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„Star Trek: Die Rache des Hattori Hanzō“

„Revenge is never a straight line. It’s a forest. And like a forest, it’s easy to lose your way. To get lost. To forget where you came in.“ (Hattori Hanzō)

Oder:

Artist: a gifted yet unknown person

Sieh an, sieh an. Wenn diese Kombination, Quentin Tarantino und J.J. Abrams, keine Interessante ist. Dinge gibts, die gibts gar nicht! Kurzum: Do it! Sogar Patrick Stewart kann sich vorstellen, wieder mit dabei zu sein. Wie? Ganz gleich, via Wurmloch findet sich sicher eine adäquate Erklärung. Und natürlich wird das ganze nicht Jugendfrei sein. Yes! Yes! Yes!

Neben Danny Trejo als Machete schwingenden Klingone und Lense Flares könnte eine Zeitreise zurück in die 1990er für ordentliche Easter Eggs und blutige Schießereien mit Trunk-Shots sinnvoll sein. Zu guter Letzt: Christopher Waltz als ultimativer Bösewicht? Oder Samuel L. Jackson? Star Trek aus Sicht der Klingonen? Es gäbe soviel, mit denen man Star Trek und Tarantino-Fans gleichermaßen begeistern könnte!

Das Standard-Forum gab so manch amüsante Ideen her:

So meinte ein User beispielsweise: Wenn Trekkies bemängeln, dass zu viel Action und zu wenig Gerede die Kelvin Timeline dominieren, dürften sie mit Tarantino ihre Freude haben: Viel Dialog, wohl proportionierte Gewaltorgien und gute Musik. Ich glaube, dass könnte episch werden.

Ein anderer ist der Meinung, ein Remake der legendären „Patterns of Force“ Folge, jene, in der die Crew auf einem Naziplaneten landet, biete sich gut an. Ein anderer hat bereits die erste Szene im Kopf: Kirk liegt in der ersten Einstellung in einer Blutlache. Dahinter kauert Bones und zieht ein Messer aus Spocks Kopf: „Wie konnte das bloß so schief gehen?“ Los Lobos Gitarrenmusik im Hintergrund. Titel: Act 1 „The Romulan Standoff.“ Yes! Gekauft.

Ernsthaft, es gibt tatsächlich gute Gründe warum diese Kombination erfolgreich sein könnte: So schreibt der Guardian, dass besonders Tarantino in der Lage sei einen guten Bösewicht zu kreieren – was wahr ist und dem Franchise nicht schlecht täte. Zugegeben, Benedict Cumberbatch war ein guter Khan, trotzdem.. Des weiteren darf man an die lockeren und natürlichen Dialoge erinnern und man stelle sich an dieser Stelle einen Schlagabtausch zwischen Kirk, Bones und Spock in bester Tarantino-Marnier vor. Es könnte funktionieren.

Und weil es am Rande der Galaxie mit dem Thema zu tun hat:

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Ehe für alle ab 2019!

Nachdem Österreich bei der letzten Wahl eindeutig einen Schritt rückwärts gegangen ist, gelang es dem VfGH endlich, die Ehe für alle einzuführen, anstatt nur die „eingetragene Partnerschaft“ – und das gilt es zu feiern, oder zumindest medial festzuhalten.

Der Gerichtshof begründet diesen Schritt mit dem Diskriminierungsverbot des Gleichheitsgrundsatzes. Ab 1. Jänner 2019 wird es also auch Gleichgeschlechtlichen Paaren möglich sein, zu heiraten.

Also wen kümmert es, welches Geschlecht der Partner hat? Sicherlich mag der eine oder andere Vorlieben haben und das eine oder andere Geschlecht gänzlich ausschließen, aber im Endeffekt sind es nur Menschen. Wenn ich mich verliebe, verliebe ich mich in den Menschen und nicht (nur) in seine Hülle, die ganz gleich welches Geschlecht haben mag. Und ich verstehe nicht, wie irgendjemand ernsthaft sagen kann: „Des isch krank!“ oder „Das ist falsch!“ Warum glaubt die konservative Elite der Welt, dass eine romantische Gemeinschaft nur aus Mann und Frau bestehen soll? Auch im Tierreich wurden schon homosexuelle Interaktionen und Beziehungen gesichtet.

