Archiv der Kategorie: Just about Life

Was eben so passiert, hier und dort und da und drüben und so weiter und so fort

Woche #2406

Eben wollte ich einen Beitrag erstellen und darüber berichten (jammern), wie traurig mich die Tatsache jedes Jahr stimmt, dass mit Sommerbeginn (21. Juni) die Nächte wieder länger werden und musste kurz darauf feststellen, dass bereits drei Tage seit des traurigen Datums vergangen und die Nächte bereits wieder länger sind als zuvor, aber immer noch kürzer als die Tage. It’s something!

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Die Hälfte des Jahres ist um – höchste Zeit, um sich Gedanken zu machen, was dieses Jahr unbedingt noch erreicht werden muss, weil es bald zu spät ist und wir alle tot. Anyway, tatsächlich habe ich weniger geschrieben als die Jahre zuvor, bin aber durch die tägliche Reiterei mittlerweile so fit, dass 1000 Höhenmeter auf normalen Wanderwegen kaum mehr ein Problem darstellen. Sicherlich, meine Asthmatiker-Lunge beschwert sich nach wie vor, aber die Beine tragen mich recht gut ans Ziel. Again, it’s something!

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In New York (bei Coney Island) fand am 16. Juni die Mermaid-Parade statt. Interessant, denn erst vor kurzem kaufte ich mir „Mermaid Nailpolish“ im Bipa, nachdem ich die Werbung dazu gehört hatte, die großspurig meinte, dass Einhörner Out (What?!) und stattdessen Meerjungfrauen- und Männer In seien. Was ist so besonders an diesem Nagellack? Er schimmert Permutfarben – wie manch anderer von anderen Firmen. Allerdings ist er durchsichtiger und lässt sich daher gut als zweiten Aufstrich verwenden, möchte man einen schimmernden Effekt haben. Ja. In diesem Falle bin ich ein Werbeopfer. Marketing done right.

Allerdings verfärben sich helle Farben im Kontakt mit Sonnencreme gelblich (nicht nur beim Meerjungenfrauen-Lack sondern generell), insofern…

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Ebenfalls interessant: Ich beginne eine neue Serie (Timeless) und siehe da, es wird keine dritte Season geben. 16 Folgen für die erste Season und 10 für die zweite (Timeless wurde ja schon mal gecancelt, aber von Fans wiederbelebt), ein geplanter Film soll die losen Enden dann noch miteinander verknüpfen. Irgendwie wird jeder Blödsinn verlängert (wie The Magicans, ich quälte mich durch 7 Folgen und kam aus dem WTF nicht mehr heraus) und gute Serien (wie The Expanse – mittlerweile gerettet) abgesetzt. Warum?

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Ich nahm übrigens an, dass ich eine der wenigen (quasi) Erwachsenen bin, die Dinosaurier mögen. Bin ich nicht – denn als ich vor kurzem ein paar Paläontologie- und Dinosaurier-Gruppen auf Social Media beitrat, durfte ich zu meinem erfreulichen Erstaunen feststellen, dass nicht nur ich unter dem Genozid und Tierquälerischer Handhabung der Dinosaurier in Jurassic World: Fallen Kingdom litt, sondern auch andere. Und, dass es noch ganz viele, viele Menschen gibt, die an den großen Echsen interessiert sind.

Madame (8) meinte: „Glaubst du, es gäbe die Filme, wenn du die einzige wärst die Saurier möge?“ Offenbar nicht, allerdings handelt es sich ja auch um Hybrid-Dinosaurier (seit dem ersten Film übrigens), die im dritten (!) Teil nicht mehr der Fall sein sollen, wobei hier Kreaturen wie Indoraptor und Indominus Rex gemeint sind, die erfolgreich von der Rexdame und Blue getötet wurden. Fraglich, wie die Geschichte weiter gesponnen werden soll, nachdem die gemeine und schießwütige Bewölkerung vermutlich alle freilebenden Dinosaurier binnen kürzester Zeit abgeschlachtet haben wird.

Vielleicht geht es auch so weiter:

Ich habe meine Blue in Ark Survival übrigens auf Nahkampf gelevelt, während Raptora, der Rennraptor, mittlerweile tatsächlich eine gute Geschwindigkeit hinlegt – was praktisch ist, will man schnell von einem Taming-Pit zum anderen und wieder zurück, weil man Mutton-Meat (bestes Zähmungsfleisch) vergessen hat und noch einen Sattel herstellen muss. Man möchte das neue Tier schließlich sogleich reiten, selbst wenn es nur wegen seiner Fähigkeit Eier zu legen, aus der freien (gefährlichen!) Natur gestohlen (gerettet!) wurde. Und wir wissen, aus Eiern lässt sich Kibble herstellen, die die kleinen Neugeborenen (gezüchteten) Dinos manchmal bevorzugen, bestenfalls Kibble aus Eiern von Dinosauriern, die noch nie nie nie gesichtet wurden..

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Und trotz Sommeranfang, ist das Wetter kalt. Als ich gestern Abend noch am See lag, fröstelte es mich. Und ich glaube, mich sogar etwas erkältet zu haben. Aber ich erinnere mich an die Festspiele vor X Jahren, bei welchen ich einst für ein paar Produktionen als Statist mitwirkte, dass es immer drei Wochen während den Aufführungen gab, die eisig kalt waren. In dieser Zeit bettelten wir um zusätzliche Kleidung „Das sieht man doch unter dem Kostüm nicht!“ und tranken Glühwein Tee.

