Archiv der Kategorie: Medien

Erlebnisse aus dem MA-Medien-Studium, Medienereignisse, Kommentare und Reportagen und dergleichen, Übungen, Texte, und so weiter und so fort.

Revenge of the 5th!

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5. Mai 2018 · 9:21

May the 4th be with you! 

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Woche #1904 – Newsfrei

Der Wochen- beziehungsweise Tagesbeitrag hatte sich in der Vergangenheit unter anderem auch Politik-Bashing beschäftigt. Warum? Weil die aktuelle Lage einfach zum Haare raufen ist. Nicht nur im Alpenreich, sondern überhaupt.

Irgendwann war es mir zu mühsam – generell. Ich hatte angefangen, die Gesichter von diversen Politikern via Plugin durch Katzenbilder ersetzen zu lassen und nach langen Wochenenden, die ich ausschließlich draußen verbrachte, habe immer wieder bemerkt, dass meine Gesamtstimmung einfach besser ist. Und dies ist nicht nur der frischen Luft, den Tieren oder der Sonne zuzuschreiben. Sondern auch der kurzweiligen Abstinenz von Social Media und dem Internet sowieso.

Immer dann, wenn sich Vormittags die Möglichkeit ergab zu scrollen, keimte der Menschenhass, die Abneigung gegen die eigene Spezies und generelles Unwohlsein. Kurzum: Mein Befinden war schlecht, und ein gewisser Teil Energie dahin.

It’s a mad world

Jeden Tag mit schlechten oder irrwitzigen Nachrichten zugemüllt werden – und sicherlich, als erwachsener Mensch sollte man ausreichend Abstand nehmen können und sich denken: „Jo, mei.. is halt so“ – war mir zuviel. Wenn ich schon bei der täglichen Kommunikation entscheide, ob und wann ich diese führen will (alles ist auf Lautlos, keine Vibration, keine Benachrichtigung durch Blinken oder Anzeige), dann auch, wenn ich mich schlecht fühlen oder über den Irrsinn der Menschen wundern will. Ich entscheide.

Lustig, aber eigentlich auch nachvollziehbar, dass dieses Bedürfnis zu einer Zeit entsteht, in der uns Technik alle Entscheidungen abnehmen möchte. Du weißt nicht, wen du daten sollst? Gib deine Informationen ein und wir sagen es dir! Du weißt nicht, was du kaufen sollst? Aufgrund dieser oder jener Angabe, halten wir Produkt X für das für dich geeignetste!

Die Lösung?

Sämtliche Newsportale und auch feministische Seiten wurden ent-abboniert, sowie Menschen, die überwiegend schlechte Nachrichten verbreiten. Lediglich die ZEIT Online darf bleiben, sowie Katzen-, ein-zwei Pferde- und Geekgruppen. Gruppen, in denen wenig Neid gesät und wenig Hass geerntet wird. Alles andere wurde aus meinem Feed verbannt. Alles. Auch Gruppen, deren Mitglieder mich eigentlich nervten, aber ich mir anfangs erhofft hatte, sie könnten irgendwie sinnvoll sein. Alles, was mich dazu brachte den Kopf zu schütteln oder aus dem Fenster zu springen. Alles, was mich „Meine Güte!“ ausrufen ließ. Everything.

Und das Resultat?

Ich bekomme zwar nur mehr am Rande etwas von Trump, Kurz und Strache mit – aber mein Gemüt und Befinden sind eindeutig besser. Kein Kopfschütteln mehr beim scrollen, keine Wtf-Momente – oder zumindest viel, viel seltener. Im Idealfall erhalte ich nur mehr Katzenbilder, den einen oder anderen Trailer, die eine oder andere Diskussion und nur mehr ganz selten, einen Bericht die Zustände da draußen.

Sicherlich sollte man wissen, was in der Welt abgeht – und zu einer anderen Zeit hätte ich gesagt: Ja, auf jeden Fall. Doch aktuell ist es immer das gleiche: Sozialabbau, Menschenverachtung, Hetze, Idiotie, Hass und weiß der Teufel was noch alles.

Muss man?