Dazu Anwalt Helmut Graupner auf seiner Facebook-Seite:

Natürlich gibt es auch Kritik aus den üblichen Reihen:

Wiener Kardinal Christoph Schönborn (im oben verlinkten STANDARD-Beitrag): „Es ist beunruhigend, dass sogar die Verfassungsrichter den Blick verloren haben für die besondere Natur der Ehe als Verbindung von Mann und Frau.“ Dass eine staatlich und eine kirchlich geschlossene Ehe zwei unterschiedliche Dinge sind, mag der Herr Kardinal auch weiterhin getrost ignorieren. Des weiteren zeigt er sich „zuversichtlich, dass sich langfristig die Einsicht in die Schöpfungsordnung wieder durchsetzen wird.“ What? Ein Grund mehr also, sich im 21. Jahrhundert von sämtlichen religiösen Instituten zu distanzieren.

Dazu musste ich an folgendes denken, auch wenn die Faust das Auge knapp verfehlt:

Schwarz/Türkis akzeptiert die Entscheidung: „Höchstgerichtliche Urteile sind stets zu akzeptieren und nehmen wir zur Kenntnis.“

Die FPÖ hingegen reagiert nicht anders als erwartet: „Dieses Instrument wird der Türöffner in Richtung einer Entwicklung sein, an deren Ende mit der sogenannten Ehe für alle, vulgo ‚Homo-Ehe‘, Ungleiches gleich behandelt wird. Jetzt ist es so weit.“ Richtig, jetzt ist es soweit – jetzt geht die Welt unter. Die vier Reiter der Apokalypse werden die Erde verwüsten, Heuschrecken Kinder fressen und sowieso, alles wird zugrunde gehen! Not.

So oder so: Ich freue mich :)

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Mission accomplished, Achievement unlocked

Dieses Foto stand tatsächlich auf meiner New York To-Do Liste:

[x] Mit Nygmobblepot-Fans am Gotham-Set auf die Schauspieler warten und wenn möglich ein Foto erhaschen.

Wie kam es dazu?

Zwei Anläufe waren notwendig. Der erste fand am Montag statt, einem Nachtdreh mit Sean Pertwee (Alfred) bei eisiger Kälte. Die Crew war weniger von meinem Dasein begeistert, auch wenn ich mich ruhig verhalten und genau so gut ein Baum hätte sein können. Nach 4 Stunden und ausreichend Film- und Fotomaterial dachte ich mir: Immerhin sah ich das Set und filmte eine Szene. Dazu aber mehr, sobald die Folge tatsächlich läuft.

Der zweite Anlauf war deutlich einfacher. Wir waren zu dritt und suchten erneut in der Kälte das Set (folgten den Hinweisen, die sagten „SET“ oder den Zetteln, in denen die Anrainer darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass am jeweiligen Datum die Straße zu räumen ist). Wir warteten vielleicht 2-3 Stunden, die Crew war freundlich – und alsbald die Schauspieler das Set verließen, mussten wir die Gelegenheit ergreifen und nach einem Foto fragen. Zum Glück rechtzeitig, bevor ich auf meinen Flug Richtung Europa musste, der um 22 Uhr startete – und ich dort mein Telefon (und 5000 Fotos) liegen ließ (aber das ist eine andere Geschichte, und wird ein ander mal erzählt).

