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„Logan“

Review aus 2017.

Nein, auch ich kann mich nicht mehr an alle Details oder geschweige an die Storyline aller X-Men Filme erinnern. Hab ich sie gesehen? Vermutlich. Bin ich dabei eingeschlafen? Ein, zweimal mit Sicherheit. Folgend tat ich mir etwas schwer mit der Einordnung: Wann spielt Logan? Auf welcher Zeitlinie? Sicherlich käme dann nur die zweite Zeitlinie in Frage. Nerdist hat das ganze in einem Video gut veranschaulicht. Wenn ihr also Schwierigkeiten habt..

Video Explains Wolverine’s Wonky X-MEN Movie Timeline (Nerdist)

/fem-mode on

Man müsste annehmen, ein Film, der ein kleines, kampfwütiges Mädchen zur Hauptdarstellerin macht, kann nur gut und feministisch sein. Offensichtlich nicht. Der feministische Blog Filmlöwin sagt dazu: Logan tut so, als würde er mit der kleinen Laura (Dafne Keen) eine Heldin inszenieren. Tatsächlich handelt es sich bei dem Mädchen aber nur um eine Erweiterung der männlichen Hauptfigur. (…) Laura ist zwar ein würdiger Sidekick, aber niemals mehr als das. Ihre Figur macht keinerlei Entwicklung durch und ihre „Agenda“ ist nicht mehr als ein gesunder Überlebenstrieb. (…) Laura ist außerdem das perfekte Beispiel für das „Smurfette-Syndrom“, also die Präsenz einer einzigen Schlumpfine inmitten einer homogenen, männlichen Schlumpf-Gruppe. Dass sie weiblich* ist, hat für den Film übrigens lediglich die Funktion, dass sie als besonders schützenswertes Wesen erscheint und ihre Zweikämpfe mit muskelbepackten Bösewichten besonders „niedlich“ sind.“

In den Comics ist Laura ein Klon von Wolverine; hergestellt von einer Organisation mit dem Namen Facility. Im Film nennen sie sie seine Tochter, da sie aus seinem Gen Material besteht und noch ein Haufen anderer Kinder dort sind, die dann am Ende vorkommen.

Also ja, man kann es sehen wie man will: Starkes Mädchen vs. Daddys lil‘ Girl oder aber auch nur ein Wagon des endlosen Fem-Trains, dem sich Hollywood mittlerweile gerne bedient. Ja eh, gibt es eine Comic-Verlage. Ja eh. Und ja eh, wird alles getan, dass sie einen eigenen Film bekommt und ja eh, sollten wir froh darüber sein und ja eh, es hat ja gepasst.

Caliban

Man sah den bleichen, Sonnenlicht scheuen Mutanten auch in X-Men: Apocalypse und ich erinnere mich null an ihn. Er hat dieselbe Fähigkeit wie Professor X, Mutanten finden zu können. In den Comics lebte er als Morlock in einer Kanalisation, ohne aber, dass er Sonnenlicht scheut. Seis drum, dass diese glaubten, dass sie nicht unter Menschen leben können, bezüglich ihres Aussehens, oder ob sie tatsächlich ausgestoßen werden. Im Film füttert er Professor X, den Logan in einer Art Turbine gefangen hält.

Worum geht es?

In einer Post-apokalyptischen Welt in der es kaum mehr Mutanten gibt, da sie entweder ausgerottet wurden (durch Zugaben von speziellen Nahrungsmittel, die Mutationen entfernt oder Heilung des entsprechenden Gens) oder von Professor X selbst bei einem seiner Anfälle vernichtet wurden. Seitdem versucht Logan ihn von anderen Menschen fern zu halten. In der Old Man Logan Timeline wurden die X-Men von Logan selbst getötet.

Der Film spielt Jahre nach den Szenen in X-Men: Days of Future Past in der neuen Realität, nachdem die düstere Zukunft mit den Sentinels abgewehrt wurde und sich auch sonst vieles änderte (Jean Grey, Cyclops und all die andere X-Männchen und Weibchen, die starben waren wieder am Leben bis sie es eben nicht mehr waren wegen Prof X). X-Men 1-3 passierten in dieser Zeitlinie nicht, zumindest nicht so, wie man es sah. Anyway, ich gestehe, man verliert den Überblick. Und selbst wenn man sich alle Teile ansähe, ergäbe wohl das eine oder andere keinen Sinn.

Fazit: 3 von 10 Perücken, die nicht ordentlich festgeklebt waren, 10 von 10 kampflustigen Kindern und eine Kralle Wolverine. Generell fand ich den Film unterhaltsam, bis an manchen Stellen unfreiwillig komisch. Es wird Zeit für die nächste Ära. Oder keine Ära mehr. Eher für eine Pause. Eine lange Pause.

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Pre-„Avengers: Endgame“-Zusammenfassung

11 Jahre. 21 Filme. Avengers: Endgame markiert mit dem 22. Film des MCU das Ende von Phase 3.

Werfen wir einen Blick zurück. Dieser Beitrag verzichtet auf Spoiler und wurde frei von Screen Junkies‘ Video „The COMPLETE MCU Recap | CRAM IT (Avengers: Endgame Edition)“ übernommen. Wem eine halbe Stunde zu viel investierte Zeit ist, um auf den neuesten Stand der Dinge zu gelangen und nach dem Film g’scheit mitreden zu können, der lese hier nach. Ich selbst wollte mich nämlich vor der Premiere nochmal informieren, wie es wo wann zu was kam. Oder danach. Je nach dem.

