Schlagwort-Archive: The X-Files

„The X-Files“, S10E06

Seasonfinale, oder so. Spoiler. Und Fragen. Die Serie soll fortgesetzt werden. Eventuell.

So.. Aliens, hm? Die Verschwörungstheorien werden wieder aufgegriffen, der Kreis schließt sich und offensichtlich möchte die übergreifende/unterliegende Handlung aller 10 Seasons erklärt werden? Ein Virus wurde entwickelt und Leute damit infiziert? Laut dem Verschwörungsmensch durch Chemtrails aktiviert und Mikrowellen haben was damit zu tun? Dammit! Ich wusste, dass Mikrowellen böse sind, sie töten Kinder und Katzen. Moment, nein: Impfungen sind Schuld. Sowas wie AIDS nur ohne HIV. Ein spartanischer Virus! Omfg! Es gibt keine Auflösung gegen Ende. Und wer ist Scullys und Mulders Kind, dass Mr. Moody retten soll? Und zur Rettung dient lediglich Alien-DNA, die von Aliens zum Schutze der Menschheit übermittelt wurde, weil sie selbigen Verfall bei sich beobachteten und warum soll die Menschheit nun gerettet werden? I want to believe! Und warum steht Scully im Mittelpunkt? Offensichtlich muss ich etwas verschlafen haben… Entging mir ein wichtiges, unerlässliches Detail? Vermutlich. Ich bin jedoch nicht die einzige: The X-Files are over, see you soon! rät, man solle nicht zu viel darüber nachdenken..

Und kommen die Toten wieder zurück? War die amerikanische Regierung, der Krebspatient für TWD verantwortlich?

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, The X-Files, TV-Shows!

„The X-Files“ S10E03, S10E04 und S10E05

Spoiler? Jop.. Spoiler. Wie immer. Der dems wurscht sei, dem seis wurscht und wem nicht, der klicke auf X.

Hab ich das richtig verstanden: Eine Echsen-Kreatur wird aus ihrem Schlaf gerissen; sie muss sich verteidigen und wird von einem Menschen gebissen. Folgend verwandelt sie sich in einen Menschen, mit menschlichen Fähigkeiten, wie Selbstbewusstsein und das Bedürfnis sich anzukleiden sowie einem Job nach zu gehen. Den Job will er dann hinwerfen, ist jedoch zu ängstlich um es wirklich zu tun. Er verwandelt sich ab und zu in eine Echse, schwört den Menschen ab und schafft sich einen Hund an. Aber eigentlich möchte er sich aufgrund des ewigen Hin-und-Her-Verwandelns suizidieren, und wusste als Echse gar nicht, dass tot sein überhaupt möglich sei. Und ein Buch wollte er auch noch schreiben. So nötigt er Mulder ihn zu töten und gegen Ende zieht sich die Echse zurück in eine Art Winterschlaf die 2000 Jahre anhält.

Wtf did I just watch?

Satire auf die aktuelle Gesellschaft? Parodie? Werwolf-Reverse-Story? Warum nicht. Kommt jedenfalls der alten Serie wieder etwas näher, bis auf den Verlust der unbekannten, düsteren-mythischen Konstante. Das ist es glaube ich! Akte X war immer düster und gruslig und Kreaturen, die böse waren oder auch nicht, aber die in dunklen Kellern hausten und Hörner hatten. Und graue, kleine Außerirdische gabs ja eigentlich nicht, oder? Moment..

„Mulder, the Internet is not good for you.“

Immerhin ein Ausreißer nach oben. Auch wenn die meisten Kritiken das Gegenteil behaupten. Die beiden Hauptakteure wären ersetzbar. Ich wollte eben anmerken, man könnte doch etwas mehr auf deren Vergangenheit eingehen und siehe da, Episode 04.

 

Der „Trashman“, eine Manifestation des Willens; Rächer der Obdachlosen. Reißt böse Menschen brutal in Stücke und hinterlässt dabei Gewebe, dass weder lebendig ist noch tot. Omfg. Welcome back X-Files, Flashlight on and go!

