stupider Banalität und noch dümmeren Dialogen endete, die nicht mal mehr Kristen Schaal retten konnte. Was The Orville interessant machen könnte ist Scott Grimes, der neben Mr. Spock, Winona Ryder und vielen mehr, einer meiner Childhood-Crushes (Critters (1986)) war. Ich fand sie so putzig, die Critters. Ich liebte sie, die Critters.

The Expanse (SyFy)

The Expanse wurde erst kürzlich um eine dritte Season verlängert, was vermutlich Buch 3 und 4 behandeln dürfte. Es bleibt interessant. Der Trailer gibt eine Zusammenfassung von dem, was bisher passierte. Ich jedenfalls bin sehr gespannt darauf. Neben Humans eine der besten Science-Fiction Serien aktuell, auf die ich mich fast am meisten freue.

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„Star Trek: The Next Generation“ S01E05 und S01E06

Nach der Semi-Wissenschaftlichen Ausführung von Folge 3 und 4, wenden wir uns der Polemik zu, dem Amüsanten und dem Trash: Wesleys Pullover. Wesleys offensichtlich einzigem Pullover. Wir vermuten, dass man Wesley ab der dritten Season aus der Geschichte geschrieben hat, aus welchem Grund auch immer. Erinnern können wir uns nicht.

Enttäuschend in Episode 5 ist, dass Cpt. Picard, nachdem sie in einem unbekannten Sektor landen, nur mehr Nachhause will. Wie schon im letzten Beitrag kurz angesprochen: Warum möchten sie heim? Weil sie verantwortungsvolle Wissenschaftler und keine Cowboys sind? Madame (8): „Nein, weil sie lahmarschige Schnarchnasen sind und langweilig.“

Jedenfalls befinden sie sich am Ende des Universums und die Episode handelt von Tests über Beschleunigung. Ein Reisender besucht sie. Was ist sein Ziel? Die Neugier! Wir nähern uns Star Trek. Oder auch nicht. Denn gleich darauf macht Picard klar, dass „Neugier“ keine Antwort sei. Gibt die Sternenflotte nur vor, den Weltraum zu kolonisieren? Verstehen wir Star Trek komplett falsch?

„Thought is the essence of where you are now!“ sagt das Wesen, übrigens von weißer Hautfarbe, und Picard versteht die Gefahr. Die Gedanken der Crew werden zur Wirklichkeit und Picard sagt: „Chaos is what happens.“ Der Beweggrund des Aliens war es, zu beobachten. Nein, sie sollten eigentlich nicht hier sein, wenn sie nicht gelernt haben, ihre Gedanken zu kontrollieren.

Eigentlich eine kluge Episode, die Idee ist sehr nett: Gedanken erschaffen Realität. Was ja auch der Wahrheit entspricht. Und Gedanken werden via Sprache zum Ausdruck gebracht. Wittgenstein lässt uns 1921 im Tractatus wissen: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Und auch Ideen schaffen Realität, denen die Medien sich annehmen und gleichzeitig eine neue Welt konstruieren. Stichwort: Agenda Setting und Framing. Auch wenn eine Parodie sondergleichen, Dirk Gently behält recht wenn er sagt: Everything is connected.

Interessanterweise kam das Alien, weil Wesley so außergewöhnlich ist. Eine Storyline, die TNG nicht weiter verfolgte. Warum? Warum wurde aus Wesley kein Genie?

„Es tut mir immer so weh, die Zukunft nicht erleben zu können“ sagte Madame (8) und ich kann dem so mit fühlen. Vielleicht mochten wir TNG deswegen. Ein kindlicher Blick in die Zukunft. Wie bei Jules Verne und Robert Heinlein und Isaac Asimov. Doch ein Funken Zukunft zwinkert uns zu, indem Menschen mit ihren Gedanken Geräte steuern können. Nichts desto trotz wurden wir zu früh geboren. Immerhin braucht man sich um Altenpflege keine Sorge mehr machen: Wenn unsere Generation alt ist, werden wir von Robotern gepflegt – und wenn wir uns an Humans erinnern, muss das nicht unbedingt was positives sein..

