Schlagwort-Archive: the expanse

Woche #0406

Wenn fette Katzen sich in der Hitze aalen und noch fettere Katzen sich unterm Baum verstecken, der Mensch zu träge wird, um dem schwülen Wetter zu entfliehen, so reihe auch ich mich hier ein: Alles bleibt auf der Strecke. Und das liegt nicht nur an meiner allabendlichen Beschäftigung.

Ja, Menschen die ihr mir folgt und die ich euch folge – ich lese eure Beiträge, vergesse aber zu liken. Ich nehme es mir vor, und sogleich ist es wieder entschwunden. Ja, ich schreibe, aber nicht soviel und das was ich möchte, sondern Belangloses und meh. Ich nehme mir vor, meinen Schreib-Schreibtisch aufzuräumen um endlich tatkräftig sein zu können, und verbringe dann doch lieber die Zeit beim Stall auf der Wiese, den Kopf vom Jährling haltend, merkend, dass er immer schwerer und schwerer und schwerer wird und sie selig ruhig eingeschlafen ist. Auch ein Fohlen-Kopf ist schwer. Dann kommt die Zweijährige dazu und möchte ebenfalls gestreichelt werden.

Dreimal habe ich Deadpool 2 verschoben, zweimal Solo, weil es mir zu mühsam erschien mich in einem dunklen Saal einzufinden und dort zu sitzen. Nächster Termin: Mittwoch Abend. Auch die Serien-Reviews bleiben irgendwo zwischen ein paar wirren Zeilen und einem Haufen unnötiger Lückenfüller bestehen. Wie gelingt es manchen Film- und Serienbloggern so richtig gute Beiträge zu verfassen? Es ist mir nach wie vor ein Rätsel.

Ich war mir nach Ende der ersten Season von 13 Reasons Why unsicher, wie eine zweite Season aussehen könnte und solle und war der Meinung, es brauche sie nicht. Wozu auch, denn die Geschichte ist erzählt – aus einer Perspektive. Nach Sicht der zweiten, freue ich mich aber über eine (hoffentlich) dritte Season – denn es gibt noch soviel mehr zu erzählen. Auch bin ich froh, dass The Expanse weiter geführt wird. Nachdem SyFy einen schlechten Deal hatte, wurde die Serie von Amazon aufgegriffen, dessen Boss Jeff Bezos ein großer Fan der Buch-Reihe ist und die Serie eigentlich von Anfang an haben wollte. Die Crew um die Rocinante ist also gerettet!

Apropos Buch. Nein, meine Tasche ist nach wie vor nicht wieder aufgetaucht. Nächste Woche versuche ich es erneut, sie zu finden, werde mich aber mit der Tatsache abfinden müssen, Tasche wie Buch zu ersetzen. In diesem Zuge werde ich mir noch eine Black Mesa-Tasche mit bestellen und habe derweil Ernest Clines „Armada“ im Gepäck. Ebenfalls ein Buch, dass mich, wie bei „Ready Player One“, immer wieder grinsen lässt. Auch finde ich die deutsche Übersetzung gelungen, die ein gutes Mittelmaß zwischen deutschen und englischen Begriffen der Gamer-Szene findet. Aber man muss ehrlich sagen: Wenn man nichts mit Computerspielen am Hut hat, ist das Buch verwirrend und vermutlich wenig erheiternd.

Vielleicht noch eine Erwähnung wert: Ich sah letzthin am See eine Dame, die das Magazin „InStyle“ in der Hand hatte. Auf dem Cover: Celebrities mit „Problemzonen“ – das Wort „Problemzonen“ in fett und gelb – und bemerkte wieder einmal: Da fängt es schon an. Die ältere, mollige Frau, die die Zeitschrift in der Hand hatte, darf sich also darüber freuen, dass auch die Stars die gleichen „Probleme“ haben wie der Normalsterbliche. Probleme. Warum überhaupt als „Problemzonen“ vermarkten, wenn lediglich eine Mindestanzahl 19jähriger Mädchen, teils durch Fitness gestählte Körper dem Ideal entsprechen? Oder ein paar wenige 40 jährige mit guten Genen, die es sich leisten können einen Personal Trainer anzustellen? Eine liquide 60 jährige, die galant anstatt „alt“ wirkt, weil sie eben die finanziellen Mittel dafür besitzt. Die Diskussion wird zwar vom Feminismus aufgeworfen und durch #BodyPositive debattiert, aber ansetzen müsste man wo ganz anders. Es hat also doch was gutes, dass Printmedien vermutlich irgendwann aussterben werden, auch wenn genormte YouTube-Stars mit Make-Up-Channels vielleicht nicht zwingend die bessere Alternative sind. Aber dafür gibt es ja wieder unzählige Alternativen. So oder so, angesetzt werden muss wo anders.

