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Woche #1802

Es wird warm! Die Frühlingsonne! Die Bienen! Das Eis schmilzt und überhaupt, es wird wieder wärmer! Die löchrigen Jeans und Turnschuhe sind bereits ausgepackt. Die Winterjacke wird wohl bald wieder im Kasten verstaut werden, so auch die fetten Pullover und Strumpfhosen. Allerdings solls erst am 20. März Nachts über 0 Grad haben. Einen ganzen Monat gilt es noch, die eisige Kälte in der Nacht zu ertragen. Wenn ich bedenke, dass ich letztes Jahr Ende April bereits schwimmen war. Oh sweet summer, where r u?

Dieser Winter war die Pest. Zuviel Schnee und Eis. Kein vernünftiges Ausreiten, weil frostig und grauslig; kein vernünftiges Ausreiten weil gefroren und eisig und überhaupt. Ich hasse den Winter so unfassbar. So richtig. Wirklich, abartig und abgrundtief.

Führerqual, Folge 80trillionendröflzigtausend

Bei der praktischen Führerschein-Prüfung gibt es nach wie vor „Probleme“:

.. ich schalte angeblich wie ein Formel-1 Fahrer (und täte dabei dem Auto weh… armes Auto),

.. fahre viel zu schnell (wer bitte denkt sich auch 30km/h-Zonen aus…),

.. achte nicht auf die Spur (wenn die so unübersichtlich gestrichelt am Boden eingezeichnet ist!)

.. und der 3-S-Blick bringt nur dann was, dass, wenn man nach rechts fährt, auch nach rechts schaut, und nicht nach links.

.. auch soll man sich beim einparken Zeit lassen. Ain’t nobody got time for that! Ich fahre eben sicherer, wenn ich schneller fahre. Ich behaupte, dass wenn ich zügig einparke, ich mich geschickter anstelle, als wenn ich langsam daher krieche. Die Fehlerquote ist sicherlich höher, weil mehr Zeit! Ich finde das klingt plausibel. Je mehr Zeit, desto mehr Fehler. Je weniger Zeit, desto weniger Fehler. Logik, 1, setzen.

Bisher musste ich den Termin zweimal verschieben und soll nochmal sechs Stunden, ziemlich hintereinander, nehmen. Money, where r u? Was bitte kann ich dafür, dass das Fahrschul-Auto komplett anders ist, als jenes, mit dem ich ständig fahre. Ich dachte bisher, bis auf meine generelle Verwirrtheit, ich könne sehr gut fahren. Offenbar doch nicht. Offenbar bin ich doch keine souveräne Autofahrerin.

Ob ich den Führerschein je beenden werde?

Minecraftiges

In Kürze wird es Let’s Plays zu Minecraft geben!

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Woche #2301

Irgendwelche Bakterien glaubten, um Asyl in meinem Körper ansuchen zu können. Leider musste ich sie abweisen; sie bringen die ungute Eigenschaften mit, meinen Wirt schlecht fühlen zu lassen und daher muss ich sie vernichten. Sie werden aktuell mit Antibiotika behandelt. (Was? Ich fands lustig…)

*

Ich nehme übrigens an, dass Madame (8), zu welcher ich aktuell keinen Kontakt pflege (jede Freundschaft braucht mal eine Auszeit), manchmal diesen Blog besucht. Immerhin ist sie sicherlich interessiert daran, ob ich noch lebe. An dieser Stelle möchte ich sie lediglich wissen lassen: Ja, sie bekommt noch ihre Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke; nein, ich weiß nicht wann – aber ich sammle sie eben zusammen. Es soll ja nicht nur Nonsense sein.

*

An der Pferdefront gibt es nicht viel spannendes. Die Stute findet es scheiße, dass das Feld aktuell wegen des Schnees nicht begehbar ist. Im Dorf können wir weder richtig traben, noch galoppieren. Und in ca. zwei Monaten kommt das Fohlen, somit gehen wir aktuell nur spazieren. Es ist okay, aber sie findet es nicht so spannend. Ich kanns verstehen, ich wäre auch lieber am Feld. Depperter Schnee.

*

Ich hasse Winter.

*

Und ein weiteres, amüsantes Detail. Mein Eisenwert ist so niedrig, sodass ein befreundeter Arzt meinte, wäre dieser noch länger auf dem Stand, hätte meine Blutbildung eingehen können und ich wäre vielleicht in einem halben Jahr tot gewesen. Ich fands lustig. Jeder macht dich auf Dinge wie „mit Helm reiten“ und „nit aufs Telefon schauen beim Straße überqueren“ aufmerksam, aber auf die kleinen Dinge achtet wieder mal keiner. Oder rutschige Fliesen. Warum müssen die rutschig sein? Ich meine, gibt es da eine Freunderlwirtschaft zwischen Bestattungsunternehmen und Fliesenhersteller/-leger? Die Infusion gibt es Dienstags.

Während ich mir übrigens all diese Werte anschaue, denke ich mir, was für ein hochkomplexes System unser Körper doch ist. Dieser nahezu perfekte Wirt, für allerhand Viren und Bakterien, ist so vielschichtig und faszinierend und dann lebt in diesem Hirn, das noch komplexer ist als alles andere, ein kleiner, egozentrischer und bescheuerter Parasit (aka unser Bewusstsein), der im Vergleich zur Leistung des Körpers so unfassbar dumme Entscheidungen trifft und den ganzen Tag nur brabbelt: „Boa geil, Wolken, hahaha, Penis, lustig!“

I really don’t get it – so hochkomplex und doch so unfassbar dumm. Genie und Dummheit müssen wohl tatsächlich Hand in Hand gehen. Nicht Wahnsinn, zum Wahnsinn gehören Intelligenz und Kreativität, aber das menschliche Bewusstsein ist einfach nur dämlich.

*

Auf Spotify läuft eben Taylor Swifts Debüt-Album. Sie war mit 16 schon eine begnadete Songschreiberin.. Warum sieht das niemand?  Nur weil ihre Songs simple und ihre Sätze verständlich und nicht in seltsamen Indie-Hipster-Satzkonstruktionen verstrickt sind, bei denen man Drölfzig Trillmillionen  Interpretationen finden will?

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Woche #2112

Die längste Nacht, der kürzeste Tag. Langsam wirds Zeit, dass die Tage wieder länger werden, Zeit wirds auch, dass der Winter sich verabschiedet. Meine Lunge mag die Kälte nicht, und erinnert mich ständig daran, in dem sie mir das Atmen erschwert.