Episode 6

In Episode 6 begegnen wir weniger menschenartigen Aliens, die wie Argonier (Skyrim) aussehen. Diese liegen im Clinch mit katzenartigen Aliens (Khajiits!). Beide befinden sich am Bord der Enterprise und versuchen auf schrecklichste (und trashigste) Art und Weise, sich gegenseitig zu massakrieren. Aber darum geht es nicht. Sondern um ein Alien, dass aus Versehen aus seinem Lebensumfeld (übrigens ein weißer Nebel, eine „energy cloud“) heraus gerissen wurde. Die Crew führt sich, wieder einmal, seltsam auf (von der Entität des Wolkenwesens besessen), bis Sherlock Data den Fall lösen kann, inklusive Pfeife. Wie ging es aus? Picard transportierte sich unter Einfluss der Entität selbst hinaus in die Wolke, Troi kann seine Essenz feststellen und Data schafft es, den Transport mehr oder weniger rückgängig zu machen, aber ohne die Entität der Wolke und Picard ist wieder heil an Bord, allerdings ohne Erinnerungen an den Vorfall.

Laut Wikipedia übrigens Episode 7. Was halten wir von der Episode? Der Nebel musste sterben, weil die Crew unvorsichtig war? Und ich fragte Madame (8): „Warum die nicht menschlichen Aliens?“ Und sie: „Weil in jeder Episode primitive tierarige Aliens vorkommen müssen.“

Fazit: Gespannt auf die nächsten Folgen.

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„Star Trek: The Next Generation“ S01E03 und S01E04

Inhalt der Kritik: Die Darstellung von Aliens

Episode 3

Gleich zu Beginn der dritten Folge, stellten wir (Madame (8) und ich) uns die Frage: Ist es rassistisch, wenn die in traditionell-afrikanisch anmutenden Gewänder tragenden (von Afroamerikanern/Afrikanern dargestellten) Aliens, Frauenfeindlich sind? Bezieht man das heutige Verständnis und den Blick für die Problematik mit ein: Vermutlich! Und das aufgreifen einer Tatsache, dass viele Frauen in afrikanischen Gegenden wenig Rechte haben beziehungsweise viel Gewalt erfahren und dies in einer Sendung zu thematisieren? Ha! Got ya! Und wäre es rassistisch, wenn man gerade aus aktueller Sensibilität zur Problematik, auf diese Darstellung verzichtet hätte? Es wäre sensibel und eine Reaktion auf bestehenden Rassismus gewesen, so Madame (8).

Und die nächste Frage: Warum wählte man ausgerechnet Schwarze und steckte sie in traditionell-afrikanisch anmutende Gewänder? Weil in den 80ern die Problematik (vermutlich) anders lag: Erinnert man sich noch an die AIDS-Kampagnen, die afrikanische Kinder mit großen Augen zeigten. In dieser Episode geht es darum, von den Aliens einen Impfstoff zu bekommen. Die Problematik für Rassismus war offenbar medial noch nicht so greifbar, oder wurde anders bewertet. Wir kommen noch dazu.

Interessant auch, dass Cpt. Picard zwar den Kulturimperialismus im Bezug auf Werte anspricht, aber nicht auf die Technik? Folgend tauchte die Frage auf: Wird Technik als wertfrei im Star Trek Universum betrachtet? Die Menschheits-Geschichte wird einerseits von Technik-Euphorie, andererseits von Technik-Kritik begleitet. Q kreidete in der ersten Folge ja bereits die Primitivität der Menschen an.