Und jetzt zum Wetter: Nachdem die letzten Tage immer wieder Gewitter angesagt waren, aber die schwüle Hitze in einen schwülen Abend übergegangen und sich dies über gefühlte Wochen wiederholt hatte, hatte sich das Gewitter vorgestern kräftig am Berghang ausgetobt. Gefolgt von Regengüssen. Viel Regen. Die Luft ist aber nur dezent frischer, es blieb und bleibt weiterhin sonnig und sommerlich.

Werbeanzeigen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter /fem-mode on, Just about Life, Weekly Stuff'ish

#SDCC: Science-Fiction geht in Serie

Erst vor wenigen Jahren fiel mir auf, dass Science-Fiction wieder Saloon-fähig gemacht wurde. Zukunftsangst und Technik-Euphorie tragen ihrerseits sicherlich dazu bei, dass Science-Fiction wieder an Popularität gewinnt und dienen gleichzeitig als Spiegel ihrer Zeit. Star Trek und Prometheus und erwiesen dem Genre ihren Dienst, es folgten weitere Filme wie Ex Machina und Arrival, wie The Martian und Passengers oder Edge of Tomorrow und Interstellar und viele, viele mehr.

Star Trek: Discovery (CBS)

Mit Star Trek: Discovery (STD – nein, die offizielle Kürzung soll DSC oder DIS sein) wird uns eine weitere Star Trek Serie vorgelegt, die sich wie TNG von TOS und wie DS9 von TNG abhebt. Und jedesmal wird erneut gejammert es sei kein Star Trek mehr und man gehe von der Linie ab. Sicherlich verständlich: Die Uniformen schauen stark nach Kelvin-Zeitlinie aus, was sie aber nicht ist, die Klingonen sehen gänzlich anders aus (taten sie mit jedem seriellen Neustart ebenfalls) und auch die Lense Flares sind so gänzlich neu und modern. Den Kritikern leuchtet hoffentlich ein, dass eine Serie wie TOS nicht mehr produziert werden könnte, da sie keine Abnehmer mehr fände – und damals schon Schwierigkeiten hatte, weiter auf Sendung zu bleiben – die dritte Season wurde lediglich auf Drängen leidenschaftlicher Fans produziert. Star Trek war und ist ein Produkt seiner Zeit: Themen, Ausstattung und Szenerie. Punkt.

Mit der Veröffentlichung des Trailers waren auch erstmals die Darsteller in der Serie zu sehen. Michelle Yeoh (Crouching Tiger, Hidden Dragon) spielt Captain Philippa Georgiou und Sonequa Martin-Green (The Walking Dead) ist die erste Offizierin Michael Burnham, die beide auch im Trailer sehr präsent sind. Mit diesen beiden Frauen, haben wir erstens zwei Minderheiten in Führungspositionen (eine asiatische, wie eine afroamerikanische Frau) und die zweitens, so wie ich das bisher sehe, nicht in Stereotype verfallen. Damit ist dem popkulturellen Feminismus (wenn man es so bezeichnen mag) schon mal gedient.

The Oville (FOX)

Daneben haben wir The Orville von und mit Seth Mc Farlanne. Von vielen gehasst, war er mir nur als Schöpfer von Family Guy bekannt, dass ich vielleicht einmal gesehen und für schrecklich befunden hatte. Einerseits wirkt die Serie wie ein billiger Abklatsch von Space Balls und (T)Raumschiff Suprise – Periode 1, andererseits, so fern sie tatsächlich amüsant werden könnte, fürchte ich eine ähnlich dämliche Wendung wie in The Last Man on Earth, welche gut und interessant anfing aber ziemlich schnell in stupider Banalität und noch dümmeren Dialogen endete, die nicht mal mehr Kristen Schaal retten konnte. Was The Orville interessant machen könnte ist Scott Grimes, der neben Mr. Spock, Winona Ryder und vielen mehr, einer meiner Childhood-Crushes (Critters (1986)) war. Ich fand sie so putzig, die Critters. Ich liebte sie, die Critters.

