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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #29

Der Blog dem DeLorean stellt wieder eine interessante Aufgabe und erinnert zugleich daran, was noch alles auf einen wartet.

5 Bücher, die ich 2017 lesen möchte

Dirk Gently-Reihe (2,5 Bücher) von Douglas Adams, 1987.
Nach Sicht der Serie (Großartig!) nun auch die zugrundeliegende Literatur dazu. Mit Band Eins (Der elektrische Mönch) wurde bereits begonnen. Adams‘ Schreibstil ist einfach großartig – und zugegeben, auf Englisch täte ich mir etwas schwer damit.

Outlander – Die geliehene Zeit (Band 2) von Diana Gabaldon, 1992.
Zeitreisen und Schottland überlisteten mich in die Serie und schlussendlich zum ersten Band – der zwar auch seine Schwächen hat, aber IMHO flüssig zu lesen ist. Nun also der zweite Band, der eben zu Season 3 verfilmt wird. Gerade jetzt, in Edinburgh.

Neuromancer-Trilogie: Drei Romane in einem Band von William Gibson, 1984.
Der SF-Klassiker gilt als Grundlage des Cyberpunk. Ich las schon kurz in die „Überarbeitete Neuauflage“ hinein – der Stil liest sich schrecklich, aber es geht ja bei SF nicht um den Stil, die schönen Worte und treffenden Formulierungen, sondern um die Idee.

Feministische Werke dürfen nicht fehlen, folgend zwei Empfehlungen von Madame (8).

Vergewaltigung: Aspekte eines Verbrechens (Flugschrift) von Sanyal, Mithu M., 2015.
Aus der Inhaltsangabe bei Amazon: „Sie [die Autorin] zeichnet nach, wie wir als Gesellschaft über Vergewaltigung reden und wie sich das wiederum auf die Realität von Vergewaltigung auswirkt. Beim Sprechen über sexuelle und sexualisierte Gewalt halten sich hartnäckig die Vorstellungen von aktiver, aggressiver Männlichkeit und passiver, bedrohter Weiblichkeit. In diesem Zusammenhang betrachtet Sanyal auch die Rolle, die Rassismus spielt, was sexuelle Selbstbestimmung und Konsens wirklich bedeuten, und wie über die Jahrhunderte nicht nur Sexualität, sondern auch Gewalt gegendert wurde.“

Was vom Menschen übrig bleibt: Die Wahrheit über Prostitution von Rachel Moran, 2016.
Aus der Inhaltsangabe bei Amazon: „Die irische Autorin Rachel Moran tritt an gegen das Prostitutionsestablishment. Ihr brillanter und international hochgelobter Bericht, der nun erstmalig in deutscher Sprache vorliegt, entlarvt die romantisierenden Vorstellungen von der „selbstbestimmten Hure“. Er wendet sich gegen eine Scheinliberalität in der Prostitutionsgesetzgebung, die es unmöglich macht, Frauen vor dem Weg in ein ausbeuterisches „Gewerbe“ effektiv zu schützen.“

Wenn ichs schaffe, läse ich noch gerne: Agonie des Realen von Jean Baudrillard (1978) und Flächenland (reprinta historica didactica) von Edwin A. Abbott (1884), dass unter anderem Ideenstifter zum Film Arrival war. Zwei kleine aber Konzentrationsfressende Schriften. Sowie die eine oder andere Graphic Novel.

Ich erinnere mich an ein Zitat, dass sinngemäß sagt: Jemand der nicht fähig ist, Werke in ihrer Originalsprache zu lesen, solle sie besser gar nicht lesen (Quelle wird nachgereicht).

Warum also lese ich die deutsche Fassung, obwohl ich in der Lage wäre das englische Original zu verstehen? So banal es klingt, aber diese Frage ärgerte mich lange Zeit; besonders wenn ich (in anderer, als der vorhergesehenen Sprache) synchronisierte Fassungen ablehne (bei Animes gilt hartnäckig die OmU-Regel).

Ich haderte ziemlich lange mit einer Erklärung/Lösung. Zwar ist der Inhalt englischer Bücher (je nach dem) verständlich, aber ich könnte oftmals nicht sagen, ob es jetzt gutes oder schlechtes Englisch ist. Sicherlich Harry Potter lässt sich eindeutig von Wuthering Heights (Brontee) unterscheiden, aber Fakt ist: Ich liebe die deutsche Sprache, die Sprache Goethes als Schriftsprache, während ich in der gesprochenen Variante eindeutig Englisch bevorzuge. Außerdem bin ich beeinflussbar: Lese ich englisch, denke ich in englisch und finde die deutschen Worte nicht mehr (was auch ab und an beim Bingewatchen passiert). Es ist von Vorteil, wenn man sich in einem englischsprachigen Land aufhält, aber weniger, wenn man versucht auf Deutsch (Kurz-)Geschichten und Romane zu verfassen. Ich lese also deutsch, einerseits weil ich die Sprache mag, andererseits weil es meiner Schreiberei gut tut; außer bei GraphicNovels, die deutschen Fassungen sind oft schrecklich übersetzt..

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To-Do Listen und der innere Schweinehund

Beim erstellen einer To Do-Liste greift die Motivation aus, streckt und reckt sich, fühlt sich frei und ungebunden. Sie notiert und notiert, kringelt ein, unterstreicht und malt große Buchstaben mit noch mehr Kringel aus; doch sobald die Umsetzung zur Tat schreiten möchte, versteckt sie sich hinter dem inneren Schweinehund. Dieser sitzt gemütlich auf einer Wäscheleine, schlürft seine Milch mit Aprikosensaft und erfreut sich des faulen Lebens.

Um diesen zu vertreiben, aufzuwecken oder gar zu ärgern, gibt es verschiedene Ansätze:

1. Man gehe nach China und setzen diesen auf die Speisekarte: Das kostet zwar große Überwindung, doch möchte man den eigenen inneren Schweinehund verzehren, ob roh oder gut durchbraten, fühlt man sich danach gleich besser, wenn auch etwas voll gefressen…

2. Man kann natürlich auch warten, bis sich das Mistvieh von alleine erhebt: Ein doch naher Vergleich zwischen Amerika und der Sowjetunion während des kalten Krieges lässt sich hier nicht vermeiden. Was einer Aufgabe gleich kommen mag, kommt einer Hilfestellung der Sowjetunion gleich, wenn es darum ginge, den ersten Fuß auf den Mond zu setzen.

3. Man kann natürlich auch einen Jäger zu sich bestellen, welcher das Vieh jagt, schießt und ausstopft um es sich auf den Kaminsims zu setzen: Um der totalen Vernichtung noch näher zu kommen, kann man dessen ausgestopfte Kreatur auch ins Feuer werfen. Fragt sich nun, wie viel der Jäger kosten darf…

4. Natürlich, erhebt sich dieses Drecksvieh nach vielen Rufen und Pisaken nicht, und möchte man ihn weder verzehren noch töten, oder schlimmer noch, sein lassen, so kann man versuchen, diesen mit Nahrung an zu locken: Was aber nur einem scheinbaren Bezwingen nahe kommt, denn nur weil der gute sich am Fressen ergötzt, bedeutet es nicht, dass man sich trauen darf, ihm die Leine um zu legen. Vorsicht sei geboten!

5. Und sollte alles nichts nützen, der Schweinehund zu gewitzt sein oder nicht schmackhaft genug, so kann man ihn einfach nur mehr sein lassen und versuchen das beste daraus zu machen: Auch Akzeptanz kann in gewissen Situationen auch eine große Charakterstärke darstellen…

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