Archiv der Kategorie: Just about Life

Was eben so passiert, hier und dort und da und drüben und so weiter und so fort

Zwischen 5 und 9 Uhr

Manche von euch kennen es sicherlich:

Zwischen 5 Uhr früh und so ca. 9 Uhr kriecht diese hässliche Anxiety hervor. Immer zu dieser Uhrzeit. Davor schlafe ich und danach flaut es ab und rückt etwas in die Ferne und wird unwichtig. Gibt es da ein seltsames Raum-Zeit-Gefüge?

5 Uhr

Zu dieser Zeit bereitet mir alles Sorgen und ich neige ja generell dazu, die Dinge über zu bewerten, mir unnötige Sorgen zu Allerlei und Allerhand machen (Was wäre wenn!? Aber jetzt ganz ehrlich, was wäre, wenn tatsächlich wenn, und hast du dir schon Mal überlegt, dass unter diesen Voraussetzungen und sie könnten wahr sein, ich meine, da fehlt nicht viel, es könnte durchaus sein – also hast du dir überlegt, dass vielleicht tatsächlich doch? Und sieh es mal so, dass wenn du es von der Seite betrachtest, also… so gesehen), ihnen mehr Raum als notwendig zu geben und scheitere nach wie vor an der „Ah, just f*ck it“-Einstellung bzw. an dieser „Kommt Zeit, kommt Tat und Rat“-Einstellung, an dieser, sich erst dann mit einem Problem zu beschäftigen, wenn es da ist. Ich denke mir: Wenn ich jetzt alle 12 Trillionen Möglichkeiten gedanklich durchgespielt habe, habe ich, wenn eine der 12 Trillionen Möglichkeiten zur Realität wird, bereits die Lösung! Macht Sinn, oder?

Anyway.

Das Allerschlimmste wird in Dinge, Aussagen und Handlungen interpretiert, alles, was schief gehen könnte, geht gedanklich schief und alles steht am Abgrund und es gibt keine Lösung, außer den Worst Case. Es gibt nur Verbrennung, Zerstörung, Void. Es gibt kein Entrinnen, nur die Konfrontation, in der Hoffnung, es wird besser und verschwindet. Aber das tut es nicht. Auch, weil es wiederkehrend ist. Selbst wenn die Antwort gegeben wird, es wird nur temporär besser, ein, zwei Tage. Dann kommt es erneut. Don’t worry. Ich habe es aktuell durchaus im Griff.

9 Uhr

So ca. ab 9 allerdings, lässt das Gefühl nach und eine gewisse „Logik“ setzt ein:

„Es ist nicht -jetzt- ein Problem, also kümmere dich darum, wenn es soweit ist.“

„Du kannst -jetzt- sowieso nichts dagegen machen, du stresst nur andere Leute damit.“

„Selbst wenn es so wäre, was kannst du -jetzt-, um 7 Uhr in der Früh dagegen tun? Du kannst niemanden anrufen deswegen, mit niemanden reden und auch keine Entscheidungen forcieren, damit du dich besser fühlst. Denk nach! Wenn es um 12, um 1 oder 3 immer noch da ist, dann kannst du mit jemanden drüber sprechen.“

Aber warum?

Ich frage mich was es ist: Ist es eine seltsame Hormon-Kombination, die frühmorgens einsetzt und alles durcheinander bringt? Ein Riss im Raum-Zeit-Kontinuum? Bin ich zu früh für meine innere Uhr wach und mein Serotin kickt erst ab 9? Oder weil alles ruhig ist, haben diese Gedanken „Platz“ und können herum geistern wie sie wollen? Weil nichts da ist, kein Geräusch und man mit seinen Gedanken sich selbst überlassen ist? Und das kann durchaus gefährlich werden.

Dieser Zustand hat übrigens nichts mit dem Umzug zu tun, er trat davor schon immer wieder auf.

Zurück in die Vergangenheit

Vielleicht sind diese 10-12h Arbeitstage ja deswegen eingeführt worden*, dass die Menschen sich nicht alle suizidieren oder im Wahnsinn enden, verbringen sie zuviel Zeit mit ihren eigenen Gedanken. Sie werden gestillt und beschäftigt. Vielleicht wurde eine tägliche Beschäftigung generell deswegen eingeführt.

