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#GoT-Theorie: Was wollen die White Walker?

Eine selten sinnvolle Kombination: Internet, 3 Uhr Nachts, Google, Reddit, YouTube und eine Möglichkeit dies alles zu verwirren.

„History is written by the victors.“

Wer auch immer der Urheber des Zitates gewesen sein mag (Winston Churchill oder Walter Benjamin oder jemand ganz anderer), es legt uns eine interessante Beobachtung nahe: Wenn Samwell Tarly der Autor von „Game of Thrones“ ist und die Geschichte um Winterfell und Daenerys Targaryen aufgezeichnet hatte und die Menschen die White Walker besiegten, welche Rolle spielen die White Walker darin?

Achtung: Es folgen eventuelle Spoiler und wahnwitzige Fantheorien, die bei genauerer Betrachtung tatsächlich Sinn ergeben.

Habt ihr euch jemals gefragt, wer diese verdammt hohe Mauer gebaut hat? Waren es die „First Men“ gemeinsam mit den „Children of the Forest“ – wie uns die Geschichte von Westeros selbst erzählt oder waren es vielleicht die White Walker selbst? Wir wissen mittlerweile, dass die White Walker eine Kreation der Children waren, zwecks Schutz vor den Menschen (Oder vor TimeLord Bran). Verständlich. Nach dieser Logik, müssten es die Children gewesen sein, die die Wall gebaut und sich dazu entschlossen hatten bei ihren heiligen Bäumen („Weirwood Trees“) dahinter zu bleiben. Ebenfalls verständlich. Aber: Warum sollte man eine Wall bauen und ein Tool („Horn of Winter“) mit dazu, dass sie wieder zerstört? Unverständlich.

Dass es Lücken in den Geschichtsbüchern gab und gibt, ist selbst uns bewusst. Versucht heute die Ereignisse von vor 300 Jahren zu rekonstruieren, ohne auf das Internet und nur zu wenigen Büchern Zugang zu haben. Versetzt euch zurück in das Jahr 200 vChr und versucht eine Geschichte über die Anfänge der griechischen Kultur zu schreiben. Alles, worauf man zurück greifen kann sind Mythen, Geschichten und Erzählungen.

Wie dem auch sei, um der Sache etwas näher zu kommen, müssen wir ca. 12 000 Jahre zurück blicken.

War of the Dawn

Vor der Wall, die wir kennen, gab es eine andere. Redditor Naggers123 schrieb vor 4 Jahren: „History is written by the victors. Man won the War for the Dawn, and what’s more – they started it. They grabbed their dragonglass spears, wielded their swords of fire, and breached a wall that was already there – the last line of defence put up by none other than the White Walkers themselves. But Azor Ahai struck North, and drove out the natives like the Americans driving out the Red Indians.“

Und weiter: „The First Men have invaded the native’s lands, settling cities like Hardhome, establishing clans like the Thenns and brazenly sending their ilk as far north as their bodies will let them. The greed of man has driven them away from their homes and into the Lands of Always Winter. And now the White Walkers want it back. It’s not an invasion, it’s a reclamation.“

Die White Walker wollen also zurück, was einst ihres war. Klingt verständlich.

Die Children of the Forest erschufen die White Walker als Schutz vor den Menschen, soviel wissen wir. Trotzdem schlossen die Children und die First Men vor 12 000 Jahren einen Pakt: Alles, bis auf die Wälder gehörte den First Men, Wälder und Sümpfe den Children. Wenige Tausend Jahre später nimmt die Erzählung um 8000 Platz: Die Wall wurde gegen Ende der ersten, langen Nacht erbaut, während sich White Walker, die First Men und die Children im Krieg befanden. Wurden die White Walker tatsächlich besiegt? Es stellt sich die nächste Frage: Warum sollte man eine Mauer bauen, um etwas fern zu halten, dass man bereits besiegt hat? Und warum sollte man Menschen hinter der Wall zurück lassen? Um die zeitliche Dimensionen etwas einordnen zu können: um 8000 vChr (bzw. 6000 vChr) fingen wir erst mit dem Ackerbau an, um 4000 vChr tauchten die ersten Hochkulturen auf und die ersten, so vermutet man, Schriftzeugnisse.

White Walker Construction Inc.

In diesem Fall ergäbe es tatsächlich Sinn, dass die Eiszombies(!) die Eiswand (!) selbst errichteten, als sie bemerkten, dass sie im Begriff waren zu verlieren. Um also der sicheren Vernichtung entgehen zu können oder auch der Regeneration wegen, wurden die Menschen südlich gehalten. Dies wäre verständlich und nachvollziehbar: Und als alsbald sie ausreichend Streitkräfte hätten, ginge es zurück in den Süden. Verständlich. Aber haltet ein:

Mittlerweile wissen wir, dass White Walker Menschen zur Reproduktion brauchen. Wir erinnern uns an den alten Knacker dem Gilly entwischen konnte, der jeden Bub draußen aussetzte. Wir wissen auch, dass die Wall offensichtlich dazu dient, die White Walker fern zu halten. Zusätzlich belegten die Children die Wall mit einem „Warding Spell“, der die White Walker daran hindern sollte, südlich zu gelangen. Die White Walker gaben die Wall auf. Ich weiß, es ist verwirrend und noch etwas undurchsichtig, aber lest weiter:

In der Theorie, auf die ich gestoßen bin, soll eine friedliche Übereinkunft zwischen den White Walker, den Nordmännern (Bran the Builder) und den Children of the Forest stattgefunden haben. Wenn wir annehmen, dass die White Walker nicht böse sind, sondern wie alle Kulturen, lediglich von einem Überlebenswillen getrieben sind, dann braucht es einen Kompromiss: Schwache Menschen, jetzt starke Wildlings, wurden im Norden hinter die Wall zurück gelassen, sodass sich die White Walker vermehren und ihre Kultur erhalten konnten. Die Night’s Watch übernahm die Rolle der Aufsicht, sodass diese nicht mehr in den Süden flüchtig werden konnten. Könnte das der Grund gewesen sein? Und die Children blieben nördlich mit ihren Weirwood Trees bleiben, da sie von keiner Gefahr betroffen waren.

Aber wozu überhaupt eine Wall, frägt Redditor samtarlyrules: Die Theorie ist also nicht ganz so schlüssig: Warum sollten die White Walker in den Süden und die Menschen in den Norden wollen? Wirklich aus purer menschlicher Arroganz und Idiotie? Könnten die White Walker ohne Winter, der ja, wie wir wissen, immer wieder vergehen soll, überleben? Wenn die meisten der Menschen nicht glauben, dass es nördlich der Wall irgendetwas gibt, warum sollte man dann dort hin gehen wollen? – dagegen lässt sich allerdings widersprechen, dass die Children of the Forest, die nördlich davon leben, die White Walker zum Schutz vor den Menschen erschaffen haben, ergo muss es einst einen Beweggrund gegeben haben. Anders gesehen, braucht es eine 700ff (213m) 300 Meilen (fast 500km) lange Wall um die Wildlinge daran zu hindern nach Westeros zu gelangen? Das ist eine Mauer in der Länge der Distanz von Innsbruck bis nach Wien.

Anyway, die Eiswand ist da, aus welchem Grund auch immer – aber was zum Teufel wollen die White Walker jetzt? Weil GRRM es so wollte? Weil es eine Geschichte ist, die einen mythischen, Sagenumwobenen Big Bad braucht?

Das ganze erschien mir wenig logisch, also suchte ich weiter nach Antworten, und fand diese bei NerdSoup. Ich empfehle 20 Minuten eures Lebens in das Video zu investieren. Generell macht der Channel einen sympathischen Eindruck.