Erwähnenswert:

  • Ich war froh meine beiden Komplizinnen (Alex und Amy) dabei zu haben. Zu dritt kommt man sich wirklich weniger dämlich vor und traut sich eher etwas zu sagen, als wie wenn man alleine ist.
  • Catwoman (Camren Bicondova) hatte sich Zeit genommen und war sehr freundlich. Sie wirkte weder gestresst noch in Eile und unterhielt sich kurz mit uns.
  • Lucius Fox (Chris Chalk), der von Alex gerufen wurde, kam nochmal zurück. Ich hatte nur Jim Gordon gesehen und war ihn quasi angesprungen, ohne den Rest zu sehen. Und wir wissen jetzt: Jim Gordon, Lucius Fox, Catwoman und Poison Ivy, die wir nicht mehr gesehen haben, sind offenbar gemeinsam in einer Szene. Spoiler!
  • Die Bodybuards der Schauspieler kannten meine beiden Begleiterinnen bereits.
  • Und sogar an mich erinnerte sich ein Crew-Mitglied, ob ich nicht schon letzte Woche beim anderen Set gewesen wäre.
  • Last but not least: Jim Gordon (Ben McKenzie) antwortete auf „I’m a huge fan!“ mit einem grinsenden „I know“.

Fazit: Eine sehr nette Begegnung. Ich muss wieder nach New York und werde auch beim nächsten Besuch wieder einen oder zwei Tage investieren. Und man weiß ja in etwa, wann gedreht wird: Gegen 1 bis 4, von 4 bis 7 und von 8 bis 11 Uhr Abends. Warum auch nicht? Manch einer wartet ewig beim Empire State Building und ich am Set. Wer wissen möchte, welche Serie wo (in den Staaten) gedreht wird, der besuche die Seite: On Location Vacations.

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„Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Rocket!

2014 flimmerte ein Film über die Leinwand, mit dem kaum jemand gerechnet hatte: Weder mit der Musik, noch den humorvollen Dialogen, noch mit dem Setting. Und das liegt vermutlich auch darin begründet, dass, nach James Gunns eigenen Angaben (in zahlreichen Facebook-Postings und Live-Chats), Marvel wie Disney ihm freie Hand ließen und lassen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er auch beim dritten Teil Regie führen und die nächsten zehn Jahre bei Marvel-Produktionen involviert sein wird.

Ich sah den Film zweimal und fand ihn beim zweiten mal noch besser. Sofern man Kritik üben möchte: Man hing zu Beginn etwas in der Luft, was wohl die Handlung sein mochte. Vor allem die Auswahl des Soundtracks verführt zum mitwippen. Southern nights.. have you ever felt a southern night.. Gerade noch, dass man keine Pirouetten dreht oder Ausfallschritte im täglichen Gang der Realität tätigt. Wobei das mittlerweile gelegentlich vorkommt.

Im Endeffekt wirkt auch GotG2 wie „James Gunn and friends make a Movie“ und in diesem speziellen Falle wie: „Rocket and Drax having fun“ – Und ich finde das großartig! So großartig, dass ich mir überlege, den Film noch ein drittes Mal zu sehen. I can still hear you saying… You would never break the chain (Never break the chain)..

Während der erste Teil sich mit der Einführung der Charaktere und dem Aufbau eines Universums beschäftigte, welcher von absolut, in der jeweiligen Situation, sinnlosen (aber amüsanten) Dialogen lebt (wie auch in GotG2 – wir wissen mittlerweile warum Groot keine Hüte mag), ist der zweite Teil ein Familienfilm. Aber mehr wird dazu nicht verraten. If you ever change your mind… About leaving, leaving me behind… Oh, oh, bring it to me..

Was ich nun möchte? Eine Serie aus der Hand von James Gunn und einen friedlichen Trash Panda als Haustier. Rocket ist definitiv, neben Yondu, mein Liebling. Zugegeben, ich hatte nie gedacht, dass Baby Groot so putzig sein kann. I am Groot? I am Groot! I am Groot!? Sun is shinin‘ in the sky.. There ain’t a cloud in sight… It’s stopped rainin‘ everybody’s in a play…

Fazit: 7 von 5 Trash Pand.. Racoons und 6 von 5 Treecreatures, 8 von 5 Spacefights und 7 von 6 sinnlosen Dialogen. 10 von 10 für die Musik-Auswahl, die mittlerweile in Dauerschleife läuft. Generell: 12 von 10 Punkten.