Vielleicht ist es sogar eine Innovation aus der Zukunft, nachdem die 20h-Woche zu, nicht wie angenommen, psychischer und gesundheitlicher Verbesserung führte (zu Beginn schon, aber dann muss es wohl umgeschlagen haben) sondern zu mehr Depression weil Weltschmerz, sterbende Delfine, hungernde Kinder, Krieg und Elend plötzlich viel präsenter werden, da man plötzlich Zeit hat zu denken und man ja eigentlich, außer den eigenen Konsum in Frage zu stellen, tätig, nicht nur theoretisch, nichts tun kann und dem Hilflos ausgeliefert ist. Und wer garantiert, dass es damit getan ist? Die Menschen wurden/werden also müde, depressiv und kraftlos. Auch 20 Stunden waren angesichts der anhaltenden Sinn- und Denkkrisen nicht mehr möglich, sie wälzten sich im Bettchen hin und her und alles war schlecht, trübe und träge. Also beschlossen Wissenschaftler aus der Zukunft, die dem Elend nicht mehr tatenlos zuschauen konnten, zurück ins 21. Jahrhundert zu reisen und den 12h-Tag einzuführen, gerade noch rechtzeitig, als die Grünen und Linken dieser Welt den 30h-Tag einbringen möchten. Knapp vor den Abstimmungen, fälschte wer die Ergebnisse, ein paar Monate später fällt die Abstimmung, dass auch 12 Stunden am Tag gearbeitet werden darf. Einige Jahre darauf, wird es verpflichtend, die Menschen 12 Stunden, 6 Tage die Woche arbeiten zu lassen. Sonntags gibt es verpflichtende Fit-Kurse zwecks Versicherung und Work-Life Balance, denn nur wer Gesund ist, kann dem Unternehmen dienlich sein.

* Ich schreibe hier aus der Perspektive einer künftigen Gegenwart beziehungsweise einer bereits geschehenen Zukunft sowie einer, wie sie sich zugetragen hat, bestehenden Vergangenheit.

Währenddessen

Anyway, ich würde es wirklich gerne verstehen. Es könnte natürlich auch mit meinem immer wiederkehrenden Eisenmangel zu tun haben (I know, Arzt anrufen.. mach du doch!).

In diesen Momenten denke ich mir: Halte durch bis ca. 9, dann wird alles besser. Es wird eh schon besser, es rückt schon etwas in die Ferne. Und wenn nicht, dann sprich später darüber. Und wenn es aktuell keine Lösung dafür gibt, dann versuch dieser hässlichen Fratze, die sich von Unsicherheit und Zweifel nährt, nicht nachzugeben. Ignoriere sie! Es gibt noch andere Menschen, auf die du aufpassen musst.

Und wenn Unsicherheiten und Zweifel gerechtfertigt waren beziehungsweise sind, tja dann… wirds Zeit was an der Gesamtsituation zu ändern (oh, es ist 9 Uhr! Hallo Logik! My dear friend! Hallo Verstand! There you are! I missed you! Hallo Klugscheisserei! Nope, I didn’t missed you..).

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And here we are..

.. schreibend aus der neuen Wohnung.

Sie misst, ich darf so offen sein, 72m², befindet sich in einem kleinen Dorf etwas außerhalb des Bergstädchens und kostet warm (also mit Heizung) ca. 890€, inklusive zwei Abstellplätzen (einen Outdoor, einen in der Tiefgarage) und einem sehr großen Kellerabteil (welches man durchaus untervermieten könnte, schließlich gibt es dort Strom). Der Preis ist okay. Man kann nicht klagen. Ein Garten wäre schön gewesen. Oder zumindest einen Balkon; aber dafür ist sie direkt am Wald gelegen (4 Gehminuten) und weniger als eine Minute zu einer großen Wiese, fern von jeglichen Straßen. Die Wohnung beherbergt zwei Zimmer, einen Wohn-Küchenbereich, und eine Abstellkammer.

Und heute Abend (also gestern) kommt Gobbolino. Von mir getragene T-Shirts und Decken sind bereits in allen Ecken verstreut, sodass er sich auch wie zuhause fühlen kann.

Aber.

Er hasst es eingesperrt zu sein.

Die nächste Woche, oder Wochen, werden wohl eine Qual für sich. Gestern (mittlerweile vorgestern) tätigten wir den letzten, langen Spaziergang durch Feld, Wald und Wiese, entdeckten einen neuen Weg (ich musste ihn dann die Hälfte der Zeit tragen, aufwärts, abwärts, durch Geholz und Gebüsch), und ließ mir Nachts eine Zecke aus dem Kopf zupfen. Wir verabschiedeten uns von der Gegend und ich hoffe, dass wir in der neuen genau so lange Spaziergänge machen können.

Es ist ungewohnt.

Es ist tatsächlich ungewohnt am Land zu leben und zehn Minuten zu gehen, bevor man die Bushaltestelle erreicht. Um zu Lancino (wir können mittlerweile mit Halsring Slalom (in allen Gangarten) und kleine Volten galoppieren) zu kommen, brauche ich jetzt allerdings eine Stunde für einen Weg. Aber dafür gibt es einen Mini-Supermarkt, wie in einem italienischen Feriendorf (nur ohne Hitze und ohne Meer) und einen Bienenzuchtverein.