Falls ich einige wichtige Details vergessen oder falsch habe, bitte in den Kommentaren anmerken, ich werde sie dann nachtragen beziehungsweise umändern.

Let’s fez.

Steve Rogers wird im 2. Weltkrieg von Hydra zu dem gemacht, was er heute ist: the first Avenger, Captain America. In Winter Solider kämpft er gegen BBF Bucky, der es ebenfalls durch die Zeit schafft, für Hydra mordet, so auch Tonys Vater auf dem Gewissen hat und in Wakanda quasi wieder normalisiert wird. Captains große Liebe ist die britische Spionin Peggy Carter alias Agent Carter. In Civil War härten sich die Fronten zwischen Steve und Tony alias Iron Man. Tony will eine Registrierungspflicht für Superhelden, Cap sieht das anders. Es kommt zum Showdown am Müncher Flughafen.

Captain Marvel, alias Captain Carol Danvers, bekommt durch Zufall/Unfall mit dem Tesseract zu ihren Kräften; verliert ihre Erinnerungen und wird von den Kree für deren Zwecke manipuliert, bis sie erkennt, dass Mar-Vell, ebenfalls Kree und alte Bekannte, für die friedlichen Krulls kämpft. Gegen Ende vermöbelt sie ihren ehemaligen Meister und Lehrer. You go Girl! Sie ist aktuell der stärkste Charakter im MCU, und eine jener drei, die ihre Kräfte von einem Infinity Stone bekommen haben.

Nick Fury, geblendet durch die Katze (alias Flerken) Goose, trifft das erste Mal in Verbindung mit Carol Danvers auf außerirdische Lebensformen und beschließt danach die Avengers Initiative zu gründen, um noch mehr Superhelden zu rekrutieren, wie beispielsweise Tony Stark, um den Tesseract (der sich eine gewisse Zeit in Goose befindet) in The Avengers vor Loki zu beschützen.

Tony Stark alias Iron Man, dessen Vater schon ein begabter Erfinder war, besitzt den Arc Reactor, der ihn am Leben erhält und in der Lage ist, Power Suits mit ausreichend Energie zu versorgen. Nebenbei ist er intelligent, gut aussehend und reich. In Age of Ultron kreiert Tony eine AI, zum Schutz eigentlich, die ein Eigenleben entwickelt. Hallo AI-Enthusiasmus! Ultron will einen Körper, unterstützt vom Mind Stone. Aber anstatt Ultron einen neuen Körper zu verschaffen, kreiert JARVIS (Tonys Butler-AI) mit der Hilfe von Thor ein neues Lebewesen: Vision.

Vision, welcher auch Lover von Wanda alias Scarlet Witch wird, sie in Civil War bekämpft und schließlich in Infinity War von Thanos umgebracht wird. Die Geschichte um Hydra spitzt sich in Age of Ultron zu, Wanda und ihr Bruder unterziehen sich Hydras Experimenten um Rache an Tony Stark zu nehmen, denn eine Rakete von Stark Industries tötete ihre Familie. Während sie gut davon kommt (Gedankenkontrolle, Telekinese und Energy Beams) ist ihr Bruder eines: Schnell. Und Tot. Der Charakter gehörte damals FOX-Studios und war ein Teil der X-Men (die um ca. 1 Milliarde von Disney zurück gekauft wurden). Sie ist nach Captain Marvel die mächtigste Heldin im MCU. Wanda, die am Ende von Age of Ultron einige Menschen auf dem Gewissen hat, soll im Avengers HQ unter Visions Aufsicht bleiben. Diese Ereignisse in Sokovia führen zu Civil War. Wanda bricht aus und steht auf Team Caps Seite, kämpft gegen Vision und verletzt War Machine so stark, dass er sich die Hüfte bricht und ohne Suit nicht mehr gehen kann. Gegen Ende verziehen sich Vision und Wanda und werden ein Paar (Comic Easter Egg). War Machine ist ein guter Freund von Tony und vor allem bekannt, mit einem anderen Darsteller aus Iron Man 1-3.

Tonys Vater war Konkurrent von Hank van Dyne. Hank kann Ameisen kontrollieren, so auch seine Tochter Hope alias The Wasp. Diese rekrutieren Scott als Ant-Man. Beide van Dynes arbeiteten einst für S.H.I.E.L.D., entdecken in Ant-Man and the Wasp den Quantum Realm, einem Ort an dem Zeit und Raum ihre Bedeutung verlieren. Dorthin gelangen sie, weil sie sich auf die Suche nach Hanks Frau und Hopes Mutter machen und sie gegen Ende auch finden.

Natascha Romanov, russische Spionin alias Black Widow, wurde einst von Hawk Eye rekrutiert und auf die gute Seite der Macht gebracht. Beide verbindet eine nicht romantische, aber tiefe Bindung. Später rekrutiert sie Bruce Banner alias The Hulk. Sie ist es, die in Age of Ultron die Hydra Crimes ins Netz ladet, welches auch ihre schrecklichen Taten offenbart und somit eine neue Identität braucht. Sie verschwindet, bis sie in Civil War an der Seite von Cap kämpft, danach aber wieder untertaucht. Ihren ersten Auftritt hat sie in Iron Man 2. Es dauerte über 10 Jahre, bis sie ihren eigenen Film bekommt – der in Planung ist.