The Expanse (SyFy)

The Expanse wurde erst kürzlich um eine dritte Season verlängert, was vermutlich Buch 3 und 4 behandeln dürfte. Es bleibt interessant. Der Trailer gibt eine Zusammenfassung von dem, was bisher passierte. Ich jedenfalls bin sehr gespannt darauf. Neben Humans eine der besten Science-Fiction Serien aktuell, auf die ich mich fast am meisten freue.

8 Kommentare

Eingeordnet unter Popkultur 'n Geek-ish, Science-Fiction, TV-Shows!

Serienmittwoch #71

Das heutige Thema bietet die Möglichkeit für etwas „Motion“ am Blog:

Welche Serie habt ihr zuletzt für euch entdeckt?

The Expanse (2015-), basierend auf der Roman-Reihe von James S.A. Corey. 2018 folgt die dritte Season. Der sechste Teil der Roman-Reihe erscheint im Dezember.

Soviel nur dazu, ein ordentliches Review folgt in Kürze.

20 Kommentare

Eingeordnet unter Just about Life, TV-Shows!

3 Shows: Eine Timeline

Gestern Abend triggerte mich Social Media durch eine Meldung, dass The Expanse und TNG zur gleichen Zeit spielen. Folgend suchte ich mir die Eckdaten dreier Science-Fiction-Serien zusammen und ordnete die Ereignisse chronologisch und in unterschiedlichen Farben. Ein nächster Schritt wird sein – Tech, Gesellschaft und generelle Entwicklung genauer zu vergleichen – in dem ich mir eine Periode heraussuche, die in allen drei Serien thematisiert wird.

Kurze Klärung der Zeitlinie in The Expanse

Die Einschätzung, wann das Geschehen in The Expanse ansetzt, ist schwierig, da das Autorenteam, das unter dem Pseudonym „James SA Corey“ schreibt und auf die Frage nach einer Timeline folgendes klärte: „The Wikia doesn’t have it because we deliberately do not specify the passage of time, or the dates of anything. Anything someone gives you will be what they are making up. It ain’t canon.“ Trotzdem gelang es Fans in etwa eine Timeline zu schaffen (die ab sofort bei Lektüre/Sicht der Serie gegen geprüft und aktualisiert wird).

Netflix nennt das Jahr, in dem The Expanse ansetzt, das 23. Jahrhundert, was leicht möglich und ohne Recherche anzunehmen ist, da die Serie mit „spielt 200 Jahre in der Zukunft“ beschrieben wird. Reddit User weisen darauf hin, dass eine ganz bestimmte technologische Entwicklung nach der Kolonisation des Mars zustande kam, und die Events in den Büchern ca. 150 Jahre später spielen. Je nach dem, von welchem (die technologischen Entwicklungen betreffenden) Zeitrahmen man ausgeht, landet man Ende des 23. Jahrhunderts oder Mitte des 24. Wobei letzteres, fokussiert man sich auf die serielle Umsetzung, im 24. Jahrhundert spielen muss, da eine Brennerei eine bestimmte Sorte Alkohol, den Ganymed-Gin, seit 2307 herstellt. Thx Reddit!

Anyway – ich gehe, bis ich absolute Sicherheit besitze, vom Fan-Kanon aus, der sich auf das RPG bezieht, welches Buch wie Serie voraus ging, und um 2350-2360 angesiedelt ist – sowie der exzellenten Beobachtungsgabe diverser Reddit-User. Und nach dem das geklärt ist, lasst mich beginnen – mit einigen zeitlich nahe beinander liegende Meilensteine dreier grandiosen Science-Fiction Serien: The Expanse, Star Trek und Doctor Who.

In etwa um das Jahr 2035 wird der Mars anvisiert und folgend kolonisiert (The Expanse). Zwei Jahre davor, 2032, trifft John Marc Kelly, Kommandant der Ares-IV-Mission, als erster Mensch auf eine Raumanomalie (Star Trek: Raumschiff Voyager, Folge 6.08 „Ein kleiner Schritt“). Etwa 10 Jahre später treffen der zwölfte Doctor und Clara bei einem Besuch der Snowcap University eine andere Version Claras (Blood and Ice). 2049 verschmelzen die Vereinigten Staaten und Kanada ihre Währungen zum „North American Dollar“ (The Expanse), im Jahre 2054 gibt es endlich Heilung gegen Krebs durch Nanomedizin (The Expanse). Um den 21. November 2059 landet der 10. Doctor auf dem Mars und besucht die Bowie Base One, die allerdings in wenigen Stunden zerstört werden wird (The Waters of Mars). Vom Jahre 2373 reist die Enterprise-Crew ins Jahr 2063 zurück, um den Plan der Borg, die Entstehung der Vereinten Föderation der Planeten zu verhindern, auf zu halten (Star Trek: Der erste Kontakt). Zeitreisen! Bleiben wir optimistisch, so könnte der Mars um das Jahr 2050 bereits bewohnbar sein.