Der erste Night King, war der erste geschaffene White Walker. Älter als die Night’s Watch. Man vermutet seine Erschaffung um 12 000 vor den heutigen Ereignissen. Der Night’s King, Achtung Verwechslungsgefahr, war der 13. Lord Commander der Night’s Watch und soll eine legendäre Figur um 8000 gewesen sein, die aus den Geschichtsbüchern verbannt wurde. Den Erzählungen nach, hatte er sich in eine White Walker Frau verliebt, sie geheiratet und zusammen regierten sie 13 Jahre und brachten den White Walker Menschenopfer dar. Besiegt wurde er von Joramun und Brandon the Builder.

Aber: War die Hochzeit nicht vielleicht Teil eines Paktes? Wenn dem so war, dann versuchte der selbsternannte Night’s King den Frieden zu bewahren, wurde jedoch von der Night’s Watch als Bedrohung gesehen. Erinnert uns dies an jemanden?

Wir erfragen erneut: Was ist die Motivation der White Walker?

Nachvollziehbar wird es, wenn wir uns die Idee von NerdSoup genauer ansehen:

Die White Walker haben die Wall gebaut, der Krieg ist beendet, soweit so gut. Und hier setzt der Wiederholungstäter Mensch ein, der sich zunehmend in Mance Rayder, Anführer des freien Volkes hinter der Wall, kristallisiert. Es befinden sich mittlerweile viel mehr Menschen hinter der Wall, und es gibt keine Menschenopfer mehr. Die Starks regieren nicht mehr (jetzt wieder) in Winterfell und die White Walker fühlten sich bedroht und hintergangen. Sie bereiteten sich auf eine Schlacht vor, die mit der Geburt von Daenerys und der ihrer Drachen zeitlich nahe zusammen fällt. Weil: Drachen sind Erzfeinde der White Walker.

Die Geschichte von Game of Thrones könnte darauf hinaus laufen, dass der nächste Azor Ahai erneut einen Friedenspakt schließt. Und laut NerdSoup wäre dieser jene Jon Snow, der die Brücke zwischen den White Walker (als Lyannas Sohn jemanden der um Trillionen Ecken mit den White Walker verwandt ist) und den Menschen von Westeros (Als Sohn von Rhaegar Targaryen) bildet. Und im Zuge dessen, müsste er Daenerys opfern.

Und was wollen die White Walker nun? Rache. Gerechtigkeit. Dass sich Leute an ihre Abmachung des Paktes halten. Vielleicht stimmt es ja, was die böse Zunge meinte, ist der Night King tatsächlich einer von den guten, der all die Gefallenen in seiner Armee aufnimmt ganz gleicher welcher Herkunft, ob König oder Bauer. Wer weiß.

Ich persönlich glaube nicht, dass es so ausgehen wird, sondern dass die White Walker als Big Bad weiterhin Westeros überfallen werden, aber wer weiß. Vielleicht habe ich irgendwo ein wichtiges Detail übersehen, wer weiß. Vielleicht ist alles nur ein komplettes Hirngespinst irgendwelcher Fanatiker auf Drogen, wer weiß. Wir werden es bald erfahren, oder auch nicht.

Klicktipp:

Brand the Builder

Es wird uns erzählt, dass „Brandon the Builder“ mit der Hilfe von Riesen (und den Children) vor 8000 Jahren (genannt „Age of Heroes“) die Wall konstruiert hatte und als erster King in the North in die Geschichte einging. Aber es ist eben eine Legende. Selbst GRRM sagte, dass die Person vermutlich eine mythische Figur war, die niemals existierte. Da Brandon Stark aka Three Eyed Raven mittlerweile die Fähigkeit besitzt in die Vergangenheit einzugreifen, läge es nur Nahe, dass dies auch geschieht. Irgendwie. Wenn er nicht, wie man auch vermutet, der Night King persönlich ist. Das wäre dann eine ziemlich interessante Verwirrung: Bran, der die Mauer baut um sich vor sich selbst und anderen zu schützen.

Entweder liegt es an Fans und der festgefressenen Idee des „Everything is connected!“ aber Arya Stark sagte in S01E04: „He wants to be a knight of the Kingsguard. He can’t be one now, can he?“ Und Eddard Stark: „No. But someday he could be lord of a holdfast or sit on the King’s council. Or he might raise castles, like Brandon the Builder.“ Thx Reddit. Vielleicht etwas an den Haaren herbei gezogen, nächstes Jahr wissen wir mehr.

Theorie-Quelle:

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„Transformers 5: The Last Knight“

Nach Guy Ritchie zeigt uns der nächste seine Idee der Arthus Saga, und in der Interpretation von Michael Bay gibt es sogar dreiköpfige Drachen und Dinosaurier! WHERE ARE MY DRAGONS! Dragon?

Es folgt ein Review mit Spoilern.

Den ersten Teil hatte ich gesehen und gemocht, den zweiten und dritten Teil zwar gesehen, aber weitgehend ignoriert, Teil vier nicht gesehen und ignoriert und die Sicht von Teil fünf war dem Tod meines Telefons (RIP) geschuldet. Und da lediglich drei Leute (inklusive mir) reserviert hatten, war der Quasi-Memorial Service mit hübschem Kleidchen, netten Sandalen mit Absätzen und rotem Lippenstift perfekt um mein (totes) Telefon ein letztes Mal auszuführen.

Und wenn die Stimmung bereits in die Tiefen des „F*ck it“ eingetaucht ist und man weiß, was man zu erwarten hat, nämlich einen dummen und hirnrissigen Actionknaller, dessen „Story“ nur dazu dient noch mehr Action-Szenen irgendwie aneinander reihen zu können, dann kann der Film tatsächlich unterhaltsam sein. Zugegeben, vermenschlichte Roboter und Hunde imitierende Dinosaurier(!)-Autobots haben ihre ganz eigene Wirkung. Und wenn gegen Ende die Erde fast zerstört wird, hat man mich soweit, dass ich handzahm aus dem Napf fresse und die Sinn- und  Zusammenhangslosen Storyelemente, die zahlreichen Regiefehler und das seltsame Bild bereitwillig akzeptiere. Lag es am Kino oder am Saal oder warum war der Film nicht 16:9? Und warum änderte das Bild immer wieder seine Größe?

Zur Story (?)

Optimus Prime und die Autobots verweilen schon seit geraumer Zeit auf der Erde – als des Menschen Freund und Helfer, was den Succubus in der Heimat ganz und gar nicht freut.

Magie gibt es wirklich! Und zwar an Bord eines Alienschiffes! Und auf der Erde in Form von Merlins Stab! Stanley Tucci (was auch immer ihn dazu bewogen hat, da mit zu machen. Nach kurzem Überfliegen einiger Kritiken las ich, dass er bereits in Teil vier dabei war, aber mit einer anderen Rolle. Wtf?) miemt zu Beginn den Zauberer. König Arthur und die Ritter der Tafelrunde bezwingen mit einem Dreiköpfigen Drachen-Autobot die Feinde!

Ganz zu Beginn wird das Mädel Izabella (mit z) dem vom Leben geschlagenen Marky Mark gegenüber gestellt (und ich mag dieses kleine Mädel) und alsbald ihr Autobotiger Beschützer von den bösen Menschen – die, die Erde von den Autobots, die täglich vom Himmel fallen, befreien wollen, töten – gibt es ganz große Gefühle! Aber Izabella ist ein starkes Mädchen.

Die Story rast voran – wir lernen Vivian kennen, Professorin für Geschichte und Love Interest für Marky Mark. Und wir sehen immer wieder Rückblenden zu Zeiten König Arthus, dessen Tafelrunde von zwölf Autobot-Rittern bewacht wurde.

