Schlagwort-Archive: universität

Woche #1406

Folgende Absätze beziehen sich nicht aufeinander, und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Heute ist der 165. Tag des gregorianischen Kalenders, somit bleiben noch 200 Tage bis zum Jahresende. Es bleibt noch ausreichend Zeit für großartige Taten! 1962 wurde an diesem Tag  in Paris die Europäische Weltraumforschungsorganisation (ESRO) gegründet, die ausschließlich friedlichen Zwecken dienen soll. 1965 machte sich die NASA-Raumsonde Mariner 5  auf den Weg zur Venus. 1975 präsentierte die australische Regierung die Idee, Eisberge aus der Antarktis zur Bewässerung der australischen Wüsten zu nutzen. Im gleichen Jahr startete die Sonde Venera Mission der Sowjetunion Venera 10 und erreichte am 25. Oktober 1975 die Venus. Der Lander arbeitete sogar 63 Minuten lang auf der Planetenoberfläche. Danke, Wikipedia.

Ich entschuldige mich, dass Film- und Serienkritiken derweil nur so spärlich eintreffen, der Juni entwickelt sich zu einem Magengeschwür. Nun, nicht der Juni selbst, der gnädig und warm zu mir ist und mir die Möglichkeit einräumt, mich im örtlichen Baggersee und dem (noch) kühlen Nass treiben zu lassen. Aber all jenes, was anfällt und an meiner Unachtsamkeit lag, mich früher darum zu kümmern, weil: Man hat ja noch Zeit. Oder: Was soll denn dazwischen kommen? Und schlussendlich häuft sich der Berg an To Do’s und Abgabe-/ und anderen Terminen und Deadlines und so weiter. Von anderen lästigen Dingen ganz abgesehen.

Ich frage mich, wie man sich als LV-Leiter fühlen muss, die (vermutlich) laut Lehrplan gewünschten Referate und Präsentationen halten lassen zu müssen (in diesem Falle geblockt) und dabei festzustellen, dass fast alle der Anwesenden in ihre Laptops, Telefone und Unterlagen starren und sich nur ganz wenige auf das eigentliche Thema konzentrieren. Zur Verteidigung mancher anderer, sie arbeiten fleißig an anderen universitären Dingen. Warum arbeite ich nicht an meiner MA-Arbeit und bereite das Referat für nächste Woche vor? Zu viele Stimmen, zu wenig Konzentration – plus neige ich dazu während der Recherche Geräusche von mir zu geben, wie Fauch- oder Knurrgeräusche, rhetorische Fragen an mich selbst gerichtet oder tatsächliche Fragen und Aussagen, ebenfalls an mich selbst gerichtet. Manchmal sing-summe ich Taylor Swift dabei oder meine Mimik nimmt Überhand, gefolgt einem „Wtf?“ oder „Ohja!“ und die sofortige Infragestellung meines eben gefassten Gedankens. Und so weiter. Aber ich lausche und notiere was der Herr LV-Leiter sagt.

Und weil mich mein Email-Account gerade benachrichtigt: Die Petition, dass Nygmobblepot in Season 4 Kanon werden soll, erreichte 1000 Unterschriften. Nett. Nein, ich rief sie nicht ins Leben, aber ich setzte meine Unterschrift darunter. Aber wäre es dann noch Gotham, wenn manche der Protagonisten tatsächlich Liebe und Zuneigung fänden, ohne dass sogleich Chaos und Ungunst über sie herein bräche? Nicht mal in Orange is the new Black ist es ihnen vergönnt auf Dauer glücklich zu sein. Ich mag den Konjunktiv II.

Nachdem ich 2-3 Wochen versuchte allen Wonder Woman Spoilern aus dem Weg zu gehen, wird es heute Abend endlich soweit sein. Trotzdem fürchte ich fast, dass meine dank dem Hype gepushte Erwartungshaltung, vielleicht doch nicht ganz erfüllt werden wird? Wer denkt sich so unterschiedliche Startzeiten aus? Social Media, Leute! Und dann wundert man sich, warum Onlinegut geraubt wird. Und ich sah eben nach: Das Kino ist fast voll. Immerhin ist die zweite Sicht bereits geplant und reserviert.

Werbeanzeigen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Just about Life, Medien, So sei es

Diese Woche #106-16

Ich verbrachte das verlängerte Wochenende in Jesolo. Das Wetter war schottisch, das Essen günstig, im Allgemeinen viel zu kurz und sowieso zieht es nur Österreicher und Deutsche dorthin. Who cares. Ich hatte meinen eigenen Schirm und war zufrieden. Selbst das Meer schlug ein paar Wellen. Well done.

