Archiv der Kategorie: Just about Life

Was eben so passiert, hier und dort und da und drüben und so weiter und so fort

Apocalypse#NOW 4.0. Part 2

You need to calm down! – Taylor Swift „You need to calm down.“

Coming to you in 2022.

Be ready.

There will be Zombies. And Global Warming. And the Apocalypse!

 

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Woche #2907 (Italy-Edition)

Ich war also im Urlaub. Zwei Wochen Italien.

Just einen Tag vor der Abreise, kriecht der Mauz mit müden Augen herüber: Unterm Arm hatte er sich einen fetten Riss zugezogen (vermutlich blieb er beim hochklettern hängen), welcher mit mindestens 8 Klammern geklammert werden musste. Brav war er, aber bei der Spritze hängt es ihm immer noch aus: fauchen, knurren, beißen, kratzen und schlussendlich sich befreien und unterm Tisch verkriechen. Danach ist er immer wieder ein kleines Häuflein Elend, den die Welt hasst und ihm niemand mehr Gutes will. Niemand.

Die Abreise musste verschoben werden, und er im Haus verweilen – was ihm natürlich gar nicht gefallen hat. Als dann der Urlaub angetreten wurde und die Nachbarn sowie Freunde versicherten, sie schauen regelmäßig auf ihn, durfte er auch bald wieder raus. Als Helikopter-Mutter machte ich mir natürlich immense Sorgen: was, wenn er abhaut. Was, wenn er sich ein neues Zuhause sucht. Was, wenn er sich wieder weh tut. Was, wenn er die anderen lieber mag. Was, wenn sonst was passiert?! Aber, ich kann die Leserschaft beruhigen: Alles verlief gut, und alles ist wie, als wäre er nie allein gewesen.

*

Italien ist, wie Italien ist: Fein. Und perfekt. Es gab gute Pasta und gute Pizza. Feines, warmes und welliges Meer und feiner, warmer Sand. Mit Ausnahme von ma hier hin, mal dahin fahren, bestand der Tag aus folgenden Aktivitäten:

  • Um 7 Schirm und Liege und Tuch zum Strand bringen, weil um 8 ist die erste Reihe voll. Und man möchte ja freie Sicht haben (und es waren nicht mal nur Deutsche! Auch Italiener sind so! Und nicht nur Pensionisten! Auch jüngere! Wie ich!).
  • Um 8 Kaffee trinken und den Rest holen.
  • Liegen bis 12 oder 2. Mit den Wellen spielen, schnorcheln, schwimmen, lesen, Fotos machen.
  • Dann essen.
  • Danach erneut zum Strand bis sicherlich 6 oder 7: lesen, schwimmen, Sonne liegen und Hitze saugen, den Leuten zuschauen, von Strandverkäufern belagert werden und Bikinis kaufen, die zu klein sind, bestenfalls gleich drei Stück davon, weil wenn sie gepasst hätten, braucht mans ja in unterschiedlicher Farbe!
  • Duschen und auf halb 9 zum Sonnenuntergang gehen.
  • Nach Sonnenuntergang sofort ins Zelt huschen, weil Mücken und Stechfliegen mich als Delikatesse klassifiziert haben, und den Mitreisenden, befinde ich mich draußen, kaum wahrnehmen.

*

Über die aktuelle, politische Lage brauchen wir nicht sprechen: Ich blicke eigentlich kaum mehr durch, wie wo was wann wieso und what the actual fuck? Es scheint, als befänden wir uns ein einem grindigen, schlecht produzierten, mit noch schlechteren Schauspielern, gestarteten Versuch eines österreichischen House of Cards Ableger, der weder funktioniert, noch erheiternd, spannend oder gar interessant ist. Er ist vor allem eines: What… never mind.

*

Ich glaube Twitter wirkte sich etwas Negativ auf meine Bloggerei aus: Es ist soviel einfacher, was kurzes zu schreiben, was zu retweeten, als einen richtigen und langen Beitrag zu verfassen. Gelobe ich Besserung? Immer. Werde ich mich diesmal daran halten? Oh, schau! Das Wetter!