Und ja, natürlich ist Vivian nur dazu da, um hübsch zu sein, auch wenn sie gegen Ende eine doch nicht so unwichtige Rolle einnimmt. Und ja, natürlich müsste ich als Feministin Filme wie diesen meiden, und natürlich wird die USA wieder zum Retter aller stilisiert, das wissen wir, wenn wir Michael Bay lesen. Und warum gab ich Geld ich diesen bescheuerten Film aus? Weil das Erwachsenen-Dasein manchmal keinen Spaß macht, mein Telefon gestorben ist und ich Lust auf einen No-Brainer hatte.

Aber Warum?

Und immer wieder taucht die Frage auf: Warum passiert sowas? Warum wird sowas produziert?? Es muss tatsächlich Menschen gegeben haben, die das Script lasen und sich dachten: „Yeah, geil Alter!“ Aber vermutlich lief es wirklich so ab:

„Irgendeiner in der Runde der Autoren hat den ersten Satz geschrieben, diesen abgedeckt, und der nächste hat den zweiten Satz geschrieben und immer so weiter. Und am Ende dieses Prozesses stand „Transformers: The Last Knight“.“ (welt.de) Derjenige, der den Film sehen und das Review schreiben musste, hat wohl sehr gelitten. Vermutlich hatte er eine Wette verloren oder so.

Folgend hier eine treffende Zusammenfassung von zwei aufeinander folgenden Szenen (musikexpress.de) und: „Man kann diesen Film als Kunstfilm verklären, so wie es mit der „Fast & Furious“-Reihe mittlerweile geschieht. Sollte man aber nicht, weil in diesen verfilmte Wirren nicht eine einzige Szene von gewisser Qualität steckt.“ Ich dachte tatsächlich auch schon an eine Art Kunstfilm, vielleicht eine Art versteckte Zeitkritik, in der niemand mehr dank der Ambivalenz zwischen Vernetzung und Durchsichtigkeit Orientierung findet, und sich deswegen an die einfachen Dinge hält, wie Merlins Stab? Oder so? Und welche Geheimnisse hat es mit der Uhr auf sich? Vielleicht wurde das Script auch nur von einer AI verfasst und die (gewollt) schlechten Kritiken sollen zeigen, dass es immer noch Menschen braucht? Oder so?

Ich meine ja, Blockbuster sind dazu da, dass sie das Kino-Publikum möglichst auf einfache Art und Weise unterhalten wird; und dann muss es Leute geben, ein Testpublikum oder so, deren Insassen entweder bezahlt wurden und/oder taub und blind waren, die diesen Film durchgewunken haben. Aber vermutlich hatten auch deren technische Geräte den Geist aufgegeben und somit träumten sie sich in eine Illusion hinein, in der das geliebte Gerät noch unter den Lebenden verweilt und sogar sprechen und sich verwandeln kann und gegen Ende die Welt rettet! Oder so.

Jedenfalls..Wtf?

Fragen und Gedanken, die hängen geblieben sind:

  • Wird es der kleine blaue Wall-E -Verschnitt schaffen?
  • Waren es damals (im Mittelalter) auch schon „Autobots“? Also „Auto“ bezogen auf Automobil oder Automatik? Automatik ergäbe Sinn, wenn sie sich automatisch/selbstständig in Dinge verwandeln können, aber da sie eine Spielzeug Reihe sind, die sich in Autos verwandeln können (was auch im Film – wenn auch nur ganz ganz am Rande – vorkommt), fragte ich mich irgendwann, ob die Autobots dann für die Erfindung vom Automobil maßgeblich beteiligt waren, oder ob sie diese sogar in irgendeiner Weise beeinflusst haben? Ich meine.. das muss doch irgendwo in der Geschichte durchgesickert sein. Wie war das mit Verschwörungstheorien?
  • Ich bekam nie Transformers als Kind, sondern Dinosaurier. Was auch okay war. Ich mag Dinosaurier und hey! Die Autobot-Dinosaurier! Warum gibt es keinen Film über Autobot-Dinosaurier?
  • Wie viel hat man Anthony Hopkins gezahlt, damit er da mitspielt?
  • Warum spielen alle so dermaßen schlecht?
  • Wann hatte Vivian bitte Zeit sich ständig umzuziehen? Und wozu?
  • Die Uhr die Hitler tötete. Wtf? Aber wie? Es war eine Uhr? Aha? Ich sags ja: Unsere Geräte leben! Mein armes Telefon allerdings nicht mehr..
  • Bumblebee zeigt ganz neue Seiten..
  • Immerhin gab es ganz viel Diversität: Bei den Kids.
  • Der Staff! Die Erde! OMG! Die Rettung! Die Rettung durch eine Frau! Immerhin etwas..
  • Optimus Prime mit einer Screentime von gefühlten 5 Minuten aber den epischsten Szenen und Momenten weil Optimus Prime.
  • Der Moment, als während einer der letzten Fights, das Arthus-Talisman-Ding an Marky Marks Arm runter kroch und man hofft, fleht, gerade zu betet: Bitte nicht. Und dann passiert es doch..
  • Stonehenge wtf?

Für meine Leserschaft recherchiert

  • Bumblebee erhält seinen eigenen Film (filmstarts.de), der dem aktuellen Trend folgend in den 1980ern spielen soll. Darf man, durch all die filmischen Geschichten der letzten Zeit, die in den 1980er angesiedelt sind, daraus schließen, dass man sich sowas wie eine De-Vernetzung wünscht? Back to the roots?

Fazit: Science-Fiction Mittelalter Trash der Trash sein will? Nicht sein will? Ein Film, der nie produziert hätte werden dürfen, aber so im Rückblick gesehen gibt es: 12 von 12 putzigen, süßen Haustier-Dinosaurier-Autobots, und das Mädel. Das Mädel war cool.

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Die Woche um den #0206, Bestandsaufnahme

Wenn der tägliche Feed mit Lobpreisungen zu Wonder Woman überschwemmt wird und man selbst noch bis zum 15. Juni warten muss, finde ich das nicht toll. Wenn die schwarz-konservative Partei in Österreich gedenkt Hartz IV einzuführen so nach dem Motto: „Hey.. die Studie sagt wir sparen uns eine Milliarde aber die Armut wird massiv steigen“ und jemand mit „Passt, mach ma“ antwortet, greife ich mir an den Kopf, wie bei der Meldung Trumps, die USA steige aus dem Klimavertrag aus. Immerhin zeigen sich einige Bürgermeister vernünftig und setzen die Ziele weiterhin um, die für Nicaragura zu wenig hoch waren, weswegen sie neben Syrien, die sich im Krieg befanden und -finden, die einzigen sind, die nicht dabei sind.

Aber vielleicht verstehen wir Trump nur falsch und er präsentiert uns ein viel strengeres Abkommen. Vielleicht zeigt uns Trump absichtlich und vollkommen altruistisch den Teufel, sodass die Menschheit sich gegen ihn verschwört und in Zusammenarbeit die Erde rettet! Aber eher unwahrscheinlich. In diesem Zuge möchte ich auf die Aktion „Superheroes against plastic“ aufmerksam machen. Es wird gebeten sich lediglich 5 Minuten Zeit zu nehmen um am Strand Müll zu klauben, und das Ergebnis auf Instagram zu präsentieren (@superheroes.against.plastic). Es ist Sommer, partizipiert. Und wenn wir dabei sind, vergesst nicht reichlich After-Sun-Creme zu verwenden. Sonnencreme ist gut. After Sun ist besser.

Auch gut zu wissen, dass der 2. Juni der 153. Tag des gregorianischen Kalenders ist, womit 212 Tage bis zum Jahresende bleiben. 1966 gelingt den Amerikanern an diesem Tag mit Surveyor 1 die erste weiche Mondlandung und Java in Indonesien fordert 1994 ein Erdbeben der Stärke 7,8 277 Menschenleben.

