Archiv der Kategorie: So sei es

Wirklich? Ist es so? Ist es wirklich so? Es ist so! Eventuell..

Shop me!

Also gut, meine lieben Follower und Followerinnen.

Ich habe etwas für euch.

Und zwar:

Einen Online Shop!

UNFOLLOW!!!!

Nein, wartet!

Es ist lediglich ein Account auf einem Shop.

So wartet doch!

Ich verkaufe doch nicht getragene Socken oder sowas, die armen Socken, nein, es sind Designs! Von seltsamen Katzen mit altklugen Sprüchen. Aktuell auf RedBubble über ich mir aber zu expandieren, aber wohin? Gibt es denn noch so viele Seiten? Wie machen die Leute das?

Tja, was mache ich?

Das hier:

Und wie mache ich das?

Mit Maus und Inkscape.

So, jetzt liegt es an euch!

Kauft was!

Macht mich glücklich!

Und Gobbolino, der freut sich dann auch!

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Woche #1102

„Du bloggst gar nicht mehr (sadness)..“

„Schreib Blog!“

Ja, ja!

Obwohl die österreichische Politik und Corona mir soviel Anlass zu polemischen, zynischen Äußerungen gäben, nutze ich nichts davon. Vermutlich, weil die Realität bereits so drunter und drüber ist, dass mir von vornherein jeglicher Wind aus den Segeln genommen wird. Vielleicht aber auch, überfordert der Content. Vielleicht aber auch, ist das Blogschreiben endgültig gestorben und wird wirklich nur mehr für ein paar Verbliebene gemacht. Na gut, seis drum. Immerhin etwas.

*

Gobbolino geht es gut. Er hat einen neuen Baum zum klettern gefunden.

Und! Es gibt tatsächlich etwas:

Vor einigen Tagen kam er nicht heim. Aß kein Frühstück. Kam nicht wenn man ihn rief. Er kommt meistens. Irgendwann kommt er. Es wurde Mittag. Er kam nicht. Es wurde Nachmittag. Man machte sich auf die Suche. Nichts. Rief ihn. Nichts. Es wurde Abends. Nichts. Nachts. Nichts. Ja, ihr könnt euch meine Angst vorstellen. Irgendwann legte man sich zu Bett. Und ich träumte, dass er in meine Arme kroch. Da-dumm. Gobbolino! Er sprang vom Kasten herunter. Er ist da! Hat er Verletzungen?! Nein. Glück gehabt. Aber dreckig ist er. Und jedes Zimmer, dass er betrat stank nach Kuhscheisse. Zwei Packungen hat er gefressen, nicht gegessen, hinunter geschlungen. Und so dreckig war er. Und so gestunken hat er! Ein wenig hab ich ihn geputzt, die weißen Füßlein, an denen Kuhscheiße klebte, abgewischt. Nach einigen Tagen gings..

und seitdem kommt er wieder regelmäßig nach hause, bleibt beim Spaziergang in der Nähe… Man vermutet, er wurde wohl im Kuhstall eingesperrt..

Schaut, wie hübsch Gobbolino ist! (Ich musste die Filter anwenden, da er noch immer braun und dreckig war); zu TikTok werde ich noch eigens bloggen.

*

Neben dem alten Warmblut-Herren (der über die Wiese fetzen liebt! und es auch tut, sich kürzlich in eine Hafidame verliebt hat und die beiden, ganz gleich was der Reiter sagt, sich ein Rennen lieferte – was dahin führte, dass die Besitzerin vom Nachbarstall zu hören bekam (und vielleicht a bissl stolz war, dass man sowas mit ihren Pferden machen kann): „Wer ist denn die Wahnsinnige, die da ohne Sattel und ohne Helm übers Feld fetzt!“) kümmere ich mich aktuell auch um zwei alte Pony-Damen, die zunächst sehr biestig waren, aber wie ich bemerken musste, sehr sensibel auf leichte Fragen reagieren. Die Grundkenntnisse von Natural Horsemanship sind beiden bekannt, oder sie sind unfassbar lernfähig und ich bin wirklich dankbar, bereits soviel gelernt zu haben und es auch anwenden zu können. Es erleichtert den alltäglichen Umgang mit allerhand Tieren wirklich.

*

Zweimal war ich bereits wandern. Und es ist besser, bei eisiger Kälte und Sonnenschein zu gehen, als bei etwas feuchterem Wetter. 1,5 Stunden schafften wir die 2-Stunden Strecke trotz vereistem Weg. Oben angekommen gab es zwar Essen to go, wir aber, wie immer, hatten kein Geld dabei. Und durften uns auch nicht auf den Tisch setzen, der sei nur für Gäste. Welche Gäste? Die drei Gestalten die bereits beim Eingang aßen? Manchmal übertreibt man.

Eine Woche später gingen wir wieder auf weg; 2 Stunden erneut in 1,5 Stunden geschafft, diesmal ohne Eis. Aber feuchtem Wetter. Und ich spüre die Kälte noch immer in den alten Knochen. Tja.

*

Was gibt es noch spannendes zu berichten..

Ahja! Zwei Dinge.

Erstens, die Software Notion ist das, was ihr noch nicht wusstet, dass ihr es brauchtet. Sprich, eine Verwaltungssoftware, beliebigfach einsetzbar und nützlich! Ich nutze sie und habe fast schon mein gesamtes Leben dokumentiert. Und meine Uni-Lvs nachgetragen (sowas hätte ich mir wirklich gewünscht zu Uni-Zeiten).

Das beste zum Schluss:

Ich habe mit Madame (8) ausgehandelt, sie steuert quasi die Hälfte zur Autorensoftware Papyrus Author bei, wenn ich gewisse Bedingungen erfülle (ihre Bedingungen). Die Software ist mächtig und jeden Cent der 200€ Wert.

