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„Fear the Walking Dead“, S04E01 und 04E02

What.

The.

Fuck.

Genau so zerstört man eine gute Serie. Genau so. Thx AMC. Thank you very much. Selbst wenn es vermutlich einen guten Grund gibt, warum und wieso und weshalb – I don’t like it.

Spoiler

Ich mochte FearTWD, weil es eben nicht TWD ist. Keine gefühlten 30 Minuten eine Rick-Ansprache pro Folge, kein qualvoll in die Länge gezerrtes Narrativ um jede Minute eines jeden Charakters erzählen zu können/müssen. Ich mag/mochte FearTWD, weil Madison charismatischer, cooler und konsequenter ist als Rick. Und besonders, weil sich die Story nicht über 30 Charaktere spannt, deren Namen man ständig vergisst, sondern lediglich um eine Familie und ein, zwei Nebencharaktere, die auftauchen und wieder verschwinden. FearTWD ist überschaubar und man empfindet echte Sympathie, weil, erneut, es nur eine Handvoll Protagonisten gibt und keine 30, deren Überleben man recht gleichgültig gegenüber steht. Ja, stirb, Person deren Name ich schon wieder vergessen habe. Who cares.

Es werden also 6 weitere neue Haupt- wie Nebencharaktere eingeführt: wie Morgan; Morgans Begleiter John, der zugegeben ein gewisses sympathisches, naives Element mitbringt; Maggie Smith (LOST, Taken) als filmende Journalistin Althea; einen neuen (Hipster) Big Bad namens Mel mit Trailerpark; sowie ein kleines Mädchen und Jenna Elfman als Naomi. Und zu guter Letzt verwirrt die erste Folge unnötig sinnlos mit forcierter Suspense-Mystery, während die Zweite unterschiedliche Timelines aufklaubt, und am Ende der ersten Hälfe das Rätsel (Wie kam es dazu? Und viel wichtiger: lebt Madison noch?) auflösen soll. In diesem Falle wird noch mit übertriebenen Filtern gearbeitet, sodass wirklich klar ist, wann sich welche Szene abspielt.

Was bei Westworld funktioniert, wird, so fürchte ich, FearTWD scheitern lassen. Aber vielleicht sind ja auch nur die ersten 8 Folgen so gestaltet und im August geht es in der üblichen Erzähl-Taktik weiter.

Trotzdem, was zur Hölle hat man sich dabei gedacht? Ja, irgendwas muss man sich dabei gedacht haben – trotzdem bleibt mein Interesse kühl und abwartend. Die Gier nach der nächsten Folge, wie es aktuell nur The Expanse schafft, bleibt aus.

But Why?

Als verlautet wurde, dass Morgan Teil des Hauptcasts werden soll, war anzunehmen, sie bleiben in der Vergangenheit und erzählen ein weiteres Detail. Aber nein. Die Geschichte um Madison und ihre Familie springt 2 Jahre in die Zukunft, um dort anzuknüpfen, wo TWD (ich sah das Ende noch immer nicht) endete, um (vermutlich) die wenigen interessanten Charaktere aus einer längst dahin sterbenden Serie zu retten. Wie zum Beispiel Morgan. Und wenn, wie Gerüchte kursieren, Daryl Ricks Posten übernehmen soll, da (offensichtlich) auch Andrew Lincoln mittlerweile erkannte, dass TWD schon längst Zombiefutter ist, könnte TWD sogar noch einmal interessant werden. Anyway..

Andererseits, was hätte man in den zwei Jahren gezeigt? Das TWD-Universum und der Umgang mit menschlichen Ressourcen und Konflikten, Zombies und das (Über)Leben in einer postapokalyptischen Welt lässt nicht all zu viel Spielraum zu ohne ins Belanglose abzudriften. Warum nicht eine Season zeigen, wie eine Gruppe versucht, ein Postsystem (Ich weiß, es gibt einen Kevin Costner Film dazu) einzurichten oder eine Radio-Sendung zu schalten, versuchen Technik und Wissenschaft zu restaurieren, anstatt sich ständig zu bekämpfen und dumme, menschliche Fehler zu machen, bei denen man unweigerlich denkt: But Why? Warum können keine intelligenten post-apokalyptischen Serien gedreht werden?

Sicherlich, wäre alles beim alten geblieben, wäre die Story wie eh und je weiter gegangen und hätte Madison dabei begleitet, wie sie sämtliche Farmer killt, deren Farm übernimmt und, durch irgendwelche dummen Aktionen, diese wieder verlassen muss oder gar zerstört. Vielleicht ist es sogar gut, dass zwei Jahre gesprungen wurden? Who knows? I don’t. So gibt es zumindest einen Aufhänger, Cliffhanger und wooho! Abwechslung zum alten Format.

Was passiert in den ersten beiden Folgen?

Morgan wandert von Atlanta nach Texas. Allein. Denn er möchte weg von Menschen, Menschen tun ihm nicht gut. Er trifft auf Althea, eine Journalistin mit SWAT-Truck, welcher er, nach langem hin und her und gegenseitigem retten, doch ein kurzes Interview zusagt. Er trifft zu Beginn auf John, einen naiven Cowboy, der ihm nicht mehr von der Seite weicht und macht Bekanntschaft mit den neuen Big Bads. Am Ende gerät er in einen Hinterhalt von Nick, Alyssa und Victor. Aber wo ist Madison?

Episode 2 zeigt uns die Vergangenheit, mit hellem Filter, Madison und ihr Camp in einem verlassenen Baseballstadium. 47 Personen beherbergt sie und es werden immer mehr. Alles ist friedlich und Nick (wir kennen ihn meist mit Blut beschmiert neben Zombies laufend) möchte, nachdem er den Damm zerstört hatte, nicht mehr hinaus.

Die Geschichte tut ihren ersten Schritt und zeigt Charlie, ein kleines Mädchen, und ein Camp welches leer ist. Geräumt, Geräuschlos, lediglich ein paar Zombies befinden sich eingesperrt in Silos, sowie Naomi, von der man noch nicht weiß, was man halten soll. Und bald finden wir heraus, wer die neuen Big Bads sind: Menschen, die Camps von Zombies befreien, lustige Akteure, die tanzend mit Musik Zombies fangen und in einen Wagon locken. But why? Sie zwingen Madison nicht zur Kapitulation ihres Camps, sondern sie warten. Saviours 2.0: Give and live, join or die.

Und da jedes Camp irgendwann fallen muss..

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„Fear the Walking Dead“, Season 1 bis 3

Fear the Walking Dead beendete seine dritte Season nur wenige Tage bevor TWD in seine achte Season startete und wird bald, wenn TWD endet, in die vierte Runde gehen. Dies war bereits am 15.4.2018. Aktuell befindet sich Season 4 in der Sommerpause und wird im August fortgesetzt. Zeit also für einen Rückblick, und warum ich die Serie mittlerweile (viel) spannender und interessanter als TWD finde.

Das Spin-Off setzt ziemlich am Beginn der Zombieapokalypse ein, während Rick erst 60 Tage nach dem Outbreak aufwacht. Erst als FearTWD sich bereits Mitte seiner zweiten Season befindet, erwacht Rick aus seinem Koma. Genauer: FearTWD beginnt dort, als Rick angeschossen wird und ins Koma fällt. Reddit User simplygen glaubt, dass erst 40 Tage vergangen sind und ein Kommentator meint, dass Madison ein Rick-Charakter war, bevor Rick zu Rick wurde wie wir ihn kennen. Agreed.

FearTWD müsste demnach nach noch mindestens 10 weitere Seasons bekommen, um ein interessantes Crossover möglich zu machen – während TWD in seiner Zeit stehen bleiben müsste (was bei der aktuellen Geschwindigkeit (eine Season für 3 Tage?) und den Andeutungen unterschiedlicher Zeitlinien sogar in den Bereich des Möglichen rückt). Ich sähe gerne eine Gegenüberstellung zwischen Madison und Rick. Rick würde eindeutig verlieren. Madison ist viel cooler. Wirklich.

Worum geht es? (Achtung Spoiler)

Die Geschichten spielen an der Grenze zu den Vereinigten Nationen und überwiegend in Lateinamerika. Spanischkenntnisse werden aufgefrischt und wir stoßen auf Spiritualität, Religion und, in der dritten Season, auf tatsächliche Native Americans.

