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„Life“

Fazit: Ist es Satire? War es ein Versehen? Schafft Life es zum nächsten Kult-Alienfilm? 10 von 10 Seesternaliens und 9 von 10 Libellenartigen Käferaliens und ein gerechtfertigtes Happy End.

Spoiler ahead. Lese nur, wer ihn gesehen hat!

Neben Deadpool bleibt Name und Marke Jake Gyllenhaal dem aktuellen Type-Casting als anti-sozialer Creep treu, während Deadpool nur beinahe Deadpool ist – und ich wette, ohne recherchiert zu haben, dass (der Film wurde von Rhett Reese and Paul Wernick geschrieben, jene Herren die auch bei Deadpool ihre Fingerchen im Spiel hatten) eine gewisse Szene kein Zufall war, und jene, die den Film gesehen haben, wissen genau, wovon ich spreche. Es war kein Zufall.

Im Falle Gyllenhaals war dessen Charakter zu lange im All und möchte eigentlich dort bleiben, auch wenn sich sein Körper dagegen ausspricht. Er vermisst auf der Erde nichts und erneut, er mag das All. Life veranschaulicht neben einem friedlichen Miteinander in Schwerelosigkeit – den ganzen Film über – dass das All beziehungsweise die Arbeit auf einer Station, gerade für körperlich beeinträchtigte Menschen hervorragende Jobmöglichkeiten bietet. Und somit spricht Life das Leben auf verschiedenen Ebenen an. Ich verstehe die schlechten Kritiken wirklich nicht..

Zur Geschichte:

Eine Probe vom Mars hat ihren Weg verlassen und muss von der ISS abgefangen werden – es könnten sich für die Erde feindliche Bakterien darin befinden. Geschafft, getan. Nach wenigen Tagen stellt sich heraus, dass es eine Zelle ist, die rasch wächst. Sie füttern die Zelle mit Glyzerin bis sie zu einem Gemisch aus Nerven- und Muskelgewebe heran wächst. Sie imitiert Daddy, der ihm den Finger zum Spielen reicht und die Abstimmung auf der Erde ergab, dass der Marsianer Calvin heißen soll.

Gestatten, Calvin.

Soweit so gut. Calvin entwickelt sich prächtig. Doch plötzlich streikt die ISS und Calvin liegt regungslos da. Und was tut die Gattung Mensch? Genau, man versucht Calvin via Elektroschocks wieder aufzuwecken. Elektroschocks! Calvin fühlte sich bedroht, greift an, bricht und zerquetscht Daddy die Hand. Schließlich entkommt er. Und nicht um sonst wurde immer wieder eine festgebundene Ratte (des arme Vieh…) mit ins Bild genommen. Calvin nähert sich dem Nagger an, imitiert friedlich dessen Schnuppern und als die Ratte zu beißt, muss auch sie daran glauben.

Daddy kann schließlich gerettet werden und Deadpool versucht Calvin zu töten. Kill it! Kill it with Fire! Nichts da. Calvin ist schlauer und kriecht Deadpool in den Mund – inklusive Würgegeräusche sowie stimmige Optik in lang gezogener Szene, bei der eine Zuschauerin den Saal verließ. Ryan Reynolds darf den restlichen Film als Leiche herhalten. Zugegeben.. mir selbst hat es den Hals zugezogen..