Ich stelle die durchaus berechtigte Frage: Muss man sich das geben? Muss man wissen, was in der Welt abgeht, wenn man es eigentlich eh schon weiß und sich nur mehr Details, Umstände und Land ändern? Muss ich jeden Tag damit konfrontiert werden, dass Mädchen (auch in Österreich) beschnitten werden? Muss ich jeden Tag lesen, dass Arme mit Füßen getreten werden, von Menschen, die sich nie zwischen dem einen oder anderen entscheiden mussten, weil sie nie in der Situation waren? Muss ich mir die trottligen Aussagen von Strache und Trump geben? Den manchmal ermüdenden Disput unter Feministinnen, den Hass und Neid unter Tierfreunden, das Mimimi aller anderen Gruppen? Muss ich mir das geben? Nein, muss ich nicht. Ergo bleibe ich für die nächste Zeit Newsfrei.

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Woche #1604 – Zeckenplage

Und es ist soweit: Erster Zeck gezogen. Erster von vielen. Denn das Bergdorf ist Grellrot infiziert. Geht man barfüßig durch eine Wiese, kleben sicherlich 5 Biester dran. Heute hatte ich einen an der Schulter. Ich vermute der Hund beim Stall trägt die Hauptschuld. Auch der vollgesaugte Zeck an ihrer Schnauze spricht dafür. Das kommt davon, wenn man mit Tieren kuschelt, die wer weiß wo herum streunen.

Ich will ja nicht sagen, dass früher alles besser war – allerdings war mir vor 10 Jahren, war die Zeckenplage noch nicht ganz so schrecklich. Und ich habe sogar Recht!

Aber, ich bin gegen FSME geimpft und laut Doctor Google soll das Risiko Borreliose zu bekommen, nicht all zu hoch sein – wird dieser gleich entfernt. Sprich, je länger der Zeck in der Haut steckt, desto eher läuft man Gefahr infiziert zu sein. Infected! We’re all infected! Not.

FSME im Vergleich: 2009, 2013 und 2017 

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Happy Zombie Jesus Day!

Zur Auflockerung:

Aber, man muss sich auch zu Ostern an den Kopf greifen:

„Im Netz beschweren sich zahlreiche Nutzer darüber, dass Schoko-Osterhasen „Schmunzelhasen“ heißen – das tun sie aber seit 1973.“ (derStandard.at)

Besser wohl: Im Netz beschweren sich ein paar Deppate darüber, dass der Schoko-Osterhase „Schmunzelhase“ heißt und sehen darin einen Kniefall vor dem Islam. What the heck? Nein, ernsthaft jetzt? Das ist ein Ding? Ich mein, dass die traditionelle rechte Klientel wenig Ahnung von nichts hat und Bildung feindlich gegenüber gestellt ist, ist klar, aber … wtf?

Anyway.

  • Filme, die zu Ostern (in Deutschland zumindest) nicht gesendet werden dürfen sind u.a. Heidi, Das Leben des Brian und Mary Poppins. Für mehr Informationen folgt bitte diesem Link und diesem.
  • Die Frage, ob es sich tatsächlich um einen Zombie handelt, beantwortet dieser Eintrag von 2017.
  • Eine Galerie mit dem wohl Besten was das Internet ausspuckt, findet sich 2016.
  • Und was es mit der Düsternis und Finsterkeit am Karfreitag auf sich hat, und wie es früher war, lässt sich hier nachlesen.

Lustigerweise hat sich am Karfreitag noch ein interessantes Bild ergeben – und ihr wisst, was ein Regenbogen bedeutet.

Auch nicht schlecht, wenn auch natürlich falsch. Die Nägel wurden nicht in die Handflächen geschlagen, sondern hinterm Handgelenk.

Gruslig:

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Der Katzen-Filter funktioniert! (mehr oder weniger)

Für Google Chrome gibt es ein Plugin Namens: „Make America kittens again“, welches ursprünglich dazu entwickelt wurde, um bei der Nennung Trumps zugehörige Bilder durch Katzenbilder zu ersetzen. Eine sinnvolle Entwicklung würde ich meinen.

