Es regnet.

Pausenlos. Warum?

Dann gibt es einen Tag Sonne. Oder zwei. Mit 32°. Die toll sind, wirklich, ich mag die Hitze (mein Kreislauf mittlerweile weniger, aber das ist eine andere Geschichte): Daliegen, zerfließen, alles ist heiß und warm und man schmilzt quasi auf dem Handtuch dahin. Dann steht man belämmert auf, watschelt zum Wasser, kühlt sich ab. Und siehe da: Gleich fühlt man sich erfrischt. Man stolziert zurück, legt sich hin: Und wiederholt alles bis es Zeit ist zu gehen.

Und dann gibt es diese Regenwochen (bei aktuell einmalig 3 Wochen durchgehend Sonne bisher), und diese Regenwochen ziehen sich mittlerweile. Nicht, dass ich etwas gegen Regen, Nebel, Finsternis und schottischer Atmosphäre hätte, im Gegenteil: Ich finds super!

Aber. Es ist sommer. Regnerisch darf es gerne im Herbst sein. Im Sommer, der sich in den Tiroler Alpen ja nun wirklich gerade mal auf ein zwei drei Monate reduziert, hätte ich dann auch gerne einen Sommer.

Nun verstehe ich es, wenn die Leute rufen: Aber die Umwelt! Die Tiere! Na eh, denen gefallen diese 30°+ nicht sonderlich, aber, Spoiler Alert, so schnell werden die nicht wieder verschwinden. Im Gegenteil. In Kanada sollen bis zu über 45° gewesen sein. Und Deutschland wird von Stürmen und Hochwasser heimgesucht. Ja na eh, sowas gabt und gibt es immer wieder, aber vielleicht sollte man sich auf die klugen Wissenschaftlern aus den 80ern berufen die sagten: „Tut was!“

Und die 90er versuchten ja auch mit einer Menge von Umwelt (u.a. Kinder) Serien (spontan fallen mir ein: Captain Planet, Sea Quest, Als die Tiere den Wald verließen (Yes, right in the feels)) ins Bewusstsein der Leute vorzudringen und sie sagten: „Hey! Hier sterben Tiere! Qualvoll!“ Und die Leute so: „yo, is lei a Zeichentrick, yo.“ Ich bezweifle zwar, dass in den 90ern „Yo“ bereits im deutschen Sprachraum gegeben war, aber wer weiß.

Aber auch das half nichts.

Und jetzt regnet es.

Während die einen über die Hitze sudern, werden die anderen von Flutmassen weg geschwemmt und ich beklage mich über etwas schottischen Regen.

Es stellt sich die Frage, wie wir als Menschheit es wohl soweit gebracht haben?

Aber gut, nachdem die Geschichte von Siegern geschrieben wurde und wird und die Forschung sich auch lange nur mit den Kriegern und Königen befasst hatte, und der alltägliche Bürger, das gemeine Leben außen vor blieb, woher soll man es denn wissen? Geschweige, dass der einfache Bürger und Bauer in einem Büchlein Notiz führte von: „Die Kuh trat mir heute auf den Fuß, aber immerhin fault das Heu des Nachbarn und somit kann ich meines um den doppelten Preis verkaufen, aber es regnet, und so kann ich nicht zum Markt, weil dann fault meines auch!“ Vor allem weil Papier teuer war, niemand die Zeit hatte und sowieso viele nicht schreiben konnten.

Also ja, ich bin mir sicher, die Magd Anno 1684 beklagte sich ebenso über den leichten Regen, aus welchen Gründen auch immer.

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