Lustigerweise hatte ich den „grünen Mantel – roten Schal“-Look schon vor Mortal Engines und habe somit ein weiteres, alltagtaugliches Cosplay parat. So, wie auch der Jessica Jones- und Clara (Doctor Who)-Look einfach zu gestalten ist (immerhin habe ich meist die rote Tasche immer dabei, die sie in einer Folge trug). Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus.

Das Jahr ist bald zu Ende. 2019 wird das gleiche Desaster wie 2018 und 2017 davor. Mit dem Führerschein geht nichts weiter, die Vorprüfung habe ich mit 75% (von 80% erforderlichen) verschissen (es war von vornherein ein Glücksspiel) und man meinte, unter 90% bei der Prüfungssimulation via App brauche ich erst gar nicht antreten. Der nächste Termin ist im neuen Jahr. Sind trotzdem nur mehr 2 Wochen. Ich hasse es.

Bei den Pferdchen passt soweit alles. Die Feldwege sind gefroren, es gilt vorsichtig zu sein. Die Feldwege beziehungsweise der Feldweg, ist momentan auch der einzige Weg, der sinnvoll gegangen werden kann. Die 2-Stunden Tour schafft sie wohl aufgrund ihrer Trächtigkeit nicht mehr, und der Rest ist vereist. Winter halt.

Ich mag Winter nicht.

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Woche #2711

Soweit sogut. Das Jahr ist bald vorbei. Eine Bilanz wird nicht gezogen, es würde vermutlich nur demotivieren.

MissBooleana zu diesem Thema übrigens einen sehr tollen Beitrag verfasst, den ich mit einem bewundernden und einem neidischen Auge betrachte. Ich hätte auch gerne die Disziplin zu planen und wöchentlich drei Beiträge zu veröffentlichen, dann noch nach Themen sortiert und regelmäßig, aber das wäre dann künstlich und gänzlich unauthentisch und es ist ja auch wichtig, authentisch zu bleiben. Aber zu Recht meint sie, dass sich die Leute fragen können: „Gibts XY noch und warum schreibt er/sie nichts?“ Und sie hat auch recht damit, dass man sich überlegen muss, ob man „frei“ sein will, und dann und wann bloggen, wenn es einem selbst gefällt, oder ob man mehr erreichen möchte.

*

Interessant ist, dass der alte Mann vom Stall meinte, es sei absurd, dass man jetzt noch mit dem Pflug den Boden bearbeiten könne – und deutete damit auf den Klimawandel hin. Denn eigentlich sollte der Boden bereits gefroren sein. Auch die Heuernte war wegen der Hitze dieses Jahr sehr dürftig, weswegen ich öfters hörte, dass Heu sowie wie Gold sei. Interessant (irgendwo auch logisch, aber andererseits auch wieder seltsam), dass die lokalen Auswirkungen die Menschen dazu bringen, den Klimawandel als gegeben anzusehen, während die großen Katastrophen, die medial transportiert werden, eher ignoriert werden. Ihr versteht was ich meine, oder?

*

An der Pferdefront gibt es nichts erwähnenswertes zu berichten. Wir reiten Gebisslos und sind rundum zufrieden. Interessant aber ist dennoch, dass wenn ich angepisst ist, sie angepisst ist und öfters versucht, zu grasen und ganz und gar nicht das tun mag, was ich will. Hingegen wenn ich gut drauf bin, alles im reinen ist und einfach nur den Tag genieße, grast sie nicht und macht, was ich möchte. Tiere sind große Lehrmeister, und es heißt ja immer, man solle seine negativen Emotionen bevor man den Stall betritt, abschütteln – was sich natürlich nicht immer so leicht umsetzen lässt. Sie versteht ja nicht, warum ich gerade schlecht drauf bin – sie merkt nur, ich bin nicht gut gelaunt und reagiert entsprechend darauf.

Und wenn sie schon unsere kleinste Nervosität und Unsicherheit spüren, spüren sie auch alles andere. Auch wenn ich öfters zum Telefon greife, um Sprachnachrichten zu senden, nutzt sie die Situation um das zu tun, was ihr im Moment mehr bringt – oder macht sich bemerkbar, ich solle mich jetzt auf sie konzentrieren. Sie mögen es wirklich nicht, wenn man nebenbei was anderes tut. Sie mögen es auch nicht, wenn man ständig mit der Freundin schwatzt während des Reitens. Sie wollen, soweit ich bisher bemerkt habe, dass man sich vollends auf sie konzentriert – und mit ihnen im Moment ist.

Wenn ich Fotos mache, bleibt sie meist von allein stehen – möchte aber dann eine Belohnung. Eine Freundin meinte, ich hätte sie hervorragend darauf konditioniert, dass, wenn sie glaubt was gut gemacht zu haben, sich eine Belohnung erwartet.

Manchmal bietet sie auch Übungen einfach so an: Sie geht aus dem Nichts heraus rückwärts und schaut dann her, als wolle sie sagen: „Schau, hab ich das nicht gut gemacht? Wo ist meine Belohnung?“ Ich zweifle dann immer das Verhalten zu belohnen, weil sie eigentlich nichts falsch gemacht hat, im Gegenteil, aber unaufgefordert kann, je nach Situation, eben doch gefährlich werden.

*

Das Wetter ist aktuell zu kalt. Und es wird zu früh dunkel. Wenn ich gegen 5 den Stall verlasse, erinnere ich mich öfters, dass ich im Sommer erst gegen 7, halb 8 reiten konnte, weil es sonst zu warm war.

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Woche #2210

Wusstet ihr, dass man bei Insta-Stories immer sehen kann, wer sie angeschaut hat? Und zwar für immer (solange es Instagram gibt und Instagram dieses Feature anbietet). Das ist irgendwie erschreckend, und creepy. Und interessant. Im Schnitt sehen sich ca. 40 Leute meine Insta-Stories, die ich sehr selten poste – mir erschließt sich nach wie vor der Sinn dahinter nicht – aber lediglich 10 Menschen liken meine Bilder. Warum? Sicherlich, ein spitzfindiger Algorithmus dürfte dafür verantwortlich sein, aber trotzdem. Weird. Auch Leute, die einem nicht folgen, werden gelistet. Seltsam, oder? Oder auch nicht. Vielleicht ist es vollkommen normal.