Die Story erzählt von Madison Clarke (Kim Dickson) und deren Familie, ihrem Mann Travis, dessen aus früherer Ehe mitgebrachten Sohn, und ihren eigenen zwei Kindern: Nick und Alicia. Wie Rick, so trifft auch Madison auf die einen oder anderen Mitspieler, von denen manch einer eine wiederkehrende Rolle trägt. Von Anfang an ist klar, dass Madisons einziges Ziel es ist, ihre Familie zu beschützen und dabei geht sie für wahr über Leichen, ohne jedoch dabei in Ricks raues Jammern zu verfallen, denn dafür hat sie wirklich keine Zeit.

Die Serie punktet vor allem darin, dass die Charaktere ihren Linien treu bleiben. Wie Madison, die weit weg von Ricks Mimimi ihr Schicksal – auch Menschen zu töten – akzeptiert; oder Nick, der immer wieder zurück in seine Drogensucht fällt und diese nie ganz überwindet. Und Alicia, die nach und nach ihrer Mutter immer ähnlicher wird: Sie tut, was getan werden muss – weil es sonst niemand macht. Oder Victor Strand, der immer wieder bemerkt, dass, um zu Überleben, er nicht mit anderen sein kann.

In TWD ändert sich selten etwas und Geschehnisse wiederholen sich über zig Seasons hinweg.  FearTWD legt eine abwechslungsreiche Handlung vor. Sicherlich, zweimal landet die Familie auf einer Farm, dreimal findet sie ein neues Zuhause und dreimal geht’s daneben. Das ist wohl der TWD-Fluch. Trotzdem rief FearTWD weder ein müdes Gähnen noch an den Kopf greifen hervor. Nie drückte ich während einer Folge auf Stopp, um derweil über irgendwas belangloses auf Social Media zu scrollen.

Die Charaktere sind und bleiben konstant wahnsinnig, und es werden ebenfalls Kurzschlussreaktionen gefasst. Das Thema der 2. Season, dass die Infizierten auch nur Lebewesen sind, bringt zwar einen spirituellen Touch mit, der im ersten Moment auch schrullig wirken mag, sich aber durchaus positiv von TWD abhebt. Neben der Familie, behandelt FearTWD auch Zombies.

Es geht nicht nur ums Töten und Überleben, sondern neben dem menschlichen Miteinander auch um das Zusammenspiel mit diesen neuen Lebensformen, den Möglichkeiten und Gefahren – was dann soweit geht, dass Nick eine Zeitlang (über eine Season hinweg sieht man ihn tatsächlich nur Blut beschmiert) unter beziehungsweise mit ihnen wandelt.

Fazit: Fear the Walking Dead ist, meiner Meinung nach, eindeutig besser als The Walking Dead. Es macht einfach Spaß der Geschichte den Protagonisten zu folgen. Vielleicht tut es der Serie gut, dass sich die Handlung auf 4-5 Personen fokussiert, anstatt das versucht wird, die Lebensgeschichte von 20 Menschen mit allen Details zeigen zu wollen. Auch, dass mit Kim Dickson eine über 50 jährige Frau in der Hauptrolle steht, ist äußerst positiv zu werten.

Zusammenfassung der einzelnen Seasons bis jetzt, inklusive Spoiler.

Season 1

Die erste Staffel spielt in Los Angeles und behandelt die familiären Krisen einer zusammen geschusterten Familie. Wir sehen gerade noch, wie das Militär sich zurück zieht und die Apokalypse ausbricht. Auf der Flucht gelingt es ihnen bei Victor Strand und seiner Villa unterzukommen. Kurz darauf retten sie sich auf dessen Yacht und bald wird offensichtlich, dass Madison lediglich auf das Wohl ihrer Familie bedacht ist.

Season 2

Sie flüchten nach Mexiko auf eine Ranch, auf welcher Victor einst mit seinem Partner lebte. Aber dieser stirbt kurz nach deren Ankunft. Dessen Ziehmutter, dezent religiös wahnsinnig, hält Verstorbene und infizierte Familienangehörige in einem Keller und füttert sie. Auch Nick sieht es ähnlich und gesellt sich bald unter die Toten. Schnell war klar, wie man unter Zombies wandelt, ohne bemerkt zu werden. Gefühlte 90% ist Nick mit Blut beschmiert. Nick, der sich ebenfalls unverstanden fühlt und ebenfalls der Meinung ist, dass Zombies nur eine andere Art von Lebenden darstellen, verschlägt es nach Mexiko, wo er Luciana kennenlernt und sich verliebt. Doch die Siedlung wird kurz darauf von bösen Menschen erobert, sie flüchten erneut und landen in einem Hinterhalt.

Neben Victor gibt es noch Daniel Salazar und dessen Tochter Ofelia. Travis, der Mann von Madison, zieht derweil mit seinem Sohn aus, nachdem er dessen gewalttätige Neigung erkannt hatte. Daniel, der ebenfalls etwas wahnsinnig ist, steckt die Ranch schlussendlich in Brand und Madison flüchtet mit Victor, Alicia und Ofelia zu einem Strandhotel. Travis folgt mit zwei Männern, denen sein Sohn sich kurzerhand angeschlossen hatte, aber wenig später von ihnen ermordet wird. Als Travis dies erfährt, erschlägt er die beiden, die Situation im Strandhotel eskaliert und Madison und ihre Familie müssen das Hotel verlassen. Sie begeben sich auf die Suche nach Nick.

Season 3

Ende der 3. Season weiß man: Madison ist skrupellos und einzig das Wohl ihrer Familie zählt. Selbst wenn einer nach dem anderen bemerkt, dass dort wo die Familie ist, Menschen sterben. Am Ende der dritten Season steht auch die Ranch in Schutt in Asche. Was passierte?

Nachdem sie das Hotel verlassen mussten, werden sie von Troy Otto (Sadist und hoch interessanter Charakter) und dessen Soldaten aufgegriffen, die mit wissenschaftlicher Absicht und Neugier Experimente an Menschen durchführen, um die Länge des Sterbevorgangs zu beobachten beziehungsweise abschätzen zu können, wie schnell die Infektion Wirkung zeigt.

Trotzdem schaffen es Madison und ihre Familie die Soldaten zu überwältigen. Alicia und Travis nehmen den Helikopter, während Madision, die beinahe eines von Troys Augen in der Hand gehalten hätte, mit diesem  zurück zur Ranch fährt. Diese gehört seinem Vater Jeremiah Otto, einem wahnsinnigen Sektenführer, der das Unterfangen schon seit Jahrzehnten plante und sogar VHS Videos mit seiner Lehre verbreitete.

Kurz darauf wird der Helikopter abgeschossen und Travis stirbt. Tatsächlich wird in der dritten Season das Thema weiße vs. indigene Amerikaner aufgegriffen und ordentlich mit Klischees gewaschen. Hinter dem Konflikt stehen weitere, weit zurückreichende Konflikte und gegen Mitte der Season, soll die Ranch mit der indigen Bevölkerung geteilt werden. Immer wieder gibt es Spannungen und Madison beschließt Jeremiah aus dem Verkehr zu ziehen, es aber wie Selbstmord aussehen zu lassen.

Wir treffen Ofelia wieder, die von Walker, dem Anführer der Indigen, gerettet wurde. Während Nick und Troy eine seltsame Freundschaft beginnen und Madison mit Walker nach Wasser sucht, treffen sie Victor wieder. Madison kauft ihn mit dem Wassergeld frei, der jedoch wiederum Daniel Salazar begegnet war, der seinerseits eine gewisse Kontrolle über einen Stausee erreicht hatte, welcher doch einige Komplikationen mit sich gebracht hatte.

Das Ende naht als Troy, der von der Ranch vertrieben wird, eine Horde Zombies in Richtung dieser leitet. Aber er warnt Nick. Folgend muss Alicia, die angenagten aber noch lebendigen Rancher, die sich allesamt in einem Keller eingefunden hatten, zwecks Überleben der anderen mit Morphin narkotisieren und dann töten. Trotzdem reicht die Luft nicht für alle und nach und nach metzelt sie sich auch noch durch die letzten Rancher. Sie bemerkt, dass die Überlebenschancen mit ihrer Familie gering sind und geht ihre eigenen Wege. Nick wird, inklusive Troy, von Madison hinterher geschickt um sie nochmal umzustimmen.

