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#SDCC: Trailer

Und so folge ich dem aktuellen Blogger-Trend und bespreche, so gut mir möglich, Trailer des meist (und vermutlich zurecht) gehypten Popculture-Events. Werden auf einer Comic Con eigentlich noch Comics verkauft, oder nimmt das Namensgebende Element nur mehr eine untergeordnete Rolle ein?

Wie ich schon auf Social Media bemerkte, sitzt mein Entschluss fest: Ich muss erfolgreiche Autorin werden – nicht des Geldes wegen und dass man es spenden könnte, oder für Lob und Anerkennung (gefolgt von Hass und Shitstorm). Nein. Zwecks Einladungen zu Comic-Cons, aber ich wiederhole mich vermutlich. Wäre es nicht toll, könnte ich an einem Panel teilnehmen als „Author“ und „Creator“, mit all den Celebrities, die die von mir geschriebenen Rollen verkörpern? Wäre das nicht großartig? Wer hat nicht schon mal davon geträumt? Vielleicht hatte ich sogar Mitsprache beim Casting! Vielleicht sogar einen (gefeierten) Cameo-Auftritt! Vielleicht sogar eine skandalöse Romanze mit der garstigen Nebenrolle! Das einzige Problem, dass sich dem in den Weg stellt, ist: Sollte ein Verlag meine Romane abnehmen und erfolgreich verkaufen, werde ich den Teufel tun und meine Identität preisgeben, sodass dieses Vorhaben wohl auf ewig ein Wunschtraum bleiben wird. Sollte ich also jemals erfolgreiche Autorin werden, wird es niemand wissen. Ob das schnulzige Dreigroschen Heftchen mit dem 70er Jahre Erotikcover beim Bahnhof aus meiner Feder stammt oder das 14bändige Science-Fiction Epos, dass von HBO verfilmt wird – niemand wird es je erfahren..

Anyway: Zu den Trailern.

Inhumans

Lockjaw! Ich kannte ihn nur aus den „Ms Marvel“-Comics und so wurde mir mitgeteilt, dass es auch die „Pet Avengers“ gibt. Pet Avengers! Und sie liegen zur Bestellung bereit.

Der Trailer lässt erkennen, worum es gehen soll. Allerdings vermutet mein informierender Informant, dass Inhumans Richtung Agents of SHIELD (ich kam nie über die ersten paar Folgen hinaus..) angelegt ist und somit nicht mehr als eine oder höchstens zwei Seasons überleben wird. Die schlechten Effekte sprechen für sich. Ob GoT-Sadist und Schmusesänger Ramsay die Serie retten kann? Übrigens war Inhumans einst ein Filmprojekt, dass auf unbestimmte Zeit still gelegt wurde.

Westworld

Elon Musk findet, AI’s seien gefährlich, Mark Zuckerberg hingegen hält die Sache für eine hervorragende Idee. Pessimismus vs Optimismus. Wir erinnern uns an Maeve, die auch laut den Showrunnern die einzige war, die einen eigenen Willen entwickelt hatte. Und Maeve ist wieder mit von der Partie! So wie auch Dolores, Bernard und the Man in Black. Ich bin sehr gespannt. I, for one, welcome our AI Overlords.

Stranger Things

Ich freue mich auf Stranger Things auch wenn man es bei einer Season belassen hätte können. Aber da wir, Medien, Mode und Soundtracks derzeit von den 1980ern speisen (u.a Wonder Woman 2, Bumblee-Film, die Kassetten aus 13 Reasons Why), soll es mir recht sein. Und Eleven ist dabei! Hat zwar hier nichts zu suchen, aber klickt auf den Link, wenn ihr wissen möchtet, woran mich „Eleven“ erinnerte.

Justige League

Ich sage es offen und ehrlich: Die einzige Szene, die mir den Atmen stocken und ein Kribbeln in Brust und Bauch hinterließ, war der Auftritt von Wonder Woman. Sicherlich, ohne den Plan die Justice League Marvel-esk zu präsentieren, hätte es keinen Wonder Woman Film gegeben. Nur fürchte ich, dass Justige League Wonder Woman verbrauchen und ihre Fähigkeiten minimieren könnte, um wen auch immer glänzen zu lassen. Was kann Batfleck? Nichts. Was kann The Flash? Laufen. Was kann Aquaman? Khal Drogo beziehungsweise Ronon Dex kann auf einem Körper horizontal durch ein Hochhaus surfen! Fun! R.I.P Aquaman Jokes 1941-2017. Was kann Cyborg? Nichts. Man sieht, es braucht keine Justice League. Es braucht nur Wonder Woman.

The Walking Dead

Aufatmen! Selbst der Schöpfer von „The Walking Dead“ hatte erkannt, dass die Serie zu einem Ende gelangen muss. Allerdings sprach Robert Kirkman auf der SDCC von der Comic-Serie. Wie lange wir noch mit der Tv-Serie bedient werden, steht in den Ratings.