*

50 Minuten = 8GB. Wait, what? Richtig.

Ich musste für ein besonderes Spiel, eine andere Software nehmen und hatte nicht bei den Einstellungen aufgepasst. Anstatt die üblichen 400-700 MB, machte es mir aus dem längsten File 8GB, was für kaum ein Programm leicht zu bewältigen ist, besonders nicht für meine Freeware Software. Natürlich ließ sich binnen weniger Tage und mit Twitterhilfe eine Software finden, die mir die 8GB .avi in ein etwas kleineres .mp4 umwandelte, aber trotzdem gesellten sich zu Freude und Spaß etwas Mühseligkeit und Genervtheit.

Und da sind wir an dem Punkt angelangt, wo das Vergnügen zur Arbeit wird:

  • 3 Let’s Plays stehen noch aus (sollten geschnitten und nochmal angesehen werden)
  • Ein bestimmtes Spiel muss sollte noch zu Ende gespielt werden
  • und ebenfalls geschnitten und in etwa gleich lange, Sinn ergebende Episoden geteilt werden.

Als ich mit dem Blödsinn anfing, wollte ich genau diesen Blödsinn vermeiden.

*

*

Und zu guter Letzt wird die Abendsonne genossen: Ja, es wird kälter. Verdammt kalt sogar. Und ja, sie lässt mich auf ihren Rücken klettern, reagiert aber nicht auf irgendwelche Hilfen. Das ist okay. Es ihre ihre Zeit. Sie muss nicht. Sie duldet mich auf ihrem Rücken, und ich genieße die Zweisamkeit. Und irgendwann gehe ich. Und das ist okay für mich. Sie muss nicht immer, wann ich will. Und ich halte sie für klug genug, unterscheiden zu können, wann sie muss und wann nicht. Wann gearbeitet wird und wann Freizeit ist. Und wenn sie eines Tages meiner Frage folgt, und mit mir ein paar Schritte gehen möchte, dann wirds mich unheimlich freuen. Aber bis dahin ist es okay, einfach nur so zusammen zu sein.

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Woche #1110

Heut aber! (vor einer Woche ca.)

Der Kaffee-Automat an der Architektur funktionierte nicht, was mich dazu brachte ins Bauingenieur-Gebäude zu gehen und mir dort einen zu holen. Zumal sich zig Architekturstudenten in meinem kleinen Büro befanden, das Licht somit eingeschaltet sein musste (was ich in der früh hasse wie die Pest) und sie laut quasselten ohne Sinn und Zweck. Kurzum: Es nervte mich. Im Bauingenieurs-Gebäude sprang mir sogleich ein Poster ins Auge, dass ich haben musste. Glück im Unglück. Unglück im Glück: Ich weiß nicht wo aufhängen..

Lustig auch, dass ich erneut eine Rechnung einer Versicherung bekam, die ich bereits im Juni (!) gekündigt habe. Es ist sooo mühsam der Erwachsenen-Welt Folge zu leisten, nach deren Regeln spielen und deren Lefzen lecken, dass ich es verstehe, wenn der Geist sich in einer Art konstruierter Kindheit zurück zieht, aber dafür auch Freiheitsentzug in Form einer geschlossenen Anstalt in Kauf nimmt. Ich kanns nachvollziehen.

Als ich dann ein Let’s Play schneiden wollte (die letzten drei geplanten konnten aufgrund fehlender Tonspur beim Video nicht verwendet werden – so ein guter Cave!) bemerkte ich, dass der Content soooo langweilig war, dass ich mein Vorhaben aufgab. Zumal auch eine wichtige Sequenz fehlte (die ich verpasst hatte aufzunehmen) und es sonst keinen wirklichen Sinn ergab. Gut, es sind erst 3 Tage seit dem letzten vergangen. Dennoch. Ich startete ein anderes Spiel, aber die Technik verweigerte sich diesem ebenso. Und als ich mir dachte, gut, dann halt Minecraft, muss irgendwas mit der Grafik passiert sein, dass es mir gänzlich (für heute) die Lust raubte, auch nur irgendwas zu spielen. Morgen vielleicht wieder. Oder nächste Woche.

Dann wollte ich dank diesem Tweet hier, folgende Serie anschauen – natürlich wird sie erst im Oktober veröffentlicht!

Manchmal geben Tage einem deutlich zu verstehen, dass sie dich heute nicht mögen und alles daran setzen, um dir diese 12-24h besonders unfein zu gestalten.

Pferdecontent

Ich bin gestern mit der Herde ohne Sattel/Pad/Zaumzeug einen Hang hoch galoppiert. Ein kleiner Kindheitstraum hat sich erfüllt.

Auf dem Grundstück, auf dem sie grasen dürfen, schließt eine Wiese an, die weiter unten liegt, und nicht ihrer zugehörig ist. Ratet, wo sie sich in letzter Zeit gerne befinden: Auf der unteren Wiese.

Ich hatte mich heute im Zuge eines Shootings (leider war zuviel Sonne) schon mal ohne allem auf sie gesetzt, glaubte aber, sie werde mich eh runter werfen. Nein, tat sie nicht. Sie trabte zwar nicht dahin, wo ich wollte (an den Bein- und Gewichtshilfen müssen wir also noch üben – oder sie wollte einfach nicht), aber immerhin warf sie mich nicht ab. Als sie wieder das fremde Grundstück infiltrierten, dachte ich mir: Setz dich doch drauf und treib sie hoch. Natürlich lief sie zur Leitstute, diese aber dann doch hoch – und siehe da. Sie duldet mich tatsächlich auf ihrem Rücken. Einfach so. Ich glaube, sie mag mich. Oder ist gehorsam geworden (wobei nein – beim Spazieren gehen, grast sie ständig obwohl sie weiß, dass sies nicht darf).

Stichwort Spazieren gehen: Nachdem wir die letzten Tage viel geritten sind, hatte ich vor, nur gemütlich im Wald spazieren zu gehen. Welch nobler Gedanke und welch mühsames Outcome. Ständig steckte ihr Kopf im Gras und saß ich auf ihr, liefs perfekt. Dann eben reiten, dumm halt, dass wir nur mit Stallhalfter und Strick am Weg waren, was etwas unsicher und gefährlich und ich glaube, nicht mal ganz legal ist.

Eine Freundin meinte, spazieren gehen wird ihr wohl zu langweilig sein, weswegen sie sich eine andere Beschäftigung sucht und grast. Wenn ich reite, kann sie selbst die Geschwindigkeit regeln und ist damit zufriedener, so ist sie unzufrieden und sucht nach Verbesserungen. Argh!