Das Wetter ist abends kühl und regnerisch, tagsüber aber ausreichend warm für Kleid und kurze Hosen. Das vorletzte Semester neigt sich dem Ende zu, mein Arbeitskollege bestellte sich einen Ventilator (nachdem der nebenanliegende Serverraum zugemauert wurde, darf auch ich feine 26 Grad genießen) und ich hasse die Tatsache, dass ich zwei Wochen auf Wonder Woman warten muss. Warum? Warum?

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Politik könnte so einfach sein.. (?)

Über kurz oder lang findet sich der Kern der Wahrheit. Der Kern der Sache muss kurz gehalten werden. Kernig wird in aller kürze erzählt. Die Spanne an Wortwitzen, die sich aus dem aktuellen politischen Debakel in Österreich finden lassen, ist unendlich. Wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat, steht Österreich wieder einmal politisch vor einem Dilemma: Der Vize-Kanzler sprang ab und Außenminister Kurz zieht Neuwahlen in Erwägung mit 7 Bedingungen und eigener Liste. Hofer meinte sogar, es handle sich um eine Staatskrise! Bei Verlaub, Mr-You’re-Not-President: Venezuela hat eine Staatskrise, Österreich hat ein Kasperltheater.

Und so schlug man mir die Loswahl vor, genannt Demarchie. Eine Gruppe, via Loswahl, zusammengewürfelt aus allen Schichten als Entscheidungsträger über Investitionen und Gesetze. Menschen aus dem Volk. Menschen, wie du und ich. Menschen aus dem wahren Leben. Und so wie sich das anhört, ist das gut! Und ja. Ist es! Aber die Umsetzung könnte sich etwas schwieriger gestalten als manch einer annehmen möchte – oder auch nicht; und da ich nicht anders kann, als das durchaus gute Konzept in einer Parodie zu simplifizieren, greife ich auf Klischees zurück: Die Loswahl entscheidet sich für den rechtsextremen Georg, die 6fache Mutter Barbara, den Pensionisten Gunnar, die Philosophiestudentin Annika und den Hipsterhippie Moskul.

Diese fünf Menschen, wie das Leben sie kennt, wie wir sie kennen und wie RTL und Arte sie uns seit Jahren medientauglich Nachmittags überspitzt serviert hat, werden über unterschiedliche Dinge und Themen diskutieren und darüber abstimmen.

Mindestsicherung / Bedingungsloses Grundeinkommen: Ja/Nein?

Der rechtsextreme Georg ist dagegen: ein jeder solle arbeiten, sowieso werde die Mindestsicherung beziehungsweise das Bedingungslose Grundeinkommen nur ausgenutzt. Pensionist Gunnar sieht das ähnlich, schließlich hat er fast 50 Jahre für den Staat gearbeitet und er sieht nicht ein, warum jemand fürs nichts tun bezahlt werden sollte. Mutter Barbara ist dafür. Ohne Mindestsicherung säße sie auf der Straße

„Ja hättest nit so viel gworfen!“ ruft Georg dazwischen. Barbara wurde mit 17 ungewollt schwanger, behielt das Kind, der 20jahre ältere Michael machte sich nach der Geburt aus dem Staub. Kind ja, Verantwortung nein. Die anderen kamen ebenfalls unerwartet, aber Leben ist leben. Pensionist Gunnar sieht das gelassen, seine Rosi habe schließlich 8 gesunde Buben zur Welt gebracht.

Philosophin Annika ist ebenfalls dafür: Ein jeder solle die Freiheit haben zu entscheiden, was er tun und wie er arbeiten möchte und dürfe nicht durch die Leistungsmaschinerie verbraucht werden. Hipsterhippie Moskul weist darauf hin, dass zusätzlich zur 30h Woche, einerseits ausreichend Zeit für die Freizeit bliebe, was glücklichere Menschen bedeute, und andererseits auch zum Konsum, denn der bewusste Österreicher kauft dann mit dem Geld, über das er nicht zweimal nachdenken muss, beim heimischen Bauern ein, der zwar teurer aber dafür qualitativer ist – und bringt somit die heimische Wirtschaft in Aufschwung. Philosophin Annika stimmt dem zu. Passt. Beschlossen. 1500 Netto (statt Brutto) für alle.

Öffentliche Krankenhäuser sollen Abtreibungen anbieten: Ja/Nein

Barbara ist dagegen. Mord! Auch Georg ist dagegen, schließlich ist es die Pflicht einer Frau zu gebären. Annika weißt darauf hin, dass manche Frauen nicht gebären wollen und Georg beschimpft sie als verblendete Feministintussi die von Alice Schwarzer „gebrainwashed“ wurde. Schlimmer noch, es sei eine Intrige der Grünen, die heimlich mit dem Islam zusammen arbeiten, um den weißen Mann auszulöschen! Georg redet sich in Rage und klopft auf den Tisch. Gunnar ist auch dagegen. Kinder seien das Gold der Erde. Immerhin hat seine Rosi 8 gesunde Buben auf die Welt gebracht. Er schwelgt in Erinnerungen.

Hipster Moskul spricht sich wie Annika für die Wahl zur Abtreibung aus, denn ein jeder solle selbst bestimmen können, ob und wann er Kinder haben möchte. Beide plädieren für bessere Aufklärung und Gratisverhütung, Frauen wie Männer. Damit beschlossen: Keine Abtreibung an öffentlichen Spitälern. Derzeit ist die Lage so, dass der Abbruch innerhalb der ersten drei Monate straffrei ist. In Tirol und Vorarlberg bieten nur Privatärzte einen Abbruch an.

Gleiche Entlohnung bei gleicher Beschäftigung unabhängig vom Geschlecht: Ja/Nein?

Georg ist dagegen, er ist der Meinung Frauen seien körperlich schwächer, und fallen häufiger wegen Menstruationsbeschwerden aus und könnten schwanger werden, deswegen sollen sie sich erst beweisen und sowieso weniger verdienen. Annika ist empört. So auch Gunnar. Seine Rosi hatte mehr Holz gehackt als er. Außerdem habe sie ihn ständig mit dem Nudelholz verdroschen wenn er betrunken heim kam. Die gute alte Zeit. Er ist für gleiche Entlohnung. Auch Barbara stimmt dafür, fürchtet aber, dass Frauen, die dann mehr verdienen, keine Kinder mehr in die Welt setzen und die Welt dann traurig wird. Sie fürchtet auch, dass die Kinder dann darunter leiden. Annika versichert ihr: durch den beschlossenen Mindestlohn ist es möglich geworden, dass abwechselnd Vater oder Mutter daheim bleiben können, und jeder die Möglichkeit hat, sich zu entscheiden. Sie stimmt dafür. Währenddessen stillt sie Cosimos, Georg schaut angewidert zu. Frauensachen gehören nicht in die Öffentlichkeit, sagt er. Auch Moskul stimmt dafür, immerhin ist er Feminist. Damit beschlossen: Gleiche Entlohnung, unabhängig der Geschlechter.

Kopftuchverbot: Ja/Nein?

Georg haut den Tisch: „Islamistenpack! Terroristen! Alle!“ Und stimmt für ein Verschleierungsverbot. Philosophin Annika weißt darauf hin, dass das Thema komplex ist. Sie fügt bei, dass bevor man überhaupt über so etwas abstimme, sich bewusst sein soll, dass viele Frauen in vielen Ländern gezwungen werden, das Kopftuch zu tragen. Religionsfreiheit sei in Ordnung, aber man müsse die Gesamtsituation im Auge behalten. Sie stimmt gegen ein Hidschab-Verbot, aber wenn, dann für ein Burka-Verbot. Georg, der rechtsextreme Feminist, pflichtet ihr frei. Niemand darf unsere Frauen unterdrücken! Barbara sagt, sie fühle sich bedroht und findet, Frauen werde die Freiheit genommen. Sie stimmt für ein Verbot. Annika gibt ihr recht, dass das Kopftuch auch für häusliche Gewalt und politische Zwecke instrumentalisiert werde. Moskul hakt sich ein: Gegen ein Verbot, solle jeder tragen was er will! Gunnar blickt verträumt. Er erinnert sich an seine 20 Jahre ältere Geliebte Hildegard, die umwerfend im Kopftuch aussah. Zu seiner Zeit, so erzählt er, hat man das Kopftuch getragen, weil man sich nicht so oft die Haare waschen konnte, schwierige Zeiten warens. Er hat ihr dann eines aus Seide gekauft, und sie sah umwerfend aus. Als es zur eigentlichen Abstimmung kommt, stimmen Georg und Barbara dafür, und Annika, aber erst nach zögern, wie Moskul dagegen. Gunnar starb derweil am Herzinfarkt. Die Erektion, die er durch die Erinnerung an seine frühere Geliebte bekommen hatte, war zuviel für sein schwaches Herz. Er lächelt.