Holger Götz, der einen Beitrag in Faszinierend! Star Trek und die Wissenschaften, Band 1 (2009) publizierte, bemerkt zur Thematik folgendes (S. 249-261) und bestätigt damit unsere Annahmen:

  • Im Kontakt mit Fremden wird oft nicht das Anderssein angesprochen, sondern das Gleichsein. Was zur Annahme anregt, dass jede intelligente Spezies, irgendwann eine Kultur hervorbringt (bringen muss), die den Menschen ähnelt
  • Die Kultur einer direkten Spezies wird direkt an deren genetischen Ausstattung rückgebunden: Die genetische Ausstattung einer Spezies ist die Grundlage ihrer Kultur. Mit in dieses Klischee fallen die Ferengi. „Die Hinterhältigkeit zeigt sich bereits in ihrer gebeugten Haltung […], und deren Aggressivität durch ihr Raubtiergebiss konnotiert wird.“
  • Zwar wird innerhalb der Serie immer wieder darauf verwiesen, dass man eine Spezies nicht nach ihrem Erscheinungsbild beurteilen soll, trotzdem bleibt das Äußere als „Marker des Charakters“ erhalten.
  • Auch interessant ist, dass jene Spezies, die den Menschen überlegen sind, weiß sind: Die Aldeaner („When the bough breaks“ S01E17) oder auch Q.
  • Auch die charakterliche Prägung, dass beispielsweise „alle“ Klingonen aggressiv und „alle“ Ferengi habgierig sind, deutet wieder auf eine genetische, als wie durch eine Kultur geprägte Veranlagung. Man wird im Folgenden vermehrt darauf achten. Ersichtlich wird das Beispiel an Lt. Worf, der von menschlichen Eltern aufgezogen wurde, aber trotzdem Züge zur klingonischen Kultur aufweist: Er spricht perfekt klingonisch, praktiziert die klingonische Religion und ist ein guter Nahkampfkämpfer. Götz merkt an, dass sich das Wie und  Warum nicht erklären lassen. Es wird damit begründet, dass er eben einer anderen Spezies angehört und sich zu dieser Kultur hingezogen fühlt, aber sich in beide, weder die menschliche, noch klingonische integrieren kann.

Götz fasst zusammen, dass TNG einen „deutlichen Kommentar zur Integration von Angehörigen anderer Kulturkreise in die dominante (Mittelschichts-) Kultur der US-amerikanishcen Gesellschaft ab [gibt].“ Und: „Damit bewegt sich TNG in einem neokonservativen biologistischen Diskurs, der der genetischen Veranlagung deutlich das Übergewicht für die Entwicklung der entscheidenden Wesensmerkmale eines Individuums zuweist und der kulturellen Prägung bestenfalls modifizierende Funktion zugesteht.“

Weil es gerade spannend ist, fahre ich fort:

  • Der offizielle Diskurs, der jeder intelligenten Spezies und ihrer Kultur die gleiche Wertigkeit zugesteht, hinkt im Narrativ etwas hinter her: Die Förderation steht an der Spitze, während die Individuen nur aufwärts-kompatibel sind. In Season 4 Episode 4, wenn wir es bis dahin schaffen, wird uns das Thema erneut begegnen.
  • Falls wir es nicht bis dahin schaffen, da uns der Tod ereilte oder die Welt einer Apokalypse zum Opfer fiel, hier eine kurze Ausführung: Das Menschenkind Jono wird von Talarianer aufgezogen und weist, nachdem er in einer Rettungsaktion an Bord genommen wurde, keine Affinität zu den Menschen auf. Somit zeigt sich, dass, was für alle anderen Spezies gilt, nicht auf den Mensch zutrifft: Die menschliche Kultur wird somit auf eine Stufe gehievt, die außerhalb dieser „genetischen Prädetermination“ liegt. Was heißt: Die symbolischen Handlungen der Menschen sind eine Kultur-Leistung. Somit wird unsere Kultur-Frage oben ansatzweise angerissen. Es ist anderen Wesen im Star Trek Universum schlicht und einfach nicht vergönnt via Kultur anders als genetisch bedingt, zu agieren – und das aus einem Herkunftsland, dass all seine Kultur aus Europa mitgebracht hatte. Ha!
  • An Jono wird nicht nur die Überlegenheit der menschlichen Kultur demonstriert, der menschlichen Rasse, sondern auch jene der menschlichen Gene: Während Worf zeigte, dass er sich aufgrund seiner Gene nie ganz in die menschliche Gesellschaft integrieren kann, ging Jono in der talarianischen Kultur auf. Mensch darf. Alien darf nicht. Aliens haben Integrations-Probleme. Menschen nicht. Nicht, dass uns das irgendwie bekannt vorkommt.