Aber es ist ungewohnt.

So neu. So fremd.

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Woche #1506 – Umzug?

Ein Umzug steht bevor.

Das neue Heim sollte über Garten und/oder Balkon verfügen, mindestens drei Zimmer besitzen, direkt am Wald gelegen (vielleicht auch mit einem Feld daneben, jedenfalls fern von Städten und Straßen) und bestenfalls noch gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, die im 15-Minuten Takt fahren und über einen Nightliner verfügen; und die Kosten sollten das unrealistisch günstige Spektrum nicht überschreiten.

Und ja, natürlich wird die neue Wohnung so gewählt, dass Gobbolino sich wohl fühlt.

Wovon reden wir?

Es finden sich Objekte in Innsbruck-Stadt zwischen 40m² mit der sinnlosesten Aufteilung überhaupt (2 kleine Zimmer, große Küche oder 1 winziges Zimmer, ein größeres und ein großes Bad) um 990€ und dunkel gelegene Höhlen, die zwar kostengünstig sind, aber noch nie einen Strahl Sonnenlicht in ihrem Leben gesehen haben.

Die anderen besitzen zwar einen großen Garten, werden aber von Straßen durchflutet; andere sind räumlich gut aufgeteilt, so gut sogar, dass die freundlichen Nachbarn, rein praktisch gesehen, beim Koitus beobachten könnten, da das Haus aus mehr Glas als Haus besteht. Wiederum andere liegen direkt an einer Straße und andere so weit weg, dass man zu Fuß einen halben Berggang machen darf. Es ist schwer.

Yes it is

Innsbruck, das teuerste Pflaster von ganz Österreich, baut aber auch kräftig Wohnungen – nachdem hübsche, alte Spitzhäuser in kleinen Siedlungen abgerissen werden. Nicht aber, dass diese Wohnungen günstig und sinnvoll geplant und auch für Normal-Verdiener zu mieten wären, nein nein. Die mittlere Oberschicht mietet sich hier ein. Oder kauft. Und vermietet um nochmal höhere Preise. „Aber des is ja eh no günstig, was redst denn!“ Äh, ja, nein, okay. Never mind.

Mehr Glas als Haus, 40m² für die eben genannten 900€ und die Gärten so klein und eng beinander, als wohne man in einer WG. Ein Eigenheim, zentral, mit Garten. Ja eh. Aber halt, winzig. Eine Ein-Haushalt-Wohnung eben, für Gutverdiener. Oder deren Kinder.

Kleinere Wohnungen, so zwischen 20-und 25m² gibt es übrigens bereits ab 700€. Ja, es ist kein einfaches Ding. Die umliegenden Dörfer gelten bereits als Oasen der Reichen und sind sowieso nicht zu bezahlen, auch nicht mit harter, tüchtiger Arbeit. Da heißt es schon: erben Herrschaften, erben!! Wer zu wenig verdient, der muss halt erben! #LogikNachKurz

Keine Tierchen erwünscht

„Keine Haustiere“, eine Aussage die sich bereits in den Ausschreibungen findet und die so nicht gelten darf; da zu allgemein und man den gemeinen Haushamster nicht verbieten darf. Eigentlich.

Eher müsste es heißen: Keine Katzen, keine Hunde, keine Bartagamen, kein Aquarium, keine Mäuse, keine Schlangen, keine Enten, keine Spinnen, keine Ameisen, keine Hausschweine, usw. Allerdings, so muss bemerkt werden, dass durch weiteres nachfragen, ein kleines Katzerl nicht so das große Problem ist; Hunde aber sind nicht gern gesehen, da sie mit ihren Krallen den teuren Parkett-Boden kaputt machen könnten oder die Wände zerkratzen.

Next

Und dann, wenn eine Wohnung gefunden wurde, die Katze erlaubt ist, der Garten hübsch, die Lage adäquat und die räumliche Aufteilung durchaus Sinnvoll, bedeutet das noch lange nicht, dass die Anwärter auch genommen werden. Denn auf eine Wohnung melden sich 30, 40, 50 Leute. Bei privaten Anbietern sogar noch mehr! Und wie soll man da den besten Eindruck hinterlassen? Ja eben wie?

… to be continued.

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Woche #2403 – Corona, 2.0

Wir befinden uns noch immer im Krisengebiet. Die Todesrate steigt, die Zahl der Infizierten explodiert. An Tests zu kommen ist beinahe unmöglich: Sie sind fiebrig und schwach? Nix da. Sie husten und hatten Kontakt zu einer Person die in Italien war? Ah geh, bleibens‘ dahoam! Ja, na eh. Bleibt daheim!