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Apocalypse#NOW 4.0. Part 1

I went to hell & I came back on fucking fire – Akana „Intervention“

Coming to you in 2022.

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9 Jahre!

WordPress teilte mir eben mit, dass dieser Blog seit 9 Jahren existiert. Nice. Eigentlich sollte WordPress einem was schenken dafür: Mehr Space zum Beispiel. Oder Geld. Viel Geld. Oder Amazon-Gutscheine, 4stellig. Wenn man über 9 Jahre einer Plattform treu bleibt, bedeutet das doch etwas, nicht?

I know, I know, es schaut wieder dürftig aus. Aber! Neuer Content (an welchem ich auch motiviert bin, weiter daran zu arbeiten) wird eben hergestellt. In dieser Sekunde. Und ich meine damit nicht diesen Beitrag hier. Nein, richtiger Content! Also eine Serien-Besprechung und ein Film ist auch dabei! Vielleicht sogar zwei! Oder drei! Soon!

Zum Trost gibt es derweil Dinosaurier:

 

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Woche #2606

Hitze! I welcome you! Heute soll der heißeste Tag des Jahres bisher sein: 38 Grad! Und trotzdem werde ich die angenehm warmen Stunden am See unterm Schirm verbringen, ich bin definitiv nicht scharf drauf mir einen Hautkrebs zu züchten, mir eine vorzeitige Hautalterung einzufangen oder radiation damage zu bekommen.

Vor ein paar Tagen bin ich auf eine Biene getreten, die zweite in meinem Leben. Natürlich trauerte ich sofort um das arme, getötete Tier, und nehme meine Schmerzen und den angeschwollenen Zehen für meine Unachtsamkeit in Kauf. Ein paar Wochen zuvor hatte mich eine Wespe/Hornisse/sonst was gestochen, die sich in meine Hosen verirrt und am Oberschenkel einen sehr, sehr schmerzenden Stich hinterlassen hatte. Da kein Stachel zu sehen war, gehe ich davon aus, das Tier hat überlebt. Am gleichen Abend war ich mit einer Freundin im Kino, und zum Glück waren wir die einzigen (Jap, die einzigen im ganzen Saal), denn die gelegentlichen Schmerzensschreie, wenn der Schmerz wieder richtig einkickte, waren notwendig.

*

Der Kater mag die Hitze nicht und hechelt. Aber er geht gerne spazieren; abends, habe ich mich erst grad nieder gesetzt um meine kostbare Zeit auf Social Media zu vergeuden, mauzt er und ist lästig, bis ich eine Runde mit ihm gehe. Wenns ihm zu langweilig wird, streunt er alleine weiter. Aber er möchte durchaus Zeit mit mir verbringen. Vermutlich fühlt er sich sicherer. Letzthin waren wir im Zeckenwald. Trotz Schuhe hatte ich nach 10 Minuten 7 Zecken am Bein. Er wollte gestern wieder dorthin. Ohne mich.

Seine Wunde ist übrigens auch gut verheilt: Vor einiger Zeit drückte ich auf sein Köpfchen und plötzlich trat Eiter aus. Schnell eilten wir am nächsten Tag zum Tierarzt. Er bekam Antibiotika, die Wunde wurde gereinigt und sie verheilt gut. Vermutlich wars die Nachbarskatze, die Jägerin, die die Gang hier kontrolliert und durch die Gegend scheucht, die ihm ihren Zahn beim Kämpfen in den Kopf gerammt hatte. Mit dem alten Kater Bruno versteht er sich, da faucht er nur.

Auch wurde sein Köpfchen geschoren und ich hatte Anfangs wirklich Probleme, ihn in einer guten Position zu fotografieren.