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Woche #1806 – Taylor Swift und Karaoke

Taylor Swift tourt gerade durch London und Irland. Und ich wäre wirklich gerne zu einem dieser Konzerte gefahren. In Irland hätte man sogar ein ordentliches Preis/Leistungsverhältnis abstauben können und auch die Kosten der Flüge wären im Bereich des Möglichen gelegen. Aber gut. Nächstes Mal (in vermutlich 2-3 Jahren) werde ich mir ein Ticket sichern und einen Urlaub drum herum aufbauen. Und vielleicht möchte mich ja dann jemand begleiten, denn, so gern ich Dinge wie Kino, am See liegen, reiten und besonders auch reisen alleine mache – glaube ich, dass ein derartiges Konzert mit Begleitung eindeutig besser ist.

Aber! Immerhin traue ich mich mittlerweile Taylor Swift beim Karaoke zu singen. Karaoke, eine Tätigkeit, die ich vor Jahren sehr, sehr häufig ausübte und nun wieder aufgenommen habe. Meine Balladen, die weder beim Song Contest noch beim Karaoke funktionieren, singe ich natürlich nach wie vor noch. Manchmal besser, manchmal schlechter – was aber auch an der Lautstärke vom Mikrophon liegt und ob ich die Woche davor etwas geübt habe.

Lustigerweise freuen sich die Leute wenn sie „We are never ever ever getting back together“ mit grölen können (so auch bei „Let it go“) und (versteckte) Fangirls freuen sich besonders: „Oh! Taylor Swift! Cool!“ Das nächste Mal werde ich „I knew you where trouble“ versuchen, und! wenn mein Lieblings-DJ dort ist, ihn bitten, mir das „I Prevail – Taylor Swift-Rock Cover“ runter zu laden.

Ja, die Sache mit dem, für mich, „neuen“ DJ ist merkwürdig.

Es fällt auf, dass (alle Namen geändert), Niko, der mit Herz und Seele Schlager trällert und LenaMarie, die Rockige Nummern wählt sowie Alfons und Klaus immer lustig sind und lustige Lieder singen, öfters zum Mikrophon dürfen, als wie Beispielsweise Carola, die wirklich perfekt Adele wiedergibt (aktuell die wohl beste Sängerin im Lokal) oder Nina, die fast wie Katherine Langford (Hannah, 13 Reasons Why) aussieht (was nichts mit ihren gesanglichen Qualitäten zu tun hat, aber die Ähnlichkeit mich immer wieder fasziniert) oder eben auch ich, seltener dran kommen. Martina, die Frontsängerin einer Rockband ist und eine richtig gute Rockröhre sowie Entertainer-Talent besitzt, muss nicht zwei Stunden nach ihrer Ankunft warten, sondern kommt recht bald dran, während manche andere ewig auf den Bildschirm starren und irgendwann, nachdem sie über den Abend verteilt drei Songs gesungen haben (und andere, und ich notierte einmal, 12(!)x dran waren), enttäuscht, traurig und genervt das Lokal verlassen. Früher war alles besser. Auch Karaoke.

Ebenfalls wichtig wäre eine ausgewogene Mischung – die jetzt kaum mehr gegeben ist. Früher wurde, nicht immer perfekt aber trotzdem, gemischt. Jetzt? Nada. Niente. Niet. So kann es also sein, dass wenn man zu Beginn (wie üblich) alles abgibt, was man singen möchte (ganz gleich ob 3 oder 10 Songs), mit vielleicht 2 oder 3 Songs sowie Interpreten dazwischen, alles rausgeworfen wird und wenn einem 30 Minuten später noch was einfällt, Stunden wartet, bis man erneut dran kommt – anstatt, dass der DJ alles gerecht aufteilt und man länger den Abend genießen (und konsumieren) kann. Als ich einst höflich fragte, ob er mich denn nicht etwas vor reihen könnte (ich wartete schon zwei Stunden), meinte er bissig: „Du hasch doch eh scho 5 mal gsungen, was regsch di so auf!“ Und fügte hinzu, als ich meinte, ich warte schon ewig, dass nicht immer die gleichen singen sollen. Anyway, er wird sicherlich sein System haben.

So beschließt man sich um halb 10 zu treffen – singt bis 11 oder auch 12, trinkt einen oder zwei Pagos mit Leitungswasser und geht wieder. Why not? Kein Lärm-Kater danach (fühlt sich ähnlich wie ein durch Alkohol bedingter Kater an), zeitig ins Bett und auch der Folgetag kann sinnvoll genutzt werden.

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Smiley, Emoticon, Emoji und so

Dieser Eintrag entstand aus einer kurzen Google-Recherche, die mich wieder einmal etwas Ahnungsloser als zuvor zurück ließ. Das Gefühl allerdings, diesen Umstand akzeptieren zu müssen, stellte sich schnell ein.