Calvin lernt rasend schnell, adaptiert Fähigkeiten und entwickelt sich zu einer intelligenten Lebensform. Er sieht mittlerweile wie ein süßer Seestern aus. Als er versucht durch die Luftzufuhr zu entkommen, legt er die Verbindung zur Erde lahm und durch einen weiteren Zwischenfall neigt sich die ISS der Erde zu. Sie werden alle verbrennen! Eine Dame klettert nach außen um die Verbindung zu reparieren, schraubt ein Ventil auf und Calvin flutscht heraus. Er krallt sich an ihr fest und attackiert das Kühlsystem des Raumanzuges, den die Frau im All ertrinken lässt (nachdem sie Selbstlos die Tür von außen verriegelt hatte damit keine Rettung, weder von ihr noch von Calvin, möglich ist), während Calvin sich durch die Triebwerke retten kann, die die ISS wieder in eine stabile Bahn manövrierten. So musste man also Calvin den Vorzug geben, anstatt sich durch den Eintritt in die Atmosphäre verbrennen zu lassen. Und es fällt mir immer wieder auf, wie zerbrechlich und simpel und klein und fragil die ISS wirkt, im Vergleich zu den großen, tollen Raumschiffen, die wir in der Science-Fiction ständig serviert bekommen.

Alles wird abgeriegelt und versperrt, doch Calvin ist ebenfalls wieder auf der ISS. Daddy erkennt aber, kurz vor seinem Tod, dass Calvin nicht böse ist. Er muss töten, um zu überleben. Währenddessen hatte sich Calvin am Bein von Daddy fest gefressen. Trotz zuckersüßem Alien gibt es gewisse Plotholes.

Mittlerweile ist Calvin gewachsen und gleicht einem Libellenartigem Käfer-Schmetterlings-Ding. Und er ist schnell. In Schwerelosigkeit geboren, kann er sich perfekt in der Umgebung orientieren und sich zurecht finden. Warum eigentlich er? Warum ist Calvin keine sie? Ist Calvin Geschlechtslos?

Erneut wird die Station abgeriegelt und die letzte, noch verbleibende Dame kratzt sich am Finger und etwas Blut gelangt in die Öffnung. Calvin, der mittlerweile als Lebensform am Schirm erkennbar ist, ändert abrupt seine Richtung und steuert auf die Menschen zu. Ein Mitglied, dass zuvor Vater wurde, versperrt sich in der Schlafkammer. Die Mannschaft ist derweil viel zu sehr mit ihrem eigenen Überleben beschäftigt, öffnet Türen, die geschlossen bleiben sollten, um sich schlussendlich gegenseitig retten zu wollen. Dass Calvin sich ebenso über die Möglichkeiten freut, ist gewiss.

Ein Shuttle dockt an und wir erfahren, dass es drei Protokolle gab – wenn die ersten beiden versagen, kommt Nummer 3 zum Einsatz und je nach Ermessen wird eingegriffen oder kontaminiert und die ISS soll im Zuge dessen ins All geschickt werden. Die Dame, die noch lebt, gibt auch gleich zu verstehen – der Dramatik wegen – dass es ihre Idee gewesen ist und eine ganze Reihe Leute diese unterschrieben und im Zweifelsfall den Tod der Mannschaft besiegelt hätten.

Trotzdem. Sie haben also versagt. Eh klar, zuerst experimentiert der Mensch mit fremden Substanzen, dann möchte er sich so schnell wie möglich aus der Affäre ziehen und sich selbst retten auch wenn es schon viel zu spät und den Tod weiterer Crew Mitglieder bedeutet. Künftig sollte man sich, wenn so etwas außer Kontrolle gerät, wirklich überlegen, ob man den Freitod nicht vorzieht – aus Wohlwollen den anderen (und vielleicht der gesamten Spezies) gegenüber. Es wäre illusorisch zu glauben in solch einer Situation schaffe es irgendwer noch lebendig und heil zurück zur Erde.

Mittlerweile versucht auch der frische Vater sich zu retten, schwebt zum Shuttle, Calvin ist ihm sogleich dicht auf den Fersen und erledigt ihn. Mehr oder weniger opfert er sich kurzerhand als er sieht, dass es aussichtslos ist. Nach und nach fällt das Lebenserhaltungssystem der ISS aus und es wird kalt.