Nun, Leute, es gilt einen Roman mit mind. 250 Seiten zu schreiben, und zwar so, dass dieser auch ohne, dass beteiligte Parteien sich blamieren müssen, zu Verlagen geschickt werden kann. Ja, I know, wie lange rede ich schon davon, und sehe ich mir all das an, was ich bereits geschrieben habe, habe ich das Ziel fast erreicht. Das Problem ist nur: All diese Geschichten sind unfertig und auf das fünffache geplant. Tja.

Ein Kommentar

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Kinderlos? Kinderfrei?

„Nein, die arme Frau. Da ist sie über 50 und ganz allein!“
„Hat sie denn keine Kinder?“
„Nein!“
„Oh wie schrecklich! Aber einen Mann?“
„Auch nicht.“
„Oh Schreck! Sie ist ganz allein!“
„Niemand, der sich im Alter um sie kümmert.“
„So traurig.“
„Ja, so traurig.“
„Wie geht es eigentlich Jean-Lukas? Ist er immer noch bei denen, wie heißen die? Neo Nazis?“
„Ja :(“
„Oh, naja, kann man nix machen, die Gesellschaft, weißte eh. Die Dina-Marielle kommt mich ja auch nur einmal zu Weihnachten besuchen, so sind sie halt, die jungen Leut, kannste nix machen.“

Kinderlos vs Kinderfrei, I

Das Kinder kriegen galt bis lange in die Moderne als Altersvorsorge. Bestenfalls zehn – drei werden die Winter nicht überstehen, mit zweien verstreitet man sich, bleiben immer noch fünf andere. Nebenbei bemerkt, was man heute gerne vergisst, war das Kinderkriegen auch eine naturgebenene Konsequenz, folgte Frau artig den ehelichen Pflichten. Sex bedeutete Kinder. Bis in die 1960er und der Entwicklung der Pille.

Diese ist zwar ein Teufelszeug sondergleichen, kann aber zur Überbrückung als kleineres Übel angesehen werden, bis der Mann (als Kollektiv) gelernt hat, selbst Verantwortung zu übernehmen und nicht davon aus zugehen, die Frau kümmere sich schon darum. Und in aufgeklärten Kreisen sind wir auf gutem Weg dahin. Und förderte man Sexualkunde in Schulen, mache man Mädels begreiflich was mit Körper, Psyche und Leben nach und mit einem Kind passiert, anstatt dies mit den Worten „Ist halt so, das ist normal! Hat jede so durchlebt! Aber wenns dich nur einmal anlächelt! Ach, die Hormone regeln das schon!“ abzutun; und würde man Buben vorrechnen, was Alimente sie kosten werden und sich das getunte Auto eher schwer ausgehen wird… Es gäbe weniger Teenager-Geburten und sähe man Abtreibungen als gewöhnliche Möglichkeit an, sich eines Unfalls zu entledigen oder sei es „nur“ eine Meinungsänderung, wir hätten wenig arme Alleinerziehende und weniger Arme.

Aber was red ich denn da, die Wirtschaft profitiert von Armen.

Pro-Choice

Wie ihr wisst, bin ich für die allumfassende und auch von Kassen finanzierte Möglichkeit, dass Frauen in allen Kliniken Abtreibungen vornehmen lassen können. In Polen wurde erst kürzlich ein Gesetz erlassen, welches Frauen nun dazu zwingt, den Fetus auszutragen, selbst, wenn man weiß, dass dieser nicht Lebensfähig sein wird. Der Sinn dahinter? Sicherlich nicht jener, jedes Leben zu schützen.

Und ich könnte diese Pro-Life’er ja eher ernst nehmen, kümmerten sie sich auch danach um das Wohl des Kindes, wenn es dann auf der Welt ist, anstatt es in ein Heim zu stecken und/oder der Frau zu sagen: „Tja, Pech gehabt, hättest dich halt nicht vergewaltigen lassen müssen, zieh längere Röcke an, selbst Schuld wenn’d rumvögelst“. So allerdings muss man annehmen, dass es lediglich um Fremdbestimmung anderer geht, und zwar, die Schwangere, die das ungeborene Leben, das Kind, austragen muss, und zwar um jeden Preis. In Österreich wollte beispielsweise auch Norbert Hofer (FPÖ) eine 3-wöchige Bedenkpflicht einführen, dass die Frau ihre Entscheidung nochmal überdenken kann (muss), was eindeutig zeigt: Es ist nicht nur Fremdbestimmung, man spricht ihnen auch die Fähigkeit ab, eigene Entscheidungen fällen zu können.

Also, zusammengefasst: Pro-Lifer finden es humaner, eine Frau zu einer Schwangerschaft und Geburt mit allen physischen und psychischen Konsequenzen zu zwingen (Dammriss, Inkontinenz, Depressionen, Armut, usw.) und ihr danach zu sagen: „Ja kannst es ja weg geben“ – anstatt ihr sofort die Möglichkeit zu geben, sich dessen gleich zu entledigen, und zwei Leben damit zu schützen, nämlich das ungeborene, welches weder Erfahrungen, Gefühl noch Erinnerung besitzt und auch nicht unter (eventuellen) gewissen Umständen (bspw. aus Vergewaltigung, in Armut, labiles Elternhaus, usw.) aufwachsen muss; und ihr eigenes. Sie zu zwingen, das Kind zu bekommen und sie danach ohne Betreuungsmöglichkeiten (was uns übrigens Corona sehr gut zeigt, dass es gerade daran sehr fehlt), und Unterstützung einfach sich selbst und der Armut zu überlassen. Na eh, das ist sicherlich humaner, als der „Mord eines ungeborenen Kindes“.