In Verbindung mit Black Widow steht Hawk Eye, den wir in Thor das erste mal sehen. Archer Skills over 9000. Auch er ist auf Caps Seite, wird eingesperrt aber unter Anordnung von Hausarrest zu seiner Familie am Land entlassen. Keine Spur von ihm in Infinity War. Ebenfalls in Verbindung mit Natascha steht The Hulk. Ihre On-Off-Maybe-Love-Story zieht sich durch mehrere Filme, es wird aber nie etwas ernstes draus. Bruce Banner, wir wissens, wird wegen einer Überdosis Gamma Strahlung zum Hulk. Damals noch gespielt von Edward Norton. Er hat seinen großen Auftritt in The Avengers, hilft als Bruce Banner Ultron zu konstruieren und kämpft dann im Ring der Gladiatoren bei Thor: Ragnarok. In Infinity War kracht er direkt ins Haus von Doctor Strange und warnt die Leute vor dem, der kommt: Thanos.

Thanos‘ Auftritte ziehen sich durch das MCU wie die Infinity Stones. Er vernichtet die Hälfte aller Lebewesen im gesamten Universum und setzt sich am Land zur Ruhe. Loki und Ronan zählen zu seinen Untertanen. Ronan, der uns in Guardians of the Galaxy begegnet und dem Dance-Contest ausweicht sowie in Captain Marvel. Loki ist Thors Adoptiv-Bruder: Wir lernen seine tragische Geschichte in Thor kennen, wünschen ihm den Tesseract und die Weltherrschaft in The Avengers und fieberten Thor: The Dark Kingdom (aufgrund seiner Beliebtheit wurden Szenen nachgedreht) entgegen. Und jetzt ist er tot. Getötet von Thanos. Aber halb so wild, auf Disney-Stream bekommt er eine eigene Serie.

Thanos‘ Töchter sind Gamora und Nebula. Beide kennen wir aus Guardians of the Galaxy: Zuerst Feinde dann Freunde. Zu den Guardians zählen Star-Lord alias Peter Quill, die Mutter von der Erde, der Vater ein Planet (ein Celestial) – was auch erklärt, warum Peter den Power Stone so einfach in der Hand halten konnte. Star-Lord wurde von Yondu als Space Pirate alias Ravager aufgezogen. Gamora verlor ihre Eltern bei einem Angriff von Thanos, so wurde auch Drax‚ Familie von Ronan getötet. Thanos zieht sie gemeinsam mit Nebula auf, die er kontinuierlich verbessert und quält. Des weiteren gibt es den sarkastischen Fanliebling und Trash Panda namens Rocket und der lebende Baum, namens Groot, der sich gegen Ende des ersten Guardians-Teil aufopfert. Als Star-Lord merkt, dass Ego für den Tod seiner Mutter verantwortlich ist, tötet er ihn. Nebula splittet sich ab um Thanos zu töten und Yondu stirbt, in dem er sich für Star-Lord opfert. Right in the feels.

Ebenfalls aus weiter Ferne: Thor, der Gott des Donners aus Asgard. In Thor lernen wir die Brudergeschichte kennen; zuächst Gegner in The Avengers, dann quasi Verbündete in The Dark Kingdom, bis sie gemeinsam Seite an Seite in Thor: Ragnarok gegen die böse Sista Hela kämpfen. Man könnte fast annehmen, dass MCU ist eine große Soap Opera, eine Telenovela mit etwas mehr Budget. Im Kampf gegen Hela und einem fetten Demon wird Asgard zerstört, die Überlebenden retten sich auf ein Schiff. Und Thanos taucht auf.

Wakanda hingegen hält sich versteckt vor der Welt, denn dort gibt es Vibranium, ein seltenes und unbesiegbares Metall. Caps Schild ist aus Vibranium, genau so wie Wolverins Krallen. Wer König in Wakanda ist, ist gleichzeitig auch Black Panter, inklusive Superkräfte und indestructibale Suit. T’Challa, so der Held mit Namen und künftige König, wird von seinem Cousin heraus gefordert; seine kleine Schwester Shuri ist ziemlich intelligent und versucht während Thanos Angriff in Infinity War den Mind Stone aus Visions Stirn zu entfernen, ohne Vision dabei selbst zu töten – was ihr leider nicht gelingt, denn die Zeit ist zu knapp. Und dann gibt es noch Okoye, eine ziemlich coole Kriegerin.

Spiderman! Wir kennen die Story: einst von einer radioaktiven Spinne gebissen ist Peter Parker heute You Tube Star, die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft und mit Tom Holland perfekt besetzt. Tony rekrutiert Peter, aber dieser will noch Teenie sein, Tony sagt das war eh nur ein Test.War es nicht. In Civil War kämpft er an Iron Mans Seite, bis er schließlich in Infinity War in dessen Armen stirbt. Right in the feels.

Last but not Least: Doctor Strange, einst ein arroganter Chirurg, der durch einen Unfall die Fähigkeit zu arbeiten verliert. Er macht sich auf die Suche nach Frieden, meditiert und wird Herrscher über die Zeit. Doctor Strange ist im Besitz des Time Stones, davor war es Tilda Swinton, deren Auftritt als White Washing kritisiert wurde, aber seien wir uns ehrlich: Es ist Tilda fucking Swinton! Sorry, but not sorry. Es gibt eine Dark Dimension und der Umhang führt ein Eigenleben.