Man kann dieses Plugin auch erweitern, und zwar mit: „Kurz“, „Strache“, „Kickl“, „FPÖ“ und so weiter. Das Wort „kurz“ ist allerdings etwas unglücklich, denn „kurze Röcke“ sind dann ebenfalls ausgetauscht, oder wie bei Bild 3 „kurz gemeldet“. Trotzdem: Es funktioniert.

Ich hatte das Plugin übrigens schon fast wieder vergessen und dachte mir: „Wtf? Gadsen gibts doch nur beim Wetter?“ Doch dann kam der erleuchtende Moment..

Leider funktioniert es nicht auf Facebook..

 

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What the heck, Österreich?

„Vor einigen Wochen hatte die Gesundheitsministerin (FPÖ) das von der Vorgängerregierung beschlossene Rauchverbot in der Gastronomie, das mit 1. Mai in Kraft treten hätte sollen, noch als „grausliches Gesetz“ bezeichnet, mit dem den Wirten die „Gastfreundschaft“ verboten würde.“ (derStandard.at)

Satire, die es so nur in Österreich geben kann und Kabarettisten beinahe um ihren Beruf bringt. Eine Gesundheitsministerin sorgt sich um die Gastfreundschaft. Und ein Arzt mischt kräftig mit. Wtf?

Kurzfassung: Das Rauchverbot wurde heute außer Kraft gesetzt.

In all den anderen Ländern funktioniert es. Im kühlen Irland, als auch im warmen Italien. Ganz gleich wo. Sogar Tschechien bringt es fertig. Nur Österreich geht Schritt für Schritt (sofern der VfGH nicht rettend einspringt) zurück ins letzte Jahrhundert. Nicht mehr lange, dann gibts ein Reboot der 1930er.

„[…] Hartinger-Klein spulte dort in etwas mehr als einer Minute zwei Argumente für die Novelle ab: Mit dem Gesetz würde schließlich der Jugendschutz verbessert (an unter 18-Jährige dürfen etwa keine Zigaretten mehr verkauft werden) – und Raucher seien Suchtkranke, diese dürften nicht ausgegrenzt werden.“ (derStandard.at)

Jetzt ernsthaft? Weil Suchtkranke ausgeschlossen werden, wenn sie 5 Minuten zum Suchtgenuss nach draußen gehen müssen. Wtf? Ist das deren tatsächlich ernst? Sind das alles Schauspieler?

Hauptsache aber, die FPÖ stellt sich und ihre Klientel wiedermal als Opfer dar. Die armen Raucher, na geh. Sind se eh schon Suchtkrank und dann werden se ausgschlossen. Na wirklich. Immer diese links linken Nichtraucher.

Und was ist mit all den Lungenkranken, Asthmatikern und Leuten, deren ihre Gesundheit lieb ist, und die dadurch nicht in Raucherlokale gehen können/möchten, um nicht durch Passivrauch noch mehr geschädigt zu werden? „Aber die Abgase!“ – richtig, die sind genau so ein Problem, auch der Feinstaub, ein massives Problem sogar.

Dennoch, diese werden etwa nicht ausgeschlossen? Natürlich nicht! Und fühlten sich Raucher ausgeschlossen, als das Rauchen in Flugzeug, Zug und Büro verboten wurde? Fühlte man sich in seiner Freiheit eingeschränkt, als in den 1980ern die Verpflichtung zum Sicherheitsgurt kam? Vermutlich, denn der Mensch ist ein „Mag i nit/Will i nit“-Tier und muss zu allem erst mal unüberlegt „Nein“ sagen, bevor es nachdenkt und vielleicht drauf kommt, dass das ein oder andere doch Sinn macht.

Aber: „Kann sich jo jeder entscheidn wo er hin gehn mag!“ Ja, kann man – die Raucher müssen gequält des einzigen Nichtrauchers wegen im Nichtraucherbereich sitzen und töten mit Blicken: „Es näxte mal geh ma aber Raucherbereich!“ – „Definitiv… nicht.“

Ich hoffe sehr, die FPÖ konstruiert sich damit ihren eigenen Untergang. Und zwar wirklich. Aber vermutlich braucht es nur eine weitere Flüchtlingskrise und der „böse Auslender!!!“ löst den „militanten Nichtraucher!“ ab, der seinerseits wieder vom „selbstverschuldeten Armen/Schmarotzer“ ersetzt wird.