Auch der Satz „Keine entscheidet sich leicht für eine Abtreibung“ ist bullshit. Spricht man mit Frauen, die bereits abgetrieben haben, sind diese oft sichtlich erleichtert. Dieser Satz führt lediglich dazu, Abtreibungen weiterhin als etwas Negatives hinzustellen. Auch die Annahme, Mutter und Kind wachsen zusammen und „irgendwie geht das schon“ – natürlich geht es irgendwie, wenn es Großeltern gibt, wenn die Beziehung stabil ist, keine finanziellen Sorgen, und, und, und. Aber wenn Frau nicht möchte, selbst wenn die könnte, ist das kein Grund, ihr eine Schwangerschaft, Geburt und Kind aufzuzwingen.

Kinderfrei vs Kinderlos, II

Ich habe erst kürzlich auf Twitter eine hitzige Diskussion darüber geführt, dass Frau bitte nicht so naiv sein und den Aussagen ihres Mannes all zu viel Glauben schenken soll, wenn dieser verspricht, sich gleich viel um das kommende Kind zu kümmern. Und wenn er sein Versprechen hält und es tatsächlich tut? Ja, also.. Soll ich jetzt jubeln?

In manchen Fällen verlässt der Mann die Frau, in manchen anderen beginnt er, Überstunden zu schieben „um die Familie zu finanzieren“, und in manchen anderen Fällen, will er nicht, weils eh Frauensache ist und das Kind sowieso über die Brust mit der Mutter eher bondet. Und manchmal „hilft“ der Mann mit. Möchte sagen, tut der Mann seinen rechtmäßigen Anteil, also nein, liebe Frauen, euer Mann „hilft“ nicht beim Aufzug, er tut, was er soll, das ist keine Sonderleistung die honoriert werden muss: „So nett! Der Vater geht mit dem Sohn auf den Spielplatz! Wie nett! So ein guter Mann!“ Nein!

Und das, ist einer der vielen Gründe, warum Frauen sich häufig gegen Kinder entscheiden. Aber sehen wir uns die Sache genauer an.

Warum entscheiden sich Frauen gegen Kinder?

Es gibt simple Gründe: Von „Ich will nicht“ bis „Ich habe Angst, vor …“ – und alle sind gleichwohl berechtigt.

Finanzielle Gründe

Stichwort: Unbezahlte Carearbeit. In den meisten Fällen, kümmern sich Frauen um den Nachwuchs, arbeiten Teilzeit („Der Mann verdient besser“), bekommen weniger Pension und landen in Altersarmut. Ja. Kinder sind für viele Frauen, besonders aus finanziell Einkommensschwachen Schichten, eine Armutsfalle. Darüber brauchen wir nicht diskutieren.

„Aber sie suchen es sich selbst aus, ob sie daheim sein wollen!“ Ja, und das ist auch in Ordnung. Jene, die zu zu 100% Eltern sein wollen (ganz gleich ob Mann oder Frau) sollen das, ohne finanzielle Einbußen können dürfen! Es geht um die Möglichkeiten – und die sind aktuell nicht Sinnhaft vorhanden. Teilzeit muss anständig entlohnt werden, Betreuungseinrichtungen müssen gewährleistet sein und wenn man für eine gewisse Zeit daheim bleiben möchte, ganz gleich wer, sollte auch das abgesichert sein. „Aber dann wird das ausgenutzt!“ Ja, es gibt immer Leute die gewisse Sachen ausnutzen, so what?

Angst und Zweifel

Keiner der populären Gründe, aber durchaus nicht zu verachten: der gesellschaftliche Druck und die Gesellschaft an sich: Der Druck, Kinder bekommen zu müssen. Eltern, Freunde, Bekannte, Verwandte, das Dorf, alle fragen sich, ja wann kommt es denn? Und irgendwann gibt sie nach. Und dann wissen es alle anderen auch besser. Und wenn etwas daneben geht, ist immer die Mutter Schuld, und erneut, alle anderen wissen es besser. Handlungen müssen immer gerechtfertigt werden: „Du gehst arbeiten? Aber wer kümmert sich um das Kind! Die Kita!?! Rabenmutter!“ oder „Du bist den ganzen Tag daheim? Wie soll das Kind da gesunde soziale Strukturen kennen lernen?“

Und damit einhergehend: Sexismus und auch Homophobie. „Aber warum trägt dein Mädchen ein blaues T-Shirt? Du kannst doch deinem Buben keinen rosa Elsa-Rucksack geben, wie soll er denn da männlich werden! Willst du, dass er schwul wird?“ Einst hörte ich, „Ich hab ja nix gegen Schwule, aber mein Kind muss jetzt nicht unbedingt schwul sein“, ist okay, Robert der du die SPÖ wählst und dich als aufgeklärten Linker siehst. Ist ok.

Die Angst vor einer Schwangerschaft und deren psychischen wie physischen Konsequenzen und Veränderungen, mit unter natürlich auch ästhetischen Veränderungen, die genau so mit adäquate Gründe sind als der Dammriss oder die Inkontinenz. Natürlich kann man all dies weg argumentieren, dass Hormone und Co das regeln werden und sicherlich auch zu einem gewissen Teil tun, trotzdem gibt es auch dazu einen interessanten # nämlich #birthrape.

Und natürlich der (durchaus berechtigte) Zweifel, ob man in diese Welt tatsächlich noch ein Kind setzen muss: Klimawandel, Krieg, Internet, usw. Damit einher gehend, die Angst, in der Erziehung zu versagen.