Donnie Darko und die Protokoll-Frau sind noch übrig und erneut wird wieder einmal die ISS halb zerstört. Gibt es einen Film, bis auf Dokumentar-Filme, die auf der ISS spielen aber sie dabei nicht zerstören? Erneut: Die ISS wird wieder in die Erde eintauchen und sie werden es nicht überleben, aber Calvin schon.

Aber es gibt einen letzten Plan. Creepy Jake verschanzt sich mit Calvin in eine Rettungskapsel und schießt sich hinaus ins All, während die Protokoll-Frau zur Erde fliegt. Calvin folgt ihm und klammert sich an jede noch so erdenkliche Atmosphäre und umschlingt den Heizstrahler, der etwas Luft von sich gibt, innig. Ein wirklich trauriges und herzzerreißendes Bild: das arme Alien, dass sich so sehr daran fest krallt und am Leben bleiben möchte. Dann krallt es sich an Jake fest und wir sehen abwechselnd beide Kapseln, einmal auf die Erde zu rasend und einmal ins All abdriftend. Wir sehen die Kapsel im Meer landen und ein paar asiatische Fischer die darauf zusteuern.

The End.

Endsong: Spirit in the Sky.

Amüsantes Zitat zum Film:

„David’s [Jake Gyllenhaal] character is the worst offender, with the most awkward scenes and lines, some of them bordering on bad comedy. When he tells Miranda that as a traumatized military vet, he doesn’t want to go back to Earth because “I like the hum up here, and the air,” he sounds like a dopey space-age Forrest Gump, trying to turn a monotonal, hyper-simplistic statement into a manifesto. When he busts out Goodnight Moon for a dramatic, emotional reading at a critical moment, the entire film threatens to fall down the gravity well of its own idiocy. It’s a moment designed for endless parody; surely Saturday Night Live is already queuing up a guest spot where Gyllenhaal laboriously reads other children’s books in the middle of deadly catastrophes.“ (theverge.com)

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Ein Spiel für Zwischendurch: The Room

therooma

Das Puzzlespiel wurde 2012 von einem britischen Studio namens Fireproof Studios für Apple entwickelt. Spieldauer ca. 3 Stunden. Die Fortsetzung „The Room 2“ weist zwar deutlich mehr Puzzles auf, jedoch fehlt mir die Liebe zum Detail, die beim ersten Teil sehr zur Geltung kommt. Nicht nur im Design, sondern auch in der Geschichte und den Puzzles selbst. Ich ertappte mich des öfteren staunend über die tollen Einfälle und Ideen. Diese 5€ sind also gut investiert. Im Vergleich dazu, kostet Kino mehr und dauert oft kürzer. Man bemerkt auch, dass das Spiel für einen Touchscreen entwickelt wurde, da via Maus die Steuerung manchmal etwas umständlich ist.

Nachdem der erste Teil wirklich gelungen war, schien mir, litt die Fortsetzung an einem gewissen Erfolgsdruck. Er fängt nicht ganz so ein, wie der erste Teil und auch das Design ist nicht ganz so ausgearbeitet. Wem dennoch der erste Teil gefiel, der darf sich guten Gewissens auch ruhig den zweiten kaufen.

Die Puzzles sind einfach bis mittelmäßig schwer, und wenn man heraus gefunden hat wie und wonach man schauen muss, unterhält das Spiel einen Abend lang. Wie ein guter Film, nur eben mit etwas Eigeninitiative.

Fazit: Nett :)

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„Star Trek Beyond“

Bewaffnet mit einem überteuerten „Limited Edition“ Getränk inklusive der U.S.S Franklin oben drauf, ausgestattet mit einem unauffälligen und für den Kinogang adäquaten blauen Kleid sowie einem Star Trek Science-Pin, fieberte ich dem Einlass entgegen.