Die Wärme hat sich verzogen, also ist es nicht mehr ganz so schlimm. Stellt euch vor, es wäre Sommer mit 25 Grad und die Badesaison hätte eben gestartet. Aber wer weiß schon, wie lange sich dies jetzt tatsächlich ziehen wird: 13. April heißt es offiziell – und ja, man wird am 13. April gewisse Bestimmungen (z.B. sportliche Outdoor Aktivitäten wie wandern, biken oder dergleichen) lockern müssen.

Für die Zahlen in Österreich empfehle ich übrigens diese interaktive Karte: Link. Aktuell zählen wir fast 5000 Erkrankungen.

*

Lustigerweise hatte mich letzte Woche eine Magen-Darm-Grippe heimgesucht. Das erste Erbrechen zog sich furchtbar in die Länge. Ich dachte mir während des Vorganges, wie viel da Platz ist und ob das irgendwann wieder aufhört. Ich brauche wohl nicht alle Einzelheiten zu schildern; und nach zwei-drei Tagen fühlte ich mich wieder besser. Mittlerweile bin ich fast wieder fit und konnte mit Gobbolino auch schon kurze Spaziergänge unternehmen. Allerdings geht er auch gerne alleine bei diesem Wetter.

*

Wie nutze ich meine Zeit? Nicht sonderlich sinnvoll:

Serien. Im Bett liegen. Filme schauen. Schlafen.

Jurassic World Alive spielen: man kann sich aktuell täglich 4x 350 Pfeile für wenig Gold kaufen und bekommt täglich eine 3h-Anlock-Kapsel. Leider befindet sich das Raptorennest (welche ich dringend für den Unique-Indoraptor benötige) 50 Meter außerhalb meiner Reichweite… das ist sehr bitter.

Während ich im Bett liege und döse, denke ich mir, dass ich jetzt bspw. eine Zeitungs-Seite mit Blogartikeln aus diesem Blog machen könnte (oder gar eine ganze Zeitung!), mit Indesign oder Illustrator oder womit auch immer man sowas macht. Dann überlege ich mir und schmiede Pläne, wie ich die (aktuell stillgelegten) Blogs wieder aktualisieren und Öffentlichkeitstauglich herrichten könnte; ich könnte mich auch in Photoshop üben und kreative Katzen-Laser-Raumschiff Bilder gestalten, oder malen, oder eine Sprache lernen oder ein tolles, richtig gutes Video von Gobbolino machen. Gesangsübungen. Was aufnehmen. Let’s Plays. Ich verspüre nicht einmal eine große Lust was zu spielen! Gäbe es jetzt Elder Scrolls VI Single Player, ja, ich würde spielen. Aber nein, ich ziehe die Ruhe im Bett vor. Ist das bitter? Ist es.

Warum?

Weil draußen die Sonne scheint? Vermutlich! Wenn ich schon draußen nichts sinnvolles machen kann, dann soll es auch nicht herinnen sein.

*

Soviel aus der Welt der Quarantäne.

Die Leute hier gehen übrigens Spazieren und halten sich marginal an die 1 Meter Abstands-Regel. Ich finde ja, diese Regel könnte und sollte man weiterhin beibehalten. Ich hasse es, geht man wo und ständig rempeln einen Leute an. Dieser Platz, den ein jeder einzelne dadurch bekommt ist wirklich schätzenswert.

Die Parks, die Wege zum Inn und Spielplätze sind allerdings durch sichtbare „Nein, du darfst da nicht rein“-Bänder gekennzeichnet. Aber nur die Eingänge, auf der Seite könnte man dann hinein gehen. Tun aber nur die wenigsten. Und sobald die Todesrate anfängt anzusteigen, in sagen wir…  10 Tagen ca. wird sich auch noch der letzte an all die Beschränkungen und Bestimmungen halten.

Tja. Wer hätte gedacht, dass dieser kleine Covid mal für solch einen großen Trouble verantwortlich sein wird?

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Woche #0802: Linz!

Ich war noch nie in Linz und habe den Leuten auch nicht geglaubt, die meinten, Linz sei jetzt nicht so besonders schön. Die Wahrheit ist allerdings: Linz ist durchaus hässlich. Naja, fast. Die Donau ist toll.

Die Gebäude gleichen Kerkern der ehemaligen DDR. Alles ist farblos (bis auf die blau-beleuchteten Museen nahe der Donau) und aus Beton. Auch wenn wenige Sonnenstrahlen durchscheinen, die Blockreihe nahe der Donau vermittelt leider kein angenehmes Bild. Man würde dort nicht wohnen wollen, selbst wenn die Natur gleich neben an ist.