Madison, Ofelia und Victor beschließen sich beim Damm nieder zu lassen, nachdem der Deal (Waffen für Wasser) durch den Verlust der Ranch geplatzt ist. Luciana hat derweil Nick verlassen und Ofelia wurde während der Flucht von der Ranch gebissen.

Spoiler Season Finale

Durch Zufall lernt Alicia Proctor John, den Besitzer des großen Bazars kennen, steht ihm bei einer Operation bei und sieht sich alsbald wieder mit ihrer Mutter und Nick konfrontiert. Victor hingegen schloss seinerseits einen Deal, fliegt aber noch rechtzeitig auf. Madison, die nicht wusste, dass Troy die Herde hergelockt hat – wobei Daniel es hingegen weiß – tötet ihn und Nick nimmt ihr das sehr übel. Sie werden gefangen genommen und auf dem Damm zum Tode verurteilt. Da Nick und Troy sie noch warnen konnten, wurden Sprengsätze angebracht und Nick droht den Damm zu sprengen.

The End

Die Doppelfolge endet mit einem dezenten Cliffhanger, aber mehr möchte ich nicht verraten. Ich gehe davon aus, dass bis auf eine Person, ein jeder überleben wird. Es wäre um Nick, Madison und auch Alicia schade, ließe man sie sterben.

Wir wissen mittlerweile wie der Cliffhanger aufgelöst wurde – inklusive Morgan, Ricks Gewissen, der nicht nur in einer Nebenrolle dabei ist. Soviel also zum Crossover – ich hätte es lieber gesehen, wie Madison Rick in den Hintern getreten hätte. Und was muss passieren, dass Morgan nie von Madison sprach?

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„The Walking Dead“, S08E05

Wir befinden uns wieder in der postapokalyptischen Zombiewelt und fragen uns: wie erging es dem Priester derweil, nachdem der Angriff gegen Negan zwar irgendwo erfolgreich, aber noch nicht zum gewünschten Ziel geführt hatte.

Und während ich Korrektur lese, fällt mir auf, könnte man irgendwo dezent einen philosophischen Unterton in der Geschichte sehen: Während Negan tötet, und Gregory versucht das Töten zu vermeiden, tötet „King Assface“ sein Volk, in dem es für ihn sterben darf. Negan versklavt sein Volk und beschützt sie dafür. Es wird auch verdeutlicht, wie unterschiedlich Begründungen und Ansichten im Bezug auf das „richtige“ sind. Negan möchte den Menschen über ihre Schwächen hinweg helfen und Gabriel will das auch, nur auf unterschiedlichem Weg. The Walking Dead hat durchaus auch eine philosophische Komponente, blickt man etwas dahinter.

Rückblende, vor Ricks Angriff

Gregory ging zu … wie war sein Name? Simon! Kurz darauf spricht er bei Negan vor und bittet, sofern möglich, dass keine Leute getötet werden. Er könne ein Massaker aufhalten, ginge zu seinen Leuten und überrede sie. Negan lacht. Glaubt er tatsächlich, dass Hilltop noch unter seiner Kontrolle verweilt. Wrong. Negan überlegt, ob er ihm zuhören oder ihn gleich töten soll. Aber Gregory ist überzeugt, Hilltop gehört nach wie vor ihm.

„People are resources“ sagt Negan, das Fundament von dem, was sie hier zu erreichen versuchen. Glaubt Gregory wirklich etwas davon was er sagt? We need to win it all. Rick, the Widow und King Assface müssen gefangen und exekutiert werden!

Negan: „We kill the right people in the wrongest way possible!“

Next!

Zurück in der Gegenwart, nach Ricks Angriff

Der Priester und Negan befinden sich noch immer im Trailer, umzingelt von Zombies, die aber nach und nach davon ablassen. Gabriel überlegt und frägt Negan, warum er andere töte? Gibt es einen Grund? Vielleicht führte sein Weg ihn hier her um eine Beichte abzulegen. Negan aber hat nichts zu beichten. Warum wurde Gabriel zum Priester? „I love God and I love people“ und beide will er zusammen bringen und ihnen durch schwere Zeiten helfen.

Negan möchte das gleiche, Leute durch ihre Schwächen helfen und erzählt, dass er einst Jugendarbeiter war und bemerkt mehrmals, dass die Menschen schwach sind. Aber er benützt deren Schwäche um sie stark zu machen. Auch Gabriel wurde stärker. Er war beim Außenposten dabei als Negans Männer im Schlaf ermordet wurden.

Möchte Negan wirklich nicht beichten bevor sie tot sind? Negan ist davon überzeugt, dass er niemanden getötet hat, der es nicht verdient hatte. Die Arbeiter behandelt er wie Sklaven – aber das sei eben Wirtschaften. Manche gewinnen, manche verlieren aber niemand hungere. Und was ist mit den Frauen? Alle hätten ihre Wahl getroffen. Gab es davor eine? Negan wird wütend, Gabriel entreißt ihm die Waffe und entkommt in einen anderen Raum, schafft es aber nicht Negan zu töten – was aber ein genialer Streich gewesen wäre mit dem niemand gerechnet hätte. Aber nein.

Negan versucht Gabriel zu überzeugen, dass sie es beide schaffen werden. Er tötete davor, aber das ist nicht seine größte Sünde. Er ließ Menschen im Stich und hörte sie sterben. Und jeden Tag arbeitet er daran, dieses Verfehlen besser zu machen. Er bietet ihm Beichte und Absolution an.

Negan erzählt, dass er einst eine Frau hatte – diese verstarb. Er hatte sie hintergangen, und sie war krank. Er beichtet, dass er sie nicht töten konnte und schwach war. Gabriel öffnet die Tür und gibt ihm die Waffe: „You’re forgiven.“ Sie beschmieren sich mit Zombieblut und gut ist. Warum nicht immer so? Gabriel stürzt, die Tarnung fällt auf. Fight.

Wieder eine Rückblende, die in die Gegenwart führt

Wir sehen erneut wie Eugene Videospiele spielt als der Strom ausfällt. Die Jünger diskutieren, nachdem ihr Führer verschollen bleibt: Solle man Negans Tod akzeptieren? „We are all Negan!“

Die Arbeiter müssen in Reih und Glied gehalten werden. Sie sind hungrig und unzufrieden. Unten im Keller, dort wo sie hausen, ist es zu heiß. Sie brauchen Wasser. „We work, you protect us“ – das ist der Deal. Irgendwer hier drinnen machte das Chaos erst möglich! Wo ist Negan? Wir wissen, dass es Dwight war, aber dieser agiert souverän. Die Leute glauben, dass es Eugene war, aber Eugene ahnt, dass Dwight dahinter steckt. So oder so, Dwight kann sie hinaus führen, ohne dass jemand zurück gelassen wird. Aber Simon ist dagegen, eine Frau schießt zwei der Aufmüpfigen nieder.

„I am Negan!“ und der all ersehnte Retter taucht zur rechten Zeit auf und die Masse kniet. Das Volk dankt und Gabriel wird eingesperrt. Irgendwie wiederholen und vermischen sich die Dinge: Ein König, der sein Volk in den Tod führt, ein Tyrann, dessen Volk willig kniet. Eigentlich eine epische Geschichte, wäre sie dramaturgisch nicht so unglaublich langweilig erzählt.

Rick and Daryl – The Boondock Saints, Teil 2345

Es ist nicht möglich, dass Rick in einer Folge nicht dabei ist – und somit wird der sterbende Fahrer zur Rede gestellt. Benzin läuft aus dem umgekippten Wagen, die Waffen versuchen gerettet zu werden. Daryl will The Sanctuary in die Luft sprengen. Dort aber gibt es Arbeiter und deren Familien! Er darf nicht. Dann eben die Nordseite, die Arbeiter sind im Süden. Aber die Arbeiter könnten sich auf die Seite der Saviours stellen und dann haben sie niemanden mehr. Das Königreich sei geschlagen.

„We’re not doing this!“ – „Nah, you ain’t doing this.“

Rick ruft ihm in Erinnerung, dass es einen Plan gibt, an den man sich halten müsse – oder auch nicht: es starben eh schon Leute, Dinge ändern sich und Daryl ist entschlossen. Rick lässt ihn das nicht tun, Daryl schlägt ihn nieder – bis das Auto mit all der Munition explodiert was ihnen die Entscheidung abnimmt.

Sie gehen in unterschiedliche Richtungen davon.

The End.

