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#SDCC: Science-Fiction geht in Serie

Erst vor wenigen Jahren fiel mir auf, dass Science-Fiction wieder Saloon-fähig gemacht wurde. Zukunftsangst und Technik-Euphorie tragen ihrerseits sicherlich dazu bei, dass Science-Fiction wieder an Popularität gewinnt und dienen gleichzeitig als Spiegel ihrer Zeit. Star Trek und Prometheus und erwiesen dem Genre ihren Dienst, es folgten weitere Filme wie Ex Machina und Arrival, wie The Martian und Passengers oder Edge of Tomorrow und Interstellar und viele, viele mehr.

Star Trek: Discovery (CBS)

Mit Star Trek: Discovery (STD – nein, die offizielle Kürzung soll DSC oder DIS sein) wird uns eine weitere Star Trek Serie vorgelegt, die sich wie TNG von TOS und wie DS9 von TNG abhebt. Und jedesmal wird erneut gejammert es sei kein Star Trek mehr und man gehe von der Linie ab. Sicherlich verständlich: Die Uniformen schauen stark nach Kelvin-Zeitlinie aus, was sie aber nicht ist, die Klingonen sehen gänzlich anders aus (taten sie mit jedem seriellen Neustart ebenfalls) und auch die Lense Flares sind so gänzlich neu und modern. Den Kritikern leuchtet hoffentlich ein, dass eine Serie wie TOS nicht mehr produziert werden könnte, da sie keine Abnehmer mehr fände – und damals schon Schwierigkeiten hatte, weiter auf Sendung zu bleiben – die dritte Season wurde lediglich auf Drängen leidenschaftlicher Fans produziert. Star Trek war und ist ein Produkt seiner Zeit: Themen, Ausstattung und Szenerie. Punkt.

Mit der Veröffentlichung des Trailers waren auch erstmals die Darsteller in der Serie zu sehen. Michelle Yeoh (Crouching Tiger, Hidden Dragon) spielt Captain Philippa Georgiou und Sonequa Martin-Green (The Walking Dead) ist die erste Offizierin Michael Burnham, die beide auch im Trailer sehr präsent sind. Mit diesen beiden Frauen, haben wir erstens zwei Minderheiten in Führungspositionen (eine asiatische, wie eine afroamerikanische Frau) und die zweitens, so wie ich das bisher sehe, nicht in Stereotype verfallen. Damit ist dem popkulturellen Feminismus (wenn man es so bezeichnen mag) schon mal gedient.

The Oville (FOX)

Daneben haben wir The Orville von und mit Seth Mc Farlanne. Von vielen gehasst, war er mir nur als Schöpfer von Family Guy bekannt, dass ich vielleicht einmal gesehen und für schrecklich befunden hatte. Einerseits wirkt die Serie wie ein billiger Abklatsch von Space Balls und (T)Raumschiff Suprise – Periode 1, andererseits, so fern sie tatsächlich amüsant werden könnte, fürchte ich eine ähnlich dämliche Wendung wie in The Last Man on Earth, welche gut und interessant anfing aber ziemlich schnell in stupider Banalität und noch dümmeren Dialogen endete, die nicht mal mehr Kristen Schaal retten konnte. Was The Orville interessant machen könnte ist Scott Grimes, der neben Mr. Spock, Winona Ryder und vielen mehr, einer meiner Childhood-Crushes (Critters (1986)) war. Ich fand sie so putzig, die Critters. Ich liebte sie, die Critters.

The Expanse (SyFy)

The Expanse wurde erst kürzlich um eine dritte Season verlängert, was vermutlich Buch 3 und 4 behandeln dürfte. Es bleibt interessant. Der Trailer gibt eine Zusammenfassung von dem, was bisher passierte. Ich jedenfalls bin sehr gespannt darauf. Neben Humans eine der besten Science-Fiction Serien aktuell, auf die ich mich fast am meisten freue.

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