Der Trailer verspricht endlich(!) etwas Action. Er verspricht das, worauf wir gewartet haben und wenn die 8. Season dem Tempo des Trailers treu bleibt, werden wir uns nach einer 9. und 10. und 11. Season verzehren! Vielleicht ist der Trailer aber auch nur ein Zusammenschnitt der ersten oder der letzten Folge und die Serie wird zwischendurch ihr gewohntes Tempo wieder aufnehmen. Trotzdem ködert er uns mit Sexiest Redneck Alive-Content und das in dem Stil, wie wir ihn sehen wollen. Wir haben Maggie und Cooral in Action, eine Ansprache des Königs und einen CGI Tiger! Katze! Wir haben Negans freundlich sympathisches Lächeln und einen alten Rick im Krankenbett – der erwacht und Keira Knightly besucht ihn. Der Leser erinnere sich an Love Actually als „Rick“ Keira nach ihrer Hochzeit mit seinem besten Freund eine Liebeserklärung auf Kartons gestand. Wäre das kein tolles Ende? Alles war in einem Traum und „Rick“ hatte sich aus Schmerz über den Verlust von Keira vor ein Auto geworfen.

Ready Player One

Alles, was das Popkultur-Herz begehrt! Popkultur und Referenzen auf noch viel mehr Popkultur!

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Ein Kommentar

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„Stranger Things“, Season 1

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Wenn der Hype um Mitternacht aus allen Ecken kriecht und die lustigen Medien flüsternd auf Stranger Things hinweisen, und nur flüsternd, denn man ist sich noch nicht ganz so sicher, was man davon halten soll, dann folgt man diesem Ruf und legt sich nach acht Folgen um 3 Uhr früh schlafen. Um halb 8 wird man durch lautes Gerede geweckt, da die Nachbarskinder ein totes Schaf auf der Wiese hinterm Haus gefunden haben. So der Stand vor ein-zwei Wochen. Dank gilt jenen, die mich darauf hinwiesen, das Flüstern der Medien wäre fast überhört worden.

Stranger Things erinnerte, wie so viele, auch mich an Explorers (1985), teilweise und erst nach etwas Recherche an Die Goonies (1985), vor allem aber an Stand by Me (1986) oder auch E.T. (1982). Vieles war nur allzu deutlich an Steven Spielberg, Steven King und auch John Carpenter angelehnt. Ich vermutete etwas Twin Peaks (1990) wie Nightmare on Elm Street (1894) und auch Poltergeist (1982) dahinter. Es finden sich zahlreiche Verweise zur Popkultur der 1980er wie Filmposter zu The Thing (1982) oder The Evil Dead (1981), Star Wars Referenzen oder Dungeons and Dragons zeigen. Ich fand es nach einigen Folgen sehr spannend darauf zu achten.

Alles was in den 1980ern und 1990ern an Rang und Namen besaß, lässt sich auf irgendeiner Weise, irgendwo in Stranger Things finden. Es erinnert an Kinder, die die Welt in ihre eigene Hand nehmen und komme was wolle, sich dem stellen. Diesen Kindern konnten weder Eltern, noch das Gesetz etwas anhaben. Stranger Things erzählt eine Geschichte in einer wenigen strikten Welt, die durch ein klar gezeichnetes Tor in eine fremde Dimension führt. Es wurde nichts erklärt. Die Dingen lagen wie sie gefallen waren und so blieben sie auch. ‚The Upside-Down‘ war mystisch und einfach, gruslig und gespenstisch und vor allem: Authentisch. Es wirkte echt, obwohl keine logische Erklärung gegeben war. Und diese wurde auch, ganz im Sinne der 1980er, nicht benötigt. Es war eine Zeit fern von hyper recherchierten wissenschaftlichen Erklärungen und endlosen Foren-Diskussionen über korrekte Darstellung. Es war eine Zeit, die sich eher um das Erzählen von Geschichten bemühte als wie um wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit. Sie war einfach da und besonders dieser Fakt, war neben dem Fehlen moderner Technologien, wirklich entspannend. Das Fernbleiben von Erklärung und Technologie erlaubte dieser Geschichte ein Stück tiefer zu folgen ohne sich ernsthafte Gedanken um den Wahrheitsgehalt machen zu müssen. Man durfte sich faszinieren lassen, ohne hinterher als einfältig bezeichnet zu werden. Ob diese Art der Erzählung auch für andere Geschichten funktioniert, sei dahin gestellt. Es war jedenfalls eine dankbare Abwechslung zum alltäglichen technischen Overkill.

Aber ich wiederhole nur das, was Medien mittlerweile zur Gänze wiederkäuen. Und auch wenn das 80er Jahre Feeling nicht ganz zu 100% aufkommen will, der originale Trash der 1980er hätte in diesem Werkstück nichts verloren gehabt.

Und natürlich darf in dieser Hommage Winona Ryder nicht fehlen. Wer erinnert sich nicht gerne an Veronica aus Heathers (1989) oder an Reality Bites (1994), Beeltejuice (1988) oder auch Edward mit den Scherenhänden (1990) – um nur einige wenige (aber meine Favoriten) zu nennen. Winona war großartig! So wie sich Marisa Tomei („Hot Aunt May“ in Spiderman Homecoming, 2017) das gewisse Etwas über die Jahre bewahren konnte, so auch Winona Ryder. Während viele Schauspieler dieses im Laufe ihrer Karriere einbüßen und in gewisse graue Abbilder ihres vergangenen Selbst fallen, so heben sich nur ganz wenige davon ab und bewahren sich diesen einzigartigen Charme. Ich jedenfalls war begeistert von Winona.

Fazit: Eine sehr gelungene Abwechslung zum aktuellen Serienangebot.

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