„Egoistische Gründe“

Die bisher genannten Gründe werden oft akzeptiert oder zumindest wird mit einem Auge darüber hinweg gesehen. Folgende Gründe, werden oft nicht akzeptiert:

Es ist einfach kein Wunsch da. Oft spielen Gesellschaft, Umgebung und Erziehung eine große Rolle, ob nach der Ausbildung nach einem Mann gesucht und ein Kind gezeugt wird. Auch hier gibt es einen guten Hashtag: #regrettingmotherhood. Aber eigentlich bleibt der tatsächliche Wunsch aus und man folgt vielleicht lediglich dem Vorbild anderer oder dem Wunsch des Mannes, der seine zwei Buben möchte, zwei Mädchen bekommt, aber trotzdem legitim wieder mit Lego spielen darf/kann.

Das Gefühl „da sein zu müssen“ und die nächsten 20 Jahre gebunden zu sein. Übrigens auch ein Grund, warum sich manche Frauen gegen das Stillen entscheiden, da sie das Gefühl haben, ihr Körper gehöre nicht mehr ihnen, sondern lediglich dem Kind.

Und dann natürlich der „egoistischste“ Grund von allen: Ein Kind raubt Zeit, Geld und Nerven und manche Frauen, so auch ich, sind nicht bereit diesen gesellschaftlichen wie konservativen Narrativen nachzukommen, die so lange für eine Frau als Überlebensnotwendig galten. Finde einen guten Mann, der dich umsorgt, oder du fällst deiner Familie zur Last. Sei hübsch, und nicht klug, die Männer mögen das nicht; stich andere Konkurrentinnen aus und plane gut; bekomme Kinder, die dich im Alter umsorgen – der wohl noch egoistischerer Grund überhaupt Kinder zu bekommen, neben der egoistischen und nicht minder narzisstischen Denkweise, man müsse die eigenen Gene weiter geben.

Hab ich was vergessen?

Kinderfrei vs Kinderlos, III

Das von „Kinderlos“ aber nie von „Kinderfrei“ gesprochen wird, trägt sicherlich mit dazu bei, die Idee, eine Frau oder ein Paar könne ohne Kind leben, sei seltsam. Ein Mann ohne Kind? Gib es zu lieber Leser, liebe Leserin, das klang jetzt weniger schlimm, nicht? Dieser wird eher akzeptiert und liest sich auch eher harmloser, nicht? Gebt es zu. Die Idee, dass die Frau ohne Kind ist, als der Mann ohne Kind, ruft in euch eine gewisse Regung hervor. Gebt es zu. Aber keine Sorge, das ist nur anerzogen. Ihr könnt dieses anerzogene Denken überlisten und sie aktiv hinterfragen: Warum? Warum finde ich, dass eine Frau ein Kind haben sollte, aber der Gedanke an den Mann ohne Kind wiegt weniger schwer, und warum wiegt der Gedanke des („armen“, ja oft auch „unfähigen“) alleinerziehenden Vaters (weil Rabenmutter oder tote Mutter) schwerer als das eh schon bekannte Bild der alleinerziehenden Mutter (weil selbst schuld und/oder Kerl abgehauen). Ihr seht worauf ich hinaus will?

Nehmt eure Ideen und Vorstellungen die ihr habt, auseinander. Hinterfragt sie!

Konklusio

I know, ich habe hier sehr viele Themen angesprochen und viele werden wohl nicht mit allen d’accord gehen, aber ganz gleich, solange ich euch etwas zum Nachdenken anrege, habe ich meinen Teil vollbracht.

Und wenn ihr in geselliger Runde beisammen seid: Fragt doch mal warum jemand ein Kind möchte – und nicht, warum nicht. Die Antwort wird neben „Altersvorsorge“, „Gene weiter geben“ immer „Weil ich will“ sein, und selten „weil ich hoffe, dass mein Kind die Welt zu einem besseren Ort machen kann.“

Mic drop. k4tze ab.

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#Polizeigewalt

Niemand sucht sich dessen Hautfarbe, sexuelle Orientierung oder sozialen Status aus. Ob man aber in einem (durchaus bereits bekannt) rechten Regime arbeiten möchte, das sucht man sich aus. Man weiß es. Man weiß es einfach. Und man weiß, worauf man sich einlässt.

Ich kenne eine, die wollte wirklich aus Überzeugung zur Polizei. Aufgrund der vielen negativen Berichte aber hat sie sich dagegen entschieden. In die Hundestaffel wollte sie. Verständlich. Ist sicherlich toll mit Hunden zu arbeiten, und sie für das Gute im Kampf gegen das Böse auszubilden, nur was, wenn du bereits im Umfeld des Bösen bist und das Böse, das bekämpft werden soll, den Mary-Jo-Boy, der ein paar Gramm zu viel hat, eigentlich nicht im Ansatz das Böse sein kann, welches du dir geschworen hast zu bekämpfen?

Das System kann nicht von innen geändert werden

Der Naivität zu erliegen, man könne ja das System von innen ändern, entlockt mir ein müdes Lächeln. Erst kürzlich kam der Vergleich, aber was, wenn Lehrkräfte versuchen, mit guten Intentionen das System zu ändern? Ja dann gut so! Vielleicht fruchtet der eine oder andere fabelhafte Gedanke in dem einen oder anderen Kinderkopf – wenn er nicht von der Realität, dem Umfeld, den Eltern und den Enttäuschungen des Lebens, noch in seiner Saat vernichtet wird. Aber, wenn du das Lehr-System generell ansprichst, dir eine generelle Änderung erhoffst, dafür kämpfst, dass auch der Bub aus schlechten Verhältnissen genau so akzeptiert wird, wie das Mädel aus reichem Elternhaus – dann solltest du nicht Lehrer werden, sondern in die Politik gehen, und bestenfalls was ganz anderes oder auch gar nicht studiert haben, aber gut-freund mit dem Zuständigen sein. Ja, so einfach ist es! Weil dann, dann kannst du vielleicht, wenn ausreichend Sponsoren auf deiner Seite sind, etwas ändern. Aber nicht von innen heraus.