Und ich habe versucht mit Shaka Schafe zu treiben (Achievement unlocked!), die sich unerlaubt an der Pferdewiese zu schaffen machten, nachdem sie wieder mal eine Möglichkeit gefunden hatten, den Zaun zu umgehen. Aber sie haben keine Angst vor Pferden. Im Gegenteil. Sie waren neugierig. Als ich dann klatschte, eilten sie hoch, Shaka verlor die Lust daran und wollte grasen. Recht hatte sie.

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Woche #2709

Und schon wieder ist eine halbe Ewigkeit seit dem letzten Eintrag vergangen – aber es gab/gibt gute Gründe dafür:

1. Die Fohlen sind gerettet!

Maizauber und Newton, deren Zukunft recht ungewiss war, haben einen guten Platz gefunden – dank meines Videos und der Initiative der Besitzerin, die das Video weiter schickte, dürfen beide gemeinsam aufwachsen und sehen einer hoffentlich guten Zukunft als Kutschpferde entgegen. Sie wachsen nun 800km entfernt in Norddeutschland auf. Ich hatte davor noch zig Leute angeschrieben – und gegen Ende drei Menschen gehabt, die beide, und nur gemeinsam, aufgenommen hätten. Wenn das alles ist, was es braucht – dann bitte.

Dadurch ergab sich die Möglichkeit, für weitere Fohlen via Videos einen Platz zu finden. Seis drum, die Videos sind schnell geschnitten, es ist kein Aufwand – und wenn sich dadurch das Leben von kleinen Fohlen retten lässt. 11 Jungs sind aktuell noch zu vermitteln.

2. Videos..

Auch auf Instagram tummeln sich Videos – allerdings habe ich dieses mal mit dem Material aus Korsika so meine Probleme, und ich bin mir unsicher, wie viele gute Videos sich noch heraus holen lassen.

Kreta war neu, eine gänzlich unbekannte Insel, wir fuhren viel herum, und auch wenn sich die Motive der Videos wiederholten, war doch jedes für sich einzigartig. Jetzt, nachdem alles vieles bekannt und bereits gemacht ist, fühlt man sich etwas Ideenlos und setzt die Messlatte höher. Ich denke mir: „Was? Schon wieder Meer und Wind? Ah geh, das geht auch besser“ oder „Wellen, yay! Toll, aber…“ Irgendwie will es noch nicht so richtig.

Btw. Korsika war großartig. Ich glaube, dieser Campingplatz wird öfters besucht: Kaum Menschen, günstig, klares Meer, Platz direkt am Strand mit Sonnenaufgang.. I want to go to there!

3. Dorena!

Dorena ist wieder da! Allerdings hatte sie sich auf der Alm ihre Hufe derart abgetragen, weswegen die nächsten 2 Wochen nur wenig getan werden darf. Spazieren, Schritt und Trab sind okay, aber so, dass die Eisen oben bleiben. Aber das ist okay, ausreichend Zeit sie ans Flower Hackamore zu gewöhnen.

Mit Shaka hatte ich vor einigen Wochen einen Moment, der mich echt wieder zur Verzweiflung gebracht hatte. Ich stand heulend auf der Straße und wollte eigentlich alles lassen. Alles. Dann gabs eine Reitstunde – und danach: „durchsetzen“. Und zwar nicht mit Gertenhieben und Gewalt, sondern einem gezielten Klapps auf die Schulter, strenger Stimme und einem deutlichen Ziel vor Augen, wie „Wir gehen jetzt“. Offenbar braucht es bei Shaka nicht mehr, denn seit dem geht sie motiviert in Richtung Feld. Sie ist, glaube ich, auch sehr klug und durchschaut Menschen sofort. Sie weiß, wer sich durchsetzen kann, wer angeschlagen ist, wer schwach ist, wer mit ihr umgehn kann. Aber sie lernt auch schnell, und das „Steh“ funktioniert jetzt so gut, dass ich sie auch ohne anzubinden, abduschen kann. Sie wartet, bis sie das Leckerli bekommt.

Da jede RB ihr eigenes Pferd hat, sozusagen, dachte ich mir letzthin „Schade, bald werde ich Shaka nicht mehr (so oft) reiten können.“ Als ich Tags darauf in den Stall kam, begrüßten mich alle Pferde, hoben den Kopf, schnupperten, außer eine: Shaka. Ist auch gut.. dann seis halt so. Immerhin ist Dorena wieder da.

4. Let’s Play

Ja! Ich habe mein erstes Let’s Play veröffentlicht. Sucht erst gar nicht danach. Noch bleibt es Inkognito. Wer wissen will, wonach er suchen muss, muss mich direkt kontaktieren und mir Antwort auf folgende Frage geben: Was war das schrecklichste, was ihr je getan habt?

Bis ich allerdings soweit war und ein Spiel gefunden hatte, hatte ich unzählige andere ausprobiert – die mich übrigens sehr motiviert haben, selbst ins Geschäft einzusteigen – was mich dazu gebracht hatte, mir Unity zu besorgen (die kostenlose Version) und daraufhin via YouTube Mentor versuchte, mein erstes Spiel zu erstellen. Natürlich werde ich es bereit stellen, sobald es fertig ist und natürlich selbst Let’s Playen. Es ist wirklich aufwendig, und eigentlich nicht das was ich mir vorgestellt hatte, aber irgendwie muss man ja die Basics lernen. Aber ich glaube, wenn man die beherrscht, lässt sich einiges machen.

Gut, weder „The Beginners Guide“ noch „Time Frame“ eigneten sich für Let’s Plays. Zumindest nicht für den Anfang. Man müsste zwar meinen, ein Walking Simulator eigne sich hervorragend, aber nein – tut es nicht. Allerdings kann ich beide Spiele empfehlen, besonders „The Beginners Guide“.

Und bis ich eine Software gefunden hatte, die so aufnimmt wie ich das will – und alles so eingestellt hatte, und eine einfache Videobearbeitungssoftware ausfindig machen konnte – vergingen mit der Zeit auch eine Menge an Nerven verloren. But, I did it!

5. Generell

Weder für Supergirl noch für Kino blieb Zeit. Und ich weiß gar nicht mehr, was alles an aktuellen Serien läuft, die gesehen werden müssen. So viel zu tun und so wenig Zeit!

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Woche #0609

Ich bemerkte gestern wieder einmal, nein, eher: Ich wurde gestern wieder mal darin bestätigt, dass ich bei allen Terminen pünktlich bin. Selbst wenn ich glaube es diesmal verschissen zu haben: Selbst dann. Immer. Ist das meine geheime Superkraft? Wär a bissl langweilig.