Besser. Viel besser. Scullys und Mulders Liebelei und das Resultat daraus als Analogie zum Trashman? Hm. Meinetwegen. Hätte die Season 24 Folgen und könnte die Storyline ausgelotet und sich Zeit genommen werden. Das Ende naht.

 

Und da kommt der Abstieg. S10E05. Nein, so funktioniert das nicht. Da war etwas Hoffnung, etwas womit man arbeiten könnte und ein Lächeln auf das Gesicht zauberte; und wieder in Richtung prächtiges „wtf“ steuert und dann.. dann entschwindet mir ein Klischee-deutsches „Och nö…“ auf grantig-österreichisch „Geh bitte…“. Was sagte ich wenige Zeilen weiter oben, die Hauptcharaktere seien ersetzbar? Nein, nicht so. Nicht so!

Hank? Hank Moody? Is that you? Is this the real life? Is this just fantasy? Caught in a landslide, No escape from reality.

Schon der Djinn sagte: „Sei vorsichtig mit dem was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.“ Ich hoffte auf ein wenig Moody-Mentalität und bekam sie: Ein junger Redhead und Drogen. Fast. Dass die „Drogen“ dann gar keine waren und lediglich einen Placebo-Drogen-Trip Effekt hervorriefen, und dass der Redhead die Kleider an behielt war wohl abzusehen. Mulder ist wieder Mulder.

Waren die letzten beiden Episoden ein Ausreißer nach oben, sinkt diese wieder gewaltig. Ich kritisches Etwas, lassen wirs gut sein. Sehen wir die X-Files als das was sie jetzt sind, und nicht was sie einst waren, weil wir nicht mehr diejenigen von damals sein werden.

Also hört nicht auf mein pessimistisches Geschwätz und genießt lieber die vereinten Kräfte zweier Kult-Heroen der 90er. Man sehe die Serie als Hommage. Nicht als Versuch, das Alte in neuem Glanz dem Kapitalismus gefügig zu machen; sehe man eine Satire darin, eine Parodie, die sich und alles selbst aufs Korn nimmt – der Klingelton! Und sehe man darin ein Wiedersehen mit alten Freunden. So soll es sein.

Denn dann, und vielleicht nur dann, möchte ich es mir einreden lassen, das es funktioniert. Etwas zumindest. Wer jedoch auch nur halbherzig Californication folgte, der wird vom Gefühl beschleicht, dass Mulder schon längst in den Tiefen der Erinnerungen begraben liegt.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, The X-Files, TV-Shows!

„The X-Files“, S10E01 und S10E02

Was in den 1990ern „cool“ war an Verschwörungstheorien, Aliens, Experimenten an Menschen und dergleichen, entlockt heute nur mehr ein müdes Lächeln. Es muss nicht per se die Schuld der Fortsetzung der X Files sein, die die Serie schlecht altern lässt. In einer digitalisierten mit all zugänglichem Wissen, und auf die letzten Fundamente einer jeden Szene geprüften Welt, ist es schwierig die Mystik und Spannung von damals beizubehalten. Akte X war eine der besten und spannendsten Serien. Oder lag es an meinem jungen Alter?

Zugegeben, ich erinnere mich nur mehr dezent an die alten Folgen, die ich als kleines Mädchen gesehen habe. Ich erinnere mich an das Titellied, an die kühle Scully und den immer glaubenden Mulder. Ich erinnere mich an viele grauslige Kreaturen. An keinen Zusammenhang der Folgen an sich. Nur selten gab es 2-Teiler. Es gab immer die Regierung, die hinter den Aliens steckte. Und gegen Ende, gab es die grauen Männlein dann doch?

Nach 9 Seasons wurde geküsst, und dann es war vorbei. Ich komme nicht darum einen Vergleich zu erstellen: Stargate bewahrte die Spannung: Die Macher ließen die romantischen Phantasien der Fans zwischen O’Neill und Carter bis auf „wenige“ Szenen verrotten. Ich werfe ihnen humorvollen Sadismus vor. Gefoppt wurde dann mit einer Folge, in der die Fans dann bekamen, was sie wollten – und diese spielte in einer Parallelwelt. Fein, lassen wir den Machern von Stargate ihre Gutmütigkeit..