Und tja, was soll ich sagen: Er ist ein Fotomodell wie aus dem Buche! Ich habe mir ja wirklich überlegt, ihm einen eigenen Insta-Account zu machen, mit # und einem Foto pro Tag, einem richtig guten Foto pro Tag für Fame und Fortune und so. Aber ich fürchte, es wäre mir einfach zu mühsam. Ich bin einfach nicht konsequent genug dafür. Aber vielleicht bekommt er ja doch eines Tages einen..

*

Die Tierchen sind mittlerweile wieder auf der Alm, und ich war sie bereits wieder besuchen. Die letzten Tage waren herrlich entspannend. Da Madame immer wieder angefangen hatte zu grasen (und das über Wochen hinweg), dachte ich mir, ja gut, anstatt uns beide den letzten Nerv zu rauben, soll sie zumindest weiter gehen und siehe da, sie graste zwar, aber mit einem „weiter!“ und Lob danach, funktionierte es dann sehr gut. Ich verbrachte die Tage an ihre Beine gelehnt im Schatten zur Mittagsstunde und es genügte, Teil der Herde zu sein. Bis die „Bebyschnauzer“, meine Bezeichnung für die heurigen Fohlen, kamen und lästig waren.

*

Und dann ist da noch eine Sache:

Ich hatte diese Woche meine erste Mammographie. Ja, es ist so unangenehm wie alle behaupten und nein, der Knoten in meiner Brust ist weder ein Knoten noch eine Zyste. Es ist eine Rippe. Case closed.

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Woche #2505

Letzthin las ich: Am 26. Mai gibt es eine GoT-Doku. 26. Mai! Das ist ja noch einen ganzen Monat entfernt! (War es, als ich diesen Beitrag geschrieben habe, Fakt ist, ich habe einen Monat später die Doku immer noch nicht gesehen).

Ja, das Wetter erinnert an April, fast November; und ich lebe aktuell aus meinem Koffer (Winterkleidung, die ich zwecks Fehlen von Kisten, derweil im Koffer gelagert habe. Falls jemand einen Spontantrip „Wohin, dort wo es weniger als 0 Grad hat“ unternehmen mag, ich müsste nicht einmal die Koffer packen! Alles bereits verstaut). Letztes Jahr war ich zu dieser Zeit bereits täglich am See! Und auch die Pferde werden wohl auf ihren Urlaub warten müssen, denn Anfang Juni wird sich mit der Alm nicht mehr ausgehen, die noch immer von Schnee bedeckt ist. Ja sogar gestern gab es Schneeregen. Was ist nur los mit diesem Wetter?

*

Gestern jaulte der Kater, er wolle raus. Dann saß er vor der Tür. Er wolle hinein. War ganz durchnäßt, eine Regenkatze, will aber nicht abgetrocknet werden. Eine halbe Stunde später will er wieder raus und mault. Als ich nicht auf sein energisches Jaulen eingegangen bin, kam er ganz lieb herbei und mauzte. Lass mich doch bitte raus?! Na gut, das ist das letzte mal für heute. Und siehe da, die Regenkatze kam nach einer halben Stunde wieder. Durchnässt.

*

Wie bitter ist es, wenn man alte Mitschriften ausgräbt und sich überlegt: Darüber könnte man doch bloggen!

Freut euch, eventuell (ich weiß nicht, ob ichs durchziehe weil ich immer wieder an der Sinnhaftigkeit zweifle) auf Beiträge aus Philosophie, Geschichte und Literaturwissenschaft (bei letzterem zumindest die Grundlagen). Und Medien.

Was mir beim Zusammenschreiben jedoch auffällt ist, dass manche Sätze aus Mitschriften (die ich wortwörtlich mit getippt habe) oftmals keinen Sinn ergeben und ich wirklich überlegen muss, wie ich das in verständliche Worte fasse, ohne dass die Bedeutung (die die komplizierte Fach-Schreibweise mit sich bringt) verloren geht, aber auch nicht zu … wird.