Das rechte Regime

Aber wie möchtest du in einem rechten Regime etwas und genau jenes von innen ändern? Eben, es funktioniert nicht! Nein, wirklich. Das geht nicht. Entweder wirst du korrumpiert, wie Geld und Macht korrumpieren oder du wirst raus gemobbt. Und das Regime ist rechts. Natürlich werden auch gerne entsprechende, junge Menschen angeworben. Natürlich gerne auch jene, die eher schwächlich und leicht zu beeinflussen sind, denn das Militär, die Polizeiakademie oder ganz gleich, macht sie zu starken, richtigen Männern. Zu rechten Männern mit den rechten Gedanken und der rechten Einstellung, ihr seht das hervorragende und inhaltliche Zusammenspiel der Worte? Herrlich, nicht? Der Herr dankt.

Bisher waren es nur die eh schon durchgeknallten Amis, die durch Polizeigewalt negativ auffielen – aber ja eh, war nur Amerika. Der widle Westen, da passiert das halt, das ist weit weit weit weg von uns: Ja na eh, hab ma auf You Tube gesehen, ja na eh, ständig sterben Menschen. Is halt so. Schwarze, Kinder im Meer, generell überall. Is halt so. Kann man nichs machen, ne?

Mittlerweile passiert das auch in Deutschland, und ja, was soll ich sagen: Ich habe vor der Polizei mehr Angst, als vor dem Kleinkriminellen, der mir jetzt die 10€ aus der Tasche raubt. Zumal als Frau immer noch der „Was hatten Sie denn an?“-Sager dazu kommt, sie dich zur Täterin stigmatisieren und du dir, in gewissen Vorfällen, einfach keine Hilfe erwarten kannst. Und natürlich geht man zur Polizei, wenn man ausgeraubt wird, lässt Protokoll schreiben und als Weißer hat mans da auch einfach, oder als heller Schwede oder als heller Franzose. Aber wie viele dunklere Menschen haben reichlich Probleme mit? Dunklere Menschen, deutsche Staatsbürger ohne Akzent? Ich meine, come on. Auch Deutschland, wie Österreich („Aber die Migranten! Sie nehmen uns unsere Jobs weg! Na, aber des woll ma nit arbeiten! Gibt ja Saisonshelfer! Die verdienen da gut!“) haben ein Rassismus-Problem, und nein, ich bin definitiv kein Sprachrohr für Rassismus, denn als weiße Frau kann ich eigentlich nur über misogyne Dinge sprechen, niemals aber über Rassismus an sich. Deswegen: Hört auf die, die davon betroffen sind und euch sagen: das ist rassistisch.

Zusammenfassend

Nein, die Polizei ist (oft) kein Freund und Helfer mehr. Zumindest nicht so, wie sie sich aktuell präsentiert. Sie wird assoziiert mit Gewalt, Schlägen, Autorität und Angst. Und ich sehe aktuell wenig Möglichkeiten, wie die Polizei an sich aus diesem Debakel wieder heraus kommen könnte.

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Wenn die Hausarbeit ruft… wirds politisch!

Ein jeder wundert sich, warum Politiker, wenn sie gewählt werden nie das einhalten was sie versprechen. Woran liegt das?

Es muss wohl die Koalition sein, der einstige Gegner den man bis aufs Übelste während der Wahl beschimpfte, nie werde man mit so einem Wicht zusammen arbeiten, nie werde man seine Seele verleugnen, lieber sterbe man davor! der einem nicht die Freiheiten lässt, die man so gerne hätte um die Welt zu verbessern, oder zumindest das eigene Land, deren Bevölkerung auf allen vieren daher kriecht und dem Elend nahe ist. Na eh, Grün stimmte bspw. gegen Erhöhung des Arbeitslosengeldes, gegen das Verbot von Kükenschreddern, kurz: stimmten für alles, was von Schwarz gefordert wird (damit die Koalition nicht brechen und an Blau übergeben werden kann, aber was, wenn man bereits wie Blau ist?). NEOS und SPÖ haben der Opposition leicht lachen. Hahahaha!

Vielleicht liegt es aber auch an diesem unsagbaren guten Gehalt von ca. 10 000 Netto. Ich meine 10k Netto, damit ist die Miete und der Kauf des Eigenheimes gesichert („Wer zu arm zum mieten ist, der soll halt kaufen!“). Damit sind gute Lebensmittel sicher (lokal und vom Bauern), damit sind Süßigkeiten sicher (die teuren von Alverde und so), und so weiter. Auch der Urlaub auf den Malediven stellt nun wirklich kein Problem mehr dar. Und ganz ehrlich, wer würde nicht wenn er könnte? Tuts nit so gschissen, ihr Heuchler!

Natürlich würde auch ich (und ich wette ihr alle) meine Wähler verraten, meine Werte in den Kübel schmeißen und mich so verhalten, dass ich auch lange genug im Amt bleibe, denn die Leute die mich rein gewählt haben, sind sowieso in der Minderheit, die können mich nicht mehr rauswählen. Und die, die mich nicht wählten, mögen zwar skeptisch sein, finden mich aber super! Win-Win! Ich meine, wer will danach wieder einen Job haben, wo man läppische 2k netto verdient, wenn man die 10k für viel weniger Aufwand gewohnt ist? Come on.. It’s tha maney maney maney!

Sollte ich je in die Politik gehen, ich verspreche euch nichts, aber wenn ihr mich wählt, dann wählt mich deswegen, weil ich euch zu Weihnachten etwas von eurer Amazon-Wunschliste kaufen werde. Und wenn ich wo wirklich daneben liege, dann wirds schon von der Marketing Abteilung so zurecht gebogen und argumentiert, dass alle zufrieden sind – oder gegen diese und jene Minderheit zwecks Ablenkung gebasht.