See no evil, hear no evil, speak no evil – Smiley

Ich rätselte (und rätsle nach wie vor) über eine lange, lange Zeit – warum Menschen diesen Smiley verwenden und dachte mir von der Logik her, dass „Ich sehe nichts“ wohl die offensichtlichste Bedeutung hat. „Ich sehe nichts“ im Sinne von, „Will ich nicht sehen!“

Google berichtet mir folgendes:

„[wird in] zwei Situationen verwendet. Zum einen wenn man sich für etwas schämt und sich deshalb die Augen zuhält und zum anderen als „Facepalm“.“ (Quelle)

„Viele reagieren mit diesem Äffchen auch auf ein Kompliment,“ (Quelle)

Allerdings stimmt dann oft der Text, der davor oder dahinter steht nicht mehr dazu – und ich denke mir: Warum willst du das nicht sehen? Und warum schämst du dich dafür? Eine Bekannte sagte mir aber auch, es bedeute auch ein „Nooooiiiin!“, ein Äquivalent zu „Naaa, nit wirklich!“ oder „Nein, dass darf nicht wahr sein!“-Ausruf.

Einerseits ist es natürlich interessant, dass ein einziger Smiley/eine Grafik für zig unterschiedliche Situationen verwendet werden kann, als gäbe es nicht ein anderes Modell, auf das ausgewichen werden kann. Andererseits ist es verwirrend, und ich stehe immer wieder vor dieser Verwirrung, was mir der Texter nun mitteilen möchte. Nein. Ich verstehe diesen Smiley noch immer nicht. Ich hoffe diese Erscheinung nimmt bald ein Ende, so wie die Rage-Memes ihr Ende fanden.

Zusammenfassend:

  • „Ich seh nichts.“
  • „Ich will das nicht sehen.“
  • „Facepalm.“
  • „Ich schäme mich.“

Braucht man überhaupt viele Smileys?

Mittlerweile wird so gut wie möglich politisch korrekt gehandelt und jeder Smiley ist in jeder Hautfarbe, mit jedem religiösen Motiv und weiß der Himmel was noch vorhanden, um jedes Grüpplein an Individuen zufrieden zu stellen beziehungsweise zu repräsentieren. Sinn und Zweck erschließen sich aus der Sichtbarkeit und dem Bewusstsein der Problematik des vorherrschenden „weißen Mannes“, sodass nun auch Fußballerinnen und Bauarbeiterinnen unter den Smileys zu finden sind. Sie sind also da. Und sie werden verwendet.

Als Semi-Stalkerin, die ab und an in öffentlichen Verkehrsmitteln auf den einen oder anderen Bildschirm gückselt (anm.: „schaut“, „späht“), fällt mir besonders die inflationäre Verwendung von Smileys bei Namen, in Textnachrichten oder als Inhalt auf.

Warum auch nicht? Es hat ja durchaus seine Vorteile, gewisse Menschen mit ein paar Zeichen und Bildern zu belegen und kategorisieren. Auch ich habe mittlerweile ein paar Smileys hinzugefügt. Meine Kino-Freundin beispielsweise, die sich vor einer Szene ekelte in der Zehen abgeschnitten wurden, hat neben ihren Namen nun eine Schere und Füße stehen.

Soviel wie notwendig

Madame (8) und ich überlegten einst, wie viele Smileys man tatsächlich braucht. Und seien wir uns ehrlich, als Mensch sollte man in der Lage sein, Gefühle und Stimmungen via Text zu transportieren. Ohne Smileys. Denn Smileys können einen einfältig wirken lassen, dumm, als ob man der deutschen Sprache nicht mächtig ist – was in Nachrichten und besonders Kurz-Nachrichten eigentlich relativ wurscht ist.

So verwendet Madame (8) gerne den Kotz-Smiley, wenn sie etwas eklig findet, wie Hundewelpen, die gerade gesäugt werden. Ich verwende sie in Massen, wenn ich lästig sein und Leuten auf den Wecker gehen will. Wir schicken uns Herzen zu allerlei Anlässen und wenn ich wieder einmal raunze, wie alt ich doch schon bin, schickt sie mir die tanzende Oma auf Skype. Auch der Tränen-Smiley fällt häufig, vor allem wenn man beim Gegenüber ein schlechtes Gewissen hervorrufen möchte. Die Regenwolke gefällt uns besonders gut; und wenn wir daran denken schicken wir sie uns häufig, vor allem um den anderen aufzuheitern.

Wir dachten, in unsrer ersten Überlegung, dass :), ;) und :( ausreichend sein müssten, um unsere gegenwärtige Stimmung zu unterstreichen. Aber was ist mit :p? Gut. Lassen wirs drei optimistische sein: :), ;) und :D sowie drei pessimistische wie :(, :/, :'( und :p. Auch hilfreich können :o für Verwunderung und o_O für Unverständnis sein. Wir sehen, sie summieren sich schnell.

Doch die häufigsten sind  wohl ^^ – das Lächeln, :D – Belustigung und :p und :(. :'(.

Interessanterweise startete die Diskussion sehr kritisch darüber, ob Smileys und Emoticons überhaupt notwendig sind und führte am Ende dazu, dass wir gestehen mussten, dass manche der angebotenen Smileys, in diesem Falle via Skype, doch ganz nett sind: Der tanzende Pinguin, das kotzende Gesicht, die bereits genannte Regenwolke, zusammen mit dem Regenbogen, einem laufendem Einhorn, einem tanzenden Brathähnchen und so weiter.