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„The Walking Dead“, S08E03

Der König hält Ansprache, die Saviours werden kommen, aber er lächelt und ist vom Sieg überzeugt. Auch wenn der Feind zahlreich überlegen ist, sie werden strategisch agieren und niemanden verlieren, nicht einmal den Traum den sie leben. Katze! Tiger!

Victory! Sie lauern und schießen. Leichen säumen ihren Weg. Der König lacht. Sie haben nicht einen verloren! „We are they“ – sagt er und erkennt zu spät, dass sie in eine Falle getappt sind. Viele sterben. Cliffhanger, yay!

Surrender vs Killing, Killing vs Executioning

Tara, Jesus und Morgan bringen die Gefangenen nach Hilltop, denn Maggie weiß was zu tun ist. Warum sieht Jesus aus wie der westlich-idealisierte Jesus und warum verhält er sich so? Ganz gleich was sie getan haben, sie sind Menschen! Sie alle haben getötet, aber es gibt einen Unterschied zwischen töten und exekutieren. „Not here“ sagt Morgan.

Einer der Gefangen provoziert Morgan, doch bevor dieser ihn erschießen kann, werden sie von Zombies überrascht, die sich sogleich an den wehrlosen Gefangenen vergehen. Ha Ha. Karma, b*tch!

Die Gefangenen fliehen. Morgan eilt hinter her. Jetzt darf er sie töten. Oder auch nicht. Jesus hält ihn (erneut) davon ab. Was glaubt er, passiert wenn sie fliehen? Dass sie sich ändern und gute Bürger werden? „It doesn’t change!“ ruft Morgan. Jesus, der eben Jesus ist, will aber nach wie vor einen „anderen“ Weg einschlagen. Maggie wird wissen was zu tun ist. Sie müssen mit diesen Menschen danach leben, und einen Weg des Friedens finden. Heroische Worte in einer Welt des Chaos. Madison Clarke (Fear The Walking Dead) oder auch Carol hätten die Gefangen schon längst getötet.

Fight zwischen Morgan und Jesus. Morgan weiß, dass er nicht das richtige tut, was aber nicht bedeutet, dass das was er tut, falsch ist. Aber er sieht, erneut, er kann kein Teil davon sein. Und geht.

Kurz darauf in Hilltop: Gregory klopft an die Tore. Gregory, der dem Priester das Auto gestohlen hatte, bettelt nun jaulend wie eine geschlagene Hyäne um Gnade. Bossmode Maggie stellt ihn zur Rede. Was tut er hier? Er versucht sich heraus zu reden. Er versuchte nur Leben zu retten. Er glaubte nicht, dass sie gewinnen könnten und er war ängstlich. Lässt Maggie sich überzeugen? „I was wrong, I made a mistake and I’m sorry.“ Hat sie kein Mitleid? „Open your heart! Have you no mercy?“ Meine Güte. Aber sie lässt ihn hinein: „He is not worth killing.“

Und als bald er sich in Sicherheit wiegt, will er die ankommenden Gefangenen nicht rein lassen. Verräter! Wie könne man nur! Er hat hier das Sagen. I don’t think so. Bossmode Maggie is not amused. Jesus will sie in Trailer draußen einsperren. Maggie findet es dämlich. Trotzdem, man kann/darf sie nicht töten – was aber in diesem Falle das beste wäre. Alternativ kann man natürlich auch auf die Variable „Zombie“ warten, bis diese wieder aus dem Wald trotten und nach Blut, Hirn und Fleisch dürsten.

Rick-Storyline

Morales aus Season 1 frägt, warum er, Rick das Monster, hier sei? Rick tut es leid, auch er hatte Freunde und Familie verloren. Morales zögert und Rick erzählt, wie Negan Glenn vor der schwangeren Maggie getötet und wie er seinen Kopf eingeschlagen hatte. Auch Morales verlor seine Familie und die Saviours haben ihn gerettet und ganz gleich was passierte, sie alle starben auf dem Weg hier her. So auch er. Daryl tötet ihn von hinten ohne Vorwarnung. Rick is not amused.

Draußen wird immer noch geschossen – bis die übrig gebliebenen Saviours hinein eilen. Zu Rick und Daryl. The Boondock Saints continues. Trotzdem geht irgendwann eben doch die Munition aus und Feuerlöscher stellen sich nicht nur im Brandfall als praktisch dar. Negan HQ – cleared. Wo war noch gleich der Trailer mit Negan und Gabriel?

Und kaum war Frieden, wird wieder geschossen. Aber es ist nur einer, vernachlässigbar. Rick gibt dem Angreifer sein Wort, er ließe ihn gehen, wenn er sich ergibt. Er befrägt ihn nach den Waffen, die aber zu einem anderen Outpost gebracht wurden und Daryl erschießt ihn trotzdem. Die Gefangenen von Jesus hätten keine Überlebenschance wenn Daryl in deren Nähe kommt. Aber hey, es braucht eben einen Guten und es braucht eben Fahrlässigkeit, damit auch für Season 9 bis 11 ausreichend Material vorhanden ist.

A lovestory must end

In der letzten Folge wurde Eric angeschossen. Er sitzt an einem Baum, die Wunde blutet. Eine laue Brise im Hintergrund, die Sonne glitzert zwischen den Ästen, ein letzter Kuss. I love you. Aaron geht, stürzt sich in den Kampf und Eric stirbt den Heldentod. Gegen Ende nimmt Aaron dafür den Säugling den Rick fand, mit nach Hilltop.

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„The Walking Dead“, S08E01 und S08E02

Kaum verabschiedet sich Fear the Walking Dead in die Winterpause (bis Sommer 2018) beginnt The Walking Dead wieder.

Man weiß nicht so ganz genau, wann die 8. Season angesetzt ist, denn einerseits scheint Judith mächtig gewachsen zu sein, während Klein-Glenn in Maggies Bauch noch immer vor sich hin dümpelt. Und dann wäre da noch die Sache mit den drei bis vier Zeitlinien. Jene, mit Ricks Ansprache und in der offensichtlichen Gegenwart; jene, in denen Rick weint – oder gebissen wurde und die Sequenz einer glücklichen Zukunft, die sich lediglich in dessen Traum abspielt? Who knows!

Fakt ist, der Kampf gegen Negan geht weiter – und das mit vereinten Kräften. Spoiler.

Rick, Maggie und der König sprechen zu ihren jeweiligen Völkern, Enid darf an der Front kämpfen, während Michonne und Coooral Alexandria bewachen und die nächsten vier Folgen auch nicht mehr gesehen werden. Bei den Vorbereitungen lässt Mad Max grüßen, die Karossen sind sicherer als zuvor. Das bringt dem Priester jedoch nicht viel, wenn der böse Ex-Hilltop-Chef ihm das Auto stiehlt und diesen alleine lässt, bis er sich mit Negan in einem Container befindet, der von Zombies umzingelt wird.

Fazit: Alles wie gehabt und der Kampf geht weiter.

Die zweite Folge beginnt so kryptisch wie sie aufhört. Der Kampf wird fortgesetzt und eines von vermutlich zahlreichen Negan-Camps rüstet sich, und wird alsbald angegriffen. Es wird geplant, während Carol, der König und seine Gefolgschaft sich in einem anderen Gefecht befinden. Um heraus zu finden, was jetzt genau in dieser Folge passierte und vor allem wo, zog ich das Internet zu rate, doch die erste Adresse, Forbes, weiß genau so wenig.

Kurz um: Es wird gekämpft. Der König ist vom Sieg überzeugt, aber Carol zweifelt. Sie versucht überzeugt zu sein, weiß es aber (vermutlich) besser. Währenddessen stürmen Rick und Daryl Negans altes HQ. Irgendwo sind Tara, Jesus und Morgan, Ricks Gewissen – der sich mittlerweile überwinden konnte und kräftig mit mordet.

Aber der eigentliche Konflikt (der sich, ich fürchte fast, über die gesamte Season ziehen wird) zeigt sich bei folgender Szene:

Tara und Jesus finden ein Kämmerchen. Der sich darin Versteckte mit Urin befleckter Hose bettelt um sein Leben. Ein armer Arbeiter sei er gewesen. Tara will ihn töten, Jesus ist Jesus Christ Superstar und weigert sich. Nach einem kurzen Handgemenge, knebelt Jesus diesen. Tara gefällt das nicht. Es ginge nicht um Rache, sagt sie, die ihr Jesus vorwirft, sondern um „getting it done“.