Zusammengefasst sagt Götz, dass TNG eine Abwärtskompatilbilität der Menschen konstruiert: Das Fremde kann sich nie vollständig in die menschliche Kultur integrieren, aber Angehörige der menschlichen Kultur haben keine Probleme sich in die Fremde zu integrieren. Mischlinge sind nur in der Lage, sich in eine „minderwertigere“ Kultur zu integrieren (Am Beispiel von K’Ehleyr) und bei Menschen wird deutlich Überlegenheit zelebriert (Riker in „A matter of honor“ S02E08) – aber dazu kommen wir noch.

Götz bemerkt, abschließend, dass TNG eine „kuriose Doppelstrategie“ anwendet. Einerseits, wird bei ethnisch abweichenden Menschen jede rassistische Thematik vermieden: Die Gesellschaft an Bord der Enterprise zeigt sich als Musterbeispiel einer „egalitären Homogenität“ – trotzdem sind diese noch unterpriviligiert. Zwar werden Homosexualität, Abtreibung und Sterbehilfe angesprochen, Rassismus aber vermieden. TOS selbst setzt sich in den 60ern deutlicher mit der Thematik auseinander, als TNG in den 80ern. Ich bin gespannt, wie STD (oder auch DIS/DSC?) dies im Jahr 2018 handhaben wird.  Im Gegensatz also Rassismus im Inneren der Gesellschaft zu thematisieren, überträgt TNG die Problematik auf Aliens. Eine andere Spezies ist aufgrund ihrer „genetischen Disposition“ nicht kompatibel mit der dominanten Kultur und vermittelt, dass bei einem Integrationsversuch zu „mental instabilen“ Persönlichkeiten führt.

Was nahmen wir aus der Folge noch mit, außer der eben angesprochenen Thematik? Yar’s „basic male interest“ und wir gingen davon aus, dass Völker, die entwickeltere Technologien benutzen, auch ein entwickelteres Verständnis für Gleichberechtigung haben müssten. Der Blick in die ferne und fiktive Zukunft verblendet, denn ein Blick auf die Gegenwart zeigt uns, dass dem nicht so ist.

Was wäre die Lösung für diese Episode gewesen? Die Heranziehung von grünen Aliens mit Tentakeln am Kopf? Zusammengefasst kann gesagt werden: Vor dem Hintergrund eines Science-Fiction Universums war die Idee wenig überlegt (oder gerade, nach dem Text zu urteilen, sehr überlegt) – oder gerade mit Absicht gewählt den Blick darauf zu lenken und Diskussion zu schaffen (eher nicht – oder schon?). Wir diskutieren immerhin.

Next!

Episode 4

Gegen Ende der Sicht der vierten Folge, als fauchende Ferenigs hinter Riker hin und her hüpfen, während dieser aufrecht stehend philosophiert, kommt das zu tragen, was ich oben so lange ausführte: Nicht wie in der ersten Folge und heute Kanon, sind es übermächtige, uns all überlegende Wesen, sondern dumme, primitive Tiere. Der Mensch damals fühlte sich überlegen und mächtig, heute regiert Furcht und Angst. Überlegene Aliens können nur durch eine Reihe glücklicher Zufälle ins All katapultiert werden oder mit menschlichen Emotionen zur Gesinnung gebracht werden: Nicht alle Menschen sind so!

Ebenfalls ist es unlogisch, dass die Crew der Enterprise einen Planeten findet, aber gleichzeitig überrascht ist. Ist es nicht deren Ziel und Aufgabe nach fremden Welten zu suchen? Madame (8) fragte mich zwischendurch: „Warum haben wir das damals weiter geschaut? Weil es im TV lief und wir nicht mehr Sender hatten?“ Oder weil die Enterprise hübsch war? Weil wir Raumschiffe mochten? Und Abenteuer?