Aber hier sei wieder daran erinnert: Wer wissenschaftlich Erlerntes nur in derjenigen Sprache wiedergeben kann, in welcher er den Inhalt erlernte, hat eigentlich gar nichts verstanden. Wer beispielsweise Physik nur Mittels Formeln erklären, aber nicht mit simplen Worten greifbar machen kann, der hats vielleicht verstanden, sicherlich, aber nicht richtig kapiert. Wahres universitäres Wissen zeichnet sich meiner Meinung danach aus, dass auch komplizierte Sachverhalte und Fachsprachen einfach wieder gegeben werden können.

Ich mag nicht sagen, dass ich bei dem Versuch scheitere, aber tue mir teilweise sehr schwer und denke mir: Was bitte meinte der LV-Leiter damit? Und warum fragen wir nicht nach? Natürlich, aus Scheu „dumm“ zu gelten. Eh klar. Ich habe nie Fragen gestellt, eben aus dieser Angst heraus.

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Klimawandel, hell yeah!

Mit diesem Text wollte ich mich für den 1. Preis des Niederösterreichischen Journalisten Wettbewerbes bewerben. Leider hatte ich das Datum verwechselt. Es wäre der 21.5. gewesen, anstatt der 25.5.2019. Ah, das ist bitter. Ich bewerbe mich hiermit um den Publikums-Preis. Sollten Sie keinen haben, schaffen Sie einen!

Die Teilnahmebedingungen sehen voraus, dass man entweder unter 30 ist oder eine maximal 5-jährige Berufserfahrung vorweisen kann. Da ich diesen Blog, der als journalistisches Medium gilt, seit 2011 führe aber seit 2016 regelmäßig befülle (was dann 3 Jahre sind), sehe ich diese Anforderung als bestätigt.

Die Ausschreibung sieht vor, positive Aspekte des Klimawandels zu nennen:

Monatelange Dürre, Schädlinge befallen die Wälder, dann gehen wieder Teile des Landes in Schneemassen unter und Unwetter richten Schäden an – der Klimawandel wird auch in Niederösterreich immer spürbarer. Klimawandel, das heißt aber auch: Zitronen und Melonen wachsen bei uns, neue Weinsorten werden gebraucht und im Energiebereich werden alternative Wege gesucht. Der Tourismus sieht neue Chancen und viele sprechen davon, dass die Zukunft „Green Jobs“ gehören wird. Ist also der Klimawandel ausschließlich Bedrohung oder entsteht dadurch auch Neues, Kreatives, Innovatives? Wir suchen Beiträge, die sich mit Beispielen dazu beschäftigen: „Klimawandel – nur zum Fürchten?“.“


Klimawandel, hell yeah!

Jeder Wandel brachte Neues hervor; und jedes Massensterben schuf Möglichkeiten für bisher unbekanntes Leben. Das Sterben der Dinosaurier machte dem Menschen Platz in der Geschichte. Und diese Geschichte ist noch nicht vorbei. Sie fängt erst an.

Die Deutschen, ein freundliches Volk

Seit 1993 stieg der Meeresspiegel weltweit um durchschnittliche drei Millimeter pro Jahr. Das bedeutet, dass er bis zum Jahre 2100 um gute 1,70 Meter steigen wird. Aber das sind nur Berechnungen, denn seien wir realistisch: Die Auswirkungen, die unseren Planeten betreffen werden, entwickeln sich drastischer als angenommen. Folgen wir dem bereits eingeschlagenen Weg wie bisher, könnte der Meeresspiegel im Jahr 2100 bis zu 60(!) Meter steigen. Die Niederlande in der Nordsee wären versunken, genauso Dänemark und große Teile Norddeutschlands.

Aber neben all den schrecklichen Szenarien vergessen wir eines: Meeresklima macht Menschen freundlich. Die salzige Luft lässt Körper und Geist gesunden, Lungenkrankheiten werden zur Legende und das Krankheitsrisiko sinkt enorm.

Schauen wir uns Italiener und Spanier an, die quasi von Meer umgeben sind. Sind das etwa keine freundlichen, offenen Leute, die das Gemeinsame und Gesellige zelebrieren? Da beschwert sich abends niemand, dass es zu laut ist, oder die Kinder noch nicht im Bett. Alles ist lockerer und leichter. Wer will das nicht?