Kurz sah es so aus, als ob Morgan selbst zum Zombie werden würde, dem ist aber nicht so, denn wie er uns davor wissen lässt: He doesn’t die. Ein Faux-pas, dass mittlerweile (und nicht nur in TWD) viel zu oft passiert: Das Ankündigen von Momenten, die ohne Ankündigung tatsächlich etwas spannend (oder gar unerwartet) sein hätten können.

Auf dem Schlachtfeld draußen wachen die ersten Zombies auf und beißen zu. Daryl besucht sein ehemaliges Zuhause an der Easy Street und Rick findet einen Säugling. Right in the feels. Kurz darauf wird er angegriffen, von Morales, den wir aus Atlanta kennen sollten. Es sieht so aus, als werde er niedergeschlagen? The End. Cliffhanger. Yay! Ad Morales: Wtf? Sie graben tatsächlich Charaktere aus Season 1 wieder aus?

Der König und seine Brigade schaffen es mit Jesus‘ Hilfe den verbliebenen Negan-Jüngern eine Falle zu stellen. Sie nehmen Gefangene. Und erneut: Tara ist dagegen. Jesus und Morgan sind dafür. Sie werden nicht töten. Carol und der König finden derweil im Wald einen Verletzten, dem sie auf der Spur sind und der auch gleich vom Tiger gefressen wird. Katze!

Am Schießplatz wird immer noch geschossen und Eric, der Freund Aarons, wird angeschossen. Er ist kein Lead-Character, sondern nur ein Nebendarsteller. Er wird die Wunde nicht überleben, soviel ist sicher.

Fazit: Erinnert sich ernsthaft jemand an all die Namen und kann die Geschehnisse noch fehlerfrei zuordnen?

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„The Walking Dead“, S07E15 und S07E16

Seasonfinale! Spät aber doch. Was mir von den beiden Folgen noch stark in Erinnerung geblieben ist, ist die Musik. Die teilweise an die 1980er erinnernden Instrumentalstücke, die so gänzlich surreal und so .. entfernt und distanziert wirkten.

Oceanside

Es kam wie es kommen musste und Tara hatte das Versteck der Frauen von Oceanside preisgegeben. Erwartungsgemäß fühlte sie sich schlecht. Zurecht. Binnen kürzester Zeit erreicht eine Gruppe das Lager und Tara hatte sich im Haus versteckt. Offenbar ohne Probleme. Cindy (meine Güte, die ganzen Namen) ist wütend, sie hätte sie gleich von Anfang an töten sollen. Hätte sie. Aber Tara hatte keine Wahl: Sie brauchen ihre Waffen. Entweder jetzt oder die anderen (unter der Leitung Ricks) greifen ein. Aber die Frauen von Oceanside sind davon überzeugt, dass es kein Gewinnen gibt – der Schmerz über den Verlust sitzt noch immer tief. Zu spät. Rick löst Explosionen aus und stürmt das Lager. Taras Waffe war übrigens leer, denn wieso solle sie jemanden verletzen wollen? „No one needs to get hurt!“ – einer von Ricks Lieblingssätzen, bis er sämtliche Leute im Kampf verliert. Nach und nach können weitere Amazonen für den Endkampf gewonnen werden und als die alte Frau nicht möchte und sich weigert und mit einer Waffe droht, wird sie von Cindy nieder geschlagen. Die Freiwilligen ziehen mit Rick und den erbeuteten Waffen von dannen.

Hilltop

Bosslady Maggie regiert Hilltop und Gregory weiß das. Schlimmer noch, dass manche seiner Leute Zeuge wurden, wie Maggie ihn vor einem Zombie retten musste und lässig sagte: „Er übt noch“- Gregory hat sein Gesicht verloren, endgültig. Maggie for president! Maggie, die immer wieder in Sashas Tagträumen auftaucht, in Rückblenden oder Erinnerungen. Maggie, die schwanger ist und deren Kind sich bald zu Judith gesellen und damit Cooral mit Enit zum Babysitten verdonnert.

Sasha

Sasha, wir erinnern uns, zog es vor gegen Negan alleine an zu treten und landet in Daryls alter Zelle. Negan, freundlich wie eh und je, erledigt den Fast-Vergewaltiger und gibt ihr ein Messer. Sie kann ihn damit töten, sich selbst oder den bald erwachenden Walker. Oder: Sie hilft Negan. Negan, der sie eben gerettet hatte. Aber Sasha zieht den Suizid mit Eugenes Hilfe vor, auch wenn er ihr dazu rät, das Angebot anzunehmen. Man könne schließlich nicht ewig rennen. Natürlich nicht! Und besonders dann nicht, wenn man sich eine hervorragende Position erschummeln konnte. Die Tabletten, die er einst für die Mädchen von Negan entwickelt hatte, gibt er nun Sasha – die in einem Sarg in Richtung Alexandria anreist – und dort, erwartungsgemäß als Zombie heraus klettert. Live long and prosper!

Alexandria

Zu Beginn der letzten Folge stellte sich Dwight Rick gegenüber, der sich aus Negans („I am Negan, we’re all Negan“) umklammernden Griff befreit hatte und nun für die Freiheit unter Ricks Führung kämpfen möchte. Denise (deren Freundin er erschossen hat) möchte ihn tot sehen und Daryl ist drauf und dran ihr diesen Gefallen zu tun. Aber lässt es schlussendlich. Dwight wird eingespannt bei Negan zu spionieren.

Dass der vorbereitete Plan Negan eine Falle zu stellen natürlich daneben gehen muss, ist klar. Was wäre eine ganze Season Vorbereitung ohne Fail? Alle sind in Position und Eugene steht auf dem Truck. Wird Rick Eugene erschießen? Und als die vorbereitete Bombe nicht zünden will.. kommt es wie es kommen musste.. Jadis und die Schrottplatzkids sind und bleiben Trash. Negan hatte ihnen ein besseres Angebot unterbreitet, was diese bereitwillig angenommen hatten.

Als der große Kampf mit berittener Kavallerie und einem CGI Tiger (der Coooral vor Lucile rettet) und einer ganzen Menge Mannes- und Frauenkraft (Carol!! Maggie!!) von statten ging, spürte auch ich, die immer höhnisch und sarkastisch lästert, eine Träne in meinen Augen. Ja wirklich! Meine Augen wurden feucht vor Freude. Diese liebevolle und zugleich starke Inszenierung des endgültigen… wtf? Negan lebt noch immer? Es geht weiter? Das war erst der Anfang? Ich Naivchen, hatte ich doch tatsächlich geglaubt, der Kampf gegen Negan fände nun sein Ende..

Auf zu Season 8! Die vermutlich in kürze, also im Oktober 2017 bei AMC zu sehen sein wird. Yay! Derweil begnügen wir uns mit Fear the Walking Dead in seiner aktuell dritten Runde. Und ich gebe offen und ehrlich zu: Der Ableger gefällt mir um einiges besser, und nicht nur – weil eine Frau mittleren Alters (geb. 1965) die Hauptrolle mimt, sondern weil.. dazu kommen wir noch. In einem eigenen Beitrag. Demnächst.

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„The Walking Dead“, S07E14

„Es tut sich was“ – als ich dies, dreifach wiederholt, im letzten Beitrag schrieb – den ich Wochen zuvor verfasste (aber nicht online gestellt) hatte – ahnte ich nicht, dass nur mehr zwei Folgen ausstehen. Zwei Folgen! Nein, es wird keinen Krieg diese Season geben. „Aber das war doch abzusehen!“ möchte man mir sagen, und man hat ja recht. Vermutlich wird es noch den einen oder anderen Toten geben, aber auch die letzten zwei Folgen werden sich gemütlich dem Ende zu winden, wie eine fette Katze, die sich aus Faulheit zum Futternapf robbt, anstatt auf allen Vieren zu spazieren.

Und auch in dieser Folge wird mit dem Vorschlaghammer klar gemacht, wie wichtig Musik ist. Jeder Szene ihr eigenes Genre. Warum auch nicht?

Die Folge eröffnet mit Vorbereitungen in Hilltop. Sasha und Maggie beim Ultraschall, Maggie und Enid gemeinsam am Tisch. Sasha, die Enid für das Kind ein Armband gibt, und Jesus Kickass Christ, der versucht Sasha zurück zu halten. Gut, soll sie gehen, aber zumindest Maggie sollte davon erfahren. Auch Daryl ist da.