Back to Topic. Nein, ich war nicht sonderlich begeistert. Erneut befindet man sich in einem emotionalen Kommentar, inkl. Spoiler:

Mulder war Hank Moody. Nach nur wenigen Folgen Californication war er Hank Moody und jegliche Spur des sympathischen Mulders war verschwunden. Es gab nur mehr Hank Moody und anstatt aller möglichen Referenzen in den X Akten hätte ich mir eine dezente Hank Moody-Referenz erwartet, dass er die dunkelhaarige Schönheit zumindest einmal … lassen wir das. Es ist Mulder. Wenn auch mit Bart. Aber es ist Mulder. In der zweiten Folge rasiert und im alten Gewand. Doch der Glanz alter Zeiten und der schelmische Blick wich einem müden Gesicht und der verzweifelten Suche nach der Wahrheit.

Dana Scully, Gillian Anderson, eine sehr gut gealterte Frau. Ich glaube, ich empfinde sie jetzt sogar hübscher als damals. Sie ist eine schönere Frau, als wie sie ein hübsches Mädchen damals war. Leider kam ich nie dazu, ihre anderen Werke zu begutachten. Warum die Perücke? War ihre Stimme früher im Original auch schon so kraftlos? Scully wirkte weniger gebrochen als Mulder.

Sicherlich brauche ich mir keine Vitalität zu erwarten. 10 Jahre im Kampf gegen die Regierung und Aliens (?) eine gescheiterte Beziehung und das Lebenswerk zerstört, würde wohl keinem einen frischen Touch verleihen. Mission Accomplished. Die Darstellung die Beziehung der beiden zueinander passte ebenfalls. Es gilt vier weitere Folgen abzuwarten.

Das auf mich störende war jedoch:

Eine Art Lieblosigkeit. Es wurde mit allem aufgefahren was eben parat stand: Ständige Referenzen auf gegenwärtige Geschehnisse, wie in Politik so auch in Wissenschaft und Popkultur. Fast jedoch nichtssagend, Lückenfüller wenn. Eine satirische Referenz, eine humorvolle wärs‘ noch gewesen. Oder war es eine Hommage? Konservative Politik wird angerissen sowie Stanley Kubrick und die Mondlandung. Es war nett, funktionierte aber nicht. In einem Doctor Who, ja. In einem Heroes, Ja. Aber The X-Files ist „Old School“. Ich fürchte gerade um Twin Peaks..

Aber welche Aussagekraft hat meine Stimme, wenn ich damals zu jung war, um Referenzen zu verstehen – wenn sie dann waren, und/oder ich sie einfach nur vergessen habe? Der Eindruck. Der Eindruck zählt.

Next. Superhelden? Ernsthaft? Schon wieder Teenies mit „Abilitys“? Ich mag die X-Men, ich mag auch Heroes. Ich mag Serien und Filme mit Superhelden, wenn es dann dazu passt und darauf ausgelegt ist. Vielleicht gab es diese damals auch schon, und ja, X-Files können nichts für das Überangebot an Superhelden das derzeit herrscht. Umso erfrischender hätte ich eine Storyline, ohne Menschen mit „Abilitys“, empfunden.

Dann die Verschwörungstheorie: Es gab Aliens, die die Menschen aufgrund der H-Bombe vor sich selbst schützen wollten. Und dann gab es die Bösen, das Militär, dass diese armen Wesen ermordete, u.a., die diese Technologie dafür nutzten um die Menschen zu kontrollieren .. oder so. Und natürlich wurde von Big Data alles mit rein genommen was gerade möglich war. Jessas na.

Fazit: Man versuchte eine alte Serie im alten Stil, mit zeitgenössischen Informationen der Welt wieder zu beleben. Kann durchaus seinen Charme haben. Auf mich wirkte es etwas schwach. Es hinterlässt den Eindruck von künstlich geschaffener Nostalgie, ohne Liebe. Die Zuneigung, die ich im  Fingerabdruck von J.J. bei Star Wars erkennen konnte, fehlt hier.

Abwarten… 4 more to go.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kritik und Rezension, The X-Files, TV-Shows!