Der schrecklichen Engstirnigkeit und dem Ordnungswahn der Deutschen, den grauen und griesgrämigen Gesichtern, wäre ein Ende gesetzt. Sie wären frohen Lebensmutes, kümmerten sich nicht darum ob die Kinder jetzt noch um 11 draußen spielen und Pünktlichkeit? Wer braucht das schon! Und man würde sagen, die Deutschen, so ein freundliches Volk!

Florierender Tourismus im eigenen Land

Berlin liegt unter Wasser. Und wer braucht schon Berlin? Dortmund entwickelt sich zur florierenden Küstenstadt und Aachen gilt als Strandparadies schlechthin. Metropolen wie London oder Venedig lägen ebenso unter Wasser wie New York, Bangladesch oder das Amazonas-Becken. Und dies hat einen gewaltigen Vorteil.

Sehen wir uns an, wohin die ganzen Fern- und Kurzreisen übers Wochenende führen. Richtig, in die großen und historisch populären Städte. Wer unternimmt nicht gerne einen Kurztrip über die Feiertage nach New York oder Berlin? Statt 12 Stunden via Zug und 300€ leichter, fliegt der Urlauber schnell in einer Stunde in die Bundeshauptstadt und das für schlappe 40€.  Lägen diese gern besuchten Städte unter Wasser und wären nicht mehr zugänglich, der Flugverkehr würde sich um mindestens die Hälfte halbieren. Der CO2 Ausstoß verringere sich und das wiederum käme der Luft zu gute.

Strandnixen und Wassermänner wären nicht mehr gezwungen ewige Reisen mit dem Auto anzutreten, das Meer liegt ja bereits vor der Haustür. Elektro- und Solarbetriebene Shuttles bringen Sonnenanbeter und Familien stündlich zum Strand.

Auch der Bergtourismus erlebt einen ungeahnten Aufschwung und jeder radelt Sonntags mit dem Ebike auf den höchsten Gipfel. Die Menschen werden durch die Gefahren, die der Klimawandel mit bringt, aufmerksamer. Sie lernen, wieder mit der Natur zu leben und werden bezüglich dem Umgang mit Tieren sensibler. Massentierhaltungen gehören bald der Vergangenheit an, sowie Stallhaltung für Weidetiere. Die Kühe auf der Alm erfreuen sich der menschlichen Gesellschaft, anstatt sie zu fürchten.

Wein aus Südengland und österreichische Bananen

Hat sich die Gesellschaft nicht mittlerweile Satt getrunken von französischen und italienischen Weinen? Jahrhunderte lang derselbe Geschmack, dieselben Marken. Öde wirds langsam, nicht? Fad sogar. Wird es nicht langsam Zeit für etwas neues? Der Klimawandel ermöglicht das. Und zwar im Süden Englands. Eisweine aus Grönland folgen.

Und wäre es nicht nett, unter Olivenhainen in Paris zu schlendern? Die anhaltende Hitze und gelegentliche Dürren ermöglichen den Anbau von Zitronen und Mandarinen in Europa; Österreich wäre nicht nur mehr auf dem Papier eine Bananenrepublik! Diese Entwicklung käme der Umwelt zu gute, verzichtet man auf Flugzeuge und Containerschiffe. Mittels weniger Schiffsverkehr lässt das Fischsterben nach, so auch die Verschmutzung der Meere. An den Polarkappen bilden sich Korallenriffe, das Meer beginnt sich zu erholen. Neue Fischarten werden entdeckt. Zu guter Letzt wird der Kapitalismus in die Knie gezwungen und eine kollektive Zufriedenheit stellt sich ein.