Man muss leider sagen, dass die Ferengis wirklich als seltendämliche, primitive und sexistische Rasse eingeführt werden – was einem als Kind null auffällt. Null. Nada. Sie fauchen und schleichen in Fellen herum.

Was blieb hängen bei Folge Vier: Die dezente sexuelle Anspannung zwischen dem Captain und Dr. Crusher. Die eindeutige TOS-Kulisse und Rikers rechtes Auge.

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3 Shows: Eine Timeline

Gestern Abend triggerte mich Social Media durch eine Meldung, dass The Expanse und TNG zur gleichen Zeit spielen. Folgend suchte ich mir die Eckdaten dreier Science-Fiction-Serien zusammen und ordnete die Ereignisse chronologisch und in unterschiedlichen Farben. Ein nächster Schritt wird sein – Tech, Gesellschaft und generelle Entwicklung genauer zu vergleichen – in dem ich mir eine Periode heraussuche, die in allen drei Serien thematisiert wird.

Kurze Klärung der Zeitlinie in The Expanse

Die Einschätzung, wann das Geschehen in The Expanse ansetzt, ist schwierig, da das Autorenteam, das unter dem Pseudonym „James SA Corey“ schreibt und auf die Frage nach einer Timeline folgendes klärte: „The Wikia doesn’t have it because we deliberately do not specify the passage of time, or the dates of anything. Anything someone gives you will be what they are making up. It ain’t canon.“ Trotzdem gelang es Fans in etwa eine Timeline zu schaffen (die ab sofort bei Lektüre/Sicht der Serie gegen geprüft und aktualisiert wird).

Netflix nennt das Jahr, in dem The Expanse ansetzt, das 23. Jahrhundert, was leicht möglich und ohne Recherche anzunehmen ist, da die Serie mit „spielt 200 Jahre in der Zukunft“ beschrieben wird. Reddit User weisen darauf hin, dass eine ganz bestimmte technologische Entwicklung nach der Kolonisation des Mars zustande kam, und die Events in den Büchern ca. 150 Jahre später spielen. Je nach dem, von welchem (die technologischen Entwicklungen betreffenden) Zeitrahmen man ausgeht, landet man Ende des 23. Jahrhunderts oder Mitte des 24. Wobei letzteres, fokussiert man sich auf die serielle Umsetzung, im 24. Jahrhundert spielen muss, da eine Brennerei eine bestimmte Sorte Alkohol, den Ganymed-Gin, seit 2307 herstellt. Thx Reddit!

Anyway – ich gehe, bis ich absolute Sicherheit besitze, vom Fan-Kanon aus, der sich auf das RPG bezieht, welches Buch wie Serie voraus ging, und um 2350-2360 angesiedelt ist – sowie der exzellenten Beobachtungsgabe diverser Reddit-User. Und nach dem das geklärt ist, lasst mich beginnen – mit einigen zeitlich nahe beinander liegende Meilensteine dreier grandiosen Science-Fiction Serien: The Expanse, Star Trek und Doctor Who.

In etwa um das Jahr 2035 wird der Mars anvisiert und folgend kolonisiert (The Expanse). Zwei Jahre davor, 2032, trifft John Marc Kelly, Kommandant der Ares-IV-Mission, als erster Mensch auf eine Raumanomalie (Star Trek: Raumschiff Voyager, Folge 6.08 „Ein kleiner Schritt“). Etwa 10 Jahre später treffen der zwölfte Doctor und Clara bei einem Besuch der Snowcap University eine andere Version Claras (Blood and Ice). 2049 verschmelzen die Vereinigten Staaten und Kanada ihre Währungen zum „North American Dollar“ (The Expanse), im Jahre 2054 gibt es endlich Heilung gegen Krebs durch Nanomedizin (The Expanse). Um den 21. November 2059 landet der 10. Doctor auf dem Mars und besucht die Bowie Base One, die allerdings in wenigen Stunden zerstört werden wird (The Waters of Mars). Vom Jahre 2373 reist die Enterprise-Crew ins Jahr 2063 zurück, um den Plan der Borg, die Entstehung der Vereinten Föderation der Planeten zu verhindern, auf zu halten (Star Trek: Der erste Kontakt). Zeitreisen! Bleiben wir optimistisch, so könnte der Mars um das Jahr 2050 bereits bewohnbar sein.