Geeknation fasste die Atmosphäre des Filmes perfekt zusammen:

„Star Trek Beyond is not the best Star Trek movie in the franchise, and it’s certainly not the most intellectual or politically-relevant by any means either. But what Beyond manages to do that Into Darkness and its morbidly boring title didn’t, is capture the same sense of wonder and heart that made the Original Series such a milestone when it first arrived. Yes, there are explosions aplenty and yes, it all does come down to a final battle with some very muddled motivations like in both of the previous two films, but at least this time, when Captain Kirk throws a punch, we know why he’s doing it and we feel the emotion behind it.“

Und natürlich schmerzte es mich in den ersten Minuten mit ansehen, wie die Enterprise (wieder einmal) zerstört wurde, in diesem Falle war es jedoch zielführend, um dem Zuschauer zu verdeutlichen: Es geht auch anders. Die Crew muss ohne Enterprise auf einem fremden Planeten zurecht kommen. Die Abfolge der Geschichte – der Alltag im All, der Hilferuf und dann natürlich der Kampf auf einem fremden Planeten, sowie die Inszenierung – bei der zwischen Ereignis A und B nicht eine Szene eingesetzt wurde, um die Geschichte zu zeigen, sondern einfach Ereignis A auf B folgen zu lassen, ohne großartig Zeit zu verschwenden – verlief im Stil der alten Serie. Sogar die Kostüme glichen TOS mehr als wie in den ersten beiden Filmen, die sich offensichtlich erst mit und durch moderne Umsetzung beweisen mussten. Auch das Gedenken an Leonard Nimoy wurde gebührend eingebracht, denn so wie im realen Leben, verstarb auch Ambassador Spock. Jaylah aka „Lassie“, eine der 50 neuen Lebensformen, zeigt Präsenz und darf gerne im vierten und bereits bestätigten Teil erweitert werden.

Die homosexuelle Auslegung von Sulu erfuhr jedoch von George Takei Kritik.

Simon Pegg antwortete im The Guardian darauf:

„He’s right, it is unfortunate, it’s unfortunate that the screen version of the most inclusive, tolerant universe in science fiction hasn’t featured an LGBT character until now. We could have introduced a new gay character, but he or she would have been primarily defined by their sexuality, seen as the ‘gay character’, rather than simply for who they are, and isn’t that tokenism?“

George Takei publizierte wenig später einen offenen Brief auf Facebook, in dem er klarstellte, dass bereits der Kuss zwischen Kirk und Uhura heftige Reaktionen ausgelöst hatte. Er und Gene Roddenberry hatten damals über einen homosexuellen Sulu gesprochen, aber man kam zum Entschluss, es bei einer Andeutung zu belassen:

„Gene made a conscious decision to make the main characters heterosexual, and worked within those parameters to tell incredible stories that still challenged many cultural values of the time. So the lack of gay characters was not some oversight by him; it was a conscious decision with which he grappled. I loved Gene as a friend, and I respected his decision and the context under which he created these stories.“

Fazit: Sehenswert. Beyond ist durch und durch eine gelungene Hommage im Stil von TOS zum 50. Jubiläum von Star Trek.

 

Interessante Links:

Bezüglich der Diskussion zwischen Reboot und der Vision von Roddenberry, empfehle ich folgende drei Artikel. Es ist immer wieder interessant zu sehen, worauf man nicht achtete: Die Science Fiction und Philosophie hinter Star Trek. Star Trek ist eben deswegen Science Fiction, nicht nur um der Wissenschaft Willen und der Technik die vorherrscht – die schlussendlich und gemeinsam das Gute zum Vorschein bringt – sondern eben auch wegen den komplexen Fragestellungen im ehrlichsten Sinne einer klassischen SF.

R.I.P Leonard Nimoy und Anton Yelchin.

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Fallout 4 #1

Das wirklich und wahrhaftige und vor allem ernstzunehmende „Problem“ an Aktionen wie einem Steam Summer Sale ist: Man kauft sich zig Spiele und kommt sogleich in Versuchung alles an spielen zu wollen und dann wird nichts vollendet. Diesmal war allerdings nicht meine Schwäche und Neugier, sondern das Auto-Update von Ark dafür verantwortlich, dass ich Fallout 4 startete. Es dauerte ewig. Wirklich.. Wirklich ewig.