Soviel dazu!

Halt! Die Gems!

Die Gems (thx Wiki)

  • Space Stone (Blau): Das erste mal sehen wir den Tesseract in einer Post-Credit-Szene bei Thor; er wird in Captain America: The First Avenger von Red Skull (der sich später auf Vormir befindet) gestohlen, um eine Waffe, die von Hydra produziert wurde, in Gang zu setzen. In den 80ern taucht er bei Captain Marvel auf (Dr. Wendy Larson aka Mar-Vell versucht die Krulls damit in Sicherheit zu bringen) und verleiht Carol Danvers bei einer Explosion ihre Kräfte. Der Tesseract wird von Goose der Katze, gefressen (irgendwann wieder ausgekotzt) und in die Obhut von S.H.I.E.L.D. übergeben. Loki stiehlt diesen in The Avengers um die Erde zu erobern. Danach wird er in Asgard aufbewahrt. Loki stiehlt diesen erneut (Thor: Ragnarok) und gibt ihn nach der Zerstörung Asgards Thanos. Damit rettet er seinem Bruder das Leben und opfert sich selbst. Don’t worry, Disney hat ihn bereits unter Vertrag.
  • Mind Stone (Gelb): Existiert lange Zeit in Lokis Zepter, was Loki in The Avengers behilflich ist, denn die Gedanken anderer lassen sich damit kontrollieren. Nach The Avengers fällt das Zepter in die Hände von Hydra, die damit an Menschen experimentieren (Post-Credit-Szene The Winter Soldier). Die einzigen Überlebenden sind Wanda und ihr Bruder Pietro, Age of Ultron zeigt deren Potential und die quasi Geburt von Vision. Der Mind-Stone besitzt eine eigene Intelligenz, was sich die KI Ultron zunutze macht aber durch Thor und JARVIS vereitelt wird, was zu Vision führt. Qualitäten des Mind-Stones: Umfangreiches Wissen und die Fähigkeit neues Leben zu schaffen.
  • Reality Stone (Rot): Taucht das erste mal in Thor: The Dark World auf, genannt Aether und ist eigentlich kein Stein, sondern eine Art Flüssigkeit. Diese kann, wenn sie mit einem Host zusammen geführt wird, alles in dunkle Materie verwandeln und das Leben von Sterblichen aussaugen. Mit ihr lassen sich Portale zu anderen Welten öffnen. Der Reality Stone scheißt quasi auf die Gesetze der Physik und macht damit, was er will. In Infinity War holt sich Thanos diesen vom Collector.
  • Power Stone (Violett): Ronans Quest in Guardians of the Galaxy. Der Stein verbessert die Stärke seines Besitzers und kann gesamte Zivilisationen zerstören. Ronan versucht folgend den Planeten Xandar zu vernichten, wird aber von den Ravagers, Nova Corps und den Guardians gestoppt. Thanos vernichtet in Infinity War die Hälfte von Xandars Bevölkerung.
  • Time Stone (Grün): Im „Eye of Agamoto“, benannt nach dem Meister der Mystic Arts, kann der Stein die Zeit manipulieren. Doctor Strange erweist sich würdig und wir lernen was über Time Loops.
  • Soul Stone (Orange): Mit dem Soul-Stone lässt sich die Seele und das Sein einer Person manipulieren. Er taucht in Avengers: Infinity War das erste mal auf; Gamora hatte bereits in Guardians of the Galaxy Thanos gefragt, ob es diesen Stein tatsächlich gibt, weil so wenig überliefert ist. Schlussendlich findet Gamora diesen dann auf dem Planeten Vormir, erzählt aber Thanos nichts davon – dafür aber Nebula. Die dann von Thanos gefoltert wird – das eine führt zum anderen und Thanos opfert Gamora.

Jetzt aber noch mal zurück zu Infinity War:

Was passierte nochmal in Infintiy War

Erstens, meine Kritik dazu, zweitens eine kleine Zusammenfassung:

Thor überlebt. Loki opfert sich. Thanos kämpft gegen Hulk, bis Heimdall diesen zur Erde schickt und er vor Doctor Stranges Nase landet. Thor wird von den Guardians aufgesammelt, nachdem auch deren Schiff von Thanos zerstört wurde. Das Team splittet sich auf: Thor und Rocket suchen nach dem Schmied (Thors Hammer wurde von Hela zerstört), die restlichen versuchen Thanos und den Reality Stone zu stoppen – was aber nichts nützt, Thanos nimmt Gamora mit und opfert sie für den Soul Stone auf Vormir. Bruce, nicht Hulk, warnt Tony und Strange – was dazu führt, dass Tony, Spiderman und Strange sich bald im All befinden. Black Widow, Falcon, Wanda und Vision verweilen im Avengers HQ. Steve und Bucky in Wakanda. Shuri versucht den Mind Stone aus Visions Stirn zu entnehmen ohne ihn dabei selbst zu töten, aber die Zeit reicht nicht aus.