Und selbst dann, wenn es sich eigentlich, realistisch gesehen, gar nicht mehr ausgehen dürfte pünktlich zu sein. Ich hatte Bus Nummer 1 und somit Bus Nummer 2 verpasst. Bus Nummer 1 fährt nur alle 30 Minuten, und somit lief ich 20 Minuten den Berg hinab, um einerseits noch Proviant zu kaufen und in Richtung Bus Nummer 2 zu gehen, der alle 15 Minuten fährt und laut Fahrplan 1259 an gewünschter Haltestelle ankommen sollte. Und das ein Bus wirklich pünktlich ist, ist unrealistisch. Aber in diesem Fall war er es. Und der Termin nur eine Minute von der Haltestelle entfernt. Ergo = Ich war doch pünktlich. Trotzdem könnte man das verpassen des ersten Busses (ich hatte irgendwo bei Social Media noch was kommentiert und die Zeit übersehen) als einen klassischen Akt der Selbstsabotage betrachten.

*

Achtung, diesmal mehr Pferdecontent, lohnt sich aber.

Der Ausritt mit Shaka gestern war .. emotional fordernd.

Sie hatte sich die letzten Tage generell geweigert raus zu gehen. Die Fohlen sind bereits in eigener Box, und somit schmerzten ihre Euter. Umso wichtiger, dass sie bewegt und die Milch zum abfließen angeregt wird.

Dennoch, keine Chance, sie in Richtung Feldweg zu dirigieren, der hinten den Hügel runter führt. Vorgestern hatte ich sie am Platz mit der Flower Hackamore geritten, eine Gebisslose Trense, welche auf die Nase wirkt uns als Sidepull eingestellt, also ohne Hebelwirkung. Shaka war sehr aufmerksam, motiviert, hatte meist ein Ohr bei mir, einen dezenten Schaumrand, schnaubte regelmäßig ab (Anspannungen lösen sich) und kaute oft (was bedeutet, sie hat nachgedacht), während die Unterlippe entspannt rumbaumelte. Sie glich einem Paradebeispiel für ein losgelassenes Pferd bei der Arbeit. Wenn jetzt noch dem Befehl „Steh“ mit leichtem Zupfen, nicht mehr willkürlich gefolgt wird, sondern generell, würde ich es wagen auch Gebisslos mit ihr ins Gelände zu gehen.

Gestern habe ich es also wieder versucht ins Feld zu gehen. Keine Chance. Dann eben Richtung Wald. Der Weg in Richtung Wald (auch „Waldweg“ genannt), eine ca. 45 minütige Strecke, ist zunächst sehr steil, was aber ein gutes Training für ihren Rücken ist. Teilweise trabte sie diesen brav hoch, auch wenn ich sie ständig treiben musste.

Plötzlich aber blieb sie wieder stehen. Und wollte umdrehen. Irgendwas war ihr ungeheuerlich. Ein Hämmern aus einem Baum, das Geschrei der Kinder, die sie nicht sah? Ich versuchte zuerst noch ein paar Runden zu reiten und sie aus dieser Bewegung erneut anzutreiben, was aber nicht funktionierte. Sie blieb immer wieder stehen – oder ging rückwärts. Also stieg ich ab und versuchte sie zu führen. Selbiges Spiel. Aber auch da hatte ich keine Chance und sobald wir in der Nähe des Grases waren, schnellte der Kopf nach unten. Also sooooo ängstlich kann sie auch nicht gewesen sein.

Zwei junge Burschen, die vermutlich am nahe gelegenen Hof arbeiteten, beobachteten mich, waren aber keine weitere Hilfe. Irgendwann kreuzte ein Bauer meinen Weg, der versucht hatte sie anzuschieben. Natürlich funktionierte auch das nicht. Er meinte, er möge die modernen Haflinger nicht, da sei zuviel Araber drinnen. Ja, der klassische Haflinger wäre wohl noch sturer.

Gut. Strategieänderung: Ich wartete. Und wenn sie einen Schritt trat, wurde sie ausgiebig gelobt. Sie tat irgendwann tatsächlich immer wieder einen Schritt und schaute sich alles genau an. Sie war aufmerksam und auch etwas nervös. Es ist übrigens erstaunlich wie schnell sich, ob vom Boden oder von oben, Spannungen gegenseitig übertragen.

Ich versicherte ihr, stimmlich und emotional, dass alles in Ordnung ist und die schreienden Kinder, die sie nicht sah, keine Gefahr sind, dass das Hämmern aus dem Baum, nichts schlimmes ist. Und die schreienden Kinder hatten mich so unfassbar genervt. Aber es war alles okay. Ich streichelte sie langsam und bewusst am Hals. Und gab ihr Zeit. Versicherte ihr, in dem ich ruhig blieb und wartete, dass es okay ist zu warten.

Es hatte in diesem Fall keinen Sinn sie vorwärts zu treiben. Und sollte sie mich „testen“ wollen, hätte sie gesehen, dass sie damit nicht durchkommt. In diesem Falle glaube ich, war sie tatsächlich verunsichert.

Schlussendlich fasste sie Mut und ging mehrere Schritte. Die Sachen die ihr Angst machten, berührte ich mit der Gerte, alles kein Problem. Sie ging wieder weiter. Bis sie dann aufgeregt schneller wurde und wir den Weg in Normalgeschwindigkeit fortsetzen konnten. Immer wieder blickte sie hier hin, dort hin, ich ließ sie schauen. Und irgendwann wars geschafft. Dann gabs ein Leckerli. Und viel Abschnauben. Die Anspannung war weg und alles war wieder gut.

Man hätte auch umdrehen können – aber das ist nicht immer eine Lösung. Manchmal, ja. Wenn die Gefahr in den Augen des Pferdes zu groß ist, und ich als Leittier nicht ausreichend vermitteln kann, dass ich sie sicher durchbringen werde. Ich muss nicht meinen Willen durchsetzen, wenn ich selbst dabei nervös und genervt bin. Man geht einfach am nächsten Tag denselben Weg nochmal, und versucht bewusst ruhig und gelassen zu sein. Aber in diesem Falle hats geklappt. Der Galopp daraufhin war sehr schnell (Shaka ist von gemütlicher Sorte und ihr Galopp schrecklich holprig) und für eine Sekunde dachte ich mir, jetzt geht sie durch. Nein, ich hatte sie noch. Die weiteren Galopps waren ebenso schnell, und gut zu sitzen.