Weiterführende Informationen, Erklärungen und eventuelle Spoiler (mit freundlicher Genehmigung von Mr. Raymond):

  • „Stallone spielt Stakar Ogord (Starhawk). Er war einer der Guardians of the Galaxy aus dem 31. Jahrhundert in den Comics, zu denen auch Yondu gehörte. Andere Mitglieder des Teams waren in der Credit-Scene mit Stallone. Martinex ist leicht zu erkennen (der kristallene Typ), der schwarze, breit gebaute wird vermutlich das Gegenstück zu Charlie-27 sein. Das Mädel Aleta. Und surprise, surprise Krugarr (das rote Alien)“.
  • „Howard the Duck natürlich auch wieder in einem Cameo dabei mitten im Film. Cosmo leider nur in den Endcredits“.
  • „Man sieht Goldblum in seiner Rolle als Grandmaster aus dem bald kommenden Thor: Ragnarok – in einer tanzenden Szene“ Anmerkung: Ich sah ihn nicht.
  • „Stan Lee mit den Watcher, die wie es ihre Regeln besagen nicht eingreifen. Beobachten ist OK, aber niemals aktiv etwas machen. Helfen nicht mal dem alten Mann zurück auf die Erde zu kommen.“ Theory confirmed.
  • „BTW Ego ist keiner der Celestials in den Comics, aber da er einer ist in den Filmen. In Guardians of the Galaxy sah man die Celestials die Infinity Gems verwenden als der Collector die Historie der Steine beleuchtet. Ego ist also einer von denen und wurde vermutlich zurück gelassen weil er verrückt ist. Andere Celestials haben enorme Rüstungen. Knowhere aus Teil 1 ist der Kopf eines Celestials.“
  • „Taserface ist in den Comics Mitglied einer Spezies, die ihre Kultur auf der Technologie von Tony Stark aufbauten und sich darum auch Stark nennen.“
  • „Ayesha und Adam Warlock sind in den Comics von den gleichen Wissenschaftlern erschaffen worden. Es war klar, dass Adam irgendwann auftauchen wird und es passt in Guardians 2.“

Predictions:

  • „Nebula’s Plan Thanos zu töten könnte Teil des nächsten Avengers Film werden.“ Anmerkung: GotG Vol. 3 spielt zwischen Infinity, ebenfalls unter Gunn’scher Kontrolle.

Gestrichen:

  • „Adam Warlock war nicht der einzige der gestrichen wurde. Es wurde eine Szene mit Nathan Fillion (Space Barbarian!) gestrichen, der vermutlich als einer der Ravagers gesehen worden wäre. Ich las mal, dass er Simon Williams (Wonder Man) spielen sollte.“

Lesenswert:

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„Star Trek: The Next Generation“ S01E01 und S01E02

Gute 30 Jahre ist es her seit Star Trek – The Next Generation die Herzen von jung und alt eroberte. Und so sahen Madame (8) und ich uns die ersten zwei Folgen der ersten Season an, die 1987 in den USA und 1990 in Deutschland debütierte. Folgend muss auch die gesamte erste Season und dann alle Seasons geschaut werden. Bestenfalls alle 703 Folgen. Und wenn wir damit fertig sind, dürfte dann auch Star Trek Discovery erschienen sein.

Episode 1

Die Doppelfolge und Eröffnung der ersten Season hinterließ Faszination, verknalltes Gebrabbel bis zur Übereinstimmung, dass Picard der bessere Captain als Kirk ist. Das wussten wir zwar davor schon, aber es ist immer wieder nett, im eigenen Glauben bestätigt zu werden.