Die Guardians sind mit Strange und Tony im All. 14 Millionen Timelines, und nur eine gibt es, in welcher Thanos besiegt werden kann. Strange händigt Thanos den Time Stone aus. Als Star-Lord beinahe den Handschuh in der Hand gehabt hätte, erfährt er von Gamoras Tod und tja… they lose. Thanos macht sich auf den Weg zur Erde, Mind Stone und tötet Vision. Thor, Rocket und Groot tauchen ebenfalls auf – es gibt eine Schlacht. Und wir alle wissen, wie sie ausgeht. The snap.

So, ich hoffe ihr seid nun bestens informiert und bereit für ENDGAME.

Reihenfolge der Filme 

MCU Phase 1

  1. Iron Man (2008)
  2. Der unglaubliche Hulk (2008)
  3. Iron Man 2 (2010)
  4. Thor (2011)
  5. Captain America: The First Avenger (2011)
  6. Marvel’s The Avengers (2012)

MCU Phase 2

  1. Iron Man 3 (2013)
  2. Thor: The Dark Kingdom (2013)
  3. Captain America: Winter Soldier (2014)
  4. Guardians of the Galaxy (2014)
  5. Avengers: Age of Ultron (2015)
  6. Ant-Man (2015)
  7. The First Avenger: Civil War (2016)

MCU Phase 3

  1. Doctor Strange (2016)
  2. Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)
  3. Spider-Man: Homecoming (2017)
  4. Thor: Ragnarok (2017)
  5. Black Panther (2018)
  6. Avengers: Infinity War (2018)
  7. Ant-Man and the Wasp (2018)
  8. Captain Marvel (2019)
  9. Avengers: Endgame (2019)

MCU Phase 4

  1. Spider-Man: Far From Home (Kinostart: 5. Juli 2019)

The End.

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Sneak Peak „Captain Marvel“

Bis ich Zeit und Motivation gefunden habe, eine äußert gute Kritik zu verfassen, hier mein erster Eindruck (inklusive coole Snapseed-Filter):

Und ich war den Film 3x im Kino ;)

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Marvel Has a Pandering Problem NOT a Diversity Problem!

Mr Raymond leitete mir vor wenigen Tagen ein Video weiter und ich muss sagen: Es ist gut. Informativ und zynisch, die Beispiele werden gut erklärt und man folgt dem Gesagten gerne ohne abzuschweifen. Manchmal jedoch auch etwas anmaßend; denn niemand, weder der sporadische Comic-Konsument oder jene, die etwas tiefer in die Materie verwebt sind, können alles kennen und wissen – und im Gedächtnis behalten. Nichts desto trotz: Sehr sehenswert – und sie spricht vermutlich vielen eingefleischten Comic-Fans aus der Seele.

Aus der Beschreibung zum Video: „Recently, Marvel has been in the news after the VP of sales claimed diversity was killing sales. Social justice warriors, feminists and lefties were all quick to jump on the story to claim diversity is not the reason for declining sales and for once, I actually agree – diversity itself is not what’s killing Marvel comics; bad writing and pointless SJW pandering is killing Marvel comics. If you think the two may seem one in the same, check out my (((short))) 30 minute analysis!“

Schaut es euch an, es sind 30 gut investierte Minuten.

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Ms Marvel – Ja oder Nein? Und da wäre noch Captain Marvel

Erst kürzlich war die Rede von und ob Ms Marvel (die muslimische Superheldin aus New Jersey – sehr zu empfehlen) bald im MCU zu sehen ist (ich sähe sie lieber in einer Serie).

Wie kam es zu dieser Frage:

“We’re doing Captain Marvel right now. Captain Marvel‘s shooting right now with Brie Larson. Ms. Marvel, which is another character in the comic books, the Muslim hero who is inspired by Captain Marvel, is definitely sort-of in the works. We have plans for that once we’ve introduced Captain Marvel to the world.” (Kevin Feige, BBC Interview)

Mr Raymond dazu: „Der Interviewer fragte ihn explizit danach, Feige macht das richtige und wechselt das Thema zu Captain Marvel, deren Film gerade gedreht wird und gibt dann dem Interviewer den Kommentar, dass es Pläne für Ms. Marvel gibt und man mehr oder weniger daran arbeitet… nachdem, zurück zum eigentlichen Thema, Captain Marvel dann im Marvel Universum erschienen ist, denn Kamala ist ja ein Fan und inspiriert durch Captain Marvel.“

Fraglich, wie viele Hoffnungen wir uns machen sollten oder auch nicht.

Inhumans (was letztlich zu einer Serie wurde) war groß auf einer Wand bei ComicCon zu sehen als ein Film in Phase 3. Solange das nicht passiert für Khan oder Romanoff, ist es nur Feige auf Promotiontour in diversen Ländern. Ebenso seine vage Aussage, dass er sich vorstellen könnte einem der weiblichen Charaktere aus Black Panther in einem Film als Hauptfigur zu sehen. Er ist gut darin das richtige zu sagen um das maximum an Interesse für Marvel Filme zu kriegen, im Gegensatz zu manchen der Clowns, die in der Comic-Sparte bei Marvel arbeiten, das richtige zu sagen ohne sich zu 100% festzusetzen – der Master des Konjunktiv und darum wäre er ein enormer Verlust, wenn er jemals gehen würde. Er gibt den Fans etwas über das sie reden und spekulieren können ohne je so dumm zu sein zu sagen, dass er es ihnen wirklich geben wird.“

Es bleibt also spannend und interessant – ob, und besonders wie Ms Marvel auf der Leinwand inszeniert wird, da sie vor allem auch die muslimische Gemeinde repräsentiert – allerdings ohne(!) Kopftuch und als typische amerikanische Jugendliche, die aus einem muslimischen, pakistanischen Elternhaus kommt versucht beide Welten miteinander zu verbinden.