Green Cities und kulturelle Vielfalt

Tropische Sommer schaffen Notwendigkeit, Städte zu begrünen. Auf den Dächern sprießen Blumenbeete, unzählige Bäume werden gepflanzt und urbane Gärten sind an jeder Ecke gern gesehen. Die Fassaden sind grün und erinnern erinnern ans Paradies. Die Städter lernen, mit der Natur im Einklang zu leben und entwickeln die Fähigkeit sich auf Veränderungen positiv einzustellen und das beste daraus zu machen.

Die Begrünung der Städte bringt auch mehr Arbeit: Gärnter und Floristen werden zu den beliebtesten Jobs, die Tätigkeit im Freien, im Warmen und Grünen schürt das Glücksgefühl. Ein jedes Hochhaus besitzt seinen eigenen Garten und die Gemeinschaft wechselt sich in Nachbarschaftlicher Zusammenarbeit ab.

Und es gibt ausreichend Zeit dafür: Die durch Überflutung der Küstenländer angestoßene Flüchtlingsbewegung lassen Dörfer und Städte einerseits kulturell diverser werden (exotische Küchen werden noch beliebter!) andererseits folgt der Ruf nach Arbeit. Die Regierung entscheidet sich dafür, die Arbeitszeit zu halbieren – bei gleichem Lohn. Die Arbeitslosenrate sinkt fast auf Null. Neben ihrer eigentlichen Tätigkeit, gehen die meisten Menschen nun auch noch einer Gemeinnütziger Arbeit nach, was den Pflegebereich deutlich aufwertet und die Steuern erleichtert.

Alle leben gesünder

Nicht nur die salzige Meeresluft macht die Leute gesünder, sondern auch frische Luft und eine angenehme Beschäftigung in der reinen und guten Natur. Nicht zu vergessen, halbierte Arbeitszeiten und ein Ausbleiben kapitalistischer Zwänge, die das Genießen des eigenen Lebens erst wieder möglich machen. Die Gemütlichkeit, die mit der Wärme mitschwingt, lässt sie den einstigen, alltäglichen Stress vergessen und der Mensch besinnt sich wieder auf das, was wichtig ist: Die Zeit, die gegeben wurde, zu nutzen.

Im Jahre 2100 wird es kaum mehr Krankheitsfälle geben, außer kleinere Schnittverletzungen, die durch Unachtsamkeit beim garteln passieren. Krankenkassen, die sich lediglich um den Inhalt der Geldtasche des Kranken sorgen, werden abgeschafft. Die sanfte Hitze sorgt nicht nur für angenehme Gemüter, sondern auch für weniger Unfälle: Das Fehlen von Wintern und Schnee lässt Skiunfälle gänzlich verschwinden, sowie frostige Straßen, auf denen die Leute ausrutschen können. Es gibt keine Lawinengefahren mehr und auch keine jährlichen Überschwemmungen. Auch sinken die Heizkosten und das Wohnen wird gänzlich günstiger.

Die Menschheit wird zunehmend gesünder und der fatale Wunsch, Menschen künstlich verbessern zu wollen, gerät in den Hintergrund und schließlich in Vergessenheit. Die Wissenschaft konzentriert sich wieder auf das wirklich wichtige: Die Erkundung des Weltalls. 2032 fliegt eine bemannte Mission zum Mars, welcher 2103 kolonisiert wird.

Fazit

Mögen Klimaschützer den Teufel an die Wand malen; der Klimawandel, so schrecklich die Medien seine Fratze zeichnen, wird das Gute hervor bringen – die Natur wieder im Einklang mit ihren Kindern, den Menschen und Tieren, leben und ihnen alle Möglichkeiten schenken, die sie zu einem guten Leben brauchen.

Überstehen wir die aktuellen Katastrophen, erwartet uns eine blühende und strahlende Zukunft!

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Twitter’esk und ohne #, No.04

Ich schrieb im letzten Twitter-Beitrag: Wenn ihr euch wirklich unbeobachtet fühlen wollt: twittert.