TNG zeigte uns bereits Touchscreens, aber mit festem Interface. Und wenn man zurückblickt, agierte Data zu Beginn noch sehr in Spock’scher Tradition, während sein Name auch etwas seltsam anmutet. Jedoch nicht so seltsam wie Riker ohne Bart. Madame (8) meinte irgendwann, auf der Enterprise sei alles so autoritär, so militärisch, aber eine Basisdemokratie würde wohl eher nicht funktionieren: „Captain, wir werden angegriffen!“ – „Moment, lasst uns darüber abstimmen, was als nächstes zu tun ist. Wer stimmt für Angriff?“ 4 Hände heben sich. „Wer stimmt für Kommunikationsaufnahme?“ 4 andere Hände ragen in die Luft. „Wer enthält sich?“ 19 Hände zeigen auf.

Es stellte sich auch die Frage, wie dazu mal die Rezeption im Bezug auf Diversität war. Wurde es einfach als gegeben hingenommen, dass schwarz, weiß, Frau, Mann, Kind bunt gemischt sich miteinander die Enterprise teilten, und erst heute ein Tam Tam darum gemacht wird, weil damals der Blick für die Problematik fehlte oder als Marketing Strategie noch nicht entdeckt wurde? Sicherlich bei TOS, Season 3 und dem ersten „interracial kiss“ wurde die Sendung boykottiert, aber bei TNG in den 80ern? Man müsste recherchieren..

Dass die Quallen Aliens zum Ende der ersten Folge friedlich von dannen ziehen durften, ist auch etwas, was Star Trek immer auszeichnete. Man landete auf einem fremden Planeten, begegnete einer fremden Spezies und man verhielt sich vernünftig und versuchte auch die fremde Lebensform zu verstehen und nicht selten war es dann der garstige Mensch, der das arme Ding geknechtet und gequält hatte. Wir stimmten überein, dass das Quallenhafte Alien sehr entzückend war.

Fazit: Eine glückliche Reise in die Kindheit..

Episode 2

Fazit: „it never happend“

Kurzfassung: „Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern“ schrieb Madame (8) zu Beginn und gegen Ende sollten wir wissen, warum wir sie wohl verdrängt hatten. Ab und an mochte man den Eindruck gewinnen, Patrick Stewart denke sich entweder: „Omg, wozu habe ich mich vertraglich verpflichten lassen“ oder „Omg. Wie genial!“ Fun Fact: Sexroboter Data!

Alles in allem muss wohl eine Hommage an TOS gewesen sein, als Kirk und Co auf diesem seltsamen Liebes-Planeten landeten und Spock glücklich und verliebt herum spazierte. Die Folge allerdings fand ich wiederum nett.

:D

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„Doctor Strange“

Folgende Gedanken zu Master Strange, wenn auch massiv verspätet. Man gebe universitären Pflichten die Schuld.

Zu Beginn noch etwas skeptisch, dann jedoch zunehmend erfreuter und zu guter Letzt glücklich und zufrieden. Fazit: Ein angenehmes Filmerlebnis. Die andächtigen Mitbestauner waren ruhig und flüsterten. So wie Kino sein sollte. Wenn Civil War schon etwas ermüdete und eben gerade die neuen Charaktere für frischen Wind sorgen, so bestätigt sich dieses Gefühl bei Doctor Strange noch einmal. Doctor Strange wirkt!

Man braucht zu Sherlock aka Khan nicht all zu viel sagen: Der Mann ist hoch begabt, auch mit amerikanischen Akzent. Ich mochte die asexuelle und androgyne Tilda Swinton und wenn im Vorfeld Buh-Rufe bezüglich des Whitewashings laut wurden, so hätte eigentlich seit der Bekanntgabe Ruhe herrschen müssen. Spätestens jedoch nach der Sicht des Ergebnisses: Tilda ist keine weiße Frau, sie ist Tilda Swinton. Sie wirkt zeitlos, gelassen und auch zerbrechlich.