Er war erfolgreich, aber fordernd. Ja, man lernt jeden Tag, bei jeder Begegnung etwas neues. Sie lernen von dir, und du von ihnen. Sie lernte gestern, dass ich sie an etwas Seltsames sicher vorbei bringen kann, und ich lernte, dass ich ihr viel mehr Zeit geben muss. Aber das ist in Ordnung. Und nein, ich habe sie davor nicht durchgepeitscht, auch wenns manchmal einen Klapps gibt. Die ersten paar Male habe ich aufgegeben und sie nur mehr selten geritten. Einmal, als sie vorm Feld stehen blieb (gut, es war grad Fütterungszeit), wartete ich eine halbe Stunde und versuchte durch Kreise gehen, sie zum weitermarschieren anzuregen. Irgendwann gab sie nach – war danach wieder lammfromm und ich kürzte den Weg ab. Und einmal, als ich mit einer Bekannten nur spazieren gehen wollte, hatte ich mich, nach einer Portion Verzweiflung, dann doch drauf gesetzt, einen anderen Weg gewählt und siehe da, kein Problem.

Interessanterweise wurde ich 5x gefragt: „Ohne Sattel?“ und 5x sagte ich: „Ja, is feiner. Und sicherer. Und sie mag es auch lieber :)“ Aber nicht wegen des fehlenden Helmes angesprochen.

Und ja, ich sitze sicherer ohne Sattel. Wenn irgendwas ist, hält man sich an der Mähne fest und rutscht runter, und landet zu 90% auf den Beinen. Geht zwar mit Sattel auch, aber die Gefahr sich im Steigbügel zu verheddern, ist doch gegeben, wodurch man vorsichtiger rutscht. Aber schlussendlich geht es auch ganz viel darum, wie man sich fühlt: Fühle ich mich sicherer ohne Sattel, reite ich natürlich besser. Und jeder hat eigene Vorlieben und Präferenzen.

An dieser Stelle bitte ich Reiter und Interessierte von einem Shitstorm abzulassen. Ich lerne, jeden Tag. Vermutlich wird mir der eine sagen: Aber! Und der andere: Warum? Und der nächste: Oh mein Gott! Jeder Reiter hat seine eigene, feste Meinung und glaubt Pferdegerecht zu agieren. Auch ich. Eh klar. Deswegen, bitte kein Shitstorm.

*

Und es gibt noch was zu berichten.

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Woche #2808

Nachtrag.

Wenn man sich mit jemanden im Disput befindet, über etwas, dass einem lieb und teuer ist, sollte man wohl hinter jede Nachricht einen 😊 setzen, um zu zeigen, dass man gar nicht wütend ist und es einen gar nicht trifft und alles sowieso ok ist – weil die Konsequenzen, die aus Wut folgen, wären auch nicht die, mit denen man leben möchte und somit versucht man sich eben zu mäßigen und auch einen Schritt zurück zu treten und ab zu warten.

Aber so einfach ist das alles nicht, besonders nicht wenn man, selbst diagnostiziert, cholerisch ist. Ayayay, mittlerweile sammeln sich die Selbstdiagnosen. Dezent cholerisch, sicherlich auch teilweise ADHS habend, eine Akalkulie (Rechenschwäche, Umgang mit Zahlen gestaltet sich schwierig) lässt sich sicher auch noch finden, Misophonie auf jeden Fall (Geräusche! Knistern, Trommeln, Murmeln, Kaugeräusche!) und natürlich, meine Links-Rechts-Schwäche, die manche Dinge, wie Autofahren, gar nicht so leicht machen. Maushand, Tastaturhand ergibt dafür Sinn. Ergibt das für irgendjemand ein Muster?

Ah! Und eine gewisse kommunikative, soziale Inkompetenz: Ich hatte also einen neuen Zahnarzt angerufen (ich hasse es so sehr mit fremden Leuten zu telefonieren) um einen Termin auszumachen und brauchte mehrere Minuten und Anläufe meine Telefonnummer korrekt anzugeben, die ich zwischendurch x Mal vergessen hatte, wieder falsch angab bis es irgendwann geklappt hat – oder auch nicht. Vermutlich stimmt wieder irgendwas nicht. Erkennt hier jemand ein Muster?

„Internet-Krankheit. Zig selbst diagnostizierte Scheiße und eigentlich bist nur krass verplant und konzentrierst di nit genug!“ Danke, das wirds sein.

Anyway. Ich versuche mich also in Freundlichkeit und Schlichtung anstatt Streit und Wahnsinn. Das ist ein gutes Zeichen. Madame (8) meinte, warum ich denn nicht in Nachrichten an sie so freundlich sein könnte (als ich ihr ein Beispiel schickte, zu wie viel Freundlichkeit ich fähig sein kann) und ich meinte, es reiche aus, wenn ich zu den Leuten freundlich bin, die nicht mag oder es sein muss, weil gesellschaftliche Normen und Konventionen das so wollen – da wolle ich doch bei Leuten die ich mag, so sein können wie ich tatsächlich bin.

(8): „Und freundlich sein ist nicht Teil dessen wie du bist? LOL“
Ich: „Nein, ich bin keine freundliche Person.“
(8): „Und Stattdessen?“
Ich: „Ein ‚verantwortungsloser Schlechtmensch ohne Zivilcourage‘ D“ *

* Meinte einst ein junger Mann zu mir und erklärte hinter her, er wollte mir damit imponieren. Running Gag since 2009. Plot Twist: Madame (8) war mit gemeint.

Aber ja, die Freundlichkeit. Man hat auch nicht immer Lust freundlich zu sein. Ich hege großen Respekt vor all den Menschen im öffentlichen Dienst, die jeden Tag mit Smiley-Face herum laufen (müssen), obwohl sie alles zutiefst ankotzt. Ich könnte das nicht. Ich würde wohl tatsächlich entnervt explodieren, alles hinschmeißen und den Laden anzünden. Moment, lässt sich da eine gewisse Neigung zur Soziopathie erkennen?

Jedenfalls: 😊 😊 😊 Die drei Lebensretter. Ob sich das dann subversiv ins Unterbewusstsein schleicht? Man soll ja auch gelassener sein, wenn man Botox spritzen lassen hat, weil der mürrische Ausdruck blockiert wird. Hat jemand zufällig 300€ übrig? Botox statt Antidepressiva (nein, ich nehme keine, verurteile aber auch niemanden der damit angenehmer durchs Leben kommt) – wäre sicherlich sinnvoller: kein aufgeschwemmtes, sondern ein glattes Gesicht und es gibt keinen Filter, der sich über Emotionen legt, sie werden einfach weniger transportiert. Win Win. Gut. Botox ist nach wie vor Gift, AD aber auch, wenn wir uns ehrlich sind. Ein Waldspaziergang wäre also viel sinnvoller! Kenntnisse in Pyrotechnik aber auch.