Solltet ihr nur ein 200-Follower Account sein, interessiert sich niemand für eure Meinung, außer vielleicht die anderen 100-200-Follower Accounts (die sich gegenseitig folgen), für die sich aber auch wieder niemand interessiert und schlussendlich alles im großen, weiten Pool genannt „Uninteressant, Irrelevant und Unwichtig“ landet. Zusammengefasst unter UIU. Vor UIU-Accounts gilt es sich zu hüten, will man bei neuen, potentiellen Followern (die, die 1k überschritten haben) nicht als UIU-Account gelten. Ja, ich hab mir das eben ausgedacht, toll nicht?

Und sicherlich, jeder hat mal klein angefangen – vor zehn Jahren, als alle klein angefangen haben. Heute schaffen es nur mehr die in die Liga der Top 4000k-Accounts, die tatsächlich was drauf haben und zwar richtig – und von den richtigen Leuten retweetet werden und gefollowed und so. Ihr seht, die Sache ist wahnsinnig kompliziert; und wenn man keine Freunde hat, tja dann, wirds schwierig.

Es wundert mich immer wieder selbst, warum ich twittere. Und wer mir antwortet. Und wie. Und wenn auf die guten Tweets keine Antworten kommen, dann frägt man sich: „Was mache ich falsch?“ Und dann bekommen nichtige Retweets und einfache Mitteilungen größte Aufmerksamkeit. Es ist und bleibt ein Mysterium.

Twittern ist öffentlich

Alles ist öffentlich und für andere einsehbar. Eine private Unterhaltung auf Twitter ist keine private Unterhaltung, sondern wie das Gespräch des Nachbartisches, dem man interessiert aber möglichst unauffällig zuhört. Und manchmal beginnt man auch von dem einen oder der anderen und dessen beziehungsweise deren originellen Antworten zu schwärmen. Das Phänomen des Twitter-Crushs werden wir uns im nächsten Beitrag annehmen.

Manchmal aber passiert es doch, dass ein Fav entkommt, was dann die Gabel ist, die auf den Schuh des Nachbarn fällt. Dessen Tweet man beim scrollen aus Versehen geliked hat. Man klaubt sie dann nichtssagend auf und isst weiter. Oder es war ein „Hey, guter Einwurf!“ welchen man mit vollen Mund dem anderen Tisch zu wirft.

Besonders peinlich, wenn es sich um schon fast geheime Gespräche mit 3000 Antworten unter „Tweets und Antworten“ handelt, die man versucht, höchst unauffällig nach zu lesen, immer von der Angst begleitet (und Neugierde) ja nirgends drauf zu kommen. Im Idealfall bemerkt der- oder diejenige das gar nicht, weil sowieso zu viel passiert. Aber diese 5 Sekunden Adrenalinschub und einem Puls von 180 sind nicht zu verachten.

Möchte man aber tatsächlich ein Fav zum Ausdruck der Anerkennung und Gefallens bringen, wird es schwieriger. Entweder man klingt sich in das Gespräch ein, oder faved alle möglichen Aussagen des Gesprächs durch. Bestenfalls folgen sich die User alle gegenseitig und es sind ja eh schon Bekannte, die halt am Nachbartisch sitzen und plaudern und manchmal wirft man einen Gesprächsfetzen dazu. Dann kann es natürlich aber auch passieren, dass das Gespräch verstirbt, denn bei manchen Threads möchte man doch lieber unter sich bleiben. Deswegen gilt es zu überlegen, lausche ich weiter geheim oder trage ich etwas dazu bei?

Twitter ist, was das betrifft einzigartig. Zwar gibt es bei Facebook ebenfalls öffentliche Beiträge und Kommentare, die für jedermann einsehbar – und kommentierbar sind, wenn auch die privat-gefühlte Komponente fehlt, schon alleine durch die Übersichtlichkeit und Reihungen. Denn wer schon mal versucht hat, aus 250 000 Tweets eine spezielle Antwort wieder zu finden, der weiß, dass man zwar gesehen wird, aber in der Masse untergeht – zumal, sollte man nicht berühmt, berüchtigt, kontrovers, interessant, provokativ oder kreativ sein – schlicht und einfach nicht beachtet wird.