Die Angst geht um sich: Wer wird der 5. im Bunde? Wer wird gewählt? Russische Hacker werden engagiert um die Wahl zu sabotieren, die Lose werden gefälscht und das Papier löst sich auf. #papergate wird zum Wort des Jahres gewählt. Österreich versinkt derweil in Chaos und man liebäugelt mit der Monarchie in Großbritannien. So ein nettes Königspaar, na so lieab, na so nett, schean gell? Man überlegt die Wiedereinführung der Monarchie. Die letzten verbliebenen und untergetauchten Habsburger melden sich. Nach und nach kriechen auch andere stigmatisierte Adelsträger aus ihren Höhlen. 200 Jahre später: Kaisertum Österreich! Und da Österreich gänzlich dem Königswahn verfallen war, verschlief es auch das erwachen der fliegenden, menschenfressenden Katzen! 300 Jahre später: Es gibt kaum mehr Menschen, da sie alle von fliegenden Katzen gefressen wurden.

Versteht mich nicht falsch, ich finde die Idee großartig per Los die Entscheidungsträger wählen zu lassen, aber vermutlich käme genau so wenig dabei heraus, wie jetzt. Oder auch nicht? Vielleicht sollte man es auf einen Versuch ankommen lassen?

Ein Kommentar

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Eurovision Songcontest 2017 #ESC

Ich war nie ein Fan, und werde auch kein Fan mehr. Der einzige Grund, warum ich mir den Songcontest ansah, war derStandard.at -LiveTicker und die zahlreichen Kommentare, die wirklich unterhaltsam ist. Ich rate jedem dazu, ab und an einen Blick darauf zu werfen und mit zu kommentieren. Eine nette, feine Runde. Manch ein Satz mag vielleicht vom Ticker inspiriert worden sein. Man vergebe mir.

Der Songcontest ist etwas sehr seltsames. Als Conchita die Krone an sich riss, verweilte ich in Irland: „The Dragqueen!!! She won!!!“ rief mir jemand zu. Heuer war der Songcontest interessant, kurios und erheiterte durch die vielen WTF-Momente. Mein Favorit war der Kroate. „My Friend“ – ein Duett mit sich selbst. Forever Alone. Großartig. Aber zu gut für den Songcontest.

Fassen wir kurz zusammen: Gesundheitliche und familiäre Probleme, sowie ausdrucksstarke und schauerliche Mimik wie Gestik siegen beim Publikum. Kurios: Ein rappender Ungar mit Bauchtänzerin; ein Kroate, der italienisch singt und eine jodelnde Rumänin. Ist es eine Art Voraussetzung, dass man davor beim regionalen Casting mitgemacht haben sollte? Nett fand ich, dass Australien wieder mit machen durfte. Auch interessant: 0 Punkte des Publikums gingen an Österreich. Nicht mal die Auslandsösterreicher haben offenbar ausreichend für Österreich angerufen. Deutschland bekam 3. Auch nicht besser.

Die einzelnen Kandidaten im Überblick, nur sinnvoll für jene, die den Songcontest auch sahen, hier nochmal die Teilnehmer, man vergisst sie so schnell. Was für eine schrecklich schnelllebige Welt.

Quelle: https://9gag.com/gag/awnjrWD

Israel: Please break into pieces! Na, wirklich nit, punktet aber sicherlich bei der Regenbogencommunity. Das Grinsen war Angst einflößend.
Polen: Eine blonde Frau im weißen Kleid, mit einer sehr, sehr guten Stimme. Zu Gut. Man wird sich leider nicht an sie an erinnern.
Belarus/Weißrussland: Die Hippiehipsters am Boot, eh ganz nett. Sie haben sich dann geküsst? Romantisch. Der Song hat Ohrwurmqualitäten, wäre ich 18 gewesen, hätte mir das Lied sehr gut gefallen.
Österreich: Unnötig. Leider. Es war nicht gut. „Machs besser!“ – „Gern, bring mich rein!“
Armenien: Etwas.. ruhig?
Niederlande: Oh! En Vouge! 90er Jahre Soul! Was habe ich den vermisst. Der Song war sehr nett, eine sehr tragische Geschichte, besonders zum Muttertag. Nein, kein Sarkasmus.
Moldavien: Ein Muttertags-Song mit Elektropop aus den… 90ern? Auch bekannt als die „Wadenkratzer“ oder auch „Sax guy!“
Ungarn: schickte einen rappenden Roma mit leidender Bauchtänzerin. Zugegeben, nett.
Italien: WTF.. der Affe.. der Schnauzer?
Dänemark: sang auch gut. Leider auch zu gewöhnlich. Es war die Frau mit den langen, blonden Haaren im roten Kleid und auch einer guten Stimme.
Portgual: „The country which must not be named“ – Nein! Never! Ich verstehe es nicht. Es muss die Herz-Geschichte gewesen sein. Anders kann ich mir das nicht erklären.
Aserbaidschan: Modern.
Kroatien: Ich mochte den Kroaten. So gespalten, so „forever alone“, so schizophren. Der Stimmwechsel war wirklich mal was anderes.
Australien: Atreyu? Is that you?
Griechenland: Dancetrance ’99.
Spanien: WTF? „Do it for your lover, baby!“ Wtf? Bitte, was?
Norwegen: Der Tontechniker mit einem Nazgul am Keyboard.
United Kingdom: Sie litt sehr. Wirklich.
Rumänien: So außergewöhnlich der Song war, so sehr die Ohren danach bluteten, bin ich wirklich, wirklich froh, dass es dieser Song nicht geschafft hat.
Deutschland: Sie war sehr heiser beim Finale, sodass die gepresste Stimme wirklich den Ohren weh tat. Aber zugegeben, nach dem 10. Karaoke-Song hör ich mich auch so an.
Ukraine: Offenbar stimmt die These, dass das Gastgeberland versucht, die schlechteste Performance abzugeben, um den Contest nicht nochmal austragen zu müssen: Gestatten: Backstreet Boys meets Pseudo-Metal.
Belgien: Lana del Rey? Nein.
Schweden: Ich war zeitweise wirklich froh, dass mich die Kommentare im Standard die meiste Zeit davon abgehalten haben, dem Geschehen tatsächlich „mit eigenen Augen“ zu folgen. Schweden war wirklich… Warum zum Teufel? Warum gestikuliert man so? Lernt man das bei Castings? „Flirte mit der Kamera! Sie muss Angst vor dir haben!“
Bulgarien: war der kleine Bub, sang aber gut. Aber auch leidend.
Frankreich: war nett..

Portugal macht von sich reden: 2016: EM Sieg, 2017: ESC Sieg, 2018: Gibts da noch was mit Euro? Porxit vielleicht? …Ba’dum’tss.