Österreich, what the heck?

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #86

Erneut wirds relativ einfach. Es geht nicht einmal um die 5 besten, sondern einfach um irgendwelche 5 Songs. Natürlich könnte man zig Beispiele anführen, aber diesmal sollte es ein leichtes sein, sich an die vorgegebene Zahl zu halten. Naja, fast.

5 Songs die mich automatisch an einen Film denken lassen

1. Pixies – Wave of Mutilation (Pump up the Volume)

Ja, Film und Musik haben es mir einfach angetan. Aus diesem Film gibt es aber noch einen zweiten, guten aber recht unbekannten Song: Ivan Neville – Why can’t I fall in love. Und wann immer er läuft, erinnert er mich natürlich an diesen Film.

2. Syd Straw – Que Sera, Sera, Whatever will be (Original, Doris Day. Film: Heathers)

3. Simple Minds – Don’t You (Breakfast Club)

Interessanterweise entfaltet der Song nur im Film seine Wirkung; denn läuft er plötzlich in der „Aufräum-“ und/oder „Pferde putzen“-Playlist“ fühlt man sich längst nicht so heroisch und unabhängig, als wie, wenn die visuellen Eindrücke mit dabei sind. Schade eigentlich. Ich hoffte, wann immer der Song random-mäßig läuft, ich dieses typische Gefühl empfinden werde, dass man auch besonders mit dem Film verbindet: Freiheit, Unabhängigkeit und eben, Heroisch. Ein F*ck it und I don’t care. Leider ist dem nicht so. Es bleibt ein Schatten seiner selbst..

4. Eagles – The last Unicorn (Das letzte Einhorn)

Klassisch. Der Song, und die Szenen bleiben einfach im Kopf kleben.

5. Pixies – Where is my mind (Fight Club)

Einer der besten Songs und mit einer der besten Szenen..

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Woche #2103

Frühlingsbeginn, und es schneit. Warum auch nicht? Dafür wird es wieder mal Zeit für einen Wochen-Beitrag, der in unregelmäßigen Abständen mit unterschiedlichen Themen erscheint. Eigentlich habe ich zwischenzeitlich wieder 2-3 weitere geschrieben, mich aber dann gegen die Veröffentlichung entschieden, weil.. Warum eigentlich? Anyway, alles wiederholt sich und die Themen gehen ja nicht verloren. Ob ich sie dann unter 3457 Entwürfen wieder finde, ist allerdings fraglich.

„Geld macht sehr wohl glücklich […]. Es trägt zu dem Glücksgefühl bei, dass ich handeln und autonom leben kann.“ Es sei wichtig, aber nicht alles, so der Wissenschafter. (derstandard.at)

Meine erste Reaktion: No na nit? Natürlich sind wir mit Geld glücklicher. Wer nicht am Rande der Armut lebt und sich gelegentlich Urlaub leisten und einem Hobby nachgehen (denn Hobbies sind teuer) kann, ist definitiv glücklicher. Ob man nun drei Yachten (eine fürs Mittelmeer, eine am Atlantik, und eine in Australien) braucht ist natürlich die andere Frage – aber.. ja, Geld macht glücklich. Vermutlich sträubt sich die Obrigkeit deswegen gegen das BGE (Bedingungslose Grundeinkommen), da selbst bestimmte Menschen eine Gefahr für deren Hirnamputierte Regierungsweise darstellen und Leute, die um ihre Existenzen fürchten müssen, lassen sich viel besser flexibler als Arbeitskraft verwerten einsetzen. 12 Stunden Arbeitstag? Fress ma! Einsparungen? Fress ma.