Madame (8) bemerkte damals, dass Emojis auf Skype recht sexistisch sind, da „weiblich konnotierte“ Tätigkeiten wie Yoga und Tanzen nur bei Frauen zu finden seien, sowie Männer bei „männlichen“ Sportarten. Mittlerweile gibts auch Frauen bei „männlichen“ Sportarten, aber der Wissenschaftler ist, aktuell, immer noch nur männlich.

Anway: Es gibt auch mittlerweile „vegane“ Smileys, so wurde das Ei auf dem Salat einfach unter den Salat geschoben. What the… aber warum nicht? Für jede Subkultur und jedes Grüppchen ihre eigene Sprache. Allerdings sah ich noch nie einen Chem-Trail-Smiley. Zugegeben, ich habe noch nie so wirklich darauf geachtet.

PS: Smileys gabs offiziell erst ab dem 19. September 1982, Erfinder war Scott Fahlman von der Carnegie Mellon University.

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Woche #1106

Kein Lebenszeichen, keine Nachricht, nichts. Meine Tasche bleibt verschollen, im nächsten Mülleimer, das Buch im Dreck und meine Jeans (die mir so gut gepasst hatte), wer weiß, was mit meiner Jeans passiert ist. Und das Notizbuch, in welchem ich von einer „Realität“ berichtet habe, die sich selbst „defragmentiert“, ob es irgendwer zu Einweisung meinerseits auf die Geschlossene missbrauchen wird? Und den bunten Socken. Was wohl aus meinen Socken geworden ist? Das Ladekabel wird sicher Verwendung gefunden haben. Und wer weiß, vielleicht hat The Expanse nun einen Fan mehr? Ich werde die schreckliche, grausame und schmerzhafte Tatsache, dass meine Tasche und deren Inhalt für immer verloren sein werden, wohl akzeptieren müssen. Für immer und ewig. Rest in peace, old friends, rest in peace…

*

Das Wetter ist beständig und warm. Gewittrig und Wolkig. Bis zu 30 Grad können gemessen werden und wer mehr über Wolken wissen will, der siehe hier:

Quelle, mit Erklärung: Fredersdorf Wetter

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Die Pferde befinden sich seit gut einer Woche auf der Alm, in Freiheit, fern vom Menschen und dessen wollen und tun. Ich hoffe sie dieses Wochenende besuchen zu können. Und ich hoffe, ich finde sie. Die Alm ist groß, mit vielen neugierigen Pferden. Bei ihrer Ankunft hatten sich die Haflinger sogleich in einer Herde zusammen gefunden und die Gescheckten und Braunen zu einer eigenen. Und ich muss gestehen, mittlerweile zöge ich es sogar in Betracht neben einem Isländer (die ich noch nie geritten bin, aber unbedingt haben möchte) mir auch einen Haflinger anzuschaffen, hätte ich die finanziellen Mittel dafür. Vor einem Jahr vertrat ich noch die Meinung: „Haflinger? Die biestigen Zicken? Wtf? Niemals!“ Ganz gleich wie abfällig über sie geredet wird, wie „A Haflinger? Isch ka richtigs Pferd!“ oder auf die Antwort der Frage, welche Rasse man denn habe, nur abgeschätzige Blick erntet, denn Haflinger sind in den Augen vieler nichts weiter als Ackergäule. Ich würde mir einen Alpenmustang kaufen. Ja, ich nenne sie Alpenmustangs.

*

Vor einigen Tagen stellte sich mir die Frage, ob ich tatsächlich einen Film anschauen könnte, in welchem Dinosaurier(!) sterben, wie man im Trailer zu Jurassic World: Fallen Kingdom sehen konnte. Sicherlich, die Menschen versuchen sie zu retten, offenbar, trotzdem werden viele in den Tod stürzen. Hat wer den Film gesehen? Überleben Blue (der Raptor) und die Rex-Dame aus dem Original (aus den 90ern)? Wenn ja, dann schaue ich mir den Film an.

Andererseits müssen selbst in Ark Survival Dinosaurier durch meine Hand ihr Leben lassen (verdammte Doppelmoral). Allerdings nur die bösen Fleischfresser, die jene auffressen (wie Pferdchen und so), die ich gewaltlos zähmen mag. Oder Low-Levels, sodass bessere, stärkere und schnellere Dinosaurier spawnen können! Und in Jurassic Park: Fallen Kingdom werden (vermutlich) auch keine neuen geboren, insofern… eine schwierige Frage.

Und! Wenn wir gerade dabei sind: OMG!!! Ich hoffe, sie haben die Typen die Enderal gemacht haben, engagiert. Andererseits fürchte ich etwas Monotonie. Trotzdessen: Yay! Auch wenn es vermutlich noch Jahre und zwei bis drei leistbare GraKa-Generationen entfernt sein mag..

Andere Firma, ich weiß, aber was ist mit Half-Life 3?

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#awletters

Für diejenigen, denen Postcrossing zu wenig ist, gibt es jetzt #awletters – auch wenn die Aktion schon vor Monaten ins Leben gerufen wurde. Trotzdem, eine erwähnenswerte Idee.

Was zur Hölle ist Postcrossing?