Nichts desto trotz ist es öffentlich.

Die DMs

An dieser Stelle möchte ich ein fettes „Warning“ und „Danger!“ sowie ein „Do not enter!“ Schild vor die Augen des Lesers halten.

Diese Direct Messages alias Privat Nachrichten sind gefährlich. Sind sie zwar privat und zugehörig zu jeder öffentlichen Plattform, können sie aber schnell zu privat sein, sprich, zu real. Twitter ist ein surreales und abstruses Phänomen. Es gibt zwar kurze Profile, aber bei vielen Usern ist nicht erkenntlich, wer oder was sie sind. Anders als bei Facebook, wo es zwar auch möglich ist, Fake-Accounts sich zu beschaffen, aber damit wohl eher selten Freunde, Verwandte, Schulkameraden und dergleichen hinzufügt, um in Kontakt zu bleiben. Facebook ist realer. Twitter bleibt in der sphärischen Dialektik des Textes (welcher in heutigen Zeiten im Internet sowieso als seltsam geahndet wird).

Personen beziehungsweise Accounts, die häufig miteinander auf Twitter verkehren, und in dieser abstrusen und surrealen Welt gerne Ansichten und Favs teilen, möchten dies nicht unbedingt an die Schwelle zur Realität tragen. Private Nachrichten, so wissen wir, sind oft ernster, realer und eben privater, als irgendwelche übertriebenen und histrionischen Tweets. Sie kratzen an der Schale zum Real Life. Sie haben den Fuß bereits im Türrahmen. Denn wie weit ist ein „Ach, gib mir doch deinen Facebook-Account!“ oder gar ein „Treffen wir uns mal?“ entfernt? Eben, nicht weit. Und das will der gemeine Twitter-User nicht.

Und das, liebe Freunde, denen euch Twitter ein gar seltsames Phänomen erscheint, interessiert die Twitter-User oftmals nicht, oder es bereitet ihnen Angst. Who knows. Vielleicht täusche ich mich aber auch nur und Twitter ist eine weitere Dating-Plattform für Leute, die des Lesens mächtig sind. Who knows? Ich mutmaße hier nur rum.

Man darf sich in Erinnerung behalten: DMs könnten das empfindliche Twitter-Paradoxon, öffentlich aber doch ungesehen sein können, in Mitleidenschaft ziehen. Und so sollte man sich gut überlegen, in welche DMs man „sliden“ möchte und welche man besser in Ruhe lässt.

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Happy Zombie Jesus Day!

Happy Zombie Jesus Day!


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Die schönsten Geräusche der Welt

Eben auf Twitter gesehen und sofort für einen Beitrag verwertet:

  1.  Meeresrauschen
  2. Das zufriedene Schnauben von Pferden
  3. Schnurrende Katzen
  4. Gewitter
  5. Regen, der an Fensterscheiben klopft
  6. ein plätschernder Fluss oder Bach
  7. Knistern eines Feuers
  8. das Poppen von Luftpolsterfolie
  9. Schritte im Schnee
  10. Wenn die Leute einfach still sind
  11. Wenn der Staubsauger einen Kiesel aufsaugt
  12. Vogelgezwitscher
  13. Die qualvollen Schreie der Untoten
  14. Maiskörner, die eben zu Popcorn werden

Allerdings gibt es auch Geräusche, die ich hasse und besonders, wenn sie von anderen Menschen verursacht werden: Wie zum Beispiel, wenn Menschen mit Plastik knistern, oder trommeln, oder wo kratzen, tippen oder auch nur ständig vor sich hin murmeln. Wenn jemand ewig in der Popcorn Packung nach den letzten Krümel kramt; im Kino. Ganz schrecklich an Orten, wo es eigentlich still sein sollte. Ewig herum fitzeln, bis sie diese eine Packung aufgemacht haben. Ewig brauchen, um an dieses eine Chips-Stück zu gelangen. Seriously Dude, leers dir auf einen Teller!

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