Während im Jahre 2155 eine Massenimmigration aufgrund des instabilen Ökosystems der Erde auf den Mars statt findet und die Kolonie eine Population von 12.4 Millionen erreicht (The Expanse), beginnt im Jahre 2156 (nur ein Jahr darauf!) der Irdisch-Romulanische Krieg (TOS: Spock unter Verdacht, ENT: Die dunkle Seite des Spiegels, Teil II). Ein wenig später, nämlich im Jahre 2164 treffen der erste Doctor und seine Begleiter auf ein London, dass seit gut Zehn Jahren von den Daleks beherrscht wird. Sie schließen sich einer Gruppe von Widerstandskämpfern an und gemeinsam verhindern sie die Zerstörung des Erdkerns und besiegen die Invasoren (The Dalek Invasion of Earth). Doch nur drei Jahre davor wird 2161 die Vereinigte Förderation der Planeten in San Franscico durch Menschen, Vulkanier, Andorianer und Tellariten gegründet. Ihre primäre Aufgabe besteht darin, das Unbekannte zu suchen und zu erforschen. Sie sind bestrebt, ihre friedliche Expansionspolitik fortzusetzen und neue Mitglieder auf zunehmen. Gegen Ende des 22. Jahrhunderts wählt Mars sich in die Unabhängigkeit (The Expanse). An und für sich nichts schlechtes, aber was zeigt uns das? Nationen, die zur Abspaltung tendieren, verlieren (mehr oder weniger). Es folgt eine Invasion der Daleks und womöglich schlimmeres!

Zwischen 2230 und 2270 wird in The Expanse das Sonnensystem ausgekundschaftet sowie kolonisiert. Die Kolonisation von Ceres, ein Zwergplanet sowie Massereichstes Objekt im Asteroidengürtel, welcher zwischen Mars und Jupiter liegt, findet 2247 statt; nachdem im Jahre 2202 der besonders wichtige Epstein-Drive entwickelt wurde, während etwas später Cpt. Kirk und Co sich 2285 dem Zorn des Khan aussetzen. Davor jedoch, um etwa 2262, beschließen Erde und Mars in Koalition eine Navy zu gründen, die als ultimative Polizei des Sonnensystems gilt (The Expanse), während sich in einem alternativen Universum eine neue Enterprise Crew zusammen rauft (Star Trek Beyond). Im Oktober 2307 beginnt die Produktion des Ganymede Gin (The Expanse) während die Enterprise NCC-1701-C bei der Verteidigung eines klingonischen Außenpostens 2344 zerstört wird (TNG: Die alte Enterprise).

Ca. 2350 spielt die aktuelle Zeitlinie von The Expanse und die Hauptzeitlinie von Cpt. Picard und seiner Crew, die bereits in den unbekannten Weiten des Alls unterwegs ist und großartige Abenteuer an Bord der Enterprise erlebt. 2367 nähert sich ein unbekanntes Raumschiff der Erde und die ISA (Indian Space Agency) bitten den elften Doctor (Matt Smith) um Hilfe (Dinosaurs on a Spaceship).

Die Abenteuer der Voyager nehmen im 25. Jahrhundert Platz, während im Verlauf des Jahres 2400 der Heimatplanet der Daleks im Sonnensystem der Erde auftaucht und die Menschen den ersten Kontakt zu den Daleks haben (Invasion of the Daleks). Doctor? Explain!