Auf Social Media meinte dann jemand: Aber dann könne man doch nicht mehr die „kleinen“ Dinge genießen! Was mir ehrlich gesagt komplett wurscht wär, solange meine Existenz gesichert ist. Auch wenn ich ausreichend finanzielle Mittel für Wohnung, angenehmes Leben und vielleicht drei Pferde mit eigenem Stall hätte – könnte ich trotzdem die „einfachen“ Dinge genießen. Und ich behaupte sogar noch mehr, da alltägliche und existentielle Fragen und Sorgen einfach weg fallen. Das Geräusch von Regen und die Stimmung, die er erzeugt, lässt sich halt eher unter einem Dach im Warmen eher genießen, als einer Brücke, wo es einem vielleicht auch noch ständig auf den Kopf tröpfelt. Und ja, genau das meinen Leute, die von den „kleinen“ Dingen sprechen.

*

Wenn wer kurz Zeit hat, der lese diesen Artikel: „Die Scham sitzt Frauen in den Knochen„, ein Interview mit Sandra Konrad, welche die aktuelle Lage bezüglich Frauen, Emanzipation und Feminismus adäquat auf den Punkt bringt. Sie schreibt zu Beginn, dass mit der Anforderung „sexuell aktiv sein zu müssen“ wieder gewisse Normen gesetzt werden, die es zu erfüllen gilt. Man könnte noch viel mehr darüber schreiben, aber lest euch das Interview selbst durch. Es ist gut.

*

Heute stolperte ich diesen bissigen aber die Situation treffenden Artikel: „Unpünktlichkeit: Meine Zeit gehört dir nicht!“ Und wäre dieser Beitrag nicht in dieser Form geschrieben worden, hätte ich ihn so geschrieben. Vielleicht nicht ganz so drastisch, aber ähnlich:

„Diese zehn, fünfzehn Minuten sind nicht dein Eigentum, aber du nimmst sie dir einfach. Denn deine Unpünktlichkeit ist ein Machtbeweis: Du zeigst mir, wie frei du bist, dass du bestimmst, wann es losgeht.“ (dieZeit.de)

Obwohl ich weder in Deutschland geboren bin, noch mit der dortigen Kultur in enger Verbindung stehe oder stand, bin ich pünktlich. Zugegeben, oft 5 Minuten zu früh da – was aber meine Entscheidung ist. Ich hasse es, wenn andere bereits warten und alle Augen zu einem her schielen, als wäre man ein tapsiges Alien, dass dann tatsächlich noch stolpert oder sich derart unnatürlich die Jacke auszieht und sich hinsetzt, als täte man dies zum ersten Mal im Leben. Nein, ich bin gerne diejenige, die andere beobachtet. Interessanterweise bin ich auch pünktlich, wenn ich glaube, dass ich zu spät bin.

Auf Social Media meinte wer, er verschenke doch Zeit und Entspannung, die man sonst nicht hätte. Nein, er drängt sie mir auf und vermittelt dadurch: Ich sage, wann du dich entspannen sollst. Sicherlich, ich bin gewappnet, nehme ein Buch mit, like Beiträge auf WordPress, fotografiere für Instagram, trotzdem. Ich hasse es, wenn ich warten muss. Einst musste ich eine halbe Stunde auf Madame (8) warten, weil sie ihren Schlüssel nicht finden konnte – es war Mittag und wir waren zum Essen in der Mensa verabredet. Ich war, zurecht, sehr sauer.

Achtung, Pferde-Content

Tja, der Frühling will nicht kommen – aber ich habe mich nun doch entschlossen in ein Brockamp Reitpad Spezial zu investieren. Ohne Sattel über die Wiesen fetzen ist großartig, dass das Tier mir allerdings am Heimweg im Wald einmal eine Strecke einfach los gerannt ist – war weniger toll. Ich hatte sie bald wieder im Griff, und war danach sauer – trotzdem bietet ein Reitpad doch etwas mehr Halt – was wiederum Sinn macht, um das Tier besser im Griff zu haben. Ich saß den wilden Gallop zwar gut aus, aber um Paraden zu geben und ihr anständig zu vermitteln „Hey, bleib stehen!“, war ich dann doch mehr mit Festhalten und aufpassen beschäftigt.