Während im Jahre 2155 eine Massenimmigration aufgrund des instabilen Ökosystems der Erde auf den Mars statt findet und die Kolonie eine Population von 12.4 Millionen erreicht (The Expanse), beginnt im Jahre 2156 (nur ein Jahr darauf!) der Irdisch-Romulanische Krieg (TOS: Spock unter Verdacht, ENT: Die dunkle Seite des Spiegels, Teil II). Ein wenig später, nämlich im Jahre 2164 treffen der erste Doctor und seine Begleiter auf ein London, dass seit gut Zehn Jahren von den Daleks beherrscht wird. Sie schließen sich einer Gruppe von Widerstandskämpfern an und gemeinsam verhindern sie die Zerstörung des Erdkerns und besiegen die Invasoren (The Dalek Invasion of Earth). Doch nur drei Jahre davor wird 2161 die Vereinigte Förderation der Planeten in San Franscico durch Menschen, Vulkanier, Andorianer und Tellariten gegründet. Ihre primäre Aufgabe besteht darin, das Unbekannte zu suchen und zu erforschen. Sie sind bestrebt, ihre friedliche Expansionspolitik fortzusetzen und neue Mitglieder auf zunehmen. Gegen Ende des 22. Jahrhunderts wählt Mars sich in die Unabhängigkeit (The Expanse). An und für sich nichts schlechtes, aber was zeigt uns das? Nationen, die zur Abspaltung tendieren, verlieren (mehr oder weniger). Es folgt eine Invasion der Daleks und womöglich schlimmeres!

Zwischen 2230 und 2270 wird in The Expanse das Sonnensystem ausgekundschaftet sowie kolonisiert. Die Kolonisation von Ceres, ein Zwergplanet sowie Massereichstes Objekt im Asteroidengürtel, welcher zwischen Mars und Jupiter liegt, findet 2247 statt; nachdem im Jahre 2202 der besonders wichtige Epstein-Drive entwickelt wurde, während etwas später Cpt. Kirk und Co sich 2285 dem Zorn des Khan aussetzen. Davor jedoch, um etwa 2262, beschließen Erde und Mars in Koalition eine Navy zu gründen, die als ultimative Polizei des Sonnensystems gilt (The Expanse), während sich in einem alternativen Universum eine neue Enterprise Crew zusammen rauft (Star Trek Beyond). Im Oktober 2307 beginnt die Produktion des Ganymede Gin (The Expanse) während die Enterprise NCC-1701-C bei der Verteidigung eines klingonischen Außenpostens 2344 zerstört wird (TNG: Die alte Enterprise).

Ca. 2350 spielt die aktuelle Zeitlinie von The Expanse und die Hauptzeitlinie von Cpt. Picard und seiner Crew, die bereits in den unbekannten Weiten des Alls unterwegs ist und großartige Abenteuer an Bord der Enterprise erlebt. 2367 nähert sich ein unbekanntes Raumschiff der Erde und die ISA (Indian Space Agency) bitten den elften Doctor (Matt Smith) um Hilfe (Dinosaurs on a Spaceship).

Die Abenteuer der Voyager nehmen im 25. Jahrhundert Platz, während im Verlauf des Jahres 2400 der Heimatplanet der Daleks im Sonnensystem der Erde auftaucht und die Menschen den ersten Kontakt zu den Daleks haben (Invasion of the Daleks). Doctor? Explain!

Bei all dieser Recherche, die ich gestern Abend zusammen stellte und heute noch durch ein paar Quellen ergänzte, wurde mir immer wieder schmerzhaft bewusst: Ich werde nie das 23. Jahrhundert erleben. Nicht einmal das 22. Jahrhundert. Wenn ich Glück habe, lebe ich vielleicht bis Ende des 21. Jahrhunderts und beobachte die Kolonisation des Mars am Schirm, weit weit weg vom eigentlichen Geschehen. Die Tatsache stimmt mich wirklich traurig. Zu früh geboren um das All zu erkunden, zu spät, um die Erde zu erforschen..

Anmerkung: Fehler bezüglich der Zeitangaben (und generell) dürfen gerne gemeldet werden.

Quellen:

8 Kommentare

Eingeordnet unter Doctor Who, Popkultur 'n Geek-ish, Science-Fiction, So sei es, TV-Shows!