Es fängt bereits bei der Gestaltung des Charakters an und man könnte Stunden damit verbringen einzelne Partien hin und her zu schieben. Hier was und da noch. Schlussendlich sieht die Figur derart seltsam aus, sodass jeder Versuch sie wieder zur Norm zu rücken, zwangsläufig misslingen muss. Und gegen Ende ist man weit weg von dem, was man eigentlich im Sinn hatte. Ich bewundere Personen, die es schaffen irgendwelche berühmten Leute nachzustellen.

Ich werde „Cat“ also nochmal bearbeiten müssten. Denn ich werde das Gefühl nicht los, dass am Aussehen meines Charakters etwas nicht ganz stimmig ist: Sind die Augen zu weit auseinander und/oder die Nase zu lang?

Die Namensgebung ist der nächste und höchst-kreative Schritt und alle Memes dazu sind wahr; entweder entschließt man sich für einen banalen oder für einen lächerlichen Namen. Als ich mich vor einigen Tagen in einem Ark-Forum anmelden wollte, war es genau das gleiche. Schlussendlich beendete ich die Anmeldung ohne mich tatsächlich angemeldet zu haben, weil mir kein Foren-tauglicher Name einfiel. Been there, done that. Tipp: Sich im Zimmer umsehen. Pflanze. Balea. Star Trek. Daenerys. Screen. Window. Smoothie. Book. Cat. Cat! Unkreativität Deluxe.

Selbe Firma, selbes Prinzip. Wie bei Skyrim, so auch bei Fallout. Ich mag es – man fühlt sich heimisch, aber dennoch ist es spannend. Man fühlt sich aufgehoben, und doch ist es neu. Same same, but different. Die Radiosender! Ftw! Dogmeat! :) Und ich vergewisserte mich natürlich sofort: Der Hund stirbt nicht.

Die Motion Sickness hält sich in Grenzen, wohingegen ich bei Fallout: New Vegas massive Probleme hatte. Vorsicht bei der FOV-Änderungen in der Konsole (aufzurufen via ‚ö‘). Es zieht Veränderungen des Pip-Boy’s nach sich, ist jedoch einfach zu beheben. FOV im Pip-Boy Mod auf „FOV 80“ ändern. Done.

Damit wären wir bei aktuell drei Spielen: Ark, Bioshock Infinite und Fallout 4. Gut, man rät mir, weniger Zeit am PC zu verbringen. Seems legit.

Es sorgte übrigens für Verwunderung, dass ich die Frau spiele und der Mann mit dem Kind dort landet wo er ist, in der ‚richtigen‘ Kapsel, aber eben mit Kind. Es sorgte aber wirklich für noch mehr Verwunderung, aber das sollte und wollte mir nicht gespoilert werden. Ich werde kommunizieren und berichten.

Meer!

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„The Walking Dead“, S06E09

Spoiler ahead, be aware.

Eigentlich ziehe ich es vor eine Serie am Stück zu genießen, anstatt Woche für Woche der Qual des Wartens ausgesetzt sein. Und Früher (ja, es war besser) war dies einfacher: Man bestellte sich entsprechende Serie auf VHS oder DVD und taadaa. Heute kriechen ein halbes Jahr vor Release gewisse Spoiler aus allen möglichen Löchern des sozialen Webs. Drecksgesindel! Und so sieht man sich genötigt, die Folge erstens wenige Stunden nach Ausstrahlung zu schauen, oder gegen Spoiler immun zu werden, und/oder auf die sozialen Medien seiner Wahl zu verzichten (Haha.. Genau). Aber man gewöhnt sich an Spoiler. Die Neugierde ist eine B*tch und öfters lässt es sich einfach nicht vermeiden. Deswegen wusste ich bereits Monate zuvor, was mit Cooorals Auge passieren und, dass er überleben würde. Nein, ich kenne die Graphic Novels nicht, aber sie stehen auf meiner Amazon Wunsch-Liste. Man fühle sich frei, mich zu beschenken.