Oder das dortige Leitungswasser: Wird das ungefiltert aus der Donau in die Leitungen gepumpt oder warum schmeckt es so unfassbar widerlich? Positiv zu vermerken ist, dass ein Döner Kebap keine 5€, keine 4,50€ kostet, sondern lediglich 3,50€! Und niemand braucht mir erzählen, dass ein Kepab der 5€ kostet mehr Wert auf Herkunft und Haltung des Tieres legt, als jener, der 3,50€ kostet. Wirklich nicht.

Der Dom

Fast jede Stadt besitzt ihn: Den Dom. In Linz ist es der sogenannte Marien-Dom. Ein prunkvolles, relatives neues Gebäude aus Mitte dem 19. Jahrhundert, in Auftrag gegeben von Linzer Bischof Franz Joseph Rudigier, misst der Turm eine Höhe von 134 Meter und ist somit nur wenige Meter kleiner als der Wiener Stephansdom (136m).

Die Krypta

Spannend jedoch: Die Krypta (Bild unten rechts). Zu dieser gelangt man mittels Treppe oder auch einem Lift. Wie neugierige Kinder und nichtsahnend stiegen wir also aus und vernahmen nach nur wenigen Metern ein Murmeln. Und gar wohl! In klein angerichteten, dunklen Kammern saßen in gekrümmter Haltung Menschen, die unverständliche Gebete murmelten. Man hatte das Gefühl, als befände man sich in den unterirdischen Hallen einer geheimen Sekte. Creepy wäre es geworden, hätten sie sich umgedreht, im d’Accord, uns angestarrt, während das schwere Tor oben verschlossen wird, und alle ihre Folterwerkzeuge zur Opferung der neugierigen Unheiligen gezückten hätten. Aber nein, sie haben uns nicht bemerkt.

Der beste Kaffee der Welt

..kostet 3,90€ und lässt sich im cubus im Ars Electronica-Gebäude konsumieren, ganz oben. Ja, er ist teuer. Aber dieses Geschmack! Üblicherweise brauche ich mindestens 3-4 Zucker, damit Kaffee überhaupt trinkbar ist (von Genuss ganz zu schweigen). Hier reichte einer aus. Einer!

Der Kaffee war mild, aber schmeckte nach Kaffee; perfekt abgestimmt zwischen Milchschaum und Kaffee. Und das beste: er war weich und cremig. Nicht so hart und bitter wie die Gewöhnlichen, die man hier bekommt. Nein, er war cremig, weich, perfekt. 10/10.

Künftige Mission: Einen eben so guten Kaffee im Bergdorf zu finden.

Ars Electronica

Ein interessantes Museum, welches zum Mitmachen einlädt. Aber Vorsicht, nicht alles was sich bewegen lässt, gehört mit zur Ausstellung. Normalerweise, und der erfahrene Museums-gänger weiß, dass wenn sich etwas bewegen lässt, oder eine Schublade da ist, dass sich dahinter noch etwas verbirgt oder es Teil der Ausstellung ist. Nicht so im Ars Electronica. Hier gibt es tatsächlich einige Teile von Ausstellungsstücken, die weder Sinn noch Zweck besitzen, sondern lediglich gut ausschauen sollen. Tja.

Bad Cop Bad Cop in der Stadtwerkstatt

Die Stadtwerkstatt ist das kleine „abgefuckte Punk-Veranstaltungslokal“ direkt neben dem Ars Eletronica und kleiner als das PMK (ein ebenso „abgefucktes Veranstaltungslokal“ in den „Bögen“). Es spielten Bad Cop Bad Cop (eine all Women-Punk-Band) und Make War, deren Tour-Vorband. Beide waren großartig und besonders, dass die Frauen von BCBC bereits jenseits der Anfang 20 sind, machte das ganze noch besser.

Spazieren am Chiemsee

Das verlängerte (und nahezu perfekte) Wochenende endete mit einem Zwischenstopp und Spaziergang am Chiemsee.

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Woche #1602

Eislaufen wird nicht besser, wenn man nach wie vor keine geeigneten Schuhe trägt und stattdessen immer noch auf jene hässlichen, unbequemen Plastikdinger angewiesen ist. Und nein, dicke Socken helfen auch nicht und wenn, nur marginal.

Auch nicht sonderlich toll ist, wenn der Drummer der Taylor Swift-Punkrock Coverband abspringt, nicht, weil ihm Taylor Swift nicht gefällt, nein, sondern weil er Punk nicht mag (und ihm dies zu langweilig ist). Und der Bassist plötzlich andere Pläne hat. Tja.