Maggie, Daryl und Mr. Winselmeyer

Mr. Winselmeyer, der Bürgermeister von Hilltop, Gregory mit Namen, bekommt erneut Besuch von den Saviours, von Simon, die nach Daryl suchen, der sich sogleich mit Maggie in der Fresskammer verstecken muss. Ein abwegiger Saviour findet den Eingang und Daryl ist bereit den Dieb zu massakrieren. Aber nein, Maggie hält ihn zurück und es folgt ein Gespräch. Seit er in Hilltop ist, hat er weder Wort noch Blick mit ihr gewechselt. Warum? Er gab sich die Schuld für Glenns Tod. Und Maggie sagt: „You’re one of the good things in this world“, denn das dachte Glenn. Und auch Glenn war eines der guten Dinge in der Welt. Maggie will Negan ebenfalls töten, jeder will das, aber sie müssen gewinnen. Und weil sie gewinnen müssen, wird die Season unnötig in die Länge gezogen, denn das geht nicht in einer Season, sondern braucht mindestens fünf. Daryl weint und sie umarmt ihn. Ja, starke Männer dürfen/können/sollen auch Weinen dürfen/können/sollen.

Simon derweil hat eine Menge Aspirin da gelassen, was Mr. Winselmeyer so gar nicht freut. Hat er sich doch immer an die Abgaben gehalten, die Leute müssen ihm doch vertrauen, sonst.. Sonst? Rein hypothetisch betrachtet könnte sich eine Gruppe ihm entgegenstellen.. Wenn das der Fall wäre, so solle er ihn, Simon, doch bitte aufsuchen. Simon nimmt den Doktor mit, dessen Bruder im Ofen gelandet ist. Gegen Ende der Folge droht Mr Winselmeyer Jesus Christ.

Love Affairs, No. 2934

Sasha wird von Rosita gefragt, beinahe aufgefordert, eher wird ihr keine andere Wahl gelassen, den quasi gemeinsamen Lover zu rächen. Ein trauriger Moment huschte über die Scheibe, der uns wieder an die Realität erinnert, dass selbst wenn man sich in einer Postapokalyptischen Welt befindet, es trotzdem noch sowas wie Liebes-Glück und Leid gibt, als die Kamera Rositas Blick einfängt, die die Kette, die sie für Abraham gemacht hatte, nun an Sashas Hals baumeln sieht: „Like it? I made it.“

Rosita will nicht reden, aber irgendwann kommt dann doch das Gespräch – in einem Lagerhaus, dass direkt gegenüber der Zombiehalle von Negans Saviour-ville ist. Rosita will reingehen, Sasha will draußen bleiben: „Stay outside, make it clean. Make it out alive“. Aber Rosita ist das egal. Sie beide wollen ihn töten, aber Sasha gebührt die Ehre – so die Bedingung, dass sie mit geht.

Sasha bemerkt, und so wird auch uns nochmal verdeutlicht, dass Rosita nicht nur Eye Candy ist, sondern auch was auf dem Kasten hat: Bomben entschärfen, Autos kurzschließen, Knoten machen. Und irgendwann sprechen sich die Frauen dann doch aus. Rosita lernte von Männern, die sie zwar beschützen wollten, aber es schlussendlich nicht vermochten. Der gute Sex war Nebensache, aber Rosita lernte, bis sie die Lover überholt hatte. Und der rote Soldat? „I fell with him because he saw I can handle my shit“. Sie hasste Sasha und doch war sie glücklich, dass Abraham glücklich war und vielleicht hasste sie Sasha auch deswegen, weil sie zuerst bemerkte, dass er im gemütlichen, friedlichen Alexandria nicht glücklich war und den Kampf brauchte. War Rosita glücklich? Ja, sagt sie. Dann tritt Negan auf, der auch sogleich wieder verschwindet. It’s too late baby now.. it’s too late..

Sie beobachten Eugene aus der Entfernung der Anweisungen gibt und alsbald sich die Möglichkeit der Flucht ergab, sagt er: Nein. Er hat nicht gefragt gerettet zu werden. Hätten wir auch so gehandelt? Einen guten, erlogenen Platz aufgegeben, um auf ewiger Flucht zu sein und bei Festnahme im Ofen zu landen? Hätten wir? Wären wir mit gegangen? Wären wir? Wozu Hunger und Spott leiden, wenn man einen gefüllten Magen und Anerkennung haben kann? Ein weiches Bett und Kuscheltiere? Wir sahen wie Rick schlief: Auf hartem Boden.

Am Ende der Folge sperrt Sasha Rosita aus und Rosita kehrt frustriert zurück, während sich Sasha einen Kampf auf Leben und .. nunja, Tod liefert. Wir können also davon aus gehen, dass Sasha das Zeitliche segnen wird, da sie im Moment in Montreal STD dreht. Es handelt sich hierbei nicht um einen Film, der „Sexual Transmitted Diseases“ thematisiert, sondern um Star Trek Discovery.

Rosita wird von Daryl oder Dwight (the rage of the internet!) beobachtet/abgeholt.

Fazit: Es wird sich nicht mehr viel tun..

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„The Walking Dead“, S07E12 und S07E13

Es tut sich was, es tut sich was, es tut sich was. Gut so. Geschrieben vor ca. 10 Tagen.

Honeymoon und Zombies

Rich und Michonne campen, kämpfen und suchen nach Waffen um sich für den großen Krieg vorzubereiten (und Jadis‘ Wünschen nachzukommen). Zwischendurch kopulieren sie. Honeymoon im Post-Apokalyptischen Zeitalter. Rick genießt die Zweisamkeit und würde die Tage (vielleicht sogar Wochen und Monate) gerne noch ausdehnen, aber Michonne macht sich Sorgen und möchte zurück gehen.

Sie finden ein Militärlager, die Zombies tragen noch alle ihre Waffen. 63 an der Zahl, die sie später Jadis aushändigen, die aber die doppelte Menge will und mit überlegenem Alienhaften Gesicht auf Rick herunter lächelt. Ja ja, sie kämpfen schon mit ihm, aber sie will die Waffen und die Katze. Rick möchte 10 behalten. 5. Und so weiter. Gegen Ende behält er 20.

Die CGI-Reh-Szene störte mich jetzt weniger, und vermutlich steckte man lieber drei Blicke mehr in die Zombies und den Tiger, aber mei. Sicherlich, auch der andere Fehler, dass die Zombies am Jahrmarktsgelände, nachdem Michonne aus weiter Ferne snipert – ungestört weiter trotten. Mei, lass es der Romantik wegen egal sein. Gönnen wir ihnen eine gute Zeit und seltsame Pläne, die Autos involvieren..

Die Frage was „danach“ ist, interessiert auch Michonne. Die Welt muss „re-organisiert“ werden und Michonne möchte die Aufgabe in Ricks Hand legen, aber Rick möchte es mit ihr gemeinsam machen. Als das Gemetzel beginnt und Rick auf ein Mini-Rießenrad klettert, um das Reh zu Begutachten, fällt er rücklings hinab und Michonne glaubt, Rick wird eben von Zombies verspeist. Eine Welt bricht zusammen. Doch als sie bemerkt, dass er noch lebt, fällt sie ihm um den Hals und alles ist gut. Oder? Sie klauben die Waffen zusammen, nehmen Proviant mit (davon gibt es ganz viel) und treten den Heimweg an.

Später im Auto ist sie sichtlich verstört. Und Rick hält eine Ansprache: Es geht nicht mehr um sie beide. Wenn er stirbt, dann muss sie weiterleben, um die Gruppe zu führen. Es geht um die Zukunft, „We’re gonna fight them!“ sagt er, „It’s not about us anymore“. Deutet das auf Ricks Tod hin? Würde man Rick sterben lassen? Würde man? Ich sehe Fans mit Boykott drohen, wenn das passiere. Gäbe man dann der Serie ihren Frieden, die von Season zu Season nur noch mehr gestreckt wird? Gäbe man? Wer weiß.. Aber vermutlich nicht.