Dienstag Vormittag die große Überraschung: Mein Telefon ist tot. Sim entfernt. Funktioniert! Das Logo leuchtet, auch mit SD-Karte. Ich nahm also an, es läge an der Sim. Nachmittag. Schwarzes Display. Kein Lebenszeichen. Auch mit entfernter Sim blieb es dunkel. Akku für 10 Minuten entfernt, dann wieder eingesetzt. Nichts. Telefon am Kabel und ohne Kabel. Nichts. Abend. Wird vom PC insoweit erkannt, als dass ich einen Ton höre. Ansonsten nichts. Buchse sollte ok sein. Verschiedene Kabel ausprobiert. Nichts. Am nächsten Tag einen offiziell geprüften Telefon-Meister kontaktiert, dieser meinte, es läge wohl an der Software. Zwar lade es, aber man müsse es sich genauer anschauen. Ich solle die Rechnung mitbringen und die Daten sichern. Zwischenzeitlich lebt es wieder (Zombiephone!) und hängt zur Sicherheit am Battery Pack, des Technikgottes Prometheus‘ gütiges Geschenk an die süchtige Menschheit. Tratzte der Teufel mit moderner Technologie und höhnte mit schwachen Akkus, gab uns der listige Erfinder tragbare, finanzierbare Battery Packs! Halleluja.

Dann bemerkte ich meine Mr. Fusion-Stofftasche verlegt zu haben. Entweder im Bus oder im Kino. Das Kino war bereits geschlossen, die Putzfrau wusste von nichts. Nächster Tag. Das Kino hatte sie nicht, die Bus-Stelle hatte sie nicht und auch das Fundamt nicht. Der kleine Mann hinterm Tresen fragte mich denn, was denn so alles drinnen ist? Ein schwarzes Notizbuch, ein großes Notizbuch (Skizzen und Mindmapping für Geschichten), einen Kalender mit einer Eule, ein Spider-Man Comic und ein Tshirt. Man erinnere sich: Massen können Angstzustände hervorrufen, deswegen tut man oftmals gut, ein Ersatz Shirt dabei zu haben. Kurze Zeit und viel Tam Tam später: Man fand die Tasche wieder. Sie war doch im Kino! yay! Alles ist gerettet und ich teilte unnötig viele Informationen mit der gesamten Welt, yay!

Soviel Aufregung!

Mittwoch Vormittag, Kurs: Wir sollten eine Reportage schreiben. Das Thema: Man seziere eine Orange, rieche und schmecke und notiere alles was einem dazu einfällt. Aha. Ich begann. Und kurze Zeit später krabbelte aus meiner Orange eine kleine Made. Ich hatte allerdings schon etwas Orange gegessen. Etwas später krochen zwei weitere hervor und hüpften hin und her. Mein Magen fühlte sich seltsam an. Manche der Orangen wurden daraufhin nicht mehr fertig verzehrt. Die Demütigung will gekrönt werden, wenn Texte auserwählt, vorgelesen und kritisiert/besprochen werden – inklusive Namen. Einer sezierte chirurgisch, der andere hasste Orangen gänzlich, eine andere, allergisch auf Orangen wollte ihre Trauer kundtun in der früh nie Orangensaft trinken zu können (sie durfte dann nicht – sie hätte einfach tun sollen) und ein ganz anderer verfasste einen Softporno mit einer sehr bildhaften Beschreibung der spritzenden und fleischigen Orange. Wtf?

Persönlich amüsant fand ich, dass eine mir gänzlich unbekannte Person den fast selben Text verfasste wie ich. Selbiger Titel, ähnliches Thema und Aufbau (Erwähnung von Winter und Weihnacht, Herkunft laut Vorgabe, usw.). Meine erste Vermutung ist immer ein Keylogger, aber unwahrscheinlich. Meine zweite Vermutung ist Spionage, aber wozu? Meine dritte Vermutung bestätigt meinen Verdacht, dass auf Zwang und Kommando die Muse zickt und man deswegen schreibt, was einem unter Zeitdruck in den Sinn kommt und der selbige Gedanke eben allen einfällt. Meh. Wie in Minecraft. Wenn man das erste Holzhaus gebaut hat, baut man sich eine Burg. Dieser Vorfall erinnerte mich dann auch an meinen ersten Philosophie Kurs – ich hatte einen Gedanken und fühlte mich als große Philosophin und nahm an, niemand anderer hätte diesen einzigartigen Gedanken. Niemand! Das wäre vielleicht sogar meine Abschlussarbeit! Doch dann äußerte ein Student neben mir Denselben und der Professor zerschmetterte die Idee übelst an der Wand. Der Mensch, der Wicht.

Auch interessant, wenns ums Heiraten und Kinder kriegen geht, ist ein jeder noch so liberale Feminist traditionell verortet. Ist die Frau schwanger, wird geheiratet. Selbst Menschen, bei denen man das niemals vermuten würde! So wird die Möglichkeit der Abtreibung befürwortet (sofern kein Kinderwunsch besteht, auch wenn er zeitlich nicht passt) und ein jeder nennt sich Feminist! Gleichberechtigung und so! Die Ehe und Adoption für Homosexuelle sollte selbstverständlich sein und so! Bildung ist cool! Doch wenn es darum geht eine Familie zu gründen, gibt es das traute Heim, die Ehe und die Frau am Herd. I knew it! Aber sicherlich, liberale Denk- und traditionelle Verhaltensmuster müssen sich zwangsläufig nicht ausschließen..

Zöge ich es in Betracht mich fortzupflanzen, fände ich es viel toller, das Kind als Bastard aufwachsen zu lassen und es ständig an seine „miserable“ Position zu erinnern: „Kopernikus Gaius Julius, du Bastard! Du wurdest unehelich gezeugt und geboren und widersprichst aller Sittlichkeit, sei zumindest anständig und geh in dein Zimmer!“

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Just about Life, Kulturelles, So sei es