Und ja, wir sind seitdem die Strecke zweimal zu Fuß (einmal allein, einmal mit Begleitung) gegangen und einmal mit Begleitung geritten. Demnächst werde ich die Strecke alleine, aber inklusive Sattel im Schritt reiten, folgend gezielt traben und galoppieren versuchen – und wenn das Tier verstanden hat, dass dies keine neue Galoppstrecke ist, die man unbedingt entlang fetzen muss, kann ich ihr den lästigen Sattel vielleicht wieder ersparen. Sie hasst ihn. Sie hasst ihn wirklich (Ja, der Tierarzt gab sein Einverständnis, das Tier kann bedenkenlos, auch häufiger, ohne Sattel geritten werden). Wenn sie erneut glaubt, sie müsse schneller werden, werden wir den Weg erneut gehen. Warum sie los gerannt ist.. darüber kann gerätselt werden. Vielleicht war ich selbst angespannt, vielleicht hatte sie vor etwas Angst (allerdings lässt sie sich dann leicht zurück nehmen), aber auch wenn sie sich arg erschrickt, hüpft sie maximal 3 Hirschsprünge nach vorne. Vielleicht dachte sie sich auch: „Yay, Heim gehts!“ Who knows?

Jene Galoppstrecke am Feld konnte ich ihr erfolgreich abgewöhnen, auch da war sie unkontrolliertes Losrennen gewöhnt. Mittlerweile kann die gesamte Strecke (hin und retour) quasi normal, ohne nervöse Anwandlungen von „Ich muss jetzt los rennen, weil ich es gewohnt bin“ geritten werden.

Zurück zum Reitpad, die Frage die mich beschäftigt ist.. Welche Farbe für einen Haflinger? Ich tendiere zu Türkis, Jeansblau, Marineblau oder Bourdoux (dunkles rot).

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„Ready Player One“ – Main-Theme (und so)

Ready Player One wird vermutlich einer jener Filme sein, die massiv und massig an Merchandising abwerfen werden. Immer wieder scrolle ich über Kappen, Aufnäher, Funkos, T-Shirts und es wird mehr und mehr und mehr. Auch sind die erforderlichen Schlüssel (in durchaus hässlicher Form) bereits erwerbbar und bald werden Online-Plattformen alte Konsolen- und Automatenspiele kostenfrei zugänglich machen, inklusive Leaderboard versteht sich.

Sicherlich, das Buch ist gespickt mit Easter Eggs und Insidern aus den 80ern, nur fürchte ich, dass sich der Hype vielleicht etwas selbst überschätzt. Kritiker lieben oder hassen die Adaption; soweit zumindest lassen Headliner gewisser Pre-Views verlauten. Wir wissen ganz klar, dass sich der Film vom Buch deutlich unterscheiden wird, und auch wenn Spielberg schon gute Filme geschaffen hat, wünschte ich mir immer noch James Gunn hätte Regie geführt, produziert und das Drehbuch verfasst.

Gut, gestern war es soweit und ich scrollte über das Main-Theme. Auch wenn ich Spoiler versuche zu vermeiden, hier siegte die Neugier.

Wenn ich mir das Main-Theme anhöre, verbinde ich es in erster Linie mit einem flauschigen Kostüm-Drama, gehalten in Pastell-Farben und einer netten Liebesgeschichte. Vielleicht auch einen Fantasy-Film. Auch erinnert mich die Musik etwas an Star Wars und Jurassic Park, deren Themes großartig sind! Und trotzdem halte ich das locker-flocker-fröhliche Theme als unpassend für einen Film, der am 80er Hype anknüpfen möchte.

Gut möglich, dass ich die Musik, wenn es dann soweit ist, toll finden werde – aber wie ich Buch und Story kenne, passt es leider überhaupt nicht dazu. Ich hätte mir mehr 80er erwartet, mehr Synthesizer, mehr Elektro. Da aber mit Spielberg ein Familienfreundlicher (more or less) Regisseur gefunden wurde, darf die Musik auch an Familienkomödien aus den 80ern erinnern. Immerhin etwas.