Soviel von mir. Wenn Taylor Swift mir einen Song schreibt und produziert – und Österreich dazu bringt, mich ins Finale zu wählen – bin ich dabei ;)

Wer sah den Songcontest noch? Was waren eure Favoriten? Hattet ihr Favoriten? Fandet ihr alle schrecklich? War der Sieg gerechtfertigt? Werdet ihr den Songcontest nächstes Jahr wieder ansehen?

Quelle: https://9gag.com/gag/awnjrWD

Bildquellen: 9Gag.

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Reality-TV?

„Alles Wirkliche wird phantomhaft, alles Fiktive wirklich“ – Günter Anders über das Fernsehen

Sibirische Hunger Games

pp-winter-game-2„Winter: Game 2“ nennt sich die geplante Reality-TV-Show, die ab 1. Juli 2017 24/4 die Medien interessierten könnte. 30 Teilnehmer, entweder via Online Voting auserkoren oder durch 155 000€ in die Show gekauft, sollen 9 Monate auf 900 Hektar ums blanke Überleben kämpfen. Um eine Idee zu haben wie groß 900 Hektar sind: Die selbe Größe hat die griechische Insel Schinoussa mit ihren ca. 200 Einwohnern in der südlichen Ägäis. Der Gewinn in „Winter: Game 2“ beträgt 1,65 Millionen Euro. Auch wenn mit Mord, Vergewaltigung, Rauchen und Alkohol geworben werden, wird von vornherein klar gemacht, dass die Macher keine Haftung übernehmen und die Teilnehmer sich jedoch an das Gesetz der russischen Föderation halten sollten, was von Polizisten kontrolliert wird.

Auf das Überleben vorbereitet werden die Teilnehmer durch Soldaten. Im Juli beträgt die Tagestemperatur noch 22°, in der Nacht 10°, kann jedoch während den Wintermonaten ganz schnell unter -40° sinken. Ein Messer ist erlaubt, Pistolen nicht. Der Erfinder Pyatkovsky weiß auch schon, wer sich von diesem Konzept angesprochen fühlen wird: „Reiche und risikofreudige Leute, die die ultimative Herausforderung suchen.“

Satire?

Willkommen in der absurden Welt des Reality-TV!

Reality-TV ist uns bestens bekannt aus den The Hunger Games (2012), Battle Royale (2000), The Truman Show (1998), Running Man (1987) aber auch aus banaleren Formaten, die die meisten von uns nur vom Hören-Sagen kennen.

Die Anfänge liegen in den US-amerikanischen 1940er begraben. Die Sendung Candid Camera filmte die Reaktion von Passanten auf Witze. In den 1950ern kletterten zahlreiche Spiel- und Wettbewerbshows aus den finsteren Höhlen des Markes (Miss America), bis in den 1970ern in An American Family eine Familie während der Scheidung von Kameras begleitet wurde. Ende der 1980er wurden Formate erfunden, die noch heute die Reality-Show Landschaft prägen. Auf dem europäischen Festland etablierte sich das Format ab den 1990ern. Voyeurismus und Überlegenheitsgefühl lockt zig Tausende, nach wie vor, vor den Bildschirm.

Den Anfang machte die schwedische TV-Show Nummer 28, die sieben Fremde in ein Studentenheim in Amsterdam setzte und deren Leben über Monate hinweg verfolgte. Noch ohne jeglichen Wettbewerbsaspekt und ohne von der Außenwelt abgeschottet zu sein, standen jedem Teilnehmer 20 Minuten pro Woche zu, die Erlebnisse während des Aufenthaltes zu reflektieren. 1992 griff MTV’s The Real World das Konzept auf und erlangte mit Big Brother 1999 seinen wahnwitzigen Höhepunkt.

Und man frägt sich: Wer sieht sich sowas an? Und warum? Neugier? Schaulust und Schadenfreude? Langeweile? Oder weil es sich zum einfachen Abschalten anbietet? Überlegenheitsgefühle wie „Denen gehts noch schlechter wie mir“? Während man früher Enthauptungen beiwohnte oder dem Gladiator zujubelte, sind es heute wohl die inszenierten Klischees des Reality-TVs.

Folgend wird eine Realität konstruiert, die keine Realität ist, aber als solche wahrgenommen und reflektiert wird. Man frägt sich, welche Auswirkungen diese Formate auf die Gesellschaft haben? Und wenn man weiter gehen möchte, lässt sich dieses Prinzip ganz einfach auf die Film- und TV Landschaft ausweiten, bei welcher man zwar weiß, dass es nur Film, somit lediglich eine Geschichte ist, diese aber dennoch Flächendeckend den Zuschauer beeinflusst und formt. Man geht davon aus, je häufiger und intensiver, desto einprägsamer. Aber gehen wir noch einen Schritt zurück: Wenn zu Anbeginn der Literatur der Liebesroman mit (idealistischen) Romanzen befüllt wurde, so entsprach auch das nicht der Realität, wollte jedoch als Realität praktiziert werden. Das gelebte und gewollte Sein gründet auf Schein während der Schein aus der Wunschvorstellung einiger weniger entsprang.

Meta-Reality-TV

DieZEIT sagte im Bezug auf die TV-Serie Unreal, die von der Produktion einer fiktiven Reality-TV handelt, angelehnt an The Bachelor: „Die Serie handelt von der Produktion einer Serie, die ihrerseits so tut, als würde sie Realität abbilden, während sie in Wahrheit diese Realität erst herstellt. Das ist das Betriebsgeheimnis jeder Reality-TV-Sendung; aber indem es in dem Rahmen einer fiktiven Serie enttarnt wird, wird auch diese Enttarnung schon wieder fiktiv. Was ist überhaupt noch wirklich?“ Die Produzentin der Serie Sarah Gertrud Shapiro, Feministin und selbst lange Zeit einst durch Knebelvertrag verpflichtet worden The Bachelor zu produzieren, weiß was sie produziert und wovon sie erzählt. Nacht Sicht einiger Folgen bleibt zu hoffen, dass ein Drittel erfunden und das zweite überspitzt dargestellt wurde. Anzunehmen ist jedoch, dass das letzte Drittel (womöglich auch mehr) vermutlich wirklich auf realen Ereignissen beruht. Der Serie liegt der Kurzfilm Sequin Raze zugrunde.

Scripted Reality

Ausgehend von dieser Fragestellung, wirft man einen kritischen Blick in Richtung Scripted Reality, wie Jan Böhmermann diese bereits scharf und polemisch kritisiert hatte. Es stellt sich die weitere Frage, was es mit der Realität der Rezipienten anstellt, wenn eine Realität vorgespielt, die aber als Wirklichkeit gesehen wird? Vielleicht gar nichts, wenn das Verfahren seit Jahrhunderten nach den gleichen Mustern abläuft. Vielleicht aber gerade durch die Vernetzbarkeit des Internets und der Allgegenwärtigen Verfügbarkeit, doch mehr als wir erahnen wollen oder gar können? Ich enthalte mich derweil einem Urteil. Man könnte die Diskussion über Realität und Wirklichkeit auch via Fakenews und Pornographie weiter führen. In beiden Kriterien werden Dinge als real dargestellt, die nicht der Realität entsprechen, wobei ersteres einem gewissen Ziel folgt, den Konsumenten zu manipulieren, während zweiteres zur Unterhaltung dient.

Und doch leidet das Format ein Personalproblem: Immer weniger Menschen sind bereit, sich für Formate wie Bauer sucht Frau oder Frauentausch oder Entmülle deine Wohnung und so weiter, herzugeben. Zwar präsentiert man sich im Internet freizügig und ohne Scham, doch die Gesellschaft scheint etwas klüger geworden zu sein, und zu verstehen, dass vor allem auch die Postproduktion eine große Rolle bei Verfälschung spielt. Folgend werden sich Geschichten ausgedacht und mit Laiendarstellern gefilmt. Am Ende eine kurze Notiz: Alles nur erfunden.