Und zu guter Letzt musste ich mir alle 5(!), ja davon gibt es 5, Filme von Twilight anschauen. Was jedoch interessant ist, ist, dass es zum Jubiläum eine Buchfassung mit vertauschten Rollen gibt; und das hört sich ziemlich lustig an. Allerdings, so muss man zugeben, dass der Twist im letzten Film durchaus unvorhersehbar war.

Ich habs übrigens gekauft. Auf Englisch. Ich wollte bei der deutschen Fassung (auch war ich zu faul um weitere Angebote zu durchsuchen) nicht das Original mitkaufen.

*

Desweiteren versuchte ich mich beim Skateboard fahren. Nicht im Real Life (dafür bin ich zu uncool, nach wie vor), aber mit einem Skateboard Simulator (genannt SESSION), der, wenn man wirklich keine Ahnung von all den Tricks hat, fast keinen Sinn macht, vor allem, wenn man erst später bemerkt, was der eigentliche Sinn und Zweck dahinter ist: Tricks filmen, und aus unterschiedlichen Perspektiven abspeichern – und wenn man absolut nicht weiß, wie man überhaupt mit einem Controller umgehen soll, da man eigentlich sonst nur via Keyboard spielt, dann wird das ganze recht… interessant.

Es macht sicherlich am meisten Sinn, beherrscht man einerseits die Physik hinter dem Ganzen, beziehungsweise, wenn man sich etwas mit der Materie auskennt und auch gewohnt ist, mit einem Controller zu spielen.

*

Ich habe ja nie viel vom Valentinstag gehalten; dieses Jahr allerdings, wurde ich in ein veganes Restaurant eingeladen mit anschließendem Ausgehen und Karaoke.

Der pinke Burger am Nachbartisch schreckte mich ab, also versuchte ich die Pizza. Ich schicke hiermit voraus, dass ich jegliche Form von Käse (ausser Mozzarella) hasse. Gestank, Geschmack und Konsistenz empfinde ich als unfassbar widerlich. Auf Pizzen befindet sich meist (meist!) Mozzarella, und kein Käse, zumindest in Italien. Nun, so toll der Abend war, der Kokos-Käse Ersatz, welcher sich auf der bestellten Pizza befand, schmeckte so richtig nach Käse…

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Corona-Virus, so so.

Es ist durchaus spannend zu beobachten, wie von „Ah geh, is ja lei a Grippe“ die meisten Menschen, auch jene, die davor Hamsterkäufe und übertriebene Vorsicht belächelten, selbst beginnen zu zweifeln und Vorsicht walten lassen.

Und ganz davon abgesehen – ob die mediale Berichterstattung zur Massenpanik führt(e) oder ob es tatsächlich eine Art „Survival of the Fittest“-Revival mit verschärften Spielregeln gibt, wie: Kein Impfstoff, keine Resistenz da neu sowie eine höhere Mortalitätsrate (besonders bei Alten und Kranken) – lassen sich doch einige Dinge generell benennen, an denen es mangelt oder welche bisher vernachlässigt wurden:

  • Überlastung von Krankenhäusern (mehr Personal! mehr Betten!)
  • Homeoffice als Teil der Arbeitskultur
  • Ausbau der digitalen Netz- und Infrastruktur
  • Regelmäßiges Händewaschen
  • Betreuungsplätze (falls Schulen geschlossen werden müssen)
  • Pflegekräfte besser entlohnen

Über die Mentalität krank arbeiten zu gehen

„Aber der Chef wird sonst böse!“, „Aber ich kann doch die Kollegen nicht im Stich lassen!“ oder aber auch: „Ich verliere sonst meinen Job!“ Tja. Willst du für den Tod deiner Kollegen verantwortlich sein? Willst du das? Nein? Dann bleib zuhause.

Die Universität Innsbruck schickte erst gestern eine E-Mail, mit der Aufforderung, dass man, wenn auch nur geringfügig unter – Halsschmerzen, Kopfschmerzen, leichter Husten, (geringfügig) erhöhte Temperatur, Übelkeit, Magen-Darm-Symptomatik, Unwohlsein leidet oder ein Schwächegefühl bemerkt, man mindestens 10-12 Tage daheim bleiben und LVs fernbleiben soll, während LV Leiter gesamtes Material online zur Verfügung stellen müssen und den Studierenden kein Nachteil im Studienverlauf droht, sollten sie aufgrund eines der Symptome nicht teilnehmen können. Klingt wie Weihnachten oder? Ich hätte dies vollends ausgenutzt und wäre wohl ans Meer gefahren derweil.

Droht uns eine tatsächliche Gefahr?