Heute stolperte ich im Bezug auf Captain Marvel auch darüber:

So this is how’s its gonna go until this movie comes out.
MCU: “she’s the strongest character”.
Comic fans: “well actually she’s not in the comics”.
Media: “Alt-Right Incel Trolls are attacking Captain Marvel because she’s a woman”.
Comic fans: “Wait no that’s not what I said I’m just saying she’s not the strongest”.
Feminist: “This is all apart of the toxic masculine culture of the Patriarchy”.
Comic Fans: “F**k it”.“

Und leider fasst es die Situation perfekt zusammen. Mr Raymond meinte einst zynisch, dass Captain Marvel als marvel’sche Pendant zu Wonder Woman konstruiert wird und sicherlich, so meine ich, am Erfolg der anderen Filme anknüpfen kann – trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, denn warum erst jetzt? Eben. Wonder Woman war der erste Superheldinnen Stand-Alone Film, der tatsächlich Erfolg hatte. Trotzdem sollten wir uns darüber freuen, dass nicht mehr nur männliche Superhelden „cool“ sind, sondern auch weibliche, die nicht mehr nur den male-gaze bedienen, sondern tatsächlich eine Geschichte zu erzählen haben und nicht mehr nur quasi „Frauen-Quoten“-Beiwerk sind.

Captain Marvel: Startdatum: 14. März 2019.

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„Avengers: Infinity War“

Sicherlich, in einer Zusammenkunft wie in Infinity War, ist es fast unmöglich, jedem Charakter ausreichend Screentime zu widmen, geschweige denn jeden interessanten Schlagabtausch zu perfektionieren. Und trotzdem gelang das Konglomerat an Superhelden erstaunlich gut. Nicht nur, weil (ohne den China-Markt) der Box-Office-Rekord von The Force Awaking übertroffen wurde, sondern weil es – zumindest so, wie die einzelnen Charaktere in die Geschichte gewebt und folgend zusammen geflochten wurden – tatsächlich funktionierte und ein befriedigendes Gefühl hinterließ, auch wenn mich der Beginn etwas zweifeln ließ.

Achtung Spoiler

Worum geht es?

Thanos, bereits mächtig und einen Stein besitzend, zwingt Loki den Tesseract auszuhändigen um dessen Bruders Leben zu schonen. Loki kommt dem nach – wenn auch mit einem Hinterhalt, der ihm schlussendlich das Leben kostet. Thanos zerstört Asgard, Thor überlebt und wird von den Guardians aufgesammelt (herrlich! Vielleicht sogar eine meiner Lieblingsszenen), während Iron Man, Spider-Man und Dr Strange (auch eine großartige Kombination) unfreiwillig zur Thanos-Base geflogen werden. Doch zuvor trennen sich Thor, Rocket und Groot – denn Thor braucht seinen Hammer, während der Rest, Star Lord, Gamora, Drax und Mantis versuchen zu verhindern, dass Thanos den Soul-Stone bekommt – denn nur Gamora weiß, wo sich dieser befindet. Thanos aber ist ihnen einen Schritt voraus, demonstriert die Macht des Reality-Stones und schnappt sich in Knowhere seine Ziehtochter, um sie für den Soul-Stone zu opfern. Schlussendlich treffen ein Teil der Guardians (Nebula hinterließ eine Nachricht) sowie Iron Man, Spider-Man („Please, don’t put your eggs in me!“) und Dr Strange auf Titan, dem Heimatplanet Thanos‘, aufeinander, was ebenfalls für amüsante Szenen sorgt. Und während Dr Strange sich Billiarden von möglichen Outcomes ansieht und es nur eine Option auf Frieden gibt, wird er zur Aufgabe des Time-Stones gezwungen.

Auf der Erde pflegen Vision und Scarlet Witch im Geheimen ihre Romanze und werden von Thanos‘ Untertanen aufgespürt – denn Thanos weiß, der Mind-Stone befindet sich bei Vision. Zur Hilfe eilen Captain America, Black Widow und Falcon. Bruce Banner ist mittlerweile wieder auf der Erde, weiß aber keinen Rat – Cap aber: Wakanda. Nakia versucht Visions Bewusstsein vom Stein zu trennen, während Captain America auf Bucky trifft und Seite an Seite mit den Avengers (wir erinnern uns, die Spaltung in Civil War) kämpft, sowie einem nicht wollendem Hulk und Black Panther. Creature-Feature-Kanonenfutter Aliens aus dem All metzeln sich durch sämtliche Armeen, bis Thor mit seinem neuen grootigen Hammer vom Himmel rast und ein Schiff nach dem nächsten zerstört. Yes! Comic-Feeling Deluxe! Mit dabei sind Rocket und Groot. Scarlett Witch kann gegen Ende den Stein ihres Geliebten zerstören, doch Thanos dreht die Uhr zurück und tötet Vision. Er besitzt alle Steine und tut das, was seiner Meinung nach am sinnvollsten ist. Am Ende lächelt er. The End.