Und scrolle ich weiter, erblicke ich natürlich erneut Hinweise aus Trailer und Co, Ikonen der Popkultur, die sich als Avatare durch die OASIS tummeln, und die es zu entdecken und erkennen gibt und trotzdem bemerke ich, wie ich etwas das Interesse verliere, weil es „zuviel“ ist, zu „gewollt“ ist. Es sind keine Easter Eggs mehr, die sich unterm Gebüsch verstecken, sondern fette Abrisskugeln, die immer wieder auf einen eindonnern. Alles was sich finden lässt (oder die Rechte dafür erworben wurden), wird hinein gequetscht, ohne Rücksicht auf Verluste. So sehr ich Easter Eggs liebe und gerne selbst auf die Suche gehe, es gibt Grenzen. Und diese werden bereits in den Trailern überschritten. Im ersten wars noch nett, aber irgendwann ließ die Euphorie nach.

Gäbe es kein Buch dazu, dass ich nicht binnen weniger Tage verschlungen hätte, wäre ich zynisch und würde sagen, es werde wohl ein Film dessen Zweck Easter Eggs und folgend doppelt und dreifach initiierter Merchandising-Verkauf sind. Es wirkt leider tatsächlich so, als hätte man versucht jedes erdenkliche Fitzelchen der 80er irgendwie hinein zu pressen, und sei es, dass es nur am Rande irgendwo rumhopst, damit Fans, von denen die meisten (den Mini-Profilbildern zu urteilen nach) nicht vor 1995 geboren sind, im Saal einander laut zurufen können: „Kennst des!“ Oder „Das ist XY!“ Wobei es ja eh nett ist, wenn junge Menschen ehrliches Interesse an früheren Jahrzehnten bekunden. Auch ich mag Kleider der 40er, die Musik der 60er oder das analoge Leben der Prä-Internet-Zeiten. Außerdem beschäftige ich mich mit dem Morse-Code!

Ich weiß, diese Ausführungen mögen wohl etwas zynisch klingen, aber so sind sie nicht gemeint. Fein, vielleicht bis auf ein zwei Sätze, denn seien wir uns ehrlich: Beim 80er Hype handelt es sich um eine Modeerscheinung und in zwei Jahren sind es die 90er, die alle so toll finden und kopieren werden, auch wenn man Jahre zuvor noch über deren Schrecklichkeit lästerte und hoffte das Jahrzehnt geriete vollendendes in Vergessenheit. Auch die Hüfthosen aus den 00er Jahren werden in Kürze wieder „cool“ sein. Auch Schlaghosen und Rüschenhemden. Ist so.

Dass durch Film und Medien die 80er wieder Salonfähig gemacht wurden (und zugegeben, die Musik war teilweise wirklich aussergewöhnlich), oder zumindest deren coole Aspekte, bedeutet jedoch nicht, das die 80er oder die 90er so cool waren wie man es gerne gehabt hätte oder vermittelt wird, auch wenn die Erinnerung gerne mal mit Rosa drüber fährt und einen Smiley drauf malt. Gut, ich bekam die 80er nur mehr am Rande mit und weiß noch, wie schrecklich die 90er waren, dennoch finde ich es irgendwie amüsant, manchmal auch nett und manchmal befremdlich, wenn junge Menschen, die ihr gesamtes Leben von digitalen Medien begleitet wurden, eine Vorliebe für die 80er entwickeln. Und nicht aus Technologie-Verdrossenheit, denn dass wäre absolut verständlich, sondern eben weil die Medien suggerieren: Es ist cool! Aber hey, durchaus möglich, dass all diese Teens und Twens tatsächlich Gefallen daran finden und bald auf ihre Smartphones verzichten. Why not. Alles ist möglich. Eine 17jährige Instagramerin, die demnächst auf große Reise geht, möchte weniger erreichbar sein, das Internet meiden und ihr Smartphone nur mehr zur einfachen Kommunikation nutzen – und ich bewundere das sehr. Es ist also möglich.

Fazit: Ich bin nach wie vor gespannt auf den Film.. Kurz gesagt, während das Buch ehrwürdig die Gaming-Kultur der 80er zelebrierte, dürfte der Film den aktuellen 80er-Hypetrain in den Endbahnhof lenken.

Doch davor noch einen XXL Trailer. Die Szenen wiederholen sich, die Geschichte auch, aber wir bekommen etwas Einblick in Musik (80s!) und Ablauf:

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