Kurz darauf wollte ich, weil Montag war und mich alles so unfassbar genervt hatte, und ich obendrein Zahnschmerzen hatte und die Schmerztabletten nicht wirkten, einen Amazon-Frustkauf tätigen. Und natürlich werden die vergünstigten Ms Marvel- und Rocket-Racoon Comics von Zweitanbietern nicht nach Österreich geliefert. Natürlich nicht! Lustigerweise wird GAR nichts nach Österreich geliefert, was ich mir bestellen wollte, auch nicht „Populismus für Anfänger“, welches auf Twitter empfohlen wird.

„Was is denn heut bitte falsch mit der Welt?“ schrieb ich auf Twitter und wurde ignoriert. Wo liegt der Sinn darin? Achja, dazu ist gerade ein Beitrag in Arbeit. Ja, meine lieben Leser – ich verspreche euch baldigst neue Gotham-, und Timeless-Reviews. Und Auskunft über den Fortgang von Aberration und Ragnarok (Ark Survival) – mit tollen Screenshots. Mittlerweile wurde auch der erste Boss besiegt, die Broodmother. 7 Rexe von 15 mussten ihr Leben lassen. Rest in Peace, Soldiers, you served your masters well. Und vielleicht eine Zusammenfassung von Supergirl. Supergirl ist wirklich großartig. Es wirkt zwar teilweise wie 90er Jahre Trash, aber es ist wirklich großartig. Eine Art Feel-Good Serie, aber nicht aufdringlich. Wusstet ihr, dass bei CatCo über 90% Frauen in Führungspositionen sind? Ich auch nicht!

Und ja, ich weiß, Amazon ist böse und ich sollte in eine Buchhandlung gehen und drei Wochen warten, weil niemand englische Comics verkauft und die erst bestellt werden müssen. Vermutlich bei Amazon. Ja, Amazon und Google und Co sind eben die großen Firmen und nein, es gibt keinen Wettbewerb mehr. Amazon und Google werden so lange das Zepter in der Hand halten, bis irgendwann, irgendwer den Stecker der Oasis zieht und uns zwingt wieder im 18. Jahrhundert zu leben. Der Gedanke, zwangsläufig gebären zu müssen (oder im Kindbett zu sterben), möchte man nicht Keusch leben, erschreckt mich dabei am meisten..

Zumindest war die Shaka gestern brav und motiviert zu gehen. Shaka ist der Haflinger, der gerne stehen bleibt. Um Shaka kümmerte sich letztes Jahr niemand und bis Dorena wieder da ist – und sollte sich niemand finden, kümmere ich mich derweil um sie. Und auch wenn sie den Marshmallow-Test noch nicht bestehen würde, halte ich sie für sehr intelligent.

Nun, sie bleibt gerne stehen. Auch für 30 Minuten. Oder mehr. Ist ihr wurscht. Geht zwei-drei Schritte zum nächsten Grasbüschel und das wars. Und belustigt damit alle Zuschauer um sich herum: „Will er nit, ha?“, „Musst di durchsetzen!“ Fehlt nur mehr: „Tierquäler! Wenns nit will, dann wills nit!“ Und sie ist eine Dramaqueen sondergleichen: Man sitzt auf ihr, die Zügel nicht berührend und ihre Mimik sagt: „NA GEH BITTE, SCHAUTS WAS SIE MIR ANTUT!!! GEHEN MUSS ICH!! GEHEN! VOM GUTEN GRAS WEG!!! ZU HILF!“ Nein, sie hat keine Schmerzen. Sie will einfach nicht. Ist aber ok. Ich will auch nicht jeden Tag das tun, was von mir verlangt wird. Gestern war sie dafür motiviert und brav, ging gut im Galopp (der so schrecklich hart und holprig ist, selbst ohne Reitpad) und wieherte kein einziges Mal – was sie manchmal tut, um die anderen zu rufen. Es gefiel ihr. Und heute hat sie frei. Ich werde Holzspäne aus meinem Strick zupfen und den Tieren beim grasen zu sehen. Bonding-Time und Teil der Herde sein ist ebenfalls wichtig. Bis mich die Fohlen im Übermut überrennen und ich an Ort und Stelle sterbe.

Und ja, ich akzeptiere eh schon ihre Meinung, dass wir keinen Sattel und Pad mehr verwenden weil sie Gurte nicht mag. Irgendwie mag kein Pferd Gurte kommt mir langsam vor. Und seitdem geht sie aber auch brav. Abwärts gehn wir zu Fuß, damit sie lernt, dass man auch spazieren gehen kann. Vielleicht kennt sies einfach nicht. Manche andere Leute sind der Ansicht, dass Pferde manchmal gern ihre Menschen tragen. Eh, wenns heimgeht und der Mensch zu langsam ist.

Die Zahnschmerzen sind heute übrigens nicht mehr da. Nachts noch. Jetzt nicht mehr. Das bedeutet, dass ich nicht in die Uniklinik muss. Und niemand zu mir sagen wird: „Wir müssen Ihnen mitteilen, dass sich ein Wurm eingenistet hat und somit müssen alle Zähne raus. Nein, die Krankenkasse übernimmt das nicht. Was, Sie sind nicht auf Zahnwürmer versichert? Ohh.“

Zahnwürmer!

Aktueller Ohrwurm:

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Woche #0408

Nachtrag.

Die gestrige Karaoke-Nacht [in diesem Falle schon zwei Wochen her] gab reichlich Erkenntnis:

Singe Songs, welche gewisse gesangliche Kompetenzen erfordern, wie „Let it go“ oder „Run to you“, wenn möglich zu Beginn, wenn noch ganz wenige Menschen da sind. Die Akustik ist besser, der DJ stellt das Mikrophon tatsächlich sinnvoll ein und ich schaffte es, fast alle Töne zu treffen. Der Nachteil: Die Stimmbänder sind beleidigt und wollen, wie alles andere auch, vor Einsatz aufgewärmt werden.