Kritik und Fazit

Ein interessantes Ende und die Post-Credit-Szene lässt uns wissen, was uns in der Fortsetzung erwartet – mein Herz schlug tatsächlich schneller und ich verließ das Kino mit einem Dauergrinsen. Und ja, man merkt, wo James Gunn seine Finger im Spiel hatte, denn die Guardians-Szenen waren nach meinem Empfinden mit Abstand die besten. Auch wird einem wieder bewusst, dass mit Tom Holland die perfekte Besetzung für Spider-Man gefunden wurde.

Die meiner Meinung nach besten Kombis und Inszenierungen waren Mantis und Spider-Man, als auch Thor und Star Lord – die wirklich für viele Lacher sorgten, denn mit diesen beiden Charakteren treffen Welten an Egos aufeinander. Iron Man und Dr Strange funktionierten bedingt, und hätten etwas mehr Zeit und vielleicht eine andere Umgebung gebraucht, um ihr Potential zu entfalten. Ein optimistischer und euphorischer Thor, sowie ein zynischer Rocket sind ebenfalls amüsant zu beobachten und ich hätte gerne gesehen wie Rocket Buckys Arm gestohlen hätte. Und auch die Alien- und diverse Popkultur Anspielungen waren weder aufgesetzt noch ermüdend, im Gegenteil. Und ja, Marvel und Disney wissen, wie man (unterhaltsame) Unterhaltung generiert.

Fazit: 9 von 9 Rabbits, 2 von 2 Space-Invader Groots, 5 von 7,5 Kampfszenen und 1 von 3 Creature-Features. Definitiv sehenswert – für Freunde für Weltraum-Szenen, Raumschiffe, Kampfszenen, Aliens, Superhelden und etwas Drama.

Erneut, Spoiler!

Einige Worte zum Ende

Interessant ist, dass Thanos nicht nur der übermächtige Gegenspieler mit einem Gottkomplex ist, der seine Macht um der Macht Willen auskosten will, sondern tatsächlich auch gewisse Absichten hinter seinem Tun verfolgt: Halbieren wir die Population einer Überbevölkerung, sodass der Rest in Frieden leben kann. Ist Thanos also böse? Natürlich, er richtet einen Genozid nach dem nächsten an, wenn die Zivilisation an ihre Grenzen gelangt ist. Warum sie Selbstzerstörung und Leid überlassen wenn es auch einfacher geht und man sie schmerzlos zu Staub werden lassen kann? Die Zeiten, in welcher der Bösewicht schwarz und der Held weiß ist, sind vorbei. Thanos hatte tatsächlich, in seinen Augen, wohlwollende Absichten.

Aussicht auf die kommenden Filme

Was bedeutete das Ende von Infinity War: Sind sie tatsächlich tot? Nun, nach dem Spider-Man: Homecoming 2 auf Juli 2019 angesetzt ist, kann Spider-Man nicht tot sein oder doch? Wie wird Sony damit umgehen? Homecoming spielte übrigens direkt nach Captain America: Civil WarAvengers: Infinity War setzt zwei Jahre nach Civil War an. Es wäre also gut möglich, dass Spider-Man: Homecoming 2 und Ant-Man and the Wasp (Sommer 2018) VOR Infinity War spielen – was aber keinen Sinn ergäbe. Eigentlich. Captain Marvel kommt im März 2019 in die Kinos, wird aber in den 1990ern angesiedelt sein. Und, nicht zu vergessen, Guardians of the Galaxy 3 für 2020 – erneut aus der Feder James Gunns und der letzte Guardians Film mit dieser Konstellation. Ebenso geplant ist eine Fortsetzung von Black Panther – und mittlerweile gibt es grünes Licht für einen Black Widow-Film.

Avengers 4, soll im Mai 2019 starten. Ich vermute, dass es eine (Time-Trave-) Lösung geben wird, um alle Toten wieder zum Leben zu erwecken („Avengers 4: Resurrection“ oder so), denn Dr Strange wusste was passiert und entschied sich für die Lösung, die sie ins Endspiel bringt. Ich gehe ebenfalls davon aus, dass all jene, die jetzt noch am Leben sind, die bekannten und großen Namen, sterben beziehungsweise das Franchise verlassen werden. Mein Informant ist der gleichen Meinung.

Weiterführende Links

 

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„The Punisher“, Season 1

Nachdem Frank Castle bereits in Daredevil Season 2 debütierte und einen guten Eindruck hinterließ, war es offensichtlich, dass die eigene Serie bald folgen wird und mit Jon Bernthal fand sich ein Darsteller, dem es gelang, den emotional zerstörten Exsoldaten hervorragend zu porträtieren.

Vorweg

Gibt es einen geeigneten Zeitpunkt für eine Serie wie The Punisher? Vermutlich nicht, denn Diskussionen über Waffenkontrolle und Gewaltakte durch Waffengewalt sind in vielen Teilen der Welt, so auch in den Vereinigten Staaten an der Tagesordnung. Bestenfalls also wird die Serie kurz vor Weihnachten freigegeben, wo (vermutlich) Konsum und Besinnung über die, wenn auch nur dezent angeschnittene Thematik der Waffenkontrolle in den USA, überwiegen.

Interessant ist die Tatsache, dass weitaus weniger Gewalt zu sehen ist, als erwartet. Mindestens 10 brachial geschlachtete Statisten hatte ich mir pro Folge erwartet. Nichts dergleichen aber passiert. Gegen Ende, darf der Punisher richten und Schädel zu Brei schlagen, manchmal wen erschießen, aber das wars auch schon.