Könnte ich bitte auch ein Kleidungsstück haben, dass mir die Tränen wegwischt? Lesetipp: Aldous Huxleys „The Doors of Perception.“ sowie eine kleine Auffrischung über die Infinity Gems.

Insiderinfos von Mr. Raymond, die sicherlich interessanter sind als meine Euphorie über Cumberbatch und den Film selbst, sowie zufriedenstellender Ruhe im Kino:

„Der Time-Gem lässt grüßen. Der letzte Infinity Gem wird sich also vermutlich in Thor: Ragnarok sehen lassen (wer könnte den wohl brauchen.. to Hel with you). Überraschend, da der bekannteste Besitzer des Soul Gems in den Comics einer der Guardians of the Galaxy ist aber AFAIK hat sich Gunn schon zu Wort gemeldet, dass kein weiterer Infinity Gem in Guardians 2 zu sehen sein wird und das obwohl die Freundin von Adam Warlock schon bestätigt ist für den Film. Him and Her. Oder eben Adam Warlock und Ayesha. Ayesha aka Kismet aka irgendwelche Namen, den sie von Aliens bekam – es wird komplett anders sein im Film, aber Adam Warlock’s Kokon, oder zumindest einer der jenem ähnlich sah, war in der Sammlung des Collectors im ersten Guardians Film zu sehen. Gunn hat aber auch da dementiert, dass es Adam Warlock’s Kokon war.

Easter Eggs für die Fans: Der alte, einarmige Zauberer Hamir ist in den Comics der Vater von Wong, dem Bibliothekar im Film. Der Typ der über das Sanctum Sanctorum in New York wachte war Daniel Drumm, der Bruder und geistige Begleiter von Brother Voodoo. Überhaupt hat das Sanctum Sanctorum in NY die selbe Adresse wie in den Comics. Yay Bleeker Street 177A.

Mordo war klar, dass er am Ende keiner mehr der Good Guys sein wird, weil er in den Comics die Rolle von Kaecillius aus dem Film hat. Mordo war der Verräter, der mit Dormammu kollaborierte. Schlug einen anderen Weg im Film ein, aber als Hexenjäger macht er sich sicher auch gut. Kaecillius ist einer von Mordo’s Untergebenen in den Comics und auch wenn sein Gefolge nicht benannt wurde im Film (nicht einmal auf IMDB) könnte zumindest eine davon Adria sein und einer Demonicus heißen. Durch das Prequel Comic weiß ich, dass Tina Minoru letztlich auch eine kleine Rolle im Film hatte. Dank Youtube weiß ich jetzt, dass sie mit dem Staff of One unter den Trainees in Kamar Taj war. Sie ist die Mutter von Nico Minoru (Runaways Serie ist in Arbeit…. vielleicht sieht man Tina dort wieder und wegen der kleinen Rolle im Film nicht mal recastet?! Hoping!).

Christine Palmer, die Ärztin, die Strange so unterstützte war die Hauptfigur einer kurzlebigen Serie aus den 70er Jahren mit dem Namen Night Nurse. Ungefähr 20 Jahre zu spät die Idee. In den 50ern waren Romance Comics sehr beliebt und es war die Hochzeit von Patsy Walker und Co. bei Marvel. Mädchen hatten ihre Mädchen Comics, die sie zu braven Hausfrauen erzogen. Aber in den 70er Jahren noch sowas rausbringen…. wow. Kein Wunder, dass sie nur 4 Ausgaben überlebte. Wie man beim Marvel Appendix sieht, hat sie später (in einer wirklich guten Serie) mit Nightcrawler abgehangen. In den Comics hat Strange eine gewisse Zeit eine Beziehung mit Night Nurse, aber nicht mit Palmer, sondern Linda Carter deren Job vergleichbar ist mit dem was Rosario Dawson’s Claire Temple in den Netflix Serien. Superhelden ärztlich helfen.