Konklusio

Also ja, ich tippe zu 99% stark darauf, dass die unfassbaren guten Gehälter der Grund sind, warum sich der eine oder die andere nicht an das hält, was so heilig beim Zeltfestl versprochen wurde.

Und wundert sich wer, dass Manager aktuell Boni für die guten Verdienste von 2019 bekommen, aus Steuergeldern wohl gemerkt! (Der Finanzminister, der das unterbinden hätte können, empört sich drüber (seht ihr, das ist es, Marketing machts aus! Studiert Marketing! Ihr werdet immer gebraucht!). Aber die Pflegekräfte, Frauen und alle anderen, die während der Corona-Krise an ihre Grenzen und zurück an den Herd gedrängt wurden, als Systemerhalter aber reichlich beklatscht wurden, abgespeist mit .. was warens? 400? 500 Euro? Es ist sogar noch weniger, 360€! Mag auch sein, dass ich das eine hoch- und das andere kleinrede, aber ihr sehts selbst, oder?

Also wenn einer jetzt wirklich noch glaubt, irgendwas zu bekommen (und er nicht zu den oberen 10k gehört), rate ich dazu, die Medikation zu ändern oder die Dosis drastisch zu erhöhen. Seriously Leute, des werd nix mehr.

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Föhnsturm, Nebel und Sonne

Täglich, so grüßt der Regenbogen, heute bereits zum zweiten Male, von der anderen Seite des Horizontes, erstreckt er sich über Land und Tal, bis hin zum nächsten Berge, um ja sicher zu gehen, dass das lästige Volk den Topf mit Gold nicht erreichen kann. Denn was würden diese Leute mit soviel Gold machen? Für sinnlose Dinge ausgeben und ihr Leben weg werfen, den Kapitalismus stürzen und die Welt in eine sozialere und gerechtere gestalten wollen. Nein, das ginge auf gar keinen Fall, wer würde sich dann noch darüber freuen? Na eben!

Das Wetter hingegen weiß nicht so recht was es tun soll: Stürmt es früh morgens, 200km/h, verwüstet Gärten, Balkone und Pflanzen, tröpfeln kleine Regenschauer über den Tag verteilt über die Länder. Gegen Abend folgt etwas Nebel, der allerdings so schnell dahin zieht, dass man dessen kaltes Händchen nur kurz spürt, kurz eingehüllt wird von Nässe und Feuchtigkeit, bis diese gänzlich wieder sich aufgelöst hat; ähnlich der Sorgen der Menschen, wenn etwas anderes, nichtigeres ihre Aufmerksamkeit erhascht und sie von dem ablenkt, wovon sie sich sowieso ablenken wollten.

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Woche #0310

1000 Neuinfektionen, 470 in Wien, 120 in Tirol. Lockdown, Leute, geht scho! Dann könnte man endlich die Straßen befahren, ohne, dass lästige Autos am Weg sind, weil ja niemand am Weg sein sollte! Logic, I did master thiz well!

*

Die Katze brachte einen toten Vogel und zerfetzte ihn auf meiner Flauschejacke, ohne ihn auch nur im geringsten anzunagen. Also, ob er ihn jetzt damit einwickeln wollte, weil er findet, er bekommt zu wenig zu essen und sich diesen für später aufheben mochte, oder ob ihm einfach die Lust vergangen ist. Man kanns nicht sagen.

*

WordPress, ich hasse dich und dein neues Design. Lösung aber: Beitrag anlegen – und mit „klassischem Editor“ öffnen. Niemand braucht diese App Layout Fratze. Impertinentes Blogmedium!

 *

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Zwischen 5 und 9 Uhr

Manche von euch kennen es sicherlich:

Zwischen 5 Uhr früh und so ca. 9 Uhr kriecht diese hässliche Anxiety hervor. Immer zu dieser Uhrzeit. Davor schlafe ich und danach flaut es ab und rückt etwas in die Ferne und wird unwichtig. Gibt es da ein seltsames Raum-Zeit-Gefüge?

5 Uhr

Zu dieser Zeit bereitet mir alles Sorgen und ich neige ja generell dazu, die Dinge über zu bewerten, mir unnötige Sorgen zu Allerlei und Allerhand machen (Was wäre wenn!? Aber jetzt ganz ehrlich, was wäre, wenn tatsächlich wenn, und hast du dir schon Mal überlegt, dass unter diesen Voraussetzungen und sie könnten wahr sein, ich meine, da fehlt nicht viel, es könnte durchaus sein – also hast du dir überlegt, dass vielleicht tatsächlich doch? Und sieh es mal so, dass wenn du es von der Seite betrachtest, also… so gesehen), ihnen mehr Raum als notwendig zu geben und scheitere nach wie vor an der „Ah, just f*ck it“-Einstellung bzw. an dieser „Kommt Zeit, kommt Tat und Rat“-Einstellung, an dieser, sich erst dann mit einem Problem zu beschäftigen, wenn es da ist. Ich denke mir: Wenn ich jetzt alle 12 Trillionen Möglichkeiten gedanklich durchgespielt habe, habe ich, wenn eine der 12 Trillionen Möglichkeiten zur Realität wird, bereits die Lösung! Macht Sinn, oder?

Anyway.

Das Allerschlimmste wird in Dinge, Aussagen und Handlungen interpretiert, alles, was schief gehen könnte, geht gedanklich schief und alles steht am Abgrund und es gibt keine Lösung, außer den Worst Case. Es gibt nur Verbrennung, Zerstörung, Void. Es gibt kein Entrinnen, nur die Konfrontation, in der Hoffnung, es wird besser und verschwindet. Aber das tut es nicht. Auch, weil es wiederkehrend ist. Selbst wenn die Antwort gegeben wird, es wird nur temporär besser, ein, zwei Tage. Dann kommt es erneut. Don’t worry. Ich habe es aktuell durchaus im Griff.