Gleichsam bei der Fotografie, die ebenfalls seit Anbeginn unter Manipulation leidet. Soldaten im ersten Weltkrieg stellten sich in heroische Posen und zeigten eine glorreiche Welt von Sieg und Heldentum. Bildausschnitte werden zurecht gerückt, Gegenstände und Figuren entfernt. Der Rest ist Mediengeschichte, weist aber eine unberechenbare Konstruktion der Wirklichkeit hin. So wie Reality-TV, um den Kreis zu schließen.

Und die Rezipienten?

Durch eine Einverständniserklärung sichern sich Sender ab. Problematischer aber vielleicht als der rechtliche Einspruch, ist der Einfluss der den Zuschauern suggeriert: „Auch DU kannst zum Star werden!“ und diese oftmals übersehen, dass sie lediglich Produkt in einer großen Maschinerie sind – und somit nicht anders behandelt werden. Es wird verdeutlicht, dass man ohne eine gewisse Leistung, Erfolg haben kann – wenn Erfolg sich über Popularität misst und nicht mehr über klassische Kriterien wie berufliche, wissenschaftliche, sportliche oder kulturelle Leistungen definiert. Der Erfolg des Konzeptes geht einher mit einer Veränderung der Wahrnehmung aller Beteiligten, seien es Zuschauer, Produzenten oder Mitwirkende. Sucht man nach Erfahrungsberichte, stößt man auf das eine oder andere zerstörte Leben.

Epilog

Zu guter Letzt möchte ich auf ein Beispiel aus den 1950ern hinweisen: Herbert Stempel. Ein intelligenter Mann, der das Pech hatte bei einer Quizsendung Twenty One mit zu machen. Nach Komplikationen und Umwegen, veröffentlichte 1958 das „Journal American“ seine Geschichte, die erzählte, dass die Gewinner bereits vor der Show feststanden und die Fragen mit den Kandidaten geübt wurden.

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„Westworld“, S01E05

Spoiler.. Es wird geraten sich diesen Beitrag erst nach Sicht der 5. Folge anzusehen. It’s madness!

Info: Dieser Podcast könnte den einen oder anderen interessieren..

Ich schicke voraus, dass die Schreiberlinge von HBO viel zu clever sind, und viele dieser „Hints“ sich vermutlich als absichtlich falsch gelegte Brotkrumen beziehungsweise als unbedeutend erweisen werden. Aber ja, man sollte sich nicht zu viele Gedanken darüber machen aaand here we go:

Titel der Folge: „Contrapasso“ (ital.) zu deutsch: „Vergeltung“. Laut Wikipedia bedeutend im Hinblick auf Dante’s Inferno: „In den verschiedenen Bezirken der jenseitigen Welt begegnet der Jenseitsbesucher einer Vielzahl von geschichtlichen oder als geschichtlich vorgestellten mythologischen Personen, an denen die jeweilige Art ihrer Strafe, Buße oder Seligkeit nach dem Prinzip der Wiedervergeltung (contrappasso) widerspiegelt, was sie in ihrem früheren Erdenleben wollten, glaubten und taten.“

“I imagined a story where I wasn’t the damsel.”

* Pariah-Quest
→ Next Level, höherer Schwierigkeitsgrad.
→ Pariah ist „raw“, eine Stadt voller Mörder, Dieben, Huren und Außenseitern, „but is doesn’t come cheap“ – so Logan.
→ Alle drei treffen El Lazo aka Lawerence. Logan möchte an der Confederados-Storyline teilnehmen: Der Krieg bei der Grenze.
Der Quest dorthin ist wie folgt: Überfalle X und bringe Gegenstand Y. Doch die Geschichte ist ein Set-Up von Seiten El Lazos. Dolores beobachtet Lawrence, wie er Gegenstand Y (Nitro) in die Leiche und Tequilla in die Flaschen füllt, welche er dann den Confederados übergibt. Als diese das bemerken, nimmt der Quest seinen Lauf. William weigert sich, weiter am Quest teilzunehmen und Dolores schießt die Confederados nieder. Yes! Sie springen auf den Zug und treffen Lawrence wieder, inklusive der mit Nitro gefüllten Leiche.
→ Während des Pariah Quests greift William zur Waffe um Dolores zu retten, lässt jedoch gegen Ende Logan zurück. Dolores ist also der Auslöser, was William dazu bringt, mit in die Story einzusteigen.

* Westworld
→ Man erfährt von Logan, dass Westworld Schwierigkeiten hat, und Logans Company gedenkt, Westworld zu kaufen.
→ Man erfährt, dass MiB (der Man in Black) einst Westworld vor dem Ruin gerettet hatte.
→ William sagt, die Menschen kämen hier her um ihr Leben zu verändern.

* Held/Feind
→ Im Gespräch zwischen Dolores und Ford frägt sie, ob sie alte Freunde seien. Aber er verneint: „No, not at all.“ Dolores und Ford sind keine Freunde.
→ Im Gespräch zwischen William und Logan, sagt letzterer: „Don’t you get it yet? There’s no such thing as heroes or villains, it’s just a giant circle-jerk.“
→ Auch MiB sieht im Gespräch mit Ford als „Villain“, da es diesen im Park so nicht gäbe.

* William und Logan
→ Wir erfahren von einem Zwist über Williams Privatleben und Arbeitsverhältnis zu Logan. Er wählte ihn aus, weil er schwach ist.
→ William weigert sich, weiter am Quest Teil zu nehmen: „stripping us down to something raw, animalistic, primal. It’s a sick game and I don’t want to be a part of it.“
→ und man deutet es im Bezug W=MiB:
„Yet here’s the main thing William and the Man In Black have in common: They both recognize the park as a debased experiment, conducted by people with contempt for humanity. As William tells Dolores, it’s a “sick game” and he doesn’t want to be part of it. And so his journey, like the Man in Black’s, will have to take another form.“ (nytimes)
→ Er lässt gegen Ende Logan alleine zurück und flieht mit Dolores und der Quest geht weiter.

* Arnold
→ Logan spricht davon, dass sich Arnold kurz vor Öffnung des Parks suizidiert hatte. Er erklärt, dass Arnold dagegen war, den Park für Publikum zu öffnen. Davon sprach auch Ford, ebenso, dass er eine gewisse Faszination für das Bewusstsein der Hosts hegte, was aber gegen die kommerzielle Verwertung des Parks gesprochen hätte.
→ Laut Ford ist Arnold „mad“.
→ Im Gespräch mit Ford erfahren wir, dass Dolores das letzte mal vor 34 Jahren mit Arnold Kontakt hatte – am Tag seines Todes und kurz vor der Eröffnung des Parks. Er habe ihr die Aufgabe erteilt, den Park zu zerstören.
→ und auch MiB weiß ganz genau von Arnold Bescheid und er möchte hinter dessen Geheimnisse kommen.

* Ford
→ Die Hunderennen-Analogie: Der Hund hetzt ein Leben lang der Beute hinter her und als er die Katze im Garten erledigt, wusste er nicht was er damit anfangen soll. Ford spielt auf die Loops der Hosts an – im Bezug auf The Maze.
→ der kleine verlorene Bub, der sich immer weit draußen aufhält und den die Welt langweilt (Gespräch mit Ford) soll die kleine Host-Version von diesem sein. Hier begegnet er MiB und bringt Wasser. Ford trägt exakt die gleiche Kleidung wie der kleine Bub.
→ Ford ahnt im Bezug auf Dolores etwas, kennt aber den Trigger nicht.
→ leidet eindeutig an einem Götterkomplex.