Vielleicht. Vermutlich. Oder auch nicht. Vielleicht entwickelt sich der Virus weiter und Infizierte bekommen Hunger auf Gehirne und Blut. Vielleicht sind wir auch übermorgen bereits in einer post apokalyptischen Zombie-Welt, in der es nur mehr 100 000 Menschen in ganz Europa gibt. Who knows? Niemand kann das wissen.

Wer kann schon sagen, wie viele Leute es dahin raffen wird: Die gemeine Hausgrippe heimst jährlich ca. 20 000 Tote allein in Deutschland ein. Medien berichten Corona habe bisher mehr Leute als SARS auf dem Gewissen. Aber wer vertraut schon blind den Medien? Wir aufgeklärten Millennials und digitalen Weltbürger doch nicht. Wir wissen, wie Medien arbeiten und werden der BILD sicherlich kein Vertrauen schenken.

Trotzdem schadet es sicherlich nicht, sich öfters als gewöhnlich die Hände zu waschen oder hustende Menschen in der Öffentlichkeit zu fragen, ob sie sich nicht doch testen lassen wollen. Nur zur Sicherheit, vermutlich is eh nix, aber who knows.

 

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Corona Virus Memes

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28. Januar 2020 · 11:08

Woche #2701: Millencolin, Punkrock und Spotify

Millencolin waren großartig. Das letzte Album („SOS“) war melodisch, die Songs prägen sich schnell ein und haben leichten Wiederkennungswert. Kurz: Ich finde das neue Album großartig und das Konzert war sehr gut.

Punkrock

Punkrock, weniger hart als Punk und durchaus für die Masse geeignet, wurde mit den Tony Hawk-Spielen Ende der 90er, Anfang 00er Jahre weitgehend bekannt. Wir kennen bekannte Vertreter aus dem Mainstream wie Avril Lavinge, Sum 41, Green Day, Blink 182 und wir haben sie alle gehört. So aber auch Millencolin, No use for a Name (RIP), Boy sets fire, Alkaline Trio, NOFX, und wie sie noch alle hießen. Und irgendwann gerieten all diese Band wieder in Vergessenheit. Und ich kann nicht mal sagen, was danach kam. Zwar hörte man Zwischendurch immer wieder was, aber nie so richtig. Und dennoch tourten die alten Bands, füllten Hallen und es ist wohl so wie in jeder Subkultur, wenn man sich nicht einmal mehr am Rande befindet: man bekommt eigentlich gar nichts mit. Selbst im Bergdorf gab es immer wieder Punkrock-Konzerte zu Zeiten als ich mir Punkrock-Konzerte wünschte, aber geglaubt hatte, es gäbe ja eh nichts. Wie man sich irren kann. Andererseits war zu dieser Zeit noch überall rauchen erlaubt und das hätte mir, bis auf ein-zwei Locations sowieso nichts gebracht.

Allerdings komme ich hier zu einer interessanten Beobachtung: Auf Punkrock-Konzerten ist nicht nur die Schlange vorm Männerklo endlos lange (bei den Damen zero; den Herren war es sichtlich peinlich, dass ich amüsiert Fotos von der Schlange gemacht hatte), sondern auch das Alter der Teilnehmer: Statistisch betrachtet, hätte ich 1-2 Leute von vor 15-20 Jahren, als ich aktiv Punkrock hörte, kennen müssen. Statistisch gesehen, gekannt habe ich natürlich niemanden. Aber ich hätte durchaus wen kennen müssen, da Ort, Alter und Band eigentlich stimmig waren.

The digital & new age of music consumation

Irgendwann las ich zu Ende der Reputation-Tour, dass Taylor Swift wohl das Ende eines Zeitalter eingeläutet hätte und dass es solche Konzerte, und den Konsum von Musik, wie man es bisher kannte, sich grundlegend ändern wird beziehungsweise geändert hat.

Und dies hat mit Spotify und diversen Streaming-Angeboten zu tun.

Man kauft sich keine CDs mehr, die ca. 17€ das Stück kostet (ausser Liebhaber und Sammler), sondern zahlt einen gewissen Beitrag an einen Streaminganbieter, welcher die Künstler entlohnt (wir wissen auch, dass Taylor Swift sich dafür einsetzte, Künstler auch während des Probemonats der Kunden zu entlohnen; man könnte ihr jetzt natürlich Gier vorwerfen, aber bedenkt man wie viele kleine Künstler sich ebenfalls auf diversen Plattformen tummeln, so muss man anerkennen, dass sie ihre Popularität für Gutes nutzt), auch wenn sich die Entlohnung auf 0,32 Cents pro Stream beschränkt. 2018 konnten Musiker in den USA bis zu 3,97 US-Dollar pro 1000 Streams verdienen.