Sinnlos war meiner Meinung, eine quasi Romanze mit Karen anzudeuten (die seit Daredevil eine gewisse Verbindung zu Frank hat, sicherlich mit dem Potential für eine Romanze) um sie danach, als sie ihre Rolle als Damsel in Distress geliefert hatte, fallen zu lassen. Nicht die Romanze/Nicht-Romanze an sich, sondern wie der Charakter Karen in der Serie aufgegriffen und verwertet wird, war sinnlos. Ich mochte Karen und ihre Verbindung zu Frank in Daredevil Season 2 und hoffte auf eine Weiterführung, aber in diesem Falle wusste man wohl nicht so recht wohin mit ihr. Um aus The Punisher keine Romanze zu machen, wurde sie wohl nur so viel wie überhaupt notwendig hineingeschrieben und obwohl sie ja doch eine gewisse Berechtigung hat und in Verbindung mit Frank steht, hätte man auch auf sie verzichten können.

Kritik oder Verherrlichung?

“A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed.”(2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten)

Die in den USA in der Verfassung verankerte Ansicht, dass jedem Bürger Waffenbesitz zusteht, machen Lösungsansätze, sei es, das Recht zu verschärfen oder ein Waffenregister einzuführen, von vornherein zunichte. Zudem verfolgen unterschiedliche Bundesstaaten, unterschiedliche Gesetze. In New York ist es verboten eine Waffe offen zu tragen, während es in Texas Norm ist. Es könnte jeden Monat in einem anderen Bundesstaat über Massaker berichtet und Debatten noch stärker geführt werden, es ändere nichts. Darüber hinaus waren die Waffen, die die Gründungsväter der Vereinigten Staaten trugen, keine Assault Riffles sondern es musste nach jedem Schuss nachgeladen werden.

Die Frage, die man sich stellen könnte, wäre, ist es in Ordnung eine Serie wie The Punisher zu produzieren und zu zeigen? Ja. Aber würde dies nicht Nachahmer schaffen oder dazu verleiten, selbst den einen oder anderen Racheakt zu vollführen? Nein. Auch wenn Medien und konservative Menschen gerne Computerspiele und eben gewaltvolle Filme wie Serien für die Gewaltausbrüche verantwortlich machen. Wir erinnern uns, in den 1970er war es Steven King, der die Jugend verführte.

Was The Punisher neben dem Racheakt Frank Castles zeigt, ist die Realität zahlreicher Veteranen und dem ständigen Nachspiel. Sie sind es, die in diesem Falle gegen strikte Gesetze sind und aber auch unter den Folgen des Krieges leiden. Viele besuchen eine Selbsthilfegruppe um damit umzugehen. Dem einen gelingt es besser, dem anderen schlechter.

Interessant ist, dass Frank sich den Mitgliedern des Militärs annimmt, auch wenn es in diesem Falle Rache ist, da sie für den Tod seiner Familie verantwortlich sind. In Verbindung mit den angesprochenen Folgen und der Behandlung der Soldaten während des Krieges, was ein wichtiger Aspekt in dieser Season einnimmt, wenn nicht sogar Kernthema ist, kann The Punisher eindeutig als Kritik und nicht Verherrlichung verstanden werden. Des weiteren spricht dafür, dass Frank Bomben hasst und seinen Rachefeldzug persönlich gestaltet. Der Mord mit dem Messer ist intimer, direkter – auch wenn er genau so Handfeuerwaffen und Sniper verwendet.

Warum die Romanze?

Natürlich macht es in meinen Augen Sinn, entwickele sich etwas zwischen Karen und Frank, da sie einerseits die einzige war, die sich in Daredevil seiner annahm, andererseits stimmte die Chemie, die bei Matt und Karen eindeutig fehlte. Allerdings war die Thematisierung, die durchaus seine Berechtigung hatte – denn Frank sieht Karen als Familie, weiß aber auch, wie jeder „Superheld“, dass eine intime Beziehung nur zum Schaden der anderen Person führt –  und vielleicht in Franks Fall zu einer Charakterentwicklung führen könnte. Immerhin zeigt er authentische Emotionen, wird in ihrer Gegenwart nervös und bei dem Gedanken, jemand könnte Karen ein Haar krümmen, sogar aggressiv, während die Rückblenden mehr schlecht als recht ins Bild passten. In diesem Falle wurde uns erzählt, und immer und immer wieder (in vielleicht zu vielen Rückblenden, die leider weniger authentisch wirken als sie wirken hätten sollen) gezeigt, wie Frank seine Familie verlor, wie innig doch die Beziehung zu seiner Frau war und trotzdem ist es einem gleich. Dass allerdings ein jeder eine abschließende Szene mit Frank hatte, außer Karen, machte aus der angedeuteten Romanze lediglich eine Farce.

Abschließend

Zugegeben, ich mag Frank Castle. Und ich wiederhole mich: Jon Bernthal passt hervorragend in die Rolle und es macht Spaß ihm beim Racheakt zu folgen. Allerdings dachte ich mir, dass er mindestens fünf bis zehn Böslinge pro Folge schlachten wird und war überrascht, dass der große Akt erst gegen Ende zur Entfaltung gelangte.

Fazit: I like. Season 2 ist geplant.

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