Kurz gesagt: Ein digitaler und anonymer Postkarten Service. Wer gerne Postkarten erhält und verschickt kann sich dort anmelden und bekommt, je nach Wunsch (am Anfang bis zu 5 oder 6) Adressen. Nein, man kann sich nicht aussuchen wem man schreiben möchte. Dazu gibt es Profile, die etwas von sich erzählen. Zu geschätzt 89% handelt es sich um Hausfrauen oder Studentinnen. Sich Motive wünschen ist zwar ausdrücklich untersagt, trotzdem hält sich keiner daran. Die Leute wollen Katzen, Stadt bei Nacht-Ansichten, Blumen, Berge, Züge, Flugzeuge, schwarz-weiß Fotografien der Heimatstadt und so weiter. Auf die Selbstbeschreibung kann man eingehen wenn man nicht weiß, was man schreiben soll, muss es aber nicht, besitzt man ausreichend Mitteilungsbedürfnis und Phantasie. Jede Karte ist mit einer Nummer versehen, die man bei Erhalt eingibt und somit auf Profil des Absenders verwiesen wird (um sich zu bedanken). Die (wenn) digitalisierte Karte, findet sich dann in einem Album wieder. Kam die Karte beim Empfänger an (sprich, wenn dieser sie registriert hat) wird irgendwer auf der Welt, der eben eine Adresse anfordert, deine bekommen und dir eine Postkarte schicken. Die Karten kommen aus aller Welt: Deutschland, Russland, China, Taiwan, Nordamerika, Italien.

Fun Fact: Die Karten aus China kommen schneller an, als jene aus Russland. Und ja, es ist ein nettes Gefühl, leert man das Postfach und hält 6 verschiedene Postkarten von wildfremden Menschen in der Hand. Allerdings ist das ganze auch etwas Kostspielig: Karten und Briefmarken (die manche wollen) sind nicht ganz so günstig.

#awletters

Das Prinzip bei #awletters ist ähnlich – nur dass es sich hierbei um Briefe handelt, die von zwei (ausgedachten) Charakteren ergo zwei Menschen geschrieben werden, in was für einem Setting auch immer, die sich bewusst dafür entschieden haben und nicht von einem System auserwählt werden.

Wobei es natürlich auch eine Idee wäre Profile anzulegen, mit Angaben in welcher Welt man spielen/schreiben möchte (SF, Fantasy, PostApokalyptisch, Weltall, Trolle, Elfen, Erotik, Kinder, Parodie, usw.), und diese werden dann mit einem Ideenvorschlag zusammen geführt. Gerne auch via Zufallsgenerator. Wie Beispielsweise: „2045. Zombies haben deine Heimatstadt überlaufen. Findet gemeinsam einen Weg aus der Misere und versucht zusammen zu kommen um nach XY zu fliehen.“ Oder „Ihr befindet euch in einer phantastischen Welt und seid Gefangene einer Troll-Horde, die euch zu Tierfutter verarbeiten möchte. Berichtet euch von eurem Elend in Briefen, die auf dem Rücken einer Ratte (sie heißt Betzy) von Zelle zu Zelle getragen werden.“ Okay. Jetzt will ich sowas machen.

Zurück zu #awletters. Es kann romantisch, dystopisch oder historisch sein. Die Charaktere können alles sein: von Massenmördern über Liebende, Detektive und so weiter. Gut, die einzige Gemeinsamkeit besteht darin, dass man sich tatsächlich hinsetzen muss, Stift und Papier zur Hand nimmt, einen Brief schreibt, diesen in ein Kuvert packt, damit zur Post geht und 90 Cent, oder wie viel eine Briefmarke kostet, zahlt.

Zurück zum eigentlichen.

Die Spielregeln kopiere ich direkt vom zugehörigen Blog.

#awletters Spielregeln

  1. Finde einen Spielpartner (z.B. unter deren Artikel, in der AW Community oder auf deren FB Seite unter dem zugehörigen Livestream)
  2. Denkt euch ein Setting aus (historisch, apokalyptisch, romantisch, Piraten, Soldaten, Detektive, getrennte Liebende, etc.)
  3. Schreibt euch Briefe per Hand auf Papier (keine elektronischen oder getippten Briefe) → Kopieren, fotografieren und scannen nicht vergessen!
  4. Habt Spaß!

Ich schrieb immer gern Briefe, nur wenn man so oder so schon via Social Media Kontakt hat, was will man sich großartig in den Briefen erzählen? Madame (8) und ich schickten uns eine Zeitlang parfümierte Briefe (man spaziere in eine Drogerie und „teste“ Parfüms). Tipp: Zuerst das Papier besprühen, trocknen lassen, und dann schreiben. Nicht umgekehrt! Tipp 2: Eine Ladung reicht, 15 sind zu viel). Einst schickte ich einen versiegelten Brief ab, mit Stempel-Siegel und so. Der Postmensch war nicht sonderlich davon begeistert und meinte, was der Blödsinn soll und ich mir das sparen sollen. Spielverderber..

Ich glaube zu wissen oder nehme zumindest an, dass sich ein oder zwei Schreib-interessierte Menschen unter meinen Lesern befinden. Dystopisches Setting, wer will?

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Woche #0406

Wenn fette Katzen sich in der Hitze aalen und noch fettere Katzen sich unterm Baum verstecken, der Mensch zu träge wird, um dem schwülen Wetter zu entfliehen, so reihe auch ich mich hier ein: Alles bleibt auf der Strecke. Und das liegt nicht nur an meiner allabendlichen Beschäftigung.