Bei all dieser Recherche, die ich gestern Abend zusammen stellte und heute noch durch ein paar Quellen ergänzte, wurde mir immer wieder schmerzhaft bewusst: Ich werde nie das 23. Jahrhundert erleben. Nicht einmal das 22. Jahrhundert. Wenn ich Glück habe, lebe ich vielleicht bis Ende des 21. Jahrhunderts und beobachte die Kolonisation des Mars am Schirm, weit weit weg vom eigentlichen Geschehen. Die Tatsache stimmt mich wirklich traurig. Zu früh geboren um das All zu erkunden, zu spät, um die Erde zu erforschen..

Anmerkung: Fehler bezüglich der Zeitangaben (und generell) dürfen gerne gemeldet werden.

Quellen:

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„Star Trek: The Next Generation“ S01E01 und S01E02

Gute 30 Jahre ist es her seit Star Trek – The Next Generation die Herzen von jung und alt eroberte. Und so sahen Madame (8) und ich uns die ersten zwei Folgen der ersten Season an, die 1987 in den USA und 1990 in Deutschland debütierte. Folgend muss auch die gesamte erste Season und dann alle Seasons geschaut werden. Bestenfalls alle 703 Folgen. Und wenn wir damit fertig sind, dürfte dann auch Star Trek Discovery erschienen sein.

Episode 1

Die Doppelfolge und Eröffnung der ersten Season hinterließ Faszination, verknalltes Gebrabbel bis zur Übereinstimmung, dass Picard der bessere Captain als Kirk ist. Das wussten wir zwar davor schon, aber es ist immer wieder nett, im eigenen Glauben bestätigt zu werden.

TNG zeigte uns bereits Touchscreens, aber mit festem Interface. Und wenn man zurückblickt, agierte Data zu Beginn noch sehr in Spock’scher Tradition, während sein Name auch etwas seltsam anmutet. Jedoch nicht so seltsam wie Riker ohne Bart. Madame (8) meinte irgendwann, auf der Enterprise sei alles so autoritär, so militärisch, aber eine Basisdemokratie würde wohl eher nicht funktionieren: „Captain, wir werden angegriffen!“ – „Moment, lasst uns darüber abstimmen, was als nächstes zu tun ist. Wer stimmt für Angriff?“ 4 Hände heben sich. „Wer stimmt für Kommunikationsaufnahme?“ 4 andere Hände ragen in die Luft. „Wer enthält sich?“ 19 Hände zeigen auf.

Es stellte sich auch die Frage, wie dazu mal die Rezeption im Bezug auf Diversität war. Wurde es einfach als gegeben hingenommen, dass schwarz, weiß, Frau, Mann, Kind bunt gemischt sich miteinander die Enterprise teilten, und erst heute ein Tam Tam darum gemacht wird, weil damals der Blick für die Problematik fehlte oder als Marketing Strategie noch nicht entdeckt wurde? Sicherlich bei TOS, Season 3 und dem ersten „interracial kiss“ wurde die Sendung boykottiert, aber bei TNG in den 80ern? Man müsste recherchieren..

Dass die Quallen Aliens zum Ende der ersten Folge friedlich von dannen ziehen durften, ist auch etwas, was Star Trek immer auszeichnete. Man landete auf einem fremden Planeten, begegnete einer fremden Spezies und man verhielt sich vernünftig und versuchte auch die fremde Lebensform zu verstehen und nicht selten war es dann der garstige Mensch, der das arme Ding geknechtet und gequält hatte. Wir stimmten überein, dass das Quallenhafte Alien sehr entzückend war.

Fazit: Eine glückliche Reise in die Kindheit..

Episode 2

Fazit: „it never happend“

Kurzfassung: „Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern“ schrieb Madame (8) zu Beginn und gegen Ende sollten wir wissen, warum wir sie wohl verdrängt hatten. Ab und an mochte man den Eindruck gewinnen, Patrick Stewart denke sich entweder: „Omg, wozu habe ich mich vertraglich verpflichten lassen“ oder „Omg. Wie genial!“ Fun Fact: Sexroboter Data!

Alles in allem muss wohl eine Hommage an TOS gewesen sein, als Kirk und Co auf diesem seltsamen Liebes-Planeten landeten und Spock glücklich und verliebt herum spazierte. Die Folge allerdings fand ich wiederum nett.

:D

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