Wenn du glaubst, ein Lied perfekt zu können, weil du es ja eh schon so oft gehört und in der Vergangenheit unter der Dusche gesungen hast – muss ich dich leider enttäuschen. Madame (8) – ein viel zu seltener Gast, die Karaoke hasst und sich all zu früh wieder verabschiedete, wünschte sich „All I want for Christmas…“ und ich dachte mir: „Natürlich schaffe ich das! Locker!“ Ich stellte mir vor, wie ich die ersten Zeilen perfekt wiedergab. Und die ersten Töne klangen auch.. okay, soweit. Etwas eingerostet aber, akzeptabel. Bis dann der Text gänzlich fremd und die Musik seltsam klang. Es lag sicher an der Version, und auch der Text war sicher nicht stimmig. Ganz bestimmt.

Ich beschwerte mich einst darüber, dass der Herr DJ mich und Konsorten immer nur selten singen lässt, während Melinda, Brigitte und ChrisY’All! öfters zum Mikrophon dürfen, weil sie „coole“ Songs singen, oder weil sie einfach unfassbar cool sind, den DJ bestechen oder Alkohol konsumieren, who knows. Nun, gestern durften WIR (die non alcholholic-Pago Fruchtsaft mit Wasser verdünnt-trinkende Disney-, Whitney Housten-, Opern-, Metal-, und Queen-Fraktion) öfters singen. Warum? Weil sich noch kaum weitere Gäste eingefunden hatten. Und es war großartig! Ich liebe es, wenn weniger als 10 Leute anwesend sind. Man kann alles singen! Alles! Als sich gegen halb 12 andere Menschen in das düstere Loch begaben, wurden wir fast gänzlich aus der Playlist verbannt. Aber in dem Fall war es okay: Ich sang 10 Songs und konnte mich früh auf den Heimweg machen. Darunter „At last!“, „Don’t stop me now“, „Phantom of the Opera“ (wir probierens immer wieder, ich nehms mir vor, und versage) und „Nothing else matters“.

Btw., niemand mag das „Pokémon-Theme“ mit mir singen. Niemand. Und das finde ich traurig. I wanna be the very best. Like no one ever was. To catch them is my real test To train them is my cause. POKÉMON!

Madame (8) merkte irgendwann an, dass wenn ich alleine an der Bar sitze, einen Pago mit Leitungswasser trinke, ein Geek-Shirt trage und Disney-Songs singe, doch etwas merkwürdig wirken mag. Warum? Warum zum Teufel? Ich finde Leute die alleine an der Bar sitzen (die generell alleine ausgehen), keine Alkoholischen Getränke trinken (generell keine Alkoholischen Getränke trinken), ein Geek-Shirt tragen (generell..) und Disney-Songs singen (…) unfassbar attraktiv! Frauen wie Männer. Period. Woher diese verschrobene Ansicht, man würde merkwürdig wirken, what the heck? Hauptsache jemand vernichtet 10 Flaschen Bier, lallt und grölt irgendwas in die Menge – sowas ist absolut normal und nicht merkwürdig. Mhm.

„Shake it off“ ist ein toller Song und einer meiner Lieblingssongs (er betreibt perfekte Gemütswäsche und verwandelt Trübsal in Fröhlichkeit) – aber er eignet sich absolut nicht für Karaoke und klingt, besonders zu zweit, wie eine schlechte A-Capella version. Wobei ich oder meine Duett-Partnerin (nicht Madame (8), sie würde nie singen, eben so, wie sie nie auf einer Couch schlafen würde – ich habe es ihr angeboten, sie lehnte ab) den ersten Ton getroffen haben müssen, denn wir fragten uns mit Blicken: „Ist ja da jetzt die Original-Stimme dabei? Wtf? Warum?“ Wir verstummten kurz, nein, da war keine Stimme, vielleicht war es aber auch nur die Menge im Hintergrund. Auch: Die Songs von Taylor Swift müssen 110% Text-sicher sein, sonst verliert man sich und findet nur schwer wieder den Einstieg.

Es war also, ausnahmsweise, eine erfolgreiche Nacht. Im Gegensatz zur letzten Woche, als ich den Blutmond verpasste (aber menstruierte) und lediglich 3x singen durfte – und das mehr schlecht als recht. Ich komme mir mittlerweile vor wie der Typ aus Misfits, der darauf wartet, dass sich seine Kräfte offenbaren und dann am Ende bemerkt, dass er unsterblich ist. Wait a second… Und Medium für bestimmte (tote) Leute. Die ersten zwei Seasons waren einfach großartig.

Übrigens. Was mir gerade einfällt – um diesen tollen Abend abzuschließen:

Als ich mich auf den Heimweg machte (zu Fuß ca. 20 Minuten) fiel mir irgendwann eine Gestalt auf, die offenbar den gleichen Weg hatte. Ich wechselte die Straßenseite, ein anderer Passant wich mir höflich aus, während ich mir die Aufnahmen des Abends anhörte. Irgendwann bemerkte ich, auch die Person, die noch weiter hinter mir war, hatte die Straßenseite gewechselt. Ich dachte mir nichts dabei. Dann wechselte ich erneut. Auch die Person wechselte und hatte aufgeholt. Es handelte sich übrigens um einen Mann. Ich wechselte nochmals und blickte immer wieder mit einem Auge zurück. Er wechselte ebenfalls wieder. Und holte noch mehr auf. Kurz darauf bog ich ab, er ging weiter und wechselte wieder auf die andere Seite zurück, während er mir nach blickte. Ich ging zu einer Haustür und tat, als suchte ich den Schlüssel und wartete, bis er hinter dem Block verschwunden war – und setzte dann meinen eigenen Weg fort, blickte aber immer wieder zurück, in die Seitengassen, ob er nicht plötzlich heraus kam. Das erste Mal, dass mir sowas passiert ist.

Fun Fact und eigentlich sollte/müsste man dies nicht erwähnen, ich fands trotzdem amüsant: Der Mann, der mir zuerst ausgewichen war, war dunkelhäutig. Der, der mich verfolgt hatte, weiß. Es könnte auch durchaus sein, dass ich mich täusche und der Mann einfach so wechselte oder mich gar beschützen wollte und sich nun schlecht fühlt, weil er glaubt, dass durch #metoo alle Männer unter Generalverdacht stehen. Well, guess what..

Anway, was es auch immer war. Es war creepy.

In diesem Moment fühlte ich mich in Innsbruck unsicherer als in New York. Sollte ich mir einen Pfefferspray besorgen? Madame (8) verneint, er könnte gegen mich eingesetzt werden – und wenn die andere Person zu Schaden bekommt, könnte ich wegen Körperverletzung angezeigt werden. Well…

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