9 Uhr

So ca. ab 9 allerdings, lässt das Gefühl nach und eine gewisse „Logik“ setzt ein:

„Es ist nicht -jetzt- ein Problem, also kümmere dich darum, wenn es soweit ist.“

„Du kannst -jetzt- sowieso nichts dagegen machen, du stresst nur andere Leute damit.“

„Selbst wenn es so wäre, was kannst du -jetzt-, um 7 Uhr in der Früh dagegen tun? Du kannst niemanden anrufen deswegen, mit niemanden reden und auch keine Entscheidungen forcieren, damit du dich besser fühlst. Denk nach! Wenn es um 12, um 1 oder 3 immer noch da ist, dann kannst du mit jemanden drüber sprechen.“

Aber warum?

Ich frage mich was es ist: Ist es eine seltsame Hormon-Kombination, die frühmorgens einsetzt und alles durcheinander bringt? Ein Riss im Raum-Zeit-Kontinuum? Bin ich zu früh für meine innere Uhr wach und mein Serotin kickt erst ab 9? Oder weil alles ruhig ist, haben diese Gedanken „Platz“ und können herum geistern wie sie wollen? Weil nichts da ist, kein Geräusch und man mit seinen Gedanken sich selbst überlassen ist? Und das kann durchaus gefährlich werden.

Dieser Zustand hat übrigens nichts mit dem Umzug zu tun, er trat davor schon immer wieder auf.

Zurück in die Vergangenheit

Vielleicht sind diese 10-12h Arbeitstage ja deswegen eingeführt worden*, dass die Menschen sich nicht alle suizidieren oder im Wahnsinn enden, verbringen sie zuviel Zeit mit ihren eigenen Gedanken. Sie werden gestillt und beschäftigt. Vielleicht wurde eine tägliche Beschäftigung generell deswegen eingeführt.

Vielleicht ist es sogar eine Innovation aus der Zukunft, nachdem die 20h-Woche zu, nicht wie angenommen, psychischer und gesundheitlicher Verbesserung führte (zu Beginn schon, aber dann muss es wohl umgeschlagen haben) sondern zu mehr Depression weil Weltschmerz, sterbende Delfine, hungernde Kinder, Krieg und Elend plötzlich viel präsenter werden, da man plötzlich Zeit hat zu denken und man ja eigentlich, außer den eigenen Konsum in Frage zu stellen, tätig, nicht nur theoretisch, nichts tun kann und dem Hilflos ausgeliefert ist. Und wer garantiert, dass es damit getan ist? Die Menschen wurden/werden also müde, depressiv und kraftlos. Auch 20 Stunden waren angesichts der anhaltenden Sinn- und Denkkrisen nicht mehr möglich, sie wälzten sich im Bettchen hin und her und alles war schlecht, trübe und träge. Also beschlossen Wissenschaftler aus der Zukunft, die dem Elend nicht mehr tatenlos zuschauen konnten, zurück ins 21. Jahrhundert zu reisen und den 12h-Tag einzuführen, gerade noch rechtzeitig, als die Grünen und Linken dieser Welt den 30h-Tag einbringen möchten. Knapp vor den Abstimmungen, fälschte wer die Ergebnisse, ein paar Monate später fällt die Abstimmung, dass auch 12 Stunden am Tag gearbeitet werden darf. Einige Jahre darauf, wird es verpflichtend, die Menschen 12 Stunden, 6 Tage die Woche arbeiten zu lassen. Sonntags gibt es verpflichtende Fit-Kurse zwecks Versicherung und Work-Life Balance, denn nur wer Gesund ist, kann dem Unternehmen dienlich sein.

* Ich schreibe hier aus der Perspektive einer künftigen Gegenwart beziehungsweise einer bereits geschehenen Zukunft sowie einer, wie sie sich zugetragen hat, bestehenden Vergangenheit.

Währenddessen

Anyway, ich würde es wirklich gerne verstehen. Es könnte natürlich auch mit meinem immer wiederkehrenden Eisenmangel zu tun haben (I know, Arzt anrufen.. mach du doch!).

In diesen Momenten denke ich mir: Halte durch bis ca. 9, dann wird alles besser. Es wird eh schon besser, es rückt schon etwas in die Ferne. Und wenn nicht, dann sprich später darüber. Und wenn es aktuell keine Lösung dafür gibt, dann versuch dieser hässlichen Fratze, die sich von Unsicherheit und Zweifel nährt, nicht nachzugeben. Ignoriere sie! Es gibt noch andere Menschen, auf die du aufpassen musst.

Und wenn Unsicherheiten und Zweifel gerechtfertigt waren beziehungsweise sind, tja dann… wirds Zeit was an der Gesamtsituation zu ändern (oh, es ist 9 Uhr! Hallo Logik! My dear friend! Hallo Verstand! There you are! I missed you! Hallo Klugscheisserei! Nope, I didn’t missed you..).

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And here we are..

.. schreibend aus der neuen Wohnung.

Sie misst, ich darf so offen sein, 72m², befindet sich in einem kleinen Dorf etwas außerhalb des Bergstädchens und kostet warm (also mit Heizung) ca. 890€, inklusive zwei Abstellplätzen (einen Outdoor, einen in der Tiefgarage) und einem sehr großen Kellerabteil (welches man durchaus untervermieten könnte, schließlich gibt es dort Strom). Der Preis ist okay. Man kann nicht klagen. Ein Garten wäre schön gewesen. Oder zumindest einen Balkon; aber dafür ist sie direkt am Wald gelegen (4 Gehminuten) und weniger als eine Minute zu einer großen Wiese, fern von jeglichen Straßen. Die Wohnung beherbergt zwei Zimmer, einen Wohn-Küchenbereich, und eine Abstellkammer.