Hier übrigens ein auf den Punkt bringendes Review „Lost the Story and Decided to Lie“ bei GeekNation zur Folge S06E08. Kurz: Jene endete etwas weniger glücklich und ließ Totgeglaubte lebendig auferstehen. Solle man doch froh sein, dass sympathische Charaktere der ersten Stunde erhalten bleiben! Sagen die einen. Ja, aber.. Nein – nicht so. Ausrufezeichen. Mit der Aktion verlor TWD an Glaubwürdigkeit und Sympathie. Wenn schon die Martin’sche Vorgangsweise kopiert werden mag, dann ohne Wenn und Aber. Und: Nur weil es offensichtlich „in“ ist, Fans mit Cliffhangern zu ködern/quälen, bedeutet das noch lange nicht, dass es ständig gemacht werden muss. Der Dank geht an dieser Stelle an Netflix deren letztes Seasonfinale von OITNB friedlich und ohne Cliffhanger verlief. Danke.

Und ich gestehe, TWD hatte viele Momente und Folgen, bei denen ich mir dachte: Mhm.. Ok. Aha? Achso.. Pizza? S06E09 „The Next World“ gehört nicht zu diesen: Der Start nach dem „Mid-Season-Break“ war überraschend gut. Er war gut und die Reduzierung des Casts notwendig. Action geladen, kreative Schnitte und Einstellungen. Ein Flammenmeer! Nice! Eine Schlussrede voller Hoffnung, nachdem das vorletzte Stückchen davon im Schlund eines Walkers verschwand.

Next. Es war abzusehen, dass Ricks Love-Interest und deren Bälger früher oder später an Zombies verfüttert werden. TWD ist und war nie eine romantische Serie; die einzig wirklich inszenierte Romantik entstand aus der Möglichkeit einer gegebenen Situation und entwickelte sich ohne großes TamTam. Ebenso wurde sie ohne besonderes Aufsehen weitergeführt. Nicht einmal dem Wiedersehen nach 8 Folgen (?) und 3 Tagen (?) Trennung wurde eine Szene gewidmet. In einem Romanzen-verklärten Hollywood, in welchem BlackWidow dem Hulk nachjagen muss (Nett, unnötig, und warum überhaupt?) muss dieser Fakt TWD hoch angerechnet werden.

Mr. Uniform-Redhead metzelt wieder mit breitem Grinsen, und der „sexiest redneck alive“ („Wir waten durch ein Meer von Blut, gib uns daher Kraft und Mut„) verteidigt seinen Titel mit einem Rocket Laucher. Ftw! Ich hätte so gerne wieder mehr Amazone in Action. Ich mag sie.

Wie Rick gegen Ende verlauten ließ, formierte der vernichtende Kampf gegen die Walkers wieder eine feste, willensstarke Gruppe. Gut so! Mit.. zwei, drei Unbekannten Gesichtern? Oder so? Austauschbare Gesichter jedenfalls. Der Kern bleibt bestehen. Man wird also sehen, was weiterhin passiert. Ich las ja etwas von gecasteten Soldaten.

Wenn man es noch zustande bringt, Coooral eine anständige Frisur zu verpassen, bin ich zufrieden – sofern Verantwortliche der Serie wieder einen ordentlichen Ton und keine Cliffhanger-Blah-Folgen einschlagen.

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Spore!

Da dank Grippe oder Erkältung ist Skyrim derzeit etwas mühsam zu spielen. Also spielt man fremd.

Offensichtlich wurde Spore für Konsolen entwickelt, die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig und man gelangt durch einen falschen Klick oder Tastendruck zum Desktop, was doch lästig sein kann. Aber: Meine Kreatur wird weiter wachsen.

2016-01-13_00003

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