Zwiespalt und Rache

Tara hat es nicht leicht. Sie weiß, das Rick die Waffen und die Anzahl der Amazonen braucht, aber sie hält dicht. Und die Kamera, die von Folge zu Folge auf Taras leidenden Blick verweist, legt uns nahe: Ja. Da kommt was. Nur Judith gegenüber erwähnt sie die Amazonen am Meer. Und es würde in einer unkontrollierten Schießerei enden. Die Amazonen machen keine Ausnahmen mehr. Und sie frägt, was ihr aller Leben wertvoller mache, als das von ihnen? Nur, weil sie sich dem Übel stellen wollen? Tara zweifelt und leidet und gegen Ende erzählt sie Rick davon. Es kommt, wie es kommen muss.

Rosita hingegen drängt auf Vergeltung. Ihr Wille zur Rache ist sogar so stark, dass sie sich mit der Frau verbündet, wegen der Abraham sie verlassen hatte. Sie brachte Sasha was zum snipern mit. Doch zuvor hat sie noch eine Auseinandersetzung mit dem Priester, nur zu fürs Protokoll und das Kapitel abschließend. Er ist der Meinung, dass er richtig gehandelt hatte, sie zum Warten zu bewegen. Hätte er das nicht getan, wäre Negan vielleicht bereits tot. Who knows..

Carol und das Königreich

Wenn wir uns ehrlich sind, hatte Episode 13 nur einen Sinn: Carol und den König dazu zu bewegen, dass sie mit Rick gemeinsam gegen Negan in den Krieg ziehen. Und dafür musste ein kleiner Bub sterben, Carols Fanboy. Man hätte es ahnen können. Er wollte von Carol lernen, brachte Morgan ein Buch und hatte außergewöhnlich viel Screentime und so verblutet er wenig später auf Carols Tisch.

Aber was passierte? Lasst mich von vorne beginnen: Der königliche Garten weist Schädlinge auf, die Ernte muss verbrannt werden, aber sie wird wieder wachsen: Indiz eins: Die Lieferungen an Negan können nicht mehr (rechtzeitig) eingehalten werden. 12 Kohlköpfe (Nachtrag: oder Melonen) wurden bestellt. Auf dem Weg zum Abgabeort, stehen plötzlich Einkaufswägen ineinander geschoben, die einen Pfeil abgeben und zu einem Grab führen, dass bereits geschaufelt ist und „Burry me here“ sagt. Man wundert sich. Irgendwie hinken manche Szenen gewaltig..

Negans Leute sind nicht ganz so überzeugt davon als sie bemerken, dass ein Kohlkopf (Nachtrag: oder Melonen… wie zum Teufel kam ich auf Kohlköpfe?) fehlt. Richard bietet sich als Todesopfer an. Zudem sollen sie alle ihre Waffen abgeben. Entweder sie händigen sie aus, oder lassen es auf eine Schießerei ankommen. Der König in Sorge, bedacht auf Frieden und emotional aufgewühlt, gibt sie ihnen. Aber der zottelige Redneck schießt Benjamin, den Buben, an. Indiz zwei: Eine unfaire Behandlung, die nach Rache dürstet.

Richard hatte später zu Morgan gesagt, er hätte sich freiwillig hergegeben, er hätte sich als Opfer angeboten, um den Krieg zu starten. Aber jetzt sei es an der Zeit Vertrauen zu schüren um dann zuzuschlagen. Morgan stranguliert Richard vor den Saviours und erzählt dem König was vorgefallen ist. Es war also Richards Idee: Das Grab, in dem er dann tatsächlich begraben wird – was wohl auch das Grab seiner Tochter war – denn wir erfahren noch kurz von seiner tragischen Geschichte, wie er Kind und Frau verlor – der Pfeil Aus Einkaufswägen und der fehlende Kohl. War es also die Vertrauensaktion? Negans Handlanger war übrigens sichtlich bedrückt, als er vom Tod des Jungen erfahren hatte.

Und Carol? Die leidet unter Albträume und raucht. Sie verlässt das Haus, macht sich auf den Weg ins Königreich und beweist Gelassenheit, indem sie, ohne mit der Wimper zu zucken, mindestens fünf Zombies mit der Stange eines Verkehrsschildes vom Baum herab metzelt. Sie ahnt, dass etwas nicht stimmt und frägt Morgan, warum Rick beim König Audienz wollte. Was passierte in Alexandria? Aber Morgan meint, sie solle Daryl fragen. Er habe über ihren Aufenthaltsort gelogen, es ist nicht seine Sache, ihr von Alexandria zu erzählen. Aber ja, sie haben einen Deal mit den Saviours. Und Morgan fragt sie, ob sie zufrieden ist mit dem was sie wollte. Einsamkeit und Frieden? Oder war es schon zu spät? Carol verliert eine Träne und stürmt aus dem Haus.

Nach dem Inzident mit Richard sucht das verstörte gute Gewissen von Rick, Morgan, Carol auf. Morgan frägt, ob sie wissen will, was in Alexandra passierte. Sie möchte wissen, was mit ihm passierte. Er erzählt in aller kürzer. Dann berichtet er von Alexandria, eben so kurz. Er möchte gehen und Negan töten. Jetzt sofort. Indiz drei: Carol schreitet zum Kingdom und auch der König weiß: Es wird Zeit. Aber nicht heute. Auch nicht morgen. Und vielleicht auch nicht mehr dieses Jahr. Morgan spitzt seinen Stock zu.

Fazit: Es wird langsam.. aber nur.. langsam.

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„The Walking Dead“, S07E11

Immer noch eine Folge hinten dran.

Nein, wir erfahren in dieser Folge nicht, wie es mit Rick und den Schrottplatzkids weiter geht und nein, wir erfahren noch nicht, ob Tara das Versteck der Amazonen preisgibt, und nein, wir erfahren nicht, wie sich der König schlussendlich entscheiden wird. Diesmal erfahren wir, wie es Eugene ergangen ist.

So wie es aussieht, hat Negan Verwendung für den notorischen Lügner. Alsbald er sich in einer Situation befand, die ihn entlarven hätte können, gibt er sich als mehrfacher Doktor und Mitglied des Human-Gene-Experiment zu erkennen. Doctor Smartypants! Negan hat auf jeden Fall Verwendung für ihn. Ein gemütliches Zimmer mit Bett, Spielkonsole, Microwelle und einem gefüllten Kühlschrank darf er nun zur Gänze sein Eigen nennen. Ob es Hummer gibt? Nein, aber Essiggurken. Was lernen wir daraus? Lernt etwas anständiges oder zumindest zielsicher zu Lügen, dann hat auch der Diktator von Nebenan im Zweifelsfall Verwertung für euch.

Eugene macht währenddessen mit dem Negan-Kollektiv Bekanntschaft und verbringt einen Abend mit drei von Negans Frauen – die ihm beim Computerspielen zu sehen. Sie bieten sich ihm an, aber er verzichtet darauf. Trotzdem, ist es seine Nacht und er zeigt ihnen ein Experiment. Jubelfreude. Später besuchen sie ihn erneut und bitten ihn um Hilfe. Sie beide hätten sich dafür entschieden, Negans „Frauen“ zu sein, aber Amber* gehe es nicht gut. Wir sahen sie trinken und weinen. Sie bitten um Suizidtabletten. MacGyver-Eugene lehnt zunächst ab, willigt dann aber doch ein. Im Camp selbst lügt er erneut, er sei Negans Beauftragter und nimmt sich was er für brauchbar hält oder auch nicht und krallt sich zuletzt ein Stofftier, mit dem er ab sofort stets herum läuft. Also irgendwie wirkt er mittlerweile sympathisch. Negans Frauen besuchen ihn erneut, aber er sagt, dass die Pillen mittlerweile für Negan seien und ich dachte mir: Warum nicht? Opfere die Leute im Camp, die Leibeigenen und all die Negans für einen guten Zweck. Ein kleiner Outbreak könnte vielleicht Wunder wirken und die Zahl an Negans dezimieren. Unethisch, ja. Aber es könnte funktionieren.. Opfere 164 Menschen um Tausende zu retten? Und der zweite Gedanke: Wenn es Negans Frauen sind.. Spitzel? Hallo? Irgendwer?

Gegen Ende bekommt er Besuch von Negan persönlich. Wer er sei? Negan. Und das Internet shitstormed: Hochverrat! Verräter! Wie kann er nur! Töten lassen solle er sich. Bad Eugene. Bad! Eugene versucht eben zu überleben. Das täten wir alle. Wir sind keine Ricks, keine Daryls oder Carols. Wir wären Eugenes. Und was lernen wir daraus: Schaut euch ausreichend MacGyver und die ScienceBusters an und beeindrucket im Falle einer Apokalypse den Diktator von Nebenan.