Ja, Menschen die ihr mir folgt und die ich euch folge – ich lese eure Beiträge, vergesse aber zu liken. Ich nehme es mir vor, und sogleich ist es wieder entschwunden. Ja, ich schreibe, aber nicht soviel und das was ich möchte, sondern Belangloses und meh. Ich nehme mir vor, meinen Schreib-Schreibtisch aufzuräumen um endlich tatkräftig sein zu können, und verbringe dann doch lieber die Zeit beim Stall auf der Wiese, den Kopf vom Jährling haltend, merkend, dass er immer schwerer und schwerer und schwerer wird und sie selig ruhig eingeschlafen ist. Auch ein Fohlen-Kopf ist schwer. Dann kommt die Zweijährige dazu und möchte ebenfalls gestreichelt werden.

Dreimal habe ich Deadpool 2 verschoben, zweimal Solo, weil es mir zu mühsam erschien mich in einem dunklen Saal einzufinden und dort zu sitzen. Nächster Termin: Mittwoch Abend. Auch die Serien-Reviews bleiben irgendwo zwischen ein paar wirren Zeilen und einem Haufen unnötiger Lückenfüller bestehen. Wie gelingt es manchen Film- und Serienbloggern so richtig gute Beiträge zu verfassen? Es ist mir nach wie vor ein Rätsel.

Ich war mir nach Ende der ersten Season von 13 Reasons Why unsicher, wie eine zweite Season aussehen könnte und solle und war der Meinung, es brauche sie nicht. Wozu auch, denn die Geschichte ist erzählt – aus einer Perspektive. Nach Sicht der zweiten, freue ich mich aber über eine (hoffentlich) dritte Season – denn es gibt noch soviel mehr zu erzählen. Auch bin ich froh, dass The Expanse weiter geführt wird. Nachdem SyFy einen schlechten Deal hatte, wurde die Serie von Amazon aufgegriffen, dessen Boss Jeff Bezos ein großer Fan der Buch-Reihe ist und die Serie eigentlich von Anfang an haben wollte. Die Crew um die Rocinante ist also gerettet!

Apropos Buch. Nein, meine Tasche ist nach wie vor nicht wieder aufgetaucht. Nächste Woche versuche ich es erneut, sie zu finden, werde mich aber mit der Tatsache abfinden müssen, Tasche wie Buch zu ersetzen. In diesem Zuge werde ich mir noch eine Black Mesa-Tasche mit bestellen und habe derweil Ernest Clines „Armada“ im Gepäck. Ebenfalls ein Buch, dass mich, wie bei „Ready Player One“, immer wieder grinsen lässt. Auch finde ich die deutsche Übersetzung gelungen, die ein gutes Mittelmaß zwischen deutschen und englischen Begriffen der Gamer-Szene findet. Aber man muss ehrlich sagen: Wenn man nichts mit Computerspielen am Hut hat, ist das Buch verwirrend und vermutlich wenig erheiternd.

Vielleicht noch eine Erwähnung wert: Ich sah letzthin am See eine Dame, die das Magazin „InStyle“ in der Hand hatte. Auf dem Cover: Celebrities mit „Problemzonen“ – das Wort „Problemzonen“ in fett und gelb – und bemerkte wieder einmal: Da fängt es schon an. Die ältere, mollige Frau, die die Zeitschrift in der Hand hatte, darf sich also darüber freuen, dass auch die Stars die gleichen „Probleme“ haben wie der Normalsterbliche. Probleme. Warum überhaupt als „Problemzonen“ vermarkten, wenn lediglich eine Mindestanzahl 19jähriger Mädchen, teils durch Fitness gestählte Körper dem Ideal entsprechen? Oder ein paar wenige 40 jährige mit guten Genen, die es sich leisten können einen Personal Trainer anzustellen? Eine liquide 60 jährige, die galant anstatt „alt“ wirkt, weil sie eben die finanziellen Mittel dafür besitzt. Die Diskussion wird zwar vom Feminismus aufgeworfen und durch #BodyPositive debattiert, aber ansetzen müsste man wo ganz anders. Es hat also doch was gutes, dass Printmedien vermutlich irgendwann aussterben werden, auch wenn genormte YouTube-Stars mit Make-Up-Channels vielleicht nicht zwingend die bessere Alternative sind. Aber dafür gibt es ja wieder unzählige Alternativen. So oder so, angesetzt werden muss wo anders.

Und jetzt zum Wetter: Nachdem die letzten Tage immer wieder Gewitter angesagt waren, aber die schwüle Hitze in einen schwülen Abend übergegangen und sich dies über gefühlte Wochen wiederholt hatte, hatte sich das Gewitter vorgestern kräftig am Berghang ausgetobt. Gefolgt von Regengüssen. Viel Regen. Die Luft ist aber nur dezent frischer, es blieb und bleibt weiterhin sonnig und sommerlich.

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Summerdreams

Vor wenigen Tagen hatte ich die Möglichkeit ein paar jener Erinnerungen fest zu halten, die mir vieles andere, was einst meine Prioritätenliste dominierte, als nichtig erscheinen lassen. Gleichzeitig war es wohl (vermutlich) die letzte Möglichkeit, nochmal einmal in diesem Sommer frei übers Feld zu fetzen.