Und heute Abend (also gestern) kommt Gobbolino. Von mir getragene T-Shirts und Decken sind bereits in allen Ecken verstreut, sodass er sich auch wie zuhause fühlen kann.

Aber.

Er hasst es eingesperrt zu sein.

Die nächste Woche, oder Wochen, werden wohl eine Qual für sich. Gestern (mittlerweile vorgestern) tätigten wir den letzten, langen Spaziergang durch Feld, Wald und Wiese, entdeckten einen neuen Weg (ich musste ihn dann die Hälfte der Zeit tragen, aufwärts, abwärts, durch Geholz und Gebüsch), und ließ mir Nachts eine Zecke aus dem Kopf zupfen. Wir verabschiedeten uns von der Gegend und ich hoffe, dass wir in der neuen genau so lange Spaziergänge machen können.

Es ist ungewohnt.

Es ist tatsächlich ungewohnt am Land zu leben und zehn Minuten zu gehen, bevor man die Bushaltestelle erreicht. Um zu Lancino (wir können mittlerweile mit Halsring Slalom (in allen Gangarten) und kleine Volten galoppieren) zu kommen, brauche ich jetzt allerdings eine Stunde für einen Weg. Aber dafür gibt es einen Mini-Supermarkt, wie in einem italienischen Feriendorf (nur ohne Hitze und ohne Meer) und einen Bienenzuchtverein.

Aber es ist ungewohnt.

So neu. So fremd.

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Woche #1506 – Umzug?

Ein Umzug steht bevor.

Das neue Heim sollte über Garten und/oder Balkon verfügen, mindestens drei Zimmer besitzen, direkt am Wald gelegen (vielleicht auch mit einem Feld daneben, jedenfalls fern von Städten und Straßen) und bestenfalls noch gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, die im 15-Minuten Takt fahren und über einen Nightliner verfügen; und die Kosten sollten das unrealistisch günstige Spektrum nicht überschreiten.

Und ja, natürlich wird die neue Wohnung so gewählt, dass Gobbolino sich wohl fühlt.

Wovon reden wir?

Es finden sich Objekte in Innsbruck-Stadt zwischen 40m² mit der sinnlosesten Aufteilung überhaupt (2 kleine Zimmer, große Küche oder 1 winziges Zimmer, ein größeres und ein großes Bad) um 990€ und dunkel gelegene Höhlen, die zwar kostengünstig sind, aber noch nie einen Strahl Sonnenlicht in ihrem Leben gesehen haben.

Die anderen besitzen zwar einen großen Garten, werden aber von Straßen durchflutet; andere sind räumlich gut aufgeteilt, so gut sogar, dass die freundlichen Nachbarn, rein praktisch gesehen, beim Koitus beobachten könnten, da das Haus aus mehr Glas als Haus besteht. Wiederum andere liegen direkt an einer Straße und andere so weit weg, dass man zu Fuß einen halben Berggang machen darf. Es ist schwer.

Yes it is

Innsbruck, das teuerste Pflaster von ganz Österreich, baut aber auch kräftig Wohnungen – nachdem hübsche, alte Spitzhäuser in kleinen Siedlungen abgerissen werden. Nicht aber, dass diese Wohnungen günstig und sinnvoll geplant und auch für Normal-Verdiener zu mieten wären, nein nein. Die mittlere Oberschicht mietet sich hier ein. Oder kauft. Und vermietet um nochmal höhere Preise. „Aber des is ja eh no günstig, was redst denn!“ Äh, ja, nein, okay. Never mind.

Mehr Glas als Haus, 40m² für die eben genannten 900€ und die Gärten so klein und eng beinander, als wohne man in einer WG. Ein Eigenheim, zentral, mit Garten. Ja eh. Aber halt, winzig. Eine Ein-Haushalt-Wohnung eben, für Gutverdiener. Oder deren Kinder.

Kleinere Wohnungen, so zwischen 20-und 25m² gibt es übrigens bereits ab 700€. Ja, es ist kein einfaches Ding. Die umliegenden Dörfer gelten bereits als Oasen der Reichen und sind sowieso nicht zu bezahlen, auch nicht mit harter, tüchtiger Arbeit. Da heißt es schon: erben Herrschaften, erben!! Wer zu wenig verdient, der muss halt erben! #LogikNachKurz

Keine Tierchen erwünscht

„Keine Haustiere“, eine Aussage die sich bereits in den Ausschreibungen findet und die so nicht gelten darf; da zu allgemein und man den gemeinen Haushamster nicht verbieten darf. Eigentlich.

Eher müsste es heißen: Keine Katzen, keine Hunde, keine Bartagamen, kein Aquarium, keine Mäuse, keine Schlangen, keine Enten, keine Spinnen, keine Ameisen, keine Hausschweine, usw. Allerdings, so muss bemerkt werden, dass durch weiteres nachfragen, ein kleines Katzerl nicht so das große Problem ist; Hunde aber sind nicht gern gesehen, da sie mit ihren Krallen den teuren Parkett-Boden kaputt machen könnten oder die Wände zerkratzen.

Next

Und dann, wenn eine Wohnung gefunden wurde, die Katze erlaubt ist, der Garten hübsch, die Lage adäquat und die räumliche Aufteilung durchaus Sinnvoll, bedeutet das noch lange nicht, dass die Anwärter auch genommen werden. Denn auf eine Wohnung melden sich 30, 40, 50 Leute. Bei privaten Anbietern sogar noch mehr! Und wie soll man da den besten Eindruck hinterlassen? Ja eben wie?

… to be continued.

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