Und auch von Dwight sehen wir mehr. Dwight, der Mann mit dem verbrannten Gesicht, der selbst in Genuss von Easy Street… And it feels so sweet.. Cause the world is but a treat.. When you’re on easy street kommt. In seinen Sachen, die Daryl unordentlich zurück gelassen hatte, findet er später die Notiz, auf der „Go now“ steht. Die Notiz stammt von Sherry, die ebenfalls weg ist. Dwight wird hinaus geschickt, um sie zurück zu bringen. Schnurstracks sucht er das Haus auf, in dem sie sich immer wieder finden wollten. Er bringt Bier und Brezeln mit. Sherry ist nicht da, aber sie hat einen Brief hinter lassen. Warum sie Daryl raus gelassen hat? Weil er sie an Dwight erinnerte, wie er einst war und „and I wanted to let you forget.“ Sie fügt hinzu: „Sorry that I made you into what you are“ – Dwight allerdings – und so meine Herrschaften, sieht vermutlich wahre Liebe aus – lügt gegenüber Negan und sagt, er hätte sie getötet. Zum Schluss wird der Doktor, der ständig Fragen stellte, ins Feuer geworfen. Er hätte Daryl befreit und anstatt das Oldschool-Bügeleisen aufs Gesicht gepresst zu bekommen, verschwindet er im Ofen.

Am Ende sind sie wohl beide, Eugene und Dwight, Negan. Sie stellen sich vor, aber es bleibt dabei: „We’re Negan“.

* Die Namensvielfalt macht mich wahnsinnig..

Fazit: Joa.. Es tut sich was. The Show must go on..

Dafür einen Link: Just Crazy Enough To Work: All The Best ‚Walking Dead‘ Fan Theories In One Place (moviepilot.com)

Ein Kommentar

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„The Walking Dead“, S07E09 und S07E10

The Walking Dead meldet sich zurück.

Ein Zombie für ein Königreich

Alles in allem geht es mittlerweile darum, das Königreich auf die Seite der Aktiven zu ziehen, und auch der König merkt, es wird knapp. Negan will immer mehr und in immer kürzeren Abständen. Die Bewohner von Hilltop haben sich quasi unter Maggies Führung dazu bereit erklärt, Widerstand zu leisten. Wurden Rick und Co. in der 9. Folge noch von Jesus dem König vorgestellt, geht es in der 10. darum, diesen für sich ein zu nehmen. Aber der König, der dieses Königreich für die Menschen erbaut hatte, hält nichts davon mit Rick gegen Negan in den Krieg zu ziehen. Er hatte schon genügend Leute in den Tod geschickt, damit hätte er abgeschlossen. Der Tiger faucht. Daryl wird Audienz gewährt, und somit bekommt der „sexiest redneck alive“ wieder etwas mehr Screentime. Es wurde aber auch Zeit.

Die gesamte 9. Folge wird von seltsamer Stimmungsgeladener Musik begleitet, die das Mid-Mid-Mid-Winter-Season Finale aus- und den Endspurt einleitet. Kinder üben im Hintergrund den Umgang mit dem Bogen, Soldaten laufen ihre Runden. Das Königreich wirkt einfach strukturiert und ordentlich, es wird gegärtnert und es macht nach wie vor einen sehr soliden und friedlichen Eindruck. Ob das am Tiger liegt?

Zu Beginn der 10. Folge demonstrieren die Saviours erneut ihre Macht, es bauscht sich ein Konflikt auf und Richard, der Mann mit dem kleinen Wagon, der auch schon Carol versuchte zu überreden, ihm zu helfen, provoziert. Morgan wird am Ohr verletzt und verliert seinen Stock.

Daryl erkundigt sich nach Carol, ob sie hier gewesen war und wenn sie hier wäre, dann würde die Situation anders aussehen. Morgan bejaht, und genau deswegen sei sie gegangen. Uns wird erst jetzt bewusst: Carol weiß von nichts. Nichts von Glenn oder Abraham, gar nichts.

Richard leiht sich derweil Daryls Hilfskraft aus, um einige der Saviours abzufangen und zu töten. Und wenn sie versagen, es gäbe nur ein Haus mit einer Frau, die aber sowieso bald sterben würde. Die Szene wird emotional und Daryl frägt, wie die Frau hieße. Nach etlichen Sekunden der Spannung und Wiederholungen, fällt der Name: Carol.

Carol und ein unerwartetes Wiedersehen

Carol trifft im Wald auf den kleinen Benjamin, der sich dem Kampf gegen Negan anschließen will und versucht, den König zu überreden. Carol meint, er solle nicht hier herum rennen, er könnte noch getötet werden, sie habe ihn schon vor Ewigkeiten gehört. Und schon wieder bekommt sie Essen. Irgendwie glauben die Leute, sie schaffe es nicht alleine. Eine arme Frau, alleine im Wald. Benjamin bespricht sich mit dem König und erneut wird darauf hingewiesen, dass es sehr wohl einen Grund gibt, warum Carol es vorzieht alleine am Stadtrand zu wohnen. Es ist eigentlich eine tragische Geschichte.

Das lang ersehnte Wiedersehen zieht sich bis zum Ende der Folge hinaus. Daryl klopft. Es folgt eine kurze Umarmung. Warum sie ging? Sie möchte niemanden mehr verlieren. Carol macht Abendessen und erkundigt sich, wie es den anderen geht. Daryl schweigt. Oder zumindest lässt uns die Dramaturgie glauben, dass er schweigt. Denn eine Minute zu lange und man würde die Tatsachen erahnen. Aber er lügt. Allen geht es gut. Und sie ist glücklich. Sie ist erleichtert. Wenn sie nur wüsste.. Er verlässt ihr Haus. Hält inne. Kehrt zurück und sie umarmen sich.

Gegen Ende der Folge verlässt Daryl das Königreich, dass ihm Asyl gewährte. Zuvor hatte er sich mit dem Tiger angefreundet. Er sei außerordentlich gut mit ihr, und der König wäre beeindruckt. Aber Daryl geht.

Jadis und die Schrottplatzkids: „We take, we don’t bother“

Zu Beginn der 9. Folge sehen wir, wie der Priester das Lager ausräumt und davon fährt. Der Beifahrer lässt sich nur mit einem kurzen Blick erhaschen und das Internet spekulierte sogleich wer oder was das wohl gewesen sein könnte. Mittlerweile wissen wir, es ist die Gruppe um Jadis und die Schrottplatzkids.

Und sogleich denkt man sich: Warum müssen sich Leute in Post-Apokalyptischen Filmen immer dementsprechend kleiden? In Lumpen gehüllte Bewohner des Schrottplatzes, die seit Anbeginn des Outbreaks zusammen waren, stellen sich Rick und der Gruppe entgegen.

„We own your lives“ sagte sie, als sie am Ende der 9. Folge gefangen genommen werden. Rick aber sagt: „The saviours own our life.“ Und wenn sie diesen in die Quere kommen.. dann.. Aber es gibt einen Weg: „Join us.“ Aber Jadis lehnt ab. Übrigens hatte Jadis nur darauf gewartet, dass jemand das Haus im See ausräumte. Es war von vornherein ihre Beute. Interessant aber, dass Jadis und die Schrottplatzkids noch keine Bekanntschaft mit Negan gemacht hatten.

Der Priester befindet sich bei ihnen und Rick darf seine Fähigkeiten gegenüber dem wandelten Tetanusrisiko zeigen. Er begräbt es unter Müll und durchbohrte sich mit dem stachligen Helm die Hand. Das Internet rätselt ob Rick jetzt ein Zombie wird, ob nicht doch etwas Zombie Blut in seine offene Wunde gelangte. Wer weiß. Aber Rick hatte sich bewiesen und sie willigt ein. „Tell us what you want, we get it“ sagt Rick. Sie will Waffen, „to fight your fight“. Halbe Halbe von dem was Negan besitzt. Ein Drittel. Halbe Halbe. Ein Drittel.

Sehr häufig steht Tara im Bild. Natürlich: Weswegen sonst durfte sie Folgen zuvor, Bekanntschaft mit den quasi Amazonen machen, die Waffen wie andere Nahrung horten und auf alles schießen was sich bewegt?

Fazit: Es tut sich was.

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