Denn als ich gestern auf der Wiese stand und das hintere Stück der Mähne flechten wollte, was beim Reiten ohne Sattel und kurzen Hosen manchmal doch störend sein kann, bemerkte ich, dass sie sich wieder mal ein Eisen abgetreten hatte. Keine gemütlichen Abendausritte mehr. Und Dienstag gehts auf die wohlverdiente Alm. Aber das ist okay, ich verbringe auch so gern Zeit mit ihr.

Und weils so nett war ^^

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Anmerkung, bevor sich in den Kommentaren ein Shitstorm wiederfindet – und dies passiert in Pferde-Foren ganz ganz ganz schnell. Unfassbar schnell.

Ich reite ohne Helm, da ich den passenden noch nicht gefunden habe und es fahrlässiger finde, mit einem schlecht sitzenden zu reiten als ohne. Außerdem bin ich volljährig und entscheide selbst, wie ich reite. Es obliegt einzig und allein in meiner Verantwortung. Weder die Besitzer noch sonst wer, können dafür belangt werden, sollte mir irgendwann mal was passieren. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit größer, bei einem Verkehrsunfall oder beim ausrutschen im Bad zu sterben. Ich mag zwar leichtsinnig sein, bin aber trotzdem vorsichtig: Wenn ich etwas als unsicher empfinde (Boden, Umgebung, Tagesverfassung), steige ich ab und führe sie.

Ja, sie kann/darf ohne Sattel geritten werden, der TA (und die Besitzer) gaben ihr Ok. Ihr Rücken ist gut bemuskelt und sie selbst mag eigentlich keine Sättel; denn versucht man auch nur andeutungsweise einen aufzulegen, zeigt sie deutlich Unwillen. Das Brockamp-Reitpad duldet sie zwar, aber am liebsten ist es ihr ohne allem. Und ja, wenn sie nicht will äußert sie dies auch mal mit Buckeln und Bocken. Beispielsweise am Reitplatz bei Reitstunden (aber da müssen wir durch) oder früher eben auch mit Sattel. Seit ich sie jedoch ohne Sattel reite beziehungsweise mit dem Reitpad.. nichts. Keine Unart mehr oder sonst was. Und sie könnte mich abwerfen, ganz locker. Und das weiß sie, immerhin hat sie mich schon mal abgeworfen. Aber sie tut es nicht und zeigt auch sonst keinen Widerwillen. Ich schließe also daraus: Es ist in Ordnung für sie.

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Verlorene Tasche

Es sieht wohl so aus, als dass ich heute (Dienstag dem 22.5.), meine schwarze Aperture Laboratories-Tasche im Bus vergessen und folglich verloren habe – denn sie wurde nicht beim Busfahrer der Linie A abgegeben, aus welcher ich um 19:28 am Marktplatz ausgestiegen bin.

Dies lässt nur drei Schlüsse zu:

  1. Der nette Herr bei der Leitstelle hat sich im Bus vertan und mir den falschen angesagt und sie liegt tatsächlich noch in einem anderen und wird ihren Weg zur Lost&Found Stelle finden.
  2. Oder jemand hat sie mitgenommen und durchstöbert sie gerade.
  3. Oder sie wurde tatsächlich gestohlen, denn ich wurde beim Aussteigen kurz angerempelt. In diesem Falle fürchte ich, dass der Dieb sie samt Inhalt wegwerfen wird.

Im Falle von 2 und 3 verfasse ich diesen Beitrag – denn (un)glücklicherweise habe ich auch mein goldenes paperblanks-A5-Notizbuch „Journal of possible things“ darin gelagert (die Nummer entfällt mir gerade, war ich bereits bei #8?) und in diesem, sollte der Finder eben blättern, findet sich die URL zu diesem Blog – wie auch eventuell eine Emailadresse, aber dessen bin ich mir nicht mehr sicher.

Desweiteren beherbergt der Inhalt Nahrung (eine Banane, heute gekauft; Schokolade (dunkle Rittersport Nuss) und einen Butterspitz von gestern), „Calibans Krieg“ (ein Buch mit 600 Seiten) sowie ein Ladekabel, Kopfhörer und eine vom Reiten dreckige Jeans und dreckige Socken, die ich damals vergessen hatte und eigentlich waschen wollte.

Warum man die Tasche tatsächlich mitnehmen sollte, anstatt sie abzugeben ist mir jedoch schleierhaft. Normalerweise gibt man die Dinge doch ab, die man findet. Sei es bei einem Geschäft (alle geschlossen, glaube ich) oder eben beim Busfahrer.

Sollte der Finder diesen Beitrag lesen – bitte ich um Kontaktaufnahme. Auf der „Über Mich“-Seite gibt es ein Kontaktformular. Ich hätte meine Lieblingstasche mitsamt Inhalt gerne wieder und bedanke mich für die Kooperation.

Edit am 28.5.: Weder wurde die Tasche oder deren Inhalt bei der lokalen Bus-Gesellschaft noch beim städtischen Fundamt abgegeben. Das bedeutet ich werde mir zumindest 2-3 Dinge neu bestellen müssen..

Edit am 14.06.: Nichts. Nada. Niente. Selbst der Herr vom Fundbüro antwortet mir nicht mehr. That’s it. Over and out. Und so wird dieser Beitrag bald verschwinden.. in die Unendlichkeit des Nichts eintauchen und dort bleiben, als Erinnerung und Zeugnis meiner Unaufmerksamkeit.

Edit am 18.06.: Nichts. Die gute Hose. Weiß der Finder überhaupt, wie schwierig es für manche Leute ist, eine passende Hose zu finden?

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Woche #1705

Es gibt so Zeiten da sind Auffassungsgabe, Spinnensinn und Wahrnehmung der Realität komplett durcheinander gewürfelt. Zum Beispiel habe ich heute offenbar meine Jacke vergessen, war aber fix der Meinung, ich hätte sie mitgenommen. Als mir das bewusst wurde, bemerkte ich, dass ich mir den Pullover verkehrt rum angezogen hatte und sicher schon in ein, zwei Geschäften zwecks Frühstück gewesen war, und musste schlussendlich bedrückt feststellen, dass ich auch „Calibans Krieg“ (The Expanse-Buchreihe, Band 2) daheim liegen gelassen habe.

Vor wenigen Tagen war mir, als befinde ich mich in einer anderen Stadt, ja gänzlich einem anderen Land. Alle Häuser, die ich passierte, sahen anders und fremd aus und waren mir unbekannt – bis ich bemerkte, dass mein Hirn sich wohl darauf eingestellt hatte bei der Haltestelle „Marktplatz“ aus zusteigen, ich diesen aber dank meiner Lektüre verpasst hatte, und es folgend nicht die Realität akzeptieren konnte und sich alles seltsam fremd anfühlte. Ich stieg dann zwei, drei Haltestellen später aus und war immer noch verwundert. Die Erklärungen liegen offen auf der Hand: Entweder bin ich ein Host (Park: RealWorld) und/oder die Simulation, in der wir uns befinden wurde gerade geupdated oder gehackt. Oder aber auch, ein Tumor drückt in meinem Gehirn auf gewisse Stellen, die für den Realitätssinn verantwortlich sind. Vielleicht reißt auch einfach nur die Realität ein, weil es ihr selbst zu viel wird, mit den Menschen und ihren dämlichen Ideen, sodass sie sich denkt: „Leute… ernsthaft? I werf mi mal in den Freitod, bis später!“ Vielleicht also hatte die Realität gerade versucht sich umzubringen, scheiterte aber an etwas. An was wohl?

Anyway, so oder so: Seltsam.

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Woche #1405

Die Schafe, die hinterm Haus im Frühjahr und Herbst grasen dürfen, von den Kindern (und mir) mit hartem Brot gefüttert und gestreichelt werden, und mir Anlass geben kleinen Kindern Albträume zu bescheren (denn Schafe lieben Kinderfinger zum Fressen – der Bub aber glaubte mir nicht), wurden bereits zur Alm gebracht. Der redselige Bauer meinte, viel zu heiß sei es gewesen, zu wenig Regen und generell sei es zu warm für die Jahreszeit. Auf der Alm ist es kühler. Stichwort Schafe: Gestern sah ich das zutrauliche Babyschaf vom Stall wieder. Es steht in mitten einer Herde mit ganz vielen anderen Babyschafen. Auch die geborenen Fohlen fangen an, miteinander zu spielen, wobei der etwas ältere und frechere mir auf Schritt und Tritt folgt – die Mutterstute schaut, und bevor sie sich in Bewegung setzt muss ich ihn ihr zurück bringen – was nicht so einfach ist, denn der kleine Racker rennt mir gleich darauf wieder nach. Ein putziges Fohlen. Ich würde ihn gerne behalten, auch wenn er erst in drei, vier Jahren reitbar ist. Andererseits fürchte ich um seinen Charakter: der Vater ist der Sohn einer nervösen, aber schnellen Stute und die Mutter ist das sturrste Vieh, dem ich je begegnet bin.

Was das Wetter betrifft, so würde ich gerne wissen beziehungsweise lernen, wie man die Satelliten-Bilder interpretiert, um solche Sätze wie „Die Luftschichten sind labil“ schreiben zu können und „Es lässt sich nicht vorhersagen wann und wo Regenschauer und Gewitter auftauchen können.“ Das ganze erinnert mich an ein Wetter, dass wahnsinnig geworden ist, labil, psychisch beeinträchtigt, krank und verstört und gar nicht mehr weiß, was es wann tun soll oder zu tun hat, oder schlimmer, es sich seiner „Instabilität“ bewusst ist und dies gnadenlos ausnutzt: Oh, die Menschen möchten ihre Leiber im See kühlen – dann lasse ich es kurzfristig gewittern. Oh, die zwei Frauen möchten reiten gehen, so ein Pech, Regenguss komm herbei! Wir konnten uns unterstellen, aber die Stute meinte, sie wolle lieber im Regen stehen – was dann interessant war, denn ein Schuh hatte angefangen sich innen aufzulösen, was beim Gehen unangenehm ist, was dann dazu führte, dass ich auf dem durchnässten Pferd wieder Platz nahm.

Anyway, die Luftschichten sind „labil“ und das Wetter ist quasi nicht vorherzusehen. Üblicherweise kommt es von Westen, oder auch nicht. Vielleicht auch von Norden, selten, aber auch möglich. Die dunklen Wolken dort drüben? Ja, die mögen kommen, oder auch nicht. Man weiß es nicht. Aber was ich eigentlich sagen wollte: Es wird kühler.

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