Woche #1506 – Umzug?

Ein Umzug steht bevor.

Das neue Heim sollte über Garten und/oder Balkon verfügen, mindestens drei Zimmer besitzen, direkt am Wald gelegen (vielleicht auch mit einem Feld daneben, jedenfalls fern von Städten und Straßen) und bestenfalls noch gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, die im 15-Minuten Takt fahren und über einen Nightliner verfügen; und die Kosten sollten das unrealistisch günstige Spektrum nicht überschreiten.

Und ja, natürlich wird die neue Wohnung so gewählt, dass Gobbolino sich wohl fühlt.

Wovon reden wir?

Es finden sich Objekte in Innsbruck-Stadt zwischen 40m² mit der sinnlosesten Aufteilung überhaupt (2 kleine Zimmer, große Küche oder 1 winziges Zimmer, ein größeres und ein großes Bad) um 990€ und dunkel gelegene Höhlen, die zwar kostengünstig sind, aber noch nie einen Strahl Sonnenlicht in ihrem Leben gesehen haben.

Die anderen besitzen zwar einen großen Garten, werden aber von Straßen durchflutet; andere sind räumlich gut aufgeteilt, so gut sogar, dass die freundlichen Nachbarn, rein praktisch gesehen, beim Koitus beobachten könnten, da das Haus aus mehr Glas als Haus besteht. Wiederum andere liegen direkt an einer Straße und andere so weit weg, dass man zu Fuß einen halben Berggang machen darf. Es ist schwer.

Yes it is

Innsbruck, das teuerste Pflaster von ganz Österreich, baut aber auch kräftig Wohnungen – nachdem hübsche, alte Spitzhäuser in kleinen Siedlungen abgerissen werden. Nicht aber, dass diese Wohnungen günstig und sinnvoll geplant und auch für Normal-Verdiener zu mieten wären, nein nein. Die mittlere Oberschicht mietet sich hier ein. Oder kauft. Und vermietet um nochmal höhere Preise. „Aber des is ja eh no günstig, was redst denn!“ Äh, ja, nein, okay. Never mind.

Mehr Glas als Haus, 40m² für die eben genannten 900€ und die Gärten so klein und eng beinander, als wohne man in einer WG. Ein Eigenheim, zentral, mit Garten. Ja eh. Aber halt, winzig. Eine Ein-Haushalt-Wohnung eben, für Gutverdiener. Oder deren Kinder.

Kleinere Wohnungen, so zwischen 20-und 25m² gibt es übrigens bereits ab 700€. Ja, es ist kein einfaches Ding. Die umliegenden Dörfer gelten bereits als Oasen der Reichen und sind sowieso nicht zu bezahlen, auch nicht mit harter, tüchtiger Arbeit. Da heißt es schon: erben Herrschaften, erben!! Wer zu wenig verdient, der muss halt erben! #LogikNachKurz

Keine Tierchen erwünscht

„Keine Haustiere“, eine Aussage die sich bereits in den Ausschreibungen findet und die so nicht gelten darf; da zu allgemein und man den gemeinen Haushamster nicht verbieten darf. Eigentlich.

Eher müsste es heißen: Keine Katzen, keine Hunde, keine Bartagamen, kein Aquarium, keine Mäuse, keine Schlangen, keine Enten, keine Spinnen, keine Ameisen, keine Hausschweine, usw. Allerdings, so muss bemerkt werden, dass durch weiteres nachfragen, ein kleines Katzerl nicht so das große Problem ist; Hunde aber sind nicht gern gesehen, da sie mit ihren Krallen den teuren Parkett-Boden kaputt machen könnten oder die Wände zerkratzen.

Next

Und dann, wenn eine Wohnung gefunden wurde, die Katze erlaubt ist, der Garten hübsch, die Lage adäquat und die räumliche Aufteilung durchaus Sinnvoll, bedeutet das noch lange nicht, dass die Anwärter auch genommen werden. Denn auf eine Wohnung melden sich 30, 40, 50 Leute. Bei privaten Anbietern sogar noch mehr! Und wie soll man da den besten Eindruck hinterlassen? Ja eben wie?

… to be continued.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Just about Life, So sei es, Weekly Stuff'ish

3 Antworten zu “Woche #1506 – Umzug?

  1. sorry, dass der Absatz verschwunden ist.

  2. Klingt gruseleig. Als du die erste Wohnnung beschrieben hast mit 45 qm, großer Küche und 2 kleinen Zimmern plus Bad, habe ich direkt meine erste Wohnung gesehen, die ich in den 90er Jahren hatte. Allerdings habe ich da drin auch mit meinem späteren Mann gewohnt und der Spaß hat 400 Euro gekostet. War eng, aber bezahlbar.

    Was die exorbitanten Preise angeht, ist Parkett für mich das Schlüsselwort. Parkett war früher Luxus, heute ist es nicht billiger zum Verbauen, aber zum Standard erklärt worden, was die Preise in die Höhe treibt.

    Dann werden die Bauaufträge an zig Subunternehmer vergeben, es entstehen Verzögerungen beim Bauen, das treibt nochmal zusätzlich die Kosten in die Höhe – und dann ist klar, dass solche Wohnungen nicht mehr erschwinglich sind, sondern nur noch für Besserverdienende. Ausbaden dürfen es andere – ich finde das unmöglich.

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