Damn you, Stephen! West, der Arzt, dessen Uhr zu laut war und gerne mal aus dem Snack Automaten was klaute war Strange’s Gegner in der Miniserie „Doctor Strange: The Oath“ (lesenwert). Er ist ein neidischer Bastard in den Comics.

Ich hoffe, dass jeglicher Backlash wegen dem Swinton casting jetzt verstummt. Die Alternative wäre gewesen einen Typen wie Hamir zu casten. Asiate mit Fu Manchu Bart und mystischen Kräften. Der witzige Twist, dass nicht er der Ancient One ist, sondern sie war gut.“

Thx!

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Happy Birthday Star Trek!

Ich hatte gestern sogar noch daran gedacht, etwas bezüglich Star Treks 50 jährigem Jubiläum zu posten, beließ es dann aber doch bei einem Instagram-Post und ein paar guten alten TOS Folgen. Danke Netflix.

 

Es ist tatsächlich erstaunlich, dass die Serie seine ersten paar Folgen überlebte. Denn betrachtet man TOS heute, fern von Kindheitserinnerungen und jugendlichem Gezeter, dass Mr. Spock eindeutig der coolere Charakter als Kirk war – ich kenne übrigens keine(!) Frau, die Kirk attraktiver als Spock gefunden hätte, denn vergleicht man die Reaktionen mit Stargate hatten sowohl MacGyver als auch Daniel Jackson eine große weibliche Fanbasis – ist die Serie, und vor allem die deutsche Synchronisation sehr… sehr… trashig. Aber genau das, und die Kindheitserinnerungen, machen vermutlich den Charme aus. Ganz abgesehen von der Musik, den Farben, den Geschichten, den Absurditäten und natürlich: Der Enterprise. Ich sehe, es wird wieder Zeit TOS durch zu schauen. Der Dank geht an meine Mutter, die mich damals vor den Fernseher setzte und sagte: „Schau! Der hat spitze Ohren!“ Oder so. Und ja, zu jener Zeit war es offensichtlich noch in Ordnung Kinder vor den Fernseher zu setzen, ohne dass aus allen Seiten ein „Bad Parenting!“ gekrochen kam.

Dank den Fans dauerte TOS drei Seasons und stärkt seit je her einem großen Fandom den Rücken. Während man in den 1980ern und 1990ern noch schief angesehen wurde, darf sich Star Trek heute großer Beliebtheit und einem festem Kultstatus erfreuen. Dies liegt nicht nur am cinematischen Reboot, sondern auch dem aktuellen „80er Jahre Revival“ in der Popkultur, die alles heraus fischt, was in den 80ern und 90ern in Film und TV so anzutreffen war wie Jurassic Park, Mad Max, Independence Day, Star Wars, die Clinton Ära, und so weiter.

Oftmals und gerne verweise ich auch oft auf die fehlgeleitete Meinung, Star Wars sei Science-Fiction und erkläre beharrlich, dass die Welt um die Ewoks und Co „der Macht“ wegen gänzlich der Science-Fantasy zuzuordnen sind, während Star Trek sich an Wissenschaft und Technik, fremden Planeten und außerirdischen Lebensformen sowie der Idee einer besseren Welt orientiert. Star Wars ist eine Filmreihe über Abenteuer, Liebe und Gut gegen Böse, die eben im Weltraum spielt. Die Crew von Star Trek katalogisiert und untersucht und wird oftmals durch unvermeidliche Zwischenfälle unterbrochen, die dem Captain unvergleichbare und Gazellenartige Bewegungen entlocken. Und weil sich beide auf gänzlich andere Dinge fokussieren und eine gänzlich andere Geschichte erzählen, ist es möglich und vollkommen legitim, beides zu mögen – entgegen der verbreiteten Meinung, man könne nur dem einen oder dem anderen Fandom angehören.

(Platzhalter, falls mir Nachts während dem Einschlafen noch wertvolle Informationen und Anekdoten einfallen.)

In diesem Sinne: Live Long and Prosper!

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