* Dolores
→ Dolores sagt in Pariah, dass die Welt sie ruft und fällt während eines Karnevals in Ohnmacht. Ständig hat sie Visionen von der Kirche.
→ Sie wacht bei Ford auf und es beginnt wie immer. „I’m in a dream“ und er frägt sie: „Do you remember the man I used to be?“ Sie erinnert sich nicht. Er frägt sie über Arnold aus. Wann der letzte Kontakt war: vor 34 Jahren. Sie ist das, was von Arnold übrig geblieben ist.
→ Die Stimme in ihrem Kopf ist immer einen Schritt weiter. Sie spricht mit ihr bei der Wahrsagerin, und sagt nach dem Gespräch bei Ford, sie solle dem Pfad folgen. Woher die Visionen? Fehlender Löschprozess oder weitere Zeitlinie?
→ Dolores setzt bewusst Gewalt gegen andere NPCs ein, küsst William und beschließt ihr Schicksal zu ändern: „You said, ‘People come here to change the story of their lives. I imagined a story where I didn’t have to be the damsel.“
→ Dolores wurde von Bernard in Richtung Maze-Quest geschickt und tritt nun vollständig in diesen ein, in dem sie ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.
→ Wir erinnern uns: Sie ist der älteste Robot im Park.

* Bernard
→ Bernard setzte Dolores auf die Fährte nach The Maze und löscht deren Erinnerungen nicht. Ist Bernard ein alter Host von Arnold? Befindet sich (auch?) Bernard in mehreren Zeitlinien?
→ verdammt sei das Internet!

* Maeve
→ Die „Butcher“ Felix und Sylvester entdecken die Messerwunde, die gewollt aussieht.
→ Felix hat Freude daran einen Vogel zum Leben zu erwecken, wird aber zusammen gestaucht, dass er nur ein Metzger ist. Aber: Warum ist es so wichtig für ihn, einen Vogel zum Leben zu erwecken? Wird auf eine dystopische Gattaca-Gesellschaft hingedeutet? Alles geschieht, während Maeve, bewusst, im Raum ist.
→ Am Ende der Folge sitzt sie aufrecht und möchte mit Felix reden. Sie hält den Vogel auf dem Finger.
→ Hectors und Maeves Plan gaben ihnen beiden wohl gewisse Antworten und Maeve ist nach Dolores die zweite, die in den Quest um The Maze einsteigt. Vermutlichen folgen Hector und Lawrence diesem Pfad.

* The Man in Black
→ Tötet Lawrence und flößt Teddy das Blut ein, denn er braucht ihn für den Wyatt Quest im Bezug auf The Maze. Das Blut der Hosts wirkt als eine Art Power-Supply.
→ kleiner Ford-Bub taucht auf und bringt Wasser.
→ Er sagt, dass die Robots einst schön waren, aber: „It’s not my fault you’re suffering. You used to be beautiful. When this place started, I opened one of you up once. A million little perfect pieces and then they changed you — made you this sad mess of flesh and bone, just like us. They said it would improve the park experience. But you really want to know why they did it? It was cheaper. Your humanity is cost effective. So is your suffering.“
→ Führt gegen Ende ein Gespräch mit Ford: Da er keinen richtigen Villain im Park sieht, hat er sich dieser Aufgabe angenommen.
→ Er bemerkt, dass Wyatt neu in der Geschichte ist, und ob Ford ihn aufhalten möchte? Nein, ganz im Gegenteil, Ford möchte niemanden von seiner Selbstfindung abhalten. Aber er könne ihn auch gerne fragen, wenn ihn die Moral der Geschichte interessiere. MiB lehnt ab, Arnold sei bereits verstorben, aber vielleicht habe er etwas hinterlassen.
→ Er sagt, es fehle der realen Welt an „Purpose“, alle Sinne und Bedürfnisse seien befriedigt, deswegen kämen die Leute hier her. Vergleiche die Aussage mit der von William.
→ Hier erneut: rettete Westworld einst vor dem Ruin und hat somit einen gewissen VIP-Status.

* The Maze
→ Das Zentrum der Geschichte. MiB und Dolores wollen dorthin.
→ Betrachtet man das Bild, erkennt man manchmal mehr, manchmal weniger, aber immer, einen aufgehängten, gespreizten Menschen. So wie MiB Teddy gefunden hat (Teddy → Wyatt) und so wie im Opening dies gezeigt wird.
→ Das Geheimnis liegt also im Menschen selbst, no na nit.

dolores-maze

* Der Arm – new Player?
→ Dolores hat eine Vision, wie sie sich einen Faden aus dem Arm zieht.
→ Elsie findet im Arm des Suizid-Hosts/Woodcutter einen „Laser Satelliten Uplink“, der die Daten vom Park nach außen schickt. Er zeichnete also nicht Orion mit 3 statt 4 Sternen auf den Stein im Camp, sondern ein „Target“, ein Ziel. Deutet das auf einen weiteren, großen Mitspieler hin?

* Sex und Bordelle
→ Sex ist dreckig und etwas für kranke Soziopathen: Vergewaltigung, Prostitution, Orgien und „creepy necro-pervs“ (Elsie zum Butcher) die sich an leblosen Robots vergehen.
→ Interessant ist, dass Elsie, die einst Maeve küsste, den Butcher der Maeve penetrierte lächerlich bloßstellt.
→ Fiel irgendwem der Riesenpenis auf, der frontal in die Kamera gehalten wurde? Gleichberechtigung ftw!

Theorie: W=MiB
Durchstreift man das Internet, findet man ganz viele Theorien, die sich alle zu stützen versuchen. Hier nur wenige: Indizien dafür wären, dass William durch Dolores überhaupt erst auf die Fährte im Bezug auf The Maze gesetzt wurde. Eine Idee folgert weiter, dass er sie eliminiert um den Park zu retten, den sie zerstören möchte -> siehe VIP Status. Oder: Logans/Williams Company kauft den Park und er erhält so den VIP Status. Die Einstellung über den Park ähnelt sich bei beiden und es gäbe offensichtlich viele Kleinigkeiten die ident seien. Man lese bitte hier oder hier nach (reddit).

Theorie: Unterschiedliche Zeitlinien
Diese scheint mir sinnvoller und durchaus gerechtfertigt. So ändert sich das Logo von Westworld.

links: neu, rechts: alt

Und auch die Schrift der Milchkanne, kann auf verschiedene Zeitlinien hindeuten:

milkcanwestworld

In welcher Zeitlinie spielen dann Elsie und Bernard? In dieser Zeitlinie befänden sich dann auch Hector und Maeve (Messerwunde), sowie Mrs. Cullen, der alte Ford und MiB. Die Rückblende wäre dann die Story um Dolores/William/Logan. Lawrence taucht in beiden Zeitlinien auf. Oder aber, Bernard ist ebenfalls ein Host und taucht in beiden auf. Alle Angestellten des Parks sind Hosts und tauchen in beiden Zeitlinien auf. Ford ist Gott. Oder so.

Dass es verschiedene Timelines geben mag, verdeutlicht folgender Zusammenschnitt recht gut.

Theorie: Dolores agiert zweimal, aber in unterschiedlichen Zeitlinien
Andererseits geht man auch davon aus, dass Dolores den Quest einmal alleine macht (Zukunft) und einmal in der Vergangenheit mit Logan, was ihre Flashbacks und Visionen erklären soll. U.a. könnte es sein, dass Dolores in der Vergangenheit William 1. erst auf The Maze aufmerksam macht und 2. durch ihre programmierte Sympathie es erst schafft, ihn mit einzubeziehen. Halber Punkt an W=MiB.

Derzeit spreche ich mich GEGEN die W=MiB Theorie aus. Aber vielleicht übersehe ich wichtige Dinge, durchaus und sicherlich möglich. Man wird also abwarten müssen und nein, ich sehe mir nicht sämtliche YouTube-Verschwörungen an, die nur jene Szenen zeigen, die ihre Theorie unterstützen.

Folgend Linkliste = alle lesenswert, mit deren Informationen ich meine eigenen Aufzeichnungen unterfüttert habe:

It’s madness!

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