Und dies führte sicherlich auch dazu, dass Millencolin unfassbar motiviert waren, da, ich gehe davon aus, das neue Album wirklich häufig gestreamt wurde. Dass alte Punkrocker sich dadurch ermutigen lassen und wieder auf Tour zu gehen um ausverkaufte Konzerte zu spielen (bzw. spielen zu können), könnte vielleicht darauf hindeuten, dass es, wenn die Musik stimmt, ein generelles Punkrock-Revival geben könnte. Oder aber auch nicht. Vielleicht fällt es mir auch nur deswegen auf, weil ich mich aktuell wieder am Rande dieser Subkultur bewege und informierter bin als ich es davor war.

Die Frage aller Fragen deren Antwort nicht 42 ist

Und nun die Frage, die allen begierigen Lesern auf der Zunge brennt: Hätte ich mich getraut mit meiner Taylor Swift Punkrock-Coverband als Vorband aufzutreten?

Jetzt? Nein. Da muss noch einiges geübt werden! In ein paar Monaten, sollten wir anständig proben: Dann ja! Stellt euch das vor, ich und Taylor als Vorband von Millencolin!

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Woche #2001

Ich hatte vor kurzem einen Traum, in welchem ich wieder Mal selbst agieren konnte. Zumindest bilde ich mir ein, dass diese Handlung noch im Traum stattfand und nicht im halben Wachzustand. Andererseits habe ich keine Ahnung, wann luzides Träumen stattfindet, in welcher Phase; oder wie Phasen alle heißen.

Ich träumte ich war Nachts unterwegs; und wollte einkaufen gehen. Gewänder, die von Kleiderbügeln hingen, links und rechts, wie auf einem Basar. Ein schwarzer Schatten, ein Mann, kam mir entgegen und ich wusste, er würde mich mitnehmen (und vermutlich vergewaltigen wollen). Die nächste Sequenz war jene, in welcher ich wo saß und wusste, er bereitete gerade alles vor, um Teile meines Körpers zu essen. Ich blickte direkt in sein Gesicht. Wenig später als es soweit war (wie es in Träumen eben ist), erinnerte ich mich an das Gesicht und überlegte: Wenn das die Wirklichkeit ist, dann ist meine nächste Handlung Notwehr, und wenn das ein Traum ist, dann go for it. Ich schnappte mir also ein langes Messer und stach es ihm langsam ins Auge (ich war überrascht wie leicht es ging und wie lange ich hinein stechen konnte). Er griff langsam nach einem Brotmesser, um mich zu verletzen (da hatte ich tatsächlich Angst, und war wohl wieder im Traum; denn hätte ich gewusst, dass es ein Traum ist, hätte ich keine Angst gehabt), war aber recht langsam und so nahm ich ein anderes Messer und stach ihm bewusst ins andere Auge. Dann wachte ich auf.

Es war durchaus interessant.

*

Ich war Eislaufen! Seit.. sicherlich X Jahren (und ich meine damit X Jahre) habe ich mich keinem Eislaufplatz mehr genähert und zugegeben, die Schuhe sind extrem unbequem. Sie drücken und sind sperrig. Und ich überlege mir ja im Abverkauf mir ordentliche zu kaufen, denn Eislaufen macht tatsächlich Spaß, besonders wenn man nur Runden läuft, der Platz überfüllt ist und, wenn man aufblickt, alle Leute weg sind. Ja, auf gewissen Bahnen gibt es ein verändertes Raum-Zeit-Kontinuum, und dieses gilt es, bald wieder zu finden.

*

Und noch eines: Ich war schwimmen. Im Hallenbad. Ich hasse Chlorwasser und fürchte immer, einen Grünstich davon zu bekommen; aber – ich war schwimmen. Unglaublich was ich alles unternehme! Mehrere Almen binnen kürzester Zeit mit unpassendem Schuhwerk, langweilige und interessante Konzerte, eislaufen, schwimmen.. Ich hoffe das hält an.

In diesem Hallenbad gibt es neben zwei Rutschen (bei denen man nie eine gewisse Geschwindigkeit erreichen kann und am Ende abgebremst wird und den Rest gehen muss) einen Aussenbereich and let me tell you: Winter is here.

Nein wirklich: Das Wasser war kalt und man musste sich erst im noch kälteren Schwimmbecken abkühlen, sodass man das Wasser im Aussenbereich (für kurze Zeit) als angenehm empfinden kann. Und selbst dann ist es das nur für wenige Minuten. Und teuer war es! Und überfüllt! Und seit wann kosten Süßigkeiten soviel?

Anyway, nun gilt es